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Review: Reeder 2 für OS X · RSS Lesen in Perfektion (Gewinnspiel inside)

Drei Produktiv- und mehrere Beta-Wochen habe ich Reeder 2 jetzt auch dem Mac im Einsatz und nun wird es endlich mal Zeit einen Nutzerbericht vorzulegen.

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Reeder gehört seit seiner ersten (Beta-)Veröffentlichung im Dezember 2010 zu meinen absoluten Lieblingstools auf dem Mac. Ich habe diesen RSS-Reader täglich im Einsatz und war ziemlich enttäuscht, dass nach dem Google-Reader-Shutdown auch der Reeder auf dem Mac plötzlich nutzlos wurde, da er bis dato nur mit selbigen Onlinedienst zusammenarbeiten konnte. Ein Mac ohne Reeder – eine traurige Zeit.

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Ein Jahr nach dem Google-Reader-Shutdown hat sich erstaunlicher Weise eine komfortable Situation für alle ehemaligen und neuen RSS Benutzer entwickelt.

Es gibt sehr viele gleichwertige und ähnliche Onlinetools à la Google-Reader mit unterschiedlichsten Geschäftsmodellen; sogar die Selbst-Hosting-Möglichkeiten haben sich verbessert. Auch im Client-Bereich gab es viele neue Alternativ-Clients und auch Reeder ist nun in einer frischen Version erschienen. So hat der Google-Reader-Shutdown im Juli 2013 doch eine positive Einwicklung eingeleitet, die ich vor gut 12 Monaten noch nicht so im Blick hatte.

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Reeder 2 ist mehr noch als die erste Version von vorne bis hinten ein Meisterweck. Ein Meisterwerk, weil der Entwickler neben der technischen Umsetzung eine der schönsten Apps auf dem Mac Desktop gezaubert hat. Andere Apps, die mich in der Reeder-Trockenzeit über Wasser gehalten haben, wie zum Beispiel ReadKit oder Leaf, sind ohne Frage tolle Programme aber eben nicht so perfekt wie Reeder.

Reeder 2 unterstützt lokale, unabhängige RSS-Feeds, Readability und die RSS-Online-Services Feedbin, Feedly, Feed Wrangler und Fever. Damit deckt Reeder alle gängigen Dienste ab und kann wie gesagt auch völlig ohne externe Dienste und Synchronisation auskommen.

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Ich persönlich benutze Feedly sowie einige lokale Feeds und bin damit sehr zufrieden. Auch die Bedienung, an die ich mich über die Jahre extrem gewöhnt habe, hat sich prima erweitert, um eben auch mit mehreren Accounts gut arbeiten zu können.

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So lässt sich Reeder 2 komplett mit wenigen Tastatur-Shortcuts bedienen. Eigentlich braucht man die Finger gar nicht mehr von den Pfeiltasten nehmen. Wer gerne mehr will, kann jede beliebige Aktion in Reeder durch eigene Shortcuts belegen und bekommt so noch mehr Flexibilität in der Bearbeitung von Feeds.

Dazu kommt noch die Möglichkeit Gesten für die üblichen Aktionen, wie ‘Nächster Artikel’ oder ‘Vorheriger Artikel’ zu definieren. Auch das Durchscrollen eines Artikels bis hin zum Aufruf im integrierten Browser sind prima gelöst und bedienen sich per Touchpad einfach sehr gut.

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Eine überaus wichtige Eigenschaft eines RSS-Readers ist, neben der eingängigen Bedienung, eine ablenkungsfreie Optik, die man, um so effektiv wie möglich Lesen zu können, sich nach eigenen Bedürfnissen anpassen kann.

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Auch hier zeigt sich Reeder punktuell weiterentwickelt.

Der Leser kann den dargestellten Text komplett dem eigenen Geschmack anpassen und darüber hinaus auch aus derzeit sieben vordefinierten Themes wählen. Alle sehr geschmackvoll und praktisch nutzbar. Außerdem bietet die Software mit dem schon weiter oben im Screenshot zu sehenden minimalistischen Layout natürlich auch den Classic View mit Artikelansicht. Fullscreen wird ebenfalls unterstützt.

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Des Weiteren wäre ein RSS-Reader ohne Live Suche, Readability-View und eine Anbindung externer Services wie Twitter, Facebook & Co. nur halb vollkommen.

Auch bei diesen Punkten bietet Reeder keine Schwächen und unterstützt beispielsweise ein recht große Liste externer Services. Das fängt beim simplen Link-Kopieren an und geht hin bis zu Quote.fm, zum Instapaper-, Pocket- oder Evernote-Sharing aber auch zu lokalen Mac Apps wie MarsEdit.

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Die Services kann man separat in den Einstellungsdialog konfigurieren, auf bestimmte Tastatur-Shortscuts legen oder als Icon klickbar in die eigentliche Hauptansicht integrieren.

Preise und Verfügbarkeit

Reeder 2 wird, wie auch schon sein Vorgänger, ausschließlich über den Mac App Store für derzeit 8,99 Euro verkauft. Zur Installation wird OS X 10.9 Mavericks vorausgesetzt. Eine kostenlose Testversion wird leider nicht angeboten.

Der Vollständigkeit halber sei die von uns ebenfalls schon getestete, sehr empfehlenswerte iOS App von Reeder hier auch nochmals erwähnt.

Reeder 3 (AppStore Link) Reeder 3
Hersteller: Silvio Rizzi
Freigabe: 17+
Preis: 9,99 € Download
Reeder 3 (AppStore Link) Reeder 3
Hersteller: Silvio Rizzi
Freigabe: 17+
Preis: 4,99 € Download

FAZIT

Ich mag es nach meiner hin und wieder aufkommenden Kritik an der Verzögerung des Relaunches von Reeder kaum sagen aber Reeder 2 für den Mac hat durch den Google-Reader-Shutdown nur gewonnen.

Wie auch schon in der ersten Version bekommt man ein absolut zuverlässiges Tool zum RSS Lesen und kommunizieren. Reeder erhält von mir eine absolute Kaufempfehlung. Hier ist jeder Euro sehr gut angelegt.

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Verlosung

Entwickler Silvio Rizzi hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel drei Promo Codes für Reeder 2 für OS X zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt erneut Rafflecopter zum Einsatz, bei dem folgende Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Sonntag, den 29.06.2014, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

Autor: Oliver

Ich bin Oliver und habe den aptgetupdateDE Blog im Juli 2007 aus der Taufe gehoben. Man findet mich auch auf Twitter.

29 Kommentare

  1. Japp, ist ne super App, die ReadKit bei mir ebenfalls (fast) komplett ersetzt hat. Das ganze Lesen geht einfacher ‚flüssiger‘ von der Hand.

    Eine Sache fehlt mir aber:
    Ich vermisse schmerzlich die aus ReadKit bekannte Integration von Pocket & Co. in der Sidebar. Dass ich quasi auch diese Dienste in der App lesen kann ohne mich irgendwo im Browser einloggen oder die gruselige Pocket Mac-App nutzen zu müssen.

  2. auf dem iPad oder iPhone gibt es für mich keinen anderes Programm zum RSS Lesen – Ich hatte mal die Beta getestet und war schon sehr begeistert. Richtig spannend würde es werden, wenn wie bei Readkit Pocket und Konsorten mit eingebunden werden würden.

    • Ich muss mein TT-RSS mit irgendwelchen Emulationen vollmüllen, weil Reeder zu dämlich ist, das API einzubinden?!

      • Kommentare aus der Hölle!

        N bisschen mehr Contenance ist bei dir manchmal echt wünschenswert. Wenn dir irgendwas nicht passt oder du n Verbesserungsvorschlag hast, schreib den Entwickler an, anstatt hier rumzupöbeln.

        • Wenn ihr Werbung für ein unzulängliches Programm macht, solltet ihr’s ertragen, dass man mal nachfragt, wenn man nicht glauben kann, dass essenzielle Funktionen fehlen.

          • Ist doch in Ordnung. Ich wusste es nicht, da ich TT-RSS nicht nutze.

            Eventuell weiß der Entwickler ja nichts über TT-RSS oder räumt diesem Dienst weniger Priorität ein. Er schreibt ja: „The plan is to add support for more services soon but I can’t say yet which and when.“ Da hilft eine Mail eventuell.

          • Essenziell für dich und wahrscheinlich 5 andere von 100 Nutzern, die tinytiny-rss nutzen.

            In diesem Sinne! Die E-Mail Adresse des Entwicklers findest du in der dir bekannten FAQ ;)

    • Die gleiche Config hab ich auch am Start. Reeder funktioniert super über das Fever-Plugin im Tiny Tiny.

  3. Das einzige was mich etwas stört ist das neue Kontext-Menü. Ich klicke permanent versehentlich auf „Mark Above as Read“ obwohl ich eigentlich auf „Unread“ klicken will.

    Ansonsten bin ich absolut zufrieden mit dem neuen Reeder und habe gerne das Geld investiert.

  4. Lohnt sich der Umstieg von ReadKit? Auf dem iPhone ist Reeder zweifellos klasse, aber auf dem iPad gefällt mir Mr. Reader um Längen besser. Mit ReadKit werde ich irgendwie nicht richtig warm.

    • Meiner Meinung nach lohnt er sich, sofern du nur Feeds mit ReadKit liest und auf Pocket und Co. (siehe mein Kommentar #2) verzichten kannst.

      Reeder geht einfach flüssiger von der Hand. Es ist einfach alles etwas runder als bei ReadKit und die App sieht auch optisch um einiges besser aus.
      Auch ich war, wie Oliver, erst etwas angesäuert, dass Reeder für den Mac so lange auf sich warten lies aber das Warten, und das haben die verschiedenen Beta-Versionen von Reeder 2 auch schon gezeigt, hat sich definitiv gelohnt.

      • Kurze Rückmeldung auch hier: Hat sich mehr als gelohnt. Schon nach zwei Stunden möchte ich Reeder auch am MAC nicht mehr missen.

  5. Vielleicht bin ich blind, aber kann mir bitte einer verraten, wie ich einen lokalen RSS-Feed hinzufüge. Einen Namen und verschiedene Einstellungen werden angeboten, aber die Möglichkeit eine Feed-Adresse nicht.

    Danke

    • Quasi der erste Screenshot…

      Einstellungen > Account > RSS (local, no syncing) aktivieren; dann kannst du über die Sidebar lokale Feeds hinzufügen.

      • Leider nicht, soweit war ich schon. Ich kann im besagten Bereich für einen lokalen Feed nur die Description eingeben und das war es auch schon, neben Optionen zu „Fetching Feeds“, „Reading“, „Image Caching“ und „App Icon“. Wo soll den das Feld sein, in dem ich die Adresse eingeben kann?

          • Danke ;-)
            War nicht schwierig. Es ist die Gewohnheit, dass Feeds direkt eingerichtet werden, und nicht erst eine Kategorie, um dann im zweiten Schritt über das Pluszeichen die Feeds hinzuzufügen.

  6. Ich bin auch wieder schnell von Readkit nach Reeder gewechselt. Das einzige Feature, was ich vermisse ist das Preloading der Website zum Artikel.

  7. Pingback: Reeder 2 for Mac Review | Neues über Mac, iOS, Webentwicklung, Design, Live-Sound uvm.

  8. Ich finde es genial, dass ich aus dem integrierten Browser hinaus, Subscriptions direkt von Feed-Buttons hinzufügen kann. Hat mir immer gefehlt, da man zum Beispiel gerade durch Verlinkungen in Beiträgen immer mal auf neue Blogs kommt.

  9. Pingback: RSS Notifier · News Reader mit kostenlosen In-App-Käufen | aptgetupdateDE