Page Layers nimmt sich der Mammutaufgabe an Internetseiten in vollständige „gelayerte“ Photoshop-Dateien umzuwandeln. Was für den Ottonormalanwender sicherlich uninteressant ist, kann Designern, die sich nicht immer mit Quelltexten rumschlagen möchten oder können, eine Menge Zeit ersparen. Die App besitzt eine schlichte, übersichtliche Benutzeroberfläche.
Um eine Internetseite jetzt abfotografieren, ruf man sie per Adresszeile auf, stellt die gewünschte Auflösung ein und zieht nach Wunschformat das PSD oder PNG-Icon in den Ordner der Wahl. Auflösungstechnisch wird übrigens immer nur eingestellte Breite berücksichtigt und die gesamte Höhe abgebildet. Das Ergebnis valider, sauber aufgebauter Seiten, wie daringfireball.net ist eine in ziemlich logischen Ebenen aufgebaute Datei.
Die Schachtelung der Ebenen entspricht manchmal nicht ganz dem Quelltext, im Großen und Ganzen stellen simple Seiten aber kein Problem dar. Anders sieht es dagegen bei semantischen Katastrophen, wie Aptgetupdate aus (ein bisschen Selbstkritik ist an dieser Stelle mal angebracht, wir arbeiten auch gerade an was Neuem). Hier kommt Page Layers schon deutlich ins Schwitzen und kriegt Stabilitätsprobleme. Ich brauchte 4 Versuche, um überhaupt eine PSD zu bekommen, weil die App vorher immer während des Speichervorgangs einfror. Oliver kann die App nicht mal starten, Björn hatte dagegen keine Probleme. Es scheint da noch Nachholbedarf zu geben.
Das PSD-Abbild selbst ist sehr präzise, selbst Schatten sind einzeln anwählbar, nur Text wird leider noch nicht als solcher, sondern als einfaches Grafikobjekt abgelegt. Auch das Speichern per Drag & Drop erweist sich zuweilven als etwas problematisch, da immer der Dateiname page.psd verwendet wird, kann es hier zu Doppelbelegungen bzw. einem unerwünschten Überschreiben-Dialog kommen. Einen Menüpunkt wie Speichern unter, welches das Problem beheben würde, sucht man jedoch vergebens, so bleibt nur das Umbenennen der vorher erstellten Datei.
Von den Stabilitätsproblemen abgesehen, sind die oben genannten kleineren Mankos eigentlich kein Problem, wäre da nicht der happige Preis von 23,99€. So kann ich guten Gewissens leider keine Kaufempfehlung aussprechen, zumal es auch keine irgendwie geartete Testversion gibt. Die Idee ist klasse, nur an der Umsetzung mangelt es bisher.
Page LayersHersteller: Ralf Ebert

Ralf Ebert hat uns netterweise einen Promocode zur Verlosung überlassen, herzlichen Dank dafür. Es genügt der übliche „Will haben“-Kommentar bis zum 11.01.12, 15:00, um an der Verlosung teilzunehmen. Viel Glück!
Update (12.01.12): Herr Ebert hat sich löblicherweise und sehr schnell mit uns wegen der angesprochenen Kritikpunkte in Verbindung gesetzt und arbeitet bereits an Verbesserungen.






































