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Review: Snowflake · Internetradio-App für OS X

Ich bin seit etlichen Jahren ein großer Fan des Musikstreamingdienstes Spotify. Ich höre aber auch immer wieder gerne Radio. Gerade nach Auslandsaufenthalten finde ich es ziemlich cool die dabei liebgewonnene Radiosender auch daheim über das Internet hören zu können.

Das hat sich auch der Ludwigsburger Softwareentwickler Vemedio gedacht, der vor ein paar Wochen mit Snowflake eine neue kostenlose* Internet Radio Streaming App für den Mac final veröffentlicht hat. Nachfolgend ein kleiner Test dieser App.

Radiostreams suchen

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Nach dem ersten Start von Snowflake muss man zunächst einmal neue Radiosender über das Pluszeichen finden.

Mit der integrierten Live-Suche kein Problem, die mit jedem neuen Tastenanschlag eine Liste passender Radiosender anzeigt, die man einzeln über das Sternsymbol rechts neben dem Namen direkt seinen Favoriten hinzufügen kann. Dazu wird auch eine nach Genre sortierte Liste von Radiosendern angeboten, die sich aber irgendwie selbst disqualifiziert, da sie nicht durchsuchbar ist. Eine nach geografischer Region sortierte Liste von Sendern wird nicht angeboten.

In Snowflake sind mit der neusten Version 1.0.1 über das Shoutcast/Icecast Streaming Protokoll out-of-the-box schon ca. 25.000 Radiosender integriert. Sollte das nicht ausreichen, kann man über die Eingabe einer Streaming URL weitere Sender in die App importieren.

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Radiostreams abspielen

Unter Meine Stationen ist die Liste favorisierter Radiosender zu finden, von der man die Streams über einen einfachen Klick starten kann.

Neben der eigentlichen Radiostation werden im Player auch die Qualität des Streams, der Interpret, der Titel sowie das passende Cover angezeigt. Außerdem kann man unter Gespielte Titel eine History gespielter Songs einsehen und diese über das entsprechende Symbol direkt im iTunes Store bzw. bei Amazon kaufen.

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Geht man mit der Maus über den Player, kommen drei klickbare Symbole zum Vorschein.

So kann man hier einen 10-Band-Equalizer inkl. diverser Presets und eine Lautsprecheransicht einblenden lassen. Die Lautsprecheransicht ist insofern interessant, als dass man hier den gerade abgespielten Sender (u.a. über AirPlay) auf externe Lautsprecher streamen kann.

Deaktiviert man alle Ansichten bleibt ein sehr minimalistischer Player übrig, der etwas an den iTunes MiniPlayer erinnert.

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Sonstiges

Snowflake unterstützt die OS X Mitteilungszentrale, in der die zuletzt gespielten Songs inkl. Albumcover angezeigt werden.

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Darüber hinaus kann man die App auch völlig unabhängig vom Player aus der OS X Menüleise heraus steuern.

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*Preise und Verfügbarkeit

Snowflake wird momentan ausschließlich über die Webseite von Entwickler Vemedio angeboten. Die App ist in der Basisversion kostenlos. Der Preis von 9,99 US-Dollar wird erst fällig, wenn man den Equalizer oder das Streamen auf externe Lautsprecher (AirPlay, Bluetooth, Thunderbolt, Firewire etc.) nutzen möchte.

Zur Installation wird OS X 10.10 Yosemite vorausgesetzt.

-> http://vemedio.de/products/snowflake

P.S. Zur Zeit kann man über den Gutschein-Code BETA 20% des Preises sparen.

FAZIT

Vemedio kennen die meisten sicherlich von der Podcast-App Instacast oder vielleicht sogar noch von Snowtape. Snowflake kann man als eine Art Nachfolger von Snowtape betrachten, sofern man die nicht integrierte Aufnahmefunktion weglässt.

Die App läuft stabil und auch die von mir gesuchten Radiosender wurden weitestgehend gefunden. Im Vergleich zum wohl größten Konkurrenten Radium fehlt Snowflake im Grunde genommen nur eine passende iOS-App, die sämtliche Streams über die iCloud synchronisiert.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

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OS X Tipp: PDF Dateien mit Vorschau verkleinern und optimieren

Jeder hat sicherlich schon mal ein paar Seiten gescannt und sich anschließend über die Größe der daraus entstandenen PDF Datei gewundert.

Nun gibt es für den Mac eine Vielzahl an Apps, die PDF Dateien verkleinern oder einfach nur in s/w oder Grautöne umwandeln können. Aber warum irgendwelche 3rd Party Apps installieren, wenn es auch mit Hausmitteln von OS X geht?! Genauer gesagt mit der Exportfunktion (Ablage > Exportieren…) der leider viel zu oft unterschätzten Vorschau App.

Was ist zu tun?

Ohne jetzt groß ins technische Detail gehen zu wollen, muss in dieser Exportansicht nur ein für das Vorhaben passender Quartz-Filter ausgewählt werden.

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Für meine Fall passte der Reduce File Size Filter optimal, der mein gescanntes Dokument von 2,8 MB auf gerade mal 78 KB schrumpfen lies, was natürlich zu Lasten der Qualität des PDFs ging. Man kann auch mehrere Filter nacheinander anwenden, sollte dann allerdings darauf achten das richtige Dokument geöffnet zu haben.

Sollten die vorgegebenen Filter den eigenen Ansprüchen nicht genügen, kann man außerdem neue erstellen.

Dazu öffnet man im Ordner Programme > Dienstprogramme das ColorSync-Dienstprogramm und erstellt über das Plus-Zeichen in der Filter-Ansicht einen für seine Zwecke passenden neuen Filter.

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Hier lassen sich neben der Farbverwaltung für beispielsweise Grautöne auch Bildeffekte und PDF-Retuschierungen hinzufügen.

Anschließend muss der gerade erstellte Filter noch an den richtigen Ort kopiert werden, damit er in der Vorschau App unter den Quartz-Filtern angezeigt wird.

Quellverzeichnis:

~/Library/Filters

Zielverzeichnis (Admin Rechte nötig):

/System/Library/Filters

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Review: Banking 4X · Onlinebanking unter OS X

Geht es um das Thema Onlinebanking auf dem Mac, gab es von mir in den letzten Jahren mit immer wieder nur eine Empfehlung: MoneyMoney. Wobei man auch sagen muss, dass Sparfüchse ohne große Designansprüche auch einmal einen Blick auf das kostenlose Pecunia werfen sollten.

Ich persönlich schwöre aber auf MoneyMoney, das ständig weiterentwickelt wird und meiner Meinung nach in einer nach wie vor nicht verfügbaren iOS App nur eine ganz große Schwäche hat. Dort, unter iOS, setzten meine Frau und ich seit gut einem Jahr auf Banking 4i, das unter dem Namen Banking 4A auch für Android, Kindle Fire und Blackberry sowie Banking 4W für Windows angeboten wird.

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Eine Version für den Mac, die konsequenterweise Banking 4X heißt, war seinerzeit zunächst in Entwicklung und wurde nach einer Beta-Phase erst Anfang Dezember 2014 final im Mac App Store veröffentlicht.

Der große, nicht zu unterschätzende Vorteil gegenüber MoneyMoney liegt auf der Hand: plattformübergreifende (Cloud-)Synchronisierung aller Konten, Umsätze etc. ohne etwas doppelt lesen oder bearbeiten bzw. zwei Apps (MoneyMoney und Banking 4i) in Sachen Konten, Kategorisierung etc. pflegen zu müssen. Doch reicht dieser eine Vorteil, um auch funktional mit MoneyMoney mithalten zu können?! Let’s find out ;)

Anlegen eines Datentresors

Generell ist zu sagen, dass ich Nutzern von Banking 4i (4A, 4W) nachfolgend nichts Neues erzähle. Banking 4X verhält sich in der Bedienung sehr ähnlich, was Banking 4 Veteranen einen sehr leichten Einstieg in die App ermöglicht.

Zu Beginn müssen Neueinsteiger auf jeden Fall einen neuen Datentresor mit Namen und Masterpasswort zum Entsperren der App erstellen. Ich habe den Tresor, der mit 256 Bit AES Verschlüsselung gesichert ist, in diesem Beispiel Konten benannt, da ich meine Konten für das Onlinebanking verwalten möchte.

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Man kann auch mehrere Datentresore erstellen, was ziemlich praktisch ist, sofern mehrere Personen mit der App arbeiten sollen oder man seine privaten und geschäftlichen Konten räumlich getrennt aufbewahren möchte.

Datentresore in der Cloud

Im Gegensatz zu den Neukunden haben Bestandskunden über eine Cloud die Möglichkeit vorhandene Datentresore anderer Banking 4 Versionen inkl. der damit verbundenen Konten online zu synchronisieren.

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Wie schon bei B4i wird neben Dropbox und WebDAV auch die Synchronisation über die iCloud, die ich persönlich nutze, unterstützt.

Da die Synchronisation halbautomatisch erfolgt, sollte man bei der Nutzung dieses Features darauf achten, dass zum einen die entsprechende Cloud bereit ist und zum anderen das richtige Wolkensymbol, nämlich die Wolke mit dem grünen Haken, erscheint. Andernfalls ist die Datenintegrität nicht gewährleistet und es kann zu Abweichungen kommen. Um Irritationen zu vermieden und die Gleichheit der Daten in der Cloud und lokal zu 100% sicher zu stellen, sollte man nach dem Start von B4X einfach kurz auf das Wolkensymbol klicken.

Folgende Wolkensymbole sind möglich:

Über ein Kontextmenü hat man in dieser Ansicht zudem die Möglichkeit den Tresor umzubenennen, zu löschen oder das Passwort zu ändern.

Möchte man übrigens völlig ohne Cloud arbeiten aber dennoch einen gewissen Grad der Synchronisierung zwischen iOS und OS X herstellen, wird von B4X auch die iTunes Dateifreigabe unterstützt.

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Einrichten von Konten

B4X kann sowohl Online- als auch Offline-Konten verwalten.

Speziell beim Kontotyp Bankkonto werden derzeit über 3.000 deutsche Kreditinstitute unterstützt. Dazu gesellen sich diverse Kreditkarten und PayPal. Eine genau Auflistung findet sich auf der Webseite von Entwickler Subsembly, so dass jedermann vor der ersten Einrichtung eines Kontos nachschauen kann, ob seine eigene Bank mit B4X zusammenarbeitet.

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Generell gilt, dass die Konten bzw. Kreditkarten eine der folgenden Zugangsarten unterstützen müssen, um eigerichtet werden zu können:

  • HBCI+ bzw. FinTS mit PIN/TAN Sicherheitsverfahren (iTAN, Mobile-TAN, Chip-TAN, Sm@rt-TAN-Plus)
  • HBCI mit Schlüsseldatei (RDH Sicherheitsverfahren)
  • DKB VISA Konten über HTML Screen Scraping
  • LBB Kreditkartenkonten (Amazon, AirBerlin, ADAC) über HTML Screen Scraping
  • PayPal Konten über HTML Screen Scraping oder PayPal NVP API

Auffällig ist, dass B4X derzeit kein Onlinebanking mit einer HBCI Chipkarte ermöglicht. Auch das BestSign Sicherheitsverfahren ist nur eingeschränkt möglich, da zusätzlich ein PC benötigt wird, um den SealOne USB-Stick anzuschließen.

Beim PayPal-Konto, und das schrieb ich bereits im Review zu Banking 4i, sollte man die Einrichtung über die PayPal API sicherstellen, deren Berechtigung auf der PayPal Homepage angefordert werden muss.

Kontenansicht

Die Hauptansicht bietet wenig Überraschungen und gliedert sich in die gewohnten zwei Teile ein.

Links findet sich die Finanzübersicht mit den einzelnen Konten. Rechts daneben die einzelnen Umsätze zum jeweils ausgewählten Konto.

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Die neusten Buchungen sind, je nach Konfiguration in den Einstellungen von B4X, ganz oben zu finden. Neue, noch ungelesene Buchungen werden in der Liste fett gedruckt dargestellt und lassen sich durch Antippen mit Buchungsdetails betrachten, die wiederum nach Kontoart unterschiedlich ausfallen.

Außerdem sieht man hier auch schon die zu jedem Umsatz gehörende Kategorie, die schlussendlich für die Auswertung wichtig ist.

Kategorien

Wie von B4i (B4A, B4W) gewohnt, bietet auch B4X out-of-the-box schon eine sehr detaillierte, an ein Haushaltsbuch angelehnte Kategorisierung, die für Einnahmen und Ausgaben gleichermaßen gilt, an.

Das Ganze ist selbstverständlich editierbar und zu jeder Kategorie, wie Arbeit, Wohnen, Freizeit oder Gesundheit, lassen sich Unterkategorien und/oder eine Beschreibung sowie Regeln und ggf. ein Budget festlegen.

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manuelle vs. dynamische Kategorisierung

Regeln sich wichtig, sofern man weitestgehend eine dynamische Kategorisierung seiner Umsätze erreichen möchte. B4X versucht über Schlagworte die Kategorie für einen Umsatz automatisch zu ermitteln. Dieser Vorgang ist zudem dynamisch, was bedeutet, dass sich Veränderungen am Kategorienbaum oder den Stichwörtern unmittelbar auf alle Umsätze auswirken.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man, wenn man diese dynamische Kategorisierung komplett durchziehen möchte, sich schon etwas Gedanken zu den Schlagworten machen sollte. Ich empfehle daher sich vergangene Buchungen von Tankstellen, Supermärkten, Restaurants, Versicherungen, TV- und Internetgebühren, Miete etc. anzusehen und die eigenen Schlagworte (z.B. aus dem Verwendungszweck) daran anzupassen. Es lohnt sich und vermeidet die teils mühevolle manuelle Kategorisierung.

Auswertung

Hat man alle seine Umsätze kategorisiert, steht einer kleinen Auswertung, die Einnahmen und Ausgaben für einen definierbaren Zeitraum gegenüber stellt, nichts mehr im Wege. Ist ein Budget für eine bestimmte Kategorie festgelegt, wird es in dieser Übersicht inkl. dessen Ausschöpfung ebenfalls ausgewertet.

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Leider fehlt derzeit noch eine grafische Auswertung, so dass man mit den reinen Zahlen vorlieb nehmen muss.

Wichtig: Es werden bei der Auswertung nur Konten berücksichtigt, deren Saldo in der Gesamtsumme der Finanzübersicht einbezogen sind.

Zahlungsverkehr organisieren

Ein weiterer großer Punkt von B4X betrifft die Organisation des Zahlungsverkehrs, der, sofern möglich, per Onlinebanking abgewickelt wird.

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Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Ansicht Zahlungsverkehr, die für jedes Konto zur Verfügung steht und in der man erwartete Zahlungen und Gutschriften erfassen kann.

Gleiches gilt auch für Daueraufträge, die hier unter wiederkehrende Zahlungen und Gutschriften verwaltet werden.

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Wichtig in diesem Zusammenhang sind Angaben zum Zahlungsempfänger/Zahlungspflichtigen (Name, IBAN…), Betrag, Buchungsinformationen (Verwendungszweck, Kategorie…) und der geplante Termin. Darüber hinaus lassen sich mehrere Zahlungen zu einem Sammelauftrag (Sammelüberweisung oder Sammellastschrift) zusammenfassen.

Onlinebanking

Hierbei handelt es sich wohl im das Hauptfeature von Banking 4X.

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Neben normalen Umbuchungen können hier auch (Termin-)Überweisungen, Daueraufträge und (Dauer-)Lastschriften gemäß dem SEPA-Standard erfasst und an die Bank geschickt werden. Außerdem kann man eine Nachricht an die Bank versenden oder ein Guthaben eines Prepaid-Handyvertrages aufladen, sofern die Bank dieses Feature unterstützt.

Wichtig für die Eingabe der IBAN: Man kann weiterhin über das kleine umkreiste i rechts neben dem IBAN-Feld die Kontonummer und Bankleitzahl eingeben. B4X errechnet aus diesen Daten IBAN und BIC, was Schreibfehler minimiert.

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Dokumente (Elektronische Kontoauszüge)

Bei fast allen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie einigen anderen Banken ist es möglich, echte elektronische Kontoauszüge per Onlinebanking abzurufen.

Für dieses Feature muss man unter Umständen erst seine Bank informieren bzw. um Bereitstellung bitten. Auf jeden Fall sollte man im Hinterkopf behalten, dass einmal online abgerufene elektronische Kontoauszüge später nicht mehr am Kontoauszugsdrucker verfügbar sind.

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Sonstiges

Auch sonst lässt Banking 4X kaum Wünsche offen.

Man kann beispielsweise seine auf Papier existierenden TAN-Listen über eine ASCII-Datei in die App importieren, Splitbuchungen ausführen, sichtbare Spalten bei den Kontoumsätzen definieren, den vom Überweisungsträger losgelösten IBAN-Rechner nutzen oder bei Verbindungsproblemen das (Online-)Protokoll der App nach Fehlern durchsuchen. Zudem kann man gekündigte Konten, ohne sie zu löschen, unsichtbar schalten, was den Vorteil hat, dass man für den Fall der Fälle alle Umsätze behält, man kann einzelne Konten vom Gesamtvermögen ausschließen, Kontostammdaten ändern oder Vorlagen für oft ausgeführte Überweisungen erstellen.

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Für Umsteiger von anderen Onlinebanking-Apps gibt es eine sehr umfangreiche Importfunktion für Umsatzdaten, Vorlagen, Kategorien, TAN-Nummern oder Zahlungen. Die Daten müssen für dieses Vorhaben in der Regel als CSV-Datei vorliegen.

Eine Exportfunktion ist ebenfalls in die App integriert.

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Für weiterführende Informationen empfehle ich das 128 Seiten starke Handbuch (Direktdownload) zu Banking 4X, in dem alle hier vorgestellten und weitere kleinere, bisher nicht genannte Funktionen der App genau beleuchtet werden. Dazu empfehle ich bei Featurewünschen einen Blick auf die Feedback Seite von Entwickler Subsembly; bei Problemen mit der App helfen entweder der direkte Kontakt zu den Entwicklern oder das Onlinebanking Forum weiter.

Preise und Verfügbarkeit

Banking 4X wird gratis im Mac App Store zum Herunterladen angeboten. Möchte man Konten von mehr als nur einer Bank verwalten, kann man das Multi-Bank Feature per IAP für 19,99 Euro freischalten. Für 39,99 Euro gibt es die Business Freischaltung, die die geschäftliche Nutzung der App mit Unterstützung von Lastschriften und Sammelaufträgen ermöglicht.

Zur Installation wird OS X 10.8 Mountain Lion vorausgesetzt.

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Der Vollständigkeit halber sei auch noch mal die iOS App Banking 4i (unser Review) erwähnt, die in der Starter-Version kostenlos ist (ebenfalls auf nur ein Kreditinstitut limitiert) und als Vollversion einmalig 4,99 Euro kostet.

Banking 4X (AppStore Link) Banking 4X
Hersteller: Subsembly GmbH
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download
Banking 4i (AppStore Link) Banking 4i
Hersteller: Subsembly GmbH
Freigabe: 4+
Preis: 4,99 € Download

FAZIT

Durch die wirklich sehr, sehr gute iOS App hatte ich schon während der frühen Beta Phase von Banking 4X zugegebenermaßen extrem hohe Erwartungen. Konnten diese erfüllt werden?! Klares Jein. Der Reifegrad der iOS App wird nach heutigem Stand noch nicht von der OS X Version von Banking 4 erreicht, was im Endeffekt aber nicht so schlimm ist. Die viel entscheidendere Frage lautete für mich: Bleibe ich bei MoneyMoney oder wechsele ich zu Banking 4X?

Ich nutze MoneyMoney und Banking 4X derzeit noch parallel. Für MoneyMoney sprechen die (meiner Meinung nach) intuitivere Bedienung, das wesentlich bessere Design, eine rudimentäre grafische Auswertung der Umsätze und die Unterstützung des Onlinebankings mit einer HBCI Chipkarte. Für Banking 4X sprechen die Multi-User Fähigkeit, die mobilen Apps, die tadellos funktionierende plattformübergreifende Synchronisation aller Daten und natürlich die kostenlose Nutzung der App, sofern man nur Konten eines Kreditinstitut verwalten möchte.

Die Entscheidung hängt also sehr von den eigenen Ansprüchen ab. Nicht jeder braucht eine mobile App, andere nutzen keine HBCI Chipkarte… Eine allgemeine Empfehlung möchte daher nicht mehr geben.

Vielleicht nur soviel: Ich persönlich tendiere zu Banking 4X, weil ich einfach das Verwalten zweier Apps, die nicht miteinander reden können, leid bin. Hinzu kommt, dass auch Banking 4X einer sehr aktiven Entwicklung unterliegt. So ist die Unterstützung von HBCI Chipkarten intern schon erfolgreich getestet und wird in einem kommenden Update kostenlos integriert. Des Weiteren ist für das laufende Jahr auch fest eingeplant alle Versionen von Banking 4 (mobil und Desktop) optisch und funktional auf den gleichen Stand zu heben (ich winke in diesem Zusammenhang gerne in Richtung StarMoney).

Abstürze oder Datenverlust, die in den App Store Bewertungen immer wieder als negative Punkte angesprochen werden, konnte ich in meinem Testzeitraum von nunmehr gut drei Monaten überhaupt nicht feststellen.

Dennoch eine kurze Warnung vor der in der letzten Woche erschienenen Version 5.4.3 von B4X: Dort hat sich ein fieser Bug eingeschlichen, der die App dann doch nachvollziehbar zum Absturz bringt, sobald man ein Konto löscht. Es geht dabei zwar nichts kaputt und das Konto wird letztendlich auch gelöscht aber dennoch ärgerlich. Das Problem ist beim Entwickler bekannt und wird in einem zukünftigen Update behoben.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

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Noizio · Ambient Sound Equalizer zum Relaxen

noizioGegen Ende des letzten Jahres bin ich durch Jürgen auf Noizio aufmerksam geworden.

Bei dieser kostenlosen (Menüleisten-)App handelt es sich um einen Ambient Sound Equalizer, der über aktuell 10 verschiedene Hintergrundgeräusche wie Regen, Wind, Lagerfeuer oder Meeresrauschen zum Relaxen auffordert. Dazu lässt es sich auch sehr produktiv arbeiten.

Das Ganze funktioniert erstaunlicherweise wirklich sehr gut. Man mixt seine favorisierten Geräusche, stellt die Intensität ein, Kopfhörer auf und los gehts. AirPlay und ein Autopause Timer sind ebenfalls integriert.

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OS X 10.8 Mountain Lion wird zur Installation vorausgesetzt. Für die zur Mac App passende iOS Version von Noizio muss mindestens iOS 7 installiert sein.

Noizio (AppStore Link) Noizio
Hersteller: Kyrylo Kovalin
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download
Noizio (AppStore Link) Noizio
Hersteller: Shi Ding
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download

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Spotify4Me · Spotify von der OS X Mitteilungszentrale steuern

Immer mehr Apps unterstützten seit OS X Yosemite mehr oder weniger sinnvolle Widgets für die OS X Mitteilungszentrale.

Die Spotify App für den Mac gehört bisher leider nicht dazu aber es gibt in Form von Spotify4Me Abhilfe.

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Nach dem Start dieser kostenlosen App, kann man das Spotify4Me-Widget der ‘Heute-Ansicht’ hinzufügen und fortan Spotify von dort steuern. Die Spotify App muss dafür natürlich weiterhin im Hintergrund laufen.

Neben dem Cover des aktuell gespielten Songs, werden Interpret, Album und der eigentliche Titel angezeigt. Man kann in seiner Playliste hin- und herspringen, Songs pausieren oder die Laustärke anpassen.

-> https://github.com/pistolenernie/Spotify4Me

(via)

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Review: WISO steuer: 2015 für Mac OS X · Steuererklärung 2014 (Gewinnspiel inside)

Es ist noch gar nicht so lange her, da musste sich der geneigte Mac-User eine Windows-VM installieren, um auf dem Mac seine Steuererklärung zu erledigen.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe nativer Lösungen. WISO steuer war meines Wissen Ende 2011 die erste Windows-App, die den Systemsprung erfolgreich gewagt hat und seither im gewohnten Jahreszyklus neu erscheint. Nachfolgend mein Blick auf den neusten Spross aus dem Hause Buhl.

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Gleich nach dem ersten Start der App fällt auf, dass sich die Entwickler auch hier den neuen Designrichtlinien von OS X Yosemite unterworfen haben. Sämtliche Icons, Schaltflächen, Eingabemasken u.s.w. werden gegenüber dem direkten Vorgänger, WISO steuer:2014, flacher dargestellt. Auch die Menüs sind nun strukturierter, so dass ich zuversichtlich bin, dass meine jährliche Erwartungshaltung, den Windows-Unterbau gar nicht mehr zu spüren, bestimmt irgendwann erfüllt wird ;)

Generell gilt auch für die diesjährige Version, dass man nicht nur die Einkommensteuererklärung 2014, sondern auch folgende Erklärungen und Anträge abhandeln kann:

  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung 2014/2015
  • Lohnsteuer-Ermäßigung 2015
  • Einkommensteuer-Vorerfassung und Prognose 2015
  • Umsatzsteuer-Voranmeldung und Anmeldesteuern 2015
  • Feststellungserklärung 2014
  • Umsatzsteuererklärung 2014
  • Gewerbesteuererklärung 2014
  • Gehaltsrechner 2011-2015
  • Fahrtenbuch 2015
  • Minijobs im Privathaushalt 2015
  • Zuzahlungsbefreiung Krankenkasse 2015

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Da die Steuererklärung eine Fleißarbeit ist, die gut vorbereitet sein will, teilt WISO steuer das ganze Procedere in die aus den Vorgängerversionen gewöhnten vier Teile ein: Daten erfassen, Daten optimieren, Steuererklärung abheben sowie Steuerbescheid prüfen und ggf. Widerspruch einlegen.

Das Erfassen der Daten geschieht durch allgemeine Eingaben zur aktuellen Familiensituation, wie Wohnort, Familienstand, Kinder etc.. Anschließend werden Einnahmen und Ausgaben, wie Löhne, Renten, Einnahmen aus Vermietungen oder Zinsen gegenübergestellt.

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Wer sich Schreibarbeit sparen möchte, wählt die Option der Datenübernahme aus Vorgängerversionen der WISO Steuersoftware oder anderen Finanz- und Bürosoftwaren wie StarMoney, Bank X, Quicken, WISO EÜR und Kasse, orgaMAX u.ä..

Darüber hinaus kann man auch die schon aus der 2014er Version bekannte vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt) oder eine Datenübernahme aus steuer:Web, der Online-Plattform der WISO Steuersoftware, wählen.

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Für letztere Option steht neuerdings ein kleines Cloud-Symbol im Eingangsdialog zur Verfügung. Hier kann man sich einloggen und Daten in die (WISO-)Cloud kopieren bzw. lokal synchronisieren. Die Cloud-Variante hat zudem den Vorteil, dass man seine Steuererklärung bequem ohne weitere Kosten (sofern man die Mac- oder PC-Version von WISO steuer besitzt) mobile mit dem iPad oder Android-Tablet mit separat erhältlichen Apps (iOS, Android) erfassen und per ELSTER beim Finanzamt abgeben kann.

Sie nutzen WISO steuer:Web völlig kostenlos. Und schon ab 29,95 Euro geben Sie bis zu 5 Steuererklärungen ab.
Darin schon enthalten: Ihre Download-Version für das WISO Steuer-Sparbuch oder WISO steuer:Mac. Die passenden Apps gibt’s kostenlos im Apple App Store oder Google Play-Store.
Wer schon eine gültige Lizenz für das WISO Steuer-Sparbuch oder WISO steuer:Mac hat, für den ist die Steuererklärung per Web und App inklusive.
Ihr persönliches buhl:Konto verbindet Ihre Steuererklärung zwischen Desktop-Software, Web-Browser und Tablet.

Dieses mobile Feature wird in der Werbung übrigens als große Neuerung für die 2015er Version verkauft, was nicht ganz korrekt ist, denn eine iPad-App mit Möglichkeit zur Abgabe beim Finanzamt gab es bereits letztes Jahr. Ist aber dennoch ein cooles Zusatzfeature, zumal Entwickler Buhl auf deutsche Server (für eine Cloud ja nicht ganz uninteressant), HTTPS Übertragung sowie sichere Verschlüsselung und zusätzlichem Passwortschutz der Daten setzt.

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Wie auch immer man die Daten eingibt: Anschließend geht es an die Optimierung sowie Abgabe der Steuererklärung per ELSTER beim Finanzamt. Alternativ kann man die Formblätter der Steuererklärung auch ausdrucken und auf die elektronische Übertragung verzichten.

Ansonsten finden ‘alte WISO-Hasen’ alle bekannten Features der Vorgängerversionen.

Dazu gehören eine extrem umfangreiche Hilfefunktion, der Interview-Modus, begleitende Videos (da diese bei YouTube liegen, muss eine Internetverbindung vorhanden sein), einen Terminkalender mit Synchronisation zum OS X Kalender, verschiedene ELStAM-Anträge und Musterschreiben zur Kommunikation mit dem Finanzamt. Man kann zu jeder Eingabemaske Lesezeichen oder Notizen hinterlegen, es gibt Voransichten zu allen Formularen, detaillierte Angaben zur Endabrechnung beim Finanzamt, man kann Planspiele mit ‘Was-Wäre-Wenn-Szenarien’ durchspielen u.v.m..

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Preise und Verfügbarkeit

WISO steuer: 2014 wird im Mac App Store aktuell für 29,99 Euro verkauft. Dazu kann man die Software auch direkt bei Buhl, bei Amazon (& Co.) sowie im Einzelhandel kaufen. Skeptiker greifen, wie immer, vor dem Kauf zur kostenlosen aber funktional eingeschränkten Testversion. Zur Installation wird Mac OS X 10.6.6 minimal vorausgesetzt.

Die mobilen Apps für iPad und Android mit Synchronisation über die Cloud sind erst mal kostenlos zu haben und bleiben es auch, sofern man die Desktop-Variante von WISO steuer besitzt. Möchte man komplett mobil arbeiten und auf die Desktop-Versionen verzichten, werden für die Abgabe der Steuererklärung via ELSTER beim Finanzamt ebenfalls 29,99 Euro fällig.

WISO steuer: 2015 (AppStore Link) WISO steuer: 2015
Hersteller: Buhl Data Service GmbH
Freigabe: 4+
Preis: 29,99 € Download
WISO steuer:App 2015 (AppStore Link) WISO steuer:App 2015
Hersteller: Buhl Data Service GmbH
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download

Außerdem bietet Buhl sämtliche Vorgängerversionen von WISO steuer im Mac App Store zum Kauf an, was gerade für Nachzügler im Steuer-Dschungel interessant sein kann.

FAZIT

Was soll man sagen?! Ein neues Jahr, eine neue Steuerapp.

Dass man bei diesen jährlichen Updates keine großen Überraschungen erwarten darf, sollte jedem klar sein. Erfreulich sind auf jeden Fall die dezenten optischen Anpassungen und auch der mobile Trend der App, den es zwar, wie schon erwähnt, letztes Jahr schon gab aber der in der diesjährigen Version richtig gepushed wird.

Ansonsten läuft die App stabil und ist gewohnt funktional. Wenn ich übrigens für die 2016er Version einen (Design-)Wunsch frei hätte: Bitte entfernt die sichtbaren Scrollbalken in allen Fenstern. Das ist weder mac-ig noch zeitgemäß. Und ja ich weiß, das ist Meckern auf hohem Niveau ;)

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

VERLOSUNG

Der Entwickler Buhl Data Service GmbH hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel drei Mac App Store Promo Codes von WISO steuer: 2015 für den Mac zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt erneut Rafflecopter zum Einsatz, bei dem folgende Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 09.03.2015, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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NoBrainer der Woche: Yoink 3 · Zwischenablagespeicher für den Mac

Yoink vereinfacht das Drag’n’Drop von Dateien zwischen Fenstern, Programmen, Spaces und Vollbild-Programmen.

Kurzer Hinweis auf Yoink, eine App, die wir vor ein paar Jahren in einem Review schon mal näher vorgestellt hatten und die gestern in Version 3.0 erschienen ist

Neben den üblichen Bugfixes kann man mit Version 3 nun das Fenster vergrößern, verkleinern oder automatisch anpassen lassen und per Rechtsklick auf einen Datei-Stapel dessen Inhalt sehen.

Yoink 3 ist für Bestandskunden ein kostenloses Update. Neukunden sind derzeit im Rahmen des Two-Dollar-Tuesdays mit nur 1,79 Euro (der Preis liegt sonst bei 4,49 Euro) im Mac App Store dabei. Auf der Webseite des Entwicklers wird zudem eine kostenlose Demo angeboten.

Yoink (AppStore Link) Yoink
Hersteller: Matthias Gansrigler
Freigabe: 4+
Preis: 4,99 € Download