Artikelformat

Plant die Deutsche Telekom eine flächenübergreifende DSL-Drosslung?

„Es scheint Pläne zu geben, zum 02.05.2013 für die DSL, VDSL und Fiber Tarife eine einheitliche Drosselung (im Telekom-Deutsch „Bandbreitensteuerung“) einzuführen. Wie im Mobilfunk, sollen so die Flatrate Tarife nach überschreiten eines Datenvolumens ausgebremst werden. Die neue einheitliche Geschwindigkeit nach Drosselung soll 384 KBit/s betragen, was für viele Tarife eine deutliche Verschlechterung der Konditionen bedeuten würde. Und – mit Verlaub – zudem ein schlechter Witz ist.“

http://fanboys.fm/drossel/

Sollte an dieser Geschichte nur ein Funken Wahrheit sein, dann deute ich diese Entwicklung für uns alle als traurigen, technologischen Rückschritt für Deutschland als Innovationsstandort.

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

25 Kommentare

  1. Das Gerücht beunruhigt mich ein wenig, obwohl ich einen Arcor (Vodafone) VDSL Anschluss habe. Kabel Deutschland drosselt derzeit z.B. bei einem Tagesvolumen von 10GB – aber das ist noch akzeptabel.

    Wundern würde mich die Drosselung jedoch nicht, in anderen Ländern ist es bereits Gang und Gebe und eine echte Flatrate für DSL wie wir sie bisher haben gibt es vielen Ländern gar nicht sondern alles in Volumenpaketen.

    Mich würde es ebenfalls extrem nerven wieder „rechnen“ zu müssen. Ist dann schon fast wie damals mit Modem und den Minutentakten und die ständigen Fragen im Kopf „Kann ich das noch laden, was kostet mich der Download X oder Y, streame ich jetzt das Video in HD oder lieber doch nicht, etc. etc“.

  2. Ach Oliver… Müssen wir diese total unnötige Panikmache mit einem Artikel unterstützen?

    Ich meine nicht! Da will sich bei den Fanboys (oder wo auch immer) nur jemand wichtig machen… mehr ist an der Story nicht dran.

    Was meinst du, was die Telekom für Klagen, einstweilige Verfügungen oder was weiß ich an den Hals bekommt, wenn sie ‚einseitig‘ die Verträge ändert?

    Manmanan! Absolut sinnfreier Artikel! :(

    • Also alleine bei den Gedanken daran bekomme ich Schweißausbrüche und innere Panikattacken. Es gibt Leute, die regen sich über eine Podcast-App auf ;)

    • 1. Ich denke nicht, dass sich bei den Fanboys jemand wichtig machen will. So etwas haben sie sicherlich nicht nötig.
      2. Wieso Klagen, einstweilige Verfügungen oder sonst was?. In den meisten VDSL Verträgen der Telekom ist das schon so festgelegt, wurde bisher aber nicht umgesetzt. Die restlichen Kunden erhalten die neuen Vertragsbedingungen. Laut Gesetzgeber muss dem Kunden im Falle einer Verschlechterung des Vertrages eine Sonderkündigungsrecht eingeräumt werden. Das wird die Telekom sicherlich tun. Du kannst also entweder kündigen oder die neuen Vertragsklauseln akzeptieren. Das wars.

  3. Ohje, da kommt dann ja auf uns was zu. Habe mein VDSL bei Vodafone, aber die werden dann irgendwann auch nachziehen.

    Tja, aber die Werbung verkauft uns immer noch tolles HD Streaming und meint es wäre alles kein Problem.

  4. Hat einer eigentlich von dieser Seite jemals etwas gehört? Warum sollte ausgerechnet denen etwas „zugespielt“ werden?

    Und ich sehe bei denen nicht einmal irgendetwas im CI/CD der Telekom. Kein Magenta, kein grau – nichts. Wurde das alles nur mündlich weiter gegeben?

    Und mal ehrlich. Die Telekom will in Zukunft alles über Voip laufen lassen. Die normale Voip Verbindung geht über deinen DSLer und wird bei deinem Volumen mitgezählt. Telefonierst du viel, dann wirst du gedrosselt? Kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein.

    Entertain zieht mächtig Bandbreite. Schaust du zuviel TV wirst du auch gedrosselt?

    Klingt für mich nach Schwachsinn…

    • Wenn das ein verfrühter April-Scherz ist, dann hat der bei mir sehr gut gewirkt. Ich möchte stark hoffen, dass das nur Schwachsinn ist.

    • Da für Voip eine eigene pppoe Session aufgebaut wird kann man die von der Drosselung ausnehmen und auch den Voip Traffic nicht zum normalen Surf Traffic dazu nehmen.

    • Weil Änderungen für Alt-Verträge ausgeschlossen wurden und für Neu-Verträge das Wort „niemals“ nicht gefallen ist? Das ist Marketing-Sprech. Bloß nie für die ewige Zukunft festlegen. ;-)

      • Weil sie es nicht „eindeutig“ dementieren. Ja klar – können sie wahrscheinlich auch nicht. Ich vertraue auf deine Meinung und bin jetzt wieder ein wenig ruhiger. Schaun wir mal.

        • Wobei ich dir zustimme, dass ein echtes Dementi anders aussieht. Zur wirklichen Beruhigung hat der Blog Artikel auch nicht beigetragen.

          Aber ich kann mir das nicht vorstellen, dass eine Drosselung auf 384kbit/s angedacht ist.

          Wobei bei VDSL Call & Surf Anschlüssen seit jeher ab 200 GB eine Drosselung auf 6 Mbit im Vertrag vorgesehen ist. Wurde aber bisher nie umgesetzt.

          Bei Entertain VDSL fehlt diese Klausel ;-)

  5. Ausgerechnet wieder mal die Telekomiker. Der Konzern bietet mit Abstand das teuerste Preis-Leistungsverhältnis für Telefon und DSL-Anschluss. Da kann man nur hoffen, dass die restliche Anbieter nicht nachziehen; ein weiterer Schritt Richtung ‚Technologiefeindliches, innovationsarmes Deutschland‘ – sehr schade!

  6. Bitte, lässt das nicht auf andere Provider überschwappen.

    Ich mit meinen 120 GB Traffic — täglich — würde durch so eine neue Regelung Arm werden. :(

  7. Zitat Philipp Blank (T-Sprecher): „Bisher ist es so, dass sämtliche Nutzer die intensivere Nutzung einiger quersubventionieren.“

    Und das Argument „zieht“ irgendwie. Denn von der anderen Seite des Zauns siehts ja so aus: „Lieschen Müller“, die ein paar E-Mails verschickt, etwas bei facebook unterwegs ist und vielleicht noch bei zalando neue Schuhe kauft, zahlt das selbe für ihren Anschluss, wie ein Power-User bei dem 24/7 der Download-Manager raucht…

    Das ist irgendwie auch nicht richtig.

    • Das Problem ist imho nicht unbedingt, dass für mehr Leistung nicht auch mehr gezahlt werden kann, sondern dass sowas auf lange Sicht in einem 2-Klassen-Internet münden würde:

      Zuerst wird die komplette Bandbreite limitiert, anschließend werden dem Kunden Sondertarife für einzelne Dienste wie Spotify etc. angeboten. Nachdem die Versuche der Datennetzbetreiber nicht gefruchtet haben durch direkte Untergrabung der Netzneutralität mehr Geld zu verdienen, wäre das ein indirekter Versuch. Lieschen Müller zahlt dann weiterhin denselben Preis für das „normale“ Internet, Menschen mit höheren Anforerungen dann noch mehr für ein selektiv ungedrosseltes Premium-Internet – so sähe die traurige Dystopie aus.

      Das sind natürlich alles Gerüchte und ob das juristisch so machbar wäre, sei mal dahingestellt, aber unrealistisch wären solche Versuche nicht, die wollen ja Geld verdienen. Ich finde die Heftigkeit der Reaktion deshalb auch wesentlich angemessener als bei den jüngsten Google und Apple Lappalien. Wenn der Telekom schon vorab ein kräftiger Stinkefinger gezeigt wird und die Netzgemeinde darauf auch Taten/Kündigungen folgen lässt und nicht nur ein bisschen heiße Luft twittert, wäre damit schon viel getan… selbst wenn hinter diesem Gerücht nichts steckte.

      tl;dr: Für allgemeine Leistungen Geld zu verlangen ist okay, doch diese Geschichte riecht ein bisschen nach dem Versuch langfristig unter Missachtung der Netzneutralität für einzelne Dienste Geld verlangen zu können. Herr Blanks Argumentation mag isoliert betrachtet richtig sein, lässt jedoch bewusst viel offen. Mir würde das als Kunde stinken.

  8. Kai-Uwe Beyer

    24.03.13, 14:16, #23

    Ich mag die Gerüchteküche. Und ich liebe es bei KabelBW zu sein. :-)

  9. Pingback: Deutsche Telekom kooperiert mit Evernote | aptgetupdateDE

  10. Pingback: DSL-Drosslung: Telekom ändert Tarifstruktur fürs Festnetz | aptgetupdateDE