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Review: BetterZip 3 · Datei-Archivierung unter macOS (Gewinnspiel inside)

Bei Archivierungsprogrammen habe ich unter macOS lange Zeit auf Entropy gesetzt. Leider wurde die App das letzte Mal vor über drei Jahren aktualisiert, was an sich erst mal nicht schlimm ist, da sie weiterhin funktioniert… dennoch arbeite ich lieber mit Apps, die einer aktiven Entwicklung unterliegen. Auf Nachfragen per E-Mail sowie über das Kontraktformular wurde vom Entwickler leider nicht reagiert, so dass ich mich auf die Suche nach Alternativen mit ähnlicher Funktionalität begab.

Mein Weg führte mich recht schnell zu BetterZip, das ich nachfolgend sehr ausführlich vorstellen werde.

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Ersteindruck

Startet man BetterZip das erste Mal, findet man ein vergleichsweise leeres Fenster, das über die Symbolleiste und den darunter angeordneten Tabs schon erste Features erahnen lässt.

Auf der linken Seite des dreigeteilten Hauptfensters befindet sich der Dateibrowser. Hier lassen sich favorisierte Ordner für den Schnellzugriff auf bestehende Archive ablegen und durchsuchen. Auf der rechten Seite sieht man eine Vorschau der gerade ausgewählten Datei sowie Kommentare. In der Mitte sind die im Archiv abgelegten Verzeichnisse und Dateien angesiedelt.

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Unterstützte Formate

Insgesamt unterstützt BetterZip über 30 unterschiedliche Dateiarchiv-Formate.

Neben den üblichen Verdächtigen wie ZIP, 7-ZIP, TAR oder geteilte Archive kann die App auch Apples Disk Images sowie TNEF-Anhänge (winmail.dat Dateien → E-Mail Anhänge von MS Outlook oder Exchange) öffnen und entpacken; auch Modifikationen bei ePub-Dateien sind möglich.

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Darüber hinaus kann man in den Einstellungen bei den User-Defined Archive(s), durch Komma getrennt, eigene Datei-Formate bzw. -Endungen eintragen. Hier wird BetterZip quasi eine Wildcard mitgegeben, damit die App auch eigentlich nicht unterstützte Formate, die i.d.R. ein Derivat des ZIP-Formats sind, verarbeiten kann.

Eine Besonderheit kommt RAR-Archiven zu: ist man auf dieses Format angewiesen, muss man zunächst über die Einstellungen > Programme das Kommandozeilen-Tool RAR installieren. Erst jetzt kann man mit BetterZip nahtlos RAR-Archive erzeugen oder modifizieren. Leider beinhaltet BetterZip keine Lizenz für RAR, so dass man nach einem Testzeitraum von 30 Tagen eine Lizenz von der win.rar GmbH kaufen muss.

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Archive erstellen/entpacken

Für die Erstellung eines Archives genügt es entsprechende Daten per drag-and-drop ins Hauptfenster zu ziehen.

Wählt man jetzt eine Datei aus, werden rechts in der Dateivorschau einige Informationen zur Datei angezeigt; bei Bildern, PDF-, HTML- und Textdateien wird außerdem ein kleines Vorschaubild generiert.

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Klickt man jetzt in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Sichern, muss man dem zu erstellenden Archiv einen Namen geben, den Speicherort und das Archivformat wählen.

Darüber hinaus kann man in weiteren Optionen den Level der Kompression angeben oder einen Passwortschutz (u.a. per AES-256-Bit-Verschlüsselung) aktivieren. Dazu lassen sich Archive in kleinere Teilstücke zerlegen, man kann ein Skript am Ende laufen lassen, man kann Suchmuster ausschließen oder macOS spezifische Dateien vor dem Erstellen aus dem Archiv entfernen.

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Sofern der Passwortschutz aktiviert ist, muss man daraufhin natürlich ein Passwort vergeben. Man kann aber auch sichere Passwörter durch BetterZip selbst erzeugen lassen.

Für Passwörter gilt generell: man muss sie sich nicht unbedingt merken, da BetterZip über einen integrierten Passwortmanager verfügt. Dieser Passwortmanager muss zunächst in den Einstellungen unter Passwörter mit einem Hauptpasswort aktiviert werden. Daraufhin merkt er sich alle Passwörter, die im Laufe der Zeit eingegeben werden und sichert sie im Schlüsselbund von macOS.

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Des Weiteren lassen sich Presets für das Entpacken und Speichern von Archiven anlegen.

Dahinter verstecken sich vorgefertigte (oft verwendete) Einstellungen, auf die man entweder über das Menü > Ablage oder per langem Klick auf die Sichern- bzw. Entpacken-Schaltfläche in der Symbolleiste zugreifen kann.

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Jedes Preset hat zusätzlich in den Einstellungen zwei Schaltflächen.

Die D-Spalte wählt das Preset, das bei den BetterZip-Diensten (später mehr dazu) und allen anderen Warteschlagenoperationen verwendet werden soll. Die S-Spalte wählt dahingegen das Preset, das beim einfachen Klicken auf die jeweiligen Schaltflächen in der Symbolleiste verwendet werden soll.

Und wo ich gerade bei den Einstellungen bin: über die Registerkarte Filter lassen sich Suchmuster von Dateien hinterlegen, die beim Entpacken oder Speichern von Archiven unerwünscht sind und somit automatisch entfernt werden.

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Archive modifizieren

Man kann jedem Archiv neue Daten hinzufügen oder nicht mehr benötigte Daten löschen; auch das Verschieben von Daten innerhalb von Archiven funktioniert problemlos.

Zur besseren Unterscheidung von neuen und alten Daten lohnt sich ein Blick auf den Status. Dazu, und das ist vielleicht schon beim Erstellen von Archiven aufgefallen, haben neue Daten vorne beim Namen ein kleines Zahnrad.

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Sobald man ein Archiv geändert hat, kann man es entweder (über Presets) neu speichern oder von vornherein den Direktmodus aktivieren.

Über den Direktmodus kann man Archive ohne zusätzliche Schritte wie Speichern modifizieren, was besonders bei großen Archiven sehr praktisch ist.

Leider hat der Direktmodus einige Einschränkungen: er ist beispielsweise auf einteilige ZIP-, 7-ZIP- und RAR-Archive beschränkt. Mehrteilige sowie TAR-basierte Archive werden nicht unterstützt. Hier schaltet BetterZip automatisch auf den Klassikmodus zurück. Dazu gibt es zu bedenken, dass im Direktmodus, im Gegensatz zum Klassikmodus, keine Möglichkeit besteht Operationen rückgängig zu machen.

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Sonstiges

Mit BetterZip kann man seinen Archiven Kommentare hinzufügen oder vorhandene Kommentare aktualisieren.

Außerdem kann man über eine einblendbare Tab-Leiste mehrere Archive gleichzeitig in einem Fenster anzeigen und bearbeiten.

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Über die Schaltfläche Testen kann man Archive hinsichtlich ihrer Datenintegrität prüfen.

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Weiterhin wird innerhalb von Archiven Quick Look unterstützt, das, wie auch schon im Finder, bei einer selektierten Datei über die Leertaste aktiviert wird.

Möchte man die Datei direkt im Standardprogramm öffnen, führt ein Klick auf die Schaltfläche Ansehen zum Ziel. Drückt man hier länger drauf, entspricht die Anzeige dem Öffnen-mit-Dialog des (Finder-)Kontextmenüs und man kann zum Dateiformat kompatible Programme zum Ansehen der Datei wählen.

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BetterZip Quick Look Generator

Der BetterZip QL Generator erweitert für Archive die im Finder integrierte Quick Look Funktionalität von macOS.

Über die Leertaste wird nun ein von BetterZip generiertes Quick Look angezeigt, in dem man zunächst einmal den Inhalt von Archiven genauer ansehen kann. Klickt man innerhalb dieser Ansicht auf eine Datei, wird sie an BetterZip übergeben, entpackt und angezeigt. Außerdem kann man über ein Drop-Down-Menü mit Hilfe der Presets Archive direkt komplett entpacken.

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BetterZip-Dienste

Über die Presets hatte ich die BetterZip-Dienste schon angesprochen.

Hier wird ganz simpel zwischen Extract with BetterZip und Compress with BetterZip unterschieden. Die Dienste werden entweder über das Dienste- oder Kontextmenü des Finders aufgerufen; können aber auch Dank hervorragender Integration über Schnellstarter wie LaunchBar (siehe unten links im Screenshot → ist in Verbindung mit dem Instand-Send-Feature von LB nach wie vor ein Killerfeature) aktiviert werden.

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Einstellungen für Poweruser

Diese Einstellungen sind zurecht etwas versteckt. Man findet sie über das BetterZip Menü > Hilfe > BetterZip Hilfe > Noch mehr Anpassungsmöglichkeiten für Poweruser.

Hier sind die Hidden-Features der App untergebracht, die nicht von allgemeinem Interesse sind aber dem Poweruser die Arbeit mir Archiven weiter vereinfachen sollen. Ich glaube der nachfolgende Screenshot spricht für sich und bedarf keiner weiteren Erklärung 😉

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Wem das alles noch nicht reicht, kann BetterZip auch weitestgehend über Shortcuts steuern oder die umfassende Unterstützung der App von AppleScript nutzen und diese in seine Workflows integrieren.

Preise und Verfügbarkeit

BetterZip 3 wird über den Webstore seines österreichischen Entwicklers Robert Rezabek für derzeit 19,95 US-Dollar verkauft. Ein Upgrade steht für 9,99 US-Dollar zur Verfügung.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht zudem eine Testversion bereit. Zur Installation wird OS X 10.9 Mavericks oder höher vorausgesetzt.

-> https://macitbetter.com

Darüber hinaus ist BetterZip mittlerweile auch Bestandteil des alternativen App Stores Setapp, bei dem man sich für einen Abo-Preis von 9,99 US-Dollar pro Monat einkaufen kann.

tl;dr

Ich glaube ich verrate nicht zu viel, wenn ich BetterZip als alles erschlagendes Monster für Dateiarchive unter macOS bezeichne.

Eigentlich erstaunlich, dass mir die App bisher derart durchrutschen konnte aber ich war mit Entropy ja einigermaßen glücklich und sah bisher keinen Grund für einen Wechsel. Der ist nun, nicht zuletzt durch die aktive Weiterentwicklung von BetterZip, gekommen. Hinzu kommt, dass sich bei einem quasi fast identischen Preis, selbst Entropy hinter dem Funktionsumfang von BetterZip verstecken kann.

Daher gibts nur ein Fazit: wer im Alltag viel mit Dateiarchiven zu tun hat, sollte sich BetterZip definitiv genauer ansehen.

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Entwickler Robert hat aptgetupdateDE drei Lizenzen von BetterZip 3 für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Rafflecopter zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Freitag, den 03.03.2017, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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Macmoji · Emojis unter macOS einfacher einsetzen

Vor ca. einem halben Jahr hatte ich mit dem Alfred Emoji Pack schon eine Möglichkeit vorgestellt Emojis unter macOS einfacher zu nutzen.

Dass macOS dieses Prinzip der einfachen Textersetzung auch ohne Drittsoftware beherrscht, wissen sicherlich die meisten; es musste sich halt nur mal jemand hinsetzen und das Ganze umsetzen 😁

Macmoji setzt genau hier an.

Man lädt sich bei GitHub eine für diese Textersetzung vorkonfigurierte .plist herunter und verschiebt sie per drag-and-drop in die macOS Systemeinstellungen > Tastatur > Text.

Anschließend wird aus einem :boom: ein 💥 oder aus einem :8ball: ein 🎱…

Diese vorkonfigurierte Liste kann natürlich beliebig verändert oder erweitert werden. Eine sehr gute Quelle für (neue) Emojis ist seit jeher Emojipedia.

-> https://github.com/warpling/Macmoji 

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Clean Me · Logs, Caches & Co. bei macOS löschen

Kleiner Hinweis auf Clean Me, einer kleinen kostenlosen App, mit der man vielerlei Logs und Caches aber auch temporäre Dateien von macOS löschen sowie den Spotlight Index neu aufbauen kann.

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Dazu bedarf es zunächst einer Analyse der Daten (Admin Passwort wird benötigt). Anschließend kann man über Schieberegler festlegen was genau gelöscht werden soll. Hier ist erst mal kein Expertenwissen erforderlich. Dennoch sollte man vorsichtig und sich vor allem ganz sicher sein, was man da löscht.

Mehr Infos zur App inkl. des Quellcodes und der Downloadlinks (unter Releases) finden sich bei GitHub.

-> https://github.com/Kevin-De-Koninck/Clean-Me

(via)

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macOS Sierra in VirtualBox unter Windows oder macOS installieren

Nachdem Anfang dieser Woche Fragen zum Sinn und Zweck einer ISO-Datei von macOS Sierra aufkamen, möchte ich nachfolgend einen kleinen Anwendungsfall schildern.

Es soll um das Erstellen einer virtuellen Maschine unter Windows und macOS mit VirtualBox gehen. Die einzelnen Schritte sind weitestgehend unabhängig vom Host-OS. Sollte es dennoch Unterschiede gebe, werde ich darauf natürlich eingehen.

Schritt 1:

Zunächst lädt man sich VirtualBox herunter, installiert es und erstellt eine neue VM.

Da macOS Sierra bei den allgemeinen Angaben leider nicht direkt als Guest-OS gewählt werden kann, muss man hier auf Mac OS X (64-bit) ausweichen. Dazu spendet man dem System mindestens 4 GB RAM und erzeugt eine dynamisch allozierte (mitwachsende) Festplatte von mindesten 25 GB Speicherplatz. Der Dateityp der Festplatte ist egal; man muss sich nur entscheiden.

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Dazu sollte man den Grafikspeicher auf 128 MB setzen und das Diskettenlaufwerk deaktivieren. Wer genug Power im Host-System zur Verfügung hat, kann der VM darüber hinaus mehrere CPUs zuordnen.

Als letzten Schritt der Vorbereitung muss man jetzt die (Anfang der Woche) erstellte ISO-Datei von macOS Sierra in die VM einhängen; andernfalls wird es mit der Installation schwierig.

Schritt 2 (nur für Windows gültig):

Die nachfolgenden Kommandos sind nur unter Windows auszuführen und dienen dazu das Guest-OS davon zu überzeugen, dass es trotz Windows-Host-System tatsächlich auf einem Mac läuft. Gibt man diese Kommandos nicht ein, bootet die VM fortwährend neu und findet kein Ende…

Zunächst beendet man VirtualBox (Alt+F4), startet nun als Administrator die Eingabeaufforderung und wechselt in das Installationsverzeichnis von VirtualBox; i.d.R. C:\Program Files\Oracle\VirtualBox\

Danach sollte man prüfen welche VMs dem Kommandozeilen-Tool VBoxManage.exe bekannt sind. Es kann nämlich vorkommen, dass VMs, trotzdem sie in der GUI des VirtualBox Managers korrekt angezeigt werden, dort nicht gelistet sind:

VBoxManage list vms

Wird die gesuchte VM jetzt angezeigt, ist alles gut. Falls nicht, muss man sie erst per Kommandozeile registrieren.

VBoxManage registervm "c:\Users\USERNAME\VirtualBox VMs\NAME DER VM\NAME DER VM.vbox"

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Die jetzt anschließenden Befehle simulieren dem Guest-OS die angesprochene Mac-Hardware:

VBoxManage modifyvm "NAME DER VM" --cpuidset 00000001 000106e5 00100800 0098e3fd bfebfbff
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiSystemProduct" "iMac11,3"
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiSystemVersion" "1.0"
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiBoardProduct" "Iloveapple"
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/smc/0/Config/DeviceKey" "ourhardworkbythesewordsguardedpleasedontsteal(c)AppleComputerInc"
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/smc/0/Config/GetKeyFromRealSMC" 1

Schritt 3:

Startet man jetzt die VM, wird es erst einmal recht kryptisch. Das sollte sich aber nach ein oder zwei Minuten geben und in ein Apple Logo mit Ladebalken umwandeln.

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Sobald der Ladebalken durchgelaufen ist, landet man in der normalen macOS Installationsroutine.

Hier wählt man die Standardsprache aus und startet im nächsten Bildschirm aus dem Menü > Dienstprogramme das Festplattendienstprogramm.

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Hier geht es jetzt darum die mit VirtualBox erstellte Festplatte für die Installation vorzubereiten.

Dazu wählt man links in der Sidebar die VBOX HARDDISK Media aus und klickt in der Symbolleiste auf den Löschen-Knopf. Anschließend vergibt man einen Namen (vorzugsweise Macintosh HD), belässt das Format sowie Schema dem Standard und klickt auf Löschen. Einige Sekunden später ist die benötigte Partition erstellt und man kann das Festplattendienstprogramm beenden.

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Daraufhin landet man wieder im Eingangsbildschirm, der nun die gerade erstellte Partition mitsamt der Installations-DVD (quasi der ISO-Datei) anzeigt.

Hier wählt man jetzt die Macintosh HD aus und klickt auf Fortfahren.

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Nun startet die Installation, die schlussendlich in die Konfiguration mit Einrichtung der Apple ID, Aktivierung von Siri u.ä. übergeht.

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Das ganze Prozedere nimmt ca. 20 Minuten in Anspruch; sollte aber nach erfolgreichem Abschluss wie folgt aussehen.

Um Irritationen zu vermeiden, sollte man außerdem darauf achten, dass für zukünftige Bootvorgänge die ISO-Datei von Sierra permanent ausgehängt ist.

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Schritt 4:

Die VM hat per default eine Auflösung von 1024×768 Pixeln. Man hat innerhalb der VM leider keine Möglichkeit diese Auflösung anzupassen, so dass der Weg erneut über die Konsole führt.

Wie schon in Schritt 2 darf keine VM laufen und man muss VirtualBox komplett beenden. Danach startet man unter Windows als Administrator die Eingabeaufforderung respektive das Terminal unter macOS und gibt folgendes Kommando ein:

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal2/EfiGopMode" N

Das N am Ende ist dabei für die Auflösung verantwortlich und muss durch eine der folgenden Zahlen ersetzt werden:

  • 0 ergibt eine Auflösung von 640×480 Pixeln
  • 1 ergibt eine Auflösung von 800×600 Pixeln
  • 2 ergibt eine Auflösung von 1024×768 Pixeln
  • 3 ergibt eine Auflösung von 1280×1024 Pixeln
  • 4 ergibt eine Auflösung von 1440×900 Pixeln
  • 5 ergibt eine Auflösung von 1920×1200 Pixeln

Schritt 5 (optional):

Um jetzt die neusten Beta-Versionen von macOS testen zu können, muss man sich innerhalb der VM bei Apple anmelden, ein kleines Zusatzprogramm installieren und den Mac App Store aufsuchen…

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(inspired by)

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Wann wurde macOS das letzte Mal neu installiert?

Kleine Spielerei am Rande: wer immer schon mal wissen wollte, wann macOS das letzte Mal komplett neu auf seinem Mac installiert wurde, sollte das folgende Terminal-Kommando ausprobieren…

ls -l /var/db/.AppleSetupDone

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In meinem Fall ist es der 22. Dezember 2016; da die Datei noch jünger als 6 Monate ist, wird hier die Uhrzeit anstatt der Jahreszahl angezeigt 

Wichtig dabei: die Datei wird nach dem ersten Booten generiert und überlebt sämtliche Upgrade-Prozesse. Hat also jemand seit Mac OS X Snow Leopard das Betriebssystem immer nur aktualisiert, wird hier vermutlich ein Datum um 2009 herum angezeigt werden. Erst bei einer kompletten Neuinstallation wird diese Datei neu geschrieben.

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macOS Tipp: ISO-Datei von macOS Sierra erstellen

Damals™, als es noch Installations-DVDs gab…

Seit einigen Jahren werden OS X respektive macOS ausschließlich über den Mac App Store verteilt. Das ist an sich super bequem, hat aber einen entscheidenden Nachteil: möchte man, z.B. zum Testen in virtuellen Maschinen o.ä., ein überall installierbares Installationsmedium erstellen, schaut man erst mal in die Röhre.

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Daher nachfolgend eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man mit Bordmitteln innerhalb von wenigen Minuten eine ISO-Datei von macOS Sierra erstellt.

Schritt 1:

Zunächst öffnet man den Mac App Store und lädt sich das dort angebotene, gut 5 GB große Installations-Image von macOS Sierra herunter.

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Sobald das geschafft ist, öffnet sich automatisch die normale macOS-Installationsroutine, die man mit dem Tastenkürzel Cmd+Q beendet.

Das Installations-Image wird daraufhin nicht gelöscht, sondern liegt weiterhin im Programme-Ordner (/Applications) und soll nun als Quelle für unsere zu erstellende ISO-Datei dienen.

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Schritt 2:

Damit es bei den folgenden Terminal-Kommandos zu keinen Fehlern kommt, empfehle ich jetzt das Festplattendienstprogramm (zu finden in /Applications/Utilities) zu starten. Wichtig sind hier insbesondere die Mount-Points.

Sollte im Festplattendienstprogramm das gerade aus dem MAS heruntergeladene Installations-Image namens OS X Install ESD noch gemountet sein, ist darauf zu achten, dass der Mount-Point /Volumes/install_app lautet. Ist das nicht der Fall, muss die Image-Datei ausgeworfen und über das Terminal neu gemountet werden:

hdiutil attach /Applications/Install\ macOS\ Sierra.app/Contents/SharedSupport/InstallESD.dmg -noverify -nobrowse -mountpoint /Volumes/install_app

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Schritt 3:

Anschließend wird im tmp-Verzeichnis ein beschreibbares, gut 7 GB großes und vorerst leeres Disk-Image erstellt, das anschließend als /Volumes/install_build gemountet wird.

hdiutil create -o /tmp/Sierra.cdr -size 7316m -layout SPUD -fs HFS+J
hdiutil attach /tmp/Sierra.cdr.dmg -noverify -nobrowse -mountpoint /Volumes/install_build

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Schritt 4:

Die nun folgenden Terminal-Kommandos kopieren alle zur Installation benötigten Dateien aus dem heruntergeladenen Installations-Image in das zuvor erstellte leere Disk-Image. Dazu werden nicht benötigte Dateien bzw. Links entfernt:

asr restore -source /Volumes/install_app/BaseSystem.dmg -target /Volumes/install_build -noprompt -noverify -erase
rm /Volumes/OS\ X\ Base\ System/System/Installation/Packages
cp -rp /Volumes/install_app/Packages /Volumes/OS\ X\ Base\ System/System/Installation/
cp -rp /Volumes/install_app/BaseSystem.chunklist /Volumes/OS\ X\ Base\ System/BaseSystem.chunklist
cp -rp /Volumes/install_app/BaseSystem.dmg /Volumes/OS\ X\ Base\ System/BaseSystem.dmg

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Schritt 5:

Abschließend muss man die in Schritt 2 und 3 gemounteten Images wieder aushängen, das nun nicht mehr leere Disk-Image in eine ISO-Datei konvertieren und diese auf den Desktop verschieben:

hdiutil detach /Volumes/install_app
hdiutil detach /Volumes/OS\ X\ Base\ System
hdiutil convert /tmp/Sierra.cdr.dmg -format UDTO -o /tmp/Sierra.iso
mv /tmp/Sierra.iso.cdr ~/Desktop/Sierra.iso

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Diese ISO-Datei kann man nun auf eine DVD brennen oder zur Erstellung von virtuellen Maschinen nutzen.

Zu guter Letzt vielleicht noch mal dieser Screenshot vom Terminal, der die ganzen Kommandos chronologisch bzw. zusammenfassend aufzeigt.

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Wer Schreibarbeit bzw. vergleichsweise viel copy-and-paste sparen möchte, kann auch einfach dieses Skript mit allen hier aufgeführten Befehlen ausführen (danke Fischmuetze).

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Gewinnspiel: WISO steuer: 2017 für den Mac · Steuererklärung 2016

Vor gut zwei Wochen hatte ich an dieser Stelle WISO steuer:Mac 2017 in einem Review ausführlicher vorgestellt.

Heute soll das passende Gewinnspiel folgen.

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Der Entwickler Buhl Data Service GmbH hat aptgetupdateDE drei Mac App Store Promo Codes von WISO steuer: 2017 für den Mac für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Rafflecopter zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Donnerstag, den 16.02.2017, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

Wer WISO steuer:Mac 2017 lieber kaufen möchte, wird im Mac App Store, bei Amazon, direkt beim Entwickler sowie im Einzelhandel fündig.

Die Preise beginnen aktuell bei knapp 25 Euro.

WISO steuer: 2017 - Erklärung 2016 einfach genial
Entwickler: Buhl Data Service GmbH
Preis: 27,99 €

Die korrespondierenden mobilen Versionen für iOS und Android mit Synchronisation über die (WISO-)Cloud sind für Besitzer einer Desktop-Version von WISO steuer: 2017 komplett kostenlos.

Andernfalls werden für die elektronische Abgabe der Steuererklärung per ELSTER beim Finanzamt versionsabhängig aktuell 26,99 Euro bzw. 34,99 Euro über einen In-App-Kauf fällig.

WISO steuer:App 2017
Preis: Kostenlos+