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RapidWeaver 5.0 inkl. Gewinnspiel!

RapidWeaver ist auf dem Gebiet der WYSIWYG-Baukästen (?) eine bekannte Größe, immerhin gibt es das Programm jetzt seit mittlerweile über 6 Jahren. Realmac Software hat das Programm über die Jahre stetig weiterentwickelt und so liegt mir die aktuelle Version 5.0 vor und so möchte ich euch einen kurzen Überblick verschaffen.

Hintergrund: Einige werden sich jetzt fragen, wie ich dazu komme, eine solche „Kamelle“ – das Programm selber gibt es immerhin jetzt seit gut 6 Jahren – aus der Versenkung zu holen? Die Frage ist schnell beantwortet: Für ein neues Projekt brauchte ich mal wieder eine Webseite und wusste nur, für diese Seite wollte ich keinen WordPress o. ä. System verwenden, wo wieder eine Datenbank dahinter hängt, die ich in regelmäßigen Abständen sichern müsste. Auch wollte ich mich hier nicht mit Sicherheitsupdates herumschlagen müssen.

Nicht falsch verstehen, WordPress und Co. haben durchaus ihre Daseinsberechtigung (immerhin habe ich es selber unter apfelnase.de jahrelang verwendet), nur war es mir für dieses kleine Projekt einfach zu mächtig, also von wegen „Kanonen auf Vögel“ und so. Was kleines, was einfaches musste her! Und da wollte ich RapidWeaver mal wieder eine Chance gegeben, denn gerade dieses kleine Werkzeug habe ich in meiner Anfangszeit auf dem Mac – bin quasi seit der ersten Version dabei – sehr gerne und viel genutzt.

Hinweis: Ich werde jetzt hier keinen super ausführlichen Testbericht schreiben, denn das würde jeden Rahmen hier sprengen. Die nächsten Zeilen werde ich aber beschreiben, welche Erfahrungen ich mit dem Programm gemacht habe. Und keine Sorge, auch Kritik kommt – denke ich – nicht zu kurz. Zum Überflug lag mir lediglich die aktuellste Version 5.1.1 (8238) vor.

Butter bei die Fische: Wie eingangs bereits erwähnt, bin ich seit Ende 2005 Mac-User und das war auch ungefähr der Zeitpunkt – plus/minus 2 bis 3 Monate – auch die Zeit, also die Version 1.0 von RapidWeaver veröffentlich wurde. Anfangs war es jedoch mehr ein Tool zur Gestaltung von Webseiten, das „Blog-Modul“ kam erst wenig später dazu.

Wie geschrieben, brauchte ich für ein neues Projekt – aktuell bin ich viel mit meiner kleinen DSLR unterwegs und möchte die Bilder unter moerkels.de veröffentlichen – mal wieder eine Webseite und wollte etwas, was einfach zu handhaben ist. Etwas, das offline funktioniert, mir offline anzeigen kann und dann wenn ich es möchte auf den Server geladen werden kann.

Also schnell ein neues Projekt erstellt, ein Theme ausgewählt und los geht’s!

Die grafische Benutzeroberfläche wirkt für den Leistungsumfang sehr aufgeräumt. Menüpunkte, die man ggf. nur einmal benötigt (wie zum Beispiel die Theme-Auswahl), lassen sich über „Symbolleiste anpassen“ sogar noch ein wenig konfigurieren (Bild links). Der Großteil der Einstellungen, die in dem jeweiligen Bereich möglich sind, lassen sich dann im so genannten „Seiteninspektor“ erledigen (2. Bild von rechts). Dieses Fenster passt sich der entsprechenden Seite an und bietet dementsprechend unterschiedliche Einstellmöglichkeiten.

Hier wird der ein oder andere Anfänger sicherlich auch mal schnell überfordert sein, der Profi erfreut sich der individuellen Einstellmöglichkeiten für eigene JavaScripte, CSS- oder Code, den man in den „Kopf“ einer Seite einfügen kann. Wenn auch nicht unbedingt so dokumentiert, kann man in die jeweiligen Eingabefelder, auch direkt noch HTML-Code einfügen (2. Bild von links).

Auf diesem Wege habe ich – zugegeben, es ist purer Spaghetti-Code (?) – mir die Seitenleiste gespart und im Kopf den „HOME“-Link eingefügt und über die Fußzeile die Navigation manuell eingebaut. Ok, da muss man dann zumindest HTML-Grundkenntnisse habe (mehr habe auch ich nicht), aber es ist eben möglich.

Tipp: Aus diesem Grund habe ich von meinem Projekt immer zwei Versionen, nämlich eine Kopie als „Spielwiese“, in welcher ich Ideen ausprobiere und erst nach erfolgreicher Umsetzung in das Original-Projekt übernehme.

Dazu ist das Ganze, wenn man nicht gerade wie ich, manuellen Code in verschiedene Bereiche kopiert, valider Code, wie das W3C mir – trotz meiner Anpassungen – bestätigt!

RapidWeaver bietet folgende Seiten-Typen an, welche man in seinem Projekt einfügen kann (Bild ganz rechts): Blog, Kontaktformular, Dateiaustausch, HTML-Code, iFrame, Filmalbum, Weiterleitung, Fotoalbum, Quicktime, Sitemap, Gestalteter Text. Weitere Module (und auch Themes) lassen sich sogar noch durch Drittanbieter käuflich erweitern.

Ich habe jetzt nicht wirklich jedes Modul getestet, kann aber so viel sagen: Wie in meinem Projekt zu sehen, besteht die Startseite aus einem Blog, darunter einer Kontaktseite (das Formular) und darunter noch eine Seite Gestalteter Text, bevor die Fotoalben starten.

Im zweiten Bild von oben ist die Ansicht des Blogs bereits sehr gut zu sehen. Oben die Einträge und darunter die Eingabemaske, wo man Bilder und Text einfach einträgt. Will man dann sehen, wie es später im Internet aussehen wird, klickt man einfach unten auf das Auge und eine Seitenvorschau wird erstellt. Danach zurück auf den Bleistift und weiter geht es.

Das Ganze ist für Neueinsteiger meist problemlos zu bedienen, nur Daueruser haben es ab und an schwierig, da Realmac die Benutzeroberfläche (nach dem was ich in den 5 Jahren gesehen habe) immer wieder angepasst hat und man sich so nach einem Update immer wieder erst zurechtfinden muss.

RapidWeaver wird dazu als „Powerfull Web Design Software for Mac“ beworben. Nun, wenn man Themes selber anpassen kann (was hier durchaus möglich ist, meine Möglichkeiten aber durchaus überschreitet), lässt sich hier sicherlich noch einiges mehr rausholen. Selbst heute bekannte Blogs wie der vom admartinator.de oder guennersen.de (leider offline) haben damals mit RapidWeaver angefangen und sind dann erst später auf WordPress umgestiegen, was mir für den aktuellen Anwendungszweck jedoch einfach zu mächtig war.

Die Schattenseite: Während meines gesamten Testzeitraumes lief das Programm absolut stabil. Ich hatte nicht einen einzigen Absturz. Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Zumindest die Punkte, die mir persönlich aufgefallen sind und mich einfach stören – einfach, weil es ist wie es ist – möchte ich kurz ansprechen.

Eine der Hauptgründe, warum ich damals von RapidWeaver auf WordPress umgestellt hatte, war die Kommentarfunktion. Nun, sie ist mittlerweile besser, aber noch immer bei weitem nicht das Gelbe vom Ei, denn noch immer arbeitet das Programm, so fern man Kommentare anbieten möchte, was, seien wir einfach ehrlich, bei einem Blog einfach das Salz in der Suppe ist, nur mit externen Anbietern zusammen. Man muss seine Kommentare also an einen externen Dienst auslagern und behält diese quasi nicht unter Kontrolle. Wird der Dienst irgendwann eingestellt, wären auch die Kommentare weg. Das finde ich auch heute leider noch immer schwach gelöst. Als Laie denke ich mir da immer nur „das kann ja nicht so schwer sein“. Nun denn, ich habe mich erst einmal für Disqus entschieden, mal sehen ob ich da auch bleibe.

Eine Funktion, die mich ebenfalls stört, sind die Permalinks. Es ist zwar einstellbar, dass man Permalinks aktiviert kann, aber generiert RapidWeaver dann dermaßen dämliche Link-Namen, dass es keinen Spaß macht. Anstatt in einem Blog den Beitragstitel inkl. Datum als Permalink zu generieren – wie ich es manuell mache (oben auf dem großen Bild zu sehen) -, generiert das Programm eine irrelange Zahl wie „32132874893648723541762358172“ als Permalink. Rein tecnisch gesehen mag das OK sein, es sieht aber sch…e aus. Vergisst man also einen Permalink manuell einzutragen, generiert RW einfach einen und es fällt einem meist erst auf wenn die Dateien schon hochgeladen wurden. Man passt dann den Permalink an und lädt die Daten erneut hoch, was mich zum nächsten Punkt bringt.

RW räumt nicht auf. Klingt doof, ich weiß, mach ich auch zu selten, aber ich würde mir wünschen, dass RW selbstständig Dateien, die es im angegebenen Zielverzeichnis nicht benötigt (wie die zuvor generierte, jetzt aber überflüssige 298310293809213809123 Permalink-Datei) auch wieder löscht und nicht den Webspace „zumüllt“.

Wer das berücksichtigt bzw. wem das egal ist, der sollte sich RapidWeaver (RW) echt mal anschauen. Ich persönlich werde meinen privaten Fotoblog vorläufig weiterhin mit RapidWeaver befüttern, einfach, weil mir RW sonst wirklich sehr gut gefällt.

Und je länger ich darüber nachdenke, könnte ich in einem Test sicherlich noch min. das Fünffache schreiben, und am Ende kommt nur ein Drittel der Möglichkeiten heraus.

Kommentare im Mac App Store: Und weil die Frage sicherlich kommen wird, greife ich hier einmal vorweg. Ja, ich habe mir die Kommetare im Mac App Store vorher natürlich angesehen und meines Erachtens spiegeln die knapp 3 Sterne nicht den Wert der Software wieder.

Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich bzw. kann es natürlich sein, dass „Plugins“ o.ä., die man zuvor in einer Vorversion gekauft hat jetzt nicht mehr mit einer neuen Version kompatibel sind, was meistens ein Problem mit Erweiterungen von Drittanbietern der Fall ist. Da ist man dann auf den Drittanbieter angewiesen in der Hoffnung, ein Update zu bekommen.

Mangels MobileMe konnte ich diese Funktion nicht testen, mit meinem eigenen FTP-Server hatte ich jedoch nie Probleme bei der Veröffentlichung von Dateien, was ich gerade anfangs fast im Minutentakt getan habe.

Nun, ich will hier nichts runterspielen, nur muss man das Ganze IMO objektiv betrachten. Wem beispielsweise die mitgelieferten Themes nicht reichen und sich selber keine erstellen kann, der muss eben in die Tasche greifen oder selber ran – willkommen im Leben.

Und hey, auf der Webseite von Realmac Software gibt es eine Demoversion zum Download. Vielleicht testet Ihr es am Ende einfach selber mal?

Gewinnspiel: Genug der Worte. Wer es bis zu diesem Punkt ohne Vorscrollen geschafft hat, der hat es sich verdient ;)

Unser Dank geht an Realmac Software, die uns drei (3) Lizenzen zur Verlosung zur Verfügung gestellt haben! Um eine der begehrten Lizenzen zu gewinnen, müssen folgende Punkte erfüllt werden:

1. Schreibt einen „Muss ich unbedingt haben“-Kommentar und einige kurze Worte, für welche Art von Projekten ihr euch vorstellen könnt, dieses Programm zukünftig einzusetzen.

2. Keine Pflicht, aber es erhöht die Chancen zu gewinnen ungemein ;) Tragt die Worte in die Welt, indem ihr hier unten auf die „Twittern- und Gefällt mir-Buttons“ klickt.

Einsendeschluss ist Pfingsmontag der 13.06.2011 um 18:00 Uhr!

Das Kleingedruckte: Sollten wir feststellen, dass jemand versucht zu schummeln, wird er von der Verlosung ausgeschlossen. Die Preise können nicht ausgezahlt werden o.ä.. Die Lizenzen dürfen nicht weiterverkauft werden. Die Teilnehmer werden nach der Verlosung hier genannt und angeschrieben, so es denn möglich ist. Also achtet bitte darauf, eine gültige E-Mail-Adresse im Kommentar zu haben. Fragen? Fragen!

Update: Das Gewinnspiel ist zu Ende und auf Grund verschiedener Gründe hat sich die Verlosung leider etwas hingezogen. Die Gewinner werden am kommenden Mittwoch den 22.06.2011 während der Aufnahme für Podcast #20 ausgelost und danach entsprechend informiert.

Artikel wurde nicht gefunden

Links:
Realmac Software Homepage
moerkelsDE – Ich habe geschossen, denn ich hatte ein Motiv!

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Post aus Hongkong – Teil 2: iHub

Anschließend an meinen Post aus Hong Kong Artikel aus dem Jahr 2009 möchte ich mal wieder meine Erfahrungen mit Euch teilen.

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Trotz teilweise echt üblen Erfahrungsberichten in den Kommentaren des damaligen Artikels habe ich noch nie ‚Pech‘ mit dem Import von Electronic(-Kram) aus Fernost gehabt. Dieses Mal dreht es sich um den iHub, einen 4-Port (Fake-)Apple-USB-Hub, den ich im Online Shop des M.I.C Store gekauft habe.

M.I.C Store, da war doch mal was oder? Richtig, denn das ist genau der Store, der die Action Figuren von Steve Jobs und Mark Zuckerberg im Angebot hatte, bis diese aus Gründen aus dem Verkehr gezogen wurden. Gleiches trifft auch auf den iHub zu, denn Apple war not amused, dass man wiederholt unerlaubt ihr Logo missbrauchte. Dazu erreichte mich folgende E-Mail:

Bildschirmfoto 2011-05-27 um 18.29.00.png

Glücklicherweise hatte ich rechtzeitig je einen weißen und schwarzen iHub bestellt und es dauerte knapp vier Wochen, bis die Lieferung auf meinem Schreibtisch lag.

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Die Verpackung hat wirklich Style und braucht sich vor richtigen Apple-Verpackungen nicht zu verstecken.

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Im Inneren der Verpackung steckt neben dem eigentlichen USB-Hub noch ein recht kompaktes USB-Kabel, mit dem man den iHub mit dem PC/Mac verbinden kann.

Als Clou leuchtet das Apple Logo, sobald die Verbindung mit dem Rechner hergestellt ist. Der Hub selber ist aus glattem weißen bzw. schwarzen Kunststoff hergestellt.

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Dieses Gadget hat mich jetzt pro Teil 9,90 US$ (ohne Versandkosten) gekostet und ich wage einfach mal die Prognose, dass Apple etwas Ähnliches locker für 20 oder 30 US$ verkaufen könnte ;)

LINKS
http://store.micgadget.com/