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Review: CleanMyMac 2 · Grundreinigung für den Mac reloaded!

A clean Mac is a happy Mac.

CleanMyMac ist gestern Abend ohne viel Tamtam in Version 2 veröffentlicht worden. Ob sich der Versionssprung lohnt, erfahrt Ihr im folgenden Review.

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CleanMyMac ist einer dieser App, die sich, kurzgesagt, um den Datenmüll auf dem Mac kümmern und diesen zuverlässig schreddern.

Die Bedienung könnte simpler kaum sein: Einfach nach dem Starten der App bei der Automatischen Bereinigung den großen, runden Scannen-Knopf drücken und CleanMyMac beginnt anschließend den Mac zu durchsuchen. Sobald die App damit fertig ist, werden die Ergebnisse detailliert dargestellt und lassen sich bis auf Dateiebene verfeinern.

So gilt beispielsweise für die Systembereinigung, dass neben Sprach- oder User-Cache-Dateien, auch der iOS Foto-Cache, Zusatzcode in Universal-Apps (ja, so etwas gibt es auf dem Mac tatsächlich immer noch) oder Protokolldateien aufgelistet werden.

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Diese könnte man jetzt natürlich einfach so bereinigen, sollte sich aber vorher vergewissern, um was für Daten es sich da genau handelt. Ein Klick auf Detaillierte Ergebnisse verschafft hier Klarheit und man kann so ganz genau sehen bzw. festlegen was gelöscht werden soll.

Gleiches gilt für Große & alte Dateien, wo, zeitlich und nach Datengröße sortiert, ‘große’ Datenmengen aufgelistet werden, die man schon länger nicht mehr angefasst hat.

Die iPhoto Bereinigung bezieht sich leider nicht auf Duplikate, dafür müssen andere Apps herhalten, sondern vielmehr auf nicht mehr benötigte Service-Kopien (gedrehte Bilder).

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Über die Papierkorb-Entleerung wird der Papierkorb aller internen und externen Festplatten sowie von iPhoto entleert.

Ein Schmuckstück von CleanMyMac ist nach wie vor der integrierte App-Uninstaller, den Apple nach wie vor nicht mit OS X ausliefert. Hier werden alle installierten Apps sowie nicht definierbare Programmreste aufgelistet und können entfernt werden. Dazu zählen, wie schon zu vermuten, nicht nur die reine App, sondern alle dazugehörigen Daten, wie Cache, Einstellungen, Konfigurationsdateien oder Crashreports.

Darüber hinaus kann man über den Erweiterungs-Manager zusätzlich installierte Plugins aller Art, Bildschirmschoner, Anmeldeobjekte, System-Prefs oder Dashboard-Widgets entfernen.

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In den CleanMyMac Einstellungen kann man beispielsweise die Sprachen festlegen, die man bei installierten Apps auf keinen Fall entfernen will oder kann eine Art Überwachung des Papierkorbs bzw. für die korrekte Deinstallation von Apps aktivieren.

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CleanMyMac 2 wird ausschließlich über die Homepage des Entwickler MacPaw für momentan 19,97 Euro verkauft. Dieser um 50% reduzierte Preis gilt aber nur bis übermorgen, den 08. März 2013. Danach wird der Preis auf 39,95 Euro angehoben. Zusätzlich werden Volumenlizenzen für die Nutzung der App auf mehreren Macs angeboten. Zur Installation wird minimal OS X 10.7 Lion vorausgesetzt.

Skeptiker greifen, wie immer, zu kostenlosen Trial-Version, mit der man maximal 500 MB entfernen kann.

Apropos kostenlos

Alle Besitzer von CleanMyMac 1 dürfen einen kleinen Luftsprung machen, denn CleanMyMac 2 ist ein kostenloses Upgrade des bisherigen Version. Toller Support von MacPaw!!!

FAZIT

Ich persönlich setzte CleanMyMac seit mindestens vier Jahren mehrmals die Woche ein. Sei es um Apps zu deinstallieren oder einfach nur mal wieder den Cache zu leeren.

Ich möchte mich sogar als Fan dieser App outen und bin mit dem neuen Major-Upgrade wirklich sehr zufrieden. Die Oberfläche wurde komplett neu gestaltet, was der Übersicht gut tut. Der Scan geht verhältnismäßig schnell und auch neue Funktionen wie Große & alte Dateien oder der iPhoto Cleanup sind sinnvolle Erweiterung.

Wünschenswert wäre noch ein integrierter Duplikat-Finder gewesen, den es aber leider nicht gibt. MacPaw würde sich ja auch quasi ins eigene Fleisch schneiden, denn auf dem Gebiet hat man eine andere App namens Gemini im Produkt-Portfolio ;)

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

-> http://macpaw.com/cleanmymac

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei andere Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Außerdem habe ich den Geissbock im Herzen, der jedes Wochenende aufs Neue ausbricht und Twitter zuzwitschert. Darüber hinaus bin ich natürlich per E-Mail und neuerdings auch bei App.net erreichbar.

13 Kommentare

  1. Ich mochte ja immer Ccleaner für Mac, aber die neue Version von CleanMyMac schaut ziemlich gut aus. Besonders den App-Uninstaller finde ich gut, bisher nutzte ich immer App-Zapper.

    Sauber, ist gekauft :-)

    • CCleaner für den Mac? Bei Windows-Tools auf dem Mac gruselt es mich ehrlich gesagt etwas aber jedem das Seine ;)

      Du hast jetzt auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen.

    • Hatte ich auch mal eine ganze Zeit im Einsatz, um dann festzustellen, dass die App leider nicht gründlich genug ist; gerade was die Konfigurationsdateien & Co. angeht.

      Will sagen: Ist auf keinen Fall ein gleichwertiger Ersatz, wenn man nur den App-Uninstaller betrachtet.

  2. Würde man in diversen Foren nicht soviele Schauergeschichten über CleanMyMac lesen, wäre es schon lange produktiv bei mir im Einsatz…

    • Was liest man denn so?

      Ich habe, wie geschrieben, vier Jahre Erfahrung mit der App und kann nur Gutes sagen. Ich hatte ich der Zeit nie ein Problem nach einer ‘Reinigung’. Andernfalls würde ich hier kein Review schreiben, die App empfehlen und schon gar nicht mit einer 9/10 Wertung abschließen.

      Man sollte aber natürlich wissen, was man löscht, nicht einfach blind Knöpfe drücken und anschließend rumtrollen, da man selber bei der Bedienung der App zu dämlich war und ne systemkritische Datei unwiederbringlich gelöscht hat.

      Das gilt übrigens nicht nur für CleanMyMac, sondern auch für alle anderen Apps, die diese Art Wartung anbieten -> bestes Beispiel: Onyx.

        • Habs jetzt nur mal überflogen und kann der Problematik im Forum überhaupt nicht folgen. Bei mir funktioniert die App seit etlichen Jahren absolut problemfrei.

          Dennoch danke für den Link ;-)

      • Diese Diskussionen führen sich auch in zahlreichen englischsprachigen Foren fort. Da ist dann die Rede von langsamer werdenden Macs, Apps die nicht mehr starten, übrig gebliebenen Daten bei Deinstallationen, … Vieles liegt bestimmt auch an dem Benutzer, aber braucht Unix-System überhaupt so ein Programm? Caches bauen sich wieder auf und haben ja auch einen positiven Nutzen, fürs Aufräumen gibt es einige Scripte, die automatisiert laufen und mit Spotlight kurz nach der App suchen, die man deinstallieren möchte und weg sind alle Daten.
        Ich würde mich gern eines besseren belehren lassen.

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