Permalink

NAS Firmware Hack: Synology auf QNAP Hardware

Synology und QNAP fischen derzeit als gute Alternativen im NAS-Dschungel für Heim-Nutzer bzw. kleinere Unternehmensgruppen gefühlt den größten Kundenkreis ab. Die Hardware unterscheidet sich bei beiden Anbietern nur “unwesentlich”, so das auch einer meiner Kaufentscheidungsgründe (siehe 1. und 2. ) an der Systemsoftware festgemacht wurde und ich mich damals für Synology entschieden hatte. Heute kann ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Synology bietet ein sehr stabiles und modernes System an, an welchem immer noch kräftig weiter entwickelt wird. (siehe Synology DSM 4.0 Beta)

Im QNAP Forum wurde jetzt ein kompatibles Boot Image gepostet, mit der man sich die aktuelle DSM 3.2 von Synology auf seine QNAP installieren kann. Getestet habe ich es aus Mangel einer QNAP Hardware nicht. In dem zugehörigen Video kann man sich den Hack aber mal anschauen. Ob ich jetzt sehr viel Vertrauen mit diesem Fremdsystem auf der QNAP Hardware hätte, wage ich mal zu Bezweifeln. Zumal die QNAP Software wohl auch ordentlich funktioniert. Bewegründe sehe ich eher in der grundsätzlichen Machbarkeit.

Links
http://forum.qnap.com/viewtopic.php?f=93&t=20661&p=238629&hilit=qnology#p238629
http://www.synology.com/dsm/dsm4.0_beta.php?lang=deu
(via)

Permalink

LG Electronics LSM-100: Scanner-Maus im Test

Die Scanner-Maus von LG wurde schon im letzten Jahr auf diversen Computer-Messen wie CES oder IFA gezeigt. Jetzt ist sie auch auf dem deutschen Markt verfügbar und ich werde diese doch etwas ungewöhnliche Maus etwas länger ausprobieren.

Hier meine ersten Eindrücke:

Die LSM-100 ist erst mal eine normale Maus für PC und Mac, besitzt aber einen 320 dpi Scanner. Damit sollen sich kleine Texte oder Visitenkarten scannen lassen. LG verpackt neben der Anleitung + Treiber-CD, einem Säckchen, einem kleinem Mauspad, die Maus in einer normalen, aber sehr stabilen Verpackung. Leider gibt es für die Scanfunktionalität derzeit keine Mac Treiber, daher fällt für mich schon mal der Einsatz am Macbook aus. Und ich muss die Maus ausschließlich am Windows-PC testen, welcher unbedingt mit USB 2.0 ausgestattet sein sollte.

Bildschirmfoto 2012-01-18 um 13.56.38.jpg

Die Installation der Tools und Treiber gestaltet sich nicht sonderlich kompliziert. Die Handhabung dagegen ist in den ersten Versuchen etwas gewöhnungsbedürftig. Die Maus besitzt neben den normalen Tasten auch noch Tasten zum Starten des Scanvorgangs.
Auch an die Haptik der Maus muss man sich erst mal gewöhnen. Sie ist weder groß und ergonomisch, noch so flach und leicht wie einen Magic-Mouse von Apple (siehe Screenshot). Die LSM-100 ist recht groß und hoch und liegt anfangs nicht gut in der Hand. Ich gebe der Maus aber eine gewisse Einarbeitungsszeit, eventuell kann man sich ja daran gewöhnen.

Bildschirmfoto 2012-01-18 um 13.57.18.jpgsmart2.JPG

Ich mag auch die glänzende und Fingerabdruck-anziehende Oberfläche auf dem ersten Blick nicht sonderlich. Aber man soll sich ja nicht so von optischen Eindrücken beeinflussen lassen. Die ersten Scanversuche sind dagegen erstaunlich gut. Auch die mitgelieferte OCR Funktionalität bringt gute bis sehr gute Ergebnisse. Dazu aber im nächsten Testartikel mehr.

Produkt-Video von LG:

Ich bin gespannt, ob so eine Maus mit Scannerfunktionalität in meinem Computerleben einen Platz finden kann.

Preis: ca. 85€

Links
http://www.lg.com/de/it-produkte/maus-scanner/LG-LSM-100.jsp
http://www.youtube.com/watch?v=R6Ce1D-cN78

Permalink

Apple und TV: meine Gedanken dazu

Bildschirmfoto 2011-12-31 um 13.57.03.jpg

Apple und Fernseher? Das will irgendwie bei mir so richtig noch nicht zusammen kommen. Apple und Musik bzw. Apple und Mobilfunk ergaben aber ähnliche Reaktionen in meinem Hirn. Ich lag also des öfteren schon falsch. Was mich aber nicht davon abhält diesen Artikel zu schreiben. Sind ja nur meine Gedanken.

Nein, auch wenn es von Analysten und Presse herbeigeredet wird, ich wünsche mir keinen Fernseher von Apple. Ich wünsche mir einen überarbeiteten Apple TV 3 mit folgenden Funktionen:

  • AppStore Anbindung, Apple TV APIs für die Entwickler um richtig gute Apps auch für den TV zu schreiben (egal welches Display dranhängt)
  • Games, Games, Games
  • einen Controller für diese Games (besser noch eine offene Schnittstelle für Drittanbieter-Controller)
  • so günstig wie jetzt auch -> 99€ (jährliche Aktualisierung inkl.)
  • meinetwegen auch noch Siri zum Steuern des Apple TV (wenn es unbedingt sein muss)
  • iCloud-Anbindung
  • DLNA wäre mal super

Diese Punkte würden in meinen Augen ausreichen um den Spielekonsolenmarkt deftig umzukrempeln und mich würde es ganz stark wundern, wenn Apple diesen Weg nicht gehen wird. Man braucht keine hochpreisige Highend-Konsole siehe Nintendo Wii. Einen guten Controller, einen zugänglichen AppStore, GameCenter und schon würde es laufen. Warum sollte also Apple ein Fernsehgerät bauen, welches nicht ansatzweise von so vielen Leuten gekauft werden würde, wie eben eine günstige Apple TV Box? Ich würde es persönlich nicht. Eine Apple TV 3 mit oben genannten Features dagegen wäre ein sogenannter “No-Brainer” in meinen Augen.

Was denkt ihr? Seid ihr meiner Meinung oder denkt ihr eher an einen fetten Apple-Fernseher 2012? Oder vielleicht sogar beides?

Permalink

Apple storniert kommentarlos Bestellungen des Fitnessarmbands UP vom Black Friday [NACHTRAG]

Gastbeitrag von Julian Pawlowski

Ich hatte mich so gefreut: Jawbone’s neues Tracking-Armband UP gab es am Apple’s Black Friday zu einem besonders attraktiven Preis.

Kostet der Winzling auf der Shopseite des Herstellers recht stolze 99,99 Euro, so gab es das Armband bei Apple an besagtem Tag mit lediglich 68 Euro für knapp 2/3 des Preises – Versand inklusive. Ein Schnäppchen! Soviel wäre mir das Armband auf jeden Fall wert. Prompt war die Bestellung raus. Liefertermin knapp vor Weihnachten – perfektes Eigengeschenk!

Shot 2011 12 14 8 49 19 34 s

Heute jedoch leider die Ernüchterung: Apple stornierte die Bestellung – ganz klammheimlich und ohne eine Nachricht oder Begründung, geschweige denn einer E-Mail Benachrichtigung. Mir wäre das gar nicht aufgefallen, hätte ich nicht heute zufällig daran gedacht einmal nach dem Versandstatus zu schauen.

Ein Anruf beim Apple Online Store brachte dann Klarheit: Der Hersteller Jawbone hat die Auslieferung der Geräte an Apple gestoppt, offenbar im Zusammenhang mit bereits vor einigen Tagen bekannt gewordenen Problemen. Dies veranlasste Apple die Bestellungen ersatzlos zu streichen. Der Mitarbeiter bemerkte auch sogleich, dass ich die Bestellung am Black Friday aufgegeben hatte. Eine Alternative konnte er mir jedoch leider nicht anbieten.

Shot 2011 12 14 8 49 53 35 s

Ich bin ziemlich enttäuscht. Von beiden: Dem Hersteller Jawbone und Apple. Zwar kann Apple nichts für die schlechte Produktqualität und den Rückzug des Herstellers, die Abwicklung der Stornierungen hätte ich jedoch anders erwartet. Insbesondere im Zusammenhang der Bestellung am Black Friday hätte ich auf etwas mehr Engagement gehofft, in welcher Form auch immer.

[NACHTRAG 14.12.2011 21:55 Uhr]

Just in dieser Minute trudelt eine verspätete E-Mail von Apple ein, die den Rückzieher des Herstelles Jawbone nochmals bestätigt.

Shot 2011 12 14 9 18 13 36 s

LINKS
http://www.jawbone.com/up/guarantee

Permalink

Mein neues Zu-Hause-NAS: Synology DS411

Letztes Wochenende hier im Blog nach Erfahrungen gefragt und sehr viele hilfreiche Antworten bekommen. Vielen Dank dafür. Diese Diskussion und eure Antworten haben mir bei meiner Kaufentscheidung sehr geholfen. Wie in der Überschrift schon zuerkennen ist, habe ich mich für eine Fertig-Lösung und bewusst gegen eine Selbstbau-Bastel-Lösung entschieden. Auch wenn es mir sicher Spass gemacht hätte und das Know-how vorhanden wäre, habe ich derzeit einfach keine Zeit für solche Eigenlösungen und Experimente, auch wenn die eventuell mehr Potential versprechen. Gekauft habe nun wie gewünscht eine 4-Bay NAS Lösung von Synology, genauer gesagt die recht neue DS411. Diese kleine NAS Box möchte ich euch kurz vorstellen, meine Entscheidung begründen und meine ersten Erfahrungen mit euch teilen.

Bildschirmfoto 2011-10-28 um 06.51.02.jpg

In der engeren Auswahl hatte ich Lösungen von Q-NAP und eben Synology. Entscheidend am Ende war für mich der Preis. Ich wollte für mein NAS ohne Festplatten nicht mehr als 400€ zahlen. Die DS411 (DS steht übrigens für DiskStation und die 4 für max. 4 Festplatten und 11 für das Jahr der Herstellung) passte mit ca. 380€ preislich sehr gut in den Rahmen. Die Hardware-technisch vergleichbare Lösung von Qnap – die Qnap TS-419P+ lag mit ca. 425€ leider ein wenig drüber. Vorteil bei der Qnap wäre auf jeden Fall das Gehäuse mit Display und die Möglichkeit, die Festplatten per Hot-Swap einzubauen bzw. zu wechseln. Da ich aber nicht vorhabe, so schnell meine Festplatten-Konfiguration zu ändern und es auch bei der DS411 nicht wirklich unpraktisch ist, habe ich mich neben anderen Gründen gegen die Qnap- und für die Synology Lösung entschieden.

Meine Gründe für die DiskStation DS411:

Neben den Leistungsdaten, die im häuslichen Umfeld sicher auch nicht zu unterschätzen sind, war mir der Stromverbrauch auch ziemlich wichtig und da verbraucht die DS411 vollausgebaut mit 4 x 2TB Festplatten ca. 29.7 Watt im Betrieb. Die Qnap TS-419P+ im direkten Vergleich verbraucht bei 4 x 500 MB Platten ca. 31 Watt. Das sind beides insgesamt sehr gute Werte. 11 W werden im Ruhezustand verbraucht. Die DS411 unterstützt dadrüber hinaus auch Wake-On-Lan und lässt sich auch zeitgesteuert an- und ausschalten.

Ein sehr wichtiger Punkt ist für mich die Unterstützung für Apple Geräte. Insbesondere wollte ich meine NAS Lösung für die tägliche Sicherung unserer Familien Macs nutzen. Nach dem ich schon sehr viel Positives über die Mac-Unterstützung gelesen und gehört hatte, insbesondere der schnellen und kompetenten Aktualisierung, konnte ich das auch selbst ausprobieren und hatte in wenigen Minuten das TimeMachine Backup für mein MacBook Pro aktiviert. Weitere Geräte sind selbstverständlich auch kein Problem. Mit der kostenlosen Windows Sicherungssoftware Synology Data Replicator 3 konnte ich auch erfolgreich einen Windows 7 Rechner in die Sicherung aufnehmen.

DSCF2384.JPGDSCF2409.JPG

Die Ersteinrichtung der DiskStation DS411 ist wirklich sehr einfach und kann per Software auf Linux, Windows bzw. Mac OS X erfolgen. Ich habe schon einige (auch sehr teure, professionelle) NAS-Lösungen gesehen und kann euch sagen, dass Synology hier sehr viel Arbeit in eine einfache und verständliche Einrichtung gesteckt hat. Die Ersteinrichtung bedeutete in meinem Fall: Festplatten einbauen. Wie schon geschrieben, muss man dazu (siehe Bilder) das Gerät aufschrauben. Alle Schrauben können per Hand gelöst werden. Die Verarbeitung des Gehäuses macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck, nicht zuletzt weil das Gehäuse aus Metal besteht. Dann das Stromkabel und das Netzwerkkabel anschließen und weiter geht die Einrichtung am Rechner. Dazu einfach den Synology Assistant starten, welcher die aktuelle Firmware aus dem Internet lädt und die Netzwerkeinstellung der NAS-Box vornimmt. Nach der Einrichtung kann man sich erstmals auf das Webfrontend anmelden und weitere Konfigurationen vornehmen.

DSCF2391.JPGDSCF2404.JPGDSCF2397.JPG

Das Webfrontend ist mit Abstand das Beste, was ich in diesem Bereich gesehen habe. Sehr flott, sehr übersichtlich und trotzdem sehr informativ und funktionell. Das Webfrontend ist einem Desktop angelehnt und kann auch so benutzt werden d.h man kann sogar mehrere Aufgaben gleichzeitig im Auge behalten bzw. erledigen.

Bildschirmfoto 2011-10-25 um 20.01.32.jpgBildschirmfoto 2011-10-25 um 20.21.52.jpgBildschirmfoto 2011-10-28 um 10.10.01.jpg

Die Lautstärke von diesem Gerät liegt laut Herstellerangabe bei 22,5 dB(A). Das Gerät steht bei uns im Haus-Server-Raum (meine Frau nennt diesen Raum auch HWR) und dort nimmt man das Gerät gar nicht war. Es ist wirklich sehr leise im Betrieb.

Bildschirmfoto 2011-10-28 um 12.56.06.jpg

Synology bietet in den AppStores für iPhone/iPad und auch Android eigene Apps an. Diese sind durchaus brauchbar und erlauben zB. den Zugriff auf Photos, Musik bzw. dienen der Verwaltung des Storagesystems.

Bildschirmfoto 2011-11-01 um 09.57.52.jpg

Ich könnte jetzt die vielfältigen Funktionen aufzählen. Werde ich aber nicht machen, kann man auch prima auf der Webseite zu DSM 3.2 nachlesen. Wem die Standardfunktionalitäten nicht ausreichen, kann diese durch Third-Party-Apps auch noch nachrüsten. Hier gibt es zB. LDAP-, Mail-, Syslog-Server und vieles mehr. Wem das dann immer noch nicht genug ist kann auch selbst Hand anlegen und das System per iPKG auf der Konsole per SSH mit diversen Softwarepaketen erweitern. Man kann zB. JAVA nachinstallieren und einen Minecraft-Server starten. Funktioniert zwar, ist aber wegen 512MB Ram und der für diesen Zweck doch leistungsschwachen CPU nicht zu empfehlen. Wenn man so was vor hat, dann sollte man sich die DS411+II anschauen, die immerhin mit einer Dualcore Atom CPU 1,8GHz und 1GB Ram ausgerüstet ist bzw. doch eine Eigenbauvariante vorziehen.

Ich bin bisher sehr zufrieden mit der gefühlten Performance, mit der guten und zuverlässigen Administrierbarkeit und der gebotenen Funktionsvielfalt, auch wenn ich diese Box vor allem für Backup und Dateiablage benutzen werden. Ich würde es auf jeden Fall uneingeschränkt als Zu-Hause-NAS weiterempfehlen.

Vieles konnte ich aus Zeitmangel noch gar nicht ausprobieren. Wenn ihr Fragen habt, immer her damit.

Links
Gesucht: das Zu-Hause-NAS
http://www.synology.com/products/spec.php?product_name=DS411&lang=deu#p_submenu
http://www.synology.com/dsm/index.php?lang=deu

Permalink

Gesucht: das Zu-Hause-NAS

Bildschirmfoto 2011-10-22 um 14.58.49.jpg

Liebe Leser,

ich suche ein NAS für den Heimgebrauch und bin derzeit ein wenig überfragt, was für mich zu Hause am besten geeignet wäre. Ich würde gerne alle rumliegenden mobilen Festplatten auf ein Storage migrieren. Ich hätte gerne eine Backup-Lösung für unsere Familien-Macbooks und PCs. Ich wünsche mir einen gemeinsamen Ablageort für Medien aller Art, wie Fotos, Filme usw.

Was setzt ihr so ein? Womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

Ich möchte das NAS gerne per Gigabit in mein Hausnetz verfügbar machen. Es sollte min. 4 Festplatten aufnehmen können und 4-5 TB sollte es in der ersten Anschaffungsstufe haben – am Liebsten mit Luft nach oben.

Ein kompaktes Komplett-System wie das Qnap TS-412 NAS-System oder eine eigene Mini-PC-BSD-LInux-Bastel-Lösung?

Ich bin für jede Anregung dankbar.

Oliver

Permalink

Review: Logic3 Pro Case & Stand Lederhülle für das iPad (1. Generation)

Was für eine Auswahl… Hüllen, Sleeves, Stands u.s.w. gibt es sowohl für das iPad, als auch für das iPad 2 wie Sand am Meer. Da den Überblick zu wahren und das Richtige für sich herausfinden ist demzufolge mit etwas Aufwand verbunden.

Für das iPad 2 scheint die Sache relativ klar: Das Smart Cover von Apple ist ne schöne, schlichte Geschichte, die ohne weiteres empfohlen werden kann. Für das iPad 1 gestaltet sich die Sache leider etwas schwieriger. Das normale Apple iPad Case kommt, vielen Erfahrungsberichten zufolge, leider nicht so gut an. Es verschmutzt schnell, hat scharfe Kanten, ist teuer und soll auch in der Verarbeitung alles andere als toll sein.

2011-10-20 13h28_16

Ich habe nun knapp zwei Tage immer mal wieder nach etwas Brauchbarem gesucht und bin endlich fündig geworden: Das Pro Case von Logic3, welches es in einem ziemlich hässlichen Braun und schlichtem Schwarz gibt.

DSC04405 DSC04407 DSC04408

Bei der Auswahl dieses Cases waren mir sechs Sachen wichtig:

  • robustes Leder
  • passgenau auf das iPad 1 zugeschnitten (ohne hin und her zu schlackern)
  • der Rand des iPad soll nicht verdeckt sein (Stichwort: Helligkeitssensor)
  • alle Anschlüsse, Lautsprecher u.s.w. sollen frei bleiben
  • das iPad ist vor dem Herausfallen geschützt
  • das iPad soll sich aufstellen lassen können

Gerade die Sache mit der Passgenauigkeit, dem Rausfallschutz und dem unbedeckte Rand sind schwer unter einen Hut zu bekommen. Irgendwann bin ich dann aufs Pro Case gestoßen, habe es direkt bestellt und bin seit gestern glücklicher Besitzer.

DSC04409 DSC04411 DSC04415 DSC04416

Das Case/der Stand ist sehr hochwertig verarbeitet. Die Nähte sitzen, das äußere Leder fasst sich gut an, im Inneren ist das Material samtweich.

Des Weiteren werden alle oben genannten sechs Punkte von dem Pro Case erfüllt. Die drei verschiedenen Kerben zum Aufstellen des iPad sind tief genug und bieten eine hohe Standfestigkeit. Zudem schließt der Deckel beim Zuklappen der Hülle fest und wackelt, wie beispielsweise beim Apple iPad Case, nicht hin und her.

DSC04412 DSC04413 DSC04414

Einen Nachteil gibt es aber doch: Möchte man das iPad auch als Bilderrahmen verwenden, sollte man sich vielleicht nach etwas Anderem umsehen. Dafür ist dieses Pro Case eher nicht geeignet.

Im Online-Preisvergleich findet man das Logic3 Pro Case ab ca. 20 Euro.

LINKS
http://www.logic3.com/ipad-pro-case-black.html

Permalink

Lobgesang auf den Apple Refurbished Store

Man mag zu Apple Hard- und Software stehen, wie man will aber eines ist zu 100% klar: Günstig ist anders…

Nun will ich gar nicht groß an der Preispolitik herummäkeln. Qualität und Funktionalität haben nun mal ihren Preis und wenn es mir dann auch noch von Design her sehr gut gefällt, bin ich gerne bereit den einen oder anderen Euro mehr auszugeben.

2011-10-17 10h47_39

Nun ist aber längst nicht jeder in der Lage diese Preise zu bezahlen. Bleiben also nur eBay, Amazon Marketplace & Co. Ich persönlich bin bei gebrauchter Hardware, gerade wenn es um den Einkauf von einer Privatperson geht, recht skeptisch. Wenn man Pech hat stimmt die Produktbeschreibung vorne und hinten nicht, man bekommt leere Kartons (ja, so was soll tatsächlich vorkommen) oder hat deutliche Beschädigungen, wo eigentlich keine sein sollten. Die ganze Rückabwicklung ist dann nervenaufreibend und den ganzen Geiz meistens nicht wert.

Nun bietet Apple aber schon seit etlichen Jahren den Refurbished Store an, den die normale Hausfrau mit Hang zu cooler Technik meistens gar nicht kennt. Dort werden Apple Produkte aller Art generalüberholt und zum verhältnismäßig kleinen Preis angeboten. Man kann sich hier also sicher sein, das man für sein Geld auch anständige Geräte bekommt, die 100% in Ordnung sind. Zusätzlich gibt es von Apple eine einjährige Garantie oben drauf und auch die Lieferung ist nur eine Sache von wenigen Tagen.

Ich habe dort beispielsweise erst kürzlich mehrere AirPort Express und letzte Woche ein iPad 1 gekauft. Die Geräte sind original verpackt, mit sämtlichen Zubehör ausgestattet und auch äußerlich kaum von Neugeräten zu unterscheiden. Ich bin mit dem gebotenen Service mehr als zufrieden.

Wer also mit dem Gedanken spielt sich einen Mac, iPod, iPad oder einfach nur ne Magic Mouse, Apple TV, Time Capsule & Co. zu kaufen, sollte im Apple Refurbished Store einfach mal hineinschauen und erst als zweiten Weg bei eBay & Co. vorbeigehen ;)

Die Angebote sind natürlich begrenzt, was eine gewisse Schnelligkeit beim Kauf voraussetzt. Aber auch hier gibt es Mittel und Lösungen. Ich kann beispielsweise den Apple Store Refurb Tracker empfehlen, der nach Mac, iPad & Co. getrennt, via RSS aktuelle Angebote in den Feedreader schiebt.

Mich interessieren aber mal Eure Erfahrungen mit dem Refurbished Store. Hab ihr ähnlich gute Resultate oder gab es Probleme bei der einen oder anderen Sache?

LINKS
http://store.apple.com/de/browse/home/specialdeals
http://refurb-tracker.com/

Permalink

Laptop mit Ubuntu Linux: Rockiger Satchbock

Seit einer Woche habe ich nun das Rockiger Satchbook als Teststellung bei mir und ich habe es mir recht intensiv angesehen. Das Besondere an diesem Laptop: es kommt mit Ubuntu Linux daher. Das weckte natürlich auch mein Interesse. Wird doch seit 10 Jahren das Jahr des Linux-Desktops hervorbeschworen – nein, ich glaube mittlerweile nicht mehr.

IMG 0601

Linux ist heute immer noch eine Randerscheinung auf neuen Laptops, Notebooks oder Desktop PCs. Nicht desto trotz hat sich Linux und mit ihm diverse Oberflächen, Distributionen und Software aller Art um Linux herum immens weiterentwickelt. Ubuntu Linux ist da ein gutes Beispiel für kontinuierliche Weiterentwicklung gerade für diesen angesprochenen Enduser-Desktop-Bereich.

Deshalb freut es mich natürlich, dass jemand den Mut hat, in diese Lücke zu springen und so ein Produkt anzubieten. Rockiger, ein kleines Unternehmen aus Deutschland mit Geschäftsführer Marco Laspe, wollen mit diesem Gerät Leute ansprechen, die mit Linux eine freie Alternative benutzen wollen und perfekt dabei unterstützt werden. Fehlender Treibersupport rund um Linux ist gerade bei Neugeräten immer noch ein Thema, wenn sich dieses Problem auch etwas in den letzten Jahren entschärft hat. Aktuelle Artikel wie zum Beispiel in der ct 20/11 zeigen diesen Missstand erneut auf. Zitat: “Mit lediglich einem fast perfekt und drei halbwegs gut laufenden Laptops scheint das Ergebnis ziemlich ernüchternd.

Rockiger hat sich aus diesem Grund folgendes zum Ziel gesetzt: “Wir geben den Menschen ihre Freiheit zurück. Wir verbinden Ubuntu mit Laptops. Dabei nehmen wir Laptops, die perfekt mit Ubuntu zusammenspielen und kombinieren sie mit Ubuntu. Mit dem Geld, das wir so verdienen fördern wir gezielt wichtige Open-Source-Projekte, damit Ubuntu noch besser wird.

IMG 0592

Zum Gerät: Das Satchbook 15″

Leider kann dieses Gerät meinen persönlichen Anforderungen in keinster Weise gerecht werden. Es ist auf den ersten Blick gar nicht mal so unschick, aber es wirkt auf mich wie ein Gerät aus dem letzten Jahrzehnt. Ein typisches Kunststoff-Laptop, wie man es im Technik-Markt nebenan noch zu Hauf findet. Mir persönlich ist es einfach mit 3,5 cm zu dick. Das Gerät wiegt ca. 2,5 kg (nachgewogen inkl. Akku) und fällt damit gerade so in meine Kategorie “mobiles Notebook”. Wenn man zudem, wie ich, seit einigen Jahren “Metall-Gehäuse”-Notebooks benutzt, wirkt wohl jedes Notebook aus Kunststoff irgendwie billiger verarbeitet.

Das Äußere ist aber nicht der entscheidende Nachteil dieses Gerätes. Das Satchbook besitzt einen 15,6 Zoll LED hintergrundbeleuchteten Bildschirm mit der winzigen Auflösung von 1366 x 768 Bildschirmpunkten. Tut mir leid, aber das geht eigentlich gar nicht. Das Display ist sonst ok, recht hell, matt und gut ausgeleuchtet, die Auflösung aber viel zu gering (ich betone – für meine persönlichen Ansprüche).

Im Inneren werkelt ein Intel Core i5-2410M Prozessor, mit 4 GB Ram ist man geschwindigkeitstechnisch auf dem aktuellen Stand und kann diesen Laptop für alle möglichen Alltagsanwendungen gebrauchen. Die Spieletauglichkeit wird eher durch die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 3000 beschränkt, die aber sonst keine schlechte und stromsparende Grafikkarte ist. Das Satchbook besitzt darüber hinaus eine Webcam, sowie eine 500GB S-ATA Platte. Die Hardwarekomponenten können wahlweise bei der Bestellung aufgerüstet werden. Mit einem Core i7-2620M, 8 GB Ram oder mit einer 256 GB Samsung SSD S-ATA lässt sich die Performance, aber auch der Preis des Gerätes immens steigern. Kostet das Satchbook in der Normalfassung 789 €, muss man für die genannten Teile schon 1639 € hinlegen. Das ist ehrlich gesagt für dieses Gerät, auch wenn das Innere überzeugen kann, in meinen Augen viel zu teuer.

Recherchiert man ein wenig weiter, entdeckt man, dass als Grundlage des Satchbooks ein Notebook der Firma Wortmann dient. Genauer gesagt das Terra Mobile 1562, welches bei anderen Anbietern ca. 50 bis 100 € günstiger angeboten wird. Nun kann man 50 € für ein angepasstes und fertig installiertes Ubuntu durchaus zahlen, wenn man sich den Installationsstress ersparen möchte.

Die Tastatur besitzt einen Nummernblock, schreibt sich ganz okay, drückt nicht durch und hat einen vernünftigen Tastenanschlag. Ungünstig finde ich die Pfeiltasten angeordnet. Gerade die Hoch- und Runter-Tasten lassen sich recht schwer bedienen.

  • Intel Core i5-2410M 2x 2.30 GHz
  • Intel GMA HD 3000 (IGP) shared memory
  • 15.6″ WXGA non-glare LED TFT (1366×768)
  • 4096 MB (2x 2048 MB) RAM
  • 500 GB HDD
  • DVD+/-RW DL Brenner
  • 3x USB 2.0 / Gb LAN / WLAN 802.11abgn / Bluetooth / HDMI / ExpressCard Slot / Card Reader
  • Webcam (1.3 Megapixel)
  • Li-Ionen-Akku (6 Zellen, 5200mAh)

Zur Software: Ubuntu 11.04

Das Satchbook kommt vorinstalliert mit Ubuntu 11.04 und mit einer eigenen Wiederherstellungs-DVD. Das System läuft prima und die Hardware wird wie versprochen unterstützt. Das Einschlafen und das Aufwachen des Rechners funktioniert zuverlässig und schnell. Einziges Manko: Ich konnte das Touchpad nicht zum Scrollen animieren, auch wenn es explizit als Feature auf der Produktseite beworben wird.

Fazit

Das Projekt Satchbook bedient sich der lobenswerten Motivation, ein gutes Ubuntu Linux auf ein aktuelles Notebook anzubieten. Hardwaretechnisch ist es ein solides Alltagsnotebook mit optischen Schwächen und insgesamt dafür in meinen Augen auch einfach zu teuer in der Anschaffung. Ich hatte ein wenig mehr erwartet. Es bleibt zu hoffen, dass Rockiger in seinen nächsten Releasezyklen einen brauchbareren Hardwareunterbau findet. Das Projekt und diesen Ansatz finde ich prima.

Links
http://rockiger.com/de/shop/product/satchbook
http://www.tuxhardware.de/product_info.php?info=p266_Notebook-Terra-Mobile-1562.html

Permalink

Review: Lian Li EX-10Q ein 2,5 Zoll USB 3.0 externes Festplattengehäuse

Da mein MacBook Air mit seiner 256 GB SSD nicht gerade mit übermäßig Platz auf der Festplatte gesegnet ist, habe ich mich in letzter Zeit nach einer externen Lösung umgesehen.

Der Traum wäre natürlich eine kleine handliche externe Festplatte mit Thunderbolt- und USB-Anschluss gewesen… Gibt es aus mir unbekannten Gründen leider nirgends. Hier ist also ne deutliche Marktlücke liebe Festplatten- und Case-Hersteller!!!

So musste eine andere Lösung her:
Sie sollte klein und aus Metall sein, einen USB-Anschluss und mindestens 1 TB Speicherplatz haben. Gerade mein Hang zu einem Metallgehäuse machte das Unterfangen schwieriger als gedacht.2011-08-17 11h42_36

CnMemory bietet in diesem Bereich zwar Lösungen an aber zum einen ist die Garantie auf zwei Jahre beschränkt, was bei Festplatten lächerlich ist, und zum anderen passte mir dort irgendwas am Design nicht. Irgendwann bin ich dann auf Lian Li gestoßen, von denen ich schon zu meinen alten PC-Zeiten ein großer Fan war und die neuerdings auch mit dem Lian Li EX-10Q kleine Festplattengehäuse in verschiedenen Farben im Portfolio haben.

Leider handelt es sich hier auch nur um das Gehäuse. Eine Festplatte muss extra gekauft werden. Hier habe ich mich spontan für die recht neue Samsung Spinpoint M8 (HN-M101MBB) mit 1 TB Speicherplatz  entschieden. Das ist eine 2,5 Zoll Festplatte, mit SATAII Anschluss, dreht mit 5400 rmp, hat schlanke 8 MB Cache und eine normale Bauhöhe von 9,5 mm. Zusätzlich gibt es drei Jahre Garantie.

DSC04240 DSC04241 DSC04242

Beim Gehäuse habe ich mich für die schwarze Variante entschieden, die die Modellnummer EX-10QB trägt. Es ist aus anodisiertem Aluminium, sieht sehr edel aus und kommt ohne großen Schnickschnack daher. Zudem ist ein USB 3.0 Controller verbaut, was beim Einsatz auf einem Mac eher weniger sinnvoll erscheint aber das Case gibt es halt nicht anders. Demzufolge ist auch ein USB 3.0 Micro Anschluss vorhanden, über den die Festplatte mit dem Rechner verbunden werden kann. Ein entsprechendes Kabel ist im Lieferumfang des Gehäuses enthalten. Soweit mir bekannt ist, kann aber auch, dank Abwärtskompatibilität von USB 3.0, jedes andere USB 2.0 Micro Kabel verwendet werden.

DSC04243 DSC04244 DSC04245

Zum Integrieren der Festplatte im Case müssen anfangs vier Schauben gelöst werden. Anschließend die Festplatte mit dem SATAII Anschluss im Case verbinden und seitlich mit vier Schrauben fixieren.

DSC04246 DSC04247 DSC04248

Die Festplatte liegt übrigens nicht direkt auf dem Aluminium, sondern ist durch vier kleine Gummieinlagen an den Schraubverbindungen etwas geschützt.

Wie man auf den Bildern sieht, wird auch kein Millimeter Platz verschwendet. Sowohl in der Höhe, als auch in der Breite und Länge ist das Case exakt auf 2,5 Zoll Festplatten mit normaler 9,5 mm Bauhöhe zugeschnitten.

DSC04249 DSC04251 DSC04253

Zu guter Letzt einfach den Deckel wieder drauf schrauben und fertig. Beim mitgelieferten Kabel handelt es sich übrigens um so eine Art Y-Kabel. Neben dem USB 3.0 Mirco Stecker auf der einen Seite, befinden sich je ein normaler USB 2.0 (weiß markiert) und USB 3.0 (blau markiert) Stecker auf den anderen Seite.

Kleiner Benchmark

Ein kleiner Benchmark Test darf in diesem Zusammenhang natürlich nicht fehlen, auch wenn ich auf dem Mac ausschließlich mit USB 2.0 unterwegs bin und keine Aussagen zur Performance von USB 3.0 sagen kann.

Formiert habe ich die Festplatte mit dem OSX Festplattendienstprogramm. Es gibt zwei Partitionen: 1x 512 GB HFS+ Journaled und 1x 512 GB NTFS mit den Tuxera Treibern.

Bildschirmfoto 2011-08-16 um 21.46.09Bildschirmfoto 2011-08-16 um 21.50.06

Die Performance ist wirklich zufriedenstellend und bestätigte sich anschließend, indem ich knapp 300 GB Daten innerhalb von 2,5 Stunden auf die NTFS Partition kopiert hatte.

Fazit

Ein wirklich schönes und kompaktes Gehäuse, bei dem eigentlich nur ein Thunderbolt Anschluss zum endgültigen Glück fehlt. Außerdem ist es schnell und besitzt einen USB 3.0 Anschluss, was Windows Nutzer sicher interessieren wird. Während meines gesamten Kopiervorgangs wurde das Gehäuse maximal handwarm, was an den guten Abwärme-Eigenschaften vom Aluminium liegen mag.

licht

Einzig das grelle, blaue Leuchten der Aktivitätsanzeige der verbauten Festplatte nervt mit der Zeit. Hier hilft leider nur abkleben. Preislich ist das Lian Li EX-10Q Gehäuse ab 24 Euro zu finden, was denke ich fair ist.

Zur Samsung Spinpoint M8 Festplatte kann ich eigentlich auch nur Positives sagen. Die Festplatte arbeitet ruhig vor sich hin. Einzig die 8 MB Cache sind etwas mager. Für die 1 TB Variante dieser Festplatte muss man derzeit ca. 69 Euro ausgeben.

LINKS
http://www.lian-li.com/
http://www.samsung.com/