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Der Apple-Check

Viele Marken haben Fans, Apple hat „Jünger“. Cool, einfach zu bedienen und hochwertig – das assoziiert man mit Apple-Produkten. Doch haben die Geräte tatsächlich einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz?

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Wer die gestrige Doku-Comedy-Sendung „Der Apple-Check“ verpasst, sollte mal reinschauen. ARD bietet diese Sendung in ihrer Mediathek an. Sie ist durchaus unterhaltsam, strotzt aber vor peinlichen Fehlern und an den Haaren herbeigezogenen Argumenten, viel heißer Luft und schlechtem Journalismus. Es war aber auch nicht alles übel: zB. die Untersuchung der Gehirnaktivitäten ist ein sehr interessanter Punkt. Leider hat man hier aber viel zu oberflächlich recherchiert. Ich will auch gar nicht so über diese Sendung herziehen. Persönlich habe ich genau das erwartet. Macht euch selbst ein Bild: 

-> http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/der-apple-check?documentId=13296480

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

8 Kommentare

  1. Ich finde es es eher enttäuschend, wie wenig die ARD aus dem Thema gemacht hat – es gab ja durchaus Ansatzpunkte, aus denen eine wirklich interessante (und auch kritische) Reportage hätte werden können. Die richtigen Themen waren ja da (Arbeitsbedingungen, Konsumentenverhalten), was hier aber abgeliefert wurde, war aber eher „Galileo“-Niveau.

    Schade, Chance vertan – für mich um so enttäuschender, da ich eigentlich von den Öff-Recht. mehr erwarte und oft auch geboten bekomme.

  2. Der „im Bier versenken“-Test war richtig, fundierter Qualitäts-Jounalismus. Spätestens ab dem Zeitpunkt hätte man schon ausschalten sollen.

  3. Ein Wasserschadentest war nicht unbedingt verkehrt. Allerdings haben die nur nach dem einen „Schwachpunkt“ gesucht: Akku.
    Ich habe schon so einige iPhones mit Wasser-, Kaffee- und leider auch Urinschaden (Toilette) repariert. Und kaum eines davon hatte solche Probleme. Es gab oft Displayflecken und ab und zu hat der Lautsprecher gerauscht und das Mikrofon war im Eimer (beides leicht zu wechseln).
    Wenn man sich mit Elektronik auskennt, weiß man, dass gerade für Bauteile wie Lautsprecher Flüssigkeiten absolute Killer sind.
    Dass man den Akku nicht herausnehmen kann ist schon nicht so toll, allerdings sehen andere Handys dafür um einiges billiger aus, meiner Meinung nach. Auch dass beim MacBook es nicht angedacht ist, den Akku zu wechseln, ist schlichtweg falsch. Das sind ein paar kleine Schrauben die man lösen muss und dann kann man den Akku leicht entfernen.

    Das ist aber alles typisch Fachfremde Medien. Es wird alles auf einm Minimum an Fachwissen heruntergestuft, damit es jeder Idiot kapiert (Galileo ist hier DAS Paradebeispiel).

    Apple ist nicht perfekt. Aber wer Apple kauft, weil er denkt, er ist damit was tolles und besonders, hat in meinen Augen einen gewaltigen Schaden im Kopf.

    Ich persönlich kaufe Apple (habe MacBook Pro und iPhone), weil ich weiß was ich habe. Ich kaufe es nicht, um der Welt zu zeigen „Schaut mal! Ich bin Apple-Jünger und etwas besonderes!“, sondern weil mir Hard- und Software gefallen.
    Mac ist in meinen Augen das „beste“ OS, was gängig ist.
    Erklären muss ich hier nicht, denke ich mal.
    Das gleiche mit iPhone. Ich finde iOS von der Bedienung einfach einmalig. Einfacher geht nicht mehr. Gut – ich wünschte mir mehr Offenheit. Aber das ist nicht einfach.
    Siehe Android. Android gefällt mir eigentlich ganz gut, wenn es nicht so „unperfekt“ wäre. Hakelige Animationen, hässliche Popups, teilweise pixelige Apps, unübersichtliches Menü – speziell Samsung (im Bericht von ARD sieht man genau das was ich damit meine, wo sie nach dem Biertauchgang das S2 einschalten und die Widgets sich nocheinmal nachladen!).
    Ich hätte auf jeden Fall ein Android Smartphone, wenn diese Punkte besser erfüllt werden. Ich möchte etwas, das funktioniert und nicht hängen bleibt und das Handy dadurch zum glühen bringt (Beispiel Galaxy 2).
    Ich möchte ein Gerät haben, was einfach zu bedienen ist, und wo ich weiß, dass die Apps einwandfrei funktionieren und auch die richtige Hardware unterstützen.

    Beim MacBook finde ich besonders die Verarbeitung spitze. Dazu kommen Display und Tastaturbeleuchtung und ganz vorne an das Trackpad. Ich habe zwar eine MagicMouse, aber dennoch benutze ich fast ausschließlich das Trackpad. Wenn man sich Trackpads bei „normalen“ Notebooks anguckt – auch bei welchen aus der MacBook Preisklasse – dann fallen einem u.a. folgende Faktoren auf:
    Raue Oberfläche (WER HAT SICH DAS AUSGEDACHT????)
    Klein – verdammt klein
    hässliche Tasten, die teilweise stark wackeln
    Scrollen funktioniert nicht wirklich
    Multitouch ist oft verfügbar, aber nicht wirklich richtig.

    ARD hat in dem Bericht einige Aspekte gut veranschaulicht, aber viele auch misachtet.
    Es wurde NIRGENDWO erwähnt, dass nicht nur Apple bei Foxconn und den anderen Zulieferern einkauft.
    Und genau DAS regt mich am meisten auf. Die Leute schimpfen über Apple, weil die Arbeitsbedingungen so beschissen sind.
    Aber KEIN anderer Hersteller, der stark auf dem Multimediamarkt vertreten ist, ist kein deut besser.
    Das ganze wurde auch nur von den Medien so hochgepusht. Die Leute, die über Apple schimpfen, haben ihr Wissen meist nur aus Zeitung, Fernsehn und Internet. Selbst mit Apple gearbeitet haben die wenigsten. Ich kenne ein Paar Leute, die andere Gründe gegen Apple vorlegen – die ich sehr wohl respektiere. Und mit diesen Leuten kann man sich NORMAL über sowas unterhalten – da gibts kein rumgeprotze von wegen „Apple ist scheiße, weil ist so“.

    • killerspiele

      05.02.13, 22:32, #4

      dein beitrag gefällt mir außerordentlich gut. vor allem der letzte absatz war mir bei der sendung auf ein dorn im auge.

  4. Was mich an der Doku unter anderem gestört hat: Man ging nicht darauf ein, dass man quasi bei Apple ein Gesamtkonzept zwischen Hardware und Software kauft. Zusätzlich dazu noch ein ganzes Ökosystem mit iCloud, App Store und iTunes.

    Persönlich sehe ich das als Vorteil, auch wenn man natürlich dabei Kritik ansetzen könnte hinsichtlich neuerer Geräteanschaffungen. Aber das Problem gibt es ja nicht nur bei Apple, im Prinzip gilt das für jeden Anbieter eines App Stores.

    Das der nette Senior im Video den Sachverstand der Genius-Leute bezweifelt hat war auch ganz nett :-)

  5. killerspiele

    05.02.13, 22:31, #6

    ich habe mich bisher nur mit wenig sendungen von denen auseinander gesetzt die bei der ard/zdf ausgestrahlt wurden. eine war zb das mit den killerspielen und die über apple ist genauso schlecht, falsch und ach mülleimer auf, sendung rein und mülleimer zu.

    traurig das man dafür noch zahlen muss.

  6. Der Versuch mit der Hirnaktivität ist schon ein paar Jahre alt. Gezeigt wurde leider nur ein kleiner Teil des Ergebnisses.
    Es fehlt, dass z.B. Harley Davidson (und noch ein paar andere Marken) die gleichen Hirnregionen anspricht, wie das bei Apple der Fall ist.

    Generell ist die Qualität der Sendereihe, nach den ersten erfolgreichen und gut recherchierten Sendungen, leider schnell abgestürzt.