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BitTorrent Sync vs. The Clouds

BitTorrent Sync vs. The Clouds

Mit BitTorrent Sync, welches quasi für jede Plattform zum Download angeboten wird, bin ich persönlich noch gar nicht so richtig warm geworden.

Vielleicht fehlte mir bisher auch einfach ein passender Anwendungsfall aber die Benchmark-Ergebnisse des heutigen Linktipps, die BitTorrent Sync gegen die Cloud-Dienste Dropbox, OneDrive und Google Drive laufen lassen, sind durchaus sehr beeindruckend.

2014-10-29_09h44_51

As the graphic indicates, the 1.36GB video file took BitTorrent Sync 41 seconds to transfer between two laptops. The time it took for Dropbox, OneDrive and Google Drive to transfer the same file are presented as comparison.

Sync performed 8x faster than Google Drive, 11x faster than OneDrive and 16x faster than Dropbox.

13 Kommentare

  1. Ohne auf Dropbox und iCloud zu verzichten benutze ich ebenso BitTorrent Sync. Es ist eben wirklich für fast jede Plattform verfügbar. Man kann damit wunderbar Verzeichnisse auf verschiedenen Rechnern (und fast allen verfügbaren Plattformen inkl. mobilen Plattformen) synchronisieren.

    Das Hinzufügen von Sync-Verzeichnissen ist extrem einfach (per unique Key oder QR-Code) und man ist dabei an kein zentrales Sync-Verzeichnis gebunden wie bei Dropbox, was ein wirklich großartiges Feature ist. Zwar kann man bei Dropbox mit relativ wenig Aufwand dieses Problem umgehen, muss dass aber auf jedem angeschlossenen Rechnern händisch anpassen, was bei mehren Rechnern echt nerven kann und vor allem nicht auf jeder Plattform funktioniert. Mit BitTorrent Sync hingegen ist es dadurch auch unproblematisch möglich Systemverzeichnisse eines Rechners zu syncen (Desktop o.ä.). Nachteilig kann dabei sein, dass es relativ schnell unübersichtlich wird, mit wem man was teilt.

    Der Vorteil, dass es keinen Server in der Mitte geben muss – man ist nicht an einen zentralen Sync-Sever-Dienst gebunden – anders also als bei OwnCloud oder auch professionelle Dienste, ist letztlich auch der Nachteil: Es müssen eben immer 2 Clients für einen Sync verfügbar sein. Bei Dropbox, Google Drive & Co übernimmt diese Stellung der Dienstanbieter. Mit allen Problemen hinsichtlich der Vertrauensstellung solcher Dienste die man dabei bedenken will / muss … oder eben nicht. Das BitTorrent Sync-Prinzip erklärt letztlich auch schon einen der Geschwindigkeitsvorteile … um eine Datei zwischen 2 Rechnern (an unterschiedlichen Standorten) zu syncen bedarf es eben keines dritten Rechners und es entfällt somit ein zeitaufwendiger Dateitransfer ….
    BitTorrent Sync: Rechner A Rechner B
    Dropbox & Co: Rechner A Dropbox Rechner B

    Insofern man die Möglichkeit hat, kann man sich natürlich mit relativ wenig Aufwand einen eigenen kostengünstigen Sync-Server in kürzester Zeit aufbauen (Raspberry Pi+USB-Platte).

    Dropbox macht gerade beim Start u.U. minutenlang mächtig Rabatz auf der Platte … BitTorrent Sync hat aber ebenso seine Grenzen – sind die Verzeichnisse extrem groß mit kleinteiligen Dateien kann man einen angeschlossenen Rechner auch an seine Grenzen bringen.

  2. Bei BTsync kann man sehr wohl sowas wie einen zentralen Server realisieren. Und das sogar unfassbar simpel. Ich betreibe einen RaspberryPi, der u.a. den BTsync-Server macht. Dieses Gerät ist 24/7 online. Das klappt ausgezeichnet. Insgesamt share ich diverse Ordner zwischen dem Pi, einem Android-Tablet, meinem iPhone und meinem Mac. Funktioniert IMHO genauso einfach wie mit Dropbox.

    Bei Android, nur als Anmerkung, funktioniert das wie auf einem Desktop und diverse Ordner werden still und heimlich auf dem aktuellen Stand gehalten. Auf iOS ist das leider, systembedingt, deutllich umständlicher, da man immer explizit die App öffnen muß. Genau so wie bei Dropbox. Für Android gibt es übrigens Dropsync für Dropbox, was auch im Hintergrund dafür sorgt, daß die Ordner immer synchronisiert sind. Das ist einer der zahlreichen Gründe, warum ich beim Tablet auf Android setze.

  3. Upsi, habs beim ersten Lesen übersehen: du hast den „Server“ (auch RasPi) ja schon erwähnt.

  4. BTSync ist super geeignet für jegliche Art großer Datenmengen die man zwischen Desktop und Notebook oder generell echtem Rechner und Mobildevice teilen möchte. Ich habe z.B. immer einen Ordner in Sync mit Konferenzvideos die ich schauen möchte und kann die so nacheinander abarbeiten egal auf welchem Gerät ich bin.

  5. Der Vergleich mit der Dropbox hinkt aber etwas, da im lokalen LAN gemessen wurde. Dropbox hat auch eine LAN-Sync-Option, ist diese aktiviert, dann würden die 1.4 GB auch deutlich schneller synchronisiert werden.

  6. Dropbox LAN-Sync ist nicht mit BitTorrent Sync vergleichbar und zudem ist der Dropbox LAN-Sync langsamer.

    Dropbox erwartet IMMER, dass die Daten auch zum zentralen Server gesendet werden. Alles andere würde ja auch die Dropbox-Logik ad absurdum führen und asynchrone Zustände hinterlassen. Nur für den Fall, dass es 2 Rechner im Netz gibt, und auf einem plus dem Dropbox-Server Daten im gesyncten Zustand vorliegen, hilft ein angeschaltetes LAN-Sync den 2. Rechner schneller zu syncen… Bis dieser Zustand erreicht ist, ist BitTorrent Sync längst fertig

    • Beim besten Willen, aber dieser Tipp ist nun wirklich gruselig albern …
      Wer garantiert Dir denn, dass die Client-Software nicht heute morgen oder mit irgend einem Update auch die encryption keys übermittelt??? Ach so … steht ja auf der Webseite … na dann:
      SpiderOak hat seinen Sitz in den USA, unterliegt also dem US-Recht. Dieses erlaubt laut den National Security Letters, US-Behörden beliebigen Zugriff auf beliebige Nutzerdaten – auch indem Änderungen an einem bisher sicheren Programm verlangt werden …
      Seit dem NSA Kack glauben aber auch alle alles, wenn’s nur schön bunt und vor allem SICHER angemalt ist … … jetzt kommt bestimmt auch gleich noch wer mit der Teledumm und der E-Post …

  7. Offen, schnell und einfach aufzusetzen finde ich syncthing (jetzt Pulse) auf syncthing.net.
    Geht im lokalen Lan super ohne Internetverbindung, oder irgendwelche Server.

    • Danke für den Tipp… kommt auf meine Beobachtungsliste … leider kein iPhone Client

    • Ich hab syncthing mal ausprobiert aber fand es nicht so ideal. Für meinen Persönlichen Bedarf war bisher Seafile die beste Lösung.

      Wichtig war mir vor allem die Unterstützung von WebDav um auch ohne speziellen Client auf die Daten zugreifen zu können.

  8. BitTorrent Sync funktioniert tatsächlich sehr gut, aber wie schon erwähnt fehlt bislang die Übersicht. Für mich dagegen spricht aber im Wesentlichen, dass man Daten nur synchronisieren, nicht aber bloss abrufen kann – für Computer mit wenig Speicherplatz taugt BitTorrent Sync damit nicht. Dazu kommt, dass die iOS-App von BitTorrent Sync bislang noch sehr schlecht ist: Langsam, friert gerne mal ein, nicht an iOS 8 und iPhone 6 angepasst.

    An Wuala, das leider im Sterben liegt, schätze ich, dass ich synchronisieren und/oder online abrufen kann. Es gibt faktisch eine Master-Version in der Cloud, was bei BitTorrent Sync auch auf einem Client, der faktisch als Server dient, bislang nicht möglich ist.

    Tresorit ist deshalb eine interessante Alternative, allerdings mit dem Nachteil, dass man letztlich dafür bezahlen muss. Aber OK, BitTorrent Sync wird sich früher oder später auch irgendwie finanzieren müssen, eine Enterprise-Version ist in Planung.