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Tipp: Verschleißgrad des Akkus beim iPhone, iPad oder iPod touch prüfen

Neben dem rein äußerlichen Zustand stellt zu bei gebracht gekauften iOS Geräten meistens die folgende Frage: in welchem Zustand befindet sich der Akku mit Hinsicht auf Kapazität und bisherigen Ladezyklen.

Auf dem Mac kann man beispielsweise das hier schon öfter vorgestellte coconutBattery nutzen.

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Dazu einfach das iPhone per USB-Kabel mit dem Mac verbinden und den für iOS Geräte vorgesehenen Reiter in der App wählen.

-> http://www.coconut-flavour.com/coconutbattery/

Will man die Daten direkt auf dem iPhone oder iPad ohne den Umweg über eine Mac-App auslesen, empfiehlt sich die kostenlose App Battery Life.

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Die Werbung in der App lässt sich per IAP deaktivieren. Gleichzeitig wird ein Widget für die Heute-Ansicht freigeschaltet.

(thx Twitter)

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Review: Airfoil 5 · Musik vom Mac oder PC auf externe Lautsprecher streamen

Apples AirPlay war Ende 2010 ein ziemlich heißes Ding. Immer mehr Apps, gerade unter iOS, nutzten im Laufe der Zeit dieses Protokoll, um Musik, Videos oder Fotos auf kompatible Geräte zu streamen. Auf dem Mac wurde AirPlay dahingegen eher stiefmütterlich behandelt. Es gab und gibt zwar vereinzelt Apps, die das Protokoll auch unter OS X unterstützen, aber eine alles erschlagende Lösung gibt es von Apple bis heute nicht.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich 3rd Party Apps, wie eben Airfoil, dieser Problematik annahmen und den Mac (und in diesem Fall auch den PC) in ein flexibel nutzbares AirPlay Device verwandeln.

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Kurzgesagt ist Airfoil ein sehr smarter Weg, um die Audioausgabe eines bestimmten Programmes vom Mac oder PC auf in Netzwerk verbundene Lautsprecher (1-n Beziehung) zu streamen. Als Protokoll kam dabei in der jüngeren Vergangenheit, und ich spreche hier von Version 4.5, zu der ich Mitte 2011 auch schon ein Review geschrieben hatte, Apples AirPlay zum Einsatz.

Mitte Februar diesen Jahres wurde mit Airfoil 5 das erste große (paid) Upgrade seit über fünf Jahren veröffentlicht. Nachfolgend mein Blick auf die neuen Features der App.

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Was ist neu?

Von dezenten optischen Anpassungen der App, wie etwa größere Knöpfe und Slider, abgesehen, ist das wohl größte neue Feature die Unterstützung von Bluetooth Geräten.

Da Airfoil von einer Quelle zu verschiedenen Outputs senden kann, kann hier nun auch ein Mix aus Bluetooth und AirPlay kompatiblen Geräten wählen, die synchron die gleiche Musik abspielen.

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Neu sind auch die (Lautsprecher-)Gruppen, die in den Einstellungen von Airfoil gebildet werden können. Eine Gruppe umfasst in der Regel mehrere Lautsprecher und wird im Hauptfenster von Airfoil (siehe erster Screenshot) gesondert dargestellt. Anstatt die Lautsprecher also einzeln anzuklicken, kann man auf diese Weise mehrere Outputs mit nur einem Klick anwählen.

Hinter Silent Monitor versteckt sich ein automatisches Trennen von Lautsprecher X nach Y Minuten der Stille. Das hat gerade in Netzwerken, in denen man sich Lautsprecher teilt, Vorteile.

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Außerdem wurde der Equalizer etwas aufgebohrt.

Hatte man in Airfoil 4, zusätzlich zu den vorhandenen Presets, nur die Möglichkeit den Equalizer manuell anzupassen, kann man mit Airfoil 5 seine eigenen Kreationen nun endlich auch abspeichern und später direkt wiederverwenden.

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In den Advanced Speaker Options kann man zudem Lautsprecher, die zwar im Netzwerk hängen aber für das Streamen uninteressant sind, verstecken. Der Vorteil: derart markierte Lautsprecher werden im Hauptfenster von Airfoil nicht mehr angezeigt.

Darüber hinaus kann man hier die eigentlich von Airfoil vorgegebene automatische Synchronisation der Soundausgabe aller Lautsprecher anpassen. Die Latenz lässt sich, wie im Screenshot zu sehen, unabhängig voneinander pro Lautsprecher festlegen.

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Auch beim separat zu installieren Extra ‘Instant On’, welches die Wiedergabe von Audiodaten einer App ohne den Neustart dieser ermöglicht, gab es ein kleines Update: seit ein paar Versionen muss man den Mac nach Update dieses Extras nicht mehr neu starten.

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Als letztes neues Feature möchte ich Airfoil Satellite ansprechen.

Mit dieser kostenlosen App, die derzeit nur für OS X, Windows und iOS (universal) angeboten wird, kann man seinen eigenen Rechner bzw. sein iPhone, iPod touch oder iPad mit einem optional zu setzenden Passwort zum Empfangsgerät machen.

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Des Weiteren kann man die iOS-App als Fernbedienung für die Mac-App von Airfoil nutzen und so neben der Quelle auch die Lautstärke der Audioausgabe und den Output festlegen.

Wie bei der Vorgänger-App Airfoil Speakers, die weiterhin für Android und Linux aktuell und zu Airfoil 5 kompatibel ist, gestalteten sich diverse Tests mit dem iPhone bzw. iPad, Spotify, SoundCloud etc. auf den Mac und umgekehrt problemlos.

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Abschließend noch ein paar Worte zum Airfoil Video Player, der Bestandteil von Airfoil 3 und Airfoil 4 war und mit dem man lokale Videos auf dem Mac abspielen und die Audioausgabe im Sync auf AirPlay kompatible Geräte umleiten konnte: diesen Player gibt es schlichtweg nicht mehr. Mehr Infos dazu sind hier zu finden; der VLC Media Player wird als Alternative App empfohlen.

Preise und Verfügbarkeit

Airfoil 5 kostet für den Mac und Windows jeweils 29 US-Dollar und wird ausschließlich über den Store von Entwickler Rogue Amoeba Software verkauft. Dazu gibt es Upgrade Preise für frühere Versionen von Airfoil und ein Bundle, das beide Desktop Versionen enthält.

Zur Installation werden OS X Mavericks bzw. Windows 7 minimal vorausgesetzt.

-> https://rogueamoeba.com/airfoil

Airfoil Satellite für OS X, Windows und iOS bzw. Airfoil Speakers für Android und Linux sind kostenlose Apps und werden entweder direkt vom Entwickler oder in den entsprechenden App Stores zum Herunterladen angeboten.

Airfoil Satellite
Preis: Kostenlos
Airfoil Speakers for Android
Entwickler: Rogue Amoeba
Preis: Kostenlos

FAZIT

Coole App, die für mich seit Jahren zur Standardausstattung meiner Macs gehört. Auch wenn ich hier nur die jeweiligen Mac- und iOS-Versionen getestet hatte, gehe ich fest davon aus, dass bei Airfoil für Windows ein ähnlich positives Fazit herausgekommen wäre.

Für zukünftige Versionen von Airfoil habe ich allerdings drei Wünsche:

  1. Die Unterstützung von weiteren Audio Protokollen wie beispielsweise Chromecast Audio oder eine direkte Lösung für Sonos, wie SonoAir es macht. Zumindest für Chromecast haben die Entwickler eine zeitnahe Lösung in Aussicht gestellt.
  2. Das Streamen von mehreren unterschiedlichen Quellen an mehrere unterschiedliche Outputs. Dass man quasi die seit Airfoil 2 (wir schreiben das Jahr 2007) bestehende 1-n Beziehung in eine n-n Beziehung wandelt.
  3. Zu guter Letzt bin ich seit meinem Review zum Teufel Rockster XS Bluetooth Lautsprecher vom Stereo-Connect-Modus angefixt. Dass man also zwei identische Lautsprecher zu einem Stereo-Set verbinden kann. Airfoil geht mit den neuen Lautsprechergruppen schon mal in die richtige Richtung. Da geht bestimmt auch noch mehr ;)
aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

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Review: Fantastical 2 für den Mac · Kalender Events und Erinnerungen stilvoll einrichten

Ich kenne recht viele Leute, die mit Apples Kalender- und Erinnerungen-App sehr zufrieden sind. Ich persönlich konnte mich mit beiden Apps nie richtig anfreunden, was hauptsächlich an deren beschränkten Funktionalität, umständlicher Bedienung und schlechtem Design liegt.

Das haben sich mit Sicherheit auch Michael Simmons und Kent Sutherland von Softwareentwickler Flexibits gedacht und daraufhin im Mai 2011 die erste Version von Fantastical für den Mac veröffentlicht.

apps-fantastical2-mac

Vor gut zwei Wochen erreichte nun die finale Version von Fantastical 2 den Mac App Store, welche die schon länger verfügbaren neuen mobilen Versionen für iPhone und iPad optisch und funktional vervollständigt.

Neues Design

Startet man Fantastical 2 das erste Mal, fällt sofort das neue, an OS X Yosemite angepasste Design ins Auge.

Dazu lässt sich nun erstmalig das aus Fantastical 1 bekannte Menüleistenfenster per Drag’n’Drop aus der OS X Menüleiste herauslösen und verschieben, so dass es als Minifenster mit identischer Funktionalität genutzt werden kann. Außerdem wurde ein schon aus den mobilen Versionen bekanntes helles Design integriert und Erinnerungen ohne Zeitangabe sind ab sofort hinter einem kleinen Häkchen unten links zu finden.

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Fantastical 2 ist auch nicht mehr ausschließlich in der Menüleiste beheimatet. Als große Neuerung bietet die App mit einem Hauptfenster eine weitere Möglichkeit seine Termine zu verwalten.

Dieses Hauptfenster, das vom Design her quasi ein Clone des altbekannten Menüleistenfensters und Apples Kalender ist, bietet links eine Monatsansicht inkl. einer scrollbaren Liste anstehender Termine und rechts eine Übersicht über einen Tag, einer Woche, eines Monats oder des ganzen Jahres.

Damit hat man mit Fantastical 2 nun endlich die Übersicht, die auch Apples Kalender bietet und die ich schmerzlich im Menüleistenfenster von Fantastical 1 vermisst hatte. Außerdem kann man in dieser Ansicht Termine per Drag’n’Drop verschieben. Ein Fullscreen-Modus ist ebenfalls integriert.

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Synchronisation

Fantastical 2 hat seine eigene CalDAV-Engine. Das bedeutet, dass man seine Kalender-Accounts, unterstützt werden neben der iCloud auch Google, Yahoo, Fruux und jeder andere CalDAV-Account, direkt zur App hinzufügen kann. Man muss bei aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung seiner Apple ID allerdings darauf achten, dass man für Fantastical 2 ein programmspezifisches Passwort erstellt. Andernfalls kann man sich nicht einloggen und hat somit keinen Zugriff auf seine Kalender und Erinnerungen in der iCloud.

Dazu unterstützt Fantastical 2 auch lokale und Exchange-Kalender. Bei Exchange gibt es aber die Einschränkung, dass man Ereignisse und Erinnerungen nur erstellen, editieren, löschen und Einladungen verwalten kann. Funktionalitäten wie das Antworten auf Einladungen, Exchange-Ereignisse als vertraulich markieren oder die Verfügbarkeit anderer Exchange-Nutzer überprüfen sucht man in der App noch vergeblich.

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Verbesserter Parser

Eine der ganz großen Stärken seit der ersten Version von Fantastical ist die Eingabe von Ereignissen und Erinnerungen in natürlicher Sprache. Neben denen aus Fantastical 1 unterstützten Sprachen wie Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch kann erstmalig auch Japanisch gesprochen werden.

Dazu wurde der Parser überarbeitet, so dass blöde Fehler aus Fantastical 1 wie Morgen Abend oder jeden zweiten Samstag um 10 Uhr mit Fantastical 2 endlich korrekt interpretiert werden.

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Nachfolgend ein paar Beispiele:

  • Ich möchte morgen in meinem aptgetupdateDE-Kalender um 16 Uhr für exakt 38 Minuten einen Statuscall mit Oliver über aptgetupdate.de ansetzen und 10 Minuten vorher per Alarm darüber informiert werden.

morgen um 16 uhr 38 m Statuscall über aptgetupdate.de mit Oliver alarm 10 m /apt

Wie aus Fantanstical 1 bekannt werden der Zeitpunkt und die Dauer eines Ereignisses sowie eine URL, wie im ersten Screenshot zu sehen, über simple Zeitangaben bzw. der Eingabe einer URL automatisch erkannt. Auch die Wahl der Kalenders wird weiterhin mit einem Slash-Zeichen und den Anfangsbuchstaben des gewünschten Kalenders erzwungen. Erkannten Namen/Personen, siehe Screenshot zwei und drei, kann man, ebenfalls wie gewohnt, auf Klick eine Einladung zusenden.

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Neu ist dahingegen die Angabe des Alarms, den man über die Keywords Alarm oder Erinnerung inkl. Zeitangabe am Ende des Ereignisses hinzufügen kann.

Klickt man dazu, wie im vierten Screenshot zu sehen, auf den kleinen Pfeil, kann man direkt beim Erstellen eines Ereignisses weitere Informationen wie die Zeitzone, Wiederholungen, weitere Teilnehmer, Notizen und ggf. einen Ort hinzufügen.



  • Ich möchte am Pfingstmontag um 10 Uhr mit meiner Frau im Himmelhoch frühstücken gehen.

Pfingstmontag um 10 Uhr Frühstück mit Janina im Himmelhoch /j

Auch hier wieder ähnliche Zeitangaben und Wahl des Kalenders; allerdings mit dem Unterschied, dass ich dieses Mal einen Ort und das Datum durch Pfingstmontag angebe. Beide Angaben werden erneut korrekt geparst und zugeordnet.

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Mir ist allerdings nicht ganz klar welche indirekten Daten Fantastical richtig umsetzen kann. Dinge wie Karfreitag, Ostersonntag, Weihnachten, Silvester, Neujahr oder eben Pfingstmontag funktionieren super; Vatertag, Helloween, Tag der Arbeit, Valentinstag oder Tag der Deutschen Einheit hingegen nicht.

Hier fehlt es einfach an einer aussagekräftigen FAQ beim Entwickler, die derartige Fragen klärt.



Erinnerungen funktionieren ähnlich wie Ereignisse. Man muss allerdings darauf achten den passenden Schalter per Klick umzulegen oder Keywords wie Erinnerung, Aufgabe, Todo, Task, Reminder, remind oder (mit Option-V) vor den Termin zu schreiben, um ein automatisches Umschalten zu erzwingen.

  • Ich möchte muss jeden zweiten Mittwoch um 15 Uhr den Flur reinigen und möchte in meiner privaten Liste daran erinnert werden.

todo jeden zweiten Mittwoch um 15 uhr Flur reinigen /p

Durch das Keyword todo wird aus dem Ereignis automatisch eine Erinnerung. Dazu habe ich hier eine Wiederholung eingebaut, die derart natürlich auch bei Ereignissen verwendet werden kann.

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Über den Pfeil können erneut weitere Angaben wie Wiederholungsende, Priorität, URL oder Notizen gemacht werden.



  • Ich möchte bei der Ankunft im REWE im Wendenring daran erinnert werden Brot zu kaufen.

√ Brot kaufen /p

Der Haken symbolisiert wieder eine Erinnerung. Als neues Feature hat man bei Fantastical 2 nun auch auf dem Mac die Möglichkeit Erinnerungen aufgrund des Aufenthaltsortes auszulösen.

Dazu muss man die entsprechende Funktion nur aktivieren, den groben Ort eingeben, einen Ort aus den Ortsvorschlägen auswählen sowie die Option Verlassen oder Ankunft wählen.

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Trotz des verbesserten Parsers habe ich aber weiterhin das Gefühl, dass die deutsche Sprache etwas stiefmütterlich behandelt wird. Die Eingabe von komplexen Terminen erfordert, mangels FAQ zur Fantastical-Syntax, teilweise etwas Herumprobieren und geht mir persönlich auf Englisch nach wie vor leichter von der Hand.

  • Ich möchte am ersten Samstag eines jeden Monats von 17 bis 19 Uhr einen Termin für einen Spielenachmittag erstellen.

Spielenachmittag 17-19 uhr am ersten Samstag jeden Monats /p
Spielenachmittag 5-7pm first saturday of every month /p

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Kalendergruppen

Ein recht cooles neues Feature sind Kalendergruppen.

Hierbei handelt es sich quasi um eine Art Subset bzw. Verzeichnis von existierenden Kalendern, die als Gruppe zusammengefasst werden. Man hat dadurch wesentlich mehr Übersicht über seine Termine, da sie nach Themen wie Arbeit oder Privat getrennt sind.

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Neue Kalendergruppen erstellt man über das Plus-Zeichen in den Fantastical-Einstellungen, in denen man anschließend nur noch die passenden Kalender bzw. Erinnerungslisten zuordnen muss.

Das eigentliche Umschalten kann manuell über die Maus oder Keyboard-Shortcuts erfolgen. Darüber hinaus hat man auch hier über den aktuellen Aufenthaltsort die Möglichkeit ein automatisches Umschalten zu erzwingen. Das Einrichten dieses automatischen Umschaltens ist identisch mit den zuvor erklärten ortsgebundenen Erinnerungen.

Zeitzonen

Eine Unterstützung von Zeitzonen gab es schon in Fantastical 1.  Diese Unterstützung wurde nun dahingehend erweitert, dass im Kalender neben der lokalen Zeit auch die Zeit/Zeitzone angezeigt wird, die man bei der Erstellung eines Ereignisses angegeben hat.

Ein Beispiel:

  • Ich möchte um 16 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit mit Brandon telefonieren

heute um 16 uhr est mit Brandon telefonieren alarm 1 h /apt

Das est steht für Eastern Standard Time. Im Kalender wird diese Zeitzonenangabe korrekt in die lokale Zeit (in meinem Fall CET) umgerechnet, bleibt in der Detailansicht des Ereignisses aber auf EST stehen und kann dort jederzeit angepasst werden.

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Ebenfalls neu ist die Angabe von Städten anstatt einer Zeitzone.

Wie oft habe ich schon bei Google nach der Zeitzone für Stadt X oder Stadt Y gesucht?! Das ist endgültig Vergangenheit, denn Fantastical übernimmt diesen Job, in dem man einfach bei der Erstellung eines Ereignisses bei der Zeitzone über die Option Andere eine Stadt eingibt.

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Generell gilt bei der Verwendung von Zeitzonen:
In den Standard-Einstellungen werden Ereignisse und Erinnerungen immer in der Zeitzone erstellt, in der sich der Mac gerade befindet.

Diese Einstellung ist für Leute, die oft verreisen und sich in unterschiedlichen Zeitzonen aufhalten, nicht optimal. Daher kann man Fantastical 2 über die Fantastical-Einstellungen > Erweitert > Zeitzonen-Override in eine Zeitzone hineinzwingen.

Heißt in meinem Fall, dass egal in welcher Zeitzone sich mein Mac befindet, alle Ereignisse und Erinnerungen in Mitteleuropäischer Zeit erstellt werden. Auch bei diesem Feature lassen sich Zeitzonen über Städtenamen definieren.

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Sonstiges

Auch sonst sind in Fantastical 2 viele kleinere Features integriert, die erst bei genauerem Hinsehen auffallen.

Dazu gehören beispielweise Handoff und ein neues Widget für die OS X Mitteilungszentrale, der dem anstehende Termine angezeigt werden.

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In der Detailansicht von Ereignissen mit Ortsangaben wird ab sofort eine kleine Karte eingeblendet, die auf Klick, je nach Einstellung, entweder Apples Karten-App oder Google Maps im Browser startet.

Man kann über eine integrierte Live-Suche auch wieder nach Terminen suchen oder, wenn man sich beispielsweise im Kalender verloren hat, mit Klick auf den Monatsnamen oder per Shortcut (Cmd-T) zum aktuellen Tag zurückkehren. Per Shortcut (Shift-Cmd-T) kann man übrigens auch zu einem bestimmten Datum springen.

Außerdem kann man Termine über die OS X Diktierfunktion per Sprache eingeben oder Links vom Safari über eine neue Teilen-Funktion zu Fantastical hinzufügen.

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Aus den mobilen Versionen hat man zudem für die Monatsansicht die bunten Bubbles an den einzelnen Tagen übernommen. Diese symbolisieren anstehende Termine und sind in der Anzeige auf maximal vier begrenzt.

Einstellungen

Neben denen im Review schon angesprochenen Einstellungen kann man hier beispielsweise den Standardkalender, die Standardliste für Erinnerungen, die Standard Ereignisdauer sowie einige Dinge zum Erscheinungsbild angeben.

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Preise und Verfügbarkeit

Fantastical 2 für den Mac wird über den Mac App Store und der Webseite von Flexibits zum Einführungspreis von aktuell 39,99 Euro verkauft. Ein kostengünstiges Upgrade von Fantastical 1 gibt es aufgrund des Einführungspreises leider nicht. Dafür gibt es auf Zusenden passender Nachweise 20% Bildungsrabatt und zum kostenlosen Ausprobieren steht eine auf 14 Tage beschränkte, voll funktionsfähige Trial Version zur Verfügung.

Zur Installation wird OS X 10.10 Yosemite vorausgesetzt.

Fantastical 2 - Kalender und Erinnerungen (AppStore Link) Fantastical 2 - Kalender und Erinnerungen
Hersteller: Flexibits Inc.
Freigabe: 4+
Preis: 39,99 € Download


Die schon angesprochenen Version für das iPhone bzw. iPad kosten derzeit 3,99 Euro bzw. 7,99 Euro und setzen iOS 8 zur Installation voraus.

Fantastical 2 für iPhone - Kalendar + Erinnerungen (AppStore Link) Fantastical 2 für iPhone - Kalendar + Erinnerungen
Hersteller: Flexibits Inc.
Freigabe: 4+
Preis: 2,99 € Download
Fantastical 2 für iPad - Kalender und Erinnerungen (AppStore Link) Fantastical 2 für iPad - Kalender und Erinnerungen
Hersteller: Flexibits Inc.
Freigabe: 4+
Preis: 4,99 € Download

FAZIT

Ich bin seit jeher ein großer Fan von Fantastical und bin auch von der neuen Mac-Version sehr angetan. Die App fühlt sich einfach gut an, läuft stabil, synchronisiert sehr schnell und passt vom Design nun endlich auch perfekt zu OS X Yosemite. Hinzu kommt, dass Fantastical 2 durch den verbesserten Parser und neue Features gegenüber Fantastical 1 sogar noch einfacher zu bedienen ist.

Damit die App so gut funktioniert, muss man sich allerdings im Klaren sein, dass man Fantastical in den Privatsphäre-Einstellungen von OS X Zugriff auf Ortungsdienste, Kontakte, Kalender und Erinnerungen geben muss. Entwickler Flexibits verspricht aber, dass keine persönlichen Daten gesammelt oder übermittelt werden.

Doch wo viel Licht, da auch Schatten:

Beim Eintragen von Terminen, sowohl im neuen Mini- als auch im Menüleistenfenster, verliert Fantastical 2 (zumindest bei mir) immer den Fokus und rutscht mit der kompletten Oberfläche nach oben. Beim Hauptfenster habe ich derartige Effekte nicht.

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Etwas ärgerlich ist auch die (falsche) Handhabung von tagübergreifenden Terminen (z.B. von 22 bis 3 Uhr Kaffee trinken), die in der Wochenansicht nicht im Terminblock, sondern als ganztägig angezeigt werden.

In den beiden iOS-Versionen besteht dieses Problem im sensationellen Dayticker nicht.

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Wünschenswert sind zudem die Integration von mehr Services wie Todoist, Wunderlist oder Evernote und die Angleichung der iOS-Versionen an neue Features wie die Kalendergruppen. Und wo wir gerade bei Kalendergruppen sind: neben dem schon existieren ortsgebundenen automatischen Wechsel, fehlt mir persönlich ein Wechsel aufgrund des verbundenen WLANs.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

Abschließend noch ein paar Worte zum Preis:

Ja, Fantastical 2 für den Mac ist wahrlich kein Schnapper. Wenn man die beiden mobilen Versionen draufrechnet, befindet man sich derzeit bei knapp 52 Euro. Man muss hier aber sagen, dass niemand zum Upgrade gezwungen wird und man vor dem Kauf die App kostenlos testen kann.

Hat man allerdings viele unterschiedliche Kalender und damit auch einem Sack voller Termine lohnt sich meiner Meinung nach die Investition.

Ich für meinen Teil möchte Fantastical 2 auf jeden Fall nicht mehr missen und nutze die App, trotz angesprochener Bugs, die mit Sicherheit in zukünftigen Updates gelöst werden, mehrmals täglich. Daher erübrigt sich auch jede Diskussionen um den Preis. Entweder stellt man beim Ausprobieren fest, dass man die App braucht oder halt nicht. Zudem funktioniert Fantastical 1, das zugegebenermaßen nicht mehr weiterentwickelt wird, weiterhin problemlos unter Yosemite. Kostenlose Alternativen sind in Apples Kalender/Erinnerungen oder auch Sunrise zu finden.

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Collins English Dictionary and Thesaurus Complete & Unabridged (iOS Universal)

Ein englisches Wörterbuch und Thesaurus. Hier sollte man nicht lange überlegen, da die App normalerweise 35,99 Euro kostet.

 

Collins English Dictionary and Thesaurus Complete (AppStore Link) Collins English Dictionary and Thesaurus Complete
Hersteller: MobiSystems, Inc.
Freigabe: 4+
Preis: 39,99 € Download
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OS X Yosemite: Videos vom iPhone, iPad oder iPod touch aufnehmen

Benötigte man früher™ Apps wie Reflector, funktioniert das Aufnehmen von Videos vom iPhone, iPad oder iPod touch mittlerweile mit iOS 8 und OS X Yosemite out-of-the-box. 

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Voraussetzung ist allerdings, dass das iDevice per Lightning-Kabel mit dem Mac verbunden ist. Das ist zwar nervig, bietet aber auch einen absolut ruckelfreies Aufnahmeerlebnis.

Was ist zu tun?

  • den (weit unterschätzten) QuickTime Player starten
  • über das Menü Ablage bzw. den Shortcut Alt-Cmd-N eine neue Videoaufnahme starten
  • beim Kontextmenü als Quelle das iPhone, iPad oder iPod touch wählen

Einfacher kann man Screencasts nun wirklich nicht erstellen.