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Wann wurde macOS das letzte Mal neu installiert?

Kleine Spielerei am Rande: wer immer schon mal wissen wollte, wann macOS das letzte Mal komplett neu auf seinem Mac installiert wurde, sollte das folgende Terminal-Kommando ausprobieren…

ls -l /var/db/.AppleSetupDone

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In meinem Fall ist es der 22. Dezember 2016; da die Datei noch jünger als 6 Monate ist, wird hier die Uhrzeit anstatt der Jahreszahl angezeigt 

Wichtig dabei: die Datei wird nach dem ersten Booten generiert und überlebt sämtliche Upgrade-Prozesse. Hat also jemand seit Mac OS X Snow Leopard das Betriebssystem immer nur aktualisiert, wird hier vermutlich ein Datum um 2009 herum angezeigt werden. Erst bei einer kompletten Neuinstallation wird diese Datei neu geschrieben.

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macOS Tipp: ISO-Datei von macOS Sierra erstellen

Damals™, als es noch Installations-DVDs gab…

Seit einigen Jahren werden OS X respektive macOS ausschließlich über den Mac App Store verteilt. Das ist an sich super bequem, hat aber einen entscheidenden Nachteil: möchte man, z.B. zum Testen in virtuellen Maschinen o.ä., ein überall installierbares Installationsmedium erstellen, schaut man erst mal in die Röhre.

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Daher nachfolgend eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man mit Bordmitteln innerhalb von wenigen Minuten eine ISO-Datei von macOS Sierra erstellt.

Schritt 1:

Zunächst öffnet man den Mac App Store und lädt sich das dort angebotene, gut 5 GB große Installations-Image von macOS Sierra herunter.

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Sobald das geschafft ist, öffnet sich automatisch die normale macOS-Installationsroutine, die man mit dem Tastenkürzel Cmd+Q beendet.

Das Installations-Image wird daraufhin nicht gelöscht, sondern liegt weiterhin im Programme-Ordner (/Applications) und soll nun als Quelle für unsere zu erstellende ISO-Datei dienen.

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Schritt 2:

Damit es bei den folgenden Terminal-Kommandos zu keinen Fehlern kommt, empfehle ich jetzt das Festplattendienstprogramm (zu finden in /Applications/Utilities) zu starten. Wichtig sind hier insbesondere die Mount-Points.

Sollte im Festplattendienstprogramm das gerade aus dem MAS heruntergeladene Installations-Image namens OS X Install ESD noch gemountet sein, ist darauf zu achten, dass der Mount-Point /Volumes/install_app lautet. Ist das nicht der Fall, muss die Image-Datei ausgeworfen und über das Terminal neu gemountet werden:

hdiutil attach /Applications/Install\ macOS\ Sierra.app/Contents/SharedSupport/InstallESD.dmg -noverify -nobrowse -mountpoint /Volumes/install_app

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Schritt 3:

Anschließend wird im tmp-Verzeichnis ein beschreibbares, gut 7 GB großes und vorerst leeres Disk-Image erstellt, das anschließend als /Volumes/install_build gemountet wird.

hdiutil create -o /tmp/Sierra.cdr -size 7316m -layout SPUD -fs HFS+J
hdiutil attach /tmp/Sierra.cdr.dmg -noverify -nobrowse -mountpoint /Volumes/install_build

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Schritt 4:

Die nun folgenden Terminal-Kommandos kopieren alle zur Installation benötigten Dateien aus dem heruntergeladenen Installations-Image in das zuvor erstellte leere Disk-Image. Dazu werden nicht benötigte Dateien bzw. Links entfernt:

asr restore -source /Volumes/install_app/BaseSystem.dmg -target /Volumes/install_build -noprompt -noverify -erase
rm /Volumes/OS\ X\ Base\ System/System/Installation/Packages
cp -rp /Volumes/install_app/Packages /Volumes/OS\ X\ Base\ System/System/Installation/
cp -rp /Volumes/install_app/BaseSystem.chunklist /Volumes/OS\ X\ Base\ System/BaseSystem.chunklist
cp -rp /Volumes/install_app/BaseSystem.dmg /Volumes/OS\ X\ Base\ System/BaseSystem.dmg

Bildschirmfoto 2017-01-31 um 20.15.30

Schritt 5:

Abschließend muss man die in Schritt 2 und 3 gemounteten Images wieder aushängen, das nun nicht mehr leere Disk-Image in eine ISO-Datei konvertieren und diese auf den Desktop verschieben:

hdiutil detach /Volumes/install_app
hdiutil detach /Volumes/OS\ X\ Base\ System
hdiutil convert /tmp/Sierra.cdr.dmg -format UDTO -o /tmp/Sierra.iso
mv /tmp/Sierra.iso.cdr ~/Desktop/Sierra.iso

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Diese ISO-Datei kann man nun auf eine DVD brennen oder zur Erstellung von virtuellen Maschinen nutzen.

Zu guter Letzt vielleicht noch mal dieser Screenshot vom Terminal, der die ganzen Kommandos chronologisch bzw. zusammenfassend aufzeigt.

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Wer Schreibarbeit bzw. vergleichsweise viel copy-and-paste sparen möchte, kann auch einfach dieses Skript mit allen hier aufgeführten Befehlen ausführen (danke Fischmuetze).

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Kurztest: TextBar v2 · GeekTool für die macOS Menüleiste (reloaded)

Stammleser dieses Blogs kennen TextBar bereits aus vergangenen Artikeln. Ähnlich wie bei BitBar kann man mit dieser App beliebigen Text bzw. Ausgaben von Skripten in der macOS Menüleiste anzeigen und in gewissen Abständen automatisiert aktualisieren lassen.

Vor ein paar Tagen ist nun TextBar 2 veröffentlicht worden. Nachfolgend die drei wichtigsten Neuerungen.

1. Dynamic Values

Ab sofort können eigentlich in den Einstellungen von TextBar festgelegte Werte überschrieben werden.

Bildschirmfoto 2017-01-17 um 16.42.14-minishadow

Dazu müssen entsprechende Skripte um eine dynamic section erweitert werden, die wiederum mit einem ----TEXTBAR---- eingeleitet wird.

Im nachfolgenden Skript wird beispielsweise die Ausgabe des date-Kommandos (abweichend von den TextBar-Refresh-Einstellungen) alle fünf Sekunden aktualisiert.

#!/bin/bash
date
echo "----TEXTBAR----"
echo "REFRESH=5"

Gleiches kann man mit Bildern bzw. den Icons machen, die der eigentlichen Skriptausgabe vorgeschaltet werden können.

Bildschirmfoto 2017-01-17 um 20.43.51

Darüber hinaus lassen sich jetzt auch die Auswertung von HTML-Code und, wie oben im Screenshot zu sehen, ganze Webseiten mit dynamischen Skripten in die Menüleiste integrieren.

#!/bin/bash
echo "aguDE"
echo "http://www.aptgetupdate.de"
echo "----TEXTBAR----"
echo "VIEWTYPE=URL"
echo "VIEWSIZE=600,400"
echo "IMAGE=:$HOME/scripts/images/aguDE.png"

2. Last Update

Ebenfalls oben im Screenshot zu sehen: für jedes laufende Skript und Kommando wird die Zeit der letzten Aktualisierung angezeigt.

3. TextBar Live

Hinter TextBar Live versteckt sich ein neuer Dienst, der den Status aller definierten TextBar-Elemente von mehreren Macs gleichzeitig im Browser anzeigt.

Bildschirmfoto 2017-01-16 um 21.20.38-minishadow

Dieser Dienst wird im monatlichen Abo angeboten.

Dabei ist der erste Mac kostenlos; die Small-Subscription mit zwei Geräten liegt bei einem US-Dollar/Monat, die Medium-Subscription mit fünf Macs bei 2 US-Dollar/Monat.

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Preise und Verfügbarkeit

Für Bestandskunden ist das Upgrade auf TextBar v2 kostenfrei.

Neukunden können die App für 2,99 US-Dollar direkt vom Entwickler kaufen. Zur Installation wird OS X 10.9 Mavericks vorausgesetzt.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht außerdem eine auf sieben Tage begrenzte Testversion zur Verfügung. Bei GitHub findet man etliche kleine Skripte, die für den Einstieg bestens geeignet sind.

-> http://www.richsomerfield.com/apps/

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Mac App Store: Das spurlose Verschwinden von OS X

Dass Apple mit der Veröffentlichung einer neuen Version von macOS über den Mac App Store heimlich, still und leise die Vorgängerversion entfernt, sollte sich mittlerweile überall herumgesprochen haben. So wird beispielsweise seit dem Release von macOS Sierra der Vorgänger OS X El Capitan bei der Suche im MAS nicht mehr gefunden und kann somit auch nicht mehr heruntergeladen werden.

Wobei das nicht ganz stimmt, denn hat man Sierras Vorgänger irgendwann schon mal aus dem MAS geladen, kann man die jeweiligen Installationsimages über die gekauften Artikel erneut herunterladen. Warum allerdings diese (zumindest bei mir) schier unendlich lange Liste nicht durchsuchbar ist, bleibt wohl vorerst Apples Geheimnis. So muss man zumindest ungefähr wissen, wann man die jeweilige Version von OS X gekauft hat. So weit, so schlecht!

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 10.47.43-minishadow

Was aber machen Nutzer, die diese Vorgängerversionen nicht zumindest einmal geladen haben; sei es aus mangelndem Interesse oder komplette Neueinsteiger mit Hardware, die zu macOS Sierra nicht kompatibel ist?!

Für diejenigen gibt es de facto keine Möglichkeit an OS X El Capitan, Yosemite, Mavericks, Mountain Lion oder Lion heranzukommen. Apple weist zwar im Falle von El Capitan auf seinen Supportseiten darauf hin, dass man diese Version bequem aus dem MAS laden kann. Das geht aber nur, wenn man sie vorher schon mal geladen hat.

Wenn Ihr Mac-Computer das Betriebssystem Sierra nicht unterstützt oder wenn Sie Snow Leopard verwenden und ein Upgrade auf Sierra durchführen möchten, können Sie El Capitan im App Store erhalten.

Ich bezweifle zudem stark, dass der Mac App Store so intelligent ist, um automatisch zu erkennen, was für Hardware vorliegt, um dann die letzte kompatible Version von OS X zur Installation anzubieten. Wobei man genau das mal testen müsste.

Es wird aber noch verrückter. Man könnte ja einen Freund oder Bekannten um eine Kopie seines OS X El Capitan Images (oder Vorgänger) bitten. Sobald man aber den Installer ausführt, erscheint folgende Fehlermeldung:

This copy of the Install OS X El Capitan application can’t be verified. It may have been corrupted or tampered with during downloading.

Delete this copy of the application, and go to the Purchases page of the Mac App Store to download a new copy.

2016-10-13_14h18_48

Wir drehen uns also weiterhin im Kreis…  El Capitan wird bei den gekauften Artikeln nicht angezeigt, da man es ja nicht gekauft hat. Man kann es auch nicht mehr kaufen, da es nicht mehr zum Kauf angeboten wird, obwohl es sehr wohl für existierende Benutzer weiterhin verfügbar ist… Verständlich oder?! ;)

Auch wenn dieses Problem nur eine kleine Anzahl an Nutzern betrifft, die durch Inkompatibilitäten dazu gezwungen sind auf OS X El Capitan oder frühere Versionen zu setzen, will mir kein technischer Grund einfallen, der Apple dazu berechtigt, diese nicht mehr über den MAS zu verteilen.

(via Fischmuetze per Mail)

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LICEcap · Desktop Aufnahmen als animiertes GIF speichern

Zur Erstellung animierter GIFs von Bildschirmaufnahmen nutze ich unter OS X in der Regel GIF Brewery. Die App bietet unzählige Einstellmöglichkeiten; kostet derzeit allerdings auch knapp 5 Euro.

Weniger umfangreich und komfortabel aber dafür kostenlos und bestimmt auch für 80% oder 90% meiner GIF-Bildschirmaufnahmen ausreichend: die open source Lösung LICEcap

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Die App, die für den Mac und PC angeboten wird, charakterisiert das für GIF-Apps typische transparente Fenster, das den Bereich der Bildschirmaufnahme festlegt.

Dieses Fenster ist in der Größe beliebig anpassbar. Dazu lässt sich unten links die maximale Bildrate (frames per second) bestimmen.

Unten rechts startet man die Aufnahme, die zunächst ein weiteres Fenster mit Optionen wie einen vorgeschalteten Titelbildschirm, automatischen Stopp nach ‘x‘ Sekunden u.s.w. hervorbringt.

Bildschirmfoto 2016-07-01 um 20.43.46-minishadow

Über den Save-Knopf gehts danach tatsächlich los.

Während der Aufnahme kann man außerdem das Aufnahmefenster verschieben, die Aufnahme pausieren und Textnachrichten einfügen.

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Zur Installation von LICEcap werden OS X 10.4 Tiger, Windows XP oder höher vorausgesetzt. Der Quellcode zur App ist bei GitHub zu finden.

-> http://www.cockos.com/licecap/

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Calendar 366 · Menüleistenkalender für OS X derzeit kostenlos

Kurzer Hinweis auf Calendar 366, dessen großen Bruder Calendar 366 Plus wir kürzlich im Video-Review vorgestellt hatten und das derzeit kostenlos im Mac App Store zum Herunterladen angeboten wird.

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Wie damals im Review schon geschrieben, handelt es sich bei Calendar 366 um die reine Anzeige des Kalenders in der OS X Menüleiste.

Möchte man zusätzliche Funktionen wie das Erstellen, Verändern oder Löschen von Terminen und Erinnerungen sowie das Anzeigen aller Termine und Erinnerungen in einem Fenster u.s.w. haben, müssen 7,99 Euro per IAP zum Upgrade auf Calendar 366 Plus investiert werden.

Bildschirmfoto 2016 06 12 um 13 48 33 minishadow

Zur Installation wird minimal OS X 10.10 vorausgesetzt.

Calendar 366
Entwickler: Vincent Miethe
Preis: 1,99 €+