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Im Test: Aukey (Nylon-)Ladekabel für USB-C und Lightning

Die Ladekabel vieler Hardware-Hersteller erfüllen gerade mal die Grundvoraussetzungen, damit man sie nicht direkt im Karton belässt. Viele sind zu dünn, zu kurz oder halten qualitativ nicht mit der zu ladenden Hardware mit.

Aufgrund dessen bin ich vor einiger Zeit dazu übergegangen mir meine Ladekabel selbst zu kaufen. Meine Wahl fiel auf die Produkte von Anker, mit deren Kabel ich zuvor schon sehr gute Erfahrungen gemacht hatte. Die vergangenen Wochen hatte ich nun die Möglichkeit verschiedene Ladekabel von Aukey zu testen. Nachfolgend eine kleine Review.

Aukey verkauft seit 2014 Gadgets und Zubehör in Deutschland und nutzt dazu ausschließlich Online Shops wie Amazon. Im Einzelhandel kann man die Produkte nicht finden.

Für diese Review habe ich mich auf Ladekabel für die Anschlüsse USB-C und Lightning konzentriert. Auch wenn Aukey eine Reihe weiterer Ladekabel anbietet, sind das einfach die beiden Anschlüsse, mit denen ich täglich mehrfach zu tun habe.

Erster Eindruck

Das Unboxing der Kabel ist relativ unspektakulär. Im Inneren der kleinen Pappschachteln befinden sich neben dem „aufgerollten“ Kabel, ein Hinweiskärtchen auf die 24 Monate Garantie sowie ein kleines mehrsprachiges Handbuch, das u.a. auch die Spezifikationen des jeweiligen Kabels enthält.

Die von mir getesteten USB-C Kabel sind zwischen 0,3 und 2 Meter lang, in schwarz gehalten und mit geflochtenen Nylon ummantelt. Die Stecker wiederum sind in einem grauen Aluminiumgehäuse untergebracht.

Insgesamt lässt sich ein sehr guter Ersteindruck festhalten. Die Kabel ist sehr hochwertig verarbeitet und die Haptik ist super.

Gleiches trifft übrigens auch auf die von mir getesteten beiden nylonummantelten Lightning Kabel zu, die jeweils eine Länge von 2 Metern haben und in schwarz und weiß gehalten sind. Auch hier befindet sich der Stecker in einem Metallgehäuse, wenngleich sich das Design etwas vom USB-C Kabel unterscheidet.

Im Alltag

Direkt beim ersten Benutzen fällt auf, dass die Kabel vergleichsweise steif bzw. drahtig sind. Macht man einen Knick ins Kabel, bleibt dieser in der Regel auch erhalten.

Hier spielen natürlich die Dicke des Kabels von knapp 4 Millimetern sowie die verwendeten Materialien eine Rolle. Das macht das Kabel zum einen extrem robust. Zum anderen schlägt sich das in einem etwas höheren Gewicht sowie einer leicht eingeschränkten Flexibilität wieder.

Komme ich zur Leistung, klingeln bei mir beim Thema USB-C natürlich die Glocken. Wie damals™ schon sehr ausführlich dargestellt, muss man beim Kauf von USB-C Kabeln extrem aufpassen. Im schlimmsten Fall kann man sich sogar seine Geräte beschädigen.

Diese Angst muss man bei den USB-C Kabeln von Aukey aber nicht haben. Hier werden die Standards eingehalten. Die Stecker besitzen außerdem eine sehr gute Passform.

Dazu muss man sagen, dass Aukey seine USB-C Kabel ausschließlich als Lade- und Datenkabel verkauft.

Und genau das bekommt man auch, wobei man für die Datenübertragung schon genau hinschauen muss. Je nach Kabel werden hier USB 2.0 aber auch USB 3.0 bzw. genauer gesagt USB 3.1 Gen. 1 mit Datentransferraten von bis zu 5 Gbit/s unterstützt.

Die Lightning Ladekabel von Aukey haben eine MFI Zertifizierung von Apple.

Kurzgesagt können Dritthersteller ihre Kabel von Apple kostenpflichtig zertifizieren lassen. Derartige Kabel haben einen Chip im Stecker, der dem iPhone oder iPad signalisiert, dass es sich um ein Originalprodukt handelt. Somit ist zu 100% gewährleistet, dass das Kabel auch funktioniert.

Im Vergleich zum Originalkabel von Apple, das weder besonders, noch qualitativ hochwertig ist, punktet das Kabel von Aukey in allen Punkten.

Das fängt schon bei der Dicke des Kabels an. Diese Robustheit spiegelt sich natürlich auch in der schon von den USB-C Kabeln bekannten Steifigkeit wieder. Auch hier haben die Stecker eine nicht vom Original zu unterscheidende Passform.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass meine von Aukey getesteten USB-C und Lightning Ladekabel den Alltag mit Bravur meistern.

Preise und Verfügbarkeit

Wie anfangs schon erwähnt nutzt Aukey ausschließlich Online Shops, um seine Produkte zu verkaufen. Amazon ist in diesem Fall vermutlich der einfachste Weg, um an ein Kabel zu kommen.

Die Preise beginnen für ein einzelnes Kabel bei knapp 7 Euro. Bei den ebenfalls angebotenen Kabel-Sets mit mehreren Kabeln kommt man natürlich am besten weg.

In jedem Fall sollte man beim Kauf darauf achten, dass irgendwo etwas von [ Neue Version ] steht. Derartige Kabel nutzen eine verbesserte Technik, die eine bessere Kompatibilität und niedrigere Kurzschlusswahrscheinlichkeit gewährleistet. Zudem ist der Verlust im Prozess der Stromübertragung geringer, die Datenübertragung wird stabiler.

https://www.amazon.de/aukey/usb-kabel

tl;dr

Man kann eigentlich nur applaudieren.

Die USB-C und Lightning Ladekabel von Aukey sind tadellos verarbeitet und machen genau das, was sie sollen. Sie laden das Smartphone oder den Laptop auf. Die Stecker sitzen dabei fest in den Geräten. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut.

Die angesprochene Steifigkeit der Nylonkabel muss man mögen. Mir ist ein derartiges Kabel aber 100x lieber als irgend etwas extrem flexibles, das alle paar Wochen bricht.

Wenn es etwas zu verbessern gibt, dann die verfügbaren Farben, die sich momentan auf schwarz (USB-C, Lightning) und weiß (nur bei Lightning) beschränken. Außerdem fehlt so etwas wie eine Tragetasche, mit der man das Kabel praktisch transportieren kann. Hier kann man sich noch etwas vom Konkurrenten Anker abschauen, die in diesen beiden Punkten (noch) die Nase vorne haben.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Herstellern und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter und natürlich per E-Mail.

10 Kommentare

  1. Moin!

    Bei den Anker Kabeln hatte ich bisher immer nur welche, die mit einem kurzen Klettverschluß versehen waren, mit dem man das Kabel bei Nichtgebrauch bündeln kann. Diese Tasche habe ich nie bekommen. :-)

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    • Naja, ob Klettverschluss oder Tasche ist im Endeffekt egal, solange der Transport komfortabel ist ;)

      Aber stimmt, hier hat Anker wirklich mitgedacht. Das fehlt bei Aukey noch.

      Antworten
  2. Klasse Artikel, danke!

    „Aufgrund dessen bin ich vor einiger Zeit dazu übergegangen mir meine Ladekabel selbst zu kaufen. “ made my day :) also ich lasse kaufen :)

    Antworten
  3. Guter Artikel! Ich habe aber noch drei Fragen:

    1. Gibt es denn auch ein „USB-C zu Lightning“-Kabel?

    2. Unterstützen diese USB-C Kabel denn auch die 87 Watt, die beim MacBook Pro gebraucht werden?

    3. Haben die USB-C Stecker eine Abstand zwischen „Gehäuse Stecker“ und „Gehäuse MBP“? Habe das schon bei vielen 3rd-Kabel gesehen. Die Apple-USB C Kabel liegen eng am Gehäuse des MBP an, die 3dr-Kabel nicht.

    Danke für die Hilfe im Voraus.

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    • Erst mal danke :)

      1. Nein, gibt es leider nicht.
      2. Kläre ich gerade. Vielleicht erst mal soviel: Bei meinem 13 Zoll MBP mit dem 61 Watt USB-C Netzteil gab keinerlei Probleme.
      3. Liegt eng am Gehäuse an. Ist vom Originalkabel nicht zu unterscheiden.

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  4. Ich habe schlechte Erfahrungen mit den USB-C-Kabeln am 13“ MBP gemacht, funktionieren zum Laden manchmal, aber viel öfter nicht. Vielleicht aber auch nur eine Montagscharge erwischt.
    Am Netzteil liegt es sicher nicht, mit Apple-Kabel 0-Probleme.

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