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Im Test: ​Satechi USB Type-C Pro Hub Adapter

Als ich mich vor ca. neun Monaten zum Kauf des neuen MacBook Pro mit Touch Bar entschieden hatte, war klar, dass der damals recht frische Port namens USB-C zur kleinen Herausforderung werden wird. Glücklicherweise hatte ich mich ein paar Wochen vorher mit dem Thema etwas intensiver beschäftigt, so dass ich genau wusste was auf mich zukommen wird und worauf ich beim Kauf von Kabeln und Adaptern achten muss.

Um nun die vermeintlich fehlende Konnektivität des MacBook Pro auszugleichen, kann der Weg eigentlich nur über einen universellen Adapter mit möglichst vielen unterschiedlichen Ports führen. Denn wir erinnern uns: USB-C deckt im alternativen Modus eine Vielzahl an Ports ab, die von den gängigen USB-Anschlüssen über HDMI bis zur Stromversorgung gehen.

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Im Laufe der Zeit sind viele Hersteller auf den Zug universell verwendbarer USB-C Hubs aufgesprungen, so dass es langsam unübersichtlich wird.

Daher möchte ich heute den Satechi Pro Hub genauer vorstellen, der mir für diese Review von SB Supply zur Verfügung gestellt wurde.

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Erster Eindruck

Zunächst zum Unboxing: Wie schon auf dem obigen Bild zu sehen, ist die Verpackung sehr handlich. Im Inneren, und das hatte mich dann doch überrascht, befindet sich auch nur der Hub. Eine Kurzanleitung o.ä. sucht man vergeblich.

Der Pro Hub selber ist mit einem Gewicht von 38 Gramm und Maßen von 114 x 28 x 10 mm ebenfalls sehr klein. Beim Design hat sich der Hersteller wohl von der alten Apple Remote inspirieren lassen. Auf jeden Fall geht es, auch Dank der abgerundeten Ecken, sehr stark in diese Richtung 😉

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Als Material kommt gebürstetes Aluminium zum Einsatz, das in den zwei Farbvarianten space grau und silber angeboten wird. Damit passt der Hub perfekt zu den Farben des MacBook Pro, wobei es bei meiner space grauen Variante beim genauen Hinsehen dezente Unterschiebe zu Apples Farbgebung gab.

Die Verarbeitung des Hubs ist sehr solide, so dass direkt beim ersten Anfassen ein sehr wertiger Eindruck entsteht.

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Außerdem ist an der Seite eine unaufdringliche Status-LED verbaut. Das Satechi Logo ist einseitig aufgedruckt.

Im Alltag

Dass der Pro Hub speziell für das MacBook Pro entwickelt wurde merkt man nicht zuletzt an den beiden nebeneinander liegenden USB-C Ports, die zum Verbinden am Notebook vorhanden sein müssen.

Für die Inbetriebnahme sind keine Treiber o.ä. notwendig. Man steckt den Hub an und kann direkt alle sieben verfügbaren Ports nutzen:

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Die auf dem Papier gebotene Leistung kann sich erst mal sehen lassen. Dennoch möchte ich auf drei Probleme aufmerksam machen, die den sehr guten ersten Eindruck trüben.

1. Dass die beiden USB 3.0 Ports, dem USB 3.1 Gen 1 Standard entsprechend, einen Datentransfer von bis zu 5 Gbit/s zulassen ist vollkommen in Ordnung. Unverständlich ist dahingegen, dass auch der USB-C Port diesem (alten) Standard entspricht. Bei einem Hub, der im Mai 2017 auf den Markt kam, erwarte ich schon, dass hier der neuere USB 3.1 Gen 2 Standard mit doppelt so hoher Datentransferrate (bis zu 10 GBit/s) und (viel wichtiger) mit der Möglichkeit zur Stromversorgung (bis zu 100 Watt) zum Einsatz kommt. Das ist leider nicht so und führt mich direkt zu Meckerpunkt 2.

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2. Da beim reinen USB-C Port ein veralteter Standard zum Einsatz kommt, muss man diesen zwingend vom Thunderbolt 3 Port unterscheiden können, da gewünschte Funktionalitäten sonst nicht abgedeckt sind. Eine rein optische Unterscheidung ist in der Hektik des Alltags leider nicht immer möglich und so passiert es nicht selten, dass man das Notebook am “falschen” USB-C Port vermeintlich auflädt und sich wundert, wenn das Gerät irgendwann abschaltet. Hier wäre eine Markierung, die den TB3 Port mit seinen Ladeeigenschaften eindeutig kennzeichnet, eine große Hilfe.

3. Der wohl größte Meckerpunkt betrifft den HDMI Anschluss, der den 4K Betrieb mit nur unzumutbaren 30 Hz zulässt. Das Problem liegt leider erneut bei der Hardware. Wie damals in meinem USB-C Artikel schon angeprangert, hängt die Qualität bei der Umsetzung eines Ports von der Methode seiner Implementierung ab. Natürlich gibt es für USB-C einen nativen “HDMI alternative Modus”, der das Problem löst. Auf Nachfrage bei Satechi bestätigte man mir allerdings, dass dieser native Modus beim Pro Hub nicht zum Einsatz kommt und man stattdessen einen Chipsatz nutzt, der mit seinen 30 Hz im 4K Betrieb erneut nicht die neuste Technologie verwendet und sich auf diese Weise selbst limitiert. Im Nachsatz verwies man übrigens auf das hauseigene USB-C-to-HDMI Kabel, das (natürlich) 4K bei 60 Hz anzeigen kann. Unglaublich… 🙄

Der HDMI-Port wurde mit einem Chipsatz entworfen, der 4K bei 30Hz verwendet. Ja, Sie benötigen einen anderen Adapter, wenn Sie 4K bei 60Hz anzeigen möchten. So wie unser Typ-C zu HDMI Kabel mit 4K 60Hz.

Wer sich in dieses HDMI-Thema technisch etwas genauer einlesen möchte, sollte das Forum von MacRumors aufsuchen, in dem einige Feinheiten zu finden sind.

Final bleibt zu sagen, dass diese drei Probleme längst nicht auf den Pro Hub von Satechi beschränkt sind. Nahezu jeder auf dem Markt verfügbare universelle USB-C Hub kämpft mit diesen (aus meiner Sicht) vermeidbaren Schwierigkeiten.

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Nun aber genug der Meckerei und zu den etwas positiveren Eigenschaften des Pro Hubs:

In meinen Tests über die vergangenen Wochen hatte ich nie irgendwelche Probleme hinsichtlich der Kompatibilität zu anderen Geräten oder Adaptern. Es funktionierte einfach. Einschränkend muss allerdings erwähnt werden, dass der Hersteller das zuverlässige Kopieren von Daten zwischen zwei (oder mehr) angeschlossenen externen Festplatten sowie das USB SuperDrive von Apple von der Kompatibilität ausschließt. Die Gründe liegen bei einer unzureichenden Stromversorgung 😐

Einen Ethernet Port bietet der Pro Hub übrigens nicht. Finde ich persönlich auch nicht weiter dramatisch, da es den Hub aufgrund der Höhe des Ethernet Ports nur unnötig aufblähen würde. Für den Fall der Fälle (der bei mir vielleicht ein oder zweimal im Jahr eintritt) habe ich noch einen über sechs Jahre alten USB Ethernet Adapter von Apple im Schrank, der problemlos mit dem Hub funktioniert.

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Da das neue MacBook Pro mit Touch Bar jeweils zwei USB-C Anschlüsse auf jeder Seite besitzt, kann der Pro Hub natürlich auch beidseitig verwendet werden. Ein kleiner Nachteil entsteht dabei auf der rechten Seite, da der Pro Hub den dort verbauten 3,5 mm Kopfhöreranschluss komplett verdeckt und somit nutzlos macht.

Darüber hinaus zeigte sich im Laufe meiner Test, dass man bei diesen direkt am Notebook “anliegenden” Hubs beim Ausziehen von USB-Sticks, Adaptern oder microSD Karten unglaublich vorsichtig sein muss. Andernfalls zieht man anstatt eines einzelnen verbundenen Gerätes den ganzen Hub ab, was bei zusätzlich verbundenen Displays oder externen Festplatten ungünstig enden kann.

Benchmark

Abschließend noch ein paar Benchmark Tests, die die auf dem Papier stehenden Werte bestätigten. Bei diesen Stresstests wurde der Hub etwas wärmer, was durch das Aluminium Gehäuse mit sehr guter Abwärme aber nicht weiter ins Gewicht fällt.

Zunächst einmal zur Performance der USB Ports. Als Hardware kam das Lexar JumpDrive zum Einsatz, das mit USB-A und USB-C am Pro Hub nahezu identische Werte lieferte:

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Auch die Performance der beiden SD-Karten Slots kann sich sehen lassen. Getestet wurde hier mit einer Class 10 microSDXC (UHS-I) Karte von SanDisk (mit und ohne Adapter):

Bildschirmfoto 2017-08-21 um 14.19.18-minishadow_1300px Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für den Satechi Pro Hub beginnen bei ca. 90 Euro.

Als Farbvarianten stehen, wie schon erwähnt, space grau und silber zur Verfügung.

-> http://www.satechi.net/index.php/pro-hub-space-gray
-> https://www.sbsupply.de/satechi-usb-c-hub-pro-4k-hdmi-space-grey
-> https://www.idealo.de/preisvergleich/Typ/879961006891.html

tl;dr

Aufgrund der fehlenden unterschiedlichen Anschlüsse ist man beim neuen MacBook Pro (late 2016/ early 2017) leider dazu gezwungen auf verschiedene Adapter oder universelle Hubs zurückzugreifen. Das sieht in der Regel merkwürdig aus. Erst recht, wenn diese Hubs, wie hier der Satechi Pro Hub, direkt am Notebook anliegen und es damit augenscheinlich vergrößern. Aber es funktioniert und man muss sich wohl oder übel damit arrangieren.

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Dennoch bin ich beim Satechi Pro Hub zwiegespalten. Der Hub ist super verarbeitet und ein echter Blickfang. Leider hinkt er auf technischer Ebene hinterher.

Da ich derzeit kein 4K Display besitze, stört mich das Problem bei HDMI weniger. Zumal man, sofern das richtige Kabel mit passendem Display zur Hand ist, ja auch den Weg über Thunderbolt 3 gehen kann. Für Leute, die allerdings bei HDMI auf 4K@60Hz angewiesen sind, ist das mehr als ärgerlich. Hier führt quasi kein Weg an einen weiteren USB-C-to-HDMI-Adapter vorbei, der dieses Feature unterstützt 😖

Für mich viel entscheidender ist der zweite, nicht vollwertig nutzbare USB-C Port. Dabei kommt es mir gar nicht mal auf die langsamere Datenübertragungsrate, sondern vielmehr die fehlende Stromversorgung an. Was macht man beispielsweise, wenn der stromliefernde Thunderbolt 3 Port mit einem 4 oder 5K Display verbunden ist? Stattdessen den HDMI Port nutzen?! Bei den technischen Gegebenheiten wohl kaum. Das ist natürlich nur theoretischer Natur und man hat zum Laden im Notfall ja noch zwei weitere USB-C Ports auf der anderen Seite des Notebooks. Dennoch erwarte ich von einem Hub, der gerade mal drei Monate am Markt verfügbar ist, genau diese technischen Features.

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Schlussendlich kann ich vor dem Kauf eines neuen Hubs nur jedem empfehlen sich ganz genau die Spezifikationen durchzulesen, um später vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Das Thema USB-C ist im Zusammenhang mit vollständig kompatiblen bzw. auf den neuesten Standard setzenden Kabeln und Adapter/Hubs nach wie vor durch Chaos geprägt. Und das Schlimmste daran ist, dass diese Probleme (nahezu) herstellerunabhängig sind. Es ist wirklich zum Haare raufen!

So muss man am Ende leider auch den Pro Hub von Satechi sehr genau ansehen. Sofern man weiß, was an Einschränkungen zu erwarten ist, kann man super mit dem Hub arbeiten. Für einen Straßenpreis ab 90 Euro verlange ich allerdings auch technisch neuste Technologie, die hier nur eingeschränkt gegeben ist.

aptgetupdateDE Wertung: (6,5/10)

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Ein Zwischenfazit: Apples Touch Bar

Als Apple letztes Jahr im Oktober die neuen MacBook Pro mit Touch Bar vorgestellt hatte, war meine Begeisterung recht groß. Erst recht, da in den gezeigten Demos der Keynote die Vorzüge dieses neuen Features recht gut dargestellt wurden. Eine gewisse Skepsis schwang dennoch mit.

Letztendlich siegte aber die Neugier und ich bin nach etlichen Wochen Wartezeit Ende November auf den (Touch Bar-)Zug aufgesprungen. Jetzt, knapp neun Monate später, soll ein erstes Fazit folgen.

Fakten

Gegenüber physischen Tasten hat die Touch Bar zwei entscheidenden Vorteile:

  • Sie ist sehr flexibel und passt sich immer wieder, je nachdem welche App gerade läuft, mit neuen Schaltflächen an. Mit den richtigen Tools kann man sogar eigene, komplett individuelle Touch Bars für seine Apps erstellen.
  • Dazu ist Touch ID ein sehr komfortabler Weg sich am Mac einzuloggen, Apps via iTunes bzw. Mac App Store zu kaufen oder Apps wie 1Password, Banking 4X u.a. zur Nutzung freizuschalten.

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Es gibt natürlich auch Nachteile:

  • Folgt man Apples Human Interface Guidelines, darf, abgesehen der Nutzung von Touch ID, keine Funktionalität exklusiv für die Touch Bar angeboten werden. Wäre auch doof, denn was machen all die älteren Macs ohne Touch Bar? Auf eine Funktion X in App Z verzichten? Wohl kaum.
  • Die Touch Bar gibt es bisher exklusiv nur für das MacBook Pro. Andere Macs oder auch externe Tastaturen sind bisher komplett außen vor. Durch die daraus folgende vergleichsweise kleine Nutzerschicht fehlt vermutlich vielen Entwicklern die Energie oder der Willen die Touch Bar ausreichend gut zu unterstützen und vor allem die Funktionalitäten zu warten. Der Aufwand ist im Vergleich zum Nutzen einfach zu hoch.
  • Durch Restriktionen von Apple gibt es für Entwickler derzeit keinen Weg die Touch Bar für einen eigenen Control Strip bzw. Hintergrund-Apps (siehe Keyboard Maestro) zu nutzen. Für Apple-eigene Funktionen und Apps (z.B. iTunes, Xcode…) ist es dahingegen möglich.
  • In der (Touch Bar-)Keynote vom Oktober 2016 wurde vor allem auf die komfortable und schnelle Bedienung in verschiedenen Arbeitsabläufen hingewiesen. Ist das wirklich so? Es mag mit Sicherheit einige Workflows geben, bei denen das tatsächlich so ist aber für die Masse muss man hier leider mit einem klaren nein antworten.
    • Zum einen fehlt ein fühlbares Feedback der einzelnen Tasten, das ein Nutzen der Touch Bar ohne hinzusehen unmöglich macht. Hatte ich bei meinem alten MacBook Air die Funktionstasten noch blind genutzt, muss ich jetzt, selbst zum Anpassen der Lautstärke, auf die Touch Bar schauen, um nicht aus Versehen irgendeine andere Funktion zu aktivieren. Bei der Masse der unterschiedlichen Touch Bars ist es auch schlichtweg unmöglich sich die unzähligen Positionen der Schaltflächen zu merken.
    • Zum anderen liegt der Hund bei den pro App verfügbaren Tastaturkürzeln begraben. Als großer Freund der Automatisierung von Arbeitsabläufen nehme ich eigentlich nur ungerne die Finger von der Tastatur. Hat man jetzt die nicht existenten exklusiven Features der Touch Bar und das zwingend notwendige Hinsehen beim Nutzen im Hinterkopf, kommt man schnell zu dem Schluss, dass hier gewisse Redundanzen vorliegen, von denen in Sachen Schnelligkeit die Touch Bar ziemlich oft an letzter Stelle steht. Denn selbst mit der Maus bzw. dem Trackpad erreiche ich Funktion X in der Regel schneller als über die Touch Bar.
    • Durch den teilweise sehr großen Umfang vieler Apps können viele Funktionen gar nicht in einer einzigen Touch Bar dargestellt werden. Die Lösung sind dann diverse “Unter-Touch-Bars”, die Funktionen quasi verschachtelt verfügbar machen. Auch das “Swipen” durch die Emojis nervt nach der dritten Nutzung eigentlich nur noch. Das hat zur Folge, dass man sich nicht selten in den verschiedenen Touch Bars einer App bzw. Funktion verliert; Lerneffekt hin oder her… Tastaturkürzel oder das Nutzen der Maus führt in der Regel schneller zum Ziel.

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Fazit

Ich will nicht sagen, dass die Touch Bar komplett sinnbefreit ist, gerade auch durch den Vorteil bei der Nutzung von Touch ID, aber das optimistischen Aufzeigen der Nutzung, welches Apple auf der Keynote suggeriert hat, bleibt bisher deutlich hinter den Erwartungen zurück.

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Ich weiß auch nicht so recht woran das liegt. Sind es die Entwickler, die die Touch Bar eher stiefmütterlich behandeln? Ist Apple die Ursache, da die Möglichkeiten der Nutzung zu sehr einschränkt sind oder bin ich es gar selber, da ich für den Umstieg von physischen auf digitale Tasten einfach zu alt bin?!

Ich persönlich nutze die Touch Bar, von anfänglichen Spielereien abgesehen, mittlerweile nur noch sehr eingeschränkt. Zu 90 oder 95% meiner Zeit am Mac ist eine mit BetterTouchTool selbst erstellte Touch Bar sichtbar, die grundlegende Funktionen wie einen Escape-Knopf, App Switcher und Lautstärkeregler sowie die Akkurestlaufzeit und Uhrzeit anzeigt. Aber selbst das ist hat nur einen Showroom-Charakter und soll interessierten Kollegen außerhalb des Apple-Universums beim mir über die Schulter schauen mal etwas Neues zeigen. Denn cool sieht die Touch Bar definitiv aus. Der praktische Nutzen darf durchaus infrage gestellt werden.

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Schlussendlich muss man bei Apple das ganze Konzept der Touch Bar in Frage stellen, da es bisher weder praktisch noch schnell zu nutzen ist. Hinzu kommt, dass mit macOS 10.13 High Sierra keine großartigen Veränderungen zu erwarten sind.

Apple muss hier dringend ansetzen, ansonsten wird die Touch Bar früher oder später in der Versenkung verschwinden; zumal es ja auch eine preisliche Frage ist. Möchte man wirklich 100 oder 150 Euro mehr für das Vorhandensein einer Touch Bar ausgeben? Ich kann die Frage aktuell nur mit nein beantworten.

(inspired by)

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Can an iPad replace my laptop?

Hin und wieder bekomme ich genau diese Frage gestellt, die sich meiner Meinung nach immer noch nicht eindeutig klären lässt.

Es hängt einfach an zu vielen Faktoren, die man nur individuell beantworten kann.

Bei mir persönlich will sich beispielsweise beim iPad kein Desktop-Feeling einstellen. Das liegt natürlich zum großen Teil an meinen täglichen Aufgaben, die sich mit einem iPad schlicht und ergreifend nicht bewältigen lassen. Selbst bei vermeintlich einfachen Dingen, wie das Schreiben eines Blogartikels, nehme ich der Einfachheit halber lieber den Mac.

Auf der anderen Seite kann ein iPad sehr wohl einen Laptop ersetzen. Für das Lesen von E-Mails, Browsen im Web oder etwas Social Media braucht man in der Regel keinen Laptop. Dazu muss man sich keine Sorgen um irgendwelche Viren oder Trojaner machen. Apple Care, um auch die Pflege der Geräte im Auge zu behalten, ist um ein vielfaches günstiger als beim Mac. Und dann steht ja auch noch iOS 11 vor der Tür, das mit einem Dock, verbessertem Multitasking und einem Dateimanager immer mehr desktop-like Features bietet…

Daher sollte man schon vor dem Kauf neuer Hardware neben Fragen zum Budget vor allem die eigentliche Nutzung in den Vordergrund stellen… welche Programme nutzt man, wo möchte man den Computer nutzen, wie lange wird das Gerät in Benutzung sein, sollen die Frau oder Kinder ebenfalls den Computer nutzen können u.s.w.

Für all diese Fragen soll der heutige Linktipp sein. Joshua Carpentier befasst sich recht ausführlich mit dem Thema und zeigt am Ende des Artikels auch eine dritte Option, die im Rahmen des 1.000 Euro Budgets für viele vielleicht die derzeit beste Wahl darstellt.

iPad has struggled to differentiate itself from iPhone from day one. It’s focused more on convenience and mobility instead of productivity and extensive functionality. And that, combined with a lack of desktop-like features, makes iPad feel more like an iPhone rather than a unique product somewhere between an iPhone and a Mac. It’s why the objection, “It’s just a big iPhone” was common among customers for years. And when the iPhone/laptop combo works so well for people, where does iPad fit?

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MagC: MagSafe Adapter für USB-C & Thunderbolt 3 // UPDATE

Mit BreakSafe, MagNeo, Snapnator oder dem Bolt gab es schon diverse Versuche Apple genialen Netzwerkanschluss MagSafe auf USB-C anzupassen.

Keine dieser Lösungen ist perfekt. Entweder wird zu wenig Strom geliefert, es gibt keine Videoausgabe, es können keine Daten transferiert werden, das Design ist zu klobig, man benötigt angepasste USB-C Kabel oder oder oder…

Mit MagC bin ich letzte Woche eher zufällig auf eine Kickstarter Kampagne gestoßen, die anscheinend alle diese Probleme hinter sich lässt.

Über einen magnetischen Connector sowie einem Adapter, die mit einem normalen USB-C Kabel funktionieren, werden eine Stromversorgung bis zu 100 Watt, eine Grafikausgabe bis zu 5K und ein schneller Datentransfer (u.a. Thunderbolt 3 mit bis zu 40 Gbit/s) garantiert. Damit einhergehend soll MagC zu jedem verfügbaren Dongle oder Hub (für HDMI, SD-Card, Ethernet etc.) kompatibel sein.

Hinzu kommt das vergleichsweise flache Profil des Adapters, das durch die L-Form schon extrem an das Original erinnert.

Zu schön um wahr zu sein?

Nun, ich war mal mutig und habe mich mit 29 US-Dollar für das Early Bird Ticket eingekauft. Schlauer bin ich dann im Dezember 2017, dem Zeitpunkt der angepeilten Lieferung.

-> https://www.kickstarter.com/magc

UPDATE – 01.08.2017 09:30 Uhr

Seit gestern Abend ist die Kampagne bei Kickstarter ausgesetzt. Die Gründe liegen vermutlich bei einem kleinen Geschenk, das jedem Unterstützer zugesagt wurde. Hier ist man aber in der Klärung mit Kickstarter.

Wer nicht so lange warten möchte, kann die Kampagne bei Indiegogo unterstützen.  Mehr Infos gibt es in der angehängten E-Mail:

Hello Björn Rasmus,

We hope this message finds you well. Today we received an email from Kickstarter stating our campaign has been suspended with the following reason:

„Inappropriate content, including but not limited to
offensive or pornographic material
Spamming or abusive behavior
Offering rewards in violation of Kickstarter’s rules“

http://i.imgur.com/Q6z1WGm.png

We are trying to communicate with Kickstarter to understand what the exact cause of the violation is.

It seems unclear that with the reasons listed, our product is not offensive, nor pornographic material related. Hopefully, we have not been spamming or having abusive behavior. The only reason we can relate to is the free small gifts we offer to the backers in the pledges. We sincerely wanted to include them as small appreciations for the help along our journey but it looks like this platform does not appreciate it as we offered the same thing from Indiegogo.

https://www.indiegogo.com/projects/magc-stylish-upgrade-for-usb-c-resurrect-magsafe

—–

Fortunately, our campaign in Indiegogo is very successful and we want to keep it in InDemand mode for the time being. This way we can still reward our backers with the lower price for helping us bring the product to life.

While discussing within the team on how to compensate for the trouble caused to our backers, we were able to secure another small gift from our manufacturer. For everyone pledging in indiegogo for $29 level and above, we will include an additional gift of an USB Type A to USB-C adapter (http://i.imgur.com/OLX1SMT.jpg) to expand your connectivity collection.

Please take a look here and consider continuing your support for us in our journey:
https://www.indiegogo.com/projects/magc-stylish-upgrade-for-usb-c-resurrect-magsafe

Thanks

MagC Team

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Review: ​Ultrasone Performance 840 Kopfhörer

Ich hatte die letzten Wochen mal wieder die Möglichkeit neue Hardware zu testen. Genauer gesagt geht es um die Performance 840 Kopfhörer vom deutschen Hersteller Ultrasone.

Anders als die Spitzenmodelle dieses Herstellers ist der Performance 840 nur im semiprofessionellen Bereich angesiedelt, was ihn zum perfekten Begleiter für Zuhause und unterwegs macht. Aber der Reihe nach…

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Lieferumfang

  • Ultrasone Performance 840 Kopfhörer
  • Neopren-Transporttasche
  • 3 m langes Kabel mit vergoldetem 3,5 mm Klinke-Stecker (abnehmbar)
  • 1,2 m langes Kabel mit Mikrofon und Fernbedienung (abnehmbar)
  • 6,3 mm Schraubadapter
  • Kurzanleitung u.ä.

Erster Eindruck

Die Lieferung erfolgt in einem sehr stabilen Karton. Im Inneren wartet eine Neopren-Transporttasche mit Ultrasone-Logo, in der sich der Kopfhörer befindet. Unter dem darunter liegenden Einlegeboden befinden sich im Lieferumfang enthaltene Kabel, Adapter und diverser Papierkram.

Der Kopfhörer selbst besteht zu großen Teilen aus mattschwarzem Kunststoff. Der Bügel ist gepolstert. Beide Bauteile sind mit einer silbernen Halterung aus Aluminium verbunden. Dazu sind die Ohrmuscheln mit einem silbernen Ring abgesetzt.

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Apropos Ohrmuscheln: diese lassen sich zum optimalen Transportschutz in der mitgelieferten Tasche um 90° drehen. Für die Polsterung wird komfortabler Memoryschaum verwendet; die Kopfpolster sind mit Kunstleder überzogen.

Insgesamt war mein Ersteindruck, trotz des vorherrschenden Kunststoffs, sehr gut. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern; die Optik sowie die Haptik sind meiner Meinung nach ebenfalls sehr gelungen und runden das sportlich/minimalistische Design des Kopfhörers wunderbar ab 👍

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Technologie

Bei der Performance-Serie setzt Ultrasone auf die sogenannte S-Logic Technologie.

Diese patentierte Technik erzeugt bei weniger Schalldruck einen dreidimensionalen Raumklang und entlockt dem Stereokopfhörer nahezu Surround Sound. Beim Performance 840 kommt mit S-Logic Plus die zweite Generation dieser Technologie zum Einsatz, mit der die räumliche Wahrnehmung und das Klangbild nochmals optimiert wurden.

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Des Weiteren nutzt der Performance 840 eine Technologie namens ULE (Ultra Low Emission). Ziel dieser Technik ist das Minimieren von niederfrequenten Feldern, was schlussendlich das Gehör schont.

Mit der MU-Metall Abschirmung reduziert man zudem die magnetische Strahlung um bis zu 98%, was das Tragen des Kopfhörers, auch vom gesundheitlichen Standpunkt aus, über mehrere Stunden problemlos möglich macht.

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Im Alltag

Generell ist zu sagen, dass der Kopfhörer für seine Größe einen sehr guten Tragekomfort liefert. Die Kopf- und Ohrpolster sind durch die verwendeten Materialien (u.a. der besagte Memoryschaum) angenehm zu tragen und drücken auch nach mehreren Stunden nicht am Ohr.

Auch schnelle und ruckartige Bewegungen steckt der nur 274 Gramm leichte P840 problemlos weg 🎧

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Hinzu kommt, dass sich die geräumigen Innenkapseln für quasi jede Ohrform eignen, diese komplett umschließen und somit schon per se eine sehr gute Dämpfungseigenschaft liefern.

Auch das Anpassen des P840 an die jeweilige Kopfform geht schnell und zuverlässig von der Hand.

Die verbaute Mechanik gibt acht leicht verstellbare Stufen vor, so dass man sich (beispielsweise für einen Transport) nur die Markierung merken muss.

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Die beiden im Lieferumfang enthaltenen Kabel lassen sich jederzeit wechseln. Zum Schutz vor dem ungewollten Herausfallen des Kabels ist außerdem ein Bajonettverschluss im Klinkenanschluss des Kopfhörers sowie am Kabel integriert.

Und um nochmals auf das geringe Gewicht des P840 zurückzukommen: genau dieser Umstand und die nahezu perfekte/feste Passform machen den Kopfhörer auch unterwegs zu einem treuen Begleiter.

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Ultrasone IQ App

Bevor ich gleich zum Klang komme, möchte ich noch kurz auf die kostenlose App namens Ultrasone IQ hinweisen, die es aus irgendwelchen Gründen nur für Android gibt.

Mit dieser App kann man die Multifunktionstaste der mitgelieferten Kopfhörer-Kabelfernbedienung individuell programmieren. Das betrifft Funktionen wie das Entgegennehmen bzw. Auflegen bei Anrufen, Play/Pause sowie nächster und letzter Song beim Abspielen von Musik.

ULTRASONE IQ
ULTRASONE IQ
Entwickler: ULTRASONE AG
Preis: Kostenlos

Klang

Der Klang ist natürlich mal wieder ein rein subjektives Thema, zu dem ich trotzdem kurz etwas sagen möchte.

Der Kopfhörer liefert ein sehr ausgewogenes und klares Klangbild, das besonders bei klassischer Musik zum Tragen kommt.

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Die Frequenzen werden sauber und druckvoll getroffen; der normale Bass ist dank der 40 mm PET Schallwandler ordentlich. Durch die L-Logic Technologie kommt sogar so etwas wie Konzertatmosphäre auf. Das Raumgefühl ist echt super.

Bei ganz tiefen Tönen, und ich ziehe hier wieder meinen Bass-Referenzsong Ariel von Stephan Bodzin hinzu, wurde die Auflösung allerdings etwas unsauber bzw. verzerrt.

Preise und Verfügbarkeit

Der Ultrasone 840 Kopfhörer wird ausschließlich in der Farbe schwarz angeboten. Die Preise beginnen derzeit bei knapp 190 Euro.

Dazu liefert der Hersteller 5 Jahre Garantie ab dem Kaufdatum.

-> http://www.ultrasone.audio/performance-840
-> https://www.idealo.de/performance-840-ultrasone

tl;dr

Trotz kleinerer Schwächen bei tiefen Bass-Tönen kann ich den Ultrasone Performance 840 jedem Musikenthusiasten wärmstens empfehlen. Durch sein sehr klares Klangbild kann man auch wunderbar Filme schauen oder an der PlayStation zocken.

Das Design gefällt. Die Verarbeitung ist sehr wertig, so dass der großflächig verwendete Kunststoff nicht stärker ins Gewicht fällt; bei 274 Gramm im wahrsten Sinne des Wortes 😆

Dazu sind die mitgelieferten Kabel von sehr guter Qualität und mit 3 Metern recht lang, was der Bewegungsfreiheit, gerade beim Verwenden über einen A/V-Receiver, entgegen kommt.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

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Im Test: Lexar JumpDrive C20c USB Type-C & USB 3.1 Dual-Interface USB-Stick (128 GB)

Vor ein paar Wochen hatte ich mit dem Adam Elements Roma bereits einen Dual-Interface USB-Stick genauer vorgestellt.

Da die Transferraten des Roma, gerade beim Schreiben von Daten, verbesserungswürdig sind, brauchte es einen neuen Testkandidaten, den ich vergleichsweise schnell im Lexar JumpDrive C20c fand.

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Wie beim Roma handelt es sich beim JumpDrive C20c um einen USB-Stick, der auf der einen Seite den Typ-C und auf der anderen den Typ-A in der USB-Revision 3.1 Gen 1 unterstützt.

Darüber hinaus, das aber nur zur Info, bietet Lexar in der JumpDrive C-Serie anstatt des USB-C Anschlusses auch Modelle mit USB-B (Micro) und Lightning an.

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Leider findet man auch zum JumpDrive C20c kaum aussagekräftige Reviews, in denen fernab von Pressemeldungen selbst gemessene Benchmark-Ergebnisse umfänglich dargestellt werden.

So muss man sich vor der Kaufentscheidung ausschließlich auf die Herstellerangaben verlassen, die leider in vielen Fällen ungenau sind bzw. nur unter optimalen Laborbedingungen erreicht werden. Ärgerlich aber das ändert sich heute 😉

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Zunächst aber zum Gerät selber:

Den Stick gibt es in den Varianten mit 32, 64 und 128 GB Speicherplatz. Die beiden für USB-C und USB-A separierten Gehäuse bestehen aus Aluminium und sind mit einem ca. 7,5 cm langen Kabel verbunden. Zum Zusammenfalten des Kabels gibt es zudem einen roten Kabelclip; die Aktivität wird durch eine blau leuchtende Status-LED am USB-A Stecker angezeigt.

Dieses für Dual-Interface USB-Sticks eher ungewöhnliche Ladekabeldesign hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der klassischen Bauweise: neben dem Speichern von Daten, ist auch eine Ladefunktion integriert, mit der man passende USB-C Geräte (Smartphones & Co.) direkt aufladen kann.

Maße: 15,3 x 1,7 x 0,8 cm
Gewicht: 12 g

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Benchmark-Test

Da der USB-Stick auf der einen Seite den Typ-C und auf der anderen den Typ-A in der USB-Revision 3.1 Gen 1 unterstützt, sollten recht ordentliche Datentransferraten zu erwarten sein. Der Hersteller verspricht auf seiner Homepage bis zu 150 MB/s Lese- und 60 MB/s Schreibgeschwindigkeit. Schauen wir gleich mal 🙈

Für diesen Benchmark-Test kommt übrigens erneut der AJA System Test zum Einsatz. Für ein besseres Gesamtbild wurden diese Tests mehrfach und an verschiedenen Dateisystemen durchgeführt.

AJA System Test Lite
AJA System Test Lite
Entwickler: AJA Video Systems
Preis: Kostenlos

Im Einzelnen lässt sich Folgendes festhalten:

FAT32 (Auslieferungszustand)

Ähnlich wie Adam Elements lieferte auch Lexar den USB-Stick mit dem Dateisystem FAT32 aus, das zwar plattformübergreifend wunderbar kompatibel aber mit einer maximalen Dateigröße von 4 GByte schon lange nicht mehr alltagstauglich ist.

Daten schreiben: 73 MB/s
Daten lesen: 130 MB/s

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HFS+

Apples Dateisystem ist dahingegen alles andere als plattformübergreifend kompatibel; liefert aber ganz gute Ergebnisse beim Schreiben von Daten.

Daten schreiben: 98 MB/s
Daten lesen: 130 MB/s

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NTFS

Auch das Dateisystem der Windows-NT-Reihe ist nur bedingt zu anderen Betriebssystemen kompatibel; zeichnet sich aber durch eine größere Datensicherheit sowie einer maximalen Dateigröße von ca. 16 TByte aus.

So setze ich unter macOS die kommerziellen NTFS-Treiber von Tuxera ein, die auch als langsamere Open Source Variante unter dem Namen NTFS-3G verfügbar sind.

Für die kommerziellen Treiber ergeben sich, mit dem schon vom Roma bekannten Einbruch bei Lesen von Daten, folgende Werte:

Daten schreiben: 74 MB/s
Daten lesen: 85 MB/s

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exFAT

exFAT wurde von Microsoft speziell für Flash-Speicher entwickelt und ist nach wie vor mein favorisiertes Dateisystem bei USB-Sticks.

Zum einen werden Dateigrößen bis zu 512 TByte unterstützt. Zum anderen ist die Kompatibilität zu allen gängigen Betriebssystemen gegeben.

Daten schreiben: 73 MB/s
Daten lesen: 130 MB/s

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Darüber hinaus ist natürlich wieder der Speicherplatz interessant, der nach der Formatierung des 128 GB fassenden USB-Sticks zur Verfügung steht.

Legt man das von macOS zur Berechnung der Speicherkapazität verwendete Dezimalsystem (10-er Logarithmus) zugrunde, bleiben unter dem Strich sehr gute 128,03 GByte übrig. Hier kann man echt nicht meckern 👍

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Im Alltag

Da ich mich auf diese Benchmark-Tests nicht zu 100% verlassen wollte, habe ich den Stick nun schon mehrere Wochen im Alltag im Einsatz und immer mal wieder große Datenmengen hin und her kopiert.

Im Großen und Ganzen bestätigten sich hier die Werte, die ich mit dem AJA System Test beim Dateisystem exFAT ermittelt hatte.

Daten schreiben: ca. 70 MB/s
Daten lesen: ca. 130 MB/s

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Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für die 128 GB Variante des Lexar JumpDrive C20c Dual-Interface Typ-C-USB-Sticks beginnen bei knapp 60 Euro. Für die Version mit 32 bzw. 64 GB werden knapp 25 bzw. 40 Euro fällig.

Dazu gibt es eine dreijährige Garantie, was für einen USB-Stick vergleichsweise wenig ist. Andere Hersteller geben hier 10 Jahre oder sogar eine lebenslange Garantie 😐

-> http://de.lexar.com
-> https://www.idealo.de/preisvergleich

tl;dr

Rein optisch ist das Lexar JumpDrive C20c wahrlich kein Schmuckstück. Der Stick ist vergleichsweise lang und wirkt durch die beiden separaten Stecker eher klobig. Dazu stellt sich mir die Frage wie sich das flexible Kabel beim Knicken (z.B. beim Transport im Rucksack o.ä.) auf die Lebensdauer des USB-Sticks auswirkt.

Dafür überzeugen, das richtige Dateisystem vorausgesetzt, die inneren Werten. Auch wenn die in der Werbung offerierten 150 MB/s zu keinem Zeitpunkt meiner Tests erreicht wurden, ist der Wert von 130 MB/s noch recht gut und liegt nur knapp unter dem Wert des Roma. Die erreichte Schreibgeschwindigkeit von 70 bzw. bei HFS+ sogar knapp 100 MB/s ist dahingegen außerordentlich gut und in der Preisklasse der 60 Euro USB-Sticks wohl einmalig.

Des Weiteren lässt sich festhalten, dass auch der C20c beim Verwenden relativ heiß wird aber danach auch recht schnell wieder abkühlt. Die Hitze entsteht übrigens nur am USB-A Stecker, was vermuten lässt, dass dort die ganz Technik verbaut ist.

aptgetupdateDE Wertung: (8,5/10)