Vor kurzem sah ich bei getDigital auf einem Gutschein das erste mal eine sehr cool anmutende Murmelachterbahn. Ich habe zu hause für meine Jungs – und für mich
– schon eine Murmelbahn von Cuboro und somit eine gewisse Affinität zu solchen Dingen. Jetzt bekam ich die Gelegenheit, die mittlere Version dieser Achterbahnvariante zu testen. Die Produktbilder sahen sehr interessant aus und versprachen einen Heidenspaß beim Bauen und Spielen. Im Hinterkopf keimte der Gedanke an ein Weihnachtsgeschenk für die Kinder (8 und 10 Jahre).
Gleich beim Auspacken fallen eine Vielzahl von Einzelteilen auf, die schon eine längere Aufbauzeit vermuten lassen. Die Bodenplatte ist noch intuitiv, doch danach wird der Griff zur Anleitung unerlässlich. Hier ein kleiner Minuspunkt: sie ist in irgendeiner, mir nicht verständlichen asiatischen Sprache, aber gottseidank auch in englisch verfasst – irgendwie aber insgesamt unübersichtlich, wie ich finde. Aber – dem Inschenör ist nix zu schwör – man fummelt sich durch und der erste Abend ging so mit dem Zusammenbauen der Halterungen, dem Durchdringen des Aufbauprinzips und dem Aufstellen der Stangen mit den Bahnhaltern drauf. Die Bahn hat eine Standardaufstellvariante, die in der Anleitung genau beschrieben ist, man kann natürlich auch seiner Phantasie freien Lauf lassen. Für diese Standardvariante ist ein sehr hilfreicher 1:1-Plan zum Zusammenbau der Halter an den Stangen beigelegt. Die Schläuche für die Bahn werden zwar per Zange konfektioniert, sie können aber auch mittels kleiner mitgelieferter Stifte wieder zusammengesteckt werden. Das Verfahren hat sicher Grenzen, Schläuche gibt es aber auch einzeln, sogar phosphoreszierend, nachzukaufen, sollte man irgendwann alles total zerschnibbelt haben.
Nach der ersten Session wurde zum Einen klar, dass es wirklich länger dauern würde und die in mehreren Stunden angegebene Aufbauzeit keine Untertreibung war, zum Anderen schwand die Idee, das Ding den Kindern zum Aufbauen zu geben – das ist wirklich etwas für Geeks!
Die Verlegung der Bahnen erfolgte bei mir in mehreren Sessions. Man geht dabei immer vom zentralen batteriegetriebenen Spiralfahrstuhl aus, der oben drei Ausgänge hat. Somit hat man prinzipiell drei Bahnen (=drei Bastelabende) zu verlegen, wobei in der Bahn noch zwei sich selbst umstellende Weichen verbaut werden, was einen zu fünf Bahnendpunkten bringt, die im unteren Teil des Fahrstuhls enden. Ich tat mich anfangs etwas schwer, hatte den Bogen dann aber bald heraus und stellte gestern die Bahn vom Aufbau her fertig. Ein gutes Stück Arbeit, aber auf jeden Fall auch eine Herausforderung mit sehr viel Spaß!
Der Aufbau jedes Teilabschnitts beginnt mit dem Zuschneiden der Schläuche (die Länge ist in der Anleitung jeweils angegeben – Achtung, die Einheit ist falsch, was man aber schnell merkt). Besonders knifflig fand ich die Herstellung der Loopings und teilweise das Tuning der Bahnbiegungen, damit die Kugel dann auch jederzeit ihr Ziel erreicht und nicht unterwegs oder kurz vor dem Ende “verhungert”. Lustig wird’s dann, wenn durch den mühsam hergestellten und getunten Looping in der nächsten Session noch eine Bahn mitten hindurchgeführt wird, wobei man schnell mit dem “A…. wie einreißt, was man vorne aufbaut”. In der Bahn sind neben den Loopings und Weichen noch eine Wippenstrecke, eine Art Kranarm und eine Startvorrichtung verbaut, um die Sache abwechslungsreicher zu machen. Die Startvorrichtung – im Prinzip ein Lager für mehrere Kugeln, wobei die zuletzt einrollende per Hebel eine Schranke öffnet und damit vorn wieder eine Kugel freigibt – habe ich bis jetzt noch nicht problemlos zum Laufen bewegen können. Zur Not kann man das Teil sicher auch weglassen.
Schließlich war die Bahn dann aber nach 4 Abenden fertig und die Erkenntnis gereift: Sehr cool beim Aufbau, sehr entspannend beim Zuschauen, eine Menge Stolz, es endlich geschafft zu haben und ein wirklich toller Eye-Catcher für das technisch ambitionierte Wohnzimmer. Definitiv aber nichts zum Aufbauen für Kinder, wie zunächst geplant. Das Zuschauen und Spielen mit der fertig aufgebauten Bahn dürfte aber auch ihnen viel Spaß bereiten.
Fertig? Nein, noch lange nicht. Hier fällt mal eine Kugel runter, dort “verhungert” sie oder läuft nicht korrekt in den Fahrstuhl ein, na ja und eben die Startvorrichtung… Es ist noch ein wenig Tuning zu leisten, aber ja auch noch eine Menge vorweihnachtlicher Bastelzeit ![]()
Fazit: viel Spaß und Tüftelei mit wenigen kleinen Abstrichen und einer klaren Kaufempfehlung!
Jaa, und als kleines Bonbon zur Kaufempfehlung kommt hier die kleine Version der Achterbahn gegen die Hinterlassung eines möglichst geistreichen Haben-Wollen-Kommentars in diesem Beitrag bis zum 16.12.11 zur Verlosung.
Links
www.getdigital.de
Video der Achterbahn in Aktion (youtube by getDigital)














