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Review: Teufel Bamster Pro · Bluetooth Lautsprecher

Ich hatte die letzten Wochen mal wieder die Möglichkeit etwas Hardware zu testen. Genauer gesagt geht es um den Teufel Bamster Pro, einen portablen Bluetooth Lautsprecher, der im Gegensatz zum Rockster XS eher für den Indoor-Einsatz konzipiert wurde. Nachfolgend mein Review:

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Lieferumfang

  • Teufel Bamster Pro BT-Lautsprecher
  • Ladeschale inkl. fest verbautes Netzteil
  • Papierkram

Erster Eindruck

Bevor es ans Eingemachte geht, steht natürlich das Unboxing auf dem Plan, das bei Teufel-Produkten ja mittlerweile zu einem kleinen Erlebnis geworden ist. In der hübsch gestalteten Verpackung verbirgt sich u.a. der Lautsprecher, der in einem nach unten offenen aber dennoch soliden Metallgehäuse aus sandgestrahltem, matt-eloxiertem Aluminium daherkommt. Der Boden besteht aus schlagfestem ABS-Kunststoff.

Bei Abmessungen von 8,20 x 20,40 x 7,8 cm (T x B x H) bringt der Bamster Pro handgemessene 765 Gramm (der Hersteller gibt 770 Gramm an) auf die Waage und ist damit etwas größer als sein Outdoor-Bruder Rockster XS.

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Durch sein Design ist der Lautsprecher nur liegend einsetzbar; bietet allerdings durch die mitgelieferte Ladeschale gleich ein schönes Feature, das ich bei vielen anderen BT-Lautsprechern bisher vermisst hatte.

Die Verarbeitung ist, wie nicht anders von Teufel zu erwarten, sehr hochwertig.

Technologie und Akku

Auf technischer Ebene setzt der Bamster Pro auf den aptX Codec, der ein kabelloses Streaming in CD-Qualität ermöglicht.

Im Inneren werkeln zwei aus Aluminium hergestellte Breitbandlautsprecher mit einem Durchmesser von je 50 mm. Für den nötigen Bums sorgen zwei aus Kunststoff gefertigte passive Basstreiber, die einen Durchmesser von je 46 mm aufweisen und eine untere Grenzfrequenz von 59 Hz ermöglichen. Ein digitaler Klangprozessor (DSP) sorgt zudem für eine optimale Basswiedergabe bei jeder Lautstärke.

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Der in diesem Zwei-Wege System eingebaute Class-D Digitalverstärker leistet 2 x 10 Watt und liefert einen Schalldruck von 100,6 dB auf 20 cm Entfernung.

Die Kopplung mobiler Geräte erfolgt per Bluetooth 4.0 oder NFC. Für die Oldschooler steht darüber hinaus ein 3,5 mm Klinkeneingang zum kabelgebundenen Verbinden von Geräten ohne Bluetooth zur Verfügung.

Zusätzlich sind eine Standby Funktion sowie eine Ein- und Ausschaltautomatik verbaut. Der verbaute 2.500 mAh Lithium-Ionen Akku kommt knapp 10 Stunden ohne Nachladen aus. Das Aufladen selber dauert ca. 3 Stunden.

Im Alltag

Der mit dem Teufel-Logo verzierte (LED-)Ring mit den sechs drum herum angeordneten Bedienelementen ist das zentrale Steuerungsgerät des Bamster Pro.

Ist der Lautsprecher eingeschaltet, leuchtet dieser Ring kurz rot auf und zeigt neben der Laustärke auf Knopfdruck auch den Zustand des Akkus an. Ist ein Smartphone oder Tablet per Bluetooth verbunden, leuchtet zudem die Bluetooth-Taste rot auf.

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Der Clou des Bamster Pro versteckt sich jedoch oben rechts zwischen der Bluetooth- und Track vor Taste. Auf Knopfdruck kann die von Teufel entwickelte Dynamore-Technologie zugeschaltet werden.

Dahinter versteckt sich eine Art Raumklang, der das wahrgenommene Stereo-Bild breiter wirken lässt als es das tatsächlich ist. Es werden quasi zwei normale Stereo-Lautsprecher im Raum simuliert. Über einen Cross-Correlation Filter wird zudem peinlich genau darauf geachtet, dass es zu keinen Überlagerungen der Signale kommt.

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Das Ganze funktioniert erstaunlich gut und war bei mir erst mal mit einem WOW-Effekt verbunden; gerade auch, weil ich den direkten Vergleich zu anderen Lautsprechern hatte. Ob diese Effekt allerdings jedermanns Sache ist, kann ich nur schwerlich beantworten. Ich habe mich in den letzten Wochen auf jeden Fall überzeugen lassen.

Darüber hinaus ist im Bamster Pro eine mit Echo- und Störgeräuschunterdrückung ausgestattete Freisprecheinrichtung integriert, die bei eingehenden Telefonaten die Musik automatisch pausiert.

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Für den mobilen Einsatz des Lautsprechers vielleicht noch interessant:
Neben dem schon angesprochenen 3,5 mm Klinkeneingang gibt es an der Unterseite noch einen Micro-USB-Anschluss. In diesem ist eine USB-Ladefunktion für Smartphones integriert. Außerdem kann man den Akku des Lautsprechers darüber auch aufladen, sofern die Ladeschale gerade nicht zur Hand ist.

Klang

Ein rein subjektives Thema, bei dem ich aber dennoch ziemlich zielsicher sagen, dass der Bamster Pro ein sehr angenehmes Klangbild hat. Die Stimmen sind klar; die Höhen, Mitten und Tiefen sehr homogen.

Dazu kommt, dass der Raumklangeffekt mit der Dynamore-Technologie wirklich saugut funktioniert.

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Ein Wort noch zum Bass:
Die beiden passiven Subwoofer an der Unterseite des Gerätes erzeugen für einen derart kleinen Lautsprecher einen sensationell guten Bass, der zu meinem Erstaunen teilweise sogar auf dem Fußboden zu spüren war. Selbst Bose muss sich meiner Meinung nach hier mit seinem SoundLink Mini II BT-Lautsprecher hinten anstellen.

Beim Bass gibt es natürlich auch Grenzen. Bei meinem ‚Bass-Referenzsong‘ Ariel von Stephan Bodzin (hach, damals™) wird es ab ca. der zweiten Minute etwas unsauber bzw. verzerrt, was aber schlicht und ergreifend am fehlenden Volumen des Lautsprechers liegt; Elektronik hin oder her.

Preise und Verfügbarkeit

Den Bamster Pro kann man in den Farben schwarz und silber entweder bei Teufel oder auch Amazon für 229,99 Euro kaufen. Dazu gibt es 12 Jahre Garantie.

Kauft man direkt beim Hersteller kann man den Lautsprecher ganze acht Wochen testen und bei Nichtgefallen kostenlos zurücksenden.

-> http://www.teufel.de/bamster-pro

FAZIT

Mit dem Bamster Pro ist Teufel im Segment der kleinen BT-Lautsprecher ein richtiges Meisterstück gelungen.

Der Lautsprecher ist ein sehr stimmiges Gesamtpaket, das sich mit seinen Alleinstellungsmerkmalen Dynamore-Technologie und Ladeschale von der unglaublichen Vielfalt der verfügbaren BT-Lautsprecher abhebt.

Auch der Preis, der ein wenig teurer als bei der Konkurrenz ist, ist meiner Meinung nach durch die enorme Produktqualität gerechtfertigt.

Wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gibt, dann ist das die vergleichsweise mäßige Akkulaufzeit, was bei einem Indoorgerät aber eigentlich geschenkt ist.

Außerdem sollte man trotz aller Mobilität des Bamster Pro beim ‘losen’ Transport im Rucksack o.ä. darauf achten, dass sich keine Kleinteile im nach unten offenen Gehäuse verfangen und im schlimmsten Fall die Basstreiber beschädigen.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

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Ausprobiert: Brother HL-L8250CDN · Drucken im Netzwerk

Vor ein paar Wochen erreichte mich ein ziemlich großes und schweres Paket. Im Inneren befand sich der Farblaserdrucker HL-L8250CDN von Brother, der mir ab sofort den Druckalltag erleichtern sollte.

Da ich jetzt nicht der ausgewiesene Experte für Drucker bin, möchte ich auch nicht mit technischen Spezifikationen des Gerätes, die eh jeder auf der Webseite des Herstellers einsehen kann, um mich werfen, sondern vielmehr den praktischen Nutzen testen. Genauer gesagt soll es in diesem Artikel um das Drucken im Netzwerk unter Mac OS X, iOS und Android gehen.

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Da der HL-L8250CDN (leider, leider!!!) kein integriertes WLAN-Modul besitzt, muss man den Drucker zunächst per LAN-Kabel mit dem Router verbinden. Ob das jetzt direkt per Kabel oder über Powerline-Adapter geschieht ist unerheblich. Hauptsache der Drucker bekommt eine gültige (möglichst feste) IP-Adresse im Heimnetzwerk.

Diese (feste) IP-Adresse ist nämlich notwendig, um sich im Backend des Druckers anzumelden und ggf. nicht aktivierte Netzwerkprotokolle zu aktivieren. Warum, wie in meinem Fall, AirPrint nicht per default aktiviert war, kann ich abschließend nicht beurteilen. Auf jeden Fall muss dort der Haken gesetzt sein; andernfalls wird es u.U. mit dem Drucken unter OS X und iOS etwas problematisch.

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Pro-Tipp:
Da man sich eh schon im Backend befindet, kann man nun auch direkt nach neuer Firmware für den Drucker suchen. Das läuft quasi ähnlich wie bei einer Fritz!Box ab und ist sicher nicht zum Nachteil bei der weiteren Nutzung des Gerätes.

Mac OS X – AirPrint

Nachdem AirPrint aktiviert ist und der Drucker neu gestartet hat, muss man den Drucker in den OS X Systemeinstellungen > Drucker & Scanner über das Plus-Zeichen dem System hinzufügen.

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Ist der Drucker richtig im Netzwerk eingebunden, wird er ohne weiteres Zutun angezeigt. Beim Punkt ‘Verwenden:’ sollte man allerdings darauf achten, dass AirPrint als Protokoll ausgewählt ist. Passende Treiber werden vom OS X automatisch installiert.

Anschließend steht dem Drucken unter OS X mit allerlei Druckoptionen nichts mehr im Wege.

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iOS – AirPrint

Bei iOS läuft es, sofern man AirPrint einsetzen möchte, im Prinzip ganz ähnlich.

Man sucht sich eine Webseite oder ein Dokument und wählt über das Share-Icon den Drucken-Dialog aus. Daraufhin landet man in den Druckeroptionen, in denen man zunächst einmal den Drucker auswählen muss.

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Auch hier sollte nun, richtige Netzwerkeinstellungen vorausgesetzt, der Drucker angezeigt werden.

Abschließend kann man vor dem eigentlichen Druckvorgang weitere Einstellungen wie Duplex, Farbdruck u.s.w. bei den Optionen einstellen.

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iOS / Android – Brother iPrint&Scan App

Wer nicht über AirPrint drucken möchte oder kann, findet in der kostenlosen iPrint&Scan App, die für iOS und Android angeboten wird, eine Alternative.

Nach Installation der App, wird, die richtigen Netzwerkeinstellungen vorausgesetzt, der Drucker mit seinen Funktionen (in meinem Fall ausschließlich “Drucken“) automatisch im Netzwerk erkannt und der App hinzugefügt.

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Anschließend bietet die App recht angenehme Zusatzfunktionen.

So lassen sich auf dem Smartphone gespeicherte Fotos, Dokumente oder E-Mails direkt anwählen und ausdrucken. Man hat aber auch die Möglichkeit die App mit Cloud-Diensten wie der iCloud, Dropbox, Evernote, Google Drive oder OneDrive zu verbinden und dort abgelegte Fotos, Dokumente etc. zu drucken. Ein Webseitendruck ist hier ebenfalls integriert.

In der Druckvorschau kann man daraufhin weitere Optionen wie Papiergröße, Anzahl der Kopien, Layout, Duplex, Farb-/Schwarzweiß-Druck und die Qualität anpassen. Quasi Dinge, die in diesem Umfang leider nicht von AirPrint abgedeckt werden.

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Darüber hinaus kann man beispielsweise im Browser über den Teilen-Dialog die iPrint&Scan Erweiterung zum Drucken nutzen.

Zur Installation werden iOS 8 bzw. Android 4.0 oder höher vorausgesetzt.

Brother iPrint&Scan
Preis: Kostenlos
Brother iPrint&Scan
Preis: Kostenlos

Android – Brother Print Service Plugin

Android-Nutzer haben mit dem Brother Print Service Plugin eine weitere Möglichkeit zum drahtlosen Drucken.

Bei meinem Galaxy S7 war nur das Druckdienste Plugin von Samsung installiert, so dass ich das Plugin von Brother aus dem Play Store nachinstallieren und als Standard-Druckerdienste Plugin definieren musste.

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Wählt man jetzt den oben zu sehenden Drucken-Dialog im Webbrowser oder Dateimanager aus, landet man in der Druckvorschau.

Auch hier kann man wieder Optionen wie Papiergröße, Anzahl der Kopien, Duplex, Farb-/Schwarzweiß-Druck oder die Ausrichtung festlegen.

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Zur Installation wird Android 5.0 oder höher vorausgesetzt.

Brother Print Service Plugin

Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für den Brother HL-L8250CDN Farblaserdrucker beginnen bei knapp 159 Euro. Achte man zudem auf Angebote (inkl. Cashback u.ä.), ist das Gerät auch schon mal für deutlich unter 100 Euro zu bekommen.

Dazu gibt es 3 Jahre Vor-Ort-Hersteller-Garantie.

-> http://www.idealo.de/hl-l8250cdn-brother

FAZIT

Was das Drucken im Netzwerk angeht, bin ich wirklich sehr zufrieden. Die hier im Test aufgezeigten Möglichkeiten sind schnell eingerichtet und funktionieren tadellos.

Auch die Druckqualität ist insgesamt gut. Für großflächige Farbdrucke sollte man allerdings passendes Papier haben und keine Wunderdinge verlangen ;)

Es ist mir allerdings rätselhaft, weshalb man auf ein integriertes WLAN-Modul verzichtet. Das hat heutzutage quasi jeder Tintenstrahldrucker für 50 Euro mit an Bord…

aptgetupdateDE Wertung: (8/10)

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Review: MindNode · Mind Mapping Tool für OS X und iOS (Gewinnspiel inside)

Beim Thema Mind Map war ich bisher immer sehr zurückhaltend. Diese Gedankenkarten sind mir zwar vereinzelt über den Weg gelaufen aber einen richtigen Anwendungszweck hatte ich dafür eigentlich nie.

Das änderte sich Anfang des Jahres schlagartig, so dass ich mich auf die Suche nach geeigneten Apps für den Mac machte. Zusammenfassend lässt sich hier vielleicht festhalten: es gibt vergleichsweise viel Freeware zur Erstellung von Mind Maps. Leider haben alle diese Tools mindestens eines der folgenden drei Probleme: sie sind eine optische Katastrophe, funktional eingeschränkt oder setzen zum Starten eine Installation von Java voraus (um beispielsweise eine Plattformunabhängigkeit zu gewährleisten).

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Lange Rede, kurzer Sinn: nachfolgend mein Review zu MindNode, das ich mir durch meine erfolglose Suche nach geeigneter Freeware genauer angesehen habe.

Was ist eine Mind Map?

Die Definition bei Wikipedia trifft es ziemlich genau auf den Kopf:

Eine Mind-Map (englisch: mind map; auch: Gedanken[land]karte, Gedächtnis[land]karte) beschreibt eine von Tony Buzan geprägte kognitive Technik, die man z. B. zum Erschließen und visuellen Darstellen eines Themengebietes, zum Planen oder für Mitschriften nutzen kann. Hierbei soll das Prinzip der Assoziation helfen, Gedanken frei zu entfalten und die Fähigkeit des Gehirns zur Kategorienbildung zu nutzen.

Es geht also darum Ideen oder Gedanken als Schlüsselwörter auf Linien visuell für jedermann greifbar dazustellen.

Lone Bubble

Der Ursprung einer jeden Mind Map ist die Lone Bubble, die das zentrale Thema der Mind Map definiert.

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Davon ausgehend werden mit einer Idee oder Schlüsselwort beschriftete Äste (Elternknoten), die wiederum verfeinerte Äste (Geschwister- und Kindknoten) haben können, hinzugefügt, so dass die Mind Map langsam wie die Äste eines Baumes wächst. Farblich unterschiedliche Äste helfen zudem bei der Orientierung.

Die Struktur und farbliche Kennzeichnung der Mind Map verrät also sehr schnell die verschiedenen Gedankenebenen bzw. Kategorien.

Grundlagen

In MindNode werden neue Knoten durch den Klick auf das Pluszeichen, das beim Überfahren eines bereits existierenden Knotens mit der Maus erscheint, automatisch erstellt und platziert. Alternativ kann man das Pluszeichen per drag-and-drop festhalten und den neuen Knoten selbst, beispielsweise zwischen zwei andere Knoten, platzieren. Shortcuts werden ebenfalls unterstützt.

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Dazu kann man (beschriftete) Verbindungen zwischen zwei Knoten mittels eines Pfeils herstellen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man auf eine Beziehung der beteiligten Knoten hinweisen möchte, die nicht durch den hierarchischen Aufbau der Mind Map deutlich wird.

Inhalte

Neben der eigentlichen Beschriftung der Knoten, die man in Schriftart, Ausrichtung, Farbe und Größe anpassen kann, spielen Bilder eine wichtige Rolle.

So kann man jedem Knoten zum besseren Verständnis per drag-and-drop ein eigenes Bild hinzufügen oder auch, wie im folgenden Screenshot zu sehen, ein Bild ohne weitere Beschriftung als eigenständigen Knoten definieren.

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Darüber hinaus werden von MindNode selber derzeit 75 vektorbasierte (Stichwort ‘Resizing’) Sticker angeboten, die man seinen Knoten hinzufügen kann.

Diese Sticker sind sowohl farbig, als auch zur Farbe des jeweiligen Knotens passend eingefärbt (in diesem Beispiel gelb) verfügbar.

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Über Notizen kann man jedem Knoten zusätzliche Informationen mitgeben.

Wie schon weiter oben im Screenshot zu sehen, sind Knoten mit Notizen durch ein kleines Icon gekennzeichnet. Fährt man mit der Maus über dieses Icon, wird die Notiz als popover angezeigt. Klickt man auf das Icon, kann man die Notiz verändern. Zusätzlich kann man über den Link-Knopf auf andere mit MindNode erstellte Mind Maps verweisen, die damit quasi als Anhang fungieren.

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To-Dos

Ein recht cooles Feature ist das Umwandeln eines Knotens in Aufgaben, so dass mit MindNode auch simple To-Do Listen erstellt und abgearbeitet werden können.

Die Umwandlung geschieht entweder per Kontextmenü oder über das Inhalts-Panel auf der rechten Seite. Vom Elternknoten ausgehend werden daraufhin alle in Linie folgenden Unterknoten als Aufgaben definiert, die über das neue vorangestellte kreisrunde Icon als erledigt markiert werden können. Der jeweilige Elternknoten zeigt dabei den Gesamtfortschritt an.

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Damit ist an dieser Stelle aber noch nicht Schluss, denn MindNode integriert sich auf Wunsch auch in Apples Erinnerungen App. Das heißt, dass man über das Sharing-Icon erstellte Aufgaben mit der Erinnerungen App synchronisieren kann.

Dabei wird aber nur der Titel und der Status (erledigt/nicht erledigt) der Aufgabe bzw. des Knoten synchronisiert. Der Name des Elternknotens oder Veränderungen sind außen vor; wobei Veränderungen über einen erneuten Export der Liste synchronisiert werden können.

Gliederung

Wer einen linearen bzw. traditionelleren Blick seiner Mind Map benötigt, kann die Gliederung über das entsprechende Outline-Icon in der Symbolleiste umschalten.

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Dort kann man seine Mind Map auch nach Inhalten durchsuchen oder offene To-Dos abhaken.

Import und Export

MindNode verfügt über eine recht umfangreiche Im- und Export-Funktion.

Während Mind Maps vom anderen Programmen wie MindManager, FreeMind und iThoughts direkt importiert werden können, kann MindNode auch Dateien im OPML-Format sowie als Gliederung aus einer Textdatei (*.txt, *.rtf, *.csv) öffnen.

Für den Export stehen das FreeMind-Dateiformat, OPML, Markdown, PDF, PNG und TIFF sowie für die reine Gliederung erneut das Textformat (*.txt, *.rtf, *.csv) zur Verfügung. Dazu kann man seine Mind Map über den Shortcut Shift+Cmd+M auch direkt in der Markdown Preview App Marked öffnen.

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Sonstiges

Die Mind Maps in MindNode haben kein festgelegtes Layout. Die Arbeitsfläche ist grenzenlos erweiterbar und passt sich dynamisch der Größe der Mind Map an. Dazu passt auch die Smart-Layout Funktion von MindNode, die umfangreiche Mind Maps automatisch anordnet. Man muss sich dann nur noch entscheiden, ob die Knoten links- bzw. rechtbündig oder auf beiden Seiten erscheinen sollen.

Um einen Gedankengang besonders hervorzuheben kann man außerdem Knoten einfalten bzw. ausblenden; das Verschieben von einem oder mehreren Knoten innerhalb der Mind Map (beispielsweise auf eine andere Gedankenebene) geschieht über simples drag-and-drop.

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In den vorangegangenen Screenshots sind vielleicht schon die verschiedenen Themes der Mind Maps aufgefallen. MindNode bietet von Haus aus neun Themes an, die von hell, dunkel, farbig oder schwarz/weiss ziemlich viel abdecken. Darüber hinaus kann man über die Panel Dokument und Format eigene Themes mit eigener Hintergrundfarbe, Knoten-Formen und -Rahmen sowie Zweigen und Verbindungen erstellen und zur schnellen Weiterverwendung in die Auswahlliste der Themes speichern.

Eine Suche-und-Ersetzen-Funktion (Shortcut: Cmd+F), die gerade bei komplexen Mind Maps hilfreich ist, ist ebenfalls vorhanden.

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Über den Shortcut Cmd+K kann man jedem Knoten einen Link hinzufügen, der auf Klick im Standard-Webbrowser geöffnet wird. Über eine pinch-to-zoom Geste lässt sich die erstellte Mind Map stufenlos vergrößern bzw. verkleinern.

Ein Vollbildmodus ist selbstverständlich auch dabei.

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Als abschließendes Feature noch ein paar Worte zur Synchronisation.

MindNode unterstützt den Sync über die iCloud, so dass sämtliche erstellte Mind Maps auch auf anderen Macs oder mit der iOS Version angesehen und bearbeitet werden können.

Darüber hinaus bieten die Entwickler mit MyMindNode einen kostenlosen Web-Service an, mit dem man Mind Maps mit Internet veröffentlichen und per Direktlink teilen kann.

Einstellungen

In den MindNode Einstellungen kann man das Knoten-Standardverhalten und die Shortcuts anpassen sowie seine mit MyMindNode geteilten Mind Maps verwalten.

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MindNode für iOS

Wie gerade schon angedeutet, wird MindNode auch für das iPhone und iPad als Universal-App angeboten.

Funktional sind beide Apps weitestgehend identisch. Zumindest fand ich in meinen Tests nur kleinere Unterschiede, was der Kompatibilität sehr entgehen kommt.

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Durch die Synchronisation mit der iCloud kann man bei der Bearbeitung der Mind Maps auch wild zwischen den Systemen springen.

Preise und Verfügbarkeit

MindNode 2 für OS X wird ausschließlich über den Mac App Store verkauft und kostet dort 29,99 Euro. Auf der Homepage des Entwicklers steht zudem eine kostenlose Testversion zum Herunterladen bereit.

Ein kostengünstiges Upgrade von der älteren MindNode Pro Version wird leider nicht angeboten.

Zur Installation wird OS X 10.10 minimal vorausgesetzt.

MindNode 2 – Delightful Mind Mapping
Entwickler: IdeasOnCanvas GmbH
Preis: 29,99 €

MindNode 4 für iOS kostet dahingegen 9,99 Euro und setzt iOS 8.0 oder neuer zur Installation voraus.

Fazit

MindNote macht Mind Mapping unter OS X und iOS massentauglich.

Die Bedienung ist intuitiv und damit sehr effizient. Auch funktional bleiben keine Wünsche offen. Verbesserungspotential sehe ich einzig bei der Performance, die bei extrem großen Mind Maps mit deutlich über 100 Knoten nicht mehr ganz so perfekt ist.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

VERLOSUNG

Der Entwickler IdeasOnCanvas hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel jeweils einen Promo Code von MindNode für den Mac und iOS zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt erneut Rafflecopter zum Einsatz, bei dem jeweils folgende Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 06.06.2016, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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Review: Calendar 366 Plus · Menüleisten Kalender für OS X (Gewinnspiel inside)

Ich bin ja ein großer Fan von Menüleisten Kalendern, in denen man all seine Termine und Erinnerungen im schnellen Zugriff hat.

Mit Fantastical 2 hatte ich vor ca. einem Jahr eine zugegebenermaßen recht teure (aber gute) Variante einer solchen Lösung vorgestellt. Wesentlich günstiger ist der Bastel-Kalender mit TextBar; komplett kostenlos bietet sich beispielsweise Itsycal an.

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Mit Calendar 366 Plus gibt es seit Mitte Dezember 2015 aus deutscher Entwicklung einen weiteren sehr vielversprechenden Kandidaten, der seither stätig weiterentwickelt und verbessert wird.

Alexander, der kürzlich erst ein kleines Video-Tutorial zum Erstellen eines Kontextmenüs für Tastaturkürzel mit dem BetterTouchTool mit uns veröffentlichte, hat sich die App genauer angesehen. Nachfolgend sein sehr sehenswertes Video-Review:

Preise und Verfügbarkeit

Calendar 366 Plus wird sowohl über die Webseite als auch über den Mac App Store für derzeit 9,99 Euro verkauft. Zum kostenlosen Ausprobieren steht eine auf 14 Tage begrenzte Testversion zur Verfügung.

Zur Installation wird minimal OS X 10.10 vorausgesetzt.

Calendar 366 Plus - Der Menüleisten Kalender!
Entwickler: Vincent Miethe
Preis: 9,99 €

Der Vollständigkeit halber sei auch die abgespeckte Version Calendar 366 (ohne Plus) erwähnt. Die App ist nur für die reine Anzeige des Kalenders in der OS X Menüleiste zuständig und schlägt mit 1,99 Euro zu Buche. Will man mehr, kann man die Plus Version mit Features wie das Erstellen von neuen Terminen und Erinnerungen durch natürliche Sprache, Wischgesten oder die Zuordnung von Adressen bzw. Orten zu Terminen oder Erinnerungen per IAP für 7,99 Euro freischalten.

Calendar 366
Entwickler: Vincent Miethe
Preis: 1,99 €+

FAZIT

Calendar 366 Plus bietet alles, was ein Menüleisten Kalender leisten sollte; und zwar zu einem Bruchteil des Preises der Konkurrenz um Fantastical oder BusyCal.

Dazu das elegante Design und die exzellente Performance. Außerdem muss der sehr vorbildliche Support des Entwicklers erwähnt werden, der mit fast jeder größeren Version neue Features in die App integriert und auch auf User-Wünsche eingeht.

Daher auch bitte nicht über die 9,5/10 Punkten in der Bewertung wundern. Ich will für neue Features einfach etwas Luft nach oben dieser eigentlich jetzt schon glatten 10er App lassen ;)

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

VERLOSUNG

Vincent, der Entwickler von Calendar 366 Plus hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel fünf Coupon Codes seiner App zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt erneut Rafflecopter zum Einsatz, bei dem folgende Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Dienstag, den 17.05.2016, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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Ausprobiert: mumbi Schutzhülle für das iPhone

Vor ca. zwei Wochen rief mich meine Mutter an, da ihr mittlerweile sehr ramponiertes iPhone 3Gs so langsam aber sicher dem Lebensende entgegen geht. Ersatz musste her!

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Ein wenig Recherche brachte schnell zum Vorschein, dass das iPhone 5c ein vergleichsweise günstiger Weg ist, um weiterhin beim bereits bekannten iOS zu bleiben. Bei eBay bekommt man schon für rund 220 Euro neue Geräte (oftmals ‘Apple Care Tauschgeräte’); bei generalüberholter Ware, egal ob vom Hersteller oder Verkäufer, geht es sogar noch mal deutlich günstiger. Bei letzterem sollte man allerdings neben dem äußerlichen Zustand vor allem auf den Verschleißgrad des Akkus achten.

Für meine Mom fiel die Wahl auf ein neues pink-orange-rotes iPhone 5c mit 16 GB Speicherplatz.

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Beim Case wurde es eine knapp 7 Euro teure, sehr schlichte schwarze Silikonhülle mit TPU Anteil von mumbi.

Ich war anfangs, trotz vieler guter Bewertungen bei Amazon, sehr skeptisch, ob eine derart günstige Hülle überhaupt etwas taugt. Nachfolgend die Aufklärung:

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Da die Hülle aus einer Mischung von klassischem Silikon und TPU hergestellt ist, werden auch die Vorteile beider Materialien vereint.

Durch das Silikon ist das Case flexibel; durch das TPU wird ein Ausleiern verhindert, es gleitet besser in die Hosentasche und ist nicht staubempfindlich.

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So ist es nicht verwunderlich, dass das Case wie angegossen am iPhone sitzt. Hier wackelt wirklich nichts. Die Oberfläche ist minimal aufgeraut und verfügt durch den Silikonanteil dennoch über die nötige Griffigkeit.

Auch an den Aussparungen für die Kamera und Anschlüsse gibt es nichts zu meckern. Kleiner Nebeneffekt: durch die optimale Passform der Hülle, die das Display perfekt umschließt, sieht man auch nur noch bei diesen Aussparungen die Farbe des iPhones.

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Für den Stil sorgt das auf der Rückseite angebrachte rote mumbi Logo, das in diesem Fall fast perfekt auf die pink-orange-rote Farbe des iPhones abgestimmt ist ;)

Leider verzichtet mumbi im Gegensatz zu Apples originalen iPhone 5c Case im Inneren auf Samt, so dass das iPhone direkt auf dem ‘Gummi’ liegt. Inwieweit sich das auf Microkratzer auswirkt, wird erst die Zeit zeigen.

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Gleiches gilt auch für Verfärbungen der Hülle. Hüllen mit TPU haben leider den Nachteil, dass sie sich durch Wärme nach einigen Monaten verfärben. Gerade bei weißen oder transparenten Hüllen findet man häufig diesen gelblichen Schleier, der das ganze Telefon dreckig erscheinen lässt. Durch das schwarze Case hoffe ich aber, dass sich dieser Farbwechseleffekt in Grenzen hält.

Insgesamt bin mit der ‘Hüllen-Entscheidung’ aber sehr zufrieden. Meine Befürchtungen hinsichtlich Qualität und Funktionalität haben sich absolut nicht bestätigt.

Die mumbi Silikon-/TPU-Hülle gibt es übrigens nicht nur für das iPhone 5c. Es werden auch Varianten für das iPhone 4/4s, iPhone 5/5s, iPhone 6/6s sowie iPhone 6 Plus/6s Plus angeboten. Der Preis liegt bei Amazon jeweils bei 6,99 Euro.

-> http://www.amazon.de/dp/B00PHVIRBQ

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Review: Airfoil 5 · Musik vom Mac oder PC auf externe Lautsprecher streamen

Apples AirPlay war Ende 2010 ein ziemlich heißes Ding. Immer mehr Apps, gerade unter iOS, nutzten im Laufe der Zeit dieses Protokoll, um Musik, Videos oder Fotos auf kompatible Geräte zu streamen. Auf dem Mac wurde AirPlay dahingegen eher stiefmütterlich behandelt. Es gab und gibt zwar vereinzelt Apps, die das Protokoll auch unter OS X unterstützen, aber eine alles erschlagende Lösung gibt es von Apple bis heute nicht.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich 3rd Party Apps, wie eben Airfoil, dieser Problematik annahmen und den Mac (und in diesem Fall auch den PC) in ein flexibel nutzbares AirPlay Device verwandeln.

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Kurzgesagt ist Airfoil ein sehr smarter Weg, um die Audioausgabe eines bestimmten Programmes vom Mac oder PC auf in Netzwerk verbundene Lautsprecher (1-n Beziehung) zu streamen. Als Protokoll kam dabei in der jüngeren Vergangenheit, und ich spreche hier von Version 4.5, zu der ich Mitte 2011 auch schon ein Review geschrieben hatte, Apples AirPlay zum Einsatz.

Mitte Februar diesen Jahres wurde mit Airfoil 5 das erste große (paid) Upgrade seit über fünf Jahren veröffentlicht. Nachfolgend mein Blick auf die neuen Features der App.

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Was ist neu?

Von dezenten optischen Anpassungen der App, wie etwa größere Knöpfe und Slider, abgesehen, ist das wohl größte neue Feature die Unterstützung von Bluetooth Geräten.

Da Airfoil von einer Quelle zu verschiedenen Outputs senden kann, kann hier nun auch ein Mix aus Bluetooth und AirPlay kompatiblen Geräten wählen, die synchron die gleiche Musik abspielen.

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Neu sind auch die (Lautsprecher-)Gruppen, die in den Einstellungen von Airfoil gebildet werden können. Eine Gruppe umfasst in der Regel mehrere Lautsprecher und wird im Hauptfenster von Airfoil (siehe erster Screenshot) gesondert dargestellt. Anstatt die Lautsprecher also einzeln anzuklicken, kann man auf diese Weise mehrere Outputs mit nur einem Klick anwählen.

Hinter Silent Monitor versteckt sich ein automatisches Trennen von Lautsprecher X nach Y Minuten der Stille. Das hat gerade in Netzwerken, in denen man sich Lautsprecher teilt, Vorteile.

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Außerdem wurde der Equalizer etwas aufgebohrt.

Hatte man in Airfoil 4, zusätzlich zu den vorhandenen Presets, nur die Möglichkeit den Equalizer manuell anzupassen, kann man mit Airfoil 5 seine eigenen Kreationen nun endlich auch abspeichern und später direkt wiederverwenden.

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In den Advanced Speaker Options kann man zudem Lautsprecher, die zwar im Netzwerk hängen aber für das Streamen uninteressant sind, verstecken. Der Vorteil: derart markierte Lautsprecher werden im Hauptfenster von Airfoil nicht mehr angezeigt.

Darüber hinaus kann man hier die eigentlich von Airfoil vorgegebene automatische Synchronisation der Soundausgabe aller Lautsprecher anpassen. Die Latenz lässt sich, wie im Screenshot zu sehen, unabhängig voneinander pro Lautsprecher festlegen.

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Auch beim separat zu installieren Extra ‘Instant On’, welches die Wiedergabe von Audiodaten einer App ohne den Neustart dieser ermöglicht, gab es ein kleines Update: seit ein paar Versionen muss man den Mac nach Update dieses Extras nicht mehr neu starten.

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Als letztes neues Feature möchte ich Airfoil Satellite ansprechen.

Mit dieser kostenlosen App, die derzeit nur für OS X, Windows und iOS (universal) angeboten wird, kann man seinen eigenen Rechner bzw. sein iPhone, iPod touch oder iPad mit einem optional zu setzenden Passwort zum Empfangsgerät machen.

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Des Weiteren kann man die iOS-App als Fernbedienung für die Mac-App von Airfoil nutzen und so neben der Quelle auch die Lautstärke der Audioausgabe und den Output festlegen.

Wie bei der Vorgänger-App Airfoil Speakers, die weiterhin für Android und Linux aktuell und zu Airfoil 5 kompatibel ist, gestalteten sich diverse Tests mit dem iPhone bzw. iPad, Spotify, SoundCloud etc. auf den Mac und umgekehrt problemlos.

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Abschließend noch ein paar Worte zum Airfoil Video Player, der Bestandteil von Airfoil 3 und Airfoil 4 war und mit dem man lokale Videos auf dem Mac abspielen und die Audioausgabe im Sync auf AirPlay kompatible Geräte umleiten konnte: diesen Player gibt es schlichtweg nicht mehr. Mehr Infos dazu sind hier zu finden; der VLC Media Player wird als Alternative App empfohlen.

Preise und Verfügbarkeit

Airfoil 5 kostet für den Mac und Windows jeweils 29 US-Dollar und wird ausschließlich über den Store von Entwickler Rogue Amoeba Software verkauft. Dazu gibt es Upgrade Preise für frühere Versionen von Airfoil und ein Bundle, das beide Desktop Versionen enthält.

Zur Installation werden OS X Mavericks bzw. Windows 7 minimal vorausgesetzt.

-> https://rogueamoeba.com/airfoil

Airfoil Satellite für OS X, Windows und iOS bzw. Airfoil Speakers für Android und Linux sind kostenlose Apps und werden entweder direkt vom Entwickler oder in den entsprechenden App Stores zum Herunterladen angeboten.

Airfoil Satellite
Preis: Kostenlos
Airfoil Speakers for Android
Entwickler: Rogue Amoeba
Preis: Kostenlos

FAZIT

Coole App, die für mich seit Jahren zur Standardausstattung meiner Macs gehört. Auch wenn ich hier nur die jeweiligen Mac- und iOS-Versionen getestet hatte, gehe ich fest davon aus, dass bei Airfoil für Windows ein ähnlich positives Fazit herausgekommen wäre.

Für zukünftige Versionen von Airfoil habe ich allerdings drei Wünsche:

  1. Die Unterstützung von weiteren Audio Protokollen wie beispielsweise Chromecast Audio oder eine direkte Lösung für Sonos, wie SonoAir es macht. Zumindest für Chromecast haben die Entwickler eine zeitnahe Lösung in Aussicht gestellt.
  2. Das Streamen von mehreren unterschiedlichen Quellen an mehrere unterschiedliche Outputs. Dass man quasi die seit Airfoil 2 (wir schreiben das Jahr 2007) bestehende 1-n Beziehung in eine n-n Beziehung wandelt.
  3. Zu guter Letzt bin ich seit meinem Review zum Teufel Rockster XS Bluetooth Lautsprecher vom Stereo-Connect-Modus angefixt. Dass man also zwei identische Lautsprecher zu einem Stereo-Set verbinden kann. Airfoil geht mit den neuen Lautsprechergruppen schon mal in die richtige Richtung. Da geht bestimmt auch noch mehr ;)
aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

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Review: Teufel Rockster XS · Bluetooth Lautsprecher

Ich hatte die letzten Monate die Möglichkeit den Teufel Rockster XS, einen portablen Bluetooth Lautsprecher, der speziell für den Outdoor-Einsatz entwickelt wurde, zu testen. Nachfolgend mein Review:

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Lieferumfang

  • Teufel Rockster XS BT-Lautsprecher
  • USB-Netzteil
  • Micro-USB-Kabel
  • Papierkram

Erster Eindruck

Der Rockster XS besteht aus einem geschlossenen, matt schwarz eloxierten Aluminiumgehäuse mit rot abgesetzten, schmutz- und spritzwassergeschützten Silikonabdeckungen an beiden Außenkanten. Bei einem Kampfgewicht von handgemessenen 777 Gramm (der Hersteller gibt hier ‘nur’ 720 Gramm an) betragen die Abmessungen 6,9 x 8,6 x 17,8 cm (T x B x H).

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Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Der Lautsprecher ist, nicht zuletzt durch seine Trapezform, sowohl liegend als auch stehend einsetzbar.

Technologie

Auf technischer Ebene setzt der Rockster XS beim Koppeln mobiler Geräte auf Bluetooth 4.0 und NFC. Der Frequenzbereich des Lautsprechers liegt zwischen 62 Hz und 21 kHz; der maximale Schalldruck bei 86 dB/1m.

Dazu gibt es eine Ein- und Ausschaltautomatik sowie eine Standby Funktion.

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Wie schon beim Teufel Airy nutzt auch der Rockster XS den aptX Codec, der ein kabelloses Streaming in CD-Qualität bietet.

Im Inneren werkeln zwei aus Aluminium hergestellte Breitbandlautsprecher mit einem Durchmesser von je 46 mm. Für den Bass sorgt ein ebenfalls aus Aluminium gefertigter Tieftöner mit einem Durchmesser von 100 mm. Der in diesem Zwei-Wege System eingebaute Class-D Digitalverstärker leistet 2 x 8 Watt.

Im Alltag

Das Einschalten quittiert der Rockster XS durch einen recht kräftigen Willkommenston und einer rot leuchtenden Status-LED

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Das anschließende Koppeln von Smartphones bzw. Tablets per Bluetooth oder auch NFC funktionierte tadellos. Ist ein Gerät gekoppelt, wird neben der roten auch eine blaue Status-LED angezeigt. Als besonderes Feature lassen sich über den sogenannten Partymodus zwei Bluetooth Geräte gleichzeitig koppeln, was gerade bei längeren Events die Musikauswahl erhöht.

Darüber hinaus lassen sich zwei Rockster XS per Bluetooth zu einem Stereo-Set verbinden, so dass man über diesen Stereo-Connect-Modus kabelloses Stereo Feeling genießen kann. Dieses Feature konnte ich mangels eines zweiten Rockster XS leider nicht testen; es hört sich aber definitiv spannend an.

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Wirklich cool ist auch die Möglichkeit seine mobilen Geräte per USB am Rockster XS aufzuladen. So wird der Lautsprecher im Notfall zum externen Akku für das iPhone o.ä., das während des Abspielens mit 5V/1A am Leben gehalten wird.

Neben der Kopplung per Bluetooth hat der Lautsprecher auch noch einen 3,5 mm Klinkeneingang. Dort kann man beispielsweise einen MP3-Player anschließen, um so auch kabelgebunden Musik abspielen zu können.

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Die Steuerelemente an der Oberseite haben einen sehr guten Druckpunkt und sind vergleichsweise groß, so dass sie sich auch mit dicken Fingern und im betüddelten Zustand wunderbar bedienen lassen.

Mit dem rot leuchtenden Knopf in der Mitte der Steuerelemente kann man den Lautsprecher vom Normal- in den Outdoormodus versetzten. Was das soll?! Nun…

Klang

Im Normalmodus ist das Klangbild aus Höhen, Mitten und Tiefen, für mein rein subjektives Empfinden, sehr angenehm und ausgewogen. Egal ob ein Hörbuch, Rock oder basslastige Musik… der Rockster XS überzeugt auf ganzer Linie.

Gerade beim Bass, der in keiner Situation überzogen wummerte, war ich persönlich sehr überrascht. Solche kleinen Lautsprecher haben ja rein vom Volumen her das Problem, dass eigentlich nicht viel Luft bewegt werden kann; dafür muss dann die Elektronik sorgen, was Teufel mit Bravour gelungen ist.

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Im Outdoormodus ist wahrnehmbar weniger Bass hörbar. Dafür wurden die Höhen und Mitten angehoben, was zum einen das Klangbild nicht mehr so ausgewogen erscheinen lässt aber zum anderen auch die Gesamtlautstärke des Lautsprechers erhöht. Es kommt halt auf den Einsatzort und den persönlichen Geschmack an. Beim Grillen auf der Terrasse oder im Park empfehle ich aufgrund des runderen Klangs definitiv den Normalmodus.

Akku

Der verbaute Lithium-Ionen Akku mit 4400 mAh hält laut Hersteller ca. 14 Stunden. Das bestätigte sich auch in meinen Tests. Das Aufladen des Akkus über den verbauten Micro-USB-Anschluss (5V/2,1A) dauert ca. 3 Stunden.

Preise und Verfügbarkeit

Den Rockster XS kann man entweder direkt bei Teufel oder auch bei Amazon kaufen… eigentlich… denn momentan ist die erste Lieferung komplett vergriffen und man sollte die ausgewiesene Lieferzeit ca. 3 Wochen im Store von Teufel für bare Münze nehmen. Die Preise beginnen bei ca. 179 Euro.

Ein Kauf direkt beim Hersteller hat übrigens den Vorteil, dass man den Lautsprecher acht Wochen Testen und bei Nichtgefallen zurücksenden kann. Zudem gibt es Teufel-like 12 Jahre Garantie.

-> http://www.teufel.de/rockster-xs

FAZIT

Get the party started!

Teufel ist mit dem Rockster XS ein sehr flexibles und stimmiges Gesamtpaket gelungen. Das fängt beim robusten aber dennoch kompakten Design an, das übrigens auch schon rein optisch auf die Outdoor-Fähigkeit des Lautsprechers hinweist, geht über eine lange Akkulaufzeit oder Features wie die USB-Ladefunktion oder den Partymodus bis hin zur intuitiven Bedienung. Nicht umsonst kommt Teufel derzeit kaum mit der Lieferung neuer Geräte hinterher.

Hinzu kommt, dass ich im Stresstest über etliche Stunden und auch beim Aufladen nie eine unangenehme Wärme am Lautsprecher feststellen konnte, was zusätzlich für die Qualität der verbauten Komponenten spricht.

Negative Kritikpunkte kann ich nur am Preis festmachen, was gerade im Stereo-Connect Modus mit zwei Geräten zum Tragen kommt. Qualität hatte aber schon immer ihren Preis, so dass das Argument eigentlich nicht zählen darf. Außerdem hatte ich gelegentlich, gerade auf glatten Oberflächen, kleinere Vibrationen im liegenden Lautsprecher, so dass dieser wie von Geisterhand mit jedem Bass rhythmisch über den Tisch hoppelte. Insofern sind die eigentlich für genügend Stabilität sorgenden Silikonabdeckungen an den Seiten vielleicht nicht die allerbeste Lösung, da es, die richtige (Bass-)Frequenz vorausgesetzt, durchaus sein kann, dass der (liegende) Lautsprecher vom Tisch, Schrank o.ä. ‘springt’. Beim aufrecht stehenden Lautsprecher konnte ich dieses Phänomen nicht feststellen.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)