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OS X Yosemite: Ein kleines Fazit

Ich gehöre ja normalerweise zu den Menschen, die nicht immer direkt jedes (App-)Update blind einspielen. Ich warte lieber nach dem altbekannten Motto Never change a running system, studiere genau das Changelog oder scanne meine Twitter-Timeline nach ersten ‘Bugreports’.

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So habe ich es auch über Jahre bei OS X gehandhabt. Irgendwie waren mir .0 Versionen immer zu heiß, als dass ich sie, trotz ausgiebiger Betaphase, direkt aktualisieren müsste. Ich wartete lieber, gerade auch mit Hinsicht auf 3rd Party Apps, bis die Versionen .1 oder .2 veröffentlicht wurden.

Bei Yosemite war das nun zum ersten Mal anders. Warum kann ich gar nicht so genau sagen aber ich habe direkt nach Apples letztem Oktober Event den Downloadknopf gedrückt; die Installation allerdings dann doch, nach einem Backup meines bestehenden Systems mit Time Machine, auf den nächsten Tag verschoben. Sicher ist sicher! ;)

Ich habe mich auch recht frühzeitig für ein Upgrade anstatt einer komplett neuen Installation entschieden. Zur Sicherheit hatte ich ja ein Backup und warum unnötigen Stress mit der Neuinstallation aller Apps u.s.w. machen… ich bin bisher immer gut mit einem Upgrade gefahren; warum sollte das bei Yosemite anders sein?!

So war es dann auch und ich war wirklich sehr überrascht, wie geräuschlos dieses Upgrade war; trotz einer .0 Version. Ich glaube, dass die öffentliche Beta Apple sehr gut getan und viele Kinderkrankheiten beseitigt hat. Selbst 99% meiner installierten Apps liefen weiterhin problemlos. Daher muss man auch vielen 3rd Party Apps Entwicklern ein großes Kompliment aussprechen, die für diesen, zumindest in meinem Fall, reibungslosen Übergang von Mavericks auf Yosemite mitverantwortlich sind. Natürlich klemmt es hier und da mal aber Updates sind auf dem Weg und im großen und ganzen bin ich dahingehend sehr zufrieden. Außerdem zeigte meine Festplatte nach dem Upgrade auf Yosemite gut 8 GB freien Speicherplatz mehr an, was ich auch gerne mitgenommen habe.

Aber es gibt auch kleinere Ungereimtheiten, die im Alltag etwas nerven und die ich mit Apples ‘neuem’ Schnüffeldienst Spotlight in einem Artikel auch schon näher angesprochen hatte.

Safari und die (un)vollständige Webadresse

Wieso Apple auf einmal mit Safari 8 ‘per default’ nur noch die Top-Level Domain jeder Webseite anzeigt, bleibt mir komplett verschlossen und ist aus meiner Sicht kompletter Schwachsinn.

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Um dennoch die komplette Webadresse angezeigt zu bekommen, muss man entweder ins Adressfeld klicken oder (die bessere Alternative) in den Safari Einstellungen > Erweitert > Intelligentes Suchfeld die entsprechende Option aktivieren.

Vollbildmodus vs. Fullscreen-Apps

Da Apple mit Yosemite die Ampelknöpfe, oben links an jedem Fenster, etwas umgebaut hat, kann man Fenster nicht mehr so einfach über den ganzen Desktop maximieren ohne direkt in den Fullscreen-App Modus zu wechseln.

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Hierzu muss man nun beim Drücken des grünen Knopfes die Alt-Taste gedrückt halten, was, um es vorsichtig zu sagen, ziemlich blöd gelöst ist. Besser geht es definitiv mit der Fenstermanager-App Moom, die ich seit einer halben Ewigkeit einsetze und die sich perfekt in Yosemite, hinter dem grünen Knopf, integriert.

Alternativ kann man auch in den OS X Systemeinstellungen > Dock den Haken bei Beim Doppelklicken auf die Titelleiste das Fenster im Dock ablegen herausnehmen und anschließend per Doppelklick auf die Titelleiste Fenster maximieren (danke an Peter in den Kommentaren).

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Transparenz reduzieren

Hier muss ich mich echt zurückhalten aber mit dieser ‘total hippen’ Transparenz vieler Fenster in Yosemite kann ich persönlich gar nichts anfangen. Bildschirmfoto 2014-10-29 um 14.58.17

Ich finde sie extrem störend aber auch hier liefert Apple die Abhilfe direkt mit. Dazu muss man nur den Haken bei Transparenz reduzieren in den OS X Systemeinstellungen > Bedienhilfen > Anzeige setzen.

iTunes und die Sidebar

Erneut ein Punkt aus der Rubrik Warum zur Hölle?!… iTunes 12 wurde um die Sidebar, in der alle wichtigen Informationen wie verbundene Geräte oder Wiedergabelisten zu sehen waren, beschnitten. Leider kann man diese Sidebar, wie noch in iTunes 11 möglich, nicht über einen Menüpunkt so einfach wiederherstellen.

Man muss erst die Wiedergabelisten in Musik, Filme oder TV Serien aktivieren, um sie zu sehen.

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Auch wenn gerade der letzten Absätze recht negativ klingen und ich noch etliche weitere Kleinigkeiten anbringen könnte, die mich stören, bin ich, wie anfangs schon angeklungen, recht positiv über das finale Produkt überrascht. Ich möchte sogar behaupten, dass Yosemite seit Mac OS X 10.6 Snow Leopard das beste OS X ist.

Daher: Bravo Apple!

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Kurztipp: uDesktop NEXT – wallpapers collection (Mac)

Kurzer Hinweis auf uDesktop NEXT, welches derzeit kostenlos im Mac App Store zum Herunterladen angeboten wird.

Mit dieser App lassen sich unzählige Wallpaper in verschiedenen Auflösungen (bis zu 8K) und Kategorien herunterladen. Dabei kann man diese Wallpaper nicht nur auf dem Desktop, sondern natürlich auch mobilen Geräten wie dem iPad oder iPhone nutzen.

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Zur Installation wird OS X 10.7.4 Lion vorausgesetzt.

uDesktop NEXT - wallpapers collection (AppStore Link) uDesktop NEXT - wallpapers collection
Hersteller: Alexey Nikitin
Freigabe: 4+
Preis: 4,49 € Download
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Today Scripts · OS X Systemmonitor in der Mitteilungszentrale

Dass man mit GeekTool recht umfassende Systeminformationen und vieles mehr auf den Desktop ablegen kann, hatte die Fischmuetze in einem etwas längeren (Gast-)Artikel hinreichend bewiesen.

Bei reddit ist kürzlich eine kostenlose App aufgetaucht, mit der man, ähnlich wie schon mit Monity oder iStat Mini, etliche Systeminformationen in Form eines Widgets über die OS X Mitteilungszentrale verfolgen kann. Die App greift dabei auf kleine Scripte (Python, Perl, AppleScript etc.) zurück und kann beliebig angepasst werden.

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Die Einsatzmöglichkeiten sind extrem vielfältig, so dass die Anzeige der CPU- oder RAM-Auslastung, Temperaturen, Uptime, Status des Akkus, das Testen, ob ein Server noch online ist oder das Anzeigen der Anzahl neuer E-Mails in der Inbox problemlos funktioniert.

-> Today Scripts Widget

(thx @Fischmuetze)

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Yosemite Preferences: Versteckte Einstellungen in OS X anpassen

Ähnlich wie schon mit dem guten alten Mountain Tweaks lassen sich mit Yosemite Preferences versteckte Einstellungen von OS X anpassen.

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Die App ist derzeit noch in der Betaphase aber es lassen sich schon über 35 Tweaks, darunter Dinge, die den Finder oder das Dock sowie systemtypische Sachen wie Fensteranimationen betreffen, einstellen. Zur kompletten Featureliste gehts hier lang.

-> http://www.ccard3.com/yosemite-preferences.html

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Delicious Library 3 · Medienverwaltung für den Mac mit komplettem Redesign

Stammleser erinnern sich vielleicht an Delicious Library 3, welches ich vor etwa 1½ Jahren in einem Review komplett zerrissen hatte.

Einer der Gründe dafür war das übertrieben skeuomorphe Design der App, welches schon damals™ alles andere als up-to-date war.

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Diesem Problem hat sich Entwickler Delicious Monster mit der Veröffentlichung von OS X Yosemite nun endlich angenommen und mit der frisch erschienen Version 3.3 weitestgehend beseitigt.

Alle Grafikelemente sind nun ‘flach’, wobei man das Shelf selber weiterhin auf einen 3D Holz-Look inkl. der altbekannter 3D Animation aller verwalteten Elemente umstellen kann. Ich erhebe den Daumen und sage Bravo ;)

Leider sind aber andere Schwächen der App immer noch vorhanden, so dass mir weiterhin keine Upgrade-Empfehlung von Delicious Library 2 zu Delicious Library 3 über die Lippen geht.

Die Performance der App ist nach wie vor einfach nur mies. Man klickt, man wartet… es nervt! Dazu die enge Verzahnung mit Amazon, die eine Suche nach Filmen oder Metadaten bei Google oder IMDb unmöglich macht. Man kann weiterhin nicht seine Amazon Wunschliste oder Kindle Library online verwalten. Von digitalen Medien, wie eBooks oder gar Apps aus der iTunes Mediathek oder dem Mac App Store ganz zu schweigen.

Schade, wirklich sehr schade, so dass ich mein Fazit aus dem oben verlinkten Review nur wiederholen kann; und glücklicherweise läuft Delicious Library 2 auch unter OS X Yosemite, zumindest bisher, ohne Probleme.

Delicious Library 3 (AppStore Link) Delicious Library 3
Hersteller: Delicious Monster Software, LLC
Freigabe: 4+
Preis: 21,99 € Download
Delicious Library 2 (AppStore Link) Delicious Library 2
Hersteller: Delicious Monster Software, LLC
Freigabe: 4+
Preis: 8,99 € Download

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OS X Yosemite: Continuity & Handoff auf älteren Macs aktivieren

Eines der coolsten Features von OS X Yosemite sind meiner Meinung nach Continuity & Handoff, also das perfekte Zusammenspiel zwischen OS X und iOS.

So kann man beispielsweise eine auf dem Mac halb geschriebene E-Mail problemlos auf dem iPad oder iPhone weiterschreiben, vom Mac telefonieren, obwohl eigentlich das iPhone klingelt, SMS empfangen oder den Mac mit einem vom iPhone aufgebauten Instant Hotspot verbinden.

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Leider ist es aber auch so, dass Macs, die vor 2012 hergestellt wurden, einige dieser Features mangels Bluetooth 4.0 Kompatibilität nicht unterstützen.

Mit dem Continuity Activation Tool, welches gestern auf Github veröffentlicht wurde, kann man diesen recht ärgerlichen Umstand für etliche Macs ‘berichtigen’. Für einige funktioniert dieses Tool out-of-the-box; andere benötigen (leider) einen Austausch der Hardware, was dieses Vorhaben etwas unpraktisch macht. Nachfolgend die Kompatibilitätsliste.

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Da ich persönlich noch auf ein MacBook Air mid-2011 setze, gehöre ich zu den Glücklichen, die keine neue Bluetooth Karte benötigen und dieses Tool, das mit Admin-Rechten gestartet werden muss und im Terminal läuft, direkt einsetzen können.

Im Terminal kann man nach dem Starten eine kurze Systemanalyse durchführen (2) oder direkt Continuity aktivieren (1). Anschließend kann man Handoff in den OS X Systemeinstellungen > Allgemein aktivieren. Als Zugabe funktioniert nun auch AirDrop zwischen OS X und iOS, welches vorher bei einigen Macs ebenfalls ‘deaktiviert’ war.

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Das Ganze geht natürlich zu Lasten des eigenen Risikos. Apple haftet für nichts.

Ein Backup mit Time Machine & Co. sollte vorher unbedingt angelegt werden.

-> https://github.com/dokterdok/Continuity-Activation-Tool/

(via)

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Bildbearbeitung: Pixelmator für das iPad veröffentlicht

Auf Apples letzter Keynote sicherlich eine kleine Überraschung, nun da: Pixelmator für das iPad.

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Sicher eine recht coole Sache aber… braucht man so etwas wirklich?

Mir will nicht so recht einleuchten, warum ich meine Bilder auf dem iPad bearbeiten soll. Auf dem Desktop habe ich viel mehr Komfort, Möglichkeiten und vor allem einen größeren Bildschirm aber hey, letztendlich muss jeder selbst entscheiden, wie er arbeitet.

Pixelmator für das iPad kostet 4,49 Euro und setzt iOS 8.0 zur Installation voraus.

Pixelmator (AppStore Link) Pixelmator
Hersteller: UAB Pixelmator Team
Freigabe: 4+
Preis: 4,49 € Download
Pixelmator (AppStore Link) Pixelmator
Hersteller: UAB Pixelmator Team
Freigabe: 4+
Preis: 26,99 € Download

Der Vollständigkeit halber sei auch noch mal kurz Pixelmator für den Mac erwähnt, das momentan 26,99 Euro kostet und OS X 10.9.1 Mavericks zur Installation voraussetzt.