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Angeschaut: Monity · OS X Systemmonitor in der Mitteilungszentrale

Ich hatte gestern ja schon mit iStat Mini einen Systemmonitor für die Mitteilungszentrale vorgestellt.

Monity ist ein weiterer Kandidat, der sich dieser Thematik annimmt und Systeminformationen in einem Widget verpackt anzeigt.

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Im Gegensatz zu iStat Mini sind diese Informationen etwas ausführlicher, auch wenn sie nicht an den Informationsgehalt von iStat Menus herankommen.

  • System Überwachung
    • Betriebszeit, Prozesse, Durchschnittsbelastung,
  • Arbeitsspeicher
    • Reserviert, Aktiv, Inaktiv, Verfügbarer Speicher
  • Netzwerkaktivität
    • Aktive Verbindung, Anzeige von externer WAN IP, interner LAN IP Adresse
    • Ein-/Ausgehendes Datenaufkommen (aktuell & gesamt)
  • Batterieladung
    • Aktuelle Ladung mit Restzeit, Original-Kapazität der Batterie, Ladezyklen
    • Batterieladung von Bluetooth Geräten (z.B. Maus & Tastatur)
  • Laufwerksaktivität
    • Eingebundene Laufwerke (Intern, Extern, Netzwerk)
    • Speicherverbrauch

Auch Monity wird ausschließlich über den Mac App Store verkauft und kostet dort überschaubare 1,79 Euro. Zur Installation wird ebenfalls OS X 10.10 Yosemite vorausgesetzt.

Monity (AppStore Link) Monity
Hersteller: Lukasz Kulis
Freigabe: 4+
Preis: 1,79 € Download
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Angeschaut: iStat Mini · OS X Systemmonitor in der Mitteilungszentrale

Ich ja ein großer Fan von iStat Menus, das ich in seiner fünften Version in einem Review auch schon ausführlicher vorgestellt hatte.

Der selber Entwickler hat nun mit iStat Mini einen Systemmonitor für die Mitteilungszentrale vorgestellt.

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Der Umfang dieses Widgets kommt natürlich nicht an den von iStat Menus heran aber für einen groben Überblick reicht es allemal. So lassen sich in einem sehr schicken Interface die Auslastung der CPU, des Arbeitsspeichers und der Festplatte sowie die Netzwerkaktivität überprüfen.

iStat Mini wird ausschließlich über den Mac App Store verkauft und kostet dort überschaubare 1,79 Euro. Zur Installation wird OS X 10.10 Yosemite vorausgesetzt.

iStat Mini (AppStore Link) iStat Mini
Hersteller: Marc Edwards
Freigabe: 4+
Preis: 1,79 € Download
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Review: Blogo 2 · Blogging Made Easy.

Seit gut zwei Monaten ist Blogo 2, eine App zum Schreiben von Blog-Artikeln, nun schon verfügbar und ich wollte eigentlich schon längst diesen Artikel veröffentlichen aber ihr wisst… die liebe gute Zeit, von der man immer zu wenig hat und manchmal (bei mir in letzter Zeit sehr oft) gehen andere Dinge einfach vor.

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Trotzdem hatte ich mich sehr gefreut endlich mal wieder einen neuen Offline-Blogeditor auszuprobieren zu dürfen.

Mein derzeitiges Setup ist immer noch MarsEdit, das sicher seinen Dienst gut verrichtet aber mittlerweile auch recht angestaubt wirkt. Man könnte natürlich auch im (WordPress-)Backend schreiben. Der integrierte Editor wird von Version zu Version besser aber irgendwie mag ich es, unabhängig vom Browser und einer Online-Verbindung, meine Artikel zu verfassen.

1 - MadeEasy

Blogo ist eine reine Mac Lösung. Die App wirkt im ersten Moment schlicht aber sehr modern und versteckt einige nette Features unter der Oberfläche, zu denen ich gleich detaillierter komme.

Blogo kann selbstverständlich auch mehrere Blogs verwalten; unterstützt derzeit mit WordPress (ab Version 3.4) aber nur den Marktführer unter den Blogsystemen. Dabei ist es unerheblich ob selbst gehostet oder per wordpress.com. Für mich kein Negativ-Punkt, da ich persönlich nichts anderes brauche aber klar, die Unterstützung alternativer Plattformen ist wünschenswert. Tumblr, Blogspot und Squarespace sind vom Entwickler für zukünftige Versionen von Blogo auch schon angekündigt.

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Blog-Optionen

Neben der Vergabe von Kategorien und Tags für die Artikel ist der integrierte Bildeditor ein sehr cooles Feature, mit dem man einfache Bild-Optionen ändern kann oder Thumbnails erstellt ohne, dass man das Bild extra in Acorn oder Pixelmator öffnen muss.

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Leider werden im Schreib-Modus anstatt dieser Bilder nur Ersatzbilder angezeigt. Das sollten die Entwickler unbedingt ändern, obwohl man zumindest durch das Drücken der Alt-Taste für ca. 2 Sekunden eine Vorschau dieser Bilder sehen kann.

Dafür lässt sich aber die Bildgröße sehr einfach anpassen und es gibt vier vorgefertigte Filter, die man direkt anwenden kann (Sepia, S/W, Original und Old). Sättigung, Kontrast und Farben kann man über Regler ebenfalls sehr einfach nachjustieren.

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Dazu macht das Schreiben in Blogo einfach Spaß. Der Fokus liegt klar auf dem Text. Der Editor bietet durch seine Oberfläche ohnehin wenig Ablenkung. Ein Fullscreen-Modus wird selbstverständlich auch angeboten.

Möchte man seinen Text gestalten, muss man diesen nur markieren und aus einem Popup die gewünschte Option auswählen.

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So kann man sehr leicht Text ausrichten oder Dinge wie Schriftdicke einstellen. Genauso lassen sich auch Links, Listen, Zitate oder Überschriften einfügen.

Nutzern des großartigen PopClip, das ja eine ähnliche Funktion bietet, sei in diesem Zusammenhang geraten Blogo als ‘ausgeschlossene App’ zu definieren. Andernfalls kommt es zu unschönen Effekten, die man auf diese Weise vermeiden kann.

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Evernote und Extensions

Ein weiteres sehr smartes Feature ist die Integration von Evernote.

Man kann also seine Ideen oder Artikel in Evernote auf dem Smartphone, Tablet oder Desktop schreiben und über einen Sync-Knopf mit Blogo synchronisieren und anschließend von dort veröffentlichen.

2 - Evernote

Darüber hinaus gibt es Browser-Extensions für den Safari und Google Chrome (Firefox und Opera sind angekündigt).

Mit diesen Erweiterungen kann man sehr schnell Links, Videos (derzeit werden nur YouTube und Vimeo unterstützt), Bilder und Zitate (mit Quellenangabe) an Blogo senden und dort in einem Artikel nutzen.

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Sonstiges

Mir ist Blogo schon mal mitten im Schreiben abgestürzt. Es ist aber kein Wort verloren gegangen. Der Editor scheint selbstständig regelmäßig Sicherungskopien zu machen, was bei anderen Offline-Blogeditoren leider nicht selbstverständlich ist.

Außerdem werden beim Öffnen eines Artikels Unterschiede zwischen der lokalen Version eines Artikels und eines eventuell vorab veröffentlichten (Online-)Entwurfs angezeigt. Hier kann man nun wählen mit welcher Version man weiterarbeiten möchte oder ob man beide Versionen aufheben will.

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Dazu kann man sich jederzeit eine Live-Preview des Geschriebenen ansehen, den Zeitpunkt der Veröffentlichung festlegen oder auch die Kommentare zu Artikeln managen.

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Nachteile

Derzeit kann man seinen Text nicht im Plain-HTML oder auch in Markdown verfassen. Ersteres brauche ich verhältnismäßig oft.

Es fehlen auch noch eine deutsche Lokalisierung der App, eine Fußnotenfunktion oder Dinge wie Bildern einen Untertitel zu geben.

Die Entwickler sind aber sehr offen für Feature-Wünsche und haben auf ihrer Seite unter Support eine Voting-Plattform eingebaut, wo man selber neue Ideen einbringen oder für Ideen abstimmen kann.

Preise und Verfügbarkeit

Blogo wird ausschließlich im Mac App Store zum Einführungspreis von derzeit 13,99 Euro verkauft. Zur Installation wird OS X 10.8 Mountain Lion minimal vorausgesetzt.

Ein Upgrade von Blogo 1 zu Blogo 2 gibt es leider ebensowenig wie eine kostenlose Testversion :(

Blogo - Schreiben, veröffentlichen und verwalten Sie mehrere Blogs mit Einbindung in WordPress und Evernote (AppStore Link) Blogo - Schreiben, veröffentlichen und verwalten Sie mehrere Blogs mit Einbindung in WordPress und Evernote
Hersteller: Blogo Inc.
Freigabe: 4+
Preis: 26,99 € Download


FAZIT

Blogo werde ich erst mal, trotz einiger Nachteile, weiterhin fürs Bloggen verwenden. Ich mag die einfache Bild-Integration, die an das gute alte ecto erinnert.

Blogo hat, so scheint es, sehr großes Potential, sofern auch nur ein Bruchteil der Benutzer-Wünsche und die vielen angekündigten Features tatsächlich umgesetzt werden. Es kamen jetzt auch schon einige Updates heraus, was mich insgesamt positiv stimmt. Auf jeden Fall ist Blogo ein Lichtblick am Blogger-App-Himmel.

aptgetupdateDE Wertung: (7,5/10)

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Review: Path Finder 7 · OS X Dateimanager

Apples Finder: Man liebt ihn oder man hasst ihn.

Trotz guter Verbesserungen wie Tabs oder Tags, bin ich kein großer Fan dieser App, die meiner Meinung nach nur für grundlegende Dateiarbeit taugt. Der Poweruser ist daher gezwungen den Finder mit Plugins wie beispielsweise XtraFinder zu tunen oder direkt zu Komplettlösungen wie ForkLift oder Path Finder zu greifen.

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Wenn du dieses Blog schon etwas länger liest, weißt du sicherlich, dass ich Fan dieser Komplettlösungen bin und seit etlichen Jahren alternative Dateimanager nutze.

Im nachfolgenden Review habe ich die vor einigen Wochen veröffentlichte finale siebte Version des Path Finders unter die Lupe genommen und werde dir die Neuerungen gegenüber den direkten Vorgängern Path Finder 6 und Path Finder 5 vorstellen.

Oberfläche

Die horizontal oder vertikal ausrichtbare Zwei-Spalten-Ansicht, Tabs, Cover Flow oder auch der Pfad-Navigator bzw. die Lesezechenleiste zum schnellen Verzeichniswechsel bzw. –zugriff sind für Path Finder Veteranen keine große Überraschung.

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Die Neuerungen liegen eher im Detail und sind vor allem unter der Haube, dazu später etwas mehr, zu finden.

Aus Schubladen werden Regale

Die größte optische Veränderung betreffen die bis PF6 seitlich und nach unten ausfahrbaren Schubladen für das integrierte Terminal und allerlei Informationsfenster.

Diese Schubladen wurden komplett entfernt. Stattdessen kann man sich nun bis zu acht flexibel anpassbare Regale (vier rechts und vier unten) einblenden lassen, die nicht mehr aus dem Path Finder Fenster herausgleiten, sondern integriert angezeigt werden.

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Auf diese Weise hat man weiterhin Zugriff auf sehr viele Datei-Informationen, kann schnell Tags vergeben, übliche Git- bzw. Subversion-Kommandos (ohne Kommandozeile) ausführen oder das Terminal-Fenster nutzen.

Editierbarer Pfad-Navigator

Eine recht praktisches neues Feature ist der durch einen Doppelklick editierbare Pfad Navigator, um sehr schnell in ein neues Verzeichnis zu gelangen. Im Gegensatz zur vergleichbaren Gehe zum Ordner…-Funktion (Shift+Cmd+G) des OS X Finders werden hier Live-Ergebnisse der Unterverzeichnisse angezeigt, die einen Verzeichniswechsel sehr viel komfortabler gestalten.

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Gruppierte Darstellung

Hier werden Fans der Finders lachen aber die gruppierte Darstellung bzw. das Ausrichten nach einem bestimmten Kriterium hat es nun endlich auch in den Path Finder geschafft. Zur Ehrenrettung des Path Finders muss man allerdings sagen, dass die Kriterien weitaus differenzierter als beim Finder sind.

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Dropbox Integration

Was sich erst einmal groß anhört ist im Prinzip nichts anderes als die Möglichkeit (Dropbox-)Ordner bzw. (Dropbox-)Verknüpfungen freizugeben oder seine Daten direkt auf der Dropbox-Homepage anzusehen.

Mehr, beispielsweise ein Version-Rollback o.ä., wird leider nicht geboten, so dass man auch dieses Feature aus Apples Finder schon etwas länger kennt.

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FolderSync

Wie der Name schon vermuten lässt, kann man auf sehr unterschiedliche Art und Weise zwei Verzeichnisse miteinander vergleichen und synchronisieren.

Dazu müssen zunächst zwei Verzeichnisse markiert und anschließend über das Kontextmenü oder aus dem (Options-)Menü heraus die Option OrdnerSync (bei derartigen ‘Eindeutschungen’ stirbt übrigens jedes mal ein Katzenbaby) ausgewählt werden.

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Im neu erscheinenden OrdnerSync-Fenster kann man nun beide Verzeichnisse vergleichen oder nach links bzw. rechts synchronisieren.

Wie in den Screenshots zu sehen kann man die Voreinstellungen flexibel anpassen und optional auch nach Dateiinhalt vergleichen.

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Sonstige Neuerungen

Ein Blick ins offizielle Changelog von PF7 verrät unzählige weitere Verbesserungen, die, wie schon angekündigt, zumeist unter der Haube stattfanden.

So geht das Kopieren bzw. Verschieben von (großen) Dateien dank einer neuen Engine schneller. Auch das integrierte Terminal ist nun performanter und die Suchfunktion wurde weiter verbessert.

Eine weitere Optimierung betrifft den sehr genialen temporäre Ablagestapel (Drop Stack) zum schnellen Verschieben von einer oder mehreren Dateien. Diese (Datei-)Zwischenablage befindet sich in der linken Sidebar und bekommt mit PF7 ein zusätzliches Icon in der Symbolleiste spendiert, über das dieses Feature auch zugreifbar ist, sofern die Sidebar einmal geschlossen ist.

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Darüber hinaus kann man jetzt in der Zwei-Spalten-Ansicht über die Funktionstasten (F5 bis F8) Dateien ‘Norton Commander-like’ auf beiden Seiten sehr schnell kopieren, verschieben, komprimieren oder dekomprimieren. Es gibt eine neue 3-Finger-Tap-Geste für Quicklook, man kann geschlossene Tabs wiederherstellen, sich eine History kürzlich geschlossener Tabs ansehen, die Dateiauswahl umkehren u.v.m.

Altbekanntes

Damit ist der Funktionsumfang von PF7 aber noch lange nicht am Ende, denn all die bisher nicht erwähnte Funktionen aus den Vorgängerversionen sind selbstverständlich auch in der neuen Version enthalten.

So zum Beispiel ein sehr einfacher Bildeditor oder auch App-Launcher nach dem Vorbild von Alfred oder LaunchBar.

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Des Weiteren kann man Disk Images erstellen, Prüfsummen berechnen, in der Sidebar favorisierte Ordner zum Schnellzugriff ablegen, per Klick eine große Auswahl an Dateien umbenennen, den integrierten Text-, Hex- oder ACL-Editor nutzen oder die App ganz bequem aus der OS X Menüleiste heraus steuern.

Dazu lassen sich für alle genannten und ungenannten Features in den Einstellungen der App Tastaturkürzel definieren, was eine komplette Steuerung der App ohne Maus ermöglicht.

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Einstellungen

Neben den Tastaturkürzeln, kann man hier die Verbindung zur Dropbox bzw. das Icon in der Menüleiste aktivieren oder, und das ist für viele sicher nicht ganz so uninteressant, das Finder- bzw. Papierkorb-Icon aus dem Dock entfernen.

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Preise und Verfügbarkeit

Path Finder 7 wird ausschließlich über die Homepage von Entwickler Cocoatech für 39,95 US-Dollar verkauft. Ein Upgrade von einer früheren Version schlägt mit 19,95 US-Dollar zu Buche. Zur Installation wird minimal OS X 10.7 Lion vorausgesetzt.

Skeptiker greifen, wie üblich, zur kostenlosen aber zeitlich begrenzten Trial-Version.

-> http://cocoatech.com/pathfinder

FAZIT

Ich bin irgendwie zwiegespalten. Auf der einen Seite ist Path Finder auch in seiner siebten Version eine sehr, sehr gute App und der Dateimanager meiner Wahl. Auf der anderen Seite fehlt mir irgendwie ein triftiger Grund zum Aktualisieren von PF6 auf PF7.

Versteht mich nicht falsch:
Für Neukunden gibt es ohne Frage eine blinde Kaufempfehlung. Für Bestandskunden fehlt mir für eine Upgradeempfehlung einfach das gewisse Extra; zumal einige Funktionen wie Dropbox-Integration oder die gruppierte Darstellung schon lange im Finder zu finden sind. Dazu kommt, dass viele neue Features von PF7 durch Plugins auch schon in PF6 und PF5 integriert werden konnten und so ein wirklicher Mehrwert fehlt; von der Unterstützung der Entwickler und dem Up-To-Date-Gefühl einmal abgesehen.

So hätte ich mir, gerade mit Hinblick auf OS X Yosemite, eine komplette Überarbeitung der Oberfläche, wie es beispielsweise auch LaunchBar gemacht hat, gewünscht. Path Finder hat so mMn exakt das gleiche Problem wie MailMate: Trotz eines unglaublichen Funktionsumfangs sieht die App altbacken aus. Auch zusätzliche Funktionen wie einen integrierten FTP/SFTP/Amazon S3/WEBDav/SMB/AFP/NIS Client nach dem Vorbild des Konkurrenzproduktes ForkLift, AirDrop Support oder eine bessere/handhabbare Verwaltung meiner Dokumente in der iCloud wären wünschenswert gewesen.

Aber ich will nicht allzu sehr meckern, denn die positiven Seiten der App überwiegen deutlich. Trotzdem gibt es etwas Abzug in der B-Note.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

Apropos Path Finder Plugins:
Diese scheinen eingestellt bzw. es scheiterte einfach am Interesse der Nutzer, was ein nicht gepflegten SDK zur Folge hat.

We used to have a public SDK for people willing to develop Path Finder plug-ins, but it’s abandoned as interest was so low, it wasn’t justifiable to spend time and effort keeping it up-to-date.

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Review: iStat Menus 5 · Systemmonitor in der OS X Menüleiste (Gewinnspiel inside)

Solltest du dieses Blog schon etwas länger lesen, wird dir nicht entgangen sein, dass ich ein großer Fan von iStat Menus bin.

Nachdem ich letztes Jahr iStat Menus 4 in einem Review etwas genauer unter die Lupe genommen hatte, möchte ich gleiches nun mit dem kürzlich veröffentlichten Nachfolger machen.

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Wie nicht anders zu erwarten, ist auch iStat Menus 5 ein Systemmonitor für den Mac, der sämtliche Informationen in der Menüleiste ablegt.

Das betrifft beispielsweise Angaben zum Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte, Netzwerk, sämtliche verbaute Sensoren, Akku oder Zeit.

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Jedes dieser einzelnen Elemente lässt sich über Untermenüs per drag-and-drop anpassen oder auch komplett deaktivieren.

Eine Besonderheit betrifft den ‘Combined-Abschnitt’, in dem verschiedene Elemente kombiniert unter einem Icon zusammengefasst werden können. Das spart Platz in der Menüleiste aber bietet dennoch einen detaillierten Überblick über die CPU-Auslastung, Temperaturen, Spannungen, Lüfterumdrehungen, Systemlaufzeit u.s.w….

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Bis zu diesem Punkt mag Besitzern von iStat Menus 4 wenig Neues auffallen. Lediglich das komplett neue (flache) Design mit Pastell-Tönen, das sich schon an OS X 10.10 Yosemite orientiert, fällt beim ersten Start der App direkt ins Auge.

Schaut man jedoch ins Changelog, offenbart sich doch die eine oder andere Neuerung, die auf den ersten Blick gar nicht auffällt.

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So gibt es nun ein helles und dunkles Theme, was der kommenden dunklen Menüleiste von OS X 10.10 Yosemite geschuldet ist. Dazu wurde die deutsche Lokalisierung der App verbessert (ist leider längst noch nicht komplett) und es gibt viele kleinere neue Statistiken, die man erst beim genaueren Hinsehen entdeckt.

Im oberen Screenshot sieht man beispielsweise schon die Anzeige der Apps mit erheblichem Energieverbrauch. Außerdem wurde der Netzwerkmonitor überarbeitet, der nun nicht nur mehr Informationen anzeigt, sondern auch Möglichkeiten wie AirPort (de-)aktivieren, DHCP Refresh, verbinden zu Netzwerk oder (Netzwerk-)Verbindungen ausblenden bietet.

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Des Weiteren wurden die ‘Per-App’ Statistiken verbessert. Man kann beispielsweise nun ganz genau feststellen, welche App gerade wie schreibend bzw. lesend auf die Festplatte zugreift. Gleiches gilt für den Netzwerkzugriff.

Man kann sich zudem bei unterstützten Modellen den für iStat Menus typischen History Graphen jetzt auch für die Grafikkarte anzeigen lassen.

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Auch der Kalender bzw. die Zeitanzeige fällt im Vergleich zum Vorgänger etwas detaillierter aus.

Der Detailgrad kann auch hier, wie bei allen anderen Elementen, in den Einstellungen festgelegt werden.

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Preise und Verfügbarkeit

iStat Menus 5 wird ausschließlich über die Webseite des Entwicklers Bjango für 16 US-Dollar verkauft. Dazu werden auch eine Familienlizenz und Upgrade-Preise von iStat Menus 3 oder 4 angeboten.

Skeptiker greifen, wie immer, zur kostenlosen und zeitlich begrenzten Testversion. Zur Installation wird minimal OS X 10.8 Mountain Lion vorausgesetzt.

-> http://bjango.com/mac/istatmenus/

FAZIT

Ich nutze iStat Menus seit Version 2 und bin, wie ich anfangs schon schrieb, ein großer Fan dieser App.

iStat Menus wurde auch der fünften Version sinnvoll weiterentwickelt, so dass es sich auch unter OS X 10.10 Yosemite sehr gut ins System integrieren kann. Ob die angebotenen Neuerungen allerding ein Upgrade von iStat Menus 4, das nicht mehr weiterentwickelt wird, rechtfertigen, muss jeder selbst entscheiden. Für Neukunden gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Einen kleinen Meckerpunkt habe ich dennoch:
Die mit iStat Menus 4 eingeführten History Graphen haben weiterhin keine Skala bzw. weiterführende Informationen und lassen sich weiterhin nicht aufzeichnen.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

Verlosung

Entwickler Bjango hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel drei Lizenzen von iStat Menus 5 zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt erneut Rafflecopter zum Einsatz, bei dem folgende Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Sonntag, den 07.09.2014, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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Review: Dropzone 3 · Drag’n’Drop für OS X (Gewinnspiel inside)

Knapp fünf Jahre ist es mittlerweile her, als wir uns hier das erste Mal mit Dropzone beschäftigt haben. Vor gut einem Monat ist die neue, frische Version 3 erschienen und ich habe mir diese mal etwas genauer angeschaut.

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Dropzone ist ein OS X Tool, welches das Ziel hat, wiederkehrende Aufgaben, die vor allem mit Dateien zu tun haben, einfach per Drag’n’Drop zu automatisieren.

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Neu in dieser Version ist der Ablageort, welches sich nicht mehr im Dock befindet, sondern jetzt einen Platz in der Menüzeile einnimmt. Eine Geschmacksfrage. Mir persönlich gefällt es gut.

Was bietet Dropzone?

Optisch ist Dropzone ein aus Icons bestehendes Grid-Menü, in das man z.B. erst einmal Apps packen kann, die man fortan darüber startet. Neben Apps kann man aber auch Verzeichnisse und Dateien in diese Ablage packen.

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Das wichtigste Feature sind aber die Actions, die man entweder aus dem mitgelieferten Vorrat auswählen oder direkt von der Webseite des Entwicklers herunterladen kann.

Dazu lassen sich Actions aber auch selbst programmieren.

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So wird per Formular ein Bundle erstellt, in dem sich erst mal eine Ruby-Datei und ein Icon befindet, die man nach Belieben anpassen kann.

Die Beispiel-Datei bietet schon im Groben eine Vorlage, wie man sein Skript entwickeln kann; Ruby Kenntnisse natürlich vorausgesetzt. (Wenn das deine erste Begegnung mit Ruby ist: Keine Angst – Ruby macht wirklich viel Spass!)

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So findet man in dieser Ruby-Datei Funktionen wie “dragged”, in der man die “gedraggten” Dateien behandeln und eine weitere Funktion “clicked”, in der man auf das Klicken auf die Action reagieren kann.

Die eingebaute Debug-Konsole hilft beim Entwickeln, ebenso natürlich auch die schon bereitgestellten Actions, aus denen man sich viele Dinge abschauen kann.

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Einen Blick in die auf GitHub zur Verfügung gestellte API sollte man natürlich auch werfen. Alles in allem ist diese sehr gut dokumentiert und man sollte mit ein wenig Geschick schnell zu ersten Erfolgsergebnissen kommen.

Genau in dieser Anpassbarkeit liegen die Stärken von Dropzone und erweitern die eh schon recht guten mitgelieferten Actions:

  • Dateieinaustausch per AirDrop
  • Dropbox
  • Facebook
  • Flickr
  • FTP Upload, Amazon S3
  • Drucken
  • Texte sharen, speichern …
  • Apps automatisch installieren
  • und vieles mehr

Einen guten Einblick in die Funktionalität biete zudem folgendes Promo-Video.

Preise und Verfügbarkeit

Dropzone 3 wird sowohl über den Mac App Store, als auch über die Webseite des Entwickler Aptonic verkauft.

Während die MAS-Version derzeit um 50% reduziert mit 4,49 Euro im Angebot ist, kostet die Stand-Alone-Download-Version momentan 7,73 Euro. Hier werden auch Upgrade-Preise von Dropzone 2 angeboten.

Zur Installation wird in jedem Fall OS X 10.8 Mountain Lion vorausgesetzt. Zum kostenlosen Ausprobieren wird außerdem eine Trial-Version angeboten.

Dropzone 3 (AppStore Link) Dropzone 3
Hersteller: Aptonic Limited
Freigabe: 4+
Preis: 4,49 € Download


FAZIT

Dropzone ist ein Tool mit Potential für Leute, die gerne immer wiederkehrende Aufgaben rund um Dateien automatisieren bzw. einfacher handhaben wollen. Man kann die App auch als Startmenü für schwierig erreichbare Apps nutzen.

Viele Dinge decken natürlich auch andere Tools wie z.B. Schnellstarter á la Alfred oder LaunchBar ab, dennoch kann Dropzone diverse Lücken füllen. Für den derzeitigen Angebotspreis erhält man eine tolles App.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

Verlosung

Entwickler Aptonic hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel fünf Lizenzen der Download-Version von Dropzone 3 zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt erneut Rafflecopter zum Einsatz, bei dem folgende Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Dienstag, den 05.08.2014, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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Review: LaunchBar 6 · Die Zukunft der Produktivität? (Gewinnspiel inside)

Möchte man unter OS X produktiv arbeiten, geht meiner Meinung nach nichts über einen Tastatur-Schnellstarter; gerne auch in Verbindung mit einem Workflow-Automatisierungswerkzeug wie Keyboard Maestro.

Über Quicksilver führte mich mein Weg daher zu Apps wie Alfred, LaunchBar 5, wieder zurück zu Alfred und schlussendlich zu Alfred 2 mit seinen fantastischen Workflows.

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Vor gut vier Wochen wurde LaunchBar 6 veröffentlicht, das ich nun ausgiebig getestet habe und nachfolgend in einem gewohnt ausführlichen Review vorstellen möchte.

LaunchBar selber ist eine vergleichsweise recht alte Software, deren Wurzeln knapp 20 Jahre in der Vergangenheit liegen und die ursprünglich ‚nur‘ eine Ansammlung von Shell-Scripten, die im Terminal ausgeführt wurden, war.

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Seit geraumer Zeit gehört aber eine Bar, wie oben zu sehen, zum Standard dieser weiterhin tastaturbasierten App, die über einen definierbaren Tastatur-Shortcut (Cmd+Space per default) aktiviert wird und über einen selbst erzeugten Index alles, was sich auf dem Mac befindet, durchsuchen oder starten kann.

Schon ein erster Blick in diesen Index zeigt den unglaublichen Funktionsumfang, den LaunchBar bietet. Das Starten von Apps ist nämlich, wie auch schon bei Alfred, nur ein ganz kleiner Teil der Funktionalität.

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Der Clou dieses Indexes ist aber die Anpassbarkeit an seine persönlichen Vorlieben.

Über die Sidebar kann man jede Funktion einzeln aktivieren bzw. deaktivieren. Dazu lassen sich, wenn man nicht die ganze Sektion ausschalten möchte, auf der rechten Seite über Kontrollkästchen einzelne Elemente deaktivieren und werden so nicht vom Index berücksichtigt.

Wofür nutze ich LaunchBar?

Da ich in diesem Review nicht alle Funktionen (es sind mit Sicherheit weit über 100 verschiedene) vorstellen kann, möchte ich in einem ersten Teil einfach mal sagen, wozu ich persönlich LaunchBar nutze. In einem zweiten Teil gehe ich gesondert auf die Neuerungen von LaunchBar 6 ein.

Die erste offensichtliche Nutzung ist natürlich der App-Starter.

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Nachdem LaunchBar aktiviert wurde, genügen ein paar signifikante Buchstaben, um die gesuchte App über die Enter-Taste oder dem gedrückt Halten des letzten Buchstaben zu starten. Wird die App nicht ganz oben in der Suche angezeigt, kann man mit den Pfeiltasten nach unten bzw. oben zur richtigen Position navigieren.

Hier sollte man wissen, dass LaunchBar bei der Suche nach Ergebnissen das Verhalten des Nutzers lernt und so im Laufe der Zeit immer bessere Ergebnisse liefert. Muss ich also Anfangs immer noch apt eingeben, um meine aptgetupdateDE-App zu starten, langt bei entsprechender Nutzung irgendwann ein simples a.Bildschirmfoto 2014-07-10 um 23.21.41

Damit aber nicht  genug, denn man kann über die Pfeiltasten links und rechts durch das komplette Dateisystem des Macs navigieren. Das betrifft auch angeschlossene externe Laufwerke und geht sogar soweit, dass man sich bis hin zum Paketinhalt einer App alles ansehen kann.

Ein weiteres cooles Feature ist Instand-Send.

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Über einen definierbaren Tastaturshortcut (2x Shift per default), kann man eine oder mehrere im Finder markierte Dateien oder Text an LaunchBar weitergeben und entsprechende Aktionen (siehe LaunchBar Index) ausführen.

Fährt man mit der Maus über die an LaunchBar gesendete Datei, erscheint auf Klick ein Kontextmenü, das schon einige (System-)Aktionen inkl. dazugehöriger Shortcuts anzeigt. Darüber hinaus kann man auch hier wieder über die Pfeiltasten nach links und rechts durch das Dateisystem navigieren oder detailliertere Informationen zur Datei anzeigen lassen.

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Wichtig für das Instand-Send Feature ist aber die Tabulatortaste, mit der sich die eigentlichen Aktionen aufrufen lassen.

Diese Aktionen sind je nach Dateityp anders vorausgewählt, was zu Folge hat, dass LaunchBar der Logik folgend nie eine Textdatei mit einem Bildbearbeitungsprogramm oder eine PDF-Datei in einem Texteditor öffnen möchte.

Da aber selbst LaunchBar nicht Hellsehen kann, kann man die gewünschte Aktion, sofern sie in der Liste nicht auftaucht, ähnlich wie beim Starten von Apps, suchen. Durch die Eingabe der Buchstabenfolge tag kann man der Datei beispielsweise Tags hinzufügen oder löschen; mit send an AirDrop senden; mit post auf Twitter posten oder mit ever an Evernote für eine Notiz weiterreichen.

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Die Möglichkeiten sind je nach Dateityp ziemlich umfangreich. Hier lohnt sich definitiv ein kleines Studium des LaunchBar Indexes unter Aktionen, um einen besseren Eindruck zu erhalten.

Ein drittes, von mir recht oft genutztes Feature, ist die Zwischenablage.

Hier können bis zu 100 Objekte gespeichert werden und sind jederzeit über einen separat definierbaren Shortcut zugreifbar. Des Weiteren kann man auch Snippets/Schnipsel für oft verwendete Texte definieren und sicherheitsrelevante Programme wie 1Password über die Einstellungen vom Zwischenablageverlauf ausschließen.

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Hin und wieder nutze ich LaunchBar auch für die Steuerung von iTunes.

Wie in den Screenshots zu sehen, kann man nicht nur zwischen den Songs wechseln, sondern auch direkt auf die gesamte iTunes-Mediathek mit Wiedergabelisten, Interpreten, Alben u.s.w. zugreifen und Songs abspielen.

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Das Anzeigen und Durchstöbern von Kontakten ist ein weiteres recht praktisches Feature.

Hier werden quasi alle in Apples Kontakte.app hinterlegten Daten angezeigt, mit denen man über die Leertaste auch interagieren kann. Das trifft u.a. für das Schreiben einer E-Mail, Besuchen von Webseiten oder Absenden von Tweets an eine bestimmte Person oder Firma zu.

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Damit sind wir aber noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen, den LaunchBar kann sehr viel mehr.

Ich persönlich nutze noch recht gerne den integrierten Taschenrechner und systemrelevante Funktionen wie Papierkorb leeren, aktivieren des Ruhemodus oder Neustart des Macs.

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Was ist neu in LaunchBar 6?

Nun aber zu den Neuigkeiten von LaunchBar 6 gegenüber seinem Vorgänger.

Als erstes fallen natürlich die nun verfügbaren Themes für die Bar ins Auge. Man möchte fast sagen ‘endlich’, denn LaunchBar 5 sah, unabhängig der Funktionen, bis zuletzt wie ein Relikt vergangener Zeiten aus. Das Aussehen war übrigens auch der Hauptgrund dafür, warum ich nach LaunchBar 5 Testphasen immer wieder bei Alfred gelandet bin.

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Das Anzeigen von Live-Suchergebnissen ist ein weiteres großartiges Feature.

Initiiert man mit der Leertaste beispielsweise eine Suche bei Google, werden bei der Eingabe von Text Suchergebnisse live in LaunchBar 6 angezeigt. Diese Funktion ist auch für Suchen bei Wikipedia und DuckDuckGo umgesetzt und kann beliebig erweitert werden.

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Erweitert? Richtig, denn LaunchBar 6 erlaubt das Hinzufügen von benutzerdefinierten Aktionen. Über eigene skriptbasierte Extensions, die in AppleScript, JavaScript, Ruby, Python, PHP oder anderen Skriptsprachen geschrieben werden können, lässt sich der Funktionsumfang von LaunchBar beliebig erweitern.

Alfred-Fans werden an dieser Stelle das vergleichsweise simple Workflow-Interface vermissen. Zum besseren Einstieg gibt es daher eine LaunchBar Action Reference, die die technischen Hintergründe erklärt.

Dazu, und das ist für Nicht-Programmierer viel wichtiger, werden im LaunchBar-Forum täglich neue benutzerdefinierte Aktionen veröffentlicht, die man auf Klick zur App hinzufügen kann. Die Community ist natürlich nicht nicht mit der von Alfred vergleichbar aber wächst stetig.

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Nachfolgend mal ein kleiner Vergleich zwischen einer mitgelieferten und benutzerdefinierten Aktion, die beide das Ziel der Übersetzung eines Wortes haben.

Aktiviert man mit der Leertaste die mitgelieferte dict.cc Aktion und gibt das gesuchte Wort ein, das auch gleich wieder mit ‘instant-feedback’ in einer Live-Suche angezeigt wird, führt ein Druck auf Enter in den Browser auf dict.cc, wo das Wort übersetzt wird.

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Bei der ebenfalls mit der Leertaste aktivierten benutzerdefinierten Leo Dictionary Aktion, führt ein Druck auf Enter nicht in den Browser, sondern man verbleibt in LaunchBar und zeigt die Ergebnisse in einem neuen LaunchBar-Fenster an.

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Neben Aktionen unterscheidet LaunchBar zusätzlich noch nach Diensten.

Diese Dienste kommen aus dem Dienste-Menü von OS X. Sie sind also von den auf dem Mac installierten Apps abhängig und werden, wie weiter oben im Instant-Send Abschnitt beschrieben, bei Dateiarbeit mit der Tabulatortaste aktiviert.

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Darüber hinaus gibt es auch ‘App-gebundene’ Dienste, die über die Leertaste aktiviert werden.

Will man beispielsweise den iTunes Store durchsuchen, sucht man zunächst nach der iTunes App und drückt jetzt die Leertaste (anstatt Enter zum Starten der App). Anschließend gibt man die gesuchte App, den Film oder Songtitel ein und bestätigt mit Enter. LaunchBar startet nun iTunes und liefert die passenden Suchergebnisse.16b-Bildschirmfoto 2014-07-09 um 23.09.40

Gleiches funktioniert, sofern entsprechende Dienste von OS X angeboten werden, auch mit vergleichbaren Apps wie Spotify. Man kann auf diese Art und Weise aber auch einen Tweet absetzen, eine E-Mail schreiben, Text an Fantastical senden oder mit Skype jemanden anrufen.

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Auch hier ist das Selbststudium des eigenen Dienste-Menüs im LaunchBar Index sehr empfehlenswert.

Ziemlich cool, wenn auch nicht wirklich neu, ist die Unterstützung der OS X Erinnerungen und des OS X Kalenders; selbstverständlich inkl. iCloud-Support.

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Möchte man beispielsweise eine neue Erinnerung erstellen, sucht man zunächst nach der Erinnerungen.app und drück anschließend die Leer- oder die rechte Pfeiltaste. Nun sieht man schon seine in der iCloud gespeicherten bzw. lokalen Erinnerungslisten und hat jetzt, nach Auswahl einer Liste, mit der Leertaste die Möglichkeit eine neue Erinnerung zu erstellen.

Die Syntax lautet in diesem Fall: Name der Erinnerung @Tag Zeit

Drückt man bei der Auswahl der Liste anstatt der Leer- erneut die Pfeiltaste nach rechts, wird der Inhalt der Liste angezeigt, in der man einzelne Erinnerungen über die Enter-Taste sogar abhaken kann.

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Eine fast identisches Funktionalität ist auch für den OS X Kalender möglich. Hier kann man allerdings nur neue Events erstellen und vorhandene nicht ansehen.

Die Syntax ist (kalendertypisch) etwas anders: Name des Events @Ort @Tag Zeit !Alarm

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Leider unterstützt der Parser von LaunchBar bei der Eingabe keine natürliche Sprache, so dass man die Syntax einhalten muss. Man hat in den Einstellungen allerdings die Möglichkeit Erinnerungen und Kalender Events direkt an Fantastical (sofern installiert) weiterzuleiten, so dass der Parser von LaunchBar umgangen und man doch natürliche Sprache nutzen kann.

Sonstiges

Damit sind wir funktional aber immer noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen.

Das Durchsuchen seiner iCloud-Dokumente, das Ansehen von iCloud-Tabs, der Safari Leseliste oder Top Sites hatte ich bisher noch gar nicht erwähnt. Auch die Unterstützung sämtlicher Smileys ist hilfreich und erlaubt es diese in allen textbasierten Apps und nicht nur in iMessage zu nutzen.

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Als letztes Feature sei die Nutzerstatistik angesprochen, die die Nutzung von LaunchBar nach Kategorien ausschlüsselt, die durch die App gesparte Zeit und die durchschnittliche Nutzung pro Tag anzeigt.

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Einstellungen

Abschließend ein Blick in die LaunchBar-Einstellungen, die auf Grundlage meines Reviews selbsterklärend sein sollten.

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Preise und Verfügbarkeit

LaunchBar wird ausschließlich über die Webseite des österreichischen Entwicklers Objective Development Software GmbH für aktuell 24,00 Euro verkauft. Ein Upgrade von LaunchBar 5 kostet 15,00 Euro. Dazu werden Familienlizenzen angeboten.

Skeptiker greifen, wie immer, vor dem Kauf zu kostenlosen und auf 30 Tage begrenze Testversion. Diese hat die Besonderheit, dass sie nach den 30 Tagen weiterhin funktioniert, sich zwischenzeitlich aber Auszeiten gönnt und den Nutzer damit zum Kauf animieren möchte.

In addition to a 30-day trial period LaunchBar 6 can be used for free as long and as often as you like. It just occasionally invites you to take a short break, allowing you to breathe and relax.

Zur Installation wird OS X 10.9 Mavericks minimal vorausgesetzt.

-> http://www.obdev.at/products/launchbar/

FAZIT

There is an action for that!

Mit diesem Motto kann man LaunchBar sicherlich am besten beschreiben. Mit der App ist, gerade auch durch die benutzerdefinierten Aktionen, außergewöhnlich viel möglich. Aber auch ohne diese bietet die App einen erschlagenden Funktionsumfang, der mit jedem Update weiter ausgebaut wird und auch Apple neue Version von Spotlight in OS X 10.10 Yosemite extrem verblassen lässt.

Einen Vergleich mit dem wohl größten ‘Launcher-Konkurrenten’ Alfred 2 spare ich mir in diesem Review und vertröste auf einen bald folgenden Artikel.

Vielleicht nur soviel:
Der Funktionsumfang beider Apps ist im Grunde genommen identisch; wird aber teilweise anders umgesetzt. Zudem ist LaunchBar mehr ins OS X integriert; bei Alfred kann man quasi alles über Workflows lösen.

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Verlosung

Die Objective Development Software GmbH hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel drei Coupon Codes für LaunchBar 6 zur Verfügung gestellt, die jeweils den Kaufpreis im Online Store egalisieren.

Zur Teilnahme kommt erneut Rafflecopter zum Einsatz, bei dem folgende Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Mittwoch, den 16.07.2014, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway