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Samba auf dem Pogoplug

Nachdem wir unseren Pogoplug von seinen Fesseln befreit haben (Anleitung), ist es an der Zeit diesen wieder mit Funktionen auszustatten. Also als erstes: Netzwerkfreigaben, denn irgendwo muss man ja seine Daten unterbringen!

 Samba Installation

Diese Anleitung lässt sich natürlich auch auf andere Geräte übertragen, auch wenn der Ablauf sich im Einzelnen unterscheiden kann.

Vorbereitungen

Da ein 2GB USB-Stick doch etwas klein für den Austausch von Daten ist, habe ich an meinem Pogoplug eine 320GB 2,5″ Festplatte über SATA angebunden.

Wenn ihr die SATA Platte im laufenden Betrieb einsteckt, könnt ihr diese über folgenden Befehl verfügbar machen (das ‚>‘ stellt ein ‚>‘ da. Leider wird das nicht geparst):

 echo "0 0 0" > /sys/class/scsi_host/host/scan

Überprüft mit

fdisk -l

ob eure Platte erkannt und wie sie angesprochen wird (im Regelfall /dev/sdbX)

Gemountet habe ich die Platte mithilfe von ‚udevil‚ über den folgenden Befehl

udevil mount /dev/sdb1

Damit wird die Platte in /media/LABELNAME eingehangen.

Die Installation

Zuerst müssen wir Samba auf unserem Pogoplug installieren. Wer Samba noch nicht kennt: Samba ist ein Netzwerkfreigabedienst, mit dem sich Dateien, Peripheriegeräte wie Drucker oder sogar die aktuelle Uhrzeit  kompatibel zu Windows, Mac, Linux, Android, iOS und jedem guten Toaster im Netzkwerk freigeben lassen.

Die eigentliche Installation ist simpel, kann aber ein paar Minuten Wartezeit in Anspruch nehmen. Es werden automatisch alle Abhängigkeiten aufgelöst und installiert – Gesamtgröße: ca. 62MB

 pacman -S samba

Die Konfiguration

Nachdem Samba installiert ist, konfigurieren wir das Ganze nun. In meinem Fall habe ich es so gehandhabt, dass es keinen Benutzer gibt und man ohne Authentifizierung alle Rechte genießt. Dies ist nur empfehlenswert wenn ihr dem Netzwerk und seinen Nutzern vertraut!

cd /etc/samba
nano smb.conf

und folgenden Inhalt einfügen (ggf. Anpassungen vornehmen):

[global]
workgroup = WORKGROUP
server string = Pogoplug Samba Server
hosts allow = 192. 127.
guest account = nobody
security = user
encrypt passwords = yes
smb passwd file = /etc/samba/smbpasswd
dns proxy = no
preserve case = yes
map to guest = bad user



[HD1]
comment = NASE
path = /media/LABELNAME
available = yes
public = yes
writable = yes
printable = no
create mask = 0777
guest ok = yes
browseable = yes

Jetzt noch abspeichern und die Konfiguration überprüfen mit Hilfe von

testparm

Wenn alles fehlerfrei ist, ist die Konfiguration abgeschlossen.

Der Abschluss

Zum Abschluss müssen noch die beiden Samba Dienste smbd und nmbd gestartet werden

smbd
nmbd

Nun kann man von seinem Rechner auf die Freigabe zugreifen.

Der Zugriff

Unter Windows funktioniert das Ganze recht einfach:

  1. Öffnet ein Explorer Fenster
    Windows Explorer
  2. Tragt in die Adressleiste ‚\\die.ip.des.pogoplug‚  und drückt Enter (Alternativ geht auch der Hostname)
  3. Macht einen Rechtsklick auf die Freigabe und wählt ‚Netzwerklaufwerk verbinden…
    freigabe
  4. Sucht euch einen Laufwerksbuchstaben aus und klickt auf ‚Fertig stellen‘
    laufwerk

Da ich leider keinen Mac besitze, kann ich an dieser Stelle nur auf die Anleitung von Apple verweisen.

Ich besitze auch kein iOS Gerät, aber im App-Store gibt es genügend Apps die diesen Zweck erfüllen. So zum Beispiel auch: 

FileExplorer Free
Entwickler: Steven Zhang
Preis: Kostenlos+

Für Android nutze ich persönlich den ‚Astro File Manager‘ mit dem passenden Modul: 

ASTRO File Manager with Clouds
Entwickler: Metago
Preis: Kostenlos
 
ASTRO SMB Module
Entwickler: Metago
Preis: Kostenlos

In dem Sinne, fröhliches Datenschleudern!

Autor: Pierre

Ich bin Pierre und im Moment Gastautor für aptgetupdate.de. Ich kümmere mich vorrangig um die Themenbereiche: Linux, Tor, OpenSource, Chromebooks, Google und Android. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr mich gerne per Email anschreiben.

2 Kommentare

  1. Klasse Artikelserie! Sehr schöne Bastel-Inspirationsquelle!

    Wäre SparkleSbare oder AeroFS noch was für eine der nächsten „Folgen“!

    • Theoretisch schon, kommt nur darauf an wie performant das Ganze auf der Kiste läuft. Hatte schon Bittorrent Sync getestet, da ruckelt es schon beim Indizieren der Ordner. Zum anderen möchte ich auch nicht ein Thema unnötig in die Länge ziehen.

      Aber ich werde sehen was sich verwerten lässt :)

      €: Wobei SparkleShare von den Ressourcen kein Problem darstellen sollte. Dafür ist es aber auch wirklich simpel einzurichten.