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Aufgeklebt: Lazerwood Holzrücken fürs iPhone

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Vor einigen Wochen kaufte ich ein gebrauchtes iPhone 4. Weil ich mit dem Glasrücken nicht wirklich warm wurde, schaute ich mich schnell nach Alternativen um und entschied mich einfach aus dem Bauch heraus für eine aufklebbare Lösung aus dem Hause Lazerwood: Die Plastik-Haptik gängiger Slim-/Snap-Cases sagte mir einfach nicht zu, hochwertige Hüllen sind meistens zu dick und unpraktisch, ein kompletter Tausch des Back Covers war im Studentenbudget nicht drin.

Gesagt, getan und 5 Tage nach Bestellung war kam das gute Stück dann auch bei mir an. Der Rücken besteht aus einer dünnen Schicht Vollholz, die mithilfe einer klebenden Rückseite von 3M sehr schnell und einfach auf das gesäuberte iPhone aufgebracht werden kann. Optisch und haptisch hat Lazerwood ganze Arbeit geleistet: Überragend. Das iPhone wird außerdem wirklich nur marginal dicker, ich schätze mal 0,5-0,8mm – ob es auch weiterhin in gängige Docks passt, konnte ich bislang nicht testen.

Probleme mit schwitzigen Händen/Fingerabdrücken oder Kratzern auf der Holzoberfläche hatte ich in den vergangenen Wochen keine, ebenso verhält es sich mit der Haftung. Durch die rauhe Oberfläche liegt das iPhone wesentlich besser in der Hand.

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Konstruktionsbedingt bietet ein aufgeklebter Rücken natürlich keinen wirklichen Schutz, er ist zumindest rutschfester. Ob das edlere Aussehen dafür entschädigt müsst Ihr für Euch entscheiden. Ich zahlte inklusive Porto 16,86€. Eine brauchbare Displayschutzfolie ist ebenfalls beigelegt. Die Cover gibts in zig Ausführungen fürs iPhone 4/4s/5. Klare Kaufempfehlung von meiner Seite.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

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Die leidige E-Book-Argumentation

Ich besitze erst seit gestern ein Kindle – dem Aktionspreis (60€) konnte ich trotz Studentenbudget nicht widerstehen, zumal ein E-Book-Reader schon länger auf der Agenda steht – und trotzdem hatte ich schon gefühlte 9879345789 ungewollte, bildungsbürgertümelnde Diskussionen an der Backe, inwiefern E-Books ihren gedruckten Pendants denn unterlegen sind: Haptik und Typographie seien schlechter, Buchpreise unterscheiden sich nicht, sie ließen sich trotzdem nicht verleihen bzw. verkaufen. „Leben und leben lassen“ scheint auch offline ein ernstes Problem zu sein :D

Also tippe ich diese Zeilen, damit ich mich nicht immer wiederholen muss und stattdessen einfach diesen Beitrag verlinken kann: Es geht mir hauptsächlich um lineares Lesen (Romane), nicht um den kompletten Umstieg von gedruckten Medien. Für informierendes, konsultierendes und selektierendes Lesen (z.B. Wochenzeitung, Sach- und Referenzliteratur) bleibt Papier die erste und m.E. auch bessere Wahl, weil man schneller Dinge überfliegen und überblättern kann.

Bei den meisten Romanen ist der Unterhaltungsfaktor allerdings überhaupt nicht eingeschränkt, fremdsprachige Bücher lesen sich dank schneller Nachschlagefunktion sogar flüssiger. Hier steht die nur Papiernostalgie den vielen Vorteilen gegenüber. Und diese Preis- und Besitzdiskussion hat Kathrin Passig intelligenter und schlüssiger zerlegt als ich es je könnte:

Das Argument lautet häufig: „Ich bezahle für ein E-Book praktisch dasselbe wie für ein Papierbuch, bekomme aber weniger dafür“. In mancher Hinsicht können E-Books – aus technischen wie aus rechtlichen Gründen – weniger als Papierbücher, in anderer Hinsicht aber wiederum mehr. Man hat sie immer dabei, sie wiegen nichts, sie sind leicht durchsuchbar, und so weiter. Genausogut könnte man also argumentieren, dass E-Books mehr kosten dürften als Papierbücher.

Letztlich ist beides egal, der Preis ist Ergebnis eines Aushandlungsprozesses und hat bei vielen Produkten nur sehr bedingt mit Herstellungs- und Materialkosten zu tun. Wenn die E-Book-Preise in Deutschland nicht so eng an die Papierbuchpreise gekoppelt wären, gäbe es die Diskussion wahrscheinlich gar nicht.

Im Übrigen weiß ich aus langer und leidvoller Erfahrung, dass der Weiterverkauf von Büchern a) den meisten viel zu mühsam ist und b) sehr überschaubare Beträge einbringt. Das gilt auch in den Zeiten von Amazon Marketplace und Momox. Es ist wie Pfandflaschensammeln in Parks – kann man machen, die meisten tun es aber trotzdem nicht

Wichtige Gründe für den Besitz sind weggefallen

Lesen ist natürlich (!!!) Mischkonsum, bei dem jedes Medium seine Vorteile hat. Deswegen müsst Ihr nicht gleich den Untergang des Abendlandes prophezeihen, das nennt sich Fortschritt. Danke.

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Leben und leben lassen

Mir fällt jedes Jahr besonders in der Weihnachtszeit auf, dass sich Beiträge und Kommentare in der Tech-Blogosphäre häufig gegen die vermeintlich unreflektierten Lebensweisen und Einstellungen anderer Personen richten. Da gibt es Person A, welche sich über die Gruppe B aufregt und dann wiederum Leute, die sich darüber aufregen, dass sich überhaupt aufgeregt wird. Da gibt es beispielsweise Leute, die Weihnachten als materialistische Heuchelei verdammen und Gegenstimmen, die erstere als wertfrei bezeichnen – und natürlich eine dritte, die beiden anderen verurteilende Partei. Allen Empörten gemein: Man hält sich für reflektierter bzw. schlauer als die Gegenseite.

Darum ein kurzer, hoffentlich empörungsfreier Gedanke zur Empörungskultur: Leben und (unkommentiert) leben lassen. Schöne Feiertage Euch allen! :)

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Tipp: Ecoute 3 derzeit kostenlos

Bevor ich endgültig zu Spotify wechselte — damals™ benötigte es in Deutschland noch ein wenig Proxy-Liebe — kam ersatzweise Ecoute zum Einsatz. Kurz gesagt handelt es sich dabei um ein schön gestalteten, dennoch schlanken Mediaplayer. Die App synchronisiert sich mit der schon vorhandenen iTunes-Mediathek, ist also eine Art entschlacktes iTunes mit Fokus auf die Abspielfunktion, daher deutlich schneller und schicker. Last.fm-Integration und eine Bowtie nachempfundene Desktop-Anzeige fahren ebenfalls Pluspunkte ein.

Ich war angenehm überrascht zu erfahren, dass Ecoute bereits seit Mitte September kostenlos heruntergeladen (vorher 2,39€) kann. Die Entwickler erfahren leider Probleme mit den Sandboxing-Vorgaben. Version 4 der App wird wieder kostenpflichtig werden, schaut also vorher ruhig mal rein!

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Präventionshinweis für Onlinebanking im mTAN-Verfahren

In den letzten Wochen sind beim Landeskriminalamt Berlin Strafanzeigen eingegangen, bei denen Bankkunden, die am SMS-TAN-/mTAN-Verfahren teilnehmen, Opfer von betrügerischen Geldabbuchungen geworden sind.
In allen Fällen wurde die über SMS übermittelte mTAN für das Online-Banking abgefangen bzw. umgeleitet. Betroffen waren bislang Bankkunden, die ein Smartphone mit Android-Betriebssystem nutzen.

Und ich werde regelmäßig als paranoid bezeichnet, weil ich der SMS-TAN nicht traue („Wer soll das denn schon abfangen?“). Augen auf, auch innerhalb des goldenen Käfigs dafür sensibel bleiben und der Empfehlung Schlangenöl zu installieren bloß keine Folge leisten. (via)

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Angehört: Cleartones · minimalistische Töne (+ Verlosung!)

Kennt hier jemand noch das Nokia-Phänomen? Irgendwo klingelt ein Handy und alle halten es für ihr eigenes?

Auch heute hat sich daran herzlich wenig geändert. Wenn ich im Hörsaal oder in der Bahn den ab Werk eingestellten Mail-Sound abspiele, zucken mindestens 70% in Hörweite. Bei Anrufen und SMS ist alle Welt wiederum so sehr um die eigene Individualität bemüht, dass sie deutlich über das Ziel hinausschießen. In einem primär durch Jamba-Sparabos und Crazy Frog sozialisiertem Land ist das auch nicht weiter verwunderlich. Allen gemeinsam ist dabei übrigens, dass sie sich den letzten beiden Sätzen nicht angesprochen fühlen ;)

Wie für sovieles sollte auch für Klingeltöne das Kredo Form Follows Function gelten. Persönliche Statements des „guten“ Geschmacks bzw. Humors nerven die Umgebung im besten Fall erst nach dem zweiten Hören. Ein Ton sollte gerade so viel Individualität und Charakter besitzen, dass er eindeutig einem Mobiltelefon und einem Zweck zugeordnet werden kann. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Nun gibt es zugegebenermaßen wichtigere Dinge im Leben, meistens langt auch der Vibrationsalarm, ich wollte eigentlich gar nicht nach einer Lösung suchen, bis ich sie zufällig fand: Cleartones vom niederländischen Tongestalter Hugo Verweij. Die 2 Ausführungen (Classic und Organic) enthalten jeweils 50 Klingel- und Benachrichtigungstöne, allesamt wunderbar frisch und unaufdringlich.

Bei einem kleinen Feldtest konnte sich keiner meiner Testpersonen an die während eines Gesprächs abgespielten Töne erinnern, falls sie diese überhaupt wahrgenommen hatten. Bei genauerem Hinhören bemerkt man die Liebe zum Detail, die organische Ausführung besticht außerdem noch durch geschickte Auswahl und Mikrofonierung der Instrumente. Am wichtigsten jedoch: Keiner der minimalistischen Töne besitzt auch nur das geringste Nervpotential.

Fazit & Verlosung: Es gibt genug Lärm da draußen. Cleartones kosten etwa 13€ pro Paket und sind eine gut angelegte und zeitlose Anschaffung, dessen Qualität die Apple-eigenen Töne bei weitem übersteigt. (Wer unbedingt Schulterklopfer für seinen superindividuellen oder lustigen Klingelton haben möchte, wird wahrscheinlich mit diesem Buch glücklicher.)

Hugo hat uns netterweise 5 Cleartone Organic Complete Pakete zur Verfügung gestellt. Verratet einfach bis Donnerstag, den 8.11.12 welchen Klingelton ihr gerade eingestellt habt. Der jeweils beste und schrecklichste Beitrag mit gültiger Mail-Adresse gewinnt, die restlichen 3 werden gelost. Viel Glück!

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Kurztipp: Squarespace Note · umsonst und gut

Squarespace ist den Design-affinen unter Euch vielleicht bereits als Allround-Hoster bekannt. Warum die ausgerechnet eine Notiz-App rausbringen, ist mir schleierhaft, angesichts der Qualität aber auch erstmal ziemlich egal: Squarespace Note ist schick, funktional und unterstützt alle gängigen Dienste (Dropbox, Evernote, Mail, Facebook, Twitter).

Gleich nach dem Start landet man im Editor — gut für die schnelle Notiz zwischendurch. Die untere Menüleiste fehlt völlig. Stattdessen wird zeitgemäß mit Gesten navigiert (links: Übersicht, rechts: Dienst-Einstellungen, oben: Notiz speichern). Typographie geht auf meinem 3GS völlig in Ordnung, lässt sich allerdings leider nicht konfigurieren.

Dafür ist das Ganze umsonst und setzt auch keinen Squarespace Account voraus. Wer im überfüllten minimalistisch-und-schnell Markt noch nicht die richtige Notiz-App gefunden hat, sollte ruhig mal einen Blick riskieren.

aptgetupdateDE Wertung: (7/10)

Squarespace Note (AppStore Link) Squarespace Note
Hersteller: Squarespace, Inc.
Freigabe: 4+4.5
Preis: Kostenlos Download
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Getestet: Das Keyboard

Was Tastaturen angeht, bin ich ja eher der altmodische Typ. Ja genau einer von denen, die olle mechanische Tastaturen in Sachen Haptik ganz weit vorne sehen. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass dieser Tick wohl kindheitsbedingt ist, konnte ich doch meinen Namen auf Papas Cherry-Tastatur schon tippen, bevor ich sicher auf dem Rad fuhr. (Okay, klingt jetzt nerdiger als es ist, ich war 5 und nicht mal eingeschult. Ein paar Wochen später waren die Stützräder dann auch ab.)

Zur Sache: Das Keyboard schickt sich an in die Fußstapfen des unter Tastatur-Fetischisten legendären IBM Model M zu treten. Cherry MX Tastenmodule mit authentischem Klick-Klack-Sound sorgen hierbei für die passende Atmosphäre, wahlweise kann auch eine leise Variante gewählt werden. Den schlechten Motorengeräusch-Vergleich klemme ich mir an dieser Stelle mal, Auto-Vergleiche sind sowieso die Ed Hardy Shirts unter den Metaphern. Der eigentliche Clou beim Das Keyboard ist jedoch nicht der — auch bei anderen High-Performance-Tastaturen häufig verbauten — Cherry Schalter, sondern die komplett fehlende Tastenbeschriftung.

Das Versprechen: Auch der geübte Blindtipper schaut (unbewusst) dann und wann nach unten. Die leeren Tasten sollen dem entgegen wirken und gemeinsam mit den verbauten Tastenmodulen für ein schnelleres und angenehmeres Tipperlebnis sorgen. Ob das so klappt, habe ich mir mal angeschaut.

Disclaimer: An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unseren Partner getDigital.de für die freundliche Teststellung einer Retourenware. Die Meinung ist natürlich meine eigene.

Verarbeitung und Einrichtung

Zum Lieferumfang gibt es nicht viel zu sagen. Tastatur, PS/2-USB-Adapter, Papierschnipsel mit „No Drivers needed“-Hinweis, Putztuch im Miniaturformat. Das Keyboard selbst wirkt ein bisschen wie der Gegenentwurf zu den aktuellen Apple-Tastaturen. Der Formfaktor ist relativ groß, das robust wirkende Plastik mit 1,2kg vergleichsweise schwer. Auf der Unterseite befinden sich aufklappbare Standfüße, sowie gummierte Ecken.

Alles in allem ist die Tastatur eigentlich wertig und schlicht (wenn auch etwas klobig), wäre da nicht das Klavierlack-Finish und die blauen Status LEDs auf der Oberseite. Die leeren Tasten wirken dem zum Großteil entgegen, sodass ich die gesamte Optik mal als ganz okay durchgehen lasse.

Die Einrichtung ist beinahe das bei Mac OS X gewohnte Plug-and-Play. Beinahe, weil ⌘, ⌥ und ctrl in den Systemeinstellungen noch korrekt belegt werden wollen. Blöd: Die vertauschten < und ^ Tasten und Funktionstasten lassen sich nur sehr begrenzt mit Boardmitteln belegen. Ich habe mit KeyRemap4MacBook etwas nachgeholfen. Das Ganze dauerte (ohne Recherche) etwa 5min — für den Apple Nutzer ungewohnt, aber erträglich.

Wer den in die Tastatur integrierten, passiven 2-fach USB-Hub nutzen möchte, muss einen weiteren USB-Port einplanen. Der Geschwindigkeitsdurchsatz geht gefühlt (nicht gemessen) für einen Hub völlig in Ordnung. Das relativ dicke, robuste Kabel ist mit 2m fast schon zu lang.

Der Test

Zum Vergleich: Apple Tastaturen

Ich hatte Das Keyboard 4 Wochen im Einsatz und wechselte zwischendurch immer mal wieder zum aktuellen Apple Wireless Keyboard, der etwas älteren A1016 Version und natürlich meiner MacBook-Tastastur, um zumindest ein zuverlässiges vergleichendes Fazit ziehen zu können.

Alle Apple Tastaturen haben einen ziemlich leisen, direkten Anschlag mit keinem Spielraum bis zum deutlich spürbaren Druckpunk. Durch die flache Bauweise (bei den neueren Versionen) ist die Anschlagsstrecke vom Druckpunk bis zum Boden ebenfalls nicht sonderlich hoch. Insgesamt also ein zackiges, schnelles, durch die Flache Bauweise aber auch auf Dauer für mich ermündendes Tipperelebnis. Für längere Einsätze nutze ich bislang immer die oben erwähnte A1016 — besser bekannt als Krümelfalle. Mit etwas größerer und weicherer Anschlagsstrecke waren längere Texte viel bequemer, allerdings auch etwas langsamer geschrieben.

Das Keyboard

Das Keyboard bzw. der verbaute Cherry MX Blue Schalter funktioniert, wie die linke Abbildung (Quelle) anschaulich verdeutlicht, etwas anders. Bis zum Druckpunkt haben die Finger etwas Spiel, sobald dieser erreicht ist, „schießt“ das Tastenmodul förmlich nach unten und erzeugt das nostalgische Klack-Geräusch.

Durch den höheren Spielraum liegt die Hand etwas quasi gefedert, ziemlich bequem auf den Tasten auf. Wird eine Taste gedrückt, muss theoretisch nur die Strecke zum Druckpunkt überwunden werden, der Rest wird wirklich schnell erledigt. Praktisch ist die Kraftdosierung jedes Fingers logischerweise etwas anders und wird mit schnellerem Tippen auch ungenauer, sodass ich die Tasten bis zum Anschlag drücke.

Was bedeutet das im Klartext? Auf Das Keyboard tippt es tatsächlich schneller. Bei üblichen Trockenübungen konnte ich mich von 93 auf 102 Wörter pro Minute steigern. Das kann man erstmal so stehen lassen, auch wenn diese Tests immer nur eine Momentaufnahme sind, bei denen a) andere Faktoren mitspielen und b) sich keine Aussagen über die Langzeitgeschwindigkeit ableiten lassen.

Viel wichtiger: Es fühlt sich gut an, extrem gut. Der oben erwähnte Spielraum zum Druckpunkt bietet eine optimale „Federung“, der Druckpunkt selbst eine ausreichende Barriere gegen unbeabsichtigtes Betätigen. Letzterer bleibt auch dank der sehr leichtgängigen Tasten die einzige effektive Hürde. Insgesamt ermüden meine Hände im Vergleich zur Aluminium-Pendant aus Cupertino spürbar weniger ohne negative Auswirkungen auf die Geschwindigkeit, im Gegenteil.

Das laute, bei dünnen Wänden noch im Nachbarzimmer vernehmbare Klickgeräusch ergänzt die sehr gute Haptik noch. Das Keyboard verarbeitet im USB-Betrieb übrigens 6 Tastenanschläge auf einmal, für mich nicht sehr relevant.

Unbeschriftete Tasten — Placebo oder Allheilmittel?

Meiner Meinung nach definitiv ein Placebo, wenn auch ein guter Marketinggag. Für mich, als mehr oder minder geübten Blindtipper machen die leeren Tasten wirklich keinen Unterschied in Sachen Geschwindigkeit, allerdings wird die sonst eher klobige Tastatur schon ein bisschen zum Hingucker. Die „normale“ Version sagt mir optisch so gar nicht zu.

Hinderlich sind fehlende Beschriftungen übrigens, wenn die Hände (z.B. vom Grafiktablett) zur Tastatur zurückkehren oder bei Tastenkombinationen, generell bei allen aus dem Schreibfluss fallenden Eingaben. Das war und ist für mich immer noch etwas gewöhnungsbedürftig.

Fazit tl;dr

Mit Das Keyboard tippt es sich wirklich schnell und bequem, was mit 120€ auch seinen Preis hat. Qualität und Langlebigkeit der verbauten Cherry-Taster rechtfertigen das. Unbeschriftete Tasten und lautes Klick-Klack-Geräusch sorgen für das gewisse Etwas, wobei Apple Nutzer eindeutig nicht die Zielgruppe sind — oder anders ausgedrückt:

If all you care about is aesthetics, don’t even bother trying to use one of these things. You’ll hate it. If you are consistently dressing up as Darth Vader, Das Keyboard will make a lovely addition to your attire.
Justin Williams

Die perfekt gestaltete (Bluetooth)-Tastatur mit diesem Tipperlebnis muss wohl erst noch erfunden werden. Bis dahin findet Das Keyboard Model S Ultimate definitiv einen festen Platz auf meinem Schreibtisch. Vielschreibern und anspruchsvolle Nutzer kann ichs guten Gewissens ans Herz legen.

aptgetupdateDE Wertung: (8,5/10)

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Nifty MiniDrive · Nicht-invasive Speichererweiterung für Macs

Simpel und effektiv ist die Idee hinter dem Nifty MiniDrive, welches sich derzeit auf Kickstarter großer Beliebtheit erfreut: Ein Micro-SD → SD Adapter, der im SD-Slot eines Macs (iMac, MacBook Pro, MacBook Air) bündig mit dem Gehäuse abschließt und bei Bedarf mit einer Büroklammer entfernt werden kann. Kostenpunkt sind ohne Speicherkarte umgerechnet etwa 28,50€ für ein, insbesondere in puncto verwendete Materialien und Verarbeitung, durchdachtes Produkt.

Ich hatte selbst kurz überlegt beim bald anstehenden Wechsel von HDD auf SSD, statt des ursprünglich geplanten Tauschs meines Super-Drives mit der SSD, auf die Bastelei zu verzichten und einfach SSD und Nifty MiniDrive parallel zu betreiben. Limitierender Faktor und Ausschlusskriterium ist die leider ziemlich geringe Schreib- und Lesegeschwindigkeit einer Micro-SD, die noch deutlich unter der einer HDD liegt.

Als „echte“ Speichererweiterung kommt das Nifty MiniDrive also für mich persönlich allerdings nicht in Frage. Wenn die Geschwindigkeit im Anwendungsszenario jedoch vernachlässigbar ist, beispielsweise bei zusätzlichen Backup- oder Auslagerungsspeichern für Fotos und Videos, wird jemand von Euch eventuell Gefallen daran finden.

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Getestet: Entspiegelungs-Laminierung von TDComponents

Glossy Display. Während allein das Wort bei einigen anscheinend für mittelstarke Erektionen sorgt („bessere“ Farben!), pellen sich bei mir eher die Zehennägel — zumindest seitdem ich meinen HiWi-Job im gefühlt hellsten Büro Deutschlands verrichte, einem Glaskasten inmitten eines Teichs.

Vorher fielen die Reflexionen zwar negativ auf, aber die Nutzungsdauer und/oder Lichtbedingungen waren bislang immer so moderat, um sich dennoch konzentrieren zu können. Jetzt verbringe ich 10 Stunden / Woche in einem quasi schattenfreien Raum. Wer unter diesen Bedingungen mit einem Glossy Display arbeiten kann, ist wahrscheinlich auch schmerzresistent genug sich noch weitere Beiträge zur Urheberrechtsdebatte anzutun. Oder irgendeine von Björns Infografiken :D. Von einem Vollzeitjob mal ganz zu schweigen.¹

Da Apple es vorzieht eine Entspiegelung ab Werk ausschließlich bei für mich zu großen und unerschwinglichen MacBooks anzubieten, schaute ich mich nach Drittanbieterlösungen um. Genauer: Nach brauchbaren Entspiegelungsfolien, da alle anderen Optionen (Display- bzw. Polarizertausch), falls existent, erheblich teurer wären.

Irgendwie muss besagte Folie dann nur blasenfrei und passgenau aufs Display kommen, was ja schon beim iPhone trotz der üblich empfohlenen MacGyver-Tricks (feuchtes Badezimmer, etc.) eine echte Geduldsprobe sein kann. Ich stieß relativ schnell auf TDComponents, die genau eine solche Laminierung im Reinraum durchführen.

Preise, Prozedere, verwendete Folien

Man schickt sein MacBook zur Laminierung logischerweise ein. Realistischerweise sollten inklusive Hin- und Rückversand 5-7 Tage eingeplant werden, die Laminierung selbst dauerte bei mir 1 Werktag. Die Preise für Apple-Geräte beinhalten Folie + Laminierung und staffeln sich wie folgt:

Gerät Preis zzgl. Versand
iPad 29,95€
iPhone 14,99€
MacBook Air 11″ 32,50€
MacBook Air 13″ 34,95€
MacBook Pro 13″ 34,95€
MacBook Pro 15″ 39,50€
MacBook Pro 17″ 44,99€

Von iMac und Cinema Display Laminierungen wird aufgrund des großen Abstandes der Scheibe zum Display und der daraus resultierenden größeren Streuung abgeraten. Hinversand kann selbst gewählt werden, Rückversand erfolgt per DHL (6,90€) oder auf Wunsch per Overnight Kurier (21,42€). Es werden, laut Eigenauskunft von TDComponents vorwiegend Folien von Folix, seltener Dipos verwendet. Beides Made in Germany, falls da irgendjemand noch Wert drauf legt.

Der Test

Transparenz: Der Test war abgesprochen (quasi ein „Presseexemplar“), sodass ich nur den Hinversand tragen musste. Auf mein Fazit hat das keine weiteren Auswirkungen.



Es handelt sich beim Testmodell um ein MacBook Pro 13″ (Mitte 2010). Der direkte Vergleich wurde mangels Alternativen mit einem MacBook Air 11″ (Mitte 2011) gemacht. Wir verdienen uns mit AGU zwar eine goldenene Nase, für ein Messlabor und objektive Messungen reicht dennoch nicht. Was ich allerdings vorweisen kann sind etliche Stunden vor dem unentspiegelten Display und quasi viereckige Gewohnheitsaugen.

Wie erwartet wurde die Folie sauber und blasenfrei aufgebracht. Am Bildschirmrand ist kein sichtbarer, an den Bildschirmecken ein leichter, durch die Krümmung bedingter Versatz. Die Entspiegelung ist einwandfrei: Reflexionen werden deutlich reduziert. Diffuses Licht stört gar nicht mehr, gerichtetes Licht je nach Intensität erheblich weniger. Unter direkter Sonneneinstrahlung sieht man logischerweise immer noch relativ wenig, dazu reicht die Bildschirmhelligkeit einfach nicht aus. Nebenbei werden erfreulicherweise auch Fett- und Fingerabdrücke auf ein Minimum verringert.

Das Bild wird durch die „angegraute“ Folie ganz leicht, aber spürbar dunkler und „körniger“. Insbesondere letzteres sollte bei Fotobearbeitungen berücksichtigt werden. Mir ist es anfangs passiert, dass ich in Bildern eine schöne Körnung sah, wo keine war. Auch Details leiden ganz leicht darunter, feine (im schlimmsten Fall noch gekörnte) Strukturen mit niedrigem Kontrast (Beispiel) gehen da schonmal etwas verloren. „Etwas verloren“ bedeutet in diesem Fall, dass die Details zwar zu erkennen sind, der Unterschied im direkten Vergleich zu einem unentspiegelten MacBook aber mit bloßem Auge zu sehen ist.

Fazit

Ehrlich und unverblümt: Ich bin begeistert. Nach 1 Monat mit entspiegeltem Display, könnte ich nie wieder ohne. Dass es nicht ohne gewisse Unzulänglichkeiten (dunkleres, körnigeres Bild) geht, war von vorherein klar. Diese fallen jedoch leicht genug aus, um sich nach einigen Stunden daran gewöhnen und darauf einstellen zu können. An der blasen- und staubfreien Aufbringung durch TDComponents habe ich nichts auszusetzen. Der Aufpreis ist meines Erachtens fair.

Absolute Fans ihres Glossy Displays sollten bei diesem bleiben, allen anderen kann ich so eine Laminierung nur ans Herz legen! Der Komfortzuwachs macht alle Nachteile doppelt und dreifach wett.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)