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Ausprobiert: Near Lock · Den Mac per iPhone oder Apple Watch automatisch sperren und entsperren

Ich war diesen Apps, die den Mac per Bluetooth automatisch sperren und entsperren, eigentlich immer recht skeptisch eingestellt. Stichwort: Zuverlässigkeit.

Da Near Lock derzeit aber über eine Promo die Pro-Version der App kostenlos freischaltet, fühlte ich mich zum Testen eingeladen. Skepsis hin oder her.

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Als ersten Schritt muss man sich die kostenlose Mac-Version von der Homepage des Entwicklers installieren und danach starten.

-> http://nearlock.me

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Gleiches muss natürlich auch mit der iOS Version auf dem iPhone geschehen. Sofern bei beiden Geräten Bluetooth aktiviert ist, sollte das anschließende Koppeln problemlos und weitestgehend automatisch passieren.

Hier als Hinweis: Wie anfangs erwähnt, wird die Pro-Version, die die App für die Hintergrundaktualisierung von iOS funktionsfähig macht, derzeit als kostenloser IAP angeboten.  

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Abschließend stellt man in der Mac-App die gewünschte Entfernung zum Sperren ein; bis maximal 10 Meter sind möglich.

Außerdem kann man weitere Features wie das Nutzen von Touch ID, die Wahl zwischen Ruhemodus oder Bildschirmschoner, das Aktivieren diverser Notifications, das Pausieren von Musik (funktioniert mit Spotify, QuickTime, VLC und iTunes) beim Ausloggen oder das Anzeigen einer Login/Logout History aktivieren.

Das Ganze funktionierte in meinen Tests wirklich erstaunlich gut. Selbst der von der App geschätzte Abstand zwischen den Geräten passte einigermaßen. Ich werde die App die kommenden Wochen weiter testen. Eventuell habe ich ja ein neues Spielzeug gefunden ;)

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Ausprobiert: PS4 Remote Play · PlayStation 4 Spiele auf dem Mac oder PC spielen

Mit der gestern Abend neu veröffentlichten Firmware 3.50 für die PlayStation 4 kann man seine Spiele nun auch remote unter OS X oder Windows spielen.

Was ist zu tun?

Nachdem die neue Firmware auf der PS4 installiert wurde, muss man sich zunächst die passende PS4 Remote Play App für OS X oder Windows herunterladen und installieren.

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Anschließend muss die PS4 für Remote Play vorbereitet werden. Im Grunde genommen handelt es sich um drei Einstellungen, die direkt an der Konsole vorgenommen werden.

  1. Remote Play aktivieren – Einstellungen > Remote-Play-Verbindungseinstellungen > Kontrollkästchen bei Remote Play aktivieren setzen
  2. Das System als primäres PS4-System aktivieren – Einstellungen > PlayStation™Network/Konto-Verwaltung > Als deine primäre PS4 aktivieren > Aktivieren
  3. Remote Play für den PS4-Ruhemodus aktivieren – Einstellungen > Energiespar-Einstellungen > Im Ruhemodus verfügbare Funktionen einstellen > Kontrollkästchen bei Mit dem Internet verbunden bleiben und Einschalten der PS4 aus dem Netzwerk aktivieren setzen

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Jetzt startet man die PS4 Remote Play App auf dem Mac oder PC oder verbindet darüber hinaus einen PS4 Dualshock Controller per USB-Kabel mit dem Rechner.

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Drückt man auf den Starten-Knopf, muss man sich mit seinem PSN-Account in der App anmelden.

Nun wird die PS4 im Internet gesucht und bei erfolgreicher Suche remote gestartet.

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Einige Sekunden später findet man sich in seinem persönlichen Hauptbildschirm wieder und kann seine Spiele wie gewohnt starten.

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Da ich daheim mit VDSL50 ausgestattet bin, war die Videoqualität hoch. Gleiches traf auch auf die Frameraten zu.

Man kann allerdings vor dem Verbinden der PS4 Remote Play App mit der PS4 in den Einstellungen eigene Anpassungen vornehmen.

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Viel Spaß beim Zocken in der U-Bahn ;)

-> https://remoteplay.dl.playstation.net/remoteplay/

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Nativefier · Native Apps von Webseiten erstellen

Unter OS X nutze ich seit etlichen Jahren Fluid, um aus Webseiten native Apps zu basteln. Ich nenne nur mal WordPress, zur Verwaltung dieses Blogs, Facebook, Trello oder auch WhatsApp (Web).

Gleiches funktioniert, plattformübergreifend aber weniger endnutzerfreundlich, mit dem Chromium-Framework Electron (fka Atom Shell). Genau an dieser Stelle kommt ein Node.js Paket namens Nativefier ins Spiel, das sich dieser Sache annimmt und schlussendlich mit nur einem simplen Befehl in der Kommandozeile aus Webseiten native Apps für Windows, Linux oder OS X erstellt.

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Nativefier is a command line tool that allows you to easily create a desktop application for any web site with succinct and minimal configuration. Apps are wrapped by Electron in an OS executable (.app, .exe, etc.) for use on Windows, OSX and Linux.

Was ist zu tun?

1.
In einem ersten Schritt muss Node.js installiert werden. Hier kann man entweder den direkten Weg oder die Webseite oder indirekten Weg über Homebrew nehmen. In diesem Zusammenhang weise ich gerne noch mal auf das oben im Screenshot zu sehende Cakebrew, das nichts anderes als eine GUI für Homebrew ist, hin.

brew update
brew doctor
brew install node

2.
Anschließend installiert man Nativefier mit folgendem Terminal-Befehl:

npm install nativefier -g

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3.
Das war es quasi auch schon. Ab sofort kann man für jede Webseite mit nur einem Befehl in der Kommandozeile eine App erstellen.

nativefier "http://aptgetupdate.de"

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Dazu gibt es eine Reihe von Optionen, mit der man die App mit Hinsicht auf das Icon oder die Standardauflösung anpassen kann.

-> https://github.com/jiahaog/nativefier

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Review: Teufel Rockster XS · Bluetooth Lautsprecher

Ich hatte die letzten Monate die Möglichkeit den Teufel Rockster XS, einen portablen Bluetooth Lautsprecher, der speziell für den Outdoor-Einsatz entwickelt wurde, zu testen. Nachfolgend mein Review:

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Lieferumfang

  • Teufel Rockster XS BT-Lautsprecher
  • USB-Netzteil
  • Micro-USB-Kabel
  • Papierkram

Erster Eindruck

Der Rockster XS besteht aus einem geschlossenen, matt schwarz eloxierten Aluminiumgehäuse mit rot abgesetzten, schmutz- und spritzwassergeschützten Silikonabdeckungen an beiden Außenkanten. Bei einem Kampfgewicht von handgemessenen 777 Gramm (der Hersteller gibt hier ‘nur’ 720 Gramm an) betragen die Abmessungen 6,9 x 8,6 x 17,8 cm (T x B x H).

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Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Der Lautsprecher ist, nicht zuletzt durch seine Trapezform, sowohl liegend als auch stehend einsetzbar.

Technologie

Auf technischer Ebene setzt der Rockster XS beim Koppeln mobiler Geräte auf Bluetooth 4.0 und NFC. Der Frequenzbereich des Lautsprechers liegt zwischen 62 Hz und 21 kHz; der maximale Schalldruck bei 86 dB/1m.

Dazu gibt es eine Ein- und Ausschaltautomatik sowie eine Standby Funktion.

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Wie schon beim Teufel Airy nutzt auch der Rockster XS den aptX Codec, der ein kabelloses Streaming in CD-Qualität bietet.

Im Inneren werkeln zwei aus Aluminium hergestellte Breitbandlautsprecher mit einem Durchmesser von je 46 mm. Für den Bass sorgt ein ebenfalls aus Aluminium gefertigter Tieftöner mit einem Durchmesser von 100 mm. Der in diesem Zwei-Wege System eingebaute Class-D Digitalverstärker leistet 2 x 8 Watt.

Im Alltag

Das Einschalten quittiert der Rockster XS durch einen recht kräftigen Willkommenston und einer rot leuchtenden Status-LED

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Das anschließende Koppeln von Smartphones bzw. Tablets per Bluetooth oder auch NFC funktionierte tadellos. Ist ein Gerät gekoppelt, wird neben der roten auch eine blaue Status-LED angezeigt. Als besonderes Feature lassen sich über den sogenannten Partymodus zwei Bluetooth Geräte gleichzeitig koppeln, was gerade bei längeren Events die Musikauswahl erhöht.

Darüber hinaus lassen sich zwei Rockster XS per Bluetooth zu einem Stereo-Set verbinden, so dass man über diesen Stereo-Connect-Modus kabelloses Stereo Feeling genießen kann. Dieses Feature konnte ich mangels eines zweiten Rockster XS leider nicht testen; es hört sich aber definitiv spannend an.

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Wirklich cool ist auch die Möglichkeit seine mobilen Geräte per USB am Rockster XS aufzuladen. So wird der Lautsprecher im Notfall zum externen Akku für das iPhone o.ä., das während des Abspielens mit 5V/1A am Leben gehalten wird.

Neben der Kopplung per Bluetooth hat der Lautsprecher auch noch einen 3,5 mm Klinkeneingang. Dort kann man beispielsweise einen MP3-Player anschließen, um so auch kabelgebunden Musik abspielen zu können.

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Die Steuerelemente an der Oberseite haben einen sehr guten Druckpunkt und sind vergleichsweise groß, so dass sie sich auch mit dicken Fingern und im betüddelten Zustand wunderbar bedienen lassen.

Mit dem rot leuchtenden Knopf in der Mitte der Steuerelemente kann man den Lautsprecher vom Normal- in den Outdoormodus versetzten. Was das soll?! Nun…

Klang

Im Normalmodus ist das Klangbild aus Höhen, Mitten und Tiefen, für mein rein subjektives Empfinden, sehr angenehm und ausgewogen. Egal ob ein Hörbuch, Rock oder basslastige Musik… der Rockster XS überzeugt auf ganzer Linie.

Gerade beim Bass, der in keiner Situation überzogen wummerte, war ich persönlich sehr überrascht. Solche kleinen Lautsprecher haben ja rein vom Volumen her das Problem, dass eigentlich nicht viel Luft bewegt werden kann; dafür muss dann die Elektronik sorgen, was Teufel mit Bravour gelungen ist.

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Im Outdoormodus ist wahrnehmbar weniger Bass hörbar. Dafür wurden die Höhen und Mitten angehoben, was zum einen das Klangbild nicht mehr so ausgewogen erscheinen lässt aber zum anderen auch die Gesamtlautstärke des Lautsprechers erhöht. Es kommt halt auf den Einsatzort und den persönlichen Geschmack an. Beim Grillen auf der Terrasse oder im Park empfehle ich aufgrund des runderen Klangs definitiv den Normalmodus.

Akku

Der verbaute Lithium-Ionen Akku mit 4400 mAh hält laut Hersteller ca. 14 Stunden. Das bestätigte sich auch in meinen Tests. Das Aufladen des Akkus über den verbauten Micro-USB-Anschluss (5V/2,1A) dauert ca. 3 Stunden.

Preise und Verfügbarkeit

Den Rockster XS kann man entweder direkt bei Teufel oder auch bei Amazon kaufen… eigentlich… denn momentan ist die erste Lieferung komplett vergriffen und man sollte die ausgewiesene Lieferzeit ca. 3 Wochen im Store von Teufel für bare Münze nehmen. Die Preise beginnen bei ca. 179 Euro.

Ein Kauf direkt beim Hersteller hat übrigens den Vorteil, dass man den Lautsprecher acht Wochen Testen und bei Nichtgefallen zurücksenden kann. Zudem gibt es Teufel-like 12 Jahre Garantie.

-> http://www.teufel.de/rockster-xs

FAZIT

Get the party started!

Teufel ist mit dem Rockster XS ein sehr flexibles und stimmiges Gesamtpaket gelungen. Das fängt beim robusten aber dennoch kompakten Design an, das übrigens auch schon rein optisch auf die Outdoor-Fähigkeit des Lautsprechers hinweist, geht über eine lange Akkulaufzeit oder Features wie die USB-Ladefunktion oder den Partymodus bis hin zur intuitiven Bedienung. Nicht umsonst kommt Teufel derzeit kaum mit der Lieferung neuer Geräte hinterher.

Hinzu kommt, dass ich im Stresstest über etliche Stunden und auch beim Aufladen nie eine unangenehme Wärme am Lautsprecher feststellen konnte, was zusätzlich für die Qualität der verbauten Komponenten spricht.

Negative Kritikpunkte kann ich nur am Preis festmachen, was gerade im Stereo-Connect Modus mit zwei Geräten zum Tragen kommt. Qualität hatte aber schon immer ihren Preis, so dass das Argument eigentlich nicht zählen darf. Außerdem hatte ich gelegentlich, gerade auf glatten Oberflächen, kleinere Vibrationen im liegenden Lautsprecher, so dass dieser wie von Geisterhand mit jedem Bass rhythmisch über den Tisch hoppelte. Insofern sind die eigentlich für genügend Stabilität sorgenden Silikonabdeckungen an den Seiten vielleicht nicht die allerbeste Lösung, da es, die richtige (Bass-)Frequenz vorausgesetzt, durchaus sein kann, dass der (liegende) Lautsprecher vom Tisch, Schrank o.ä. ‘springt’. Beim aufrecht stehenden Lautsprecher konnte ich dieses Phänomen nicht feststellen.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)