Permalink

MagC: MagSafe Adapter für USB-C & Thunderbolt 3

Mit BreakSafe, MagNeo, Snapnator oder dem Bolt gab es schon diverse Versuche Apple genialen Netzwerkanschluss MagSafe auf USB-C anzupassen.

Keine dieser Lösungen ist perfekt. Entweder wird zu wenig Strom geliefert, es gibt keine Videoausgabe, es können keine Daten transferiert werden, das Design ist zu klobig, man benötigt angepasste USB-C Kabel oder oder oder…

Mit MagC bin ich letzte Woche eher zufällig auf eine Kickstarter Kampagne gestoßen, die anscheinend alle diese Probleme hinter sich lässt.

Über einen magnetischen Connector sowie einem Adapter, die mit einem normalen USB-C Kabel funktionieren, werden eine Stromversorgung bis zu 100 Watt, eine Grafikausgabe bis zu 5K und ein schneller Datentransfer (u.a. Thunderbolt 3 mit bis zu 40 Gbit/s) garantiert. Damit einhergehend soll MagC zu jedem verfügbaren Dongle oder Hub (für HDMI, SD-Card, Ethernet etc.) kompatibel sein.

Hinzu kommt das vergleichsweise flache Profil des Adapters, das durch die L-Form schon extrem an das Original erinnert.

Zu schön um wahr zu sein?

Nun, ich war mal mutig und habe mich mit 29 US-Dollar für das Early Bird Ticket eingekauft. Schlauer bin ich dann im Dezember 2017, dem Zeitpunkt der angepeilten Lieferung.

-> https://www.kickstarter.com/magc

Permalink

macOS Tipp: Bildschirm über die Nachrichten App teilen

Heute mal wieder ein Tipp aus der Reihe macOS Hidden Features, an die kaum jemand denkt und das es, zumindest in diesem Fall, schon eine halbe Ewigkeit gibt.

Es geht um das Teilen des Bildschirms bzw. den Fernzugriff auf einen anderen Rechner, für den man im ersten Moment vielleicht an Apps wie TeamViewer, Skype o.ä. denkt. Möchte man eine derartige Verbindung zwischen zwei Macs herstellen, kann man auf Drittsoftware verzichten und Apples Nachrichten App nutzen.

messages-icon

Voraussetzung ist allerdings, dass die beiden teilnehmenden Personen mit einer gültigen Apple ID für iMessage angemeldet und beide Accounts aktiviert sind.

Anschließend startet man die Nachrichten App, beginnt eine neue Konversation und klickt oben rechts auf die Schaltfläche Details. Hier ist nun das Icon mit den beiden übereinanderliegenden Bildschirmen interessant, über das man für die Bildschirmfreigabe zwei Optionen angeboten bekommt.

Um Bildschirmzugriff bitten

Zum einen kann man um die Bildschirmfreigabe bitten.

Bildschirmfoto 2017-07-07 um 11.03.11_1300px 2

Bestätigt der Angefragte diese Bitte, startet die Nachrichten App einen Audioanruf, woraufhin sich ein neues Fenster öffnet, das automatisch skaliert und den Bildschirminhalt anzeigt.

Zusätzliche Optionen wie Steuerung übernehmen, Zwischenablage teilen oder das Anzeigen verschiedener verbundener Bildschirme sind über die Symbolleiste verfügbar.

Bildschirmfoto 2017-07-07 um 11.04.44-minishadow_1300px 2

Einladung zum Zugriff auf meinen Bildschirm

Natürlich gibt es auch den umgekehrten Fall, bei dem man seinen eigenen Desktop mit jemanden teilen möchte.

Daraufhin erscheint erst mal nur das bekannte Icon mit den zwei übereinander liegenden Bildschirmen in der macOS Menüleiste.

Bildschirmfoto 2017-07-07 um 11.07.00 2

Sobald der Angefragte die Einladung annimmt, wird wieder ein Audioanruf gestartet.

Da man seinen eigenen Bildschirm teilt, öffnet sich jetzt natürlich kein neues Fenster. Zusätzliche Optionen wie das Übergeben der Steuerung oder das Stummschalten des Mikrofons sind über das Menüicon verfügbar.

Bildschirmfoto 2017-07-07 um 11.07.02 2

Permalink

Review: Carcassonne · Brettspiel Klassiker für macOS (Gewinnspiel inside)

Carcassonne gehört unter iOS schon seit langer Zeit zu meinen absoluten Lieblingsspielen. Ich hatte mir auch erst daraufhin die analoge Tischversion zulegt. Das Spiel, das Konzept und die Umsetzung – ein rundes Paket.

Nun habe ich mir endlich mal die Umsetzung für macOS angesehen. Wird ja auch Zeit. Diese gibt es nämlich schon seit Ende 2015 im Mac App Store zu laden und wurde seitdem ständig verbessert und erweitert.

0

Die Version für macOS kostet derzeit 21,99 Euro und kommt gänzlich ohne In-App-Käufe aus. Im Gegensatz zur iOS-Version sind alle bisher erschienen zehn Erweiterungen direkt freigeschaltet und müssen nicht extra dazu gekauft werden.

Folgende Erweiterungen sind integriert:

  • Der Fluss + Alter Fluss
  • Wirtshäuser und Kathedralen + Deutsche Kathedralen
  • Händler und Baumeister
  • Burgfräulein und Drache
  • Phantom
  • Winter
  • Abt
  • Doppeltes Basiskartenset

1

Die Onlinespiele gegen menschliche Gegner sind das Herzstück dieses Spiels.

Nichtsdestotrotz kommt man auch als Einzelspieler auf seine Kosten, denn Carcassonne bietet einen Offline-Einzelspieler-Modus, bei dem man gegen bis zu vier (aus zehn) unterschiedlich starke Computer-Gegner antreten kann.

8

Das wird eigentlich nie langweilig, da man die Spiele jederzeit mit unterschiedlichen Kartensätzen variieren kann, die sich dann doch im strategischen Spiel deutlich unterscheiden.

Der lokale Modus ist außerdem perfekt für das schnelle Spiel für Zwischendurch.

Als Extra bietet Carcassonne zusätzlich noch einen Solitär-Modus. Das ist eine Solo-Spiel-Variante, die die Karten und das Spielfeld als eine Art Puzzlespiel nutzen. Dazu gibt es mit dem Spiel-der-Woche wöchentlich eine neue Herausforderung.

2c

Die Langzeitmotivation zieht man aber definitiv aus dem Onlinemodus.

Hier hat man die Wahl gegen Freunde oder zufällige Gegner zu spielen.

4

Das Besondere:

Onlinespiele sind plattformübergreifend und können problemlos zwischen iOS und macOS gespielt bzw. weitergespielt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass auf beiden Systemen die selben Erweiterungen vorhanden sind.

Das ist schon ziemlich cool, wenn man ein am Schreibtisch begonnenes Match direkt auf dem Nachhauseweg (Internetzugang vorausgesetzt) z.B. in der Bahn fortsetzen kann.

6

Die Musik, die Soundeffekte und die grafische Gestaltung sind mit der iOS-Version identisch. Ich persönlich finde allerdings die Übersicht, die ein großer Monitor am Mac für das Spiel bietet, extrem klasse.

Auch die Steuerung verhält sich fast wie unter iOS. Sämtliche Kartenaktionen kann man prima mit der Maus erledigen; über Shortcuts oder dem Trackpad am MacBook kann man beispielsweise auch die Karte zoomen.

9

Preise und Verfügbarkeit

Wie schon erwähnt kostet Carcassonne für den Mac mit sämtlichen verfügbaren Erweiterungen derzeit 21,99 Euro.

Zur Installation wird OS X 10.10 Yosemite oder höher vorausgesetzt.

Carcassonne
Carcassonne
Entwickler: TheCodingMonkeys
Preis: 21,99 €

Der Vollständigkeit halber sei auch die iOS-Version von Carcassonne erwähnt, die aktuell in der Grundversion 10,99 Euro kostet.

Durch die per IAP verfügbaren Erweiterungen wird es u.U. aber teurer.

Carcassonne
Carcassonne
Entwickler: TheCodingMonkeys
Preis: 10,99 €+

tl;dr

Carcassonne ist auch Mitte 2017 ein fantastisch zeitloses Spiel, mit dem man immer noch extrem viel Spaß haben kann.

Wie schon die Version für iOS, ist auch die Mac Variante makellos umgesetzt. Die gute Hilfe mit Audio-Kommentaren bietet zudem eine leichten Einstieg in das Spielprinzip.

Dazu startet das Spiel extrem flott und verbraucht gefühlt kaum Systemressourcen, so dass man es ruhig im Hintergrund laufen lassen und auf den Spielzug seiner Gegner warten kann 😉

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Der deutschen Entwickler TheCodingMonkeys hat aptgetupdateDE drei Promo Codes von Carcassonne für den Mac für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Gleam zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 17.07.2017, statt. Viel Glück!

Permalink

Vimmy · Erweiterung lässt Steuerung des Safari mit Tastatur zu

Mit Tab Options hatte ich Anfang des Jahres schon eine Extension vorgestellt, mit der man den Safari um Tastaturkürzel erweitern kann; damals ging es allerdings nur um das Arbeiten mit Tabs.

Vimmy geht einen Schritt weiter und bietet weitere Tastaturkürzel an, die die Steuerung der Browsers per Maus weitestgehend überflüssig macht.

2017-07-05 11_57_10

Terminaljunkies werden sich zudem über die Nähe der neuen Shortcuts zum Text-Editor Vim freuen 😉

So kann man beispielsweise mit den Tasten h, j, k und l nach oben, unten, links und rechts scrollen. Mit shift+g bzw. gg scrollt man auf der Webseite ganz nach unten bzw. oben. Mit f werden Elemente wie Links, Bilder oder Knöpfe getriggert, auf die man daraufhin über weitere angezeigte Shortcuts zugreifen kann. Mit shift+k bzw. shift+j kann man zwischen den Tabs vor- und zurückspringen. Mit x schließt man Tabs u.s.w.

Eine genaue Auflistung aller verfügbaren Shortcuts sowie der Quellcode sind auf der Projektseite bei GitHub zu finden.

-> https://github.com/gggritso/Vimmy.safariextension

Permalink

KeyCastr · Tastenanschläge unter macOS visualisieren

Kurzer Hinweis auf KeyCastr, einer kleinen kostenlosen Software, die einzelne Tastenanschläge und -kombinationen am Mac visualisiert darstellt.

Direkt nach der Installation, die entweder klassisch oder über Homebrew Cask erfolgen kann, muss man die App zu den Bedienungshilfen in den macOS Systemeinstellungen > Sicherheit > Privatsphäre hinzufügen.

Bildschirmfoto 2017-07-02 um 12.57.30_1300px

Anschließend kann man in den Einstellungen von KeyCastr das Erscheinungsbild des (Keystroke-)Overlays, das per default unten links am Bildschirm erscheint, anpassen und ggf. per drag-and-drop verschieben.

Man kann sich darüber hinaus auch nur die Tastenkombinationen anzeigen lassen, die die Sondertasten Command ⌘, Option ⌥ oder Control ⌃ beinhalten.

Bildschirmfoto 2017-07-02 um 14.05.34_1300px

Möchte man KeyCastr übrigens auch in iTerm oder Apples Terminal nutzen, muss man sicherstellen, dass die sichere Tastatureingabe über das jeweilige App-Menü deaktiviert bzw. dort kein Haken gesetzt ist.

2017-07-02 13_30_18

KeyCastr setzt Mac OS X 10.5 Leopard oder höher zur Installation voraus. Der Quellcode ist bei GitHub zu finden.

-> https://github.com/keycastr/keycastr

Permalink

Review: Timing 2 · Automatische Zeiterfassung und Produktivitätstracking für den Mac (Gewinnspiel inside)

Stop guessing how you spend your time and focus on doing your best work instead.

Vor knapp sechs Jahren hatte ich an dieser Stelle Timing, eine (Mac-)App zum Thema Time Tracking bzw. automatischer Zeiterfassung in einer kleinen Review vorgestellt.

Nach etlichen Alpha- und Betaversionen wurde Anfang Mai 2017 mit Timing 2 der Nachfolger final veröffentlicht.

timing2-banner-aguDE_1300px

Grundlagen

Wie bereits gesagt handelt es sich bei Timing um eine App zur automatischen Zeiterfassung. Damit richtet sich Timing hauptsächlich an Freiberufler, Selbstständige oder kleinere Unternehmen, die eine minutengenaue Abrechnung für Kundenaufträge benötigen.

Startet man Timing, läuft die App im Hintergrund und erfasst weitestgehend automatisch (manuelle Anpassungen sind möglich) alle Aktivitäten am Mac. Dabei werden die Aktivitäten automatisch kategorisiert; außerdem wird die Produktivität bewertet.

Damit dieser Ablauf reibungslos funktioniert, muss man allerdings den TimingHelper in den macOS Systemeinstellungen > Sicherheit > Privatsphäre > Bedienungshilfen zulassen.

Bildschirmfoto 2017-04-18 um 23.39.10-minishadow_1300px

Menüleisten Icon

Nachdem Timing gestartet wurde, fällt zunächst einmal ein neues Icon in der Menüleiste auf.

Dieses kleine Helferlein, das mit Timing 2 installiert und gestartet wird, ist quasi eine Miniverwaltung des eigentlichen Hauptfensters. Neben der aktuell gemessenen Produktivität, kann man die Datenerfassung pausieren, Tätigkeiten beginnen (später mehr dazu) oder auch das Hauptfenster über den Punkt Protokoll zeigen aufrufen.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 16.57.58_1300px

Hauptfenster

Das Hauptfenster teilt sich in vier separate Ansichten, die jeweils andere Funktionalitäten der App abdecken.

Bevor ich jedoch zu den einzelnen Ansichten kommen,  folgt ein kurzer Blick auf die Symbolleiste, die in allen Ansichten gleich und unveränderlich ist. Man kann hier beispielsweise die Projektliste ein- und ausblenden, neue Tätigkeiten beginnen, den Zeitraum der Protokollierung anpassen, Filter setzen oder nach bestimmten Einträgen suchen.

Übersicht

Diese Ansicht ist anfangs ziemlich leer und füllt sich erst im Laufe der Zeit.

Es handelt sich, wie der Name schon vermuten lässt, um eine Gesamtübersicht aller Aktivitäten in einem definierten Zeitraum.

Neben der Gesamtzeit oder Zeit pro Projekt pro Tag werden auch die aktivsten Wochentage bzw. Stunden, verwendete Apps sowie die Produktivität angezeigt. Zusätzlich lassen sich auch die produktivsten Wochentage und Stunden ermitteln.

Bildschirmfoto 2017-06-27 um 08.44.45-minishadow_1300px

Fährt man mit der Maus über einzelne Elemente der Säulen- bzw. Tortendiagramme werden per Overlay zusätzliche Informationen angezeigt.

Zuordnen

Diese Ansicht ist, zumindest was die richtige Konfiguration von Timing angeht, die wohl wichtigste und sollte daher mit Sorgfalt betrachtet und bearbeitet werden.

Ganz oben befindet sich, sofern man den betrachteten Zeitraum auf einen Tag eingrenzt, eine Zeitleiste, die in vier Zeilen unterteilt ist und die man, zur besseren Übersicht, mit gedrückter Cmd-Taste + Scrollen zoomen kann.

  • Zeit: Die Uhrzeit am betreffenden Tag.
  • App-Aktivität: Welche App wurde zum Zeitpunkt X verwendet.
  • Projekt: Welches Projekt wurde zum Zeitpunkt X bearbeitet.
  • Tätigkeit: Welche Tätigkeit wurde zum Zeitpunkt X ausgeführt.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 21.17.56-minishadow_1300px

Fährt man mit der Maus über die Zeitleiste, werden weitere Details zum betreffenden Zeitpunkt eingeblendet.

So war ich beispielsweise am 26.06.2017 gegen 12:30 Uhr knapp acht Minuten mit dem Schreiben einer E-Mail in MailMate beschäftigt, die im Betreff Little Snitch 4 zu stehen hatte.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 23.01.13-minishadow 2_1300px

Zum weiterem Verständnis:
Die Projektliste mit allen Projekten und Unterprojekten ist im Feld links unter der Zeitleiste zu sehen. Die einzelnen Projekte fungieren dabei quasi als eine Gruppe, der man mehrere Aktivitäten zuordnen kann. Die einzelnen Aktivitäten sind rechts neben der Projektliste in den vier Feldern Schlüsselwörter (u.a. aus dem Titel des aktiven Fensters), Webseiten, Apps und Ordner (die ja oft projektspezifisch sind) unterteilt.

Die Zuordnung der Aktivitäten zu Projekten erfolgt per drag-and-drop. Dabei ist darauf zu achten, dass jede Aktivität nur einem Projekt zugeordnet werden kann und dass einige Aktivitäten andere übergeordnet sind.

Bewege ich beispielsweise das Schlüsselwort aptgetupdatede auf das Projekt Lesen & Schreiben, werden auch korrespondierende Aktivitäten aus Webseiten, Apps und Ordner diesem Projekt zugeordnet.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 21.17.56-minishadow

Tätigkeiten sind dahingegen zusammengefasste Zeitblöcke.

So werden sämtliche in einem Zeitblock vorhandenen Aktivitäten mit einem Klick einem Projekt zugeordnet, was u.U. recht viel administrativen Aufwand spart. Außerdem kann man dem potentiellen Kunden so eine wesentlich kompaktere Auflistung seiner Arbeit geben, die nicht jede einzelne Sekunde detailliert auflistet.

Da anfangs noch keine Tätigkeiten definiert sind, liefert Timing verschiedenfarbige Vorschläge, die man entweder übernehmen oder mit click-and-drag verschieben kann.

Mit Klick auf das Plus Zeichen, das sich daraufhin in Tätigkeit hinzufügen wandelt, können Zeitblöcke als Tätigkeit definiert werden. Hier muss man dann nur noch die Beschreibung hinzufügen, das passende Projekt auswählen sowie den Start- und Endzeitpunkt festlegen.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 21.19.48-minishadow 2_1300px

Für eine automatisierte Zeiterfassung sind die bisher vorgestellten manuellen Zuordnungen der Aktivitäten natürlich keine Lösung; erst recht nicht, wenn man sich täglich damit aufs Neue auseinander setzen muss.

Daher gibt es in Timing Regeln, die diese Zuordnung bzw. Kategorisierung von Aktivitäten in Projekten automatisch vornehmen.

Zur Erstellung von Regeln muss man während des für die Zuordnung von Aktivitäten bereits bekannten drag-and-drops die Options-Taste drücken. Dazu sollte man im Hinterkopf behalten, dass sich Apps, die i.d.R. von mehreren Projekten genutzt werden, für Regeln weniger eignen. Daher sollte man bei den Regeln eher auf die Schlüsselwörter, Webseiten und Ordner setzen.

Möchte man die Regeln bearbeiten oder einfach nur ansehen, genügt in der Projektliste ein Doppelklick auf den Projektnamen. Neben dem Ändern des Projektnamens, dem Anpassen der Farbe, der Bewertung der Produktivität oder dem Definieren von Schlüsselwörtern ist hier insbesondere der Regel-Editor interessant. Hier sind jene Regeln hinterlegt, die man zuvor mit gedrückter Options-Taste und drag-and-drop Aktionen erzeugt hat. Dazu kann man hier natürlich auch eigene Regeln erstellen, die daraufhin automatisch befolgt werden.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 23.14.55 2_1300px

Sollte es übrigens bei der Abarbeitung der automatischen Regeln zu Konflikten kommen (z.B. eine Aktivität ist zwei Projekten zugeordnet), gewinnt das Projekt mit der höchsten Priorität. Diese lässt sich in der Regel-Reihenfolge in den Einstellungen von Timing festlegen.

Neu erstellte Projekte haben außerdem immer die höchste Priorität.

Bildschirmfoto 2017-06-30 um 15.34.26-minishadow

Details

Diese Ansicht zeigt ähnliche Informationen wie die Zuordnen-Ansicht an; nur detaillierter.

So kann man beispielsweise genau nachvollziehen wann man welche Datei für wie lange bearbeitet oder welche Webseite man wann, wie lange und mit welchem Browser betrachtet hat.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 23.03.08-minishadow_1300px

Wie schon bei der Zuordnen-Ansicht gilt auch hier: die Zeitleiste wird ausgeblendet, sobald mehr als ein Tag beim betrachteten Zeitraum ausgewählt ist.

Berichte

Diese Ansicht ist beispielsweise für die Abrechnung von Kundenaufträgen interessant; wobei Timing direkt keine Rechnungen erstellen.

Es geht hier vielmehr um die Lieferung von aufbereiteten Daten. Über verschiedene Voreinstellungen wie Stundenzettel, Wöchentliche Zusammenfassung, Ultra-Detailliert oder Zeit pro App bzw. pro Dokument kann man seine Daten als Excel-, CSV-, PDF- oder HTML-Datei exportieren.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 23.06.23-minishadow_1300px

Sonstiges

Bisher sind alle Aktivitäten eineindeutig in Projekten kategorisiert, was die Frage nach dem Woran man gearbeitet hat klärt. Möchte man auch die Frage nach den verwendeten Apps, also nach dem Wie man gearbeitet hat beantwortet haben, kommen Filter ins Spiel.

Eine Reihe an vordefinierten Filtern, die App-Aktivitäten nach der Art der Aktivität kategorisieren, können über die Symbolleiste ausgewählt und auf Doppelklick bearbeitet werden; natürlich können auch neue Filter erstellt werden.

Da Filter ausschließlich App-Aktivitäten beinhalten, die den Schlüsselwörtern oder Regeln entsprechen, kann man auf diese Art und Weise projektübergreifend sehr einfach feststellen wie viel Zeit man beispielsweise zum Editieren von Bildern im Zeitraum X benötigt hat.

Bildschirmfoto 2017-06-30 um 15.54.25-minishadow_1300px

Hin und wieder kann es vorkommen, dass man seine Zeit manuell erfassen muss. Auch das ist mit Timing möglich.

Über das Menüleisten Icon kann man auf Klick, unter Angabe einer Beschreibung, eines Projektes und der geschätzten Dauer, eine neue Tätigkeit beginnen. Sobald die geschätzte Dauer abgelaufen ist, fragt Timing, ob man weiterhin an der Tätigkeit arbeitet.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 22.57.41_1300px

Darüber hinaus gibt es im Menüleisten Icon eine Option namens Bei Abwesenheit nach Aktivität fragen.

Das ist recht praktisch um Mittagspausen, Meetings, Offlinezeiten oder einfach nur die Abwesenheit vom Mac mit wenigen Klicks zu erfassen.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 22.57.07_1300px

Des Weiteren unterstützt Timing AppleScript.

So lassen sich per Script Aktivitäten, Projekte oder Tätigkeiten aus Toggl, Tyme, OmniFocus, Things oder Apples Kalender in Timing 2 importieren. Auch ein Import entsprechender Daten aus der ersten Version von Timing ist möglich.

Einstellungen

In den allgemeinen Einstellungen kann man die Uhrzeit festlegen, bei der für Timing ein neuer Tag beginnt.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 17.14.56-minishadow_1300px

Zusätzlich kann man einen Grenzwert für das Kombinieren von kurzen Aktivitäten festlegen und die Zeit der Erfassung auf nur einige Stunden am Tag eingrenzen.

Außerdem gibt es noch eine Sperrliste, die bei Bedarf verschiedene Aktivitäten (Schlüsselworte, Webseiten, Apps oder Ordner) von der Zeiterfassung ausschließt.

Bildschirmfoto 2017-06-26 um 17.15.01-minishadow_1300px

Preise und Verfügbarkeit

Timing 2 wird im Gegensatz zu seinem Vorgänger nur noch direkt verkauft. Das Preismodell ist dreistufig und beginnt, je nach Funktionsumfang und Anzahl der lizensierten Macs, bei 29 Euro. Die funktional allumfassende Expert-Version schlägt mit 79 Euro zu Buche.

Wichtig:
Eine Lizenz beinhaltet 12 Monate kostenlose Updates. Danach funktioniert die App natürlich weiter, wird allerdings nicht mehr mit Updates versorgt. Ist das gewünscht, muss jährlich eine Update-Lizenz für 19€/29€/49€ nachgekauft werden.
Darüber hinaus wird auch eine “Premium Supporter’s Edition” von Timing 2 angeboten, die von dieser Einschränkung ausgenommen ist und lebenslange kostenlose Updates mit sich bringt. Wer daran Interesse hat, muss die Entwickler kontaktieren.

Außerdem wird Timing 2 auch über den hier schon vorgestellten alternativen App Store Setapp angeboten. Bei der dort verfügbaren Version handelt es sich um die Expert-Version, die, solange man für das Abo zahlt, ebenfalls keine Einschränkungen bei den Updates hat.

In jedem Fall wird OS X 10.11 El Captitan oder höher zur Installation vorausgesetzt. Zum kostenlosen Ausprobieren steht außerdem eine Demo bereit.

-> https://timingapp.com

tl;dr

Sollte man auch nur einen Funken Interesse am detaillierten Erfassen der eigenen Arbeitszeit haben, ist Timing 2 definitiv eine App, die man sich anschauen muss.

Die App läuft unaufgeregt im Hintergrund und hilft durch selbst konfigurierte Regeln beim automatischen Tracken der Zeit.

Wenn es überhaupt etwas zu meckern gibt, dann sind es sehr selten auftretende Grafik-Glitches oder das Fehlen der führenden Nullen bzw. vierstelligen Jahreszahl beim Datum. Auch das Fehlen korrespondierender mobiler Apps für iOS oder Android muss bemängelt werden 😉

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Der Münchner Entwickler Daniel Alm hat aptgetupdateDE drei Expert-Lizenzen (mit 12 Monaten kostenlosen Updates) von Timing 2 für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Gleam zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 10.07.2017, statt. Viel Glück!

Permalink

macOS Tipp: Webseitenvorschau im Safari oder in Mail per Multi-Touch-Geste

Heute mal wieder ein Tipp aus dem Bereich Webbrowser, genau gesagt dem Safari.

Beim Lesen von Artikeln im Web kommt irgendwann jeder einmal an dem Punkt, an dem man eingebettete Links aus Gründen wie Ablenkung u.ä. nicht anklicken möchte. Der Safari und auch Apple Mail bieten unter macOS mittels definierbarer Multi-Touch-Geste eine Webseitenvorschau, die dieser Problematik geschickt entgegenwirkt.

Bildschirmfoto 2017-06-27 um 22.16.49-minishadow_1300px

Zunächst muss man allerdings in den macOS Systemeinstellungen > Trackpad > Zeigen und Klicken unter dem Punkt Nachschlagen & Datenerkennung die entsprechende Multi-Touch-Geste identifizieren.

Bei den neueren Force Touch-Trackpads mit haptischen Feedback handelt es sich per default um einen kräftigen Klick mit einem Finger; bei älteren Touchpads ist es i.d.R. eine Drei-Finger-Tab-Geste.

Wendet man diese Geste nun auf einen Link im Safari oder auch in Apple Mail an, wird ein Vorschaufenster generiert, das die dahinter legende Webseite ohne große Ablenkung vom eigentlichen Artikel anzeigt.

2017-06-27 22_07_55