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Was stimmt mit Mac OS X nicht?

What’s Wrong With Mac OS X?

If you compare the last three major OS X versions, the only way most people can tell them apart is by the default wallpaper…

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Dieses Zitat von Adrian Thomas, seines Zeichens Project Manager bei Equinux, trifft den Nagel (leider) voll auf den Kopf.

Hinter dem heutigen, sehr lesenswerten Linktipp verbirgt sich daher ein kleiner Rant, in dem viele Dinge angesprochen werden, die auch mir persönlich seit Jahren bei OS X auf die Nerven gehen:

  • Where’s The Simplicity?
  • Inconsistency
  • There’s Been A Lack Of New Features That Excite Users
  • The Mac App Store Is A Mess
  • Inter-app Communication Needs Major Improvement
  • iCloud Needs To “Just Work”

Bleibt wirklich zu hoffen, dass Apple sich auf der kommenden WWDC zumindest einen Teil dieser Probleme annimmt und mit OS X 10.10 ausräumt.

(Sad Finder Doc Icon)

15 Kommentare

  1. Na ja … es gab schon immer allerorten Baustellen. Apple braucht ganz sicher progressive konstruktive Kritik und wie wir sehen ist es für den Konzern schwieriger ohne seinen alles beherrschenden Oligarchen Jobs …

    Auch zu Jobs Zeiten gab es Inkonsitenzen in Mac OS X zu Hauf… … aber gegen den Inkonsistenz-Super-Gau Windows 8 ist Mac OS X immer noch ein Segen. Die ganze Bedienoberfläche (jenseist vom Teletubbie-Metro) gleicht einem riesigem Bleiwüsten-Hilfetext in dem man erst lesen muss, um zu verstehen, dass der nächste Text dann doch als Button zu verstehen ist …

    Zudem, und das übersieht der Autor meines Erachtens ein wenig, hat Apple sein Desktop-Betriebssystem schon immer auf das Arbeiten und weniger auf das „rumspielen“ ausgerichtet… und wahrlich man kann damit arbeiten. Für mich hat sich jedenfalls (fast immer zum Vorteil) eine Menge getan – nicht nur das Wallpaper …

    Das der App-Store Entwicklern ein Dorn im Auge ist, ist nicht neu …wenn auch (zum Teil) verständlich.

    Nichts desto trotz gibt es natürlich überall und immer erhebliches Verbesserungspotential: Nach der OS X Version ist vor der OS X Version! Nur sollte man das etwas sachlicher und vor allem weniger als Drama-Queen diskutieren …

    Der ganze Text ist gespickt mit subjektiven Feststellungen jenseits sachlicher (notwendiger) Analyse: „most well-regarded word processor on the Mac ever“, „have led many to call Pixelmator the only graphics editor most would ever need (sorry, Adobe).“ … ich lach mich schlapp (oder auch nicht). Um so lustiger, als dass gerade Pixelmator sowas von jenseits der üblichen OS X UIs ist …

  2. Mehr „Simplicity“? Davor habe ich Angst. Ich will kein iOS auf meinem Rechner. Für mich persönlich hat sich OS X immer stück für stück und sehr regelmässig verbessert. Kritik ist sicher immer angebracht, aber die Stimmung, die dieser Artikel verbreitet kann ich nicht nachvollziehen. Bäh.

    • Für uns Geeks mag es so sein. Der normale Nutzer kann zwischen Lion, Mountain Lion und Mavericks aber nicht unterscheiden. Und das ist nicht nur dahergesagt, sondern tatsächlich so.

      Am meisten regen mich persönlich diese Inkonsistenzen auf. Mal Flat Design; mal nicht Flat Design… Das Paradebeispiel ist sicherlich OS X Erinnerungen. Oder wieso sieht iMessage unter OS X anders wie unter iOS (7) aus? …um nur mal zwei ganz kleine Beispiele zu nennen. Was denkt sich Apple dabei? Wo ist da die Qualitätskontrolle?

      Alles zusammen, also auch der konfuse Mac App Store, die besch… iCloud, Sandboxing u.s.w., sind das natürlich Kleinigkeiten, die in der Summe aber nerven. Dass iOS Geräte am jährlichen Gewinn von Apple 70% oder 80% Anteil und Macs nur 10% oder 15% Anteil haben, ist in diesem Zusammenhang bestimmt nicht ganz unerheblich.

      OS X ist, so mein Gefühl, mittlerweile irgendwie die ungeliebte Schwester, der man zwar jährliche Updates spendiert aber nicht wirklich etwas an den bestehenden Problemen ändert. Mit jeden ‚Major-Upgrade‘ sieht man nur immer wieder aufs Neue, dass man sich iOS annähert. Und was das im Endeffekt bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.

      Und der Artikel ist auch nicht zu negativ oder ‚Bäh‘. Er spricht halt Dinge an, bei denen der Schuh seit Jahren drückt. Wobei ich auch sagen muss, das ich nicht überall zustimme aber das hat die Fischmütze ja schon in seinem letzten Absatz erwähnt.

      • Ich möchte ehrlich gesagt gar nicht, dass es so aussieht wie bei iOS. OS X hat sich seit 10.1 immer in kleinen, feinen Schritten vorwärts bewegt. Ich möchte nicht 6 Jahre wie bei Windows warten und dann so einen krassen Schritt vor die Nase gesetzt bekommen, der am Ende dann noch nicht mal funktioniert und völlig inkonsistent ist. Warum muss ein Nutzer merken, dass er eine neue Version einsetzt? Es gibt für einen Otto-Normal-Verbraucher eigentlich nichts schlimmeres. Das OS muss in erster Linie stabil und flott funktionieren. Und ich finde da macht Apple seit Jahren einen sehr guten Job.

      • Ne stop mal Björn:

        1) ist es dem von Dir herbeizitierten normalen Nutzer ziemlich sch… egal, ob er zwischen Lion, Mountain Lion und Mavericks unterscheiden kann – welchen Sinn soll das auch machen?

        Wenn sich bei Microschrott nicht jedes mal seit XP die Oberfläche so geändert hätte, könnten das auch Windows-Nutzer nicht im Ansatz … von den marginalen UI-Änderungen in Ubuntu seit 12.04 ganz zu schweigen …

        2) die Probleme mit iCloud und Sandboxing sind doch gar nicht die des normalen Nutzer, sondern doch eher der Geeks… der Großteil der Nutzer hat von Sandboxing noch nie etwas gehört und hält den App-Store sicher eher für das Nonplusultra …

        OS X Erinnerungen ist natürlich ein echter Lapsus, der den Geeks sofort ins Auge springt, gerade hinsichtlich der gewollten Abschaffung des Skeumorphismus. Aber insgesamt erinnert mich dieser Teil der akademischen Diskussion an frühere Diskussion zu Tiger-Zeiten.. Metall oder nicht Metall… Frag mal da „normale User“ ob sie ein Problem damit haben … nope!

        Ich stimme Dir aber bezüglich der Qualitätskontrolle unbedingt zu… zudem offenbart sich eine Post-Jobs-Ära- Apple-Schwäche immer deutlicher: Es fehlt z. Z. das Vermögen innovative Ideen frühzeitig zu erkennen und zu fördern und ggf. sogar risikoreich darauf zu setzen… Wenn das so weiter iteriert wird einem ganz übel … z.Z. jedenfalls wird man den Verdacht nicht los, dass man sich eher getrieben fühlt in Cupertino, als selber Pflöcke in den Markt zu treiben.
        Und Jonathan Ive bleibt für mich ein begnadeter Geräte-Designer, als Software-UI-Designer ist er weiterhin nahe am Totalausfall

      • Ich finde die kleinen, inkrementellen Änderungen sehr gut. Es (OSX) entwickelt sich immer weiter und „verfeinert“ die User experience. Wenn man mal eionen tag lang an eine Snow Leopard _arbeitet_, merkt man sehr schnell, was sich in den letzten drei Jahren getan hat. Viele der o.g. kleinen, inkrementellen Änderungen fehlen dann schmerzlich. Und doch ist es ein OSX und kein Wechsel wie zwischen Windows XP und Windows 8 oder zwischen Ubuntu 09.04 und 12.04.

        Weiter so.
        zu Reminders auf iOS fällt mir auch nix positives ein, das muss gern als Negativbeispiel herhalten. Mit iOS7 bin ich fertig.

        • Mal ehrlich, wenn die ganze iCloud Integration auch für Snow Leo verfügbar gewesen wäre, und sei es nur über Hand einzustellende Konfiguration, wäre ich mit Sicherheit noch bei SL.
          Mavericks ist zumindest wieder akzeptabel, wobei mein altes MBP late07 in der Betaphase wieder richtig spass gemacht hat. ab dem Moment wo 10.9 public ging und die ganzen automatisierten Dienste im Hintergrund angeschaltet wurden, fühlte sich alles wieder langsam an.
          apple sollte wieder einen schritt zurück gehen und keine Eierlegendewollmilchsau programmieren.
          Und wichtige Funktionen werden zuletzt viel zu oft entfernt oder ausgelagert um eine gewissen iOS Kompatibilität zu schaffen. (zB. 802.1X-Konfiguration, Webserver,…)

  3. Ich kann diese Aussage nicht verstehen. Ist es nicht auch manchmal schön, wenn es nicht immer darum geht „excite“ bei den usern auszulösen!? Ist es nicht ganz im Gegenteil schön, wenn sich nicht immer etwas ändert: Kacheln hin, Kacheln her, Ribbons dort Ribbons hier.

    Ich habe vor 5 Jahren den Umstieg von Windows gewagt mit der Befürchtung, es würde zu viel Reibungsverluste geben und ich nicht mit dem OS zurecht kommen – nichts da! Gerade die „Simplicity“ mit der slles funktioniere hat mich überzeugt. Drucker einrichten, Netzwerk verwalten, etc. – alles easy, alles schön. Wieso sollte sich alles ändern? Maverick läuft stabil, ist für mich als user absolut zufriedenstellend. Das wir eines Tages iOS und Mac OS verschmelzen sehen werden ist uns allen klar.

    Ein klein wenig Angst vor diesem „Excitement“ habe ich aber jetzt schon!

    • Das was die Leute von sich geben ist mittlerweile Meckern auf hohem Niveau . Frage mich wo das hin führt. Es reicht ja nicht, womit Apple angefangen hat… nein Apple muss ständig was neu erfinden und ständig der Vorreiter sein. Apple hat mich vor 4 Jahren dazu gebracht Microsoft komplett den Rücken zuzukehren und ich habe es immer noch nicht bereut. Ich finde die „Simplicity“ immer noch so wie am Anfang. Wo ist die Grenze? Oder was erwartet Björn von Apple? Soll Apple unsere Gedanken lesen können? Versteh irgendwie dieses rumgeheule nicht.

  4. Seit 10.6 (dem genialen „no new features – we just cleaned up“ Update) versucht Apple die GUI an allen möglichen und unmöglichen Stellen an iOS anzupassen.

    Mit der Jony Ive GUI von iOS 7 verschwinden nun auch die Unterschiede zwischen Content und Bedienelementen (in OS X z.B. beim Vor- und Zurück-Knopf in iCal).

    Die Bedienung wird unverständlicher, unübersichtlicher und immer noch versucht man das „touch screen“-Gefühl zu übertragen (schlimmster Fall der Scroll-Richtungswechsel bei der Maus).

    Ein Mac ist eben KEIN iPad! Denn darauf lässt sich kaum professionell Arbeiten (alle echten iOS Apps – nicht die zusammengeklickten oder konvertierten Apps – werden mit dem SDK auf dem Mac erstellt).

    Die DAU-Einstellungen (Programme die nicht aus dem App-Store kommen lassen sich nur noch über das Context Menü (ctrl-Klick) öffnen, der Library-Ordner wird unsichtbar gemacht, etc.) machen das professionelle Arbeiten zusehens nervig.

    Es wird Zeit, dass Apple sich beim Mac wieder auf die Kerninhalte (Benutzerfreundlichkeit, Bedienfähigkeit, Verständlichkeit) besinnt.

    Großartige Woow-Funktionen erwarte ich eher nicht, aber kleine simple nützliche Funktionen wie das Ausschneiden von Dateien mit cmd/x (cmd/c funktioniert ja inzwischen auch) würden mehr Sinn machen.

    Beim Got-sei-Dank nachlassenden SmartPhone Hype habe ich langsam wieder etwas Hoffnung.

  5. Sicherlich gibt es immer etwas zu verbessern. Aber ansonsten ist es Jammern auf hohem Niveau. Versetzt euch in Gedanken in die Lage, dass ihr dienstlich Windows 7, mit unsinnigen Gruppenrichtlinien einsetzen müsst und schon relativiert sich das ganze enorm.
    Alternativ geht auch Windows 8 privat. :-)

    • Ich bin wahrlich kein Freund von Windows, aber Gruppenrichtlinien egal ob „unsinnige“ oder nicht haben herzlich wenig mit der Qualität von Windows 7/8 zu tun…

      • Jepp. Bei Problemen mit Gruppenrichtlinien solltest du dich bei deinen zuständigen Admins bedanken. Da kann selbst Windows nichts dafür ;)

  6. Kann dem Artikel nicht zustimmen!

    Natürlich gibt es immer was zu verbessern – hier auf sehr hohem Niveau. Ich habe bei großen Schritten aber eher Angst vor der „iOSifizierung“ von OSX. Dann lieber nix ändern, bitte.

    Features wie Fusion-Drive (auch DIY) oder das verbesserte Energiemanagement sind Perlen. Ältere Perlen (meist unterschätzt) sind z.B. Spotlight, Time-Machineund Quicklook (erweiterbar). Einfach eine tolle Plattform.

    Vor allem aber die Automatisierbarkeit und das Tool-Universum machen OSX für mich so wertvoll. Diese Tools würde es nicht geben, wenn die Plattform nicht so programmierfreundlich wäre. Allein schon Launcher, wie Alfred, kombiniert mit ein wenig Python Skripting. Oder das Geek-Tool. Oder Hazel. Und auch iCloud tut bei mir inzwischen seinen Dienst – wo nicht, ist meist Dropbox zur Stelle. Clipboardmanager en masse.

    Und der MAS: ich habe 3 Macs für mich plus diverse im Haus verteilt. Über den MAS bin ich heilfroh – die Verwaltung der Lizenzen von non-MAS-Apps sind eine echte Qual für mich!

    • Glaube nicht, daß man sich da Sorgen machen muß. Gab’s nicht vor einer Weile die Aussage von Apple (war es sogar Cook?), daß es allerhöchstens optische Angleichungen gäbe, OSX und iOS aber nie eins werden sollen, weil es einfach Unsinn ist?
      Ich brauche kein „next big thing“. :)