Inspiriert von The Setup und Martins deutschem Ableger, versuche ich meinen Umgang mit Mac und iPhone mal grob zu resümieren — jeder Kniff würde zu weit führen. Vielleicht möchte sich Rest des Teams ja ebenfalls in den nächsten Tagen anschließen (internes Stöckchen!^^).
Was ich tue
„Hauptberuflich“ studiere ich eine interdisziplinäre Naturwissenschaft, nebenbei verdiene ich mir meine Brötchen als studentische Hilfskraft (Designer und Coder) für die psychologische Fakultät, was sich wesentlich spektakulärer schreibt, als es tatsächlich ist. Freizeitmäßig nutze ich Mac und iPhone meistens zur Kommunikation und zum Konsum diverser Medien (Filme, Serien, Musik, Fotos, Informationen), während kreative Prozesse (Fotos, Musik) aufgrund persönlicher Vorlieben meistens analog bzw. akustisch ablaufen.
Hardware

Ein MacBook Pro 13″ (Mid ’10) ist mein treuer Begleiter, geschützt vom ColcaSac, geziert vom Ghostly Decal. Am heimischen Schreibtisch klemmt ein 23″er (ab demnächst) + die gute alte Krümelfalle + Trackball dran. Auch wenn Besuch damit meist nicht zurecht kommt, will ich dieses bequeme Heimsetup nicht missen. Mein iPhone 3G bedarf nach einem ganzen Artikel keiner weiteren Worte.
Software

(Man beachte das Wallpaper)
Essentielles
Snow Leopard. Quasi in Dauernutzung: Alfred (⌀23x/Tag) ersetzt das Dock und verwaltet Zwischenablage und Textbausteine, Sparrow (5 Mailaccounts), Dropbox (19/27 GB belegt), Little Snitch (0 Raubkopien, aber 100% Paranoia), Hazel räumt mir hinterher (nie >10 Dateien im Downloads Ordner), Cinch (Fenstermanagement), Trello (Kanban-Aufgabenverwaltung) und TotalFinder (Tabs, Cut&Paste).
Studium
Dank eines eher bücherlastigen Studiengangs, benötige ich derzeit nur Vorschau für PDFs und Byword für Lernnotizen, ergänzt durch Zeichnungen auf Papier. Aus Faulheit habe ich mir trotz guter Vorsätze weder LyX noch Mellel angeschaut („ach, die Bachelorarbeit ist ja noch 3 Semester hin“), ebenso suche ich eine gute Literatur- bzw. Zitateverwaltung. Irgendjemand Tipps? Zumindest ist mit R schonmal die statistische Auswertung geregelt.
Design / Code
Code schreibe ich mit Espresso, einem Editor dessen Entwickler wirklich mal Intelligenz verbaut hat. Bildbearbeitung erfolgt je nach Situation (Web oder Print) mit Fireworks oder Photoshop. SSH per Terminal. Privat erstellte Projekte werden auf Uberspace gehostet, nirgends bekam ich bislang ein so umfassendes Angebot mit schnellem und sehr persönlichem Support.
Medienkonsum / Kommunikation
Der für das Gros wohl interessanteste Punkt. Videos schaue ich mit Movist, was gefühlt wesentlich schlanker und peformanter als VLC läuft. Ich hatte mal XBMC im Einsatz, was mir jedoch für ein Mediacenter zu konfigurationsaufwändig ist (Kosten / Nutzen), daher teste ich gerade Squire. Bildkonsum findet meistens auf Blogs = im Browser statt, in Ausnahmefällen mit Xee. Um die Beschallung kümmern sich abwechselnd Ecoute und Spotify. (Meine Boxen waren mir zu peinlich, um sie oben zu listen).
Informationen kommen meistens per RSS-Feed rein, wobei Reeder nicht wegzudenken ist. Ich habe 90 Feeds abonniert. Darunter 86 qualitativ hochwertige, handverlesene Blogs (kategorisiert in Eyecandy, Good Read, Mammon, Music, Nerd Stuff und Knowledge), sowie 4 Aggregatoren, um Neuigkeiten möglichst umfassend wahrzunehmen (Rivva, Techmeme, Mediagazer und ein bekanntes Verschwörungsblog). Um das zeitlich nicht ausufern zu lassen, selektiere ich meistens auf Bahnfahrten mit Reeder auf dem iPhone vor, sodass daheim nur noch gelesen werden muss. Einige wenige Artikel landen via ReadItLater zur Morgenlektüre wieder auf dem iPhone. Quote.fm setzt dem ganzen noch ein Sahnehäubchen obendrauf.
Derzeit teste ich ein paar Google Alternativen. DuckDuckGo (Suche) und Fever (RSS-Webdienst) schlagen sich dabei ziemlich gut, dazu aber später mehr.
Adium kümmert sich um ICQ (Relikt aus Uhrzeiten), diverse XMPP-Accounts und Twitter. Als Gelegenheitstwitterer lohnt sich kein separates Programm.
Was noch ansteht
Mein MacBook könnte mal eine RAM-Erweiterung (4 GB → 8 GB) vertragen. Sobald das Studentenbudget es zulässt, werde ich das Superdrive durch eine SSD ersetzen, mir günstige Studiomonitore zulegen und an manchen Tagen verfluche ich Apple dafür keine matten Displays für kleine MacBooks anzubieten, aber mal davon abgesehen bin ich wirklich sehr zufrieden. Alles läuft stabil und flott, meine Arbeitsabläufe sind (hoffentlich) zeiteffektiv.
So. Das wars erstmal. Fehlt was? Bestimmt. War das jetzt nicht ein bisschen viel Namedropping und wenig Ausführung? Sicherlich. Ihr seid recht herzlich eingeladen zu fragen, kommentieren, kritisieren und mir Euer Setup zu verraten!