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OS X Yosemite: Ein kleines Fazit

Ich gehöre ja normalerweise zu den Menschen, die nicht immer direkt jedes (App-)Update blind einspielen. Ich warte lieber nach dem altbekannten Motto Never change a running system, studiere genau das Changelog oder scanne meine Twitter-Timeline nach ersten ‘Bugreports’.

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So habe ich es auch über Jahre bei OS X gehandhabt. Irgendwie waren mir .0 Versionen immer zu heiß, als dass ich sie, trotz ausgiebiger Betaphase, direkt aktualisieren müsste. Ich wartete lieber, gerade auch mit Hinsicht auf 3rd Party Apps, bis die Versionen .1 oder .2 veröffentlicht wurden.

Bei Yosemite war das nun zum ersten Mal anders. Warum kann ich gar nicht so genau sagen aber ich habe direkt nach Apples letztem Oktober Event den Downloadknopf gedrückt; die Installation allerdings dann doch, nach einem Backup meines bestehenden Systems mit Time Machine, auf den nächsten Tag verschoben. Sicher ist sicher! ;)

Ich habe mich auch recht frühzeitig für ein Upgrade anstatt einer komplett neuen Installation entschieden. Zur Sicherheit hatte ich ja ein Backup und warum unnötigen Stress mit der Neuinstallation aller Apps u.s.w. machen… ich bin bisher immer gut mit einem Upgrade gefahren; warum sollte das bei Yosemite anders sein?!

So war es dann auch und ich war wirklich sehr überrascht, wie geräuschlos dieses Upgrade war; trotz einer .0 Version. Ich glaube, dass die öffentliche Beta Apple sehr gut getan und viele Kinderkrankheiten beseitigt hat. Selbst 99% meiner installierten Apps liefen weiterhin problemlos. Daher muss man auch vielen 3rd Party Apps Entwicklern ein großes Kompliment aussprechen, die für diesen, zumindest in meinem Fall, reibungslosen Übergang von Mavericks auf Yosemite mitverantwortlich sind. Natürlich klemmt es hier und da mal aber Updates sind auf dem Weg und im großen und ganzen bin ich dahingehend sehr zufrieden. Außerdem zeigte meine Festplatte nach dem Upgrade auf Yosemite gut 8 GB freien Speicherplatz mehr an, was ich auch gerne mitgenommen habe.

Aber es gibt auch kleinere Ungereimtheiten, die im Alltag etwas nerven und die ich mit Apples ‘neuem’ Schnüffeldienst Spotlight in einem Artikel auch schon näher angesprochen hatte.

Safari und die (un)vollständige Webadresse

Wieso Apple auf einmal mit Safari 8 ‘per default’ nur noch die Top-Level Domain jeder Webseite anzeigt, bleibt mir komplett verschlossen und ist aus meiner Sicht kompletter Schwachsinn.

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Um dennoch die komplette Webadresse angezeigt zu bekommen, muss man entweder ins Adressfeld klicken oder (die bessere Alternative) in den Safari Einstellungen > Erweitert > Intelligentes Suchfeld die entsprechende Option aktivieren.

Vollbildmodus vs. Fullscreen-Apps

Da Apple mit Yosemite die Ampelknöpfe, oben links an jedem Fenster, etwas umgebaut hat, kann man Fenster nicht mehr so einfach über den ganzen Desktop maximieren ohne direkt in den Fullscreen-App Modus zu wechseln.

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Hierzu muss man nun beim Drücken des grünen Knopfes die Alt-Taste gedrückt halten, was, um es vorsichtig zu sagen, ziemlich blöd gelöst ist. Besser geht es definitiv mit der Fenstermanager-App Moom, die ich seit einer halben Ewigkeit einsetze und die sich perfekt in Yosemite, hinter dem grünen Knopf, integriert.

Alternativ kann man auch in den OS X Systemeinstellungen > Dock den Haken bei Beim Doppelklicken auf die Titelleiste das Fenster im Dock ablegen herausnehmen und anschließend per Doppelklick auf die Titelleiste Fenster maximieren (danke an Peter in den Kommentaren).

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Transparenz reduzieren

Hier muss ich mich echt zurückhalten aber mit dieser ‘total hippen’ Transparenz vieler Fenster in Yosemite kann ich persönlich gar nichts anfangen. Bildschirmfoto 2014-10-29 um 14.58.17

Ich finde sie extrem störend aber auch hier liefert Apple die Abhilfe direkt mit. Dazu muss man nur den Haken bei Transparenz reduzieren in den OS X Systemeinstellungen > Bedienhilfen > Anzeige setzen.

iTunes und die Sidebar

Erneut ein Punkt aus der Rubrik Warum zur Hölle?!… iTunes 12 wurde um die Sidebar, in der alle wichtigen Informationen wie verbundene Geräte oder Wiedergabelisten zu sehen waren, beschnitten. Leider kann man diese Sidebar, wie noch in iTunes 11 möglich, nicht über einen Menüpunkt so einfach wiederherstellen.

Man muss erst die Wiedergabelisten in Musik, Filme oder TV Serien aktivieren, um sie zu sehen.

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Auch wenn gerade der letzten Absätze recht negativ klingen und ich noch etliche weitere Kleinigkeiten anbringen könnte, die mich stören, bin ich, wie anfangs schon angeklungen, recht positiv über das finale Produkt überrascht. Ich möchte sogar behaupten, dass Yosemite seit Mac OS X 10.6 Snow Leopard das beste OS X ist.

Daher: Bravo Apple!

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Herstellern und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter und natürlich per E-Mail.

36 Kommentare

      • Systemeinstellungen – Dock – „Beim Doppeklklicken auf die Titelleiste das Fenster im Dock ablegen“ deaktivieren

        Außer du hast es mit Absicht drin :)

        • Das ist eigentlich mit Absicht drin aber du hast natürlich recht. Tendenziell maximiere ich eher Fenster, als dass ich sie minimiere ;)

          Habs im Artikel ergänzt, obwohl das auch alles Notlösungen sind. Ich bleibe bei Moom.

    • Wird das Fenster dann wie früher auf die benötigte Größe gestellt oder tatsächlich über den gesamten Schirm maximiert?

      • Leider nur die benötigte Größe, die aber manchmal der gesamte Bildschirm ist.

        Aber wie ich schon sagte: Moom löst das Problem ;)

  1. Bin insgesamt sehr zufrieden, das erste mal seit Jahren ist mein Rechner nach einem OS X Update gefühlt schneller, statt langsamer … Es gibt viel praktisches, aber natürlich auch Verbesserungspotential. Insgesamt stellt auch für mich Yosemite eins der gelungensten Upgrades dar.

    Besonders die Neuerungen in Spotlight gefallen mir – probehalber wurde sogar LaunchBar mal in die Ecke geschoben. Warum das Fenster in der Mitte festgenagelt ist bleibt allerdings ein Rätsel.

    Ebenso viel Potential hat das Notification-Center – Dashboard wurde deaktiviert. Schade nur, dass es nicht anpinnbar ist und offensichtlich nur aktualisiert, wenn man es einblendet

    Im Finder ist die integrierte Vorschau extrem hilfreich, dummerweise gibt es dafür keinen Toolbar-Button um das mal schnell per Maus ein- oder ausschalten zu können.

    Warum OS X nicht selbst dafür sorgt, dass Apps in der Menüleiste im Darkmode revers dargestellt werden ist ebenfalls etwas strange .

    Der SpeechRecognitionCore Daemon läuft auch dann und frißt Speicher wenn das Feature abgeschaltet ist …

    Meine Macs sind leider zum Teil zu „alt“ um alle HandOff Features nutzen zu können. Aber schon das Empfangen von iPhone Calls und SMS ist eine erhebliche Verbesserung

    Schade dass man für Expose auf Mittelklick der Magic-Mouse noch immer Zusatztools benötigt … man kann halt nicht alles haben

  2. Ich bin auch sehr zufrieden mit dem Update. Meine größte Angst war die Schriftart auf Nicht-Retina-Displays und erstaunlicherweise stört es mich mittlerweile gar nicht mehr. Alle meine Apps funktionieren auch weiterhin. Super. Und ich kann SMS vom Rechner schreiben. #Yeah Jetzt müsste es noch Integration der restlichen Messenger (WhatsApp, Treema und co.) geben.

    • konfluenzpunkt

      29.10.14, 17:52, #10

      Findet Du wirklich, dass die Schriftart auf Nicht-Retina-Displays wirklich gut aussieht? Auf einem 29″ Apple Display ist das irgendwie nicht recht anzuschauen. :-/ Aber vermutlich bin ich da zu sehr Ästhet.

      Die Einschränkungen auf bestimmte Hardware finde ich mehr als bescheuert. Warum braucht es all solche github-Frickellösungen um das freizuschalten? Mir unverständlich. Bei SMS und Telefon schaue ich jedenfalls in die Röhre.

    • Über die Schriftart war ich auch sehr überrascht. In der Beta fand ich sie auf Nicht-Retina Displays sehr hässlich. In der finalen Version sieht sie echt gut aus.

      Hat Apple da noch was verändert oder hat sich meine Wahrnehmung einfach nur angepasst?! :D

  3. .. ach ja … diese ewigen Basteleien an iTunes nerven nur noch … die blödsinnige (Teil-)Demontage der Sidebar ist völlig unnütz und unverständlich

  4. Welchen Mehrgewinn hast du durch die Seitenleiste in iTunes? Alle Informationen auf deinem Screenshot in der Seitenleiste hast du auch so.

    • Warum muss ich jetzt zwischen den einzelnen Bereich umschalten??? … bis iTunes 11 hatte man alle Bereiche per Sidebar im Überblick … jetzt muss ich zwischen den Bereichen umschalten und sehe die Sidebar nur noch wenn ich auf Wiedergabelisten umschalte … Wozu? Das ist umständlich und OHNE JEDEN Mehrwert im Gegenteil eine Verschlimmbesserung und völlig bekloppte „Verkomplizierung“ der Bedienoberfläche …

      • Seh ich auch so. Warum alles hinter kryptischen Icons verstecken. Für die Bedienung ist das ein großer Schritt zurück. Wie leider in vielen GUI-Bereichen bei Apple in den letzten Jahren.

  5. Ich habe mir Yosemite bisher nur auf ein altes 2009er MBP installiert, viele Dinge finde ich sehr positive aber bei bestimmten Sachen frage ich mich, warum Dinge, die seit Jahrzenten so sind plötzlich geändert werden müssen, wie beispielsweise der Maximieren/Minimieren Button, was soll das, nur damit man sagen kann wir haben da ein neues Fietscher? Sowas ist für mich Änderitis, die keine Verbesserung sondern nur mal wieder ein umgewöhnen bedeutet und am Anfang den Arbeitsfluß hemmt.
    Das umrahmte Dock finde ich übrigens potthäßlich, zum Glück gibt’s cDock.

  6. Das einzige, was mir an Yosemite aber auch an Mavericks nicht gefällt ist, daß beide Systeme meine Festplatten grillen. Denn seit Mavericks fahren meine Firewire 800 Platten nicht mehr in den Ruhezustand. Weder bei keiner Nutzung der Platten noch beim Ruhezustand des Rechners.

    Apple ist aber nicht gewillt das Problem zu erledigen. Meine Bugreports werden immer nur geschlossen, weil sie Duplikate sind, es gibt aber auch kein Statement warum das ganze passiert. Die Hersteller der externen Laufwerke schieben die Schuld auf Apple. Es ist zum k…
    Mit Mountain Lion lief alles noch völlig problemlos. Ich habe mir extra drei nackte Installationen von ML, M und Y gemacht und damit getestet, damit es auch keine zusätzlich installierte Software sein kann.

    Meine Platten haben zwar auch einen USB Anschluß, aber USB 2 (mehr hat mein Mac nicht!) verglichen mit Firewire 800 ist eine Schnecke. :-(

    Aber ansonsten kann ich nicht meckern.

  7. Hm, ich hab seit dem Yosemite-Update meinen Mini wahrscheinlich öfter neu booten müssen, als in den letzten 10 Jahren OSX zusammen. Ich bin jeden Tag dabei ewig in Foren zu recherchieren um irgendwelche Probleme zu fixen, zu rebooten oder mich über ein ständig einfierendes System aufzuregen. Das ganze fühlt sich an, als ob Yosemite die Alpha-Testphase noch nicht verlassen hätte. Dazu noch der Fail mit den verkackten iOS 8.0 Versionen, die dazu geführt haben, dass ich mein iPad so lange nicht mehr nutzen konnte bis endlich 8.1 veröffentlicht wurde. Dann OSX Features die heute funktionieren und am nächsten Tag wieder nicht, bei identischem Setup. Das alles hat meine Sympathie zu Apple Produkten massiv schwinden lassen.

    Ich habe in den letzten Jahren in meinem Familien- und Bekanntenkreis einige Leute mit der Apple-Mania infiziert, heute tut mir das leid. Wenn mich heute jemand fragen würde was für nen neuen Rechner/Smartphone man sich den am besten zulegt, hätte ich keine Antwort. Ob Apple, Microsoft oder Android, alles gleich schmerzhaft und unausgegoren.

    Jetzt habe ich die Bude voller Apple Hardware und bereue es, bin praktisch gefangen im goldenen, buggy Käfig. Als letzte Option werde ich mir die Zeit nehmen müssen und alle Rechner per Clean Install neu aufsetzten. Hab ja sonst nix besseres zu tun. Alles in allem bin ich heute von Apple-Software und deren Qualität ziemlich enttäuscht.

    • Mat das ist natürlich sehr unschön… Es ist aber ohnehin keine schlechte Idee vor einem Update/Upgrade die Punkt Eins des Systems abzuwarten… (es gibt ja keinen Yosemite-Zwang) und natürlich vor dem Upgrade zu checken, was denn die App-Anbieter der verwendeten Software zum neuen System sagen … das erspart, erst recht wenn man eh keine Zeit, eine Menge Ärger.

      Zudem hast Du ja sicher ein Backup vor dem Upgrade gemacht. Warum also nicht einfach zurück zu Mavericks und den Schmerz beseitigen?

      Ein Clean-Install ist sicher keine schlechte Idee (egal welches Betriebssystem) und zudem die Überlegung ob alles was auf Deinen Kisten läuft auch wirklich gebraucht wird … viele User betreiben ja Ihren Rechner wie ein hübsch eingerichtetes Wohnzimmer … mit viel unnützer aber dekorativer Deko in Menüzeile und Dock …

      Dein Fatalismus und Geschimpfe find ich dann trotz allem Ärger reichlich überzogen. Dein Ärger an sich ist sicher verständlich. Meine Erfahrung als Admin (und auch die meiner Admin-Kollegen und Admin-Freunde) sagt aber, dass in 90% der Fälle der Fehler vor und nicht im Computer sitzt … ;)

      Wir betreiben zig Macs in unserem Institut und eine solch fatales Feedback von den Yosemite early adopters gibt es nicht … im Gegenteil die Meinungen sind ähnlich meiner (siehe weiter oben) sehr zufrieden und zudem haben unsere Mac User übers Jahr gesehen nur einen Mini-Bruchteil an Support-Aufkommen im Vergleich zu den Kleinweich-Benutzern…

      • Ähm, wenn sich nach dem Update eines Desktop-Betriebssystems oder dem Update eines mobilen Betriebssystems die Fehler häufen und (teure) Geräte, die davor problemlos funktioniert haben, praktisch unbenutzbar werden kann man doch schon mal an der Qualität der Software und der Qualitätssicherung des Unternehmens zweifeln. Das bezeichnest Du schon als Fatalismus?

        Wenn deine Freunde|Familie dich dann vorwurfsvoll Fragen „Warum funktioniert mein iPhone|mein iPad| mein Mac plötzlich nicht mehr, ich hab doch nur das Update eingespielt?“ und Du diese Plattform empfohlen hast, was willst Du dann machen? Dann empfehlen das Backup einzuspielen, selber versuchen was zu retten? Gerade diese Leute, die sich vielleicht nicht so auskennen, wechseln dann doch bei nächster Gelegenheit enttäuscht wieder zurück zu Windows. Da ist zwar auch nicht alles eitel Sonnenschein, aber man muss dafür nicht so viel Geld in die Hand nehmen.

        Und ja, natürlich kann man auf 10.9 zurück, bisher waren die Releases aber nie so „fehlerbehaftet“ wie dieses mal. Es ist das erste mal, dass ich das tatsächlich erwäge, um meine Hardware wieder benutzbar zu machen. Das lässt auch den größten Fan an der Plattform, oder zumindest diesem Release, ernsthaft zweifeln. (Offtopic: Im Fall iOS 8.0.x hat Apple sogar diesen Weg zurück versperrt, ich bin gespannt ab wann man OSX nicht mehr wird Downgraden können, hat man das Update einmal installiert)

        Dass Du und deine Admin-Freunde die Ursachen der Fehler in Yosemite hauptsächlich vor dem Rechner vermuten, darauf will ich hier nicht eingehen. Ich bin zwar kein Admin (ich will hier auch nicht mit meinem Beruf prahlen), würde mich aber als nicht ganz themenfremd bezeichnen. Im Fall Yosemite oder iOS 8.0.x kann ich solche Ursachen jedoch ausschliessen.

        • Schade das du so große Probleme hast. Ich habe Yosemite zuerst auf mein MacBook Pro 15 Retina 2013, als alles problemlos lief auch auf meinen alten Mac Pro und mein Macbook Air 2011 installiert. Absolt null Probleme. Und ich habe jede Menge Video- und Audio- und Bildbearbeitungsprogramme installiert. Seit iOS 8.1 habe ich auf meinen iPhones (4S, 5S, 6 und 6 Plus) auch keinerlei Probleme.

        • Ich „prahle“ nicht mit meinem Beruf … diese Erfahrung bezog sich auch nicht auf Yosemite sondern ganz generell auf Probleme an und um den Computer… unabhängig des Betriebssystems .. die weit aus meisten „Probleme“ im Desktop-Bereich sind nun mal Anwender-verursacht.

      • Am meisten frustriert, dass Yosemite in unregelmässigen Abständen einfriert und dann hart resettet werden muss, mit allen negativen Folgen. Die WLAN Verbindung sehr instabil ist (hm, was für Probleme gab es mit iOS 8.0.x?). iTunes iOS Gerät oft nicht erkennt, erst nach einem Reboot dann wieder. Das tolle neue Airdrop mal geht, mal nicht (bei identischem Setup), was ich mal der schlechten WLAN Verbindung zuschreibe. Holprige, sehr lange dauernde Installation (wenn man nicht schon vorher mitbekommen hat, dass es besser ist z.B. sein /usr/local weg zu räumen).

        Obwohl hier Offtopic, da iOS 8.0.x: iPad wochenlang nicht mehr zu benutzen, da WLAN-Verbindung nach wenigen Minuten wegbricht, kein Landscape Mode mehr, keine Möglichkeit ein lokales Backup zu erstellen, vergisst vertrauenswürdige Computer. Ein nagelneues, teures iPhone 6 kann manchmal keine Telefonate mehr absetzten, erst nach einem Reboot wieder.
        Ja, mit iOS 8.1 hatte ich bisher keine Probleme mehr, aber der Weg dahin war nicht in Ordnung. Warum versperrt Apple den Weg zurück auf iOS 7, obwohl sie ganz genau wissen, dass sehr viele ihrer Kunden iOS Geräte mit 8.0.x nur noch als Briefbeschwerer nutzen können? Es wäre fair gewesen, bis 8.1 diesen Weg offen zu halten. Diese Politik der Ignoranz und Arroganz ist es, die mich extrem stören und mein Fantum immer kleiner werden lässt.

        Und so weiter und so fort. Das sind so die größeren Sachen, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Manche konnte man nach Recherche beheben, andere nicht (Yosemite auf mein Mac friert immer noch regelmässig ein). In der Summe frustet das ungemein. Du kannst dabei zwischen den Zeilen lesen, ich hatte durchaus Sympathien für Apple und schon sehr viel Geld dafür ausgegeben. Aktuell macht es mir aber keinen Spaß mehr damit zu arbeiten, da ich nur noch am Rebooten bin und in Foren nach Lösungen für irgendwelche lästigen, kleinen Fehler suche.

        Ich hätte mich mal als MacHead bezeichnet, nach der Masse an Fehltritten, Stolpersteinen & Bugs, sowie der arroganten und ignoranten Apple-Firmenpolitik bin ich das jetzt sicher nicht mehr. Ich finde das auch sehr schade.

    • Stimme zu, das eingefrieren, v.a. nach dem Ruhezustand kann mein Bekanntenkreis auch bestätigen – mehr als nervig!

      • Clean Install hilft bei dem Problem leider auch nicht, da es auf Minis danach scheinbar immer noch auftritt. Yosemite ist scheinbar nicht kompatibel zu nicht mal zwei Jahre alter Apple-Hardware: https://discussions.apple.com/thread/6605926?start=0&tstart=0

        Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als Apple Hard- und Software einfach funktioniert hat. Die scheint inzwischen vorbei zu sein.

        Ein Glück kann man auf dem Desktop zumindest downgraden.

    • defaults write NSGlobalDomain NSDocumentSaveNewDocumentsToCloud -bool false

  8. Leider muss ich Mat Recht geben. Ich habe eine 13“ Macbook Pro aus Mitte 2012 und mit dem Upgrade massiv Probleme. Dabei war der Grund meine gesamte Hardware auf Apple umzustellen jener, das einfach alles immer funktioniert hat. Ich möchte meinen Computer in aller erster Linie benutzen nicht warten. Kauft man ein Auto, will man ja auch nicht zunächst die Bremsen einstellen müssen oder den Motor.

    Mein konkreten Probleme mit dem Yosemite-Upgrade:
    -es brauchte 3 Versuche. Die ersten beiden schlugen bei einem Fortschritt von 98% fehl. Gut, kann ja mal sein. ABER
    -jeder einzellne Versuch benötigte 28!!! Stunden… Nun gut, manchmal braucht man Gedult…
    -nun habe ich ein extrem verlangsamtes Safari, dessen Lieblingsbeschäftigung das Zeigen eines lustigen Glücksrades zu sein scheint und einen Permanent-Lüfter, der sich nicht abschaltet wenn ich den Rechner zuklappe, weil es das System nicht schafft den Ruhezustand herrzustellen (Bildschirm zwar dunkel, aber Kotrollleuchte an der Gehäusefront leuchtet dauerhaft und der Akku ist in dieser Betriebsform nach einer Stunde leer). Ich fahre nun meinen Mac nach jeder Nutzung herunter, ganz so als wäre es eine Windows-Kiste.
    – die WiFi-Probleme kann ich auch bestätigen
    – bin gespannt was sonst noch kommt

    Am Ende steht die Frage nach dem Warum.

    Warum kann man ein Upgrade nicht so konzipieren, dass bei Veröffentlichung der finalen Version diese auch das tut, was sie soll?

    Warum erklärt man dem User vorher nicht, dass vor dem Upgrade der ein oder andere vorbereitende Wartungsschritt nötig ist und führt ihn dahin?

    Warum geht das nicht einfach? Das war doch das Alleinstellungsmerkmal von Apple?

    Ich bin entäuscht. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger…

    • Das ist ja extrem unschön, ich dachte es wären nur die Minis betroffen. Ich habe ehrlich gesagt inzwischen resigniert, mein Vertrauen in die Qualität von OSX und dessen Updates ist dahin.

      Aufgrund der massiven Probleme mit Yosemite wollte ich auf Mavericks zurück und habe mein letztes Mavericks Backup von der TimeMachine wiederhergestellt. Leider musste ich feststellen: Hat man einmal Yosemite installiert und sichert dessen Backups in dasselbe Sparsebundle sind die Mavericks Backups davor im Eimer. Ich konnte Mavericks zwar wiederherstellen, das war aber ziemlich zerschossen und nicht zu benutzen. Yosemite macht also auch noch die Mavericks TimeMachine Backups korrupt. Was soll man dazu noch sagen?

      Ich habe bisher noch nie ein so katastrophales System-Update erlebt wie dieser Sprung auf 10.10. Die einzige Option die ich jetzt noch habe und Du ggf. auch: Ich bin gezwungen Mavericks komplett neu zu installieren und einzurichten, um meine Hardware wieder benutzen zu können.

      Ich habe jetzt mehr als eine Woche verloren mit diesem missglückten Update und den Versuchen wieder ein einigermassen funktionierendes System zu bekommen. Bis eine neue Mavericks Installation wieder so konfiguriert ist, wie davor über Jahre gewachsen, dauert es wahrscheinlich auch wieder Wochen.

      Die Strategie bei OSX Updates kann in Zukunft eigentlich nur noch sein: Nie, nie, nie, niemals ein Nuller-Release installieren (Ich kann mir nur vorstellen, dass Apple die Beta-Testphase auf möglichst viele Systeme ausweiten wollte) und vorher die Systemplatte klonen um ggf. sicher wieder zurück zu kommen, da man sich die TimeMachine nicht mehr verlassen kann. Das ist die neue Usability & Qualität von OSX….

      • Zu TimeMachine:

        Ich empfehle folgende Backup Strategie (gilt abgewandelt auch für andere Systeme):

        1.) Jedes Gerät ohne Backup ist als nicht verwendbar zu betrachten.
        2.) Jedes Backup ohne Generationen ist als gelöscht betrachten. Ein TimeMachine Backup auf einer einzigen Disk etc. ist keine Generation sondern ein einziges zusammenhängendes Backup.
        3.) Mac : Vor jeder grösseren Änderung wie z.B. ein OS Upgrade oder gefährlichen manuellen Eingriffen, ist ein Image im Restore Modus zu erstellen.
        4.) Dann Berechtigungen reparieren. Zuletzt die geplanten Änderungen durchführen.
        5.) Vorherige TimeMachine Backup nicht mehr verwenden, ausser für einen Restore. Ins Archiv damit.
        6.) Neues Backup auf einer leeren Disk oder leeren Freigabe etc. beginnen. Am besten Backup und / oder Disk verschlüsseln. Ist nur als erstes Hindernis, nicht als Schutz zu betrachten.
        7.) Möglichst zwei TimeMachine Backup verwenden. Monatlich oder vor mittelgrossen Änderungen auf das Andere wechseln.
        8.) Regelmässig (mindestens jährlich) eines der beiden aktiven TimeMaschine Backup durch ein komplett Neues ersetzen wie in Punkt 6. Das Ersetzte ins Archiv legen.
        9.) Das Archiv sollte in einem anderen Haus oder (mindestens Raum) sein.

        Auch in einer Umgebung mit 20 Computer:
        Am besten interne Disks verwenden. Wo nicht möglich eine externe Disk pro Gerät angeschlossen lassen. Nicht so gut aber bequemer: Wenn die Infrastruktur es zulässt mit NAS oder Ähnlichem arbeiten. Pro Gerät und TimeMachine Backup ein eigener Speicherort (Freigabe) ohne andere Dateien. Dieser kann im Hintergrund gewechselt werden (Generationen, Archiv).

        Zu den gleichzeitigen Problemen an mehreren Geräten:
        Gemeinsamkeiten feststellen. Dazu gehören HW, Software, Konzepte sowie Rituale und Gewohnheiten der Admin. Alte Pfade verlassen. Ein Gerät von Grund auf bis zum Auftreten von Problemen bestücken und weiterentwickeln. Alternativen suchen. Evtl. eine VM verwenden.

        Sorry für die trockene Antwort. :-)
        Ich wünsche eine ruhige Weihnacht und funktionierende Systeme.

  9. Boah was ist denn das?
    Wir sind sehr zufrieden mit Yosemite… Wir haben, wie gewöhnlich, bei einem X Punkt Nuller OS-Update nur Systeme upgedatet, deren Ausfall keine eklatanten Lücken reißen würde. Das machen wir aber bei allen Betriebssystemen so.
    @Mat, Jooo soo’n Ärger ist total verständlich, aber sorry, Deine Frust-Propaganda „Das ist die neue Usability & Qualität von OSX….“ nervt scho gewaltig