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Retro design is crippling innovation — Wired UK

On the new iCal for the Macintosh, things are odder yet: when you page forward, the sheet for the previous month rips off and floats away, an animation so artless you’d swear it was designed personally by Bill Gates.

Grandioser Artikel, der es besser auf den Punkt bringt, als ich es jemals konnte. (via quote.fm)

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Warum skeuomorphes Design keine Probleme löst (Update)

Definition

Zugegeben, ich musste eine Weile wühlen bis ich diesen Begriff überhaupt fand, der nicht mal eine deutsche Wikipedia-Seite besitzt. Skeuomorphismen sind Elemente, die vertraute Assoziationen wecken, darüber hinaus aber keine weitere Funktion besitzen. Ein ziemlich prominentes wäre beispielsweise die optische Veränderung des Kalenderprogramms iCal von Snow Leopard zu Lion:

Ein Beispiel

An der Funktionalität selbst hat sich offenkundig wenig getan, im neuen iCal Fenster prangt nun jedoch ein Lederbalken. Technisch weniger versierte Nutzer sollen an das vertraute, physische Pendant eines Kalenders erinnert werden und sich so intuitiver zurechtfinden — so lautet zumindest die Theorie vieler Befürworter.

Bei näherer Betrachtung der Oberfläche fällt auf, dass die Position der meisten Funktionen sich nicht geändert hat. Es gibt keinen objektiven Grund, warum die Lederversion sich einfacher bedienen lassen sollte, allerdings einen subjektiven. Man glaubt, dass es sich einfacher bedienen lässt, was die Designabteilung aus Cupertino sich derzeit wohl auf die Fahne geschrieben hat, wenn ich mir die Mountain Lion Optik so ansehe. Logischer- und gleichzeitig absurderweise gilt das nur für Apps (z.B. Reminders, Notes), welche auch ein physisches Pendant haben.

Wenn Grenzen überschritten werden…

Was Apple und andere Firmen hier treiben ist in meinen Augen Kitsch und Überfrachtung vom allerfeinsten. Sich an physischen Vorlagen zu orientieren birgt die Gefahr die Vorteile eines Computers zu verlieren. Statt hier auf eine einfache, funktionsbezogene Bedienbarkeit zu setzen, verkompliziert man unter Umständen die Nutzeroberfläche, nur um eine gewisse Ähnlichkeit zur physischen Vorlage zu wahren. Einfachheit > Skeuomorphismus

Gleichzeitig wird die Optik verschiedener Programme so sehr fragmentiert, dass eine intuitive Übertragung eines Bedienungsmusters von Programm A auf Programm B wesentlich schwerer ist als zuvor. Konsistenz > Skeuomorphismus

Man könnte sich fragen, ob Lederbalken prinzipiell nicht halb so wild seien, ob mein Schlichtheitsfimmel nicht zu weit geht. Skeuomorphismen haben meines Erachtens sicher ihren Sinn. Es gilt leider (wie übrigens für fast alle Dinge im Leben) „soviel wie nötig, so wenig wie möglich“ — eine Grenze, die leider zu oft überschritten wird. Auch in diesem Fall. Das liegt meistens nicht an den Designern (die ganze Arbeit leisten), sondern am Konsumenten. Beim 08/15-Nutzer kommt skeuomorphe Gestaltung nämlich prächtig an. Aus Gründen. Viele Konsumenten > wenige Nerds, was zugegebenermaßen alle von mir angeführten Argumente ziemlich klein dastehen lässt.

Es bleibt zu hoffen, dass sich der Prozess in einigen Jahren wandelt, wenn ein Großteil der Kundschaft äquivalent mit digitalen und analogen Medien aufgewachsen ist und nicht mehr mit der Benutzerschnittstelle sozialisiert werden muss. Diese ganze Ledergeschichte kann gebürstetem Metall gerne in die Versenkung folgen. Übrigens: Microsoft geht schon heute mit Metro einen gar nicht so schlechten Weg.

Skeumorphes Design kann dezent eingesetzt durchaus nützen, es löst jedoch keine Bedienungsprobleme, sondern schafft eher welche. Logisches, sauberes und konsistentes Programmdesign nach klaren Richtlinien funktionierte besser, funktioniert besser und wird immer besser funktionieren. „Style is how it looks, but Design is how it works.“

Nachtrag (19.02.12)

Ich wollte den Artikel eigentlich möglichst präzise halten um TLDR zu vermeiden, womit ich an einigen Stellen kläglich gescheitert bin. Danke an die kritischen Kommentare! Daher möchte ich ein paar wesentliche Punkte nochmal ergänzen:

  • Ich kritisiere hier ein Detail, was nicht bedeutet, dass an anderen Stellen kein begrüßenswerter Fortschritt stattfindet — manchmal sogar parallel an derselben Anwendung bzw. Stelle. Außerdem war nicht „früher alles besser“.
  • Ich kritisiere hier hauptsächlich skeuomorphe Designelemente, nicht Skeuomorphismen an sich. Beispiel für skeuomorphes Design: Das Adressbuch wie ein Buch aussehen zu lassen. Beispiel für einen Skeuomorphismus: Der Papierkorb. Es gibt für genügend Positiv- und Negativbeispiele.
  • Gutes Softwaredesign bedeutet eine gesunde Mischung aus Funktionalität, Einfachheit, Konsistenz UND Skeuomorphismen zu finden (Priorität in dieser Reihenfolge). Ich kritisiere skeuomorphe Elemente, die eindeutig über eine gesunde Mischung hinaus schießen.
  • iCal ist nur ein Beispiel für skeuomorphes Design. Das bedeutet nicht, dass alle nachfolgend angeführten Argumente zwingend alle auf iCal zutreffen müssten, um gültig zu sein. Das Adressbuch hätte vielleicht mehr meiner Argumente abgedeckt.
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Video Embedding — Hilfe gesucht!

Ich möchte gar nicht lang schwafeln. Eingebettete Videos aus dem Hause Vimeo laden nicht nur sich selbst, sondern auch Google Analytics und ScoreCard Research-Skripte, was unseren großspurig auf die Stirn geschriebenen Datenschutz-Vorsatz irgendwie aushebelt.

Wir suchen nun nach einer unbedenklichen Lösung alle Videos einzubinden. Optimalerweise sollte vollautomatisch ein Vorschau-Bild erstellt und geladen werden, welches nach einem Klick (evtl. mit Warnhinweis onHover) durch das eigentliche Video ausgetauscht wird, das sich dann abspielt.

Warum das ganze, wenn man das Video letztendlich doch abspielt? Weil Ihr dann die Wahl habt. Opt-In per Klick statt Opt-Out per Ghostery oder anderen Extensions. Der Mehraufwand für Euch und uns ist bei der oben beschriebenen Lösung gleich Null — weiterhin 1 Klick zum Abspielen, weiterhin per Embed-/Shortcode einbetten.

Alternative Lösungen sind natürlich ebenfalls Willkommen!

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Relaunch und gesunde Mittelwege

Meiner Meinung nach ist der Kampf gegen sprachliche Diskriminierung mit der Magersucht vergleichbar. Es ist vernünftig, maßvoll zu essen, und es ist richtig, gegen Diskriminierung die Stimme zu erheben. Wenn man es aber übertreibt, dann wird in beiden Fällen eine Krankheit daraus.Harald Martenstein

Was Harald Martenstein in seiner (übrigens sehr lesenswerten) Kolumne über sprachliche Diskriminierung postulierte, kann ebenfalls auf die heutige Bloglandschaft übertragen werden. Ich will die beiden Extreme kurz anreißen:

Less is more. Es ist sicherlich nicht ohne Grund derzeit ziemlich hipster seinen Blog minimalistisch zu halten. Einspaltigkeit, spärliche Navigation, deaktivierte Kommentare, sowie große und lesbare Typo soll den Fokus des Lesers wieder auf den Inhalt lenken. Stöbern oder nach Kategorien filtern ist bisweilen sehr umständlich. Lesbarkeit top, Funktionalität so lala.

More is more. Ähnlich drastische, umgedrehte Zustände findet man bei Martin, der vor lauter Nostalgie wieder auf sein 2007er Layout zurückgreift und den erhöhten Traffic wahrscheinlich zurecht auf den auffälligen Header, dreispaltigen Inhalt, zweispaltige Kommentare und den dicken Footer zurückführt. Funktionalität top, vom Inhalt wird aber leider etwas abgelenkt.

Unser neues Design: Ein Mittelweg

Basierend auf dem wunderbaren Piha-Theme haben wir versucht das Beste aus beiden Welten mit AGU zu vereinigen. Minimalismus und Lesbarkeit in der Hauptspalte, Funktionalität in der Sidebar. Und mal ehrlich… bei unserem alten Theme konnte es ohnehin nur besser werden, was nicht bedeutet, dass wir uns keine Gedanken gemacht hätten:

Optische Faktoren

Reaktionsfähig ist das neue Design. Wer nicht weiß, was das bedeutet, zieht mal das Browserfenster schmaler. Für smartphonefreundliche Dateigrößen sorgen übrigens Adaptive Images.

Dank Post Formats können wir Inhalte nun effektiver einbinden. Beispiele gefällig? Bilder wird es im Blog natürlich ebenfalls noch geben, text-only war noch nie unser Ding.

Ideelle / „Unter der Haube“ Faktoren

Kommentare bleiben definitiv erhalten, allein schon wegen der Gewinnspiele :) Wir sind klein genug, um nicht zu viele Trolle anzulocken und brauchen/lieben das Feedback und die Diskussionen.

Der Server, auf den Oliver übrigens physischen Zugriff hat, soll in naher Zukunft mal ein Update bekommen, damit hohe Besucherzahlen zu Stoßzeiten besser abgefedert werden können.

Zum Thema Datenschutz hat sich einiges geändert. Statt Google Analytics kümmert sich nun Piwik um die statistische Erfassung. Datenschutztechnisch unbedenkliche Daten (z.B. Browser, besuchte Seiten, Verweildauer) werden in einer verschlüsselten Datenbank abgelegt und nicht länger unverantwortlich in die USA gepustet. Aus demselben Grund löst Antispam Bee mit sofortiger Wirkung Akismet ab. Teilen-Buttons wird es weiterhin nicht geben. Geteilt wird auch so, da muss man keine Widgets oder irgendwelche 2-Klick-Lösungen einbinden.

Kosten sind eine heikle Geschichte. Wir möchten kostendeckend bloggen und Euch andererseits möglichst wenig nerven bzw. nicht den Eindruck der Bettelei erwecken. Anfallende Ausgaben sind derzeit Server, Design, evtl. neue Mikros für den Podcast. Wir haben uns dafür entschieden Werbung nur in älteren Artikeln anzuzeigen. In der Sidebar sind ein paar Partnerlinks und der Flattr Button eingebunden. Stammleser werden so nicht mit Werbung genervt, können auf Wunsch aber einen Beitrag leisten, während von Google kommende Besucher ihren Teil tun. Über monatliche (selbst geschriebene) gesponserte Posts wird derzeit noch diskutiert.

Ja ich weiß, eigentlich ist vieles trivial, Mittelwege sind langweilig und alles hätte schon längst so umgesetzt werden sollen. Kritik oder Verbesserungsvorschläge gerne in die Kommentare. Wir sind keine Profis, das ist kein in Zement gemeißeltes Design, daher wird sich hier in nächster Zeit auch noch ein bisschen was tun. Vorläufig sind wir erstmal zufrieden. Und Ihr?

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Geek Stuff: Pixel Wanduhr + Verlosung

Als Udo im Dezember die Murmelachterbahn testete, stöberte ich auch etwas im getDigital.de Shop herum. Ich erwartete viel Ramsch und fand überraschenderweise ein wirklich nettes, lustiges Sortiment. Die Shirts sind nicht mein Fall, aber die meisten restlichen Angebote entlocken mir auch beim zweiten Mal anschauen noch ein Schmunzeln. Besonders die Uhrenabteilung gefällt mir ganz gut. Nach einiger Überlegung setzte sich die Pixel Wanduhr gegen ihre binären, mathematischen und rückwärtslaufenden Konkurrentinnen durch.

Sie misst 30x30cm, in einem knapp 16m² großen Zimmer geht das in Ordnung, in größeren Räumen könnten die Pixel etwas verloren aussehen. Die Uhr ist aus schwarzem, sehr leichtem Plastik und sollte mit Handschuhen aufgehängt werden, wenn man ärgerliche Fingerabdrücke vermeiden will. Mal davon abgesehen, sieht sie aber wirklich gut aus und ruft bei jedem Blick ein wenig nostalgische Gefühle hervor.

Das Quartz-Uhrwerk leistet zuverlässige Dienste — während meiner Testwoche habe ich noch nicht nachkorrigieren müssen, auch wenn das jetzt nicht viel sagt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich verlose mein Testexemplar (danke an getDigital dafür!), weil ich bei einem Ausverkauf doch tatsächlich eine Karlsson zum sehr schmalen Preis ergattern konnte. Das Porto sponsere ich der guten Laune wegen ebenfalls. Um teilzunehmen hinterlasst bis Dienstag, 7.2., 18:00 einen möglichst geistreichen Kommentar zum Thema Zeit. Viel Glück!

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Die Wohnung meines Mandanten wurde gründlich durchsucht. Insbesondere hatten es die Beamten auf Datenträger abgesehen. Sie nahmen ein Notebook, mehrere USB-Sticks, eine externe Festplatte und etliche DVDs mit. Im Durchsuchungsbericht heißt es, auf dem Schreibtisch hätten sich ein Monitor und eine Tastatur befunden. Der “dazugehörige PC” sei jedoch nicht auffindbar gewesen. Auf die Mitnahme des Monitors und der Tastatur habe man verzichtet. Der iMac hat also durchaus Vorzüge.Udo Vetter — law blog

 
Nette Anekdote.

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Review: SpriteRight + Verlosung

CSS Sprites sind für jeden Webdesigner Fluch und Segen zugleich. Einerseits verringert der Einsatz von Sprites die Ladezeit einer Seite nicht unerheblich und bietet die Möglichkeit effektive CSS 3 Animationen erstellen, andererseits ist die Erstellung und das Tweaken solcher Grafiken oft ziemlich aufwändig. SpriteRight möchte diesen Aufwand erheblich verringern:

Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Man zieht eine bereits vorhandene CSS und/oder alle gewünschten Grafiken ins Fenster, drückt auf Pack und bekommt ein platzsparend angeordnetes Sprite mit entsprechend generierter CSS-Datei, in der alle Koordinaten schon abgelegt wurden. Die Nutzeroberfläche ist einfach und übersichtlich gehalten, ich fand mich sofort intuitiv zurecht.

Ich habe Sprites bislang immer manuell in erstellt, anschließend die Koordinaten jeder Grafik von Hand in eine CSS übertragen, weil ich mich mit einem Editor einfach besser aufgehoben fühlte, als einem der vielen Online-Generatoren.

Fazit: Obwohl ich eigentlich kein Freund von WYSIWYG-Editoren bin, kann ich für SpriteRight eine unausgeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Die App ist intelligent programmiert und erleichtet das Erstellen von Sprites erheblich. Kostenpunkt sind 3,99€, leider gibts es keine Testversion für die MAS-App.

SpriteRight (AppStore Link) SpriteRight
Hersteller: Nial Giacomelli
Freigabe: 4+
Preis: 0.79 € Download

Verlosung: Nial hat uns freundlicherweise 3 Promo Codes zur Verfügung gestellt. Um zu gewinnen lasst mal bis Montag 18:00 hören, wie ihr Sprites bislang erstellt habt.