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89 Cent pro Monat

Gestern wurde ja bekanntlich die neue Version der Onlinebanking-App OutBank DE für iOS veröffentlicht und eigentlich wollte ich mich nicht aufregen und gar nichts dazu schreiben aber irgendwie muss ich meinem Ärger Luft machen.

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Zuallererst einmal muss man dem Entwickler stoeger it GmbH zu Gute halten, dass sie nun endlich auch, ‘nur’ acht Monate nach Veröffentlichung der finalen Version von iOS 7, eine App mit flachem Design anbieten.

Außerdem wird das neue OutBank DE erst einmal kostenlos im App Store zum Herunterladen angeboten und kann sieben Tage kostenlos getestet werden. Ein recht smarter Weg, wenn man bedenkt, dass Demoversionen bei Apple eigentlich ein klares no-go sind.

Danach beginnt aber der Ärger, denn man muss nach diesen sieben Tagen monatlich 89 Cent bzw. jährlich 8,99 Euro als Service-Abo zur ‘Pflege des Produkts’ zahlen, um die App weiterhin nutzen zu können. Nun kann man natürlich argumentieren, dass gute Software gutes Geld kostet und man gerade im Onlinebanking-Umfeld auf gute Software setzen sollte, aber das ist mir im Fall von OutBank DE eine zu billige Ausrede!

Warum? Nun, hier lohnt sich ein Blick in die Geschichte der (iOS-)App:

iOutBank (Pro), quasi der Großvater des neuen OutBank DE, wurde am 13.01.2009 im App Store veröffentlicht und war seinerzeit eine großartige App, die wunderbar funktionierte und zurecht einige Preise eingesteckt hat. Am 17.01.2013 folgte mit OutBank 2 der groß angekündigte Nachfolger. Dieser kann bis heute die zugegebenermaßen hoch angesetzten Erwartungen nicht erfüllen. So gab und gibt es nach wie vor Probleme mit dem iCloud-Sync, kein aktuelles iOS 7 Design, die Performance der App ist selbst auf aktuellen Geräten teilweise unerträglich langsam und dann ist da auch noch das Problem mit der Kommunikation zwischen Entwickler und Kunde…

Diese stellte die stoeger it GmbH nach etlichen Shitstorms bei Facebook und Twitter am 13.02.2013, nur einen knappen Monat nach Veröffentlichung der App, nämlich komplett ein und war fortan nur noch per E-Mail direkt erreichbar. Dass dieses Verhalten nicht gerade zur Glättung der Wogen beitrug, sollte auf der Hand liegen. Und da hilft es auch nicht, dass der Twitter-Account seit dem 14.11.2013 wieder genutzt und darüber recht viel mit den Kunden kommuniziert wird. Das Kind war schon lange in den Brunnen gefallen und es dürfte recht schwer werden dieses Vertrauen zum Kunden wieder aufzubauen.

Und just in diesem Moment kommt man mit einer Abo-App und die Ecke und will monatlich Geld von mir? Nach dieser Geschichte? Seriously? Zumal das mäßig funktionierende OutBank 2, das nach wie vor verfügbar ist und mit Updates versorgt werden wird, vor gerade mal einem guten Jahr veröffentlicht wurde? Wo ist, vom Design abgesehen, der Mehrwert? Da schwillt mir der Kamm! Ganz ehrlich. Und wenn ich mir die Bewertungen von OutBank DE im App Store ansehe bin ich bei weitem nicht der einzige. Dort ist von Abzocke, Witz, Frechheit und Bananensoftware die Rede.

Und achja:
Die Pläne für eine werbefinanzierte und komplett kostenlose Version von OutBank DE hat die stoeger it GmbH glücklicherweise in der Schublade gelassen

Und zum Thema Mehrwert sei gesagt, dass der iCloud-Sync in OutBank DE nicht mehr verfügbar ist. Warum wohl?!

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Wer Alternativen im Bereich Onlinebanking für iOS sucht, sollte sich Banking 4i (gibt es auch als kostenlose Starter Version) oder finanzblick ansehen.

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Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Herstellern und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter und natürlich per E-Mail.

29 Kommentare

  1. Da sprichst du wahre Worte! Diese Software (und die Firma die dahinter steht) ist seit Version 2 nur noch ein Witz, ein Paradebeispiel wie man ein gutes Projekt voll gegen die Wand fährt. Auf OS X nutze ich schon länger MoneyMoney, da hattet ihr auch mal ein Review, das Programm ist für mich vollkommen ausreichend. Und ich persönlich habe gemerkt, dass ich eine Banking-App auf dem Handy nicht wirklich brauche, aber die Alternativen die gennant werden, machen zumindest einen ordentlichen Eindruck.

  2. Ich stimme dir vollkommen zu. Eigentlich fand ich es toll, dass sich eine Deutsche Firma dem Thema OnlineBanking widmet. Aber die Wege, die die Firma gerade einschlägt finde ich etwas dubios und sehe dem ganzen kritisch gegenüber.

    Da ich Outbank aber nur nutze um meine Kontobewegungen zu beobachten und nicht großartig kategorisiere oder Ähnliches mache ist mir Outbank 2 noch vollkommen ausreichend. Ich werde definitiv nicht updaten. Was nicht heißt, dass ich kein Geld für gute Software ausgeben würde. Sofern die Leistung stimmt.

    Update: Gerade bei twitter gesehen: Outbank wird wahrscheinlich doch eine Werbefinanzierte Version bringen: https://twitter.com/OutBank/status/466528214580723712

  3. Ich bin auf Banking 4i umgestiegen. Outbank DE bietet nichts neues. Zugegebenermaßen ist es in der Tat etwas schneller, aber das ist mir das Abo nicht wert.

    Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist mit einer einzigen App als Zugpferd die Brötchen für eine kleine Firma mit immerhin einigen Mitarbeitern und Externen reinzuholen. Aber Outbank hat(te) Reputation. Neue Versionen insbesondere mit neuen Features usw. wären sicherlich von vielen hundertausenden Kunden gekauft worden.

    Statt die bestehende Software nachhaltig weiterzuentwickeln und zu verbessern, werden nun „Spezialisten“ (http://www.stoeger-it.de/wir-begruessen-den-internationalen-branchenfachmann-dieter-kondek-als-neues-beiratsmitglied/) für die Expansion teuer eingekauft. Daran sind schon andere Firmen gescheitert und ich hab es auch schon beim eigenen Arbeitgeber erlebt. Das wird nach hinten losgehen. Die Konkurrenz schläft nicht und wird schon bald stoeger überholt haben – und dann wird von Outbank niemand mehr sprechen und die Sache ist Geschichte. Da nützt einem auch nicht, wenn man ein irgendwie geartetes Branchenwissen besitzt oder so. Am Ende zählt nur die Zufriedenheit des Kunden. Eine Erkenntnis die nur ganz wenige Firmen verinnerlicht haben und deshalb extrem erfolgreich sind.

    • So siehts leider aus. Schade um eine ehemals sehr gute App, die nun mit Bravur gegen die Wand gesetzt wurde.

      Ich schrieb im Dezember oder Januar, als die ersten Gerüchte um eine neue Abo-Version aufkamen, bei Twitter nicht umsonst, dass die Sargnägel für den Entwickler bereitliegen.

      OutBank wird mit diesem Konzept, wenn es den beibehalten wird, über kurz oder lang von der Bildfläche verschwinden. Davon bin auch ich fest überzeugt.

  4. Ein völlig unnötiger Nörgel-Artikel. Wie wärs einfach mit „nicht kaufen“. Sich von soetwas den Tag vermiesen zu lassen ist recht unklug und die Zeit, die Du damit verbracht hast diesen Artikel zu schreiben hättest Du investerien können um einen Ersatz zu finden und über den zu berichten. Das hilft Deinen Lesern doch deutlich mehr als sich diesen Unmut hier durchzulesen.

    • Wie ich immer so schön sage: Worüber ich schreibe oder über wen ich nörgele ist glücklicherweise immer noch mir überlassen. Gleiches gilt für meine Zeiteinteilung ;-)

      Und falls du Alternativen suchst, empfehle ich dir den Artikel von hinten zu lesen.

      • Zum Glück ist das so. Deinen Standpunk kann ich voll und ganz unterschreiben.

  5. Ich bin nun seit fast einem Jahr auf Finanzblick umgestiegen und habe es keine Sekunde bereut:
    – schickes modernes Design
    – Weitere Funktionen wie Kundenkarten-Verwaltung
    – Grafische Analyse der Ausgaben
    – Gratis solange nur ein Konto genutzt wird
    – keine Werbung!

    Grandios, werde hier wohl demnächst die kostenpflichtige Version anschaffen

  6. Kann mich nur anschliessen. Stoeger ist seit Jahren unten durch. Habe von Freunden während der Entwicklungsphase der v2 bereits gehört, dass es da schon Probleme mit der Sicherheit und dem synchronisieren gab. Es wurde trotzdem weiter entwickelt. Finanzblick ist grossartig. Hat eine Web Oberfläche, somit spart man sich schon mal eine weitere App auf dem Desktop.

  7. Man muss allerdings auch sehen, dass mit dem aktuellen Geschäftsmodell im App Store kaum eine Firma sinnvoll überleben kann. Einmal zahlen, Updates kostenlos ohne Ende? Bei neuen, bezahlten, Versionen gibt es jedes Mal einen Shitstorm und Abzocke Rufe … Da ist so ein Abo Modell doch eine deutlich nachhaltigere Lösung, wenn man eine Firma am Laufen halten will.

    Klar, als Kunde finde ich es auch super, nur ein mal zu zahlen. Als App Entwickler kann ich den Schritt aber gut verstehen. Wenn man keine Werbung schalten möchte und keine „Schlumpfbeeren“ App ist führt da fast kein Weg vorbei.

    Nein, ich arbeite nicht für Stöger und ja ich verstehe, dass der Artikel sich vor allem um den fragwürdigen Trackrecord der Firma und der bisherigen Outbank Entwicklung dreht ;)

    • Irgendwann hat sich für stoeger IT eine wundersame Möglichkeit ergeben, aus einem Nischenmarkt für Nischenbetriebssysteme zu expandieren: Apple stellte das iPhone vor, es wurde zu einem Massenprodukt und Menschen kauften Apps.

      Nicht genug Potential? Kein hinreichendes Geschäftsmodell? Kleine Softwarebuden hatten nie zuvor die Möglichkeit, massenhaft Software abzusetzen. Eigenaussage stoeger IT: „Mit mehr als 1 Million Downloads (Stand: 2013)“. Die Größenverhältnisse des Umsatzes sind also in etwa nachvollziehbar und sie liegen weit über dem, was so kleine Softwareschmieden mal umgesetzt haben.

      Es geht nicht um „Einmal zahlen, Updates kostenlos ohne Ende“. Es geht um vernünftige Updates nach einer hinreichenden Zeitspanne (wenige Jahre), mit Mehrwert (neue Funktionen für einen Großteil der Anwender) und ohne Funktionen zu streichen. Dafür bezahle ich gerne und das vertrete ich auch gegenüber Freunden der Kostenlosmentalität.

      Ich bezahle sogar für Abos. Zeitung. Verein. BahnCard. Umfangreiche und regelmäßig genutzte Software wie von Adobe. Kein Problem. Ich lasse mich aber nicht auf ein Abo-Modell für jede Klecker-App ein, denn davon habe ich hunderte.

      stoeger IT ist nie wirklich bei Software für iOS und Mac angekommen. Das fängt schon beim Design an: Sie können es einfach nicht, sie sind einfach nur auf einen fahrenden Zug aufgesprungen. Vieles ist dabei albern. Diese ganzen vollmundigen Ankündigungen. Die Pressekommunikation (http://www.stoeger-it.de/wir-begruessen-den-internationalen-branchenfachmann-dieter-kondek-als-neues-beiratsmitglied/) im Dialog-Stil. Gleichzeitig fehlt der kurze Draht, den sehr viele Entwickler im iOS- und Mac-Universum pflegen. Schnelle, unproblematische Reaktionen. Keine aufgesetzte Professionalität im Kundenkontakt. Kein Sich-größer-machen-als-man-ist („Die stoeger it GmbH entwickelt seit 2003 erfolgreich Softwarelösungen im Bereich Banking und ist B2B-Partner von namhaften Banken und Finanzdienstleistern.“)

  8. Im Gegensatz zu der großen Mehrheit (wenn man den Kommentaren in div. Blogs glauben darf) bin ich einer Abo-Lösung für eine gute Banking-App gar nicht mal abgeneigt. Gerade Banking-Apps bedürfen einer regelmäßigen Aktualisierung. Aber ich sehe den Mehrwert der neuen App einfach nicht. Neues Design und schneller? Das soll alles sein? Tut mir leid, dafür schließe ich kein Abo ab.

    Was mich aber am meisten aufregt, ist der Wegfall des Cloud-Sync. Über ein Jahr doktorten die am Cloud-Sync rum, ohne den zuverlässig ans Laufen gekriegt zu haben. Und jetzt wird der Wegfall als Kundenwunsch verkauft? Das ist doch wahrlich Verar…..

    Ich habe die allerste Outbank-App damals für 10,49 Euro am Erscheinungstag gekauft. Und damals konnte die App lediglich den Kontostand abfragen, Überweisungen waren noch nicht möglich. Das habe ich aber in Vertrauen in eine Weiterentwicklung gerne bezahlt. Aktuell würde ich persönlich das Geld in Outbank nicht mehr investieren, seit OB2 ist die App m.M.n. leider auf dem absteigenden Ast.

    • Wo ist denn grosse Produktpflege nötig? Die HBCI-Datenbank aktualisieren? Die einzige grosse Änderung war SEPA, das ist durch. Bei mir läuft Saldomat schon seit Jahren, obwohl die Entwicklung leider eingestellt wurde.

      • Nur weil die Änderungen vielleicht nicht Deine Bankkontakte betreffen, heißt das ja nicht, dass bei den übrigen 3.000 Kreditinstituten nichts anzupassen wäre.

        Kann denn Dein Saldomat auch Kreditkarten verarbeiten? Z.B. die DKB-Visa, die Lufthansa Miles&More Karte oder die Amex-Karten?

        • Kreditkarten, ja solange sie über HBCI bei der Bank abfragbar sind. Also meine: ja. Ich sag ja nicht, dass es kein Aufwand ist, aber ein grundsätzliches Abo-Modell sehe ich hier nicht. Es wäre aber mal interessant wie hoch die Änderungsfrequenz der HBCI-Kontakte ist. Es gibt doch auch Opensource Banking-Tools. Wie handhaben die das? Kann man die Daten dort abzapfen? Wie finanzieren sich andere Banking-Programme ohne Abo-Modell? Ich glaube einfach da hat jemand eine Firma nach einem anfänglichen Erfolg gegründet, die sich jetzt aber nicht mehr finanziert.

  9. Da kann man nur sagen: Gier frisst Hirn. Er könnte einfach Produktpflege betreiben und schön stetig Verkäufe machen. Aber vermutlich hat da einer das grosse Geld gewittert, gekündigt und gemeint er kann sich davon komplett selbständig machen. Klappt halt nicht. Pech. So schmeisst er bis nächstes Jahr komplett hin.

    • Solche Postings kommen raus, wenn es nicht mal reicht, die Website des Unternehmens für ein paar Hintergründe aufzusuchen („vermutlich hat da einer das grosse Geld gewittert, gekündigt und gemeint er kann sich davon komplett selbständig mache“).

  10. Ich habe nichts gegen Abo-Modelle, wenn ich z.B. monatlich etwas geliefert bekomme. Das ist bei Newspaper, eBooks, Musik, etc. alles nicht nur selbstverständlich. Stoeger IT rechtfertigt seine neues Abo-Modell mit den App-Store-Approval-Guidelies.

    @marco_tralles Siehe Punkt 11.15 der Approval Guidelines.— OutBank DE (@OutBank) 14. Mai 2014

    Allerdings steht in 11.15: „Apps may only use auto renewing subscriptions for periodicals (newspapers, magazines), business Apps (enterprise, productivity, professional creative, cloud storage) and media Apps (video, audio, voice), or the App will be rejected.”

    … und das, was das OutBankDE macht, ist keine periodische Erneuerung. Die zu erwartende Grund-Funktionalität eine Banking-App ist das Abfragen von Kontoständen. Diese Grundfunktion bietet die „kostenlose”-app nur 7 Tage. Die App-Store-Guidelines sagen unter anderem auch ganz klar: 11.9 „Apps containing „rental“ content or services that expire after a limited time will be rejected.”. Sprich: OutBankDE bietet als kostenlose App für 7 Tage den vollen Funktionsumfang, und dann wird die Funktionalität abgeschaltet und mann muss ein kostenpflichtiges ABO abschließen.

    Ich habe kein Problem mit OutBank2014, OutBank2015 – sprich (da apple ja keine Update-Preise im Store realisiert) dass eine neue Programm-Version auch erneut Geld kostet. Ich habe auch kein Problem damit, dass einmalige In-App-Käufe mehr-funktion freischalten. Eine Kostenlose OutBankDE mit limit auf 1 Konto, und in-app-käufe die für 1€ ein weiteres Konto ermöglichen, alles denkbar, alles kein Problem. ABER: das aktuelle Geschäftsmodell von OutBankDE ist ein Verstoß gegen die App-Store-Richtlinen (und da beim approval die App-Store-Zwerge nicht auf das Ablaufen der 7-Tage warten, ist denen das auch nicht aufgefallen) und in der außendarstellung grenzt es an Betrug. Und das ist es, was mich so ärgert.

    Ich nutze OutBank seit vielen Jahren, und habe auch die Versionen für den angemessenen Betrag gekauft. Das der angepriesene iCloud-Sync nie funktioniert hat, ist ein Mangel an der Sache – der selbst nach einem Jahr nicht behoben ist. Auch das ist wettbewerbsrechtlich bedenklich. Ich habe kein Interesse Stoeger abzumahnen, aber ich kann – nach vielen Jahren des schön-redens – nur jedem davon abraten, outbank zu nutzen.

  11. keine Ahnung was es hier so viel zu meckern gibt. Bei mir lief und läuft Outbank von Anfang an ohne Probleme… sogar ich als Commerzbank Kunde – obwohl ich nicht die Möglichkeit habe mit Outbank zu überweisen, nutzte dies und war immer zufrieden. Hatte auch nie mit der iCloud Probleme oder sonstiges.
    Das Stoeger eine kleine Firma ist, weiß aber wohl auch niemand…?
    Ja, also wenn dir die App nicht gefällt, dann brauchst du auch die nicht zu kaufen. Bleibst du halt bei Outbank 2 oder wartest bis du KOSTENLOS die werbefinanzierte Version nutzen kannst – wenn wir schon wieder beim Oh Mein Gott … 89 CENT!! Thema sind. Wäre die App kostenlos gewesen, hättest du bestimmt einen netteren Artikel geschrieben. :D

    • Es geht weder um 89 cent – noch um 8,99 €. Es geht um das Abo-Modell. Niemand hätte auch nur ein böses Wort gesagt, hätte Stoeger die neue App einfach als Payed-App in den Store gestellt. Aber Stoeger hat ein Abo-Modell eingebaut, dass in der Art, in der die App beworben wird, die deutschen Gesetze verletzt und in der Art der Implementierung obendrein auch gegen die App-Store-Richtlinien verstößt …

    • Also, ich hab auch eigentlich überhaupt nichts gegen das Abo-Modell. Ich finde das ansich sogar gut. So hat der Entwickler die Möglichkeit die selbe App zu finanzieren und weiterzuentwickeln ohne ständig eine neue kostenpflichtige Version rauszufinden, was das grundsätzliche Problem im App-Store ist. Ich bezahle allerdings auch schon für viele Dinge, weil ich gerne werbefrei bin (z.B. Email-Provider, Webspace, etc.). Banking wäre noch eine Sache, wofür ich bereit wäre, regelmäßig zu zahlen.

      Mein Arbeitgeber (ein Softwareentwickler) macht das im Grunde auch so. Da werden Software-Wartungsverträge abgeschlossen, damit Geld reinkommt. Da gehts dann nicht um 8,99 € pro Jahr, sondern, je nach Größe des Kunden auch schonmal um mehrere 10.000 €.

      Aber das ist nicht der Punkt. Das Problem bei Outbank ist die Qualität ansich. Outbank DE wurde nur „polished“ und das ist offensichtlich. Der Großteil der Anwender ist nicht bereit dafür nochmal (!) zu zahlen.

      Dazu kommt dann auch noch das Problem dass die Kommunikation der Firma leider unter aller Kanone ist. Der Geschäftsführer kommt ja aus dem Bankgewerbe. Und das merkt man. Und gewisse Leute stört das. Ich z.B. mag dieses Pseudo-Business-Gequatsche nicht (siehe z.B.: http://www.stoeger-it.de/deutscher-online-banking-spezialist-expandiert-in-die-usa/), sondern bevorzuge ne frischere, offenere und ehrlichere Kommunikation. Ich glaube das würde bei vielen besser ankommen. Auch wenn das Thema Online-Banking vielleicht ein etwas sensibles Thema ist. Gerade in Deutschland. Und gerade die Deutschen haben ja bei gewissen Themen bekanntermaßen nen Stock im Arsch. Sorry.

    • Ach KaroX… hier gehts um keine beschissenen 89 Cent. Hier gehts um ganz andere Probleme, die über kurz oder lang das AUS für OutBank bedeuten.

      Dazu sei dir gesagt, dass niemand (!!!) hochsensible Bankgeschäfte mit werbefinanzierter Software machen möchte. Glaube mir einfach. Das wird n ganz sicherer Schuss in den Ofen.

      Und OutBank 2 nutzen?! o.O Du hast dir meinen Artikel aufmerksam durchgelesen oder?

      • Ja, Trolle gibt es überall.
        Auch ich finde es mehr als bedenklich was die Firma Stöger It hier betreibt. Fakt ist, dass es die ehemals sympatisch wirkende Firma, gar nicht versucht letzteres wieder zu erstreben. Im Gegenteil. Man ist dort nach wie vor von seinem Produkt dermaßen überzeugt, dass Kritiker stumpf gegen Mauern laufen. Ein überhebliches Satement, wie seinerzeit bei Outbank 2 wird vermutlich bald folgen. Das ist alles umso trauriger, wenn man bedenkt, dass viele vermutlich gar nichts gegen ein Abomodell hätten oder zumindest gerne mehr als die 9 Euro Vollappkosten bezahlen würden, wenn der Gegenwert stimmen würde. Das tut er nicht nur meines Erachtens nach nicht. Schade… aber manche lernen es nur so…

  12. Hab mich bis jetzt bei keiner App bzw. App Entwickler so sehr aufgeregt wie bei Stoeger IT und deren iOutBank!! Die können bleiben wo der Pfeffer wächst

  13. @SirAnn ich gebe dir vollkommenrecht. Anfangs hat es den Inhaber von stoeger it noch interessiert, als wir nicht nur als Blogger sondern auch als Beta-Tester deren Apps in der Mache hatten und reichlich Zeit damit verbrachten, diese zu testen.

    Nur mit OutBank 2 hat sich dieses Interesse radikal gewandelt. Da wurden sie auf einmal grantig und äußerst abweisend, als es darum ging, über Fehler und Ungereimheiten der App zu informieren.

    Sachen, über die jeder Entwickler froh sein sollte – und es zum Glück auch ist – waren bei stoeger it plötzlich unerwünscht.

    Das beweisen zumindest die zahlreichen Beta-Tests, an denen sicher auch aptgetupdate.de noch immer teilnimmt.

    Ansonsten gebe ich Björn uneingeschränkt recht. Behält stoeger it die derzeitige Einstellung und Richtung bei, dann sind deren Monate gezählt (von den ganzen 1-Sterne-Bewertungen im Store und der Reaktion des Entwicklers darauf fange ich gar nicht erst an).

    • Die Reaktion des OutBank Gründers, Tobias Stöger, ist übrigens auch kaum an Grandiosität zu überbieten. Dieser schrieb vor zwei Tagen doch tatsächlich folgendes Statement:

      Lassen Sie sich bitte nicht von 1-Sterne-Rezensionen wegen angeblicher Abzocke oder Abo-Falle abschrecken. Mein Team ist weder kriminell, noch wollen wir jemanden über den Tisch ziehen. Wir arbeiten seit über 10 Jahren daran, dass Ihr Banking in Deutschland sicherer und einfacher wird. Durch den Download der App und mit Ihrem Einkauf geben Sie uns die Chance, dies auch noch weiterhin zu tun. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.

      Ignoranz galore!!!

      • Verdammt traurig. Er lebt in seiner eigenen Welt. Zugegeben die Freemium-Trolls regen mich ebenfalls auf, aber er als Entwicklungsleiter sollte die Ursache dahinter erkennen und dementsprechend reagieren! Gerade bei einer Banking-Software ist Vertrauen das A und O. Schon der Ansatz mit der Werbung ist in diesem Zusammenhang verdammt fragwürdig.

        Letztlich bleibt dem Anwender nur eins: Wechseln!