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Im Test: BenQ InstaShow · Kabellose Präsentationslösung

Mit der heutigen Review verirre ich mich etwas in den Businessbereich. Primär geht es um eine kabellose Hardware-Lösung für die Präsentation von Inhalten.

Wer schon mal einen Schulungsraum von innen gesehen oder einer Produktpräsentation beigewohnt hat, wird wissen, dass neben der eigentlichen Präsentation die dabei verwendete, fehlerfrei funktionierende Hardware eine gewisse Rolle für den Erfolg der Veranstaltung spielt.

Empfängt man andersherum in seinen eigenen Räumlichkeiten externen Besuch, sollten natürlich auch hier optimale Bedingungen zum Präsentieren vorherrschen. Und damit meine ich nicht, dass man zunächst Treiber installieren, Daten hin- und herkopieren oder meterlange Kabel bzw. Adapter quer durch den Raum zum potentiellen Geschäftspartner ziehen muss 😉

BenQ bietet mit InstaShow eine nicht ganz günstige aber sehr zuverlässige und zeitgemäße Präsentationslösung an, die ich in den letzten Wochen ausgiebig testen konnte.

Kurzgesagt verbirgt sich hinter InstaShow ein Plug-and-Play Präsentationssystem für kabelloses Full HD-Streaming. Mit einem Knopfdruck können bis zu 32 Teilnehmer eines Meetings Bildschirminhalte von ihrem Computer, Tablet oder Smartphone auf einem zentralen Bildschirm teilen. Da es sich um eine reine Hardwarelösung handelt, kommt das System auch komplett ohne die Installation von Software (Apps, Treiber etc.) aus.

BenQ bietet InstaShow in drei Versionen an:

  • WDC10 über einen HDMI/USB Anschluss
  • WDC10C über einen USB-C Anschluss
  • WDC20 über einen HDMI/USB Anschluss (u.a. für iOS und Android Mobile Devices geeignet)

Die ersten beiden Versionen sind nahezu identisch. Es werden bis zu 16 Teilnehmer unterstützt und es unterschiedet sich mit HDMI und USB-C lediglich die Anschlussart.

Die größere WDC20 Variante kann dahingegen besagte 32 Teilnehmer verwalten und erlaubt zusätzlich das Streaming von iOS und Android Geräten. Außerdem gibt es hier eine Splitscreen Funktionalität von bis zu 4 Teilnehmern sowie für Windows-PCs mit Touchscreen die Unterstützung von Touch-Back.

Getestet habe ich schlussendlich das USB-C Modell.

Lieferumfang WDC10C

  • 2x InstaShow Button mit USB-C
  • 1x InstaShow Host inkl. 2x Antennen und USB-Netzteil
  • 1x Cradle
  • 1x HDMI A zu HDMI A Kabel
  • 1x USB A zu USB Micro B Kabel
  • Schrauben, Befestigungsgurt, Klebeband, Papierkram…

Das Starter Kit ist mit seinen zwei Buttons also auch nur für zwei Teilnehmer ausgelegt. Hat man mehr Teilnehmer, kann man die InstaShow Buttons einzeln nachkaufen.

Inbetriebnahme

Hier muss ich BenQ ein großes Kompliment aussprechen: Plug-and-Play par ex­cel­lence!

Zunächst hatte ich die beiden mitgelieferten Antennen sowie das HDMI Kabel und Netzteil mit dem Host verbunden. Anstatt des Netzteils kann man den Strom aber auch über das mitgelieferte USB-Kabel (5V/1.5A) am Fernseher oder Beamer bereitstellen.

Anschließend verbindet man mittels HDMI Kabel den Host zum Beamer oder Fernseher. Handelt es sich um eine dauerhafte Einrichtung, kann man den Host mithilfe der beiliegenden Schrauben, dem Befestigungsgurt oder Klebeband fest an der Wand, Decke oder auch direkt am Beamer oder Fernseher fixieren.

Damit die Präsentation beginnen kann, muss man nun eigentlich nur noch den InstaShow Button mit seinem Laptop verbinden.

Sind die Buttons noch nicht mit dem Host gekoppelt (zu erkennen an der rot blinkenden LED am Button), muss man den Pairing-Knopf am Host für ca. fünf Sekunden gedrückt halten. Daraufhin blinkt am Host eine blaue LED.

Nun muss man innerhalb von zwei Minuten am Button den Mode-Knopf für fünf Sekunden gedrückt halten, was die LED am Button für ca. zehn Sekunden blau blinken lässt.

Die Kopplung war erfolgreich, sobald die LED am Button grün leuchtet. Anschließend wandert das Bild des Laptops kabellos auf den Präsentationsbildschirm.

Die Auflösung ist dabei auf maximal Full-HD (1080p) gedeckelt, was im Normalfall ausreichen sollte.

Auch Videos werden problemlos in 1080p übertragen. Damit hier keine Ruckler zu sehen sind, bietet InstaShow neben dem Präsentations- auch einen optimierten Video-Modus an, der über den Mode-Knopf am Button umgeschaltet wird.

Test-Setup

Neben einem Beamer und Fernseher habe ich als Quellen ein MacBook Pro sowie ein Dell XPS 13 verwendet, an denen jeweils ein InstaShow Button über den USB-C Anschluss verbunden war.

Sobald der Button verbunden ist, wird die Auflösung der Quell-Notebooks pixelgenau und vollautomatisch bis zu 1080p an den des Präsentationsbildschirms angepasst. Man muss sich also nicht selbst (oder gar der IT-Support) um Timings oder Auflösungseinstellungen kümmern.

Darüber hinaus hat man natürlich die Möglichkeit die Bildschirme zu synchronisieren oder zu erweitern. Das ist eine reine Einstellungssache am Quell-Notebook und hat weniger etwas mit InstaShow zu tun.

Am Mac kam beispielsweise direkt nach dem Verbinden des Buttons folgende Anzeige in der Touch Bar:

Doch wie arbeitet InstaShow mit zwei oder mehr verbundenen Quellen?

Zunächst muss man sagen, dass man anhand der LED am Present Knopf des Buttons erkennt, welches Gerät gerade das Bild überträgt.

  • blaue LED ⟶ Presenter
  • grüne LED ⟶ Idle

Das Umschalten zwischen beiden Notebooks über den Present-Knopf dauerte in meinen Tests immer jeweils ca. eine Sekunde.

Möchte man die Präsentation kurz pausieren, genügt ebenfalls ein Druck auf den Present-Knopf, dessen LED dann von blau (Presenter) auf grün (Idle) wechselt.

Die Verzögerung zwischen dem was auf dem Laptop passiert und dem was auf dem Präsentationsbildschirm ankommt, beträgt wenige Millisekunden (BenQ spricht von 200 ms). Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Entfernung zwischen Host und Buttons nicht mehr als acht Meter beträgt und vorzugsweise nichts „im Weg steht“.

Die Datenübertragung erfolgt per WLAN (802.11ac) mit einer Leistung von bis zu 400 Mps.

Zusätzliche Features sind eine automatische Wi-Fi-Kanalauswahl und ein automatisches Wiederverbinden, was Störungen oder Unterbrechungen in instabilen WLAN-Umgebungen entgegenkommt.

Sobald die Präsentation beendet ist, kann man die InstaShow Buttons rechts stilvoll in den mitgelieferten Cradle stecken.

Vorteile?!

Neben den rein praktischen Dingen wie keine zusätzlichen Kabel, keine Softwareinstallation, Plattformunabhängigkeit und sehr einfaches Handling, muss man auch die hohe Sicherheit dieser Lösung ansprechen.

Gerade im Firmeneinsatz sind sensible Daten bares Geld wert. Hier ist die Verschlüsselung bei der Datenübertragung essentiell.

Bei InstaShow werden die Daten mit AES 128 und WPA2 verschlüsselt und authentifiziert. Dazu unterstützt InstaShow HDCP, um sicherzustellen, dass alle Inhalte mit Digital Rights Management ohne Verzögerung, Fehlermeldungen oder Unterbrechungen abgespielt werden können.

Preise und Verfügbarkeit

Je nach Version beginnen die Preise für InstaShow derzeit bei 1.189,00 Euro. Die Topversion WDC20 mit dem Support für iOS und Android Geräte schlägt mit 1.599,00 Euro zu Buche.

-> https://www.benq.eu/de-de/campaign/instashow
-> https://www.idealo.de/preisvergleich/instashow

tl;dr

Ich glaube, dass die gerade genannten Vorteile von InstaShow für sich sprechen. Auch wenn ich das System nur im Kleinen mit zwei Buttons testen konnte, funktionierte alles out-of-the-Box. Das perfekt umgesetzte Plug-and-Play ist dabei sicher ein nicht ganz unentscheidender Faktor.

Wenn es etwas zu verbessern gäbe, würde ich bei den verwendeten Materialien anfangen. Ähnlich wie beim Cradle macht hochwertiges Metall doch einiges mehr her als der aktuell verwendete Kunststoff. Das trifft gerade auf die Buttons zu.

Dazu verstehe ich nicht, dass bei neuer Hardware nach wie vor veraltete USB-Micro (Strom-)Ports verwendet werden. Wenn schon USB-C, dann doch bitte auch bei allen verfügbaren Anschlüssen des Systems 😉

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Apple Support – Touch Bar Gate

Kurzes und hoffentlich letztmaliges Update zu diesem Thema:

Mein MacBook Pro ist mittlerweile repariert. Die nicht funktionale Touch Bar verrichtet wieder ihren Dienst.

Das Fehler lag wohl nicht an einem nicht angeschlossenen Kabel. Wobei man sich im Apple Store an dieser Stelle sehr bedeckt hielt.

Infolgedessen wurde wie schon angekündigt erneut das komplette Top Case samt Force Touch-Trackpad, Tastaur, Touch Bar, Akku, Teile der Lautsprechers sowie Teile der USB-C Anschlüsse getauscht.

Mal schauen wie lange das Gerät dieses Mal durchhält… 🤨

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Apple Support (again…)

Wie war das mit dem gebrannten Kind gleich noch mal?!

Auf jeden Fall habe ich gestern nach exakt einer Woche Reparaturzeit mein Macbook Pro aus dem Apple Store am Jungfernstieg wieder abgeholt. Das Display wurde wie angekündigt getauscht und funktionierte.

Daheim ist mir dann Abends auf dem Sofa aufgefallen, dass die Touch Bar nicht mehr korrekt arbeitete. Die Anzeige war zwar sichtbar und veränderte sich, es konnten aber keine virtuellen Knöpfe mehr gedrückt werden.

Aus der Touch Bar wurde quasi eine Display Bar…

Ich rief daraufhin bei Apple Care an und schilderte den Fall. Dort empfahl man mir allen Ernstes die Neuinstallation von macOS… Ich bedankte mich im Folgenden für die Inkompetenz und nahm Kontakt zum Apple Store am Jungfernstieg auf.

Dort entschuldigte man sich zunächst, denn solche Fehler sollten eigentlich durch diverse QS-Routinen nach einer jeden Reparatur vermieden werden, und vereinbarte mit mir einen erneuten Servicetermin, den ich heute in der Mittagspause wahrnahm.

Im Endeffekt ist der Mac jetzt wieder in Reparatur. Man versicherte mir allerdings, dass dieser Fall mit höchster Priorität bearbeitet wird, so dass ich ggf. noch heute bzw. spätestens morgen das Gerät wieder in den Händen halte.

Als Fehlerursache wird übrigens ein nicht angeschlossenes Kabel vermutet. Da ich aber weiterhin Probleme mit der Tastatur habe, wird sehr wahrscheinlich erneut das komplette Top Case mit Tastatur und Akku getauscht.

Kostenpunkt: exakt 397,49 Euro (zu Lasten von Apple)

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Apple Support (Teil …)

Tja, es war mal wieder soweit. Mein MacBook Pro musste dieser Tage erneut zur Reparatur in den Apple Store.

Dieses Mal war nicht die klapprige Tastatur das Problem, sondern eine komplett ausgefallene Hintergrundbeleuchtung. Das heißt im Endeffekt, dass das Display meines MBP nicht mehr funktionierte und ich zum Arbeiten oder für Backups, die vor einem Besuch an der Genius Bar dringend zu empfehlen sind, einen externen Bildschirm benötigte.

Glücklicherweise bietet Apple, wie schon für die Tastatur, auch für dieses Problem ein Serviceprogramm an, welches den Austausch des Displays nach sich zieht.

Kosten laut Rechnung: exakt 456,00 Euro, die im Rahmen der Garantie bzw. des Serviceprogramms bei Apple hängenbleiben.

Bei meiner Tastatur will man übrigens auch noch mal nachschauen, da ich auch hier immer wieder Probleme mit klemmenden Tasten habe.

Es ist dennoch alles extrem ärgerlich, da zum allem Überfluss die Servicezeiten im Apple Store Jungfernstieg aktuell zwischen 7 und 10 Werktagen liegen. Das Ganze natürlich ohne Leihgerät 🤬

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Ist Heimkino mit einer Soundbar möglich?

Bei der Wahl des Heimkinosystems hatte ich jahrelang auf ein klassisches 5.2 System gesetzt. Das waren im Grunde genommen zwei Standboxen mit integrierten Subwoofer, ein Center und zwei Rears. Befeuert wurde das System über einen A/V Receiver inkl. etlicher Meter sauber verlegter (Strom-, Lautsprecher- und Subwoofer-)Kabel.

Mit der Geburt unserer Kinder war meine Frau von den Standboxen, die ein gewisses Gefahrenpotential durch Umkippen mit sich bringen, immer weniger begeistert. Den Ausschlag zum Wechsel des System gab schlussendlich aber unser Umzug nach Hamburg.

Ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust mehr auf Kabelverlegen. Außerdem wollte ich den A/V Receiver als Schaltzentrale zwischen den angeschlossenen Geräten loswerden. Vom wirklich guten Sound abgesehen erschien es mir irgendwie nicht mehr zeitgemäß diesen klobigen Klotz, der sich auch nur schwer „tarnen“ lies, im Wohnzimmer stehen zu haben.

Dass ich mich zunächst für eine klassische Soundbar entschied, hatte zwei Gründe:

Zum einen waren die gerade genannten Voraussetzungen erfüllt. Zum anderen habe ich mich rein von den klanglichen Eigenschaften einer Soundbar im Home Entertainment Bereich bei einem guten Freund überzeugen lassen. Dort verrichtet ein Gerät von Nubert seinen Dienst. Der Raumklang ist natürlich nicht mit einem vollwertigen Surroundsystem zu vergleichen. Ich war dennoch positiv überrascht.

Ich entschied mich schließlich für die Cinebar Pro von Teufel, die ich in einer Review gegen Ende des letzten Jahres auch schon genauer vorgestellt hatte.

Neben den genannten Voraussetzungen war mir bei der Entscheidung eine Trennung zwischen Subwoofer und eigentlicher Soundbar sowie eine sehr hohe und möglichst kabellose Konnektivität wichtig. Dazu zählen neben Bluetooth und WLAN auch eine entsprechende Anzahl an HDMI-Ein- und Ausgängen.

Letzteres ist für die Kompensation des A/V Receivers relevant, wobei man hier natürlich einen HDMI-Switch oder -Splitter nachrüsten kann. Das sind aber wieder zusätzliche Geräte und man muss hier auch sehr auf die HDMI-Spezifikation achten. Was bringt es, wenn der TV Receiver oder die Soundbar ein 4K Bild mit 60 Hz und Dolby Digital liefert, der Switch oder Splitter diese Signale aber nicht verarbeiten oder weiterleiten kann?!

Die Cinebar Pro ist hier insgesamt sehr gut aufgestellt. Neben Bluetooth und WLAN samt Unterstützung von Google Cast sind vier HDMI-Eingänge in der Version 2.0 vorhanden. So kann man problemlos vier Geräte (TV-Receiver, PlayStation oder Apple TV) gleichzeitig und direkt mit der Soundbar verbinden.

Auf der Ausgangsseite findet man dahingegen nur einen HDMI-Anschluss, was für eine Großzahl an Nutzern ganz sicher ausreichend ist. Da bei mir neben dem Fernseher noch ein Beamer vorhanden ist, musste ich an dieser Stelle mit einem HDMI-Switch nachhelfen.

Dass eine Soundbar guten bis sehr guten Raumklang erzeugen kann, war ein Teil meines Fazits in der Review zu Cinebar Pro. Wer echten Surroundsound haben möchte, kann sich zu nahezu jeder etwas höherpreisigen Soundbar kleine, meist kabellose Satellitenlautsprecher dazu kaufen.

So auch zur Cinebar Pro. Hier heißen die kabellosen Satelliten schlicht Effekt und auch diese hatte ich im Rahmen einer Review schon detaillierter vorgestellt.

Aus einem 2.1 System mit durch Software simulierten Raumklang, wird ein 4.1 System mit echtem Raumklang. Ich kann echt nur jedem einmal empfehlen sich den Unterschied auf einer Messe oder in einem Showroom anzuhören. Der sprichwörtliche (Wow-)Effekt ist im Vergleich unüberhörbar.

Mit Blick auf den Geldbeutel, denn diese Systeme sind egal von welchem Hersteller nicht gerade günstig, kann ich das von Teufel angebotene Cinesystem Pro 4.1 Set, bestehend aus einer Cinebar Pro samt kabellosen Subwoofer und zwei Effekt Satelliten, nur wärmstens empfehlen.

P.S. Vielleicht einfach mal beim Newsletter anmelden. Teufel bietet in schöner Regelmäßigkeit Rabatte an, die im Endeffekt einige Hundert Euro sparen können.

Als finales Fazit lässt sich für mich festhalten, dass meine Frau wieder glücklich mit der Wahl des Heimkinosystems ist. Und das ist ja wohl das Wichtigste 😉

Nee ernsthaft: Ich habe das Cinesystem Pro 4.1 jetzt ca. sechs Monate im Einsatz und bin wirklich sehr zufrieden. Die Klangeigenschaften sind hervorragend und die Konnektivität ist sehr gut. Dazu sind Dinge wie ein Kabelmanagement sowie eine integrierte Wandhalterung nicht zu unterschätzen. Mein altes 5.2 System vermisse ich, schon alleine vom A/V-Receiver-Standpunkt aus, überhaupt nicht.

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Im Test: Apple Watch Armband aus Piñatex

Armbänder für die Apple Watch gibt es mittlerweile aus allen möglichen Materialien. Dass auch ein Material namens Piñatex dazugehört, war für mich persönlich neu.

Daher möchte ich heute in einer kleinen Review ein solches Armband vom deutschen Hersteller Mezando genauer vorstellen.

Was ist Piñatex?

Dieses Material wird aus den Blättern der Ananas gewonnen und gilt als natürliche Alternative zu Leder.

Dazu werden bei diesem Naturprodukt keine zusätzlichen Ressourcen wie Wasser, Düngemittel oder Pestizide verwendet und die Ananas Bauern verdienen sich auch noch ein kleines Zubrot. Nachhaltigkeit wird ganz groß geschrieben. Für einen besseren Eindruck findet man bei YouTube ein kurzes Video.

Erster Eindruck

Die Lieferung erfolgt in einem schlichten aber auch zum Armband sehr passenden Pappkarton.

Das Armband selbst erinnert mit seiner Struktur und auch vom Geruch her an Leder. Von der Haptik muss ich allerdings sagen, dass nicht viel vom Ledergefühl übrig bleibt. Es fühlt sich eher wie grobe Pappe an, wobei ich das gar nicht negativ meine. Es ist halt speziell und das merkt man direkt.

Die Verarbeitung meines braunen Bandes ist tadellos. Die Nähte sitzen perfekt und die feine Oberflächenstruktur gibt dem Band einen gewissen Used-Look. Die Connectoren zur Apple Watch sind aus 316 L Edelstahl gefertigt, was den hochwertigen Ersteindruck noch mal verstärkt.

Das Armband ist ca. 3 mm dick und hat insgesamt eine Länge von ca. 22 cm.

Im Alltag

Anfänglich ist das Band noch sehr steif, was im Laufe der Zeit nachlässt.

Dazu fällt auf, dass die Connectoren bei meiner Apple Watch Series 4 nicht zu 100% passgenau sind. Sie stehen im Vergleich zu Apples 44 mm Milanaise Armband (das ebenfalls Connectoren aus Edelstahl hat) minimal über. Man muss allerdings schon sehr genau hinsehen, so dass es im Alltag nicht weiter auffällt.

Etwas schade ist in diesem Zusammenhang, dass die Connectoren nicht im matten Alu-Look angeboten werden. Das wäre sicher eine Erweiterung, die das Gesamtbild mit den normalen Apple Watches aus Aluminium abrunden würde.

Das Tragegefühl ist wirklich sehr angenehm. Das ändert sich auch nicht bei den derzeit recht heißen Außentemperaturen. Das Band steckt Schweiß gut weg. Verfärbungen oder Abfärbungen konnte ich bisher nicht feststellen.

Außerdem sieht das Band sehr edel aus. Selbst meine Frau erkundigte sich danach, was schon etwas überraschend war.

Preise und Verfügbarkeit

Das Piñatex Armband kann man direkt beim Hersteller in den Varianten 38 bzw. 40 mm sowie 42 bzw. 44 mm für aktuell 69,90 Euro kaufen.

Neben der hier in der Review vorgestellten braunen Farbe, ist das Band auch noch in Weiß, Silber, Schwarz und Rot verfügbar.

-> https://mezando.com

tl;dr

Ich muss zugeben, dass ich anfangs hinsichtlich des Materials aus Ananasfasern etwas skeptisch war. Meine Befürchtungen erwiesen sich aber als völlig unbegründet.

Das Armband sieht im Alltag nicht nur sehr schick aus, sondern erwies sich gerade auch in den letzten sehr heißen Tagen als zuverlässiger und robuster Begleiter.

Wer also auf der Suche nach dem Besonderen ist oder sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander setzen möchte sollte einen Blick riskieren.

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Im Test: Teufel Effekt · Funklautsprecher-Paar für den Rear Bereich

Ende des letzen Jahres hatte ich mit der Teufel Cinebar Pro eine Soundbar für den Heimkinobereich in einer Review detaillierter vorgestellt. Der Surround Effekt wird bei diesem Gerät elektronisch erzeugt, was wirklich sehr gut funktioniert.

Für den echten Raumklang hat Teufel mit den kabellosen Effekt Lautsprechern mittlerweile neue Hardware veröffentlicht, die neben der CBPro auch mit den Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern kompatibel sind. Ob sich ein Kauf lohnt, soll die heutige Review klären.

Zunächst muss man wissen, dass der Einsatz der Teufel Effekt ggf. einen Tausch der Cinebar Pro nach sich zieht. Zumindest trifft das auf alle Geräte zu, die 2018 verkauft wurden. Hier muss vom Hersteller eine Platine getauscht werden, damit das Funksignal der Effekt reibungslos von der CBPro verarbeitet werden kann. Dieser Tausch ist für den Endanwender natürlich kostenlos. Alle 2019 gekauften Geräte sind vom Tausch nicht betroffen.

Dazu muss die Firmware der CBPro ggf. auf Version 6.2 aktualisiert werden. Die installierte Firmware erfährt man über das On-Screen-Display unter Einstellungen.

Erster Eindruck

Die Lieferung erfolgt ohne viel Tamtam in einem recht schmucklosen Karton. Im Inneren befindet sich neben den beiden Rear Lautsprechern nur noch etwas Papierkram.

Die Effekt werden in den Farben Schwarz, Weiß sowie einer Mischung aus Schwarz und Weiß angeboten. Für diesen Test habe ich mich für die schwarze Variante entschieden.

Der Gehäuseaufbau ist geschlossen. Das dabei verwendete Material ist Kunststoff, wobei das Gehäuse selber seidenmatt und das Gitter glänzend lackiert ist.

Auf der Rückseite befindet sich neben einer Status LED die integrierte Wandhalterung. Dazu kann man bei Teufel auch einen passenden Standfuß kaufen oder die Lautsprecher auf die rot gummierte Unterseite in ein Regal stellen.

Des Weiteren ist auf der Rückseite das ca. vier Meter lange Stromkabel zu finden, das unabhängig von der Farbe der Effekt immer weiß und leider auch fest im Lautsprecher integriert ist.

Links und recht neben dem Stromkabel ist ein Knopf für das initiale Pairing sowie ein Umschalter für den linken und rechten Kanal eingebaut.

Insgesamt lässt sich ein sehr positiver Ersteindruck festhalten, der durch die exzellente Verarbeitung und Haptik abgerundet wird.

Technologie

Teufel setzt beim Effekt auf ein aufwendiges 2-Wege-System mit weiter Abstrahlcharakteristik.

Verantwortlich dafür sind jeweils ein 19 mm Hoch- sowie ein 76 mm Mitteltöner, die von einem Class-D Verstärker angetrieben werden. Wer genau hinschaut, sieht die rot umrandeten Töner auch durch das Lautsprechergitter.

Der Frequenzbereich reicht von 120 bis 20.000 Hz.

Die Ausgangsleistung liegt bei 35 Watt. Die Leistungsaufnahme im Standby beträgt 0,5 Watt.

Im Alltag

Bevor es losgeht, muss man den beiden Lautsprechern einen Stereokanal zuweisen.

Da die eigentliche Signalübertragung bis zu einer Reichweite von 15 Metern kabellos erfolgt, muss man die Effekt anschließend mit der Sendeeinheit, in meinem Fall eine Cinebar Pro, verbinden.

Dazu hält man die Pairing Taste auf der Rückseite der Effekt solange gedrückt, bis die Status LED schnell weiß blinkt. Nun versetzt man den Sender (CBPro) in den Pairing Modus. Sobald sich die Geräte gefunden haben, leuchtet die Status LED der Effekt permanent weiß. Dieses Prozedere muss für den linken und rechten Lautsprecher durchgeführt werden.
Zur Kontrolle der Verbindungseinstellungen kann man seinen Blick auch auf das On-Screen-Display der CBPro am Fernseher richten.

Apropos On-Screen-Display: Hier sollte man unbedingt die Konfiguration der Lautsprecheranordnung von 2.1 auf 4.1 anpassen. Andernfalls verpufft der gewollte echte Raumklang.

Eine Ein-/Ausschaltautomatik sorgt zudem dafür, dass die Funklautsprecher aus dem Standby erwachen, sobald ein verbundener Sender (CBPro) eingeschaltet wird. Schaltet man den Sender wieder aus, kehren die Effekt kurze Zeit später automatisch in den Standby, der durch eine permanent rot leuchtende Status LED gekennzeichnet ist, zurück.

Klang

Bei der Wiedergabe werden Dolby, DTS und andere Surround- oder Stereo-Inhalte unterstützt.

Rein klanglich spielt das nun vollwertige 4.1 System noch mal in einer ganz anderen Liga. Gerade im direkten Vergleich zum 2.1 System mit simuliertem Surround Effekt wird der Unterschied deutlich. Der Sound kommt nun schlicht und ergreifend aus der richtigen Richtung. Kommt von hinten ein Auto oder spricht jemand von dort hört man das auch.

Im Alltag hat sich bei mir übrigens eine leichte Erhöhung des Pegels um vier bis fünf dB bezahlt gemacht. So kommt der Raumklang noch besser zur Geltung.

Probleme

Ich hatte in den letzten Monaten immer mal wieder mit dem Support von Teufel Kontakt. Das lag in erster Linie daran, dass ich mit Verbindungsabbrüchen im Millisekundenbereich zu kämpfen hatte, sobald jemand in direkter Linie zwischen der CBPro und den Effekt Lautsprechern stand oder saß.

Teufel konnte diesen Fehler unter Laborbedingungen leider nicht nachstellen. Dort funktionieren die Effekt sogar durch Wände hindurch. Nachdem auch ein Tausch der Hardware keine Besserung brachte, bekam ich von Teufel Besuch. Einige Messungen später stand fest, dass irgendetwas im Haus stört. Die Quelle ließ sich leider nicht zu 100% ermitteln. Das Entsorgen eines ca. 10 Jahre alten Gigaset Festnetztelefons sowie sämtlicher älterer Powerline Adapter brauchte allerdings eine leichte Besserung der Situation mit sich. Jetzt muss ich vermutlich nur noch die Wasserader finden 😉

Schlussendlich hängen die Effekt nun ca. einen Meter über dem Sofa an der Wand. Hier ist nahezu ausgeschlossen, dass jemand „manuell“ das Funksignal unterbricht.

Preise und Verfügbarkeit

Die Effekt Lautsprecher werden bei Teufel separat oder auch im Set verkauft.

Der Einzelpreis liegt bei 399,99 Euro. Das Cinesystem Pro „4.1-Set“ kostet derzeit 1.299,99 Euro; für das Ultima 40 Aktiv Surround „4.0-Set“ muss man aktuell 1.099,99 Euro auf den Tisch legen.

-> https://www.teufel.de/lautsprecher-zubehoer/effekt
-> https://www.teufel.de/soundbars/cinesystem-pro-4-1-set
-> https://www.teufel.de/heimkino/ultima-40-aktiv-surround-4-0-set

tl;dr

Schon meine Review zur Cinebar Pro zeigte deutlich, dass eine Soundbar im Heimkinobereich keine Kompromisslösung mehr sein muss.

Durch die Effekt Funklautsprecher wird das System nun noch mal deutlich aufgewertet. Filme und Serien haben durch den echten Raumklang schlicht und ergreifend eine klanglich andere Qualität, die ich persönlich nicht mehr missen möchte.

Hinzu kommen die tadellose Verarbeitung sowie das zeitlose Design. Auch kleinere Dinge wie die integrierte Wandhalterung oder die gummierte Unterseite sind kleine Gimmicks, die man schätzen lernt, sofern man diese Feature nutzt.

Bei den beschriebenen Verbindungsabbrüchen versicherte mir Teufel, dass ich mit diesem Problem mehr oder weniger alleine dastehe. Ich muss aber auch sagen, dass ich in den letzten Wochen kaum noch Schwierigkeiten hatte, was wahrscheinlich auf die erhöhten Wandmontage zurückzuführen ist.

Negativ möchte ich noch die zu grell leuchtenden Status LEDs erwähnen. Im Endeffekt sieht das aus wie zwei Kerzen, die permanent Rot oder Weiß leuchten. Für das nächste Firmwareupdate wünsche ich mir daher gedimmte oder ausschaltbare LEDs.