Permalink

macOS Tipp: Touch Bar oder Control Strip neu starten

Normalerweise wechselt die Touch Bar mit jeder App die Anzeige und bietet neue Bedienelemente an.

In seltenen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass sich die Touch Bar aufhängt bzw. sie nicht mehr reagiert. In der Regel hilft es dann die hängende App zu beenden oder auch einfach nur die App zu wechseln.

Falls diese beiden Methoden nicht funktionieren, kann man die Touch Bar oder auch nur den Control Strip per Terminal oder Aktivitätsanzeige (zu finden in /Programme/Dienstprogramme) neu starten.

Touch Bar Refresh

In der Aktivitätsanzeige sucht man zunächst nach dem Touch Bar agent. Beendet man diesen Prozess, wird die Touch Bar automatisch neu gestartet.

Bildschirmfoto 2017-01-22 um 20.24.03-minishadow

Control Strip Refresh

Beim Control Strip handelt es sich nur um den ganz rechten Teil der Touch Bar, der normalerweise zusammengeklappt ist und hinter dem sich konfigurierbare Objekte für Siri, Launchpad, Mission Control, der Helligkeit, der Lautstärke u.ä. befinden.

Touch Bar Bild 2017-01-22 um 20.57.10Touch Bar Bild 2017-01-22 um 20.57.16

Auf jeden Fall sucht man in der Aktivitätsanzeige nach Control Strip und beendet diesen Prozess, der anschließend automatisch neu gestartet wird.

Bildschirmfoto 2017-01-22 um 20.28.37-minishadow

Sollte auch das nicht helfen, führt leider kein Weg mehr am Reboot vorbei.

Permalink

Kurztest: TextBar v2 · GeekTool für die macOS Menüleiste (reloaded)

Stammleser dieses Blogs kennen TextBar bereits aus vergangenen Artikeln. Ähnlich wie bei BitBar kann man mit dieser App beliebigen Text bzw. Ausgaben von Skripten in der macOS Menüleiste anzeigen und in gewissen Abständen automatisiert aktualisieren lassen.

Vor ein paar Tagen ist nun TextBar 2 veröffentlicht worden. Nachfolgend die drei wichtigsten Neuerungen.

1. Dynamic Values

Ab sofort können eigentlich in den Einstellungen von TextBar festgelegte Werte überschrieben werden.

Bildschirmfoto 2017-01-17 um 16.42.14-minishadow

Dazu müssen entsprechende Skripte um eine dynamic section erweitert werden, die wiederum mit einem ----TEXTBAR---- eingeleitet wird.

Im nachfolgenden Skript wird beispielsweise die Ausgabe des date-Kommandos (abweichend von den TextBar-Refresh-Einstellungen) alle fünf Sekunden aktualisiert.

#!/bin/bash
date
echo "----TEXTBAR----"
echo "REFRESH=5"

Gleiches kann man mit Bildern bzw. den Icons machen, die der eigentlichen Skriptausgabe vorgeschaltet werden können.

Bildschirmfoto 2017-01-17 um 20.43.51

Darüber hinaus lassen sich jetzt auch die Auswertung von HTML-Code und, wie oben im Screenshot zu sehen, ganze Webseiten mit dynamischen Skripten in die Menüleiste integrieren.

#!/bin/bash
echo "aguDE"
echo "http://www.aptgetupdate.de"
echo "----TEXTBAR----"
echo "VIEWTYPE=URL"
echo "VIEWSIZE=600,400"
echo "IMAGE=:$HOME/scripts/images/aguDE.png"

2. Last Update

Ebenfalls oben im Screenshot zu sehen: für jedes laufende Skript und Kommando wird die Zeit der letzten Aktualisierung angezeigt.

3. TextBar Live

Hinter TextBar Live versteckt sich ein neuer Dienst, der den Status aller definierten TextBar-Elemente von mehreren Macs gleichzeitig im Browser anzeigt.

Bildschirmfoto 2017-01-16 um 21.20.38-minishadow

Dieser Dienst wird im monatlichen Abo angeboten.

Dabei ist der erste Mac kostenlos; die Small-Subscription mit zwei Geräten liegt bei einem US-Dollar/Monat, die Medium-Subscription mit fünf Macs bei 2 US-Dollar/Monat.

snipaste20170118_090112

Preise und Verfügbarkeit

Für Bestandskunden ist das Upgrade auf TextBar v2 kostenfrei.

Neukunden können die App für 2,99 US-Dollar direkt vom Entwickler kaufen. Zur Installation wird OS X 10.9 Mavericks vorausgesetzt.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht außerdem eine auf sieben Tage begrenzte Testversion zur Verfügung. Bei GitHub findet man etliche kleine Skripte, die für den Einstieg bestens geeignet sind.

-> http://www.richsomerfield.com/apps/

Permalink

Fluor · Verhalten der Funktionstasten aufgrund der aktiven App anpassen // UPDATE

Was bei der Touch Bar beim neuen MacBook Pro mehr oder weniger automatisiert funktioniert, ist bei herkömmlichen Tastaturen eher schwierig: das Anpassen der Funktionstasten auf Grundlage der gerade aktiven App.

fluor

Die Funktionstasten normaler Tastaturen haben in der Regel eine Doppelbelegung, die unter Zuhilfenahme der Fn-Taste erreicht wird. In den Systemeinstellungen von macOS kann man lediglich festlegen, welches Standardverhalten die Tasten haben sollen: normale Funktionstasten wie F1, F2, F3… oder Media Keys zum Verändern der Lautstärke, Helligkeit etc.pp.

Fluor ändert dieses Standardverhalten on-the-fly und lässt dieses nach der jeweiligen aktiven App anpassen.

Bildschirmfoto 2017-01-16 um 14.39.20

Fluor ist Open Source Software und lebt in der macOS Menüleiste.

Dort kann man auf App-Basis das Standardverhalten der Funktionstasten über eine einfache Regel anpassen; Default (Mode), Apple (Media) Keys, Funktionstasten.

Fluor erkennt die aktuell aktive App und ändert ggf. dieses Verhalten mitsamt dem Icon in der Menüleiste. So sieht man immer direkt, in welchem Modus man sich gerade befindet.

Bildschirmfoto 2017-01-16 um 14.28.48-minishadow

Weitere Hinweise, Downloadlinks, Quellcode & Co. sind bei GitHub zu finden. Zur Installation wird OS X 10.11 El Capitan vorausgesetzt.

-> https://github.com/Pyroh/Fluor

UPDATE

Beim neuen MacBook Pro mit Touch Bar gibt es in den macOS Systemeinstellungen > Tastatur > Kurzbefehle > Funktionstasten ein quasi identisches (macOS-)Feature. Dort kann man Apps hinzufügen, bei denen in der Touch Bar die Funktionstasten anstelle der App-Steuerungen angezeigt werden sollen.

Dieses Feature scheint allerdings tatsächlich Touch-Bar-exklusiv und damit nicht auf allen Macs verfügbar zu sein.

(via)

Permalink

macOS Tipp: passwortgeschütztes (verschlüsseltes) Disk-Image erstellen

Man bekommt ja heutzutage vermehrt seine Post elektronisch zugestellt; sei es nun per E-Mail oder per Download über den Webbrowser. Dazu zählen beispielsweise Rechnungen oder Verträge aller Art, Steuerunterlagen, Einzelverbindungsnachweise, Kontoauszüge u.v.m… Also alles Informationen, die mehr oder weniger sensible Daten enthalten und dementsprechend aufbewahrt werden sollten.

Nun kann man natürlich Apps wie VeraCrypt, Hider oder Knox (wurde vom 1Password Entwickler AgileBits Ende 2016 vorerst abgekündigt) nutzen, um diese Daten sicher auf der lokalen Festplatte zu verschlüsseln. Warum aber 3rd-Party-Apps nutzen, wenn es in macOS verschlüsselte Disk-Images gibt, die im Grunde genommen genau den gleichen Zweck verfolgen?!

Bildschirmfoto 2017-01-09 um 17.15.38

Passwortgeschützte bzw. verschlüsselte Disk-Images erstellt man mit dem Festplattendienstprogramm, das unter /Programme/Dienstprogramme/ zu finden ist.

Im Menü wählt man daraufhin unter Ablage > Neues Image, je nach Vorhaben, die Option Leeres Image oder Image von Ordner aus. Im neu eingeblendeten Fenster gibt man dem Disk-Image einen Namen, optionale Tags und legt den Speicherort sowie das Format und die Partitionstabelle fest.

Bildschirmfoto 2017-01-09 um 17.09.24-minishadow

Beim Image-Format sollte man zudem darauf achten, dass Mitwachsendes Image ausgewählt ist. Das hat den Vorteil, dass das Disk-Image anstatt einer vorgegebenen Größe nur soviel Platz belegt, wie tatsächlich benötigt wird.

Darüber hinaus gibt es noch das Mitwachsende Bundle-Image. Dieses wurde mit Mac OS X 10.5 Leopard eingeführt und zerlegt das Image in kleinere Dateien. Das hat gegenüber eines einzelnen großen Images den Vorteil, dass bei einer inkrementellen Datensicherung (z. B. mit Time Machine) nur die geänderten Teile des Images, anstatt die große Einzeldatei, gesichert werden.

Der entscheidende Punkt ist aber die Verschlüsselung des Images. Hier hat man die Wahl zwischen 128- und 256-Bit-AES-Verschlüsselung, die mit einem hinreichend guten Passwort abgesichert werden sollte.

Bildschirmfoto 2017-01-09 um 17.09.51-minishadow

Klickt man jetzt auf das erstellte Image, wird zunächst das Passwort abgefragt und anschließend das Image ins System eingebunden. Jetzt kann man schützenswerte Dokumente ins Image verschieben, die mit dem Auswerfen des Images sicher abgelegt sind.

Abschließend vielleicht noch ein Tipp: das Passwort nicht im Schlüsselbund sichern, sondern im Kopf aufbewahren 🎓

Permalink

macOS Boot-Prozess: Firmware Passwort setzen

Der Startvorgang beim Mac war bisher durch einen physikalischen Angreifer kompromittierbar. Nach dem Update auf macOS Sierra 10.12.2 werden standardmäßig keine Option ROMs mehr geladen, die sich auf angeschlossenen Thunderbolt / PCIe Geräten befinden. Um in jedem Fall sicherzugehen, sollte man ein Firmware-Paßwort setzen.

Das geht am schnellsten per Terminal mit

sudo firmwarepasswd -setpasswd -setmode command

gefolgt von einem Neustart.

(DEF CON 24 – Ulf Frisk – Direct Memory Attack the Kernel)

Permalink

No Brainer der Woche: PopClip, FilePane, WiFi Explorer, Monity

Im Rahmen des 2$ Tuesdays kann derzeit mal wieder der eine oder andere Schnapper gemacht werden.

snipaste20161220_121348

So sind aktuell PopClip, FilePane, Monity, Copied, QuickKey und der WiFi Explorer im Mac App Store für jeweils 1,99 Euro im Angebot.

Gerade PopClip mit seinen mittlerweile über 100 kostenlosen Erweiterungen und FilePane, ein sehr vielseitiges Tool zur Dateiorganisation, kann ich aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen.

PopClip
Entwickler: Pilotmoon Software
Preis: 4,99 €
FilePane - File Management Drag & Drop Utility
Entwickler: Sergii Iamkovyi
Preis: 6,99 €

Hinter Monity versteckt sich ein Systemmonitor für die Mitteilungszentrale.

Mit dem WiFi Explorer behält man sein eigenes und umliegende kabellose Netzwerke im Auge.

Monity
Entwickler: Lukasz Kulis
Preis: 4,99 €
WiFi Explorer
Entwickler: Adrian Granados-Murillo
Preis: 19,99 €

Copied und QuickKey erwähne ich nur mal der Vollständigkeit halber.

Das eine ist ein Clipboard Manager. Das andere ein sehr einfach gestricktes Text-Erweiterungs-Tool wie man es beispielsweise vom TextExpander kennt.

Permalink

Howto: Den Mac für den Verkauf vorbereiten

Nachdem das neue MacBook Pro nun endlich final eingerichtet und zum Hauptrechner aufgestiegen ist, geht es nun daran die alte Hardware für den Verkauf vorzubereiten.

Nachfolgend fünf einfache Schritte.

coffee-apple-iphone-laptop

1. Backup oder Clone erstellen

Auch wenn wichtige Daten des alten Mac bereits auf die neue Maschine übertragen worden sind, ist es mit Sicherheit keine schlechte Idee ein letztes Backup zu erstellen.

Mit Boardmitteln bietet sich Time Machine an; ich empfehle aber immer gerne den Carbon Copy Cloner. Letzteres Tool erstellt von der Festplatte einen Clone und ist sogar in der Lage diesen Clone für den Fall der Fälle zu booten.

Bildschirmfoto 2016-12-19 um 10.16.20-minishadow

2. iTunes deautorisieren

Da mit iTunes nur eine bestimmte Anzahl an Rechnern mit einer Apple ID autorisiert werden können, sollte man vor der Neuinstallation von macOS den alten Mac deautorisieren.

Dafür startet man iTunes und klickt im Menü Account > Autorisierungen > Diesen Computer deautorisieren. Nach der Eingabe der Apple ID inkl. des Passworts ist dieser Schnitt erledigt.

Bildschirmfoto 2016-12-18 um 00.20.19

3. Mac in den Recovery Mode booten

Vor dem Neustart sollte man sichergehen, dass der Mac eine Internetverbindung hat. Diese ist notwendig, um schlussendlich eine frische Installation von macOS aufzuspielen. Andernfalls sollte man einen passenden USB-Stick zur Installation bereitliegen haben.

Während des Neustarts muss man nun die Tastenkombination Cmd+R gedrückt halten, damit der Mac in den Recovery Mode bootet.

01-20161217_234331 copy

4. Festplatte löschen

Anschließend wählt man bei den angezeigten Optionen der macOS-Dienstprogramme das Festplattendienstprogramm aus.

Hier markiert man in der Sidebar die passende Festplatte und löscht diese über den betreffenden Menüpunkt Löschen. Der Name ist prinzipiell egal; als Format sollte man Mac OS Extended (Journaled) wählen.

02-20161217_234533 copy

Nach dem Löschen des Festplatte beendet man das Festplattendienstprogramm mit dem Tastenkürzel Cmd+Q und findet sich dann erneut bei den weiter oben im Screenshot zu sehenden macOS-Dienstprogrammen.

5. macOS installieren

Hier wählt man jetzt die Option macOS erneut installieren, was eine frische Installation von macOS 10.12 Sierra zur Folge hat.

04-20161217_235955 copy

Dieses Prozedere dauert nun etwas, da macOS zunächst heruntergeladen und anschließend installiert wird.

Wichtig bei diesem letzten Schritt: niemals irgendwo seine Apple ID oder das Passwort eingeben. In der Regel kann man den Mac nach dem Erscheinen des Willkommen-Screens, der die Registrierung und Konfiguration für den neuen Eigentümer anschubst, ausschalten.

05-20161218_002731 copy

(Bildquelle)