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ScreenToLayers · macOS Desktop als PSD-Datei mit Ebenen speichern

Gerade zum Bloggen erstelle ich immer vergleichsweise viele Screenshots. Normalerweise reicht mir dazu die in macOS integrierte Screenshot-Funktion mit ihren unterschiedlichen Shortcuts.

Es kommt jedoch hin und wieder vor, dass ich etwas mehr Funktionalität brauche und hier kommt ScreenToLayers ins Spiel.

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Diese kleine Menüleisten-App, die kostenlos im Mac App Store angeboten wird, kann über den Shortcuts Cmd+5 den Desktop als PSD-Datei speichern (Cmd+6 für verzögertes Speichern). Dabei bekommt jedes Fenster, jedes Icon oder jedes Menü seine eigene Ebene.

Das hat den Vorteil, dass man in Bildbearbeitungsprogrammen wie Acorn, Pixelmator, Affinity Photo oder eben Photoshop präziser mit Screenshots arbeiten kann.

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Wer das nicht möchte, kann auch den alternativen Modus von ScreenToLayers (Shortcut: Cmd+L) nutzen und nur die Bestandteile des Desktops speichern, die wirklich notwendig sind.

Dazu gehören beispielsweise Schatten oder Fenster-Effekte und das Speichern einzelner Fenster.

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ScreenToLayers ist außerdem Open Source Software; der Quellcode kann bei GitHub angeschaut werden.

Zur Installation wird OS X 10.10 Yosemite oder höher vorausgesetzt.

ScreenToLayers
Entwickler: Jeremy Vizzini
Preis: Kostenlos

Exkurs Acorn

Besitzern des Bildbearbeitungsprogramms Acorn mag dieses Feature bekannt vorkommen.

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Man muss es nur in den Einstellungen über den Haken Create layers for windows when taking screenshots aktivieren und hat damit quasi eine identische Funktionalität.

Acorn 5 - The Image Editor for Humans
Entwickler: Flying Meat Inc.
Preis: 29,99 €
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macOS Tipp: Buchstaben mit Akzent tippen

Heute mal ein kleiner Tipp, der eigentlich uralt ist aber auch gerne vergessen wird.

Möchte man Buchstaben aller Art mit einem Akzent (oder auch Umlaute) tippen, muss man keine Shortcuts lernen oder gar Drittsoftware installieren…

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Man muss den betreffenden Buchstaben nur länger gedrückt halten, woraufhin eine Auswahl erscheint, aus der man bequem per Maus oder gedrückter Zahl auswählen kann.

So wird aus einem a ein ä, à, á, â, æ, ã, å oder ā oder aus einem c ein ç, ć oder č. Dieses Prinzip funktioniert natürlich auch bei Großbuchstaben.

Terminal Know-how

Möchte man dieses von macOS per default gewollte Verhalten deaktivieren, muss man folgendes Terminal-Kommando ausführen (und danach den Editor neu starten):

defaults write -g ApplePressAndHoldEnabled -bool false

Zum erneuten Aktivieren des Auswahl-Pop-Ups führt dieses Kommando zum Ziel (auch hier muss der Editor danach neu gestartet werden):

defaults write -g ApplePressAndHoldEnabled -bool true

(via)

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Howto: Websuchen-Tool mit Keyboard Maestro erstellen

Websuchen aller Art haben einen entscheidenden Nachteil: Man muss zunächst die Webadresse im Browser eingeben, danach das Suchfeld identifizieren bzw. anklicken und kann dann erst den Suchbegriff eingeben; also viele kleine Schritte mit vergleichsweise viel Klickerei…

Wesentlich einfacher geht es über ein Websuchen-Tool, das man mit der Allzweckwaffe Keyboard Maestro realisieren kann.

Zur Erstellung dieses Tools kommt ein Feature namens Conflict Palette zum Einsatz, das den Vorteil hat, dass man mit nur einem Shortcut mehrere Aktionen gleichzeitig aufrufen und per hervorgehobenen Zeichens daraus auswählen kann.

So haben im Keyboard Maestro Editor sämtliche Macros, die die Websuche betreffen, zur Aktivierung ein identisches Tastaturkürzel. Der Rest ist frei konfigurierbar und kann somit den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

Das fängt beispielsweise vorne mit dem Icon an. Die anschließenden zwei Zahlen mit der geschlossenen Klammer besitzen einen sortierenden Charakter und werden im eigentlichen Namen des Macros nicht angezeigt. Um diese Sortierung, beispielsweise nach Funktionalität, zu unterstreichen, sind Trennstriche (bei 10), 20), 30)…) eingefügt. Da der KM Editor hier nichts Eigenes anbietet, handelt es sich schlicht um eine Aneinanderreihung von en dashes (Shortcut: Option+Minus). Schön ist anders aber es funktioniert…

Ein wichtiger Punkt ist der darauf folgende Buchstabe. Da dieser einer Websuche eineindeutig zugeordnet ist, handelt es sich quasi um eine per Tastatur auswählbare ID, die die Websuche einleitet.

Fehlt diese Eineindeutigkeit, wird der erste Buchstabe vom Namen des Macros gewählt. Gibt es hier eine Doppelbelegung, wird die Auswahl solange eingeschränkt, bis sie eineindeutig ist. Führt also im ersten Fall ein simples a zum Ziel, sind im zweiten mit a-p-t schon drei Schritte notwendig, um diese Eineindeutigkeit herbeizuführen.

Ein entscheidender Bestandteil sind selbstverständlich auch die Suchmuster. Diese müssen für jede Webseite oder App (man kann beispielsweise auch iTunes oder den Mac App Store auf diese Weise durchsuchen bzw. direkt Promo Codes einlösen) angepasst werden. Einige Inspirationen kann man sich in der sehr guten (Web Search-)Dokumentation zur Alfred App holen.

Wem übrigens das Aussehen der Conflict Palette nicht gefällt, kann in den Einstellungen von Keyboard Maestro über einen Theme Editor diverse Anpassungen vornehmen.

-> https://github.com/johnnycash69/km-macros

(via)

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macOS Tipp: Zuletzt geschlossene Tabs im Safari öffnen

Dass man den (versehentlich) zuletzt geschlossenen Tab im Safari mit dem normalen Undo-Shortcut Cmd+Z erneut öffnen kann, ist bekannt oder?!

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Was aber, wenn man einen bestimmten beschlossenen Tab öffnen möchte?

Nun, wie sich herausstellte, hat der Safari von macOS mittlerweile das Verhalten des mobilen Safari von iOS übernommen. Es genügt im Prinzip ein langer Klick (genauer gesagt eine click-and-hold Geste) auf das Plus-Zeichen, das normalerweise einen neuen Tab im Safari öffnet.

Anschließend werden die letzten 20 geschlossenen Tabs angezeigt, die man nun auf Klick erneut öffnen kann.

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Der Vollständigkeit halber das identische Verhalten unter iOS:

Hier muss man im Safari zunächst die Tab-Übersicht aktivieren. Anschließend führt ein langer Klick auf das Plus-Zeichen zum Ziel.

(via)

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macOS Gatekeeper: Apps mit macOS Sierra ohne Einschränkungen starten

Gatekeeper, eine Art Türsteher in macOS, baut auf den in macOS vorhandenen Malware-Prüfungen auf und soll den Mac vor Schadsoftware schützen.

In den macOS Systemeinstellungen findet man dazu unter Sicherheit > Allgemein zwei Optionen, die das problemlose Ausführen von Apps ermöglicht:

  • App Store
  • App Store und verifizierte Entwickler

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Möchte man jetzt eine App starten, die weder im Mac App Store, noch von einem verifizierten Entwickler angeboten wird, muss man seit macOS Sierra einen Klimmzug machen. Denn die bis OS X El Capitan angebotene dritte Option Keine Einschränkungen ist in der Default-Einstellung von Sierra versteckt und muss (bei Bedarf) erst über ein Terminal sichtbar geschaltet werden.

Aber der Reihe nach… Man hat natürlich auch mit diesen Default-Einstellungen die Möglichkeit Apps von nicht verifizierten Entwicklern zu starten.

Lösung 1

Der wohl einfachste Weg führt über den Finder.

Um Gatekeeper temporär zu deaktivieren, muss man die entsprechende App mit gedrückt gehaltener Control-Taste + Linksklick markieren und im daraufhin aufpoppenden Kontextmenü Öffnen wählen.

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Im nun folgenden Dialogfeld klickt man erneut auf Öffnen und bestätigt anschließend mit Eingabe des Administratornamens und des zugehörigen Passwortes die Veränderung der Sicherheitseinstellungen.

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Lösung 2

Möchte man die App auf normalem Wege, beispielsweise über einen Schnellstarter, öffnen, wird zunächst eine Warnung angezeigt, die man mit Ok bestätigen muss.

Anschließend öffnet man die macOS Sicherheitseinstellungen, in denen die blockierende App jetzt unter den anfangs angesprochenen beiden Optionen angezeigt wird.

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Mit Klick auf die Dennoch öffnen-Schaltfläche verifiziert man, analog zu Lösung 1, mit Eingabe des Admins inkl. Passwortes erneut die Veränderung der Sicherheitseinstellungen.

Lösung 3

Die ersten beiden Lösungen funktionieren wunderbar. Dennoch kann diese Klickerei bis zum Starten von nicht verifizierten Apps auf Dauer recht nervig sein – jaja, die liebe Sicherheit… 🙈✌️

Daher kann man, wie anfangs schon erwähnt, mit einem einfachen Terminal-Kommando die seit Sierra versteckte Option Keine Einschränkungen in den macOS Sicherheitseinstellungen sichtbar schalten.

sudo spctl --master-disable

Nach Eingabe des Admin-Passwortes kann man den Gatekeeper nun auch dauerhaft deaktivieren.

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Möchte man den Urzustand wiederherstellen, führt ein ähnliches Terminal-Kommando zum Ziel. Auch hier ist wieder das Admin-Passwort erforderlich.

sudo spctl --master-enable
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macOS Hidden Treasures: Dominate the Dock

Josh Centers hat vor ein paar Tagen bei TidBITS einen sehr lesenswerten Artikel über das oft sehr stiefmütterlich behandelte Dock von macOS geschrieben.

Neben Basiswissen, sind vor allem die versteckten Features interessant, die vielleicht sogar für den einen oder anderen Mac-Veteranen neu sein dürften.

The Dock has been a core aspect of the Mac experience since the earliest days of Mac OS X. In fact, the Dock actually predates Mac OS X, since it was also prominent in NeXTSTEP. It displays open applications, offers a quick way to launch favorite apps, and holds shortcuts for documents and folders.

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macOS Zwischenablage: Text-Clips mit Alfred, LaunchBar oder Keyboard Maestro zusammenfügen

Seit gefühlten Ewigkeiten warte ich darauf, dass Apple etwas im Umgang mit der Zwischenablage ändert und eine Art Clipboard Manager in macOS integriert.

Bisher leider vergeblich, so dass ich in den letzten Jahren immer den Zwischenablageverlauf der Schnellstarter Alfred oder LaunchBar genutzt habe. Mit diesen beiden Apps ist es sogar möglich verschiedene Absätze oder Textschnipsel separat zu kopieren und anschließend zusammenzufügen.

Alfred App

Diese Funktion setzt das kostenpflichtige Powerpack voraus und muss in den Alfred Preferences unter Features > Clipboard > Merging aktiviert werden.

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Möchte man jetzt zwei Textabschnitte miteinander verbunden kopieren, muss der erste Text zunächst ganz normal mit Cmd-C in die Zwischenablage kopiert werden. Der zweite Text wird nun mit gedrückt gehaltener Cmd- und zweimal gedrückter C-Taste an den zuvor kopierten angehängt. Bei erfolgreicher Ausführung kann man zudem einen kurzen System-Sound abspielen lassen.

Fügt man diesen Verbund jetzt mit Cmd-V in einen Texteditor o.ä. ein, kann man beide Textabschnitte entweder richtig zusammenkleben lassen (don’t separate…) oder sie mit einem Leerzeichen (…with space) bzw. neuer Textzeile (…with new line) voneinander trennen.

LaunchBar

Bei LaunchBar heißt dieses Feature ClipMerge und muss in den Einstellungen unter Zwischenablage aktiviert werden.

Die Funktionsweise ist mit der von Alfred identisch. Man kann allerdings nicht die Art und Weise des Einfügens festlegen, so dass beide Text-Clips immer untereinander getrennt dargestellt werden.

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Keyboard Maestro

Eine identische Funktionalität lässt sich auch mit der Allzweckwaffe Keyboard Maestro umsetzen.

Den Shortcut kann sich hier jeder selbst aussuchen. Während man Text 1 nach wie vor mit Cmd-C in die Zwischenablage kopiert, wird Text 2 nun mit gedrückt gehaltener Cmd- und zweimal gedrückter X-Taste angehängt. Der Sound für die erfolgreiche Ausführung dieses Macros ist wieder flexibel anpassbar und derzeit analog zu Alfred auf ‘Purr’ gestellt.

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Die Art des Einfügens mit Cmd-V hängt bei Keyboard Maestro von der Konfiguration der vorletzten Aktion ab. So wie im Screenshot zu sehen, werden beiden Texte momentan untereinander eingefügt.

-> https://github.com/johnnycash69/km-macros

(via)