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2013 · Wir sagen danke!

Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden. (Herman Hesse)

Liebe Blogleser,

Das Jahr 2013 liegt hinter uns. Wir blicken auf ein spannendes und anstrengendes Jahr zurück.

2013 haben wir 1.060Posts veröffentlicht und unzählige Kommentare freigeschaltet – Trackbacks nicht mitgezählt.

Wir haben bisher über 5.000 Tweets veröffentlicht, 1.140 “Gefällt mir” auf Facebook erhalten, 1.113 Posts auf App.net gesendet. Wir befinden uns in 158 Kreisen auf Google+.

Im Jahr 2013 hat unser Team viele objektive und auch kritische Blicke auf verschiedenste Soft- und Hardware geworfen. Oft haben wir dabei auch über den Tellerrand geblickt. Unsere unabhängige Meinung sind als Reviews in eine Vielzahl von Blogartikeln eingeflossen. Wir lassen uns dabei sehr oft Zeit, um Produkte ausreichend unter die Lupe nehmen (oft zum Leidwesen unseres CEO Björn). Bei allen kostenfreien Verlosungen hat so manche Softwareperle und auch T-Shirt seinen glücklichen Leser gefunden.

Wir möchten uns in diesem Zusammenhang bei allen Entwicklern, Firmen und Partner bedanken, die uns kostenlose Vollversionen oder Leihstellungen für Reviews und Verlosungen zur Verfügung gestellt haben. Vielen Dank für die ehrliche, höfliche und offene Kommunikation.

Zusammenkommen ist ein Beginn,
Zusammenbleiben ist ein Fortschritt,
Zusammenarbeiten führt zum Erfolg. (Henry Ford)

In eigener Sache: Auch 2014 werden wir weiter auf Werbung, Werbebanner, bezahlten Linktausch, etc. verzichten. Das Blog finanziert sich ausschließlich aus privaten Aufwendungen, den Micro-Einnahmen aus Euren Einkäufen im Apple Store, Apple Edu Store, Amazon, O2, App-Store, iTunes-Store … und den flattr-Einnahmen.

Es gibt nur einen wirklichen Reichtum: Die menschlichen Beziehungen. (Antoine de Saint-Exupéry)

Last but not least: Der größte Dank geht an die Leser dieses Blog – an Euch!

Vielen Dank für Eure zahlreichen Kommentare, Anregungen und Dialoge auf aptgetupdate.DE, Twitter, Facebook, App.net, Google+.

Wir wünschen allen Lesern im kommenden Jahr Glück, Gesundheit und viel Erfolg.

Team aptgetupdate.DE

 

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Kannst Du ein paar Tage ohne Apps leben?

Der iOS App Store ist gestern fünf Jahre alt geworden und beinhaltet aktuell über 900.000 Apps, von denen, einer neusten Studie zu urteilen, rund 2/3 als Zombies (wenig heruntergeladen, keine Updates verfügbar) dahinvegetieren.

Das Internet-Aktionshaus eBay hat nun eine Umfrage mit 200 Teilnehmern durchgeführt, die aber, meiner Meinung nach, schon exemplarisch für eine größere Anzahl an App-Usern gültig ist. Es ging um die Frage: What’s life without apps?

Daraufhin wurde die Teilnehmer vier Tage ohne sowie anschließend vier Tage mit Smartphone/Apps ausgestattet und nach ihren Empfindungen befragt.

apps1

Erschreckend oder? Gerade auch, dass 1/3 der Leute diese vier Tage nicht durchgehalten haben.

Ich persönlich kann gar nicht mal so genau sagen, wie es mir gehen würde aber vier Tage sind mit Sicherheit kein Problem. Gerade zur Urlaubszeit komme ich gerne auch mal zwei bis drei Wochen ohne Smartphone und Apps aus… auch wenn ich mich dann doch innerlich auf den ersten Tweet oder was auch immer freue.

Ist schon komisch, wie sich unser Verhalten in den letzten fünf Jahren verändert hat. Früher™, zu Nokia brick-Zeiten, sind wir auch ohne Apps klargekommen.

(via)

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Tipp: Folien basteln mit Markdown und Vim

Heute mal ein kleiner Praxistipp für alle Programmierer und sonstigen IT-Leute, die so wie ich immer wieder Gänsehaut bekommen, wenn sie Powerpoint oder Keynote öffnen müssen, nur um schnell mal eine kleine Präsentation zu basteln. Und es kommt noch besser. Mit diesem “Tool” ist es sogar möglich Folien in beliebigen Editoren zu schreiben. HTML oder Markdown-Kenntnisse vorausgesetzt.

reveal.js - A framework for easily creating beautiful presentations using HTML.

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reveal.js wurde von Hakim El Hattab entwickelt und ist bekannt für großartige Javascript und HTML “Spielereien” siehe http://hakim.se/ . Um los zu legen, lädt man reveal.js direkt per git vom zugehörigen github-Projekt herunter, editiert die index.html nach seinen Wünschen und öffnet es im Browser. Möchte man die Bonus-Feature nutzen, kommt man um eine Installation von node und grunt nicht herum. Mac-User benutzen hier am besten “brew”. Hat man den lokalen Node-Server dann zum Laufen gebracht, kann man zB. in der index.html auf externe Markdown-Dateien verweisen. Diese lassen sich dann wiederum prima in einem Editor deiner Wahl editieren, versionieren und weitergeben. Das ganze lässt sich natürlich auch auf einen Server packen und man braucht für die Präsentation nur noch einen “modernen” Browser.

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Wer sich mal ein wenig inspirieren lassen will, schaut einfach mal in die Demo herein. Ich war zu mindestens ziemlich beeindruckt von den Möglichkeiten und werde in Zukunft immer zu diesem Framework greifen. (Kleiner Tipp: Fullscreen per Shortcut “f” & Folienübersicht per “Esc”) 

https://github.com/hakimel/reveal.js

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Ohne Worte: Teuer aber konsequent

Der Lacher am Montag-Morgen:

Der Landesrechnungshof (LRH) Mecklenburg-Vorpommern hat den Neukauf von 170 Computern durch das Schweriner Bildungsministerium gerügt. Nachdem ein Virus, der so genannte Conficker-Wurm, die Rechner des Lehrerfortbildungsinstituts IQMV in Schwerin, Rostock und Greifswald im September 2010 befallen hatte, wurden die zum Teil noch „nagelneuen“, verseuchten Rechner entsorgt und durch noch neuere ersetzt. Gesamtkosten für den Steuerzahler: 187 300 Euro.

Zitat Ostsee-Zeitung

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Die leidige E-Book-Argumentation

Ich besitze erst seit gestern ein Kindle – dem Aktionspreis (60€) konnte ich trotz Studentenbudget nicht widerstehen, zumal ein E-Book-Reader schon länger auf der Agenda steht – und trotzdem hatte ich schon gefühlte 9879345789 ungewollte, bildungsbürgertümelnde Diskussionen an der Backe, inwiefern E-Books ihren gedruckten Pendants denn unterlegen sind: Haptik und Typographie seien schlechter, Buchpreise unterschieden sich nicht, sie ließen sich trotzdem nicht verleihen bzw. verkaufen. „Leben und leben lassen“ scheint auch offline ein ernstes Problem zu sein :D

Also tippe ich diese Zeilen, damit ich mich nicht immer wiederholen muss und stattdessen einfach diesen Beitrag verlinken kann: Es geht mir hauptsächlich um lineares Lesen (Romane), nicht um den kompletten Weggang / Umstieg von gedruckten Medien. Für informierendes, konsultierendes und selektierendes Lesen (z.B. Wochenzeitung, Sach- und Referenzliteratur) bleibt Papier die erste und m.E. auch bessere Wahl, weil man schneller Dinge überfliegen und überblättern kann.

Bei den meisten Romanen ist der Unterhaltungsfaktor allerdings überhaupt nicht eingeschränkt, fremdsprachige Bücher lesen sich dank schneller Nachschlagefunktion sogar flüssiger. Hier steht die nur Papiernostalgie den vielen Vorteilen gegenüber. Und diese Preis- und Besitzdiskussion hat Kathrin Passig intelligenter und schlüssiger zerlegt als ich es je könnte:

Das Argument lautet häufig: „Ich bezahle für ein E-Book praktisch dasselbe wie für ein Papierbuch, bekomme aber weniger dafür“. In mancher Hinsicht können E-Books – aus technischen wie aus rechtlichen Gründen – weniger als Papierbücher, in anderer Hinsicht aber wiederum mehr. Man hat sie immer dabei, sie wiegen nichts, sie sind leicht durchsuchbar, und so weiter. Genausogut könnte man also argumentieren, dass E-Books mehr kosten dürften als Papierbücher.

Letztlich ist beides egal, der Preis ist Ergebnis eines Aushandlungsprozesses und hat bei vielen Produkten nur sehr bedingt mit Herstellungs- und Materialkosten zu tun. Wenn die E-Book-Preise in Deutschland nicht so eng an die Papierbuchpreise gekoppelt wären, gäbe es die Diskussion wahrscheinlich gar nicht.

Im Übrigen weiß ich aus langer und leidvoller Erfahrung, dass der Weiterverkauf von Büchern a) den meisten viel zu mühsam ist und b) sehr überschaubare Beträge einbringt. Das gilt auch in den Zeiten von Amazon Marketplace und Momox. Es ist wie Pfandflaschensammeln in Parks – kann man machen, die meisten tun es aber trotzdem nicht

Wichtige Gründe für den Besitz sind weggefallen

Lesen ist natürlich (!!!) Mischkonsum, bei dem jedes Medium seine Vorteile hat. Deswegen müsst Ihr nicht gleich den Untergang des Abendlandes prophezeihen, das nennt sich Fortschritt. Danke.

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Präventionshinweis für Onlinebanking im mTAN-Verfahren

In den letzten Wochen sind beim Landeskriminalamt Berlin Strafanzeigen eingegangen, bei denen Bankkunden, die am SMS-TAN-/mTAN-Verfahren teilnehmen, Opfer von betrügerischen Geldabbuchungen geworden sind.
In allen Fällen wurde die über SMS übermittelte mTAN für das Online-Banking abgefangen bzw. umgeleitet. Betroffen waren bislang Bankkunden, die ein Smartphone mit Android-Betriebssystem nutzen.

Und ich werde regelmäßig als paranoid bezeichnet, weil ich der SMS-TAN nicht traue („Wer soll das denn schon abfangen?“). Augen auf, auch innerhalb des goldenen Käfigs dafür sensibel bleiben und der Empfehlung Schlangenöl zu installieren bloß keine Folge leisten. (via)

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“Das Netz” oder wie ich meine Identität verlor

Anfang Oktober hat es mich erwischt. Das Sperrgespenst von Microsoft. Ich habe schon seit geraumer Zeit eine Live-ID, weil ich sie vor allem beruflich für alle möglichen Zugänge brauchte. Echt produktiv genutzt habe ich sie noch nicht – Gott sei dank, wie sich jetzt herausstellte. Doch der Reihe nach:

Im Sommer kamen langjährige Live-Kunden, wie ich, im Rahmen der großen Skydrive-Einführung in den Genuss von kostenlosen 25GB Online-Speicher. Da der Dienst ansprechend gemacht, die Synchronisierung mit meinem PC problemlos war und es auch für verschiedene Plattformen Clients gab, hatte ich mich entschlossen, diesen Dienst für meine privaten Fotos zum einen als Backup und zum anderen als Plattform zum einfachen Teilen mit Freunden zu verwenden. So weit so gut. Funktionierte auch alles bestens. Synchronisierung ging hervorragend, meine Freunde konnten einzelne freigegebene Alben sehen – super.

msblock

Bis eines Tages mein Skydrive-Dienst auf dem PC meinte, er könne sich nicht anmelden. Es war der Beginn einer längeren Odyssee von Anmelde- und Kennwort-Rücksetzversuchen. Ich musste feststellen, dass man bei MS-Live vollkommen auf personenlosen Service setzt. Alle Live betreffenden Hotlines, FAQs, Online-Hilfen usw. führten immer nur auf Kennwort-Rücksetz-Portale, Onlinefragebögen zur Kontenwiederherstellung Foren, in denen man sich zur Fragestellung anmelden musste (was mir aus naheliegenden Gründen nicht gelang) aber niemals zu einem MS-Mitarbeiter, dem ich den Sachverhalt einmal schildern konnte. Irgendwann kam ich dann zu einer Antwort (auf ein automatisches Formular), in der mir mitgeteilt wurde, dass ich gegen die Nutzungsbedingungen von Microsoft verstoßen hätte und mein Konto daher gesperrt sei. Cooler O-Ton-Nebensatz dabei: “Wir sind nicht in der Lage, die spezifischen Details über Ihre Kontoschließung zu diskutieren”. Aha! Rausgeflogen, aber ich weiß nicht, warum. Diskutiert wird auch nicht. Ich will die Versuche zur Wiedererlangung meiner Identität jetzt nicht weiter ausweiten, nur so viel: ich bin immer noch draußen!

Also Microsoft: Das geht gar nicht! Es mag ja sogar sein, dass unter den hochgeladenen Fotos das eine oder andere Kinderbadefoto zu sehen ist, auf dem “Personen teilweise oder ganz unbekleidet” dargestellt sind. Dies aber mit gesetzwidrigem Handeln gleichzusetzen, zumal sich alle Fotos in meinem privaten Bereich befinden und nicht veröffentlicht wurden, finde ich schon stark. Mit Sicherheit ist dort kein ungesetzlicher Inhalt dabei, weder pornografisch noch urheberrechtlich.

Ich mag gar nicht an die Leute denken, denen es ähnlich ergeht, die aber dieses Konto noch anderweitig produktiv nutzen! Xbox, Hotmail, vielleicht noch Apps gekauft – mit Windows 8 soll das noch weiter ausgedehnt werden. Und meine Recherchen in diesem Fall ergaben, dass ich weiß Gott nicht der Einzige bin – leider und unfassbar!

Ich spielte mit dem Gedanken, mir eines dieser neuen Surfaces anzuschaffen. Mit dieser gemachten Erfahrung schiebe ich den Gedanken gerade sehr weit von mir. Ein falsches Foto (nach Meinung irgendeines microsoftschen Nacktscanbots wohlgemerkt) und man ist alles los: seine Mails, seine Daten, seine Apps, das Geld und die Zeit, die man in diese Dienste investierte. Und das ohne jede Chance, sich zu rechtfertigen oder die Quelle des Anstoßes zu beseitigen.

Als Fazit kann ich jedem nur raten, nicht völlig auf einen Online-Anbieter zu setzen, sich vor allem die AGBs und Nutzungsbedingungen, die man so gern mal ok-klickt, mal genau durchzulesen. Und irgendwie macht mich diese Episode doch schon etwas nachdenklich, wenn ich an die sich derzeit ausweitende Nutzung von Online-Diensten denke. “Das Netz” lässt grüßen, wenn man darüber philosophiert…