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“Back to the Mac” – Nachlese

Gestern Abend war es mal wieder soweit: Steve Jobs und Kollegen sprachen im Rahmen der “Back to the Mac” Veranstaltung zu ihren Jüngern. Und wie der Name schon erahnen lies, sollte es diesmal fast ausschließlich um den Mac gehen.

Die “Keynote” ansich war eher unaufgeregt und, den Umständen entsprechend, mit vielen Demos gespickt. Nach der üblichen Lobhudelei und den erschlagenden Verkaufszahlen von Mac, iPhone, iPad & Co. ging es auch direkt los:

iLife ‘11
Die Vorstellung der neuen Version war ja jetzt keine große Überraschung mehr, nachdem Apple bereits am Nachmittag versehentlich (?) die entsprechenden Diskussionsforen freigeschaltet hatte.

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Eine echte Überraschung dagegen war der Preis, denn iLife gibt es ab sofort bereits ab 49 Euro (Einzelplatzversion) bzw. 79 Euro (Familienlizenz). Schaut man sich das Paket jedoch ein wenig genauer an, ist der Preis nachvollziehbar.

Wirkliche Neuerungen gibt es dabei lediglich in iPhoto ´11, iMovie ´11 und GarageBand ´11. Zwar sind im Paket auch weiterhin iWeb und iDVD enthalten, nur werden diese so klein nebenbei bzw. beiläufig erwähnt, dass hier wohl kaum mit Änderungen oder Erweiterungen zu rechnen ist.

Ob die neuen Features der drei ´11er Versionen den Kaufpreis rechtfertigen, muss da wohl jeder für sich entscheiden. Der Preis ist fair, keine Frage.

Facetime for Mac
Der konsequente Schritt, damit sich das mit dem iPhone 4 und später iPod Touch eingeführte Facetime nun auch im Mac-Universum etabliert. Eine erste Beta-Version ist auch schon seit gestern Abend verfügbar.

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Damit steht der Videotelefonie auf dem Mac mit kompatiblen Geräten oder zwischen zwei Macs nichts mehr im Wege. Warum Facetime aber nicht einfach in iChat integriert wurde und dafür jetzt eine separate App her musste, wird wohl ein Geheimnis von Apple bleiben.

Leider war der Server zur Verifizierung der Apple ID gestern derart überlastet, dass ich die App nicht richtig ausprobieren konnte. Schade, aber heute ist ja auch noch’n Tag ;)

Mac OS X 10.7 Lion
Meine größten Erwartungen, und ich stehe damit sicher nicht alleine, zielten auf das nächste große Major-Release von Mac OS X.

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Mac OS X 10.7, auch Lion genannt, werden wir schon im Sommer 2011 in den Läden zu kaufen bekommen. Der kurze Zeitraum von Snow Leopard macht es aber schon deutlich, dass der Löwe wohl eher ein kleines Kätzchen ist. Oder doch nicht?

Die größte Neuerung, die uns Steve angepriesen hat, ist ein AppStore für Mac OS X Apps, mit der üblichen 70-zu-30 Gewinnbeteiligung an den Einnahmen. Nicht, dass wir das so nicht alle schon ahnten, aber auf die Umsetzung und die zukünftige Entwicklung bin ich gespannt. Ist das ein Model mit Zukunftscharakter? Neu ist es ja nicht, sogar Ubuntu hat seit Neustem einen Software-Store für kommerzielle und nicht-kommerzielle Apps. Wieso auch nicht. Zudem wird dieser Mac App Store in einigen Wochen auch für OS X 10.6 Snow Leopard verfügbar sein.

Die nächsten Neuerungen sind ein App-Launcher inkl. ‘Folders’ der sehr an iOS erinnert und Fullscreen-Apps. Es deutet also alles auf eine engere Verzahnung von OS X und iOS hin.

Als Letztes wurde vorerst Mission Control, bekannt aus Apollo 13 („Houston, we’ve got a problem.“), angesprochen. Dahinter verbirgt sich die Mac Kommandozentrale, die alles, was gerade auf dem Mac aktiv ist übersichtlich anzeigt. Das schließt beispielsweise auch Exposé, Spaces und das Dashboard mit ein. Apps können aus der Vogelperspektive betrachtet werden und und und.

Aber war das alles Apple?
Also entweder kommen da kurzfristig noch einige Hammer-Features, die zuvor nicht verraten werden sollen oder das Ganze ist ne ziemlich schlappe Nummer…

Die Entwicklung von Lion liegt laut Steve derzeit voll im Zeitplan. Ob das Betriebssystem dann wieder für 29 Euro über die Ladentheke geht, ist bisher leider nicht bekannt.

MacBook Air
Zu guter Letzt kam das berühmte “One more thing” und im Prinzip bestätigten sich nur die vorher weit gestreuten Gerüchte: Die neue Generation des MacBook Air ist schlanker, setzt zu 100% auf Flash-Speicher und ist, dank Unibody, aus einem Stück Aluminium gefräst.

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Das neue Air ist als 11,6” und 13,3” Variante verfügbar. Bei beiden Modellen ist auf jeden Fall das HiRes-Display mit 1366×768 (11,6 Zoll) bzw. 1440×900 Pixeln (13,3 Zoll) und die, wie ich finde, etwas maue Akkulaufzeit von 5 (11,6 Zoll) bzw. 7 Stunden (13,3 Zoll) erwähnenswert.

Ein interessanter Punkt auch ist die Systemwiederherstellung. Während bei “normalen” Macs das System auf DVDs zur Wiederherstellung mitgeliefert wird, liefert Apple beim Mac Book Air das System mangels optischem Laufwerk auf einem schicken USB-Drive/Stick mit.

Im Endeffekt findet ein Mix aus iPad und dem normalen MacBook (Pro) statt, was Apple auch gar nicht abstreitet. Die Preise bewegen sich demzufolge auch ab 999 Euro aufwärts.

Und nein, ich rege mich nicht auf, dass die MacBook Pro kein Update erfahren haben.

Zum Ende möchten wir noch gerne Eure Meinung zu Keynote erfahren. Bitte bewertet entsprechend der Schulnoten:

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LINKS
http://www.apple.com/de/ilife/
http://www.apple.com/de/mac/facetime/
http://www.apple.com/de/macosx/lion/
http://www.apple.com/de/macbookair/

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Herstellern und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter und natürlich per E-Mail.

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