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Blogo raus!

Ich bin ja ein Freund von Offline Blogeditoren, da mir das Backend von WordPress nicht wirklich gefällt.

So nutze ich abwechselnd, je nach Lust und Laune, MarsEdit, Desk, ecto oder Blogo. Letzteres hatten wir vor knapp 1½ Jahren in einem Review ausführlicher vorgestellt. Nun wurde Blogo, einhergehend mit einem neuen (Abo-)Geschäftsmodell sowie einer komplett neuen iOS App, in Version 3 neu aufgelegt und im Mac App Store veröffentlicht.

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Eigentlich ne coole Sache; im Fall von Blogo 3 aber eine zum Haare raufen!

Zum einen wurde mein bestens funktionierendes Blogo 2 von Blogo 3 gnadenlos und ohne jede Warnung überschrieben (thx autoupdate). Zum anderen wurde die App für mich unbrauchbar. Denn Blogo 3 fordert den Nutzer nach dem ersten Start auf einen Account zu erstellen. Warum? Die Entwickler erklären es so:

By creating a Blogo account all your content will be automatically synced between your Apple devices (Mac, iPad, and iPhone).

Ich soll also für bewusst lokal auf meinem Mac bzw. online auf unserem aguDE-Server liegende Entwürfe von Artikeln einen Account erstellen?! Damit diese zwischen den Geräten synchronisiert werden können?! Ich weiß gerade nicht, ob ich weinen oder lachen soll.

Damit aber nicht genug. Durch die Änderung des Geschäftsmodells wird Blogo 3 eine kostenlose App. Per In-App-Kauf kann man für 9,90 Euro/Monat bzw. 69,90 Euro/Jahr ein Pro-Abo abschließen und bekommt Multi Blog Management, Evernote Integration oder Kommentar Management oben drauf…

We’ll be offering Blogo completely free, and will charge a pro subscription for access to advanced features. Pro features include multiple blog management, Evernote integration, comment management, custom fields and social mirrors.

Ich traue es mich kaum zu sagen, aber das sind alles Dinge, die Blogo 2 out-of-the-box schon konnte. Jenes Blogo 2, das einmalig 13,99 Euro kostete und das im Zuge des Upgrade unbrauchbar überschrieben wurde. Ich bin gelinde gesagt stinksauer und da hilft es auch nicht, dass Nutzer von Blogo 2 das Pro-Abo mit Start von Blogo 3 und der iOS App für drei Jahre geschenkt bekommen.

If you purchased Blogo before the iOS launch, you will get 3 years of our Pro plan for free. For both Blogo Mac and iOS.

Versteht mich nicht falsch: jeder Entwickler soll mit seiner App Geld verdienen. Auch das Abo-Modell soll mich erst mal nicht stören. Hier muss halt jeder für sich selbst entscheiden. Aber im Gegensatz zu TextExpander, das neuerdings ja einen ähnlichen Abo-Weg geht, wurde mir hier eine wunderbar funktionierende Version kommentarlos überschrieben und mit einer sinnfreien Account-Pflicht belegt. Böses Faul!

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The New WordPress.com

A single interface to manage all your WordPress.com or Jetpack-enabled sites, built with the latest web technologies and used by millions of people — and now it’s open source.

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Coole News am Abend:
WordPress.com wird Open Source und es gibt jetzt eine offizielle (Mac-)App zum Managen all seiner WordPress.com Blogs und Webseiten mit dem Jetpack Plugin.

Mehr Informationen gibt es hinter dem heutigen Linktipp oder hier.

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Review: Blogo 2 · Blogging Made Easy.

Seit gut zwei Monaten ist Blogo 2, eine App zum Schreiben von Blog-Artikeln, nun schon verfügbar und ich wollte eigentlich schon längst diesen Artikel veröffentlichen aber ihr wisst… die liebe gute Zeit, von der man immer zu wenig hat und manchmal (bei mir in letzter Zeit sehr oft) gehen andere Dinge einfach vor.

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Trotzdem hatte ich mich sehr gefreut endlich mal wieder einen neuen Offline-Blogeditor auszuprobieren zu dürfen.

Mein derzeitiges Setup ist immer noch MarsEdit, das sicher seinen Dienst gut verrichtet aber mittlerweile auch recht angestaubt wirkt. Man könnte natürlich auch im (WordPress-)Backend schreiben. Der integrierte Editor wird von Version zu Version besser aber irgendwie mag ich es, unabhängig vom Browser und einer Online-Verbindung, meine Artikel zu verfassen.

1 - MadeEasy

Blogo ist eine reine Mac Lösung. Die App wirkt im ersten Moment schlicht aber sehr modern und versteckt einige nette Features unter der Oberfläche, zu denen ich gleich detaillierter komme.

Blogo kann selbstverständlich auch mehrere Blogs verwalten; unterstützt derzeit mit WordPress (ab Version 3.4) aber nur den Marktführer unter den Blogsystemen. Dabei ist es unerheblich ob selbst gehostet oder per wordpress.com. Für mich kein Negativ-Punkt, da ich persönlich nichts anderes brauche aber klar, die Unterstützung alternativer Plattformen ist wünschenswert. Tumblr, Blogspot und Squarespace sind vom Entwickler für zukünftige Versionen von Blogo auch schon angekündigt.

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Blog-Optionen

Neben der Vergabe von Kategorien und Tags für die Artikel ist der integrierte Bildeditor ein sehr cooles Feature, mit dem man einfache Bild-Optionen ändern kann oder Thumbnails erstellt ohne, dass man das Bild extra in Acorn oder Pixelmator öffnen muss.

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Leider werden im Schreib-Modus anstatt dieser Bilder nur Ersatzbilder angezeigt. Das sollten die Entwickler unbedingt ändern, obwohl man zumindest durch das Drücken der Alt-Taste für ca. 2 Sekunden eine Vorschau dieser Bilder sehen kann.

Dafür lässt sich aber die Bildgröße sehr einfach anpassen und es gibt vier vorgefertigte Filter, die man direkt anwenden kann (Sepia, S/W, Original und Old). Sättigung, Kontrast und Farben kann man über Regler ebenfalls sehr einfach nachjustieren.

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Dazu macht das Schreiben in Blogo einfach Spaß. Der Fokus liegt klar auf dem Text. Der Editor bietet durch seine Oberfläche ohnehin wenig Ablenkung. Ein Fullscreen-Modus wird selbstverständlich auch angeboten.

Möchte man seinen Text gestalten, muss man diesen nur markieren und aus einem Popup die gewünschte Option auswählen.

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So kann man sehr leicht Text ausrichten oder Dinge wie Schriftdicke einstellen. Genauso lassen sich auch Links, Listen, Zitate oder Überschriften einfügen.

Nutzern des großartigen PopClip, das ja eine ähnliche Funktion bietet, sei in diesem Zusammenhang geraten Blogo als ‘ausgeschlossene App’ zu definieren. Andernfalls kommt es zu unschönen Effekten, die man auf diese Weise vermeiden kann.

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Evernote und Extensions

Ein weiteres sehr smartes Feature ist die Integration von Evernote.

Man kann also seine Ideen oder Artikel in Evernote auf dem Smartphone, Tablet oder Desktop schreiben und über einen Sync-Knopf mit Blogo synchronisieren und anschließend von dort veröffentlichen.

2 - Evernote

Darüber hinaus gibt es Browser-Extensions für den Safari und Google Chrome (Firefox und Opera sind angekündigt).

Mit diesen Erweiterungen kann man sehr schnell Links, Videos (derzeit werden nur YouTube und Vimeo unterstützt), Bilder und Zitate (mit Quellenangabe) an Blogo senden und dort in einem Artikel nutzen.

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Sonstiges

Mir ist Blogo schon mal mitten im Schreiben abgestürzt. Es ist aber kein Wort verloren gegangen. Der Editor scheint selbstständig regelmäßig Sicherungskopien zu machen, was bei anderen Offline-Blogeditoren leider nicht selbstverständlich ist.

Außerdem werden beim Öffnen eines Artikels Unterschiede zwischen der lokalen Version eines Artikels und eines eventuell vorab veröffentlichten (Online-)Entwurfs angezeigt. Hier kann man nun wählen mit welcher Version man weiterarbeiten möchte oder ob man beide Versionen aufheben will.

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Dazu kann man sich jederzeit eine Live-Preview des Geschriebenen ansehen, den Zeitpunkt der Veröffentlichung festlegen oder auch die Kommentare zu Artikeln managen.

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Nachteile

Derzeit kann man seinen Text nicht im Plain-HTML oder auch in Markdown verfassen. Ersteres brauche ich verhältnismäßig oft.

Es fehlen auch noch eine deutsche Lokalisierung der App, eine Fußnotenfunktion oder Dinge wie Bildern einen Untertitel zu geben.

Die Entwickler sind aber sehr offen für Feature-Wünsche und haben auf ihrer Seite unter Support eine Voting-Plattform eingebaut, wo man selber neue Ideen einbringen oder für Ideen abstimmen kann.

Preise und Verfügbarkeit

Blogo wird ausschließlich im Mac App Store zum Einführungspreis von derzeit 13,99 Euro verkauft. Zur Installation wird OS X 10.8 Mountain Lion minimal vorausgesetzt.

Ein Upgrade von Blogo 1 zu Blogo 2 gibt es leider ebensowenig wie eine kostenlose Testversion :(

Blogo - Simple, powerful blog publishing app (Free for WordPress, Blogger, Medium and Evernote) (AppStore Link) Blogo - Simple, powerful blog publishing app (Free for WordPress, Blogger, Medium and Evernote)
Hersteller: Blogo Inc.
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download


FAZIT

Blogo werde ich erst mal, trotz einiger Nachteile, weiterhin fürs Bloggen verwenden. Ich mag die einfache Bild-Integration, die an das gute alte ecto erinnert.

Blogo hat, so scheint es, sehr großes Potential, sofern auch nur ein Bruchteil der Benutzer-Wünsche und die vielen angekündigten Features tatsächlich umgesetzt werden. Es kamen jetzt auch schon einige Updates heraus, was mich insgesamt positiv stimmt. Auf jeden Fall ist Blogo ein Lichtblick am Blogger-App-Himmel.

aptgetupdateDE Wertung: (7,5/10)

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Infografik: 10 Jahre WordPress

WordPress ist eine freie Software zur Verwaltung der Inhalte einer Website (Texte und Bilder). Es bietet sich besonders zum Aufbau und zur Pflege eines Weblogs an, da es erlaubt, jeden Beitrag einer oder mehreren frei erstellbaren Kategorien zuzuweisen, und automatisch die entsprechenden Navigationselemente erzeugt.

Wikipedia

wordpress_10_years_anniversary_infographic_by_marketpresscom

Bleibt mir nur eines zu sagen:

Happy Birthday und auf die nächsten 10 Jahre!

-> http://wp10.wordpress.net

(via)

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Posts · Blog-Editor für das iPad derzeit kostenlos

Posts ist ein Blog-Editor für das iPad, mit dem man für die Blog-Plattformen WordPress und Blogger Artikel schreiben und Kommentare verwalten kann.

Posts hat in unserem damaligen Review 7/10 Punkten bekommen, die ich nach wie vor unterschreiben kann.

Die App sieht sehr gut aus; funktional ist noch sehr viel Luft nach oben, was unser Review zur Konkurrenz-App Blogsy einmal mehr bewiesen hat.

Posts kostet normalerweise 8,99 Euro, die man durch die aktuelle Promo spart. Zur Installation wird ein iPad mit iOS 5.0.1 vorausgesetzt.

Posts (AppStore Link) Posts
Hersteller: Joao Pedro Pavao
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download
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Review: Blogsy · Blog-Client für das iPad (Gewinnspiel inside)

Die Liste der Blog-Clients für das iPad wird länger und länger. Wir hatten daraus schon diverse angetestet:

Blogsy hatte sich durch diverse gute Kommentare und Hinweise als neuer Testkanditat angeboten. Die App hat auch schon einige Versionen überstanden und ist mittlerweile in Version 4.2.1 verfügbar.

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Die Liste der unterstützten Blog-Plattformen ist beachtlich:

Neben WordPress (selbstgehostet und WordPress.com), Blogger, TypePad, Moveable Type, Joomla, Drupal oder IBM Connections, werden auch Tumblr, Squarespace und MetaWeblog unterstützt. Ausprobiert habe ich Blogsy aber nur mit unserem selbstbetriebenen WordPress-Blog.

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Die App ist recht übersichtlich aufgebaut.

Die obere Leiste, mit diversen Funktionstasten, ist für den Texteditor reserviert. Rechts findet sich eine Art Dock mit Icons für den Zugriff auf Fotos, Videos und anderen Objekten. Die unterstützten Dienste sind hier Flickr, Picasa, YouTube, Vimeo, Instagram und Facebook.

In diesem Dock befinden sich zudem rechts unten noch drei weitere Systemicons für das Umstellen des Texteditors, gleich mehr dazu, und für die Einstellungen der App.

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Der wichtigste Teil von Blogsy ist mit Sicherheit der Texteditor, der drei Modi besitzt: einen WYSIWYG-, einen HTML- und einen Markdown-Modus.

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Letzterer unterscheidet sich gegenüber den anderen, da hier alle Bedienelemente, wie zum Beispiel das Dock, ausgeblendet werden. Der Markdown-Modus ist in den Einstellungen auch komplett abschaltbar.

Dazu lassen sich, wie in jeden guten Blogeditor üblich, das Veröffentlichungsdatum oder die Veröffentlichungsoptionen für jeden Artikel separat festlegen.

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Wem die Fußleiste „Mit Blogsy veröffentlicht“ gleich ins Auge springt, der sei beruhig; auch das ist natürlich abschaltbar bzw. kann für eigene Hinweise abgeändert werden.

Etwas genauer möchte ich auf die Möglichkeiten eingehen, wie Blogsy mit Fotos in den Artikel umgehen kann.

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Als Quellen stehen erst mal das iPad mit seinen Bild-Verzeichnissen zur Verfügung. Darüber hinaus kann man direkt per Drag-and-Drop Bilder aus diversen Onlinediensten oder direkt aus dem integrierten Browser ziehen und einbinden.

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Die maximale Bildgröße ist in den Einstellungen konfigurierbar. Durch einen Doppelklick auf das Bild lassen sich diverse Einstellungen wie Bildunterschrift, Textumfluss, Bild-Originalgröße u.s.w. einstellen. Ich habe hier nichts vermisst. So muss der Umgang mit Bilder funktionieren.

Des Weiteren kann auch Videos von YouTube oder Vimeo über iFrame oder die alte Flash-Methode einbinden und ebenfalls konfigurieren.

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Das Team hinter Blogsy hat sehr vorbildlich alle Funktionalitäten in Screencast-Videos verpackt, so dass man sich auch ohne den Kauf der App einen ersten Blick genehmigen kann.

Als Beispiel habe ich mal das letzte Update-Video herausgegriffen. Alle weiteren Videos findet man hier.

Auch über die Blogsy-Einstellungen kann man sich im integrierten Browser diese Tutorial-Videos ansehen.

Dazu kann man hier die verschiedenen Blog-Plattformen und Dockobjekte verwalten, das automatische Laden von Tags und Kategorien sowie Standard-Dinge zur Formatierung festlegen oder auch ein HTML-Keyboard bzw. Markdown aktivieren bzw. deaktivieren.

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Preise und Verfügbarkeit

Blogsy ist ausschließlich für das iPad erhältlich. Die App wird also nicht, wie andere Clients, als iOS Universal angeboten, was ich persönlich nicht so tragisch finde. Wer will schon vom iPhone bloggen? ;)

Die App kostet derzeit 4,49 Euro und setzt iOS 5 zur Installation voraus. Eine kostenlose Testversion wird leider nicht angeboten. Dafür gibt es die oben verlinkten Videos.

Blogsy (AppStore Link) Blogsy
Hersteller: Fomola
Freigabe: 17+
Preis: 4,99 € Download

FAZIT

Ich habe insgesamt schon hübschere Apps gesehen, aber Blogsy besitzt alle Features, die man braucht, um sehr gut auf dem iPad Blogartikel verfassen und gestalten zu können. Diese App ist derzeit mein Favorit für diese Aufgabe, auch wenn ich mich persönlich damit immer etwas schwer tue und lieber auf einem Notebook mit einer Tastatur blogge.

Wenn ich mir ein Feature für zukünftige Versionen von Blogsy wünschen darf: Dropbox-Integration.

aptgetupdateDE Wertung: (8,5/10)

VERLOSUNG

Entwickler Fomola hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel drei Promo Codes von Blogsy zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt erneut Rafflecopter zum Einsatz, bei dem folgende, altbekannte Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet diesen Freitag, den 10.05.2013, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

// UPDATE 08.05.2013, 10:30 Uhr

Kurzes Update zwecks der Integration von Dropbox, Google Drive und SkyDrive in Blogsy: Klick.

Es gestaltet sich leider nicht so ganz einfach… :(

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Review: Metropolis · WordPress Blog-Editor für Mac OS X

Da ich kein großer Freund des Backends von WordPress bin, bin ich ja immer wieder mal auf der Suche nach Alternativen zu MarsEdit (unser Review), meinen momentanen WYSIWYG Offline WP-Blogging-Editor für den Mac.

So bin ich dieser Tage auf Metropolis gestoßen, dass ich Euch nun etwas näher vorstellen möchte.

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Wie MarsEdit und viele andere Offline-Clients für WordPress ist Metropolis ein WYSIWYG-Editor.

Direkt nach dem ersten Start der App muss man sein vorhandenes WP-Blog erst einmal einrichten, was problemlos durch Eingabe der entsprechenden Daten funktionierte. Alternativ kann man auch ein neues Blog anlegen.

Anschließend zeigt Metropolis die letzten, die Anzahl ist in den Einstellungen veränderbar, veröffentlichten Artikel inkl. Tags an. Unten links hat man zudem die Möglichkeit diese Ansicht auf Seiten, Lokale Entwürfe, Kommentare und Netzwerke umzustellen.

Netzwerke sind insofern spannend, da Metropolis eine Twitter- und TNT.fm-Integration hat, mit der veröffentlichte Artikel direkt bei Twitter geteilt und die Statistik der Klicks bei TNT.fm eingesehen werden kann.

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Die Ansicht zum Schreiben neuer Artikel erinnert mich persönlich sehr an das WP-Backend und bedient sich im Grunde genommen auch so. So gibt es im oberen Bereich Funktionen zur Formatierung des Artikels, man kann schnell zwischen HTML und der WYSIWYG-Ansicht umschalten u.s.w.

Im rechten Bereich legt man die Tags und Kategorien fest, kann die Zeit der Veröffentlichung ändern oder das Ganze als Entwurf zum später Weiterverarbeiten speichern. Dazu kann man sich den geschriebenen Artikel in einer Voransicht ansehen.

Für mich persönlich ist das Hinzufügen von Bildern immer ein sehr entscheidender Punkt in Sachen Blog-Client. Das funktioniert bei Metropolis durch Hineinziehen in die Artikelansicht sehr gut. Man kann aber weder die Auflösung anpassen, noch Thumbnails der Bilder erstellen. Außerdem kann ich keine im Web schon vorhandenen Bilder auf Klick in meinen Artikel integrieren.

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Ganz gut ist dahingegen der Umgang mit Kommentaren gelöst.

Diese kann man sich in Metropolis nicht nur ansehen, sondern auch über die Icons rechts neben den Kommentaren bearbeiten, löschen und sogar beantworten.

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Abschließend ein kurzer Blick in die Einstellungen der App: Hier kann man neben der Anzahl der zu ladenden Artikel bzw. Kommentare auch die Verbindung zu seinem Twitter- bzw. TNT-Account festlegen. Außerdem kann man hier, Stichwort Sicherheit, ein Kennwort definieren, dass zum Starten der App notwendig ist.

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Preise und Verfügbarkeit

Metropolis wird ausschließlich über die Webseite von Entwickler Chiaro Software für momentan 19,99 US-Dollar verkauft. Darüber hinaus gibt es bei den Kollegen von MacUpdate derzeit eine Promo, bei der die App nur 14,99 US-Dollar kostet. Zur Installation wird minimal Mac OS X 10.4 Tiger vorausgesetzt.

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Skeptiker greifen vor dem Kauf zur kostenlosen aber zeitlich begrenzten Testversion.

-> http://www.chiarosoftware.com/Metropolis

FAZIT

Meine Meinung zu Metropolis ist zwiespältig. Für den Durchschnittsblogger, der ein- oder zweimal pro Woche einen Artikel schreibt ist die App sehr gut geeignet. Für mich als Poweruser eher nicht.

Gerade das nicht so tolle Händling beim Hinzufügen der Bilder stört mich sehr. Daran krankt übrigens auch MarsEdit. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso dermaßen viele Blogeditoren dieses Thema nicht wie ecto oder der von mir sehr geschätzte Windows Live Writer lösen.

Von dieser Problematik abgesehen läuft Metropolis in seiner aktuellen Version 1.0.5 aber sehr stabil und lässt sie gut bedienen. Richtig gut gefällt mir der Umgang mit den Kommentaren. Hier kann das eine oder andere Konkurrenzprodukt noch was lernen.

Abschließend vielleicht: Metropolis wurde vor gerade mal zwei Wochen veröffentlicht und ist damit eine sehr junge App. Für die Zukunft bin ich zuversichtlich, sofern das Bilder-Problem gelöst wird! Potential hat die App definitiv.

aptgetupdateDE Wertung: (7/10)