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Review: Airmail · Minimalistischer E-Mail Client landet final im Mac App Store (ist aber nach wie vor als Beta verfügbar) // UPDATE

Viele von uns erinnern sich bestimmt noch gerne an Sparrow, dieses E-Mail Client Leichtgewicht für den Mac. Doch spätestens nach dem Kauf durch Google im Juli 2012 und der damit verbundenen Einstellung der Weiterentwicklung ist diese App für mich gestorben.

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Alternativen ließen jedoch nicht lange auf sich warten und so wurde im Januar 2013 die Public Beta von Airmail, welches sich optisch an Sparrow orientiert und viele Elemente übernommen hat, ausgerollt.

Airmail ist nun gestern final im Mac App Store gelandet. Nachfolgend ein kurzes, knackiges Review.

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Bei Airmail handelt es sich um einen reinen IMAP Mailclient; POP3 oder Exchange Server werden momentan noch nicht unterstützt.

Die Einrichtung die E-Mail Adressen geschieht denkbar einfach über die Eingabe der E-Mail Adresse und des Passworts. Alle weiteren Daten (IMAP- und SMTP-Server) erkennt Airmail selbstständig. Einen Import vorhandener E-Mail Konten aus beispielsweise Apple Mail wird leider nicht angeboten.

Anschließend findet man sich in der sehr sauber strukturierten und, das werden die folgenden Screenshots belegen, vor allem sehr anpassbaren Oberfläche wieder.

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Man kann beispielsweise Profil-, sowie die Accountbilder ausblenden oder auch einzelne Fenster verstecken. Dazu lässt sich der Stil der Anzeige nach vorgegebenen Themes anpassen u.s.w.

Als sehr tolles Feature möchte ich die Dropbox-Integration herausstellen. Zieht man einen Anhang in eine Mail, wird dieser automatisch in die verbundene Dropbox hochgeladen und nur der Link in die Mail geschrieben. Demnach gehören Mails mit großen Anhängen mit Airmail der Vergangenheit an.

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Und auch sonst warten eine Menge Features. So gibt es eine Unified Inbox, Quick Reply, Offline Support, Gmail Shortcuts, Label, Quicklook, Inline Images, Reverse messages conversation, Memo and To-do Management u.s.w.

Zusätzlich integriert sich, sofern man es zulässt, das OS X Adressbuch in Airmail.

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Diese Funktionsvielfalt setzt sich in den Airmail Einstellungen nahtlos fort.

Neben den normalen Servereinstellungen kann man hier jedem Mail-Account einen Avatar mitgeben, das Mapping der Folder anpassen, Aliase, Signaturen, Shortcuts oder Benachrichtigungen für das OS X Notification Center festlegen, den Dropbox Account verbinden oder den Cache bzw. die History löschen.

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Preis und Verfügbarkeit

Trotz des Funktionsumfangs kommt Airmail aktuell mit einem sehr schmalen Preis von gerade mal 1,79 Euro daher, was die App quasi zum NoBrainer macht. Andere Mail-Clients, wie beispielsweise auch das nach wie vor verfügbare Sparrow, sind deutlich teurer.

Darüber hinaus wird die App auch weiterhin als kostenlose Beta zum Download angeboten.

Zur Installation wird OS X 10.7 Lion vorausgesetzt.

Airmail (AppStore Link) Airmail
Hersteller: Bloop S.R.L
Freigabe: 4+3
Preis: 1,79 € Download

FAZIT

Ich kann mir nicht helfen aber Airmail wirkt auf mich wie ein aufpoliertes Sparrow. Dementsprechend gut/rund/smooth lässt es sich mit der App auch arbeiten. Es hackt so gut wie nichts und funktional bleiben für mich kaum Wünsche offen.

Auch in Sachen Stabilität kann ich nicht meckern, auch wenn es hier und da noch Abstürze gibt. Die Entwickler sind aber auch gerade bei Twitter sehr kommunikativ, gehen auf Bugs ein und fixen diese. Wer Airmail daher testen möchte, sollte sich die mindestens einmal pro Woche aktualisierte Beta genauer ansehen. Die Aktualisierung der MAS-Version lässt durch den Review-Prozess von Apple leider immer etwas auf sich warten.

aptgetupdateDE Wertung: (8/10)

[Update 30.05.2013 16:45 Uhr]

Entwickler Bloop S.R.L. bietet Kunden, die die Beta von Airmail genutzt haben und jetzt auf die finale MAS-Version wechseln wollen ein Migrationstool namens Airmail AMT an.

Damit werden alle Mail-Account von der Beta in die MAS-Version und vice versa migriert.

-> Download

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

16 Kommentare

  1. Habe schon seit einiger Zeit die Beta im Einsatz und bin nach wie vor sehr angetan von dem Programm. Wird heute nachmittag direkt gekauft, der Preis ist wirklich super! Hatte im Stillen so mit $10 gerechnet.

  2. Die Dropbox-Integration kann aber auch lästig werden, zum einen weiß man nie, wann man die Datei wieder löschen kann und zweitens bekomme ich gerne E-Mails mit denen ich auch noch nach einem Jahr was anfangen kann und nicht feststellen muss, dass der “Anhang” nur ein Dropbox-Link ist und die Datei schon längst gelöscht ist…
    Aber diese Integration kann man auch sicherlich abstellen, oder?

    • Richtig, wenn du keinen Dropbox Account hast oder diesen nicht nutzen willst, werden Anhänge ganz normal an die Mail angehängt.

      • Das ist sogar nur die halbe Wahrheit. Nach dem Verbinden des Dropbox-Accounts in den Einstellungen erscheint ja im “Neue Mail”-Fenster ein weiteres Icon. Nun kann man Anhänge wie üblich (Büroklammer-Symbol) ODER eben per Dropbox anhängen.

        So kann man die DB-Funktion gezielt auch nur für einzelne – eben sehr große – Anhänge nutzen.

        @ Pete

        Wer nach 1 Jahr eine Datei im E-Mail-Programm sucht ist tendentiell unorganisiert … ;-)
        Ist nicht bös gemeint – aber ein E-Mail-Programm sollte eher nicht als Dateiverwaltungssoftware genutzt werden, oder?

  3. Danke für den Tipp(!), aber wo ist der Offline Support? Ich schreibe eine Mail offline -> er bringt eine nichts sagende Nachricht und meine Mail ist in Sending. Wenn ich wieder online gehe wird die Mail aber nicht versendet. EDIT: Wenn ich den Clienten neu starte schon.
    Ist noch eine Beta und damit völlig ok.

    • Kann ich so bestätigen. Ist halt trotz finaler Version noch mitten in der Entwicklung :D

      Ich hoffe auch, dass Apple die MAS-Versionen zügig nachzieht. Ich persönlich will eigentlich ungern mit ner Beta produktiv arbeiten.

  4. Vielleicht liegt es an mir, aber kann es sein, dass man via Drag-n-Drop keinen Anhang in die Dropbox legen kann, sondern nur, wenn man beim Verfassen der Mail das Dropbox-Icon klickt und dann die Datei aussucht?

    • Nee, ist hier genau so. Ich meine aber, dass das im Laufe der Beta auch schon mal anders war. Vielleicht kommt da noch irgend n Knopf in den Einstellungen, mit dem man das regeln kann.

  5. Mich würde interessieren, ob die Emails, die man damit abruft, in Spotlight auffindbar sind. Das war ein großer Nachteil bei Sparrow. Man konnte nicht per Apfel-Leertaste nach Emails suchen. Dafür musste man die Mails zusätzlich noch in Apple Mail abrufen, was ja schwachsinnig war.

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