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Ausprobiert: Deckset · Markdown Folien (Gewinnspiel inside)

Ich liebe gute Vorträge mit schlichten und passenden Folien.

Bei einem dieser Vorträge bin ich über Deckset gestolpert. Ich kannte zwar schon Hovercraft, bei dem man Folien in Textform per Markdown schreiben und dann über einen Webserver im Browser angezeigt bekommt. Ich war dennoch sehr neugierig.

Deckset for Mac Turn your notes into beautiful pre-minishadow

Deckset nutzt einen vergleichbaren Ansatz. Das Rendern der Folien und die Verwaltung stecken hier allerdings in einer App und man muss sich nicht extra um einen Webserver kümmern.

Zum Schreiben benutzt man einen (Markdown-)Editor seiner Wahl. Ein Foliensatz besteht hier auch nur aus einer Markdown-Datei und eventuell weiteren Mediendateien, die man in den Folien braucht. Das Ganze speichert man dann auch am besten in einem extra Verzeichnis, welches so natürlich gleich in ein Git-Repo eincheckt werden kann; ein weiterer Vorteil dieser kleinen Lösung.

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Die Markdown-Datei gliedert sich recht übersichtlich in den einzelnen Folien. Deckset biete ein paar Beispiel-Foliensätze, mit denen die Grundlagen aber auch die Besonderheiten erklärt werden. Eine Hilfe in der App ist ebenfalls vorhanden.

Folien gliedert man mit drei aufeinanderfolgenden Bindestricken; Überschriften, Listen u.s.w. folgen der typischen Markdown-Syntax. Besonderheiten sind z.B. Anweisungen wie [fit], die eine Überschrift automatisch so groß wie möglich anzeigt. Das Einfügen von Bildern ist selbstverständlich möglich aber auch Videos sind kein Problem. Die Videos können dabei lokal liegen oder auch direkt von YouTube eingebunden werden. (Hier würde ich persönlich aber immer die lokale Variante benutzen. „Konferenz-Internet“ ist ja nicht immer so genial wie beim jährlichen Chaos Congress.)

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Weiterhin kann man Code mit Syntax-Highlighting und Zitate aber auch Notizen (die nicht gerendert werden) in seinen Folien verwenden. Fußzeilen, Links, Emojis, formatierter Text oder die Nummerierung der Folien sind ebenfalls fester Bestandteil der unterstützten Syntax.

Das Rendern des Markdown-Textes wird, wie schon mehrfach erwähnt, von Deckset übernommen. So kann man sich die Folien direkt in der App im Fenster oder per Vollbild-Modus, wie man es in einer Präsentation benutzt, anzeigen lassen. Das Bildformat kann man zusätzlich auf 4:3 und 16:9 festsetzen.

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Die App bietet darüber hinaus 15 vorgefertigte Themes. Jedes Theme ist in mehreren Farbvariationen vorhanden und kann direkt umgeschaltet werden. Den kompletten Foliensatz kann man auch als PDF-Datei exportieren.

Eigene Themes kann man derzeit leider noch nicht gestalten. Die Entwickler denken über ein derartiges Feature aber zumindest schon mal nach ;)

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Preise und Verfügbarkeit

Deckset kostet im Mac App Store 29,99 Euro. Ein Formula-Support kann als In-App-Kauf für weitere 9,99 Euro hinzugekauft werden.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht auf der Webseite der Entwickler eine Demo bereit. Zur Installation wird minimal OS X 10.9 Lion vorausgesetzt.

Deckset (AppStore Link) Deckset
Hersteller: Unsigned Integer UG (haftungsbeschr�nkt)
Freigabe: 4+
Preis: 22,99 € Download

Fazit

Mir persönlich gefällt Deckset sehr gut. Man konzentriert sich auf das Wesentliche und hält sich nicht großartig mit Design auf. Darum kümmern sich die Themes, die meiner Meinung nach, sehr ausgewogen sind, so dass für jeden etwas dabei sein sollte.

In der B-Note gibt es kleinere Abzüge durch fehlenden Export der Präsentation zu Keynote oder PowerPoint und eine fehlende mobile App, die aus Gründen der Kompatibilität nice-to-have sind. Auch die Umsetzung des Vollbild-Modus ist meiner Meinung nach nicht mehr wirklich zeitgemäß, was aber einen generellen Umbau der Symbolleiste nach sich ziehen würde.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

Verlosung

Der Berliner Entwickler Unsigned Integer UG hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel einen Promo Code von Deckset zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Rafflecopter zum Einsatz, bei dem folgende gleichwertige Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 12.10.2015, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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Kurztest: Tower 2 · GIT GUI für OS X

Versionskontrolle sollte mittlerweile für jeden Programmierer, Admin u.s.w. zum alltäglichen Handwerk gehören. Sie erleichtert viele Dinge wie Dokumentation und Teamwork.

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Hat man sich erst mal an versionskontrollierte Projekte gewöhnt, möchte man nicht mehr ohne arbeiten. Man sollte es sogar nie wieder tun.

Git ist in meiner Blase mittlerweile zum Standard geworden. Ständige Weiterentwicklungen, der dezentrale Ansatz und die freie Verfügbarkeit sind Vorteile, warum sich diese Versionskontrollsoftware auf dem Markt durchgesetzt hat und quasi in jeder IDE integriert ist. Darüber hinaus haben sich auch Services wie GitHub oder GitLab sowie GUI-Werkzeuge wie eben Tower etabliert und sind für viele zu einem ständigen und wichtigen Begleiter geworden.

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Tower ist vor ein paar Monaten in einer frischen neuen Version 2 veröffentlicht worden. Diese Version habe ich mir nun endlich mal angesehen. Wobei ich vorneweg gleich sagen muss, dass ich eigentlich ausschließlich auf der Kommandozeile mit Git arbeite. Ausnahmen sind die mittlerweile sehr guten Webfrontends à la GitLab.

Tower ist eine Software, die ausschließlich unter Mac OS X läuft und einem bei der Verwaltung von Git-Repositorys unter die Arme greift. Dabei wirkt die Oberfläche sehr aufgeräumt und passt sich wunderbar in OS X Yosemite ein. Auch an der Bedienung konnte ich jetzt kaum Dinge feststellen, die mir negativ aufgefallen sind.

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Nachfolgend ein einfaches Beispiel, wie man mit Tower arbeiten kann.

Ich habe hier einfach mal ein lokales Verzeichnis mit einem Python-Skript gefüllt und direkt in Tower das Git-Repo angelegt. Man kann aber auch bestehende Git-Repos sehr einfach mit Tower benutzen.

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Dann im ersten Schritt den ersten Commit durchführen. Also alle Dateien markieren und sich einen sinnvollen „Commit“-Text ausdenken.

Git-Flow

Tower hat einen sehr beliebten Workflow direkt eingebaut und unterstützt die Arbeit damit.

git-flow ist ein Set aus Git-Erweiterungen, welches komplexe Repository-Arbeiten nach Vincent Driessen’s Branching-Modell ermöglicht.
(via)

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Features

Alle Features aufzuzählen ist wahrscheinlich nicht zielführend. Hier empfehle ich die Produktseite. Dennoch sind einige Dinge sehr nützlich. Zum Beispiel das automatische Klonen, das einfache Zurücknehmen von Änderungen oder die Unterstützung von Sub-Modulen. Git-Tower macht vieles per Drag-n-Drop möglich, was man sich sonst erst umständlich heraussuchen müsste.

So ist zum Beispiel die schnelle Zurücknahme von Änderungen mit automatischen „Commiten“ sehr praktisch. Sehr gut umgesetzt finde ich die grafische Unterstützung von Merge-Konflikten. Hier sieht man ganz gut welche Dateien oder Verzeichnisse in Konflikt stehen und kann recht gut darauf reagieren.

Derzeit werden im Service Account Manager in Tower 2 Accounts von GitHub, Bitbucket und Beanstalk unterstützt. Hier kann man direkt auf seine Repositories zugreifen ohne Tower zu verlassen.

Tower bietet leider keine deutsche Lokalisierung an. Ist bei dem Fokus auf Entwickler auch nicht unbedingt nötig, würde aber sicher einige Leute zum Kauf einer Lizenz motivieren.

Preise und Verfügbarkeit

Tower 2 wir ausschließlich auf der Webseite des deutschen Entwicklers fournova Software GmbH zum Kauf angeboten. Die App kostet 49 Euro in der Einzellizenz und 25 Euro für das Upgrade von Version 1. Studenten bekommen darüber hinaus 50% Rabatt. Skeptiker greifen, wie üblich, vor dem Kauf zu kostenlosen Testversion.

Zur Installation wird OS X 10.8 Mountain Lion minimal vorausgesetzt.

-> http://www.git-tower.com

FAZIT

Insgesamt hinterlässt Tower 2 einen sehr ausgereiften Eindruck. Ich habe alles, was ich zum täglichen Arbeiten mit Git benötige, durchprobiert und musste in keinem Fall auf die Konsole zurückgreifen.

Die App ist einfach ein super Werkzeug, welches in kniffligen Situationen mit Git helfen kann. Es bildet quasi den kompletten Workflow ab. Für Terminal-Verweigerer kann Tower ein täglicher Begleiter im Umgang mit den eigenen Git-Repos werden.

Solltest du noch einen kleinen Einstieg in Git suchen, empfehle ich die Tutorials auf der Homepage der Entwickler. Für den Umgang mit Tower ist der passende YouTube-Kanal äußerst interessant.

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

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Kurztipp: CotEditor · Mac

Wer immer noch auf der Suche nach einem kleinem, schicken Editor ist, der kann ja mal einen Blick auf CotEditor 2.0 (free/oss) werfen. (Mac only) Hatten wir hier bisher noch nie erwähnt.

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http://coteditor.com 
https://github.com/coteditor/CotEditor

Kleine News am Rande: PyCharm 4.0 wurde gestern veröffentlicht. PyCharm ist eine großartige IDE für Python-Projekte (Mac, Linux, Win) von Jetbrains. Studenten können seit kurzem die vollwertige Education-Version kostenlos nutzen! Die Community Edition ist für alle kostenlos nutzbar.

https://www.jetbrains.com/pycharm/ 
https://www.jetbrains.com/pycharm/whatsnew/