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Review: Teufel Airy · Bluetooth Kopfhörer

Bluetooth-Kopfhörer sind mittlerweile nichts Besonderes mehr. Ich persönlich schätze die kabellose Freiheit am Kopf sehr und hatte mit dem Teufel Airy im vergangenen Urlaub einen geeigneten Testkandidaten an meiner Seite.

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Beim Airy handelt es sich um einen On-Ear Kopfhörer, was nichts anderes bedeutet, als dass der Kopfhörer auf den Ohren liegt und diese nicht komplett umschließt.

Lieferumfang

  • Teufel Airy BT-Kopfhörer
  • sehr stabile Transporttasche
  • Micro-USB-Kabel
  • 3,5 mm Klinkenkabel
  • Papierkram auf Deutsch und Englisch

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Erster Eindruck

Der Teufel Airy wird in den Farben anthrazit, weiß und ivory (Elfenbein farbend) angeboten und wiegt ca. 150 Gramm. Beim Design hat man auf Experimente verzichtet, so dass der Airy ziemlich schlicht bzw. besser gesagt zeitlos daherkommt.

Der Kopfhörer selber ist in der Höhe verstellbar, besteht aus mattem Kunststoff und ist extrem flexibel. Selbst ohne Transporttasche lässt sich das Gerät problemlos im Rucksack transportieren. Trotz des Kunststoffs sieht der Airy aber sehr wertig aus und besitzt keine scharfen Kanten. Am Bügel ist zudem ein weißes Silikonband verbaut, das beispielsweise zum Waschen abgezogen werden kann.

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Auch die aus Kunstleder bestehenden Ohrpolster lassen sich, gegen den Uhrzeigersinn gedreht, abnehmen und reinigen. Durch das im Zubehör erhältliche Airy Color Kit kann man seinen Kopfhörer sogar individuell gestalten. Die Polsterung am Ohr ist angenehm weich, so dass auch nach längerer Nutzung keine Druckstellen entstehen.

Technologie

Für die Techniker unter euch sei gesagt, dass Teufel beim Airy auf Bluetooth 4.0 mit dem aptX audio codec setzt, was ein kabelloses Streaming in CD-Qualität ermöglicht. Für den bassstarken Klang sorgen 40-mm-Linear-HD-Treiber, die von Neodym-Magneten angetrieben werden.

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Der Frequenzbereich der Kopfhörer liegt zwischen 20 Hz und 19,5 kHz; der maximale Schalldruck bei 100 dB.

Im Alltag

Die Kopplung der Kopfhörer erfolgt per Bluetooth oder NFC. Beide Methoden funktionierten in meinen Tests mit verschiedenen Geräten problemlos. Einzig bei der PlayStation 4 (XBox One konnte ich nicht testen) fand ich keine Lösung, was mangels eines hinterlegtem Profils aber Sony anzukreiden ist. Dieses Problem haben leider sehr viele BT-Kopfhörer.

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Sollte zur Kopplung übrigens mal ein PIN-Codes nötig sein, ist dieser werksseitig auf 0000 festgelegt. Ebenfalls komfortabel: es werden bis zu sechs unterschiedliche gekoppelte Geräte vom Airy gespeichert, was einen unkomplizierten Wechsel ermöglicht.

Möchte man seine Musik nicht vom gekoppelten Gerät aus steuern, kann man beim Airy verbaute Bedientasten an der Ohrmuschel nutzen. So lassen sich hier Befehle wie Play, Stop, Vor und Zurück umsetzen. Die Laustärke wird über ein im Teufel-Logo integriertes Rad gesteuert. Dieses Feature funktioniert allerdings nur über Bluetooth. Sobald der Kopfhörer über Klinke angeschlossen ist, wird die Elektronik umgangen.

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Erwähnenswert ist auch die integrierte und leider etwas blechern klingende Freisprecheinrichtung, die sich für eingehende Anrufe eignet und die die Musik im Fall der Fälle pausiert.

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Akku

Der verbaute Lithium-Ionen Akku hält laut Hersteller ca. 20h durch. Das Ganze ist aber sehr Lautstärkeabhängig. In meinen Tests brachte es der Airy immerhin auf 15 bis 18h. Das Laden dauert ca. 3h. Eine Schnellladefunktion ist integriert.

Klang

Hier kann ich natürlich nur einen subjektiven Eindruck wiedergeben. Für mein Empfinden ist der Klang bei den Höhen, Mitten und Tiefen sehr ausgewogen und keinesfalls zu basslastig (finde ich immer sehr nervig). Stimmen kommen klar rüber und ich hatte nicht das Gefühl, dass dem Airy klanglich die Luft ausgeht; egal welches Musikgenre ich auch gerade gehört hatte.

Auch Verzerrungen sind bei normaler Lautstärke absolut kein Thema und erst bei voller Lautstärke hörbar. Außerdem schirmt der Airy für einen On-Ear Kopfhörer sehr gut von Umgebungsgeräuschen ab.

Preise und Verfügbarkeit

Den Airy kann man entweder direkt bei Teufel oder auch bei Amazon kaufen. Die Preise beginnen bei ca. 127 Euro.

Ein Kauf direkt beim Hersteller hat übrigens den Vorteil, dass man den Kopfhörer acht Wochen Testen und bei Nichtgefallen zurücksenden kann. Zudem gibt es Teufel-like 12 Jahre Garantie.

-> http://www.teufel.de/teufel-airy

FAZIT

Klanglich hatte ich meine Begeisterung schon zum Ausdruck gebracht. Auch beim Sitz des Kopfhörers auf dem Kopf gibt es nichts zu meckern. Dieser ist fest sowie sehr bequem und durch das am Bügel verbaute Silikonband bzw. die sehr weichen Ohrpolster gibt es keine Druckstellen.

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Kritisieren muss ich allerdings die Mechanik der Bedientasten an der Ohrmuschel, die beim Drücken recht laut sind. Auch das Drehen am Lautstärkerad, ist, je nach eingestellter Lautstärke, deutlich hörbar. Hier hätte man vielleicht doch auf ein anderes Material als Kunststoff setzen sollen. Verbesserungswürdig ist auch das mitgelieferte Klinkenkabel, das mit seiner Textilummantelung eigentlich sehr cool ist. Hat man dieses Kabel allerdings unter seinen Klamotten mit einem Smartphone o.ä. verbunden, wird mit jeder Bewegung ein schubberndes Geräusch (Klamotten auf Kabel) auf die Kopfhörer übertragen, was bei entspannter Musik ziemlich nervig ist.

Dennoch bleibt ein sehr positiver Gesamteindruck zurück.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Firmen und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter, App.net und natürlich per E-Mail.

4 Kommentare

  1. Gibt relativ genau auch meine Meinung wieder. Ich habe den Kopfhörer vor ca. einem viertel Jahr bei einem Gewinnspiel gewonnen und bin alles in allem sehr zufrieden damit. Wenn er noch BT 4.0 hätte wäre er absolute Spitzenklasse, aber auch so ist die Akkulaufzeit völlig ausreichend um über den Tag zu kommen.
    Ich habe ein paarmal Versucht mit dem Mikrofon über Skype zu telefonieren, aber das Ergebnis war so ernüchternd das ich auf das integrierte Mikrofon am Mac ausgewichen bin was wesentlich besser funktioniert.

    • Wenn er noch BT 4.0 hätte

      Hat er; wird sowohl oben im Abschnitt „Technologie“ erwähnt, als auch beim Teufel.

      Ich frage mich nur gerade, wieviel dieses Review Teufel gekostet hat – einen Kopfhörer? Nein, das ist keine Krittelei, nur ’ne (wahrscheinlich rhetorische) Frage.

      • Da hast Du recht, aber was ich meine ist natürlich Bluetooth 4.0 LowEnergy

  2. Danke für die Review!!!
    „sieht sehr wertig aus“ … wertig aussehen und wertig sein wird offenbar kaum noch unterschieden. Qualität misst sich heut all zu leicht am Aussehen. Ein Gerät das aussieht wie ein dickwandiger Joghurtbecher und dessen Oberflächenvergütung schlechter ist als selbiger … na ja die Geschmäcker und Qualitätserwartungen sind halt unterschiedlich.