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OS X Tipps · PopClip mit der Tastatur aktivieren

PopClip, eine App, mit der man das Copy & Paste Verhalten von iOS auf den Mac portieren kann, gehört für mich spätestens seit der Erweiterbarkeit durch Extensions zu den Must-Have-Apps auf jeden Mac.

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Ein kleiner Makel haftet PopClip dennoch an, denn man kann es leider nicht per default mit dem Keyboard aktivieren. Nun gibt es natürlich diverse Möglichkeiten das Ganze über App-Launcher wie Alfred oder gar Keyboard Maestro zu regeln aber ich möchte nachfolgend zeigen, wie man PopClip mit OS X eigenen Mitteln per Tastatur aktivieren kann.

Dazu benötigen wir nichts anderes als ein kleines AppleScript und einen OS X Dienst, der ganz einfach per Automator erstellt wird.

1.
Automator starten und einen neuen Dienst anlegen.

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2.
Anschließend angeben, dass der Dienst keine Eingabe empfangen soll (rot markiert) und die Aktion AppleScript ausführen dem Dienst hinzufügen.

Nun das folgende Script in die Maske einfügen und abspeichern.

tell application "PopClip" to appear

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3.
Jetzt die OS X Systemeinstellungen, genauer gesagt die der Tastatur öffnen und dort den gerade erstellten Dienst unter den Tastaturkurzbefehlen unter Dienste suchen; Tastatur-Shortcut hinzufügen und fertig.

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Wenn man diesen neuen, global geltenden Shortcut nutzt, wird PopClip aktiviert und man kann die App mit den Pfeiltasten komplett per Tastatur steuern.

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PopClip kostet im Mac App Store momentan 4,49 Euro und setzt zur Installation Mac OS X 10.6.6 Snow Leopard voraus. Eine kostenlose Testversion wird über die Entwicklerhomepage angeboten. Wer mag, kann sich auch noch mal unser Review (damals gab es noch keine Extensions) durchlesen.

PopClip (AppStore Link) PopClip
Hersteller: Nicholas Moore
Freigabe: 4+5
Preis: 4,49 € Download

(via)

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Review: Keyboard Maestro 5 · Conduct your Mac like a PRO (Gewinnspiel inside)

Ihr kennt das: Es gibt Arbeitsabläufe im täglichen Workflow, die immer und immer wieder auftauchen. Das fängt bei einfacher Dateiarbeit an und endet bei extrem komplizierten Geschichten, die zehn oder mehr einzelne Arbeitsschritte haben.

Nun bietet Apple mit dem Automator und dem Erstellen von Workflows oder Ausführen mit Shell- oder Applescripten schon eine kleine Erleichterung dieser Arbeitsabläufe an. Für umfangreiche Sachen reicht es hier aber meistens trotzdem nicht und so betritt das Schweizer Taschenmesser unter den Automatoren, Keyboard Maestro, die Bühne.

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Keyboard Maestro zu erklären ist relativ schwierig, da es von jedermann unterschiedlich genutzt wird. Ich will dennoch versuchen einen kleinen Einblick zu bieten und die generelle Funktionsweise zu erläutern. Am Ende des Artikels wartet wieder ein kleines Gewinnspiel auf Euch.

REVIEW

Wie schon erwähnt geht es um die Vereinfachung von wiederholenden Arbeitsabläufen, die normalerweise in mehrfachen Schritten ablaufen. Im günstigsten Fall, und genau darin besteht der Sinn von Keyboard Maestro, werden diese Workflows in genau einem Arbeitsablauf zusammengefasst und mit einem systemweit geltenden, globalen Shortcut oder anderen Trigger ausgeführt.

Das Ganze wird in sogenannten Macros im Keyboards Maestro Editor definiert. Hier braucht man zugegebenermaßen etwas Einarbeitungszeit aber hat man das Prinzip erst einmal verstanden, geht die Lernkurve steil nach oben und man wundert sich wie man vorher ohne KM effektiv arbeiten konnte ;)

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Ein Beispiel

Um das Erstellen eines solchen Macro mit KM zu erklären, möchte ich ein kleines Beispiel zeigen. In diesem werde ich das aktuell aktive Safari Tab in Google Chrome öffnen. Kommt Euch bekannt vor? Korrekt! Stammleser erinnern bestimmt an meinen Artikel von vor knapp zwei Monaten, in dem ich mit einem AppleScript und Automator Service in Verbindung mit der Alfred App um mich schlug. Diese Scripte kann ich jetzt natürlich auch mit KM starten. Wer (programmier-)technisch nicht so versieht ist, wird sich freuen, dass der ganze Struggle nun auch ohne ein Zeile Code wunderbar funktioniert.

Zu Gunsten der Übersichtlichkeit kann man im linken Teil des KM Editors alle seine Macros in Gruppen, die in diesem Fall als Verzeichnisse fungieren, sortieren. Hier sind der Fantasie in Sachen Bezeichnung auch keine Grenzen gesetzt. Entweder erstellt man die Gruppen nach Funktionen der Macros oder direkt für spezielle Apps.

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Anschließend erstellt man im mittleren Teil des KM Editors ein neues Macro und gibt dem Kind einen Namen.

An dieser Stelle kann man sich schon Gedanken über den Trigger bzw. Auslöser des Macros machen, der sehr verschiedene Optionen zulässt. In der Regel wird man dafür Tastaturkürzel nehmen; es kann aber auch ein einfacher String oder Zeittrigger sein.

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Sobald ein Macro durch einen Trigger abgefahren wird, werden eine Reihe von Aktionen, die die einzelnen Arbeitsschritte simulieren, automatisch nacheinander abgearbeitet. Diese Aktionen werden über den Button New Action hinzugefügt und öffnen ein neues ‘Action Untermenü’, in dem unzählige Funktionalitäten, nach Art getrennt, zu finden sind.

In meinem Safari-to-Chrome Fall aktiviere ich zum Anfang mit der Aktion Switch to Specific Application Safari…

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…und simuliere durch die Aktion Type a Keystroke den Shortcut Cmd+L. Damit befinde ich mich nun in der Safari Adresszeile…

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…und kopiere ebenfalls über den simulierten Shortcut Cmd+C die URL in die OS X Zwischenablage.

Jetzt weise ich KM an Google Chrome zu starten und solange zu warten (Aktion: Pause Until) bis eine Bedingung erfüllt ist. Die Bedingung muss in diesem Fall natürlich heißen, dass Chrome hochgefahren (running) und bereit zur Nutzung ist.

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Ist das geschafft wird abschließend das Einfügen der Safari-URL in Chrome simuliert und mit der Enter-Taste abgeschlossen.

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Dieses Safari-to-Chrome Macro ist ein sehr, sehr simples Beispiel, das aber zeigt, wie einfach man sieben einzelne Arbeitsschritte über einen Trigger, in diesem Fall Shortcut, auslösen kann. Dieses Macro zeigt aber längst nicht die ungeheure Reichweite von Keyboard Maestro. Dafür sollte man tiefer in die Dokumentation, Featureliste oder auch das Wiki (gepflegt von der KM Community) einsteigen. Die ganz Mutigen probieren sich direkt an den Macro Beispielen auf der KM-Homepage. Vielleicht als kleiner Spoiler: Man kann Variablen setzen und auslesen, das Clipboard manipulieren, bestimmte Macros inkl. Trigger nur für spezielle Apps (also nicht systemweit; Stichwort: Konflikte mit anderen global geltenden Triggern/Shortcuts) erlauben oder auch den Nutzer, ohne Zuhilfenahme des Clipboards, in einem Dialog nach Eingaben fragen.

Für Anfänger empfehle ich auch dringend den Record-Modus, der, einmal gedrückt, alle gerade am Mac getätigten Funktionen aufzeichnet. Man bekommt so ein Gefühl für Keyboard Maestro und findet vielleicht nicht ganz so klar bezeichnete Aktionen in der Liste schneller.

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Zusätzlich zum Record-Modus, empfehle ich auch einige der unzähligen YouTube Tutorials, in denen auf Keyboard Maestro, Macros und deren tieferer Sinn eingegangen wird. Exemplarisch möchte ich auf Chris hinweisen, der beispielsweise auch auf die sehr genialen Overlays bei speziellen Scripten für einzelne Apps eingeht.

Die Einstellungen zu Keyboard Maestro sind im Vergleich zur Funktionalität sehr übersichtlich.  Neben dem Clipboard kann man hier Apps definieren, die, per default, vom Beenden, Verstecken oder Switchen durch KM ausgenommen sind. Zudem kann man einen Webserver starten, mit dem es möglich ist seinen Mac auf der Ferne zu steuern.

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Keyboard Maestro 5 kostet in der Einzelplatzlizenz 36 US$; ein Upgrade von früheren Versionen schlägt mit 25 US$ zu Buche. Darüber hinaus wird momentan noch eine Version im Mac App Store angeboten, die derzeit 28,99 Euro kostet und, sandboxing sei Dank, sehr eingeschränkt ist (Unterschiede). Von dieser MAS Version rate ich Euch tunlichst ab und lasse folgendes Statement der Entwickler sprechen:

The MAS now (as of June 1) requires sandboxing for any non-bugfix updates. Since the Apple entitlements available to a sandboxed application are entirely insufficient to allow Keyboard Maestro to perform many of its operations, Keyboard Maestro cannot be sandboxed. Therefore version 5.3.x will likely be the last version available on the MAS (Apple’s requirement).

Keyboard Maestro (AppStore Link) Keyboard Maestro
Hersteller: Stairways Software Pty Ltd
Freigabe: 4+
Preis: 31,99 € Download

Zur Installation der App wird minimal Mac OS X 10.6 Snow Leopard vorausgesetzt. Die Skeptiker unter Euch greifen vor dem Kauf wie immer zu kostenlosen Trial-Version.

FAZIT

In erster Line ist Keyboard Maestro ein sehr, sehr mächtiges Programm, das ohne spürbare Systemlast unsichtbar im Hintergrund läuft und dessen Umfang im Prinzip nur durch die eigene Fantasie begrenzt wird. Da jeder andere Ansprüche oder wiederholende Workflows im täglichen Umgang mit dem Mac hat, wird Keyboard Maestro auf zwei Rechnern auch nie identisch genutzt werden. Das wird auch durch die Tatsache bestärkt, dass es kaum Dinge geben wird, die man mit KM nicht vereinfachen kann; gerade wenn man bei den Macros auch an die Kombination mit Automator-Workflows oder irgendwelchen Scripten denkt.

Dazu muss man aber auch sagen, dass es am Anfang etwas Überwindung kostet, sich mit den Macros und Aktionen zu beschäftigen. Die Erstellung hat schon etwas ‘geekiges’ an sich aber die Lernkurve ist, wie schon gesagt, recht hoch.

Was bei der Nutzung von KM übrigens zunehmend auffällt: Die App überschneidet sich in vielen Bereichen mit diversen AppLaunchern, in meinem Fall der Alfred App. Sie ersetzt diese AppLauncher aber nicht, da speziell Alfred und LaunchBar weit mehr können als nur Apps starten. Ich behaupte daher auch einfach mal, dass Keyboard Maesto in Verbindung mit Alfred oder LaunchBar die perfekte Kombo zur Steuerung des Macs ist. Mehr braucht man einfach nicht.

Einziger Kritikpunkt von meiner Seite: Keyboard Maestro ist ausschließlich in englischer Sprache verfügbar, was vielleicht gerade bei Einsteigern zu Schwierigkeiten führen kann.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

GEWINNSPIEL

Entwickler Stairways Software Pty Ltd. hat aptgetupdateDE für eine Verlosung drei Lizenzen (NICHT die Mac App Store Version) zur Verfügung gestellt. Für die Teilnahme sagt uns in den Kommentaren einfach einen oder mehrere Workflows, die Euch täglich über den Weg laufen und die Ihr gerne automatisiert haben möchtet.

Die Verlosung endet kommenden Montag, den 13.08.2012. Viel Erfolg.

Bitte daran denken mit einer erreichbaren E-Mail Adresse zu kommentieren!

-> http://www.keyboardmaestro.com

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Tipp · Safari Tab in Google Chrome öffnen

Es ist doch irgendwie immer der gleiche Struggle! Man surft im Netz und irgendwann landet man auch einer Webseite, die zwingend nach Flash verlangt. Nutzt man als Browser den Safari (oder auch Firefox) steht man vor dem unweigerlichen Problem, dass diese Webseite ohne installierten Flash-Player nicht angezeigt werden kann.

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Nun kann man natürlich einfach den Flash-Player installieren, was für mich persönlich aber keine Alternative darstellt. Meine Lösung kann nur bei Google Chrome liegen, der out-of-the-box einen Flash-Player mitliefert. Aber wie bekommt man nun aber die aktuelle Safari-Seite unkompliziert in Google Chrome geöffnet?

Da gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten.

Die einfachste Methode ist mit Sicherheit das Entwicklermenü im Safari (wird über die ‘Erweiterten Einstellungen’ aktiviert) mit dem ‘Seite öffnen mit…’ Dialog. Funktioniert super, ist aber irgendwie mühsam, gerade wenn der Safari im Fullscreen-Modus läuft.

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Eine andere Möglichkeit ist die Safari Erweiterung Open-in-Chrome, mit der man über das Kontextmenü Google Chrome startet und die aktuelle Safari-URL übergibt. Funktioniert auch gut, hat aber den Nachteil, dass man eine kleine App namens Chromehelper installieren muss, damit das Ganze funktioniert.

Ähnlich macht es die Safari Erweiterung Eject to Flash, die allerdings ebenfalls eine kleine Zusatzapp benötigt, um aus dem ‘custom URL scheme’ Chrome zu starten.

Wesentlich eleganter ist der Weg über ein AppleScript oder einen Automator Service, die irgendwo auf der Festplatte liegen und für die man auch globale Shortcuts vergeben kann.

AppleScript

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Ganz nebenbei sie auch erwähnt, dass dieses AppleScript (Direktdownload) auch für den Firefox funktionieren sollten, sofern man das Wort Safari durch Firefox ersetzt.

Automator Service

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Workflow #1 wird über ein AppleScript erstellt (Direktdownload).

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Workflow #2 wird über ein Shell Script erstellt (Direktdownload).

Außerdem bieten App-Launcher wie Alfred, Quicksilver oder LaunchBar ebenfalls Möglichkeiten Trigger zu setzen, die wiederum Google Chrome mit samt der aktuellen Safari-URL starten.

Nachfolgend ist das Ganze einmal in Alfred zu sehen, in dem ein Workflow (siehe oben; #2) als Extension definiert ist. Dieser Workflow wird entweder über das Keyword ‘cc’ oder mit dem Shortcut/Hotkey ‘Alt-Command-C’ gestartet. Das ist natürlich alles beliebig einstellbar aber eleganter geht es meiner Meinung nach nicht.

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(inspired by 1, 2, 3)

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AppleScript: Growl Notifications für Apple Mail

GrowlMail, ein Plugin für Apples Mail.app, das Growl Notifications sendet, kennen wahrscheinlich die Meisten. Mittlerweile wurde das Projekt von Growl komplett abgespalten und dem Entwickler Rudy Richter übergeben, der GrowlMail weiterhin mit Leben erfüllt und neue Updates veröffentlicht.

Dass die Arbeit von GrowlMail aber auch über ein einfaches AppleScript (Direktdownload) und damit quasi nativ im Zusammenspiel mit Growl funktioniert, war mir bisher neu. Das original Script wurde von Hunter Ford entwickelt und nun soweit verbessert, dass es sogar die richtigen Fotos aus dem OSX Adressbuch den E-Mail-Notifications zuweist.

Was ist zu tun?

1. Das Script nach /Library/Scripts/Mail Scripts/ oder einen anderen Ort kopieren.

2. Anschließend eine neue E-Mail Regel der folgenden Art anlegen.

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Hier kann man auch festlegen, dass beispielsweise nicht für alle eingehenden E-Mails, sondern nur für eine spezielle E-Mail Adresse dieses Script ausgeführt wird.

3. Das Ergebnis abwarten, welches wie folgt aussehen sollte.

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Das Ganze funktioniert wunderbar unter Mac OS X 10.7.3 und der aktuelle Mac App Store Version 1.3.3 von Growl. Viel Spaß beim basteln.

LINKS
http://code.google.com/p/growlmail/
(via)