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macOS Tipp: Touch Bar oder Control Strip neu starten

Normalerweise wechselt die Touch Bar mit jeder App die Anzeige und bietet neue Bedienelemente an.

In seltenen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass sich die Touch Bar aufhängt bzw. sie nicht mehr reagiert. In der Regel hilft es dann die hängende App zu beenden oder auch einfach nur die App zu wechseln.

Falls diese beiden Methoden nicht funktionieren, kann man die Touch Bar oder auch nur den Control Strip per Terminal oder Aktivitätsanzeige (zu finden in /Programme/Dienstprogramme) neu starten.

Touch Bar Refresh

In der Aktivitätsanzeige sucht man zunächst nach dem Touch Bar agent. Beendet man diesen Prozess, wird die Touch Bar automatisch neu gestartet.

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Control Strip Refresh

Beim Control Strip handelt es sich nur um den ganz rechten Teil der Touch Bar, der normalerweise zusammengeklappt ist und hinter dem sich konfigurierbare Objekte für Siri, Launchpad, Mission Control, der Helligkeit, der Lautstärke u.ä. befinden.

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Auf jeden Fall sucht man in der Aktivitätsanzeige nach Control Strip und beendet diesen Prozess, der anschließend automatisch neu gestartet wird.

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Sollte auch das nicht helfen, führt leider kein Weg mehr am Reboot vorbei.

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Fluor · Verhalten der Funktionstasten aufgrund der aktiven App anpassen // UPDATE

Was bei der Touch Bar beim neuen MacBook Pro mehr oder weniger automatisiert funktioniert, ist bei herkömmlichen Tastaturen eher schwierig: das Anpassen der Funktionstasten auf Grundlage der gerade aktiven App.

fluor

Die Funktionstasten normaler Tastaturen haben in der Regel eine Doppelbelegung, die unter Zuhilfenahme der Fn-Taste erreicht wird. In den Systemeinstellungen von macOS kann man lediglich festlegen, welches Standardverhalten die Tasten haben sollen: normale Funktionstasten wie F1, F2, F3… oder Media Keys zum Verändern der Lautstärke, Helligkeit etc.pp.

Fluor ändert dieses Standardverhalten on-the-fly und lässt dieses nach der jeweiligen aktiven App anpassen.

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Fluor ist Open Source Software und lebt in der macOS Menüleiste.

Dort kann man auf App-Basis das Standardverhalten der Funktionstasten über eine einfache Regel anpassen; Default (Mode), Apple (Media) Keys, Funktionstasten.

Fluor erkennt die aktuell aktive App und ändert ggf. dieses Verhalten mitsamt dem Icon in der Menüleiste. So sieht man immer direkt, in welchem Modus man sich gerade befindet.

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Weitere Hinweise, Downloadlinks, Quellcode & Co. sind bei GitHub zu finden. Zur Installation wird OS X 10.11 El Capitan vorausgesetzt.

-> https://github.com/Pyroh/Fluor

UPDATE

Beim neuen MacBook Pro mit Touch Bar gibt es in den macOS Systemeinstellungen > Tastatur > Kurzbefehle > Funktionstasten ein quasi identisches (macOS-)Feature. Dort kann man Apps hinzufügen, bei denen in der Touch Bar die Funktionstasten anstelle der App-Steuerungen angezeigt werden sollen.

Dieses Feature scheint allerdings tatsächlich Touch-Bar-exklusiv und damit nicht auf allen Macs verfügbar zu sein.

(via)

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macOS Tipp: passwortgeschütztes (verschlüsseltes) Disk-Image erstellen

Man bekommt ja heutzutage vermehrt seine Post elektronisch zugestellt; sei es nun per E-Mail oder per Download über den Webbrowser. Dazu zählen beispielsweise Rechnungen oder Verträge aller Art, Steuerunterlagen, Einzelverbindungsnachweise, Kontoauszüge u.v.m… Also alles Informationen, die mehr oder weniger sensible Daten enthalten und dementsprechend aufbewahrt werden sollten.

Nun kann man natürlich Apps wie VeraCrypt, Hider oder Knox (wurde vom 1Password Entwickler AgileBits Ende 2016 vorerst abgekündigt) nutzen, um diese Daten sicher auf der lokalen Festplatte zu verschlüsseln. Warum aber 3rd-Party-Apps nutzen, wenn es in macOS verschlüsselte Disk-Images gibt, die im Grunde genommen genau den gleichen Zweck verfolgen?!

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Passwortgeschützte bzw. verschlüsselte Disk-Images erstellt man mit dem Festplattendienstprogramm, das unter /Programme/Dienstprogramme/ zu finden ist.

Im Menü wählt man daraufhin unter Ablage > Neues Image, je nach Vorhaben, die Option Leeres Image oder Image von Ordner aus. Im neu eingeblendeten Fenster gibt man dem Disk-Image einen Namen, optionale Tags und legt den Speicherort sowie das Format und die Partitionstabelle fest.

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Beim Image-Format sollte man zudem darauf achten, dass Mitwachsendes Image ausgewählt ist. Das hat den Vorteil, dass das Disk-Image anstatt einer vorgegebenen Größe nur soviel Platz belegt, wie tatsächlich benötigt wird.

Darüber hinaus gibt es noch das Mitwachsende Bundle-Image. Dieses wurde mit Mac OS X 10.5 Leopard eingeführt und zerlegt das Image in kleinere Dateien. Das hat gegenüber eines einzelnen großen Images den Vorteil, dass bei einer inkrementellen Datensicherung (z. B. mit Time Machine) nur die geänderten Teile des Images, anstatt die große Einzeldatei, gesichert werden.

Der entscheidende Punkt ist aber die Verschlüsselung des Images. Hier hat man die Wahl zwischen 128- und 256-Bit-AES-Verschlüsselung, die mit einem hinreichend guten Passwort abgesichert werden sollte.

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Klickt man jetzt auf das erstellte Image, wird zunächst das Passwort abgefragt und anschließend das Image ins System eingebunden. Jetzt kann man schützenswerte Dokumente ins Image verschieben, die mit dem Auswerfen des Images sicher abgelegt sind.

Abschließend vielleicht noch ein Tipp: das Passwort nicht im Schlüsselbund sichern, sondern im Kopf aufbewahren 🎓

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E-Mail Verschlüsselung: GPGMail für macOS 10.12 Sierra (Beta 1)

Zum Thema E-Mail Verschlüsselung und -Signierung hatte ich mich schon vor etwas mehr als zwei Jahren ausführlicher geäußert.

Mit macOS 10.12 Sierra hat sich bei der Nutzung von S/MIME und der damit zusammenhängenden Erstellung des Zertifikats quasi nichts geändert.

Möchte man dahingegen das konkurrierende OpenPGP Protokoll nutzen, hatte man unter Sierra bis vor ein paar Tagen leider schlechte Karte. Nun ist aber die erste Beta der GPGSuite erschienen, die das für Apple Mail notwendige GPGMail Plugin enthält.

…after a painful and long waiting time, extensive reverse engineering and re-writing of major parts of our codebase, we are very happy to share the first beta of GPGMail for macOS Sierra with you.

Wie immer bei einer Beta: die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Bekannte und bei bisherigen Nutzern auftretende Probleme sind im GPGTools Forum dokumentiert.

-> https://gpgtools.tenderapp.com/discussions/problems/macosx-sierra
-> https://releases.gpgtools.org/GPG_Suite-2016.12b1.dmg (Direktdownload)

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macOS Boot-Prozess: Firmware Passwort setzen

Der Startvorgang beim Mac war bisher durch einen physikalischen Angreifer kompromittierbar. Nach dem Update auf macOS Sierra 10.12.2 werden standardmäßig keine Option ROMs mehr geladen, die sich auf angeschlossenen Thunderbolt / PCIe Geräten befinden. Um in jedem Fall sicherzugehen, sollte man ein Firmware-Paßwort setzen.

Das geht am schnellsten per Terminal mit

sudo firmwarepasswd -setpasswd -setmode command

gefolgt von einem Neustart.

(DEF CON 24 – Ulf Frisk – Direct Memory Attack the Kernel)

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No Brainer der Woche: PopClip, FilePane, WiFi Explorer, Monity

Im Rahmen des 2$ Tuesdays kann derzeit mal wieder der eine oder andere Schnapper gemacht werden.

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So sind aktuell PopClip, FilePane, Monity, Copied, QuickKey und der WiFi Explorer im Mac App Store für jeweils 1,99 Euro im Angebot.

Gerade PopClip mit seinen mittlerweile über 100 kostenlosen Erweiterungen und FilePane, ein sehr vielseitiges Tool zur Dateiorganisation, kann ich aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen.

PopClip
Entwickler: Pilotmoon Software
Preis: 4,99 €
FilePane - File Management Drag & Drop Utility
Entwickler: Sergii Iamkovyi
Preis: 6,99 €

Hinter Monity versteckt sich ein Systemmonitor für die Mitteilungszentrale.

Mit dem WiFi Explorer behält man sein eigenes und umliegende kabellose Netzwerke im Auge.

Monity
Entwickler: Lukasz Kulis
Preis: 4,99 €
WiFi Explorer
Entwickler: Adrian Granados-Murillo
Preis: 19,99 €

Copied und QuickKey erwähne ich nur mal der Vollständigkeit halber.

Das eine ist ein Clipboard Manager. Das andere ein sehr einfach gestricktes Text-Erweiterungs-Tool wie man es beispielsweise vom TextExpander kennt.

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Howto: Den Mac für den Verkauf vorbereiten

Nachdem das neue MacBook Pro nun endlich final eingerichtet und zum Hauptrechner aufgestiegen ist, geht es nun daran die alte Hardware für den Verkauf vorzubereiten.

Nachfolgend fünf einfache Schritte.

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1. Backup oder Clone erstellen

Auch wenn wichtige Daten des alten Mac bereits auf die neue Maschine übertragen worden sind, ist es mit Sicherheit keine schlechte Idee ein letztes Backup zu erstellen.

Mit Boardmitteln bietet sich Time Machine an; ich empfehle aber immer gerne den Carbon Copy Cloner. Letzteres Tool erstellt von der Festplatte einen Clone und ist sogar in der Lage diesen Clone für den Fall der Fälle zu booten.

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2. iTunes deautorisieren

Da mit iTunes nur eine bestimmte Anzahl an Rechnern mit einer Apple ID autorisiert werden können, sollte man vor der Neuinstallation von macOS den alten Mac deautorisieren.

Dafür startet man iTunes und klickt im Menü Account > Autorisierungen > Diesen Computer deautorisieren. Nach der Eingabe der Apple ID inkl. des Passworts ist dieser Schnitt erledigt.

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3. Mac in den Recovery Mode booten

Vor dem Neustart sollte man sichergehen, dass der Mac eine Internetverbindung hat. Diese ist notwendig, um schlussendlich eine frische Installation von macOS aufzuspielen. Andernfalls sollte man einen passenden USB-Stick zur Installation bereitliegen haben.

Während des Neustarts muss man nun die Tastenkombination Cmd+R gedrückt halten, damit der Mac in den Recovery Mode bootet.

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4. Festplatte löschen

Anschließend wählt man bei den angezeigten Optionen der macOS-Dienstprogramme das Festplattendienstprogramm aus.

Hier markiert man in der Sidebar die passende Festplatte und löscht diese über den betreffenden Menüpunkt Löschen. Der Name ist prinzipiell egal; als Format sollte man Mac OS Extended (Journaled) wählen.

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Nach dem Löschen des Festplatte beendet man das Festplattendienstprogramm mit dem Tastenkürzel Cmd+Q und findet sich dann erneut bei den weiter oben im Screenshot zu sehenden macOS-Dienstprogrammen.

5. macOS installieren

Hier wählt man jetzt die Option macOS erneut installieren, was eine frische Installation von macOS 10.12 Sierra zur Folge hat.

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Dieses Prozedere dauert nun etwas, da macOS zunächst heruntergeladen und anschließend installiert wird.

Wichtig bei diesem letzten Schritt: niemals irgendwo seine Apple ID oder das Passwort eingeben. In der Regel kann man den Mac nach dem Erscheinen des Willkommen-Screens, der die Registrierung und Konfiguration für den neuen Eigentümer anschubst, ausschalten.

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(Bildquelle)