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CydiaPerle: Springtomize

Dass sich iOS zumindest rein optisch in den letzten 5 Jahren eher wenig weiterentwickelt hat, ist kein Geheimnis. Ich war dann aber doch ein bisschen entsetzt, wie hässlich ich die Standard Icons mittlerweile finde, nachdem ich die meiste Zeit in meiner Winterboard-Blase (iPhone 3G, iOS 3.1.3) verbracht habe. Winterboard ist unter iOS 5 leider nicht sehr performant, also musste ich selbst Hand anlegen. Dabei galt: So wenig (Zeit verschwenden) wie möglich, so viel wie nötig. Ein paar Icons zu ersetzen und Tweaks anzuwenden, dauert 10m und wirkt wahre Wunder.

Das mit 2.99$ (etwa 2.30€) zu Buche schlagende Springtomize versammelt unzählige Tweaks unter einer Oberfläche, von denen es die meisten auch einzeln gibt. Allerdings erspart eine solche Sammlung dem Nutzer viel Zeit (fürs Zusammensuchen und Installieren), Kompabilitätsprombleme und bietet zudem eine bequeme Konfigurationsmöglichkeit.

Ich persönlich blende mit Springtomize die Dockspiegelung, die App Namen, den Carrier, sowie Lockscreen Text aus und habe einige kleinere Tweaks aktiviert (Multitasking Bar zeigt zuerst iPod Steuerung an, etc.). Die vollständige und ziemlich lange Feature-Liste findet sich in der Dokumentation. Ich kann für den wahrscheinlich immer weiter schrumpfenden Jailbreaker-Anteil unserer Leser nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

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In eigener Sache: iPhone Case gesucht

Ich konnte ein günstiges studentenbudget-freundliches iPhone 3GS erstehen, welches leider einen Makel hat: Es ist weiß. Um ein bisschen Schadensbegrenzung zu betreiben, suche ich nun ein dünnes Snap Case, optimalerweise uni-schwarz und ohne Loch. Falls wer noch sowas rumfliegen und günstig abzugeben hat, würde ich mich sehr über eine Mail (logorrhoe @ diese Domain) freuen.

Veröffentlicht von: Stefan D. | Unterhaltung: Kommentare deaktiviert | Kategorie: Allgemein

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Mein Setup (Stefan D.)

Inspiriert von The Setup und Martins deutschem Ableger, versuche ich meinen Umgang mit Mac und iPhone mal grob zu resümieren — jeder Kniff würde zu weit führen. Vielleicht möchte sich Rest des Teams ja ebenfalls in den nächsten Tagen anschließen (internes Stöckchen!^^).

Was ich tue

„Hauptberuflich“ studiere ich eine interdisziplinäre Naturwissenschaft, nebenbei verdiene ich mir meine Brötchen als studentische Hilfskraft (Designer und Coder) für die psychologische Fakultät, was sich wesentlich spektakulärer schreibt, als es tatsächlich ist. Freizeitmäßig nutze ich Mac und iPhone meistens zur Kommunikation und zum Konsum diverser Medien (Filme, Serien, Musik, Fotos, Informationen), während kreative Prozesse (Fotos, Musik) aufgrund persönlicher Vorlieben meistens analog bzw. akustisch ablaufen.

Hardware

Ein MacBook Pro 13″ (Mid ’10) ist mein treuer Begleiter, geschützt vom ColcaSac, geziert vom Ghostly Decal. Am heimischen Schreibtisch klemmt ein 23″er (ab demnächst) + die gute alte Krümelfalle + Trackball dran. Auch wenn Besuch damit meist nicht zurecht kommt, will ich dieses bequeme Heimsetup nicht missen. Mein iPhone 3G bedarf nach einem ganzen Artikel keiner weiteren Worte.

Software


(Man beachte das Wallpaper)

Essentielles

Snow Leopard. Quasi in Dauernutzung: Alfred (⌀23x/Tag) ersetzt das Dock und verwaltet Zwischenablage und Textbausteine, Sparrow (5 Mailaccounts), Dropbox (19/27 GB belegt), Little Snitch (0 Raubkopien, aber 100% Paranoia), Hazel räumt mir hinterher (nie >10 Dateien im Downloads Ordner), Cinch (Fenstermanagement), Trello (Kanban-Aufgabenverwaltung) und TotalFinder (Tabs, Cut&Paste).

Studium

Dank eines eher bücherlastigen Studiengangs, benötige ich derzeit nur Vorschau für PDFs und Byword für Lernnotizen, ergänzt durch Zeichnungen auf Papier. Aus Faulheit habe ich mir trotz guter Vorsätze weder LyX noch Mellel angeschaut („ach, die Bachelorarbeit ist ja noch 3 Semester hin“), ebenso suche ich eine gute Literatur- bzw. Zitateverwaltung. Irgendjemand Tipps? Zumindest ist mit R schonmal die statistische Auswertung geregelt.

Design / Code

Code schreibe ich mit Espresso, einem Editor dessen Entwickler wirklich mal Intelligenz verbaut hat. Bildbearbeitung erfolgt je nach Situation (Web oder Print) mit Fireworks oder Photoshop. SSH per Terminal. Privat erstellte Projekte werden auf Uberspace gehostet, nirgends bekam ich bislang ein so umfassendes Angebot mit schnellem und sehr persönlichem Support.

Medienkonsum / Kommunikation

Der für das Gros wohl interessanteste Punkt. Videos schaue ich mit Movist, was gefühlt wesentlich schlanker und peformanter als VLC läuft. Ich hatte mal XBMC im Einsatz, was mir jedoch für ein Mediacenter zu konfigurationsaufwändig ist (Kosten / Nutzen), daher teste ich gerade Squire. Bildkonsum findet meistens auf Blogs = im Browser statt, in Ausnahmefällen mit Xee. Um die Beschallung kümmern sich abwechselnd Ecoute und Spotify. (Meine Boxen waren mir zu peinlich, um sie oben zu listen).

Informationen kommen meistens per RSS-Feed rein, wobei Reeder nicht wegzudenken ist. Ich habe 90 Feeds abonniert. Darunter 86 qualitativ hochwertige, handverlesene Blogs (kategorisiert in Eyecandy, Good Read, Mammon, Music, Nerd Stuff und Knowledge), sowie 4 Aggregatoren, um Neuigkeiten möglichst umfassend wahrzunehmen (Rivva, Techmeme, Mediagazer und ein bekanntes Verschwörungsblog). Um das zeitlich nicht ausufern zu lassen, selektiere ich meistens auf Bahnfahrten mit Reeder auf dem iPhone vor, sodass daheim nur noch gelesen werden muss. Einige wenige Artikel landen via ReadItLater zur Morgenlektüre wieder auf dem iPhone. Quote.fm setzt dem ganzen noch ein Sahnehäubchen obendrauf.

Derzeit teste ich ein paar Google Alternativen. DuckDuckGo (Suche) und Fever (RSS-Webdienst) schlagen sich dabei ziemlich gut, dazu aber später mehr.

Adium kümmert sich um ICQ (Relikt aus Uhrzeiten), diverse XMPP-Accounts und Twitter. Als Gelegenheitstwitterer lohnt sich kein separates Programm.

Was noch ansteht

Mein MacBook könnte mal eine RAM-Erweiterung (4 GB → 8 GB) vertragen. Sobald das Studentenbudget es zulässt, werde ich das Superdrive durch eine SSD ersetzen, mir günstige Studiomonitore zulegen und an manchen Tagen verfluche ich Apple dafür keine matten Displays für kleine MacBooks anzubieten, aber mal davon abgesehen bin ich wirklich sehr zufrieden. Alles läuft stabil und flott, meine Arbeitsabläufe sind (hoffentlich) zeiteffektiv.

So. Das wars erstmal. Fehlt was? Bestimmt. War das jetzt nicht ein bisschen viel Namedropping und wenig Ausführung? Sicherlich. Ihr seid recht herzlich eingeladen zu fragen, kommentieren, kritisieren und mir Euer Setup zu verraten!

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Kurztest: TubeStick + Verlosung

Für den Einsatz von DVBT-Sticks gibt es vor allen Dingen 2 Zielgruppen: Gelegenheits- und Unterwegsgucker. Ich gehöre zu Ersterer, schaue meistens Filme und Serien (möglichst auf Englisch, was nur auf DVD oder per Download geht), der Boulevard interessiert mich nicht und öffentlich-rechtliche Formate (Tagesschau, Tatort, mittlerweile auch TV Noir, etc.) gibt es auch im Stream, wofür ich übrigens gerne GEZ zahle.

Ab und an besteht jedoch auch Bedarf nach Privatsendern, was meistens mit Besuch und einem abendlichen Bier zu tun hat. Für solche Zwecke testete ich den TubeStick mini Rev.2 von equinux mal an.

Lieferumfang und Installation

Im Lieferumfang der Box befinden sich der TubeStick, die dazugehörige Miniantenne, ein USB-Verlängerungskabel, die Bedienungsanleitung, eine Installations-CD, sowie ein Adapter für externe Antennen. Der Stick selbst ist recht klein ist, aber trotzdem gerade breit genug, um den benachbarten USB-Port unbrauchbar zu machen, wogegen das Verlängerungskabel Abhilfe leistet.

(Sorry, ich bin ein mieser Produktfotograf^^) Die Installation selbst verläuft Mac-typisch denkbar einfach. Treiber werden nicht benötigt, lediglich eine kompatible App. Beigelegt ist The Tube aus demselben Hause. Installiert man diese von der CD wird ärgerlicherweise ohne Nachfrage MediaCentral inklusive prefPane installiert. Der Download ist hier die eindeutig bessere Alternative. Einen zusätzlichen negativen Beigeschmack hinterlässt die Zwangsaktivierung der Seriennummer per Internet. Die Lizenz sieht nur die Nutzung eines Macs vor, sodass eine Kopie immer deaktiviert werden muss, bevor der The Tube an einem anderen Gerät nutzbar wird. Der initiale Senderscan erfolgt nach PLZ-Angabe, wobei man dies vermeidbar ist, wenn man etwas mehr Zeit investieren kann.

Fernsehen

The Tube selbst ist eine grundsolide, logisch aufgebaute App. Sender sortieren ist etwas altmodisch (einzeln hoch und runterziehen), sonst hat man Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Praktisch ist die Möglichkeit eine Sendung kurz anzuhalten und zeitversetzt weiterzuschauen oder komplett aufzuzeichnen. Aufzeichnungen können nur im *.ttrec Format gemacht werden, welches leider nur mit hauseigenen Apps (The Tube oder MediaCenter; es gibt auch eine iPhone App) abgespielt werden kann. Der Empfang mit der beigelegten Miniantenne ist erstaunlich gut, Wunder wie Kellerempfang sollte man allerdings nicht erwarten.

Fazit / tl;dr

Im Westen nichts Neues. Der TubeStick bildet mit der beigelegten Software ein gutes Gespann mit kleineren Mängeln. Wenn auf HDTV (wird in Deutschland nicht via DVB-T übertragen) und externe Abspielgeräte (Export des Aufzeichungsformats ist aufwendig, Ausnahme: iPhone) verzichtet werden kann, ist der Stick mit 29€ eine solide Investition für den Gelegenheits- und Unterwegsgucker.

aptgetupdateDE Wertung: (7/10)

equinux hat uns freundlicherweise eine Box zum Verlosen bereitgestellt. Um zu gewinnen verratet uns mal Eure Lieblingssendung bis zum 3.3.12, 15:00. Bitte beachtet, dass wir im Falle des Gewinns Eure Anschrift erfragen müssen und kommentiert mit gültiger eMail-Adresse. Viel Glück!

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Unsere Menüleisten > 2012

Weil wir gar nicht so selten gefragt werden, was bzw. wieviel sich in unseren Menüleisten eigentlich so tummelt, möchten wir das an dieser Stelle mal zusammenfassen.

Stefan D.


Ich bin Minimalist — was nicht unbedingt im Auge bleiben muss, wird unabhängig von der Bildschirmbreite nicht genutzt oder ausgeblendet. Von links nach rechts: Dropbox, Sparrow, Little Snitch, MenuMeters (bei 4 GB RAM ist Monitoring leider nötig), WiFi, Batterie, Uhr, Spotlight (einzige Ausnahme, die nur aus optischen Gründen drin ist). Ab und an gesellen sich noch F.lux und Adium (beide nicht im Bild) dazu und das wars auch schon. Für die schlichte, einheitliche Optik sind Menubar Icons v2 verantwortlich.

Oliver

Bildschirmfoto 2012 02 26 um 11 01 25
Ich habe alles das, was ich im Blick haben will, auch in meiner Menüzeile versteckt. Von Links nach Rechts: Dropbox, Skitch, gfxCardStatus, Hands off!, AirServer, ChronoSync, Caffeine, TimeMachine, Bluetooth, WiFi, Lautstärke, Akkustatus, Datum, User und Spotlight. Im Grunde nichts spektakuläres und auf einem 15” Macbook Pro mit höher Auflösung oder am externen 24” Monitor auch nicht zu viel. Platz hat man da genug. Ich mag es wie Stefan auch überhaupt nicht bunt. Alle Icons müssen monochrom schwarz-weiß daher kommen.

Björn


Durch mein 11 Zoll MBA und der maximalen Pixelbreite von 1366 ist der Platz bei mir natürlich etwas eingeschränkt. Generell setze ich in meiner Menüleiste auf iStat Menus, welches für den Großteil meiner Items (Network, Memory, CPU, Battery, Date & Time) verantwortlich ist.

Davor habe ich derzeit nur zwei sichtbare Icons: Dropbox und Tunesque. Das ist aber natürlich längst nicht alles. Aktiv aber ausgeblendet habe ich Hands Off!, Growl, Moom, Alfred, Knox und PopClip. Hin und wieder sind dann noch Cobook, AirServer, Skitch und der von OSX zur Verfügung gestellte VPN-Status aktiviert.

Stefan


Ich nutze aktuell ja noch ein MacBook mit 13″ Display, weshalb meine Menubar recht übersichtlich erscheint. Ich persönlich mag es auch nicht, wenn sich zu viele Programme dort einnisten, deswegen habe ich auch nur die Dinge, die ich wirklich sehr häufig benötige. Da wären von links nach rechts:

Den Anfang macht Dropbox, eine Kiste, auf die ich nicht mehr verzichten kann gefolgt vom Last.fm. Jaaaa, dafür verschwende ich Platz! An den Schlüsselbund muss ich auch immer wieder mal dran und da ist das der schnellste Weg. Tastaturübersicht und Zeichentabelle benötige ich heute zwar nicht mehr so oft, aber ich hab mich dran gewöhnt. Der Rest dürfte jedem bekannt sein, also Time Machine, Akku-Azeige und WLan gefolgt von Uhrzeit, dem schnellen Benutzerwechsel und Spotlight, welches ich allerdings noch immer viel zu selten nutze. Ihr seht, alles nicht wirklich spannend …

Thomas

Den Minimalismus habe ich bei meiner Menubar aufgegeben. Sei es auf dem MacBook Pro 15″ oder auf dem MacBook Air 11″. Ich habe gern die wichtigsten Programme im Überblick bzw. im Schnellzugriff.

Programme von rechts nach links: Popchar (Schnellzugriff auf verschiedenste Unicode-Zeichen, HTML-Zeichen); Spotlight; Watts (Watts hält den Akku fit – außerdem habe ich endlich damit das Akku-Management verstanden); Net Monitor; Lautstärke; Wifi; PopClip (Copy & Paste wie auf dem iPhone – unverzichtbar); Dwell-Click (automatisiertes Klicken – macht mir nur auf dem MacBook Air in Verbindung mit dem Trackpad Spass); Flux; Caffeine; Alarms (macht den Kopf frei und erinnert mich an wichtige Termine); PastebotSync (Copy & Paste zwischen Mac und iPhone); Hazel (meine Putzhilfe); CoBook (Adressbuch-Ersatz. Wie konnte ich bisher nur ohne leben? Kaufbefehl); Alfred; Growl; Smartsleep; DropBox; BetterTouchTool (Damit habe ich bspw. dem Google Kalender die Links-Rechts-Wischgeste auf der Magic-Mouse ausgetrieben); Hands Off!; ChronoSync (hält meine wichtigsten Verzeichnisse synchron); 1KeyBoard (Keyboard des MacBook für iPhone, iPod, iPad, XBOX, … gemeinsam verwenden). Ausgeblendet: Typinator (Alternative zu TextExpander); CrashPlan (meine Online-Datensicherung – beste Investition 2012); Isolator

Und welchem Menübar-Typ gehört Ihr so an?

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Retro design is crippling innovation — Wired UK

On the new iCal for the Macintosh, things are odder yet: when you page forward, the sheet for the previous month rips off and floats away, an animation so artless you’d swear it was designed personally by Bill Gates.

Grandioser Artikel, der es besser auf den Punkt bringt, als ich es jemals konnte. (via quote.fm)

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Warum skeuomorphes Design keine Probleme löst (Update)

Definition

Zugegeben, ich musste eine Weile wühlen bis ich diesen Begriff überhaupt fand, der nicht mal eine deutsche Wikipedia-Seite besitzt. Skeuomorphismen sind Elemente, die vertraute Assoziationen wecken, darüber hinaus aber keine weitere Funktion besitzen. Ein ziemlich prominentes wäre beispielsweise die optische Veränderung des Kalenderprogramms iCal von Snow Leopard zu Lion:

Ein Beispiel

An der Funktionalität selbst hat sich offenkundig wenig getan, im neuen iCal Fenster prangt nun jedoch ein Lederbalken. Technisch weniger versierte Nutzer sollen an das vertraute, physische Pendant eines Kalenders erinnert werden und sich so intuitiver zurechtfinden — so lautet zumindest die Theorie vieler Befürworter.

Bei näherer Betrachtung der Oberfläche fällt auf, dass die Position der meisten Funktionen sich nicht geändert hat. Es gibt keinen objektiven Grund, warum die Lederversion sich einfacher bedienen lassen sollte, allerdings einen subjektiven. Man glaubt, dass es sich einfacher bedienen lässt, was die Designabteilung aus Cupertino sich derzeit wohl auf die Fahne geschrieben hat, wenn ich mir die Mountain Lion Optik so ansehe. Logischer- und gleichzeitig absurderweise gilt das nur für Apps (z.B. Reminders, Notes), welche auch ein physisches Pendant haben.

Wenn Grenzen überschritten werden…

Was Apple und andere Firmen hier treiben ist in meinen Augen Kitsch und Überfrachtung vom allerfeinsten. Sich an physischen Vorlagen zu orientieren birgt die Gefahr die Vorteile eines Computers zu verlieren. Statt hier auf eine einfache, funktionsbezogene Bedienbarkeit zu setzen, verkompliziert man unter Umständen die Nutzeroberfläche, nur um eine gewisse Ähnlichkeit zur physischen Vorlage zu wahren. Einfachheit > Skeuomorphismus

Gleichzeitig wird die Optik verschiedener Programme so sehr fragmentiert, dass eine intuitive Übertragung eines Bedienungsmusters von Programm A auf Programm B wesentlich schwerer ist als zuvor. Konsistenz > Skeuomorphismus

Man könnte sich fragen, ob Lederbalken prinzipiell nicht halb so wild seien, ob mein Schlichtheitsfimmel nicht zu weit geht. Skeuomorphismen haben meines Erachtens sicher ihren Sinn. Es gilt leider (wie übrigens für fast alle Dinge im Leben) „soviel wie nötig, so wenig wie möglich“ — eine Grenze, die leider zu oft überschritten wird. Auch in diesem Fall. Das liegt meistens nicht an den Designern (die ganze Arbeit leisten), sondern am Konsumenten. Beim 08/15-Nutzer kommt skeuomorphe Gestaltung nämlich prächtig an. Aus Gründen. Viele Konsumenten > wenige Nerds, was zugegebenermaßen alle von mir angeführten Argumente ziemlich klein dastehen lässt.

Es bleibt zu hoffen, dass sich der Prozess in einigen Jahren wandelt, wenn ein Großteil der Kundschaft äquivalent mit digitalen und analogen Medien aufgewachsen ist und nicht mehr mit der Benutzerschnittstelle sozialisiert werden muss. Diese ganze Ledergeschichte kann gebürstetem Metall gerne in die Versenkung folgen. Übrigens: Microsoft geht schon heute mit Metro einen gar nicht so schlechten Weg.

Skeumorphes Design kann dezent eingesetzt durchaus nützen, es löst jedoch keine Bedienungsprobleme, sondern schafft eher welche. Logisches, sauberes und konsistentes Programmdesign nach klaren Richtlinien funktionierte besser, funktioniert besser und wird immer besser funktionieren. „Style is how it looks, but Design is how it works.“

Nachtrag (19.02.12)

Ich wollte den Artikel eigentlich möglichst präzise halten um TLDR zu vermeiden, womit ich an einigen Stellen kläglich gescheitert bin. Danke an die kritischen Kommentare! Daher möchte ich ein paar wesentliche Punkte nochmal ergänzen:

  • Ich kritisiere hier ein Detail, was nicht bedeutet, dass an anderen Stellen kein begrüßenswerter Fortschritt stattfindet — manchmal sogar parallel an derselben Anwendung bzw. Stelle. Außerdem war nicht „früher alles besser“.
  • Ich kritisiere hier hauptsächlich skeuomorphe Designelemente, nicht Skeuomorphismen an sich. Beispiel für skeuomorphes Design: Das Adressbuch wie ein Buch aussehen zu lassen. Beispiel für einen Skeuomorphismus: Der Papierkorb. Es gibt für genügend Positiv- und Negativbeispiele.
  • Gutes Softwaredesign bedeutet eine gesunde Mischung aus Funktionalität, Einfachheit, Konsistenz UND Skeuomorphismen zu finden (Priorität in dieser Reihenfolge). Ich kritisiere skeuomorphe Elemente, die eindeutig über eine gesunde Mischung hinaus schießen.
  • iCal ist nur ein Beispiel für skeuomorphes Design. Das bedeutet nicht, dass alle nachfolgend angeführten Argumente zwingend alle auf iCal zutreffen müssten, um gültig zu sein. Das Adressbuch hätte vielleicht mehr meiner Argumente abgedeckt.
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Video Embedding — Hilfe gesucht!

Ich möchte gar nicht lang schwafeln. Eingebettete Videos aus dem Hause Vimeo laden nicht nur sich selbst, sondern auch Google Analytics und ScoreCard Research-Skripte, was unseren großspurig auf die Stirn geschriebenen Datenschutz-Vorsatz irgendwie aushebelt.

Wir suchen nun nach einer unbedenklichen Lösung alle Videos einzubinden. Optimalerweise sollte vollautomatisch ein Vorschau-Bild erstellt und geladen werden, welches nach einem Klick (evtl. mit Warnhinweis onHover) durch das eigentliche Video ausgetauscht wird, das sich dann abspielt.

Warum das ganze, wenn man das Video letztendlich doch abspielt? Weil Ihr dann die Wahl habt. Opt-In per Klick statt Opt-Out per Ghostery oder anderen Extensions. Der Mehraufwand für Euch und uns ist bei der oben beschriebenen Lösung gleich Null — weiterhin 1 Klick zum Abspielen, weiterhin per Embed-/Shortcode einbetten.

Alternative Lösungen sind natürlich ebenfalls Willkommen!