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Geek Stuff: coole Murmelachterbahn + Verlosung

Vor kurzem sah ich bei getDigital auf einem Gutschein das erste mal eine sehr cool anmutende Murmelachterbahn. Ich habe zu hause für meine Jungs – und für mich Zwinkerndes Smiley – schon eine Murmelbahn von Cuboro und somit eine gewisse Affinität zu solchen Dingen. Jetzt bekam ich die Gelegenheit, die mittlere Version dieser Achterbahnvariante zu testen. Die Produktbilder sahen sehr interessant aus und versprachen einen Heidenspaß beim Bauen und Spielen. Im Hinterkopf keimte der Gedanke an ein Weihnachtsgeschenk für die Kinder (8 und 10 Jahre).

unboxingGleich beim Auspacken fallen eine Vielzahl von Einzelteilen auf, die schon eine längere Aufbauzeit vermuten lassen. Die Bodenplatte ist noch intuitiv, doch danach wird der Griff zur Anleitung unerlässlich. Hier ein kleiner Minuspunkt: sie ist in irgendeiner, mir nicht verständlichen asiatischen Sprache, aber gottseidank auch in englisch verfasst – irgendwie aber insgesamt unübersichtlich, wie ich finde. Aber – dem Inschenör ist nix zu schwör – man fummelt sich durch und der erste Abend ging so mit dem Zusammenbauen der Halterungen, dem Durchdringen des Aufbauprinzips und dem Aufstellen der Stangen mit den Bahnhaltern drauf. Die Bahn hat eine Standardaufstellvariante, die in der Anleitung genau beschrieben ist, man kann natürlich auch seiner Phantasie freien Lauf lassen. Für diese Standardvariante ist ein sehr hilfreicher 1:1-Plan zum Zusammenbau der Halter an den Stangen beigelegt. Die Schläuche für die Bahn werden zwar per Zange konfektioniert, sie können aber auch mittels kleiner mitgelieferter Stifte wieder zusammengesteckt werden. Das Verfahren hat sicher Grenzen, Schläuche gibt es aber auch einzeln, sogar phosphoreszierend, nachzukaufen, sollte man irgendwann alles total zerschnibbelt haben.

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Nach der ersten Session wurde zum Einen klar, dass es wirklich länger dauern würde und die in mehreren Stunden angegebene Aufbauzeit keine Untertreibung war, zum Anderen schwand die Idee, das Ding den Kindern zum Aufbauen zu geben – das ist wirklich etwas für Geeks!

Die Verlegung der Bahnen erfolgte bei mir in mehreren Sessions. Man geht dabei immer vom zentralen batteriegetriebenen Spiralfahrstuhl aus, der oben drei Ausgänge hat. Somit hat man prinzipiell drei Bahnen (=drei Bastelabende) zu verlegen, wobei in der Bahn noch zwei sich selbst umstellende Weichen verbaut werden, was einen zu fünf Bahnendpunkten bringt, die im unteren Teil des Fahrstuhls enden. Ich tat mich anfangs etwas schwer, hatte den Bogen dann aber bald heraus und stellte gestern die Bahn vom Aufbau her fertig. Ein gutes Stück Arbeit, aber auf jeden Fall auch eine Herausforderung mit sehr viel Spaß!

Der Aufbau jedes Teilabschnitts beginnt mit dem Zuschneiden der Schläuche (die Länge ist in der Anleitung jeweils angegeben – Achtung, die Einheit ist falsch, was man aber schnell merkt). Besonders knifflig fand ich die Herstellung der Loopings und teilweise das Tuning der Bahnbiegungen, damit die Kugel dann auch jederzeit ihr Ziel erreicht und nicht unterwegs oder kurz vor dem Ende “verhungert”. Lustig wird’s dann, wenn durch den mühsam hergestellten und getunten Looping in der nächsten Session noch eine Bahn mitten hindurchgeführt wird, wobei man schnell mit dem “A…. wie einreißt, was man vorne aufbaut”. In der Bahn sind neben den Loopings und Weichen noch eine Wippenstrecke, eine Art Kranarm und eine Startvorrichtung verbaut, um die Sache abwechslungsreicher zu machen. Die Startvorrichtung – im Prinzip ein Lager für mehrere Kugeln, wobei die zuletzt einrollende per Hebel eine Schranke öffnet und damit vorn wieder eine Kugel freigibt – habe ich bis jetzt noch nicht problemlos zum Laufen bewegen können. Zur Not kann man das Teil sicher auch weglassen.

Schließlich war die Bahn dann aber nach 4 Abenden fertig und die Erkenntnis gereift: Sehr cool beim Aufbau, sehr entspannend beim Zuschauen, eine Menge Stolz, es endlich geschafft zu haben und ein wirklich toller Eye-Catcher für das technisch ambitionierte Wohnzimmer. Definitiv aber nichts zum Aufbauen für Kinder, wie zunächst geplant. Das Zuschauen und Spielen mit der fertig aufgebauten Bahn dürfte aber auch ihnen viel Spaß bereiten.

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Fertig? Nein, noch lange nicht. Hier fällt mal eine Kugel runter, dort “verhungert” sie oder läuft nicht korrekt in den Fahrstuhl ein, na ja und eben die Startvorrichtung… Es ist noch ein wenig Tuning zu leisten, aber ja auch noch eine Menge vorweihnachtlicher Bastelzeit Zwinkerndes Smiley

Fazit: viel Spaß und Tüftelei mit wenigen kleinen Abstrichen und einer klaren Kaufempfehlung!

Jaa, und als kleines Bonbon zur Kaufempfehlung kommt hier die kleine Version der Achterbahn gegen die Hinterlassung eines möglichst geistreichen Haben-Wollen-Kommentars in diesem Beitrag bis zum 16.12.11 zur Verlosung.

 

Links
www.getdigital.de
Video der Achterbahn in Aktion (youtube by getDigital)

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Mastkur

Gestern hatte ich das Problem, eine Vektorgrafik ansehen zu müssen, die mit einer irgendwie neueren CorelDraw-Version erstellt wurde, als die, die ich zur Verfügung hatte. In einem Forum las ich, dass dies mit Paint Shop Pro, bei Corel als 30 Tage Trialversion zu testen, möglich sei.

An Paint Shop Pro – ich habe die 5er Version noch heute für kleine Aufgaben im Einsatz, hatte ich nur gute Erinnerungen. Was dann folgte, kam einem Kulturschock gleich. Ich lud mir die mittlerweile auf knapp 500MB gewachsene Installationsdatei herunter und wollte “nur mal schnell” zum Feierabend besagte CDR-Datei betrachten (!). Also begann ich die Installation. Ich hab nicht genau auf die Uhr gesehen, aber nach einer gefühlten halben Stunde Installationszeit bei einem Stand von 60% wurde ich unruhig. Irgendwann war es dann drauf und glänzte mit Startzeiten, die jeder Adobe Creative Suite der aktuellen Generation zur Ehre gereichen. Dabei habe ich nur das absolute Minimum zur Installation ausgewählt. Na ja, kann bestimmt auch eine ganze Menge. Leider aber keine CDR-Dateien einlesen. :( Da ich mit PhotoShop bereits einen ähnlichen Grafik-Dino auf meinem Rechner habe und auch – vorbehaltlich atemberaubend umwerfenden Funktionsumfanges – nicht wirklich die Absicht hegte, die Software zu kaufen, beschloss ich heute morgen sofort die Deinstallation. Trial negativ abgeschlossen. Ihr glaubt es nicht. Ich habe gegen Neun Uhr begonnen:

Jetzt ist es Halbzwei. Vielleicht hat es sich ja auch nur aufgehängt, wobei die Animation immer noch lustig umherwackelt und mich mit den neuen Möglichkeiten konfrontiert. Eventuell ist das ja auch eine neue Form der Dauerwerbung, die man so kostenlos auf dem Nutzerbildschirm platzieren kann.

Ein trauriges Beispiel, wie eine Firma durch Zukauf ein wirklich gutes und schlankes Werkzeug bis zur Unbenutzbarkeit verwursten kann. Damals waren die großen Konkurrenten im Win-Umfeld Adobe PhotoShop und Corel PhotoPaint. Damals schon Schwergewichte, was Funktionsumfang, aber auch Ressourcenbedarf anbelangte. Da hatte ich gern so ein kleines, schickes Tool wie PaintShop Pro, das in 2 Sekunden startete, auf dem Datenträger schlanke 12MB beanspruchte und dennoch alle grundlegenden Bildbearbeitungsaufgaben bewältigte. Man brauchte es nicht mal installieren, einmal auf’s Netz kopiert, konnte es jeder von dort einfach starten.

Fett ist es geworden. Stolze 2,9GB braucht eine “schlanke” Installation. Startzeit jenseits von Gut und Böse und ob es jemals dem Platzhirsch PhotoShop ernsthafte Konkurrenz machen kann, ist fraglich. Immerhin ist der Preis niedrig geblieben. Schade Corel, warum hast Du PaintShop aus seiner Nische gejagt?

Links:
PaintShop Photo Pro X3

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[Games] Online Spiel “OGame”

ich bin heute auf ein recht vielversprechendes Online Spiel gestoßen. Es handelt sich dabei um eine Weltraumsimulation mit einer für ein Browsergame recht tollen Grafik, wie ich finde.

Auf http://www.ogame.de kann man sich zunächst erstmal umsehen, um einen ersten Eindruck zu erlangen und sich dann dort auch kostenlos registrieren. Man wählt hier eine Galaxie (ich hab Barym genommen, fragt mich nicht, warum ;)) sowie Spielernamen und Paßwort. Nach einer Bestätigungsmail kann es dann auch schon losgehen. Zunächst kann man sich ja mal das Tutorial ansehen, mit dessen Hilfe man recht schnell ins Spiel findet. Man kann es jederzeit über das Fragezeichen oben links erreichen.


Ich hab gleich mal losgebastelt und bin prompt über meine Energie-Ressourcen hinausgeschossen. Nun heißt es warten, bis wieder genug Metall für ein Kraftwerksupgrade da ist.

Alles in allem wirkt es sehr ansprechend auf mich mit einem gewissen Langzeitsuchtpotential. Die jetzt in dieser frühen Spielphase schon zu sehenden Elemente versprechen Spannung für die Zukunft. Schaut’s Euch ruhig mal an und viel Spaß damit – vielleicht treffen wir uns ja mal in der Galaxie Barym

Links:
http://www.ogame.de

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Weihnachtliches Gehirnjogging

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Wer die ganze Weihnachtszeit nicht nur Spekulatius futternd stumpfsinnig über die tiefschürfende Frage sinnieren möchte, was man dem nächsten Lieben denn unter der Halleluja-Staude kredenzen möchte, dem kann ich den Mathekalender empfehlen. Mein Kumpel schickte mir gerade diesen Link nebst Einladung, mich doch zu beteiligen – was ich spontan auch tat.

Hört sich ganz lustig an und gibt es offensichtlich schon ein paar Jahre. Die erste Aufgabe hab ich zumindest abgegeben. Jeden Abend werde ich es in der terminlich vollgepackten Weihnachtszeit wohl nicht schaffen, Gehirnschmalz in die freizeitliche Mathematik zu stecken, stehen doch verschiedene Weihnachtsfeiern, ein Rammstein- wie ein Torfrockkonzert, Preisskat und anderes mehr an. Man muss ja aber vieleicht auch nicht gleich mit todernsten Gewinnambitionen auf die Playstation oder das Notebook herangehen. Ich mach’s mal just for fun.

Vielleicht habt Ihr ja auch Lust.

Links
Mathekalender

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Cooler Apfelschäler

Oli hatte ja vor kurzem nach Ideen für Weihnachtsgeschenke gefragt. Ich habe von meinem Kumpel vor einiger Zeit einen Apfelschäler geschenkt bekommen, den ich als Ingenieur und Praktiker so cool fand (und finde), dass ich mir spontan noch ein paar besorgen ließ, um sie meinerseits an Freunde zu verschenken. Das hat eine derartige Welle der Begeisterung ausgelöst, dass jetzt in meinem Bekanntenkreis ständig Äpfel gegessen werden – natürlich maschinengeschält.

Bei dem Gerät handelt es sich dem Bekunden meines Kumpels nach um ein altes deutsches Patent – einfach und wirkungsvoll. Man kann damit Äpfel schälen oder schneiden und gleichzeitig das Kerngehäuse entfernen oder eben alles gleichzeitig. Sehr gut eignet es sich zur Herstellung von Apfelringen, die ich dann vor meinem Kamin trockne.

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Nach zwei Abenden heizen sind sie fertig und meine Kinder essen diesen ökologischen und gesunden Gummitierersatz mit wachsender Begeisterung.

Mit dem Teil kann man auch andere Früchte schälen, die eine nicht allzu dicke Schale und eine halbwegs ebenmäßige Oberfläche haben. Probiert haben wir schon Birnen, Kartoffeln und auch Mangos. Die Frucht darf nur nicht zu weich sein, sonst rutschen die Dornen raus.

Wie immer sagen Bilder natürlich mehr als Worte und so habe ich mal versucht, die Funktion in einem kleinen Video darzustellen.

[youtube ZogmO2zFOPs]

Beim gezeigten Gerät handelt es sich um das Geschenk meines Kumpels. Er hat es aus einem Laden in Dresden, in dem alte Haushaltsgeräte verkauft werden. Nun können natürlich nicht alle nach Dresden fahren, darum gibt es diese tollen Teile auch im Internet, z.B. bei Pearl (gibt’s natürlich auch woanders). Dort habe ich letzte Woche gerade 20 Stück für die hiesige Bevölkerung erworben.

Links
Funktionsvorführung auf YouTube
ShopLink bei Amazon (beispielsweise)
ShopLink bei Pearl (beispielsweise)

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Hilfe für Ribbon-Geplagte

Mit MS-Office 2007 kam es über uns und es erfreut sich sehr geteilter Meinung:

Ribbon!

Ich weiß nicht, zu welcher Fraktion Ihr zählt – ich komme mit dem Zeug nicht klar. Ich hab es echt versucht, installierte mir vor Jahresfrist das 2007er Office auf meinem neuen Notebook und musste dann auch bald mal einen simplen Text damit verfassen. Nichts besonderes, Ein Text mit ein paar Formatierungen, vielleicht einem Rahmen. Ich wäre fast verzweifelt! Nichts, na ja, fast nichts fand ich mit dieser ominösen Bilderleiste, die mir die Arbeit erleichtern sollte. Vor allem fand ich einen Knopf nicht: jenen zum Wiederherstellen oder zum Zugriff des alten Menüs. Konnte ich auch nicht, das geht nämlich nicht. So biss ich mich durch, war um so enttäuschter, als mich, wenn ich dann nach langem Suchen endlich das Gewünschte fand, dann doch wieder die altgewohnten Dialoge anlachten. Alter Wein in neuen Schläuchen also.

Zudem fühlte ich mich irgendwie an das SAP Mitter der 90er Jahre zurückversetzt. Die hatten da auch Menüs, die sich kontextsensitiv änderten. Manchmal wusste man nach drei Klicks nicht mehr, wo man war. Lost in Menuspace. Auf derlei Erfahrung konnte ich neuerlich gut verzichten.

Zu guter letzt stellte sich mir hier auch noch eine rein praktische Frage aus einer ganz anderen Perspektive: mit der Einführung der Breitbildformate bei den Monitoren wurde uns ja ständig Bildschirmhöhe geklaut. Ich arbeitete derzeit an einem 1280X1024er und als dazu äquivalentes wurde einem irgendwas breiteres, aber nur ca. 800 Pixel hohes verkauft. Heute, Jahre danach, hab ich auf meinem Dell (D630C aus dem letzten Jahr) eine Auflösung von 1440×900 – schön breit, aber niedriger, als vorher gewohnt. Und von dieser schon geringeren Höhe klaut dieses dicke, fette Ribbon auch noch ein erkleckliches Stück – für das eigentliche Dokument bleibt kaum noch was übrig.

Nach dieser bitteren Erfahrung war das Office 2007 erst mal für mich gestorben und ich blieb beim 2003er, was mit dem Kompatibilitätspack auch nicht weniger konnte.

Jetzt scheint sich Ribbon aber auf breiter Front durchzusetzen, auch um das 2007er Office komme ich immer weniger herum und so liegt das Thema wieder auf dem Tisch. Da muss es doch irgendwas geben?

Gibt es auch! Den RibbonCustomizer von Patrick Schmid, der in der Starteredition auch kostenlos ist. Damit wird man zwar das Ribbon nicht los – der Höhenverlust bleibt einem also erhalten, aber man bekommt ein Ribbon mit einer klassischen Ansicht:

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Das ist vielleicht auch gar nicht so blöd, bietet es einem doch die Möglichkeit, zumindest übergangsweise noch effektiv mit dem alten Menü zu arbeiten und alles wie gewohnt schnell zu finden, sich aber gleichzeitig vielleicht mit dem neuen, ebenfalls daneben vorhandenen Ribbon anzufreunden, um das man über kurz oder lang scheinbar nicht herumkommen wird.

Vielleicht bin ich ja auch nur einfach zu sehr Traditionalist – gerade für Einsteiger soll Ribbon ja deutlich intuitiver sein. Und vielleicht gibt es ja den einen oder anderem, dem der RibbonCustomizer bei seiner Arbeit ein wenig weiter hilft.

Links
http://pschmid.net/office2007/ribboncustomizer/index.php

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Sterngucker

Vor einiger Zeit hab ich mir mal so ein Teleskop im Aldi gekauft, weil ich mich ganz laienhaft für Sterne und Sternbilder (jetzt rein astronomisch) interessiere. Mit dem Teil hab ich dann auch schon mal den einen oder anderen Sternguckerabend verbracht. Zur Orientierung besorgte ich mir dann die wahrscheinlich jedem aus dem Astro-Unterricht in der Schule bekannten Sternendrehkarten. Was mir da fehlte, waren aber z.B. die Planeten, da gerade diese ja ein dankbares Objekt der Betrachtung mit solchen “Billigteleskopen” sind, da man die zumindest halbwegs erkennen kann. Nun bin ich kürzlich über die Freeware

Stellarium 0.10.x (Beta)

gestolpert, hab sie mir heruntergeladen und war spontan begeistert. Ein wirklich tolles Programm, das jede PappDrehKarte überflüssig macht und neben Planeten auch jede Menge anderer Informationen liefert. So entpuppte sich der momentan jeden Abend im Süden zu sehende helle Himmelskörper mitnichten als der Abendstern Venus, sondern vielmehr als der Jupiter, was mich gleich wieder zum Hervorkramen des besagten Telekops veranlaßte.

Nacht

Man kann zu jedem Himmelskörper weitere Informationen einblenden (oben links) und auch bei Bedarf die Planetenbahnen anzeigen lassen. Überhaupt gestattet die Software eine Vielfalt an Einstellungs- und Anzeigmöglichkeiten. Nachdem man sie heruntergeladen und installiert hat, legt man zunächst seinen Betrachterstandort und die aktuelle Zeit fest.

Position

Das Zeitfenster kann man z.B. auch benutzen, um eine zukünftige Sitzung zu planen – beispielsweise herauszufinden, wann der Saturn gut zu sehen ist. Die Symbolleisten blenden sich jeweils ein, wenn man mit der Maus an den unteren bzw. linken Rand fährt. Im Bild sind beide zu sehen. Mit der linken Leiste nimmt man generelle Einstellungen, wie Position, Zeit und globale Standardkonfigurationen vor. Die untere Leiste dient der Bedienung beim Betrachten. Dort kann man z.B. die Koordinatensysteme wechseln, Sternbilder, Landschaft, Nebel usw. ein- und ausblenden oder auch die zeitlichen Verläufe beeinflussen. Es gibt auch einen Nachtmodus, in dem die Beschriftungen in einem für die Dunkelheit augenfreundlicheren Amber erscheinen.

Will man ohne Teleskop Sternbilder betrachten, kann man sich die Sternbilder namentlich anzeigen lassen und auch die Linien dazu einblenden.

Sternbilder

Wieviele Objekte jeweils am Himmel dargestellt werden, läßt sich in den Einstellungen beeinflussen. Für die bessere Anschauung stehen zu den Sternbildern auch bildliche Darstellungen zur Verfügung, die in ihrer Transparenz konfigurierbar sind. Besonders meine Kinder mochten diese Darstellung, da z.B. der Adler mit den Linien ja eher an ein schlichtes Kreuz denn an den stolzen Vogel gemahnt.

Sternbildfiguren

Mir und meinen Jungs hat das Programm schon viel Freude gemacht und ich hoffe, ich konnte bei dem einen oder anderen die Lust wecken, sich an den momentan noch schönen Abenden mal mit seinem Notebook vor die Tür zu setzen und die Sterne zu betrachten.

Stellarium gibt es für Windows, Linux und Mac OS. Ich habe hier die Windowsversion getestet.

Links

http://www.stellarium.org/

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[Projekt Strandfigur] 1000-Seen-Marathon

Zu diesem Thema gab’s ja lange nichts mehr. Liegt vielleicht daran, daß sich die Strandsaison langsam dem Ende neigt. Nichtsdestotrotz oder vielleicht auch als Negativvorlauf zu den Weihnachtsvöllereien eine kleine Aktion für Wassersportbegeisterte:

Der 1000-Seen-Marathon!

Es gibt ihn schon eine Weile und ich selbst nehme dieses Jahr zum dritten Mal teil. Was ist das überhaupt? Nun ja, ganz 1000 Seen werden nicht befahren, aber es geht schon darum, eine bestimmte Distanz per Muskelkraft in einem Boot auf dem Wasser fahrend zu bewältigen. Die Auswahl ist dabei sehr vielfältig. Es stehen zunächst mal drei Streckenlängen zur Auswahl:

  • 21km für Familien und Einsteiger (Halbmarathon)
  • klassische 42km (Marathon)
  • und für die Freaks 62km (Langstrecke)

Auf diesen Strecken kann sich in verschiedenen Altersklassen mit den unterschiedlichsten Gefährten betätigt werden. Generell gibt es Kajaks (also diese Paddelboote mit Doppelpaddel) und Kanadier (die Dinger, mit denen Winnetou immer rumschippert, mit Stechpaddel). Beide jeweils als Einer oder Zweier, die Kanadier auch noch mit mehr Teilnehmern und wer will, beides auch als Rennboot.

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Ich für meinen Teil mag am liebsten Kajaks und hab mich immer für den Marathon im Einer-Kajak entschieden. Hört sich alles schlimmer an, als es ist. Wer schon mal so ein Böötchen bewegt hat, kann sich zumindest die kleine Strecke zum reinschnuppern zutrauen. Man muß ja beim ersten Mal auch nicht gleich gewinnen. :)  Am Ende hingen mir zugegebermaßen aber immer ganz schön die Flüchten runter. Das ist dann ja aber wohl auch der Sinn der Veranstaltung, was die Strandfigur anbetrifft.

Der 1000-Seen-Marathon hat immer einen sehr schönen Rahmen. Man reist am Freitag an. Dort hat man dann Gelegenheit, sich mit den vielen anderen Gesinnungsgenossen zu unterhalten, die zahlreichen interessanten Aussteller von Wassersport- und Outdoorzubehör zu besuchen oder auch nur schlicht ein Bierchen am gemütlichen Lagerfeuer zu trinken.

Aber bitte nicht zu viel, denn am nächsten Tag geht’s dann morgens je nach Strecke gegen 8:30 auf die nasse Piste. Wer die Mecklenburger Seen kennt, weiß um die reizvolle Natur. Hier ist wohl auch der Grund der Namensgebung der Veranstaltung zu suchen. Die Veranstalter haben wirklich schöne Strecken ausgesucht. Am Anfang herrscht meist großes Getümmel, später zieht es sich dann auseinander und man bekommt bestimmt Gelegenheit, darüber nachzudenken, was zum Teufel man denn hier eigentlich treibt. Besonders, wenn man auf dem letzten Drittel der 42km-Distanz von gefühlt über 60jährigen Teilnehmern der Langstrecke ganz entspannt überholt wird und diese kaum zu schwitzen scheinen. Aber Durchhalten ist gefragt. Wenn man es locker angeht, eigentlich auch kein Problem. Die Veranstaltung ist außerdem gut abgesichert (Wasserwacht allen ortens) und keiner wird zurückgelassen, wenn er es nicht schafft oder ein Problem hat.

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Wenn man nach der Zielankunft, bei der es für jeden ein Foto gibt, seine Wunden geleckt hat, kann man versuchen, mit den kaputten Flügeln das eine oder andere isotonische Getränk auf Gerstensaftbasis zu heben und den Abend bei Musik und Lagerfeuer ausklingen lassen. Am Sonntagvormittag ist dann die Siegerehrung und eine große Tombola, bei der sich die Sponsoren eigentlich nie lumpen lassen. Ich hab bis jetzt jedes Mal gewonnen. Dann geht’s gemütlich nach hause.

Wer Lust bekommen hat, in schöner Umgebung etwas für seinen aus der Form geratenen Körper zu tun, kann sich hier anmelden. Die Startgebühr beträgt 15 Euro. Vielleicht treffen wir uns ja dort – ich hab mich gerade angemeldet…

LINKS:
http://www.1000seen-marathon.de

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Karaoke mal anders

Heute will ich Björns Drängen mal nachgeben und auch ein paar Zeilen von mir geben – und zwar zum Thema Karaoke…

??? Karaoke?, dieser Singmist ???

Genau! So hab ich das erste Mal auch geguckt, bis ich dann auf unserem letztjährigen Betriebssommerfest mit SingStar (Playstation) in Berührung kam und was soll ich sagen? Ich war etwas infiziert – allerdings auch nicht so sehr, daß ich mir eine Playstation gekauft hätte und so kam ich folgerichtig zu Ultrastar, einem OpenSource Projekt, das sich dieser Thematik mittlerweile recht erfolgreich widmet. Es gibt hier verschiedene Versionen, die beste ist jedoch UltraStar Deluxe, momentan in der Version 1.0.1a, welche für Linux, Windows und Mac zu haben ist.

Das eigentlich schöne an dieser Interpretation von Karaoke ist, daß – im Gegensatz zum herkömmlichen Karaoke – der “Künstler” nicht zu hören ist. Man singt also seinen Titel ab, gern auch im Wettstreit mit anderen. Die Umstehenden aber hören den Orginalsong, vielleicht untermalt mit einem Bild oder Video. Der “Gesang” wird lediglich in der Tonlage mit dem Original verglichen, je nach Genauigkeit mit mehr oder weniger Punkten versehen und zum Amüsement der Zuschauer zeilenweise mit Güte-Kommentaren versehen.

Also hab ich mir das Teil seinerzeit mal runtergeladen – damals noch nicht in der schicken Deluxe-Version. Das große Manko war für mich zunächst der Mangel an Songs, denn in der installierten Version ist nur ein Demo-Titel dabei.

Okay, Doku gelesen, Google angeschmissen und mal nachgeforscht: Die Songs bestehen in UltraStar aus einem Verzeichnis, in dem mindestens der Song selbst als MP3-Datei sowie eine sogenannte Songdatei liegt. Optional kann man auch noch Cover- und Hintergrundbilder, aber auch Videos zur Untermalung dort ablegen. Die Songdatei ist dabei der Schlüssel und enthält in Textform am Anfang einige Tags, die auf die abgelegten Dateien verweisen, weitergehende Infos zum Song enthalten (Interpret, Genre, …), aber auch den Song steuern, also z.B. die Anfangspause, die BPM u.a. Parameter angeben. Im Anschluß folgt dann der eigentliche Text des Songs in untereinanderligenden Sing-Silben mit den zu den Silben gehörigen Längen und Tonhöhen.

Schön! Aber wo bekommt man sowas her? Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • im UltraStar ist ein Editor eingebaut, mit dessen Hilfe man die Song-Dateien erzeugen kann. Idealerweise hat man dazu vom Song ein MIDI-File, aus dem man mit dem Editor die Singspur extrahieren und in das o.g. Textformat umwandeln kann. Leider liegen MIDI-Files auch nicht auf der Straße.
  • man findet die Textdateien auch verschiedentlich im Internet und muß sich dann aus seiner CD-Sammlung das MP3 selbst rippen. Das hielt man seinerzeit noch für zulässig. Momentan herrscht aber in den offiziellen Foren die Meinung, daß auch der Text, der ja in der Songdatei enthalten ist, dem Urheberrecht unterliegt und so auch nicht verbreitet werden darf. Schade!
  • es soll sogar fertige Songpakete mit allem drum und dran im Netz geben (hört, hört!)… aber das ist natürlich erst recht illegal. Vielleicht läßt es sich ja vertreten, wenn man die CD – und damit den Song und den Text – selbst zu hause und somit ja bereits legal erworben hat.
  • es gibt auch eine Reihe Drittwerkzeuge, aber dazu später.

Tja, das war mir damals alles zu aufwendig und so blieb die Geschichte erstmal liegen, bis dann diesen Sommer mein Geburtstag näher rückte, zu dem ich einen Sangeswettstreit mit eben dieser Software veranstalten wollte. Ich suchte also alles noch einmal raus, fand die oben erwähnte Deluxe-Version und war nach der problemlosen Installation erstmal erneut, diesmal von den Verbesserungen der Deluxe-Version, begeistert!

Die Oberfläche präsentierte sich nun in einem, dem Original sehr ähnlichen, schlichten aber gefälligen Design.

Hauptmenü von UltraStar

Die Bedienung erfolgt sehr einfach per Tastatur, wobei die möglichen wenigen Tasten unten zur Erinnerung anzeigt werden. Alle Aktionen sind effektvoll mit Sound untermalt.

Die Grundfunktion “Singen” ist wohl das, was man als erstes ausprobiert. Je nachdem, wieviele Sänger man in den Einstellungen konfiguriert hat, wählt man zunächst die Künstler, den Schwierigkeitsgrad und dann den zu singenden Song aus. Als Schwierigkeitsgrade gibt es “schwer, “mittel” und “leicht”, wobei man bei “schwer” die Töne recht exakt treffen muß, bei “leicht” dagegen schon mal etwas daneben liegen darf. Die Songs kann man in den Einstellungen nach verschiedenen Kriterien sortieren.

Songauswahl

Im Bild sind sie alphabetisch angeordnet. Möglich sind aber z.B. auch Interpret oder Genre. Möchte man einen bestimmten Titel in seiner umfangreichen Sammlung finden, kann man die Auswahl über die Taste “J” und einen entsprechenden Suchbegriff filtern. Auch das Auswählen vorher angelegter Playlisten, wie z.B. “deutsche Titel”, “Volkslieder” ;) usw. ist möglich und bei großen Sammlungen für eine Party auch unbedingt zu empfehlen. Hat man seinen Titel gefunden geht’s auch schon los und man singt mit, so gut man kann.

singen

Hier sieht man, wie zwei Sänger Ihr Bestes geben. Die Striche stellen die zu treffenden Töne dar, die wirklich gesungenen erscheinen dann als farblich ausgefüllte Striche ebenfalls (sieht man hier nicht, weil ich beim Fotografieren nicht gesungen hab), idealerweise deckungsgleich mit den vorgegebenen. Für die Textunsicheren läuft unten hervorgehoben der Text mit, und zwar oben die aktuell zu singende Zeile und darunter die dann folgende. Kleiner Tip: man kann auch einfach ohne Text summen oder Lalala singen – entscheidend ist der getroffene Ton. Je besser und öfter man die Töne trifft, desto mehr Punkte gibt es, welche am Ende der Zeile angezeigt werden. Ist die Zeile zu Ende, gibt es einen Phrasenbonus à la “mies” oder auch “cool”. Je nach Songdatei können auch sogenannte goldene Töne dabei sein. Diese Töne sind mit Sternchen gekennzeichnet und geben, wenn man sie denn trifft, einen Extra-Bonus. Ist man dann fertig kommt man zur Auswertung seiner Sangesleistung.

Auswertung

Neben den erreichten Punkten und einer Verbaleinschätzung erfolgt bei mehreren Sängern auch ein Vergleich.

Das war alles ganz witzig und hat auch viel Spaß gemacht. Als echter Knüller hat sich dann aber die Funktion “Party” erwiesen.

Party-Mode

Hier kann man mehrere Teams zusammenstellen (auch mit unterschiedlicher Sängeranzahl) sowie eine Rundenzahl und den Schwierigkeitsgrad festlegen. Weiter wählt man beim Playlist-Modus den Umfang der zum Wettstreit zugelassenen Songs aus. Dann geht es los und den Teams wird ein zufälliger Song und ein Singmodus präsentiert. Der Singmodus kann z.B. einfach das Erreichen der höchsten Punktzahl durch je ein Teammitglied (wird ebenfalls zufällig ausgewählt) sein oder auch das Absingen des Songs, wobei das Mikro im Team auf Kommando weitergerreicht werden kann. Es gibt weitere Modi und man kann die Auswahl durch Hinzufügen von Plugins erweitern. So ist dem Singespaß kaum mehr eine Grenze gesetzt.

In den Einstellungen kann man UltraStar noch vielfältig anpassen. Das reicht von verschiedenen Skins über die Darstellung der Phrasenboni und des Lauftextes bis zur erwähnten Titelsortierung, um nur einige Einstellungen zu nennen. Hier konfiguriert man auch die Anzahl der Mikros respektive Sänger. Dazu muß man natürlich die entsprechende Anzahl Mikros an seinem Rechner angeschlossen haben. Am einfachsten geht es sicher mit einer oder mehreren zusätzlichen USB-Soundkarten (so hatte ich es gemacht). Erfolgreich getestet wurde aber auch schon der Anschluß des original SingStar Mikro-Sets – kabellos oder mit Kabel – per USB. Das Teil gibt es z.B. wireless für ca. 45 Euro bei Amazon und wird wohl meine nächste Anschaffung sein. Ein Beamer bzw. schön großer Monitor und eine kleine Musikanlage, Gettoblaster oder ein vernünftiges Aktivboxenset vervollständigen neben dem Rechner die zum Singespaß nötige Hardware.

Weiter findet man bei den Einstellungen noch allerlei lustige Statistiken, wie die Häufikeit des Absingens eines Songs oder auch Toplisten der Sänger.

[youtube uvBSeme34bE]

Soviel vielleicht zum UltraStar an sich. Erwähnen wollte ich zum Schluß aber auf jeden Fall noch das wirklich gute deutsche Forum zu UltraStar, in dem man sehr detaillierte Hilfe und Anleitung zum Thema bekommt, aber auch Hinweise und Downloads vieler nützlicher Werkzeuge rund um UltraStar. Auch etliche der bereits erwähnten Plugins lassen sich hier finden.

An Zusatztools kann ich unbedingt den UltraStar Manager empfehlen, mit dem man seine Songsammlung inklusive der Bilder und Videos vernünftig verwalten kann, denn das Editieren der Songdateien von Hand wird bei großen Sammlungen schnell mühselig. Hat man seine MP3s mit vernünftigen ID3-Tags versehen, kann man hier daraus sogar UltraStar-Tags und einheitliche Datei- und Ordnernamen generieren.

Darüber hinaus findet Ihr im Forum Werkzeuge zum Erstellen der Playlisten, die ebenfalls zu empfehlen sind.

Mir und auch meinen Gästen hat UltraStar einen riesen Spaß gemacht und für eine tolle Fête gesorgt, was selbst die eingefleischten Karaoke-Skeptiker – zu denen ich mich im übrigen selbst zähl(t)e – überzeugt hat. Ich kann es allen, die gern gesellig singen, nur empfehlen.

LINKS
http://ultrastardx.sourceforge.net/
http://forum.ultra-star.de/
http://sourceforge.net/projects/uman/