Permalink

Review: WISO steuer: 2019 für den Mac · Steuererklärung 2018

Auch wenn ich mit der Einkommensteuererklärung dieses Jahr recht spät dran bin, möchte ich heute in guter Tradition einen kurzen Blick auf das diesjährige WISO steuer: 2019 für macOS werfen.

Darüber hinaus erfolgt auch ein Blick in die Vergangenheit, denn ich persönlich setzte WISO steuer seit seiner ersten Version für den Mac, die Ende 2011 veröffentlicht wurde, ein.

Neben der Einkommensteuererklärung für 2018 können mit diesem Tool auch eine ganze Reihe weiterer Erklärungen bearbeitet werden. Eine Übersicht bietet der nachfolgende Screenshot.

Dazu gibt es auch wieder sehr umfangreiche Hilfen.

So zum Beispiel den von mir sehr geschätzten Interviewmodus, der in einer Art Frage- und Antwortspiel durch die Steuererklärung führt. Aber auch zahlreiche Steuerspartipps, Rechtsquellen, Musterfälle, Planspiele, einen Steuerklassenrechner und über 150 Erklär- und Verständnisvideos zählen dazu.

Ganz hilfreich ist auch wieder das Datenimport mittels vorausgefüllter Steuererklärung oder anderen unterstützten Finanzsoftwaren.

Außerdem gibt es auch wieder die sogenannte steuer:Automatik. Hierzu ist allerdings ein Benutzer-Account beim deutschen Entwickler Buhl Data Service GmbH erforderlich.

Hinter diesem Service verbergen sich mit steuer:Abruf, steuer:Banking und steuer:Versand drei kleine Helferlein, die sehr viel Arbeit einsparen können. Das fängt beim automatischen Abruf von Daten an, geht über das Erfassen wichtiger Buchungen vom Girokonto bis zur Abgabe der Steuererklärung beim Finanzamt.

Neuerungen von WISO steuer:Mac 2019

Hier sind in erster Linie natürlich die steuerlichen Veränderungen für das Steuerjahr 2018 zu nennen. Neber einer verlängerten Abgabefrist bis zum 31.07. des Folgejahres zählen hier auch Dinge wie ein gestiegener steuerfreier Grundfreibetrag, höhere Zulagen für Riesterverträge, mehr Kindergeld oder Änderungen der Grenzen bei der Anschaffung geringwertiger Wirtschaftsgüter dazu.

Des Weiteren gab es Anpassungen bei der Bedienung und dem Design der App.

Alt alter WISO-Hase fällt mir hier sofort die neue, sehr viel aufgeräumtere Symbolleiste sowie der nun unterstützte Dark-Mode von macOS ins Auge.

Dazu wurden Eingabemasken, die Darstellung des Informationszentrums oder Filterfunktionen überarbeitet. Auch die steuer:Automatik wurde einmal durchgepustet, so dass der ganze Ablauf noch runter ist.

Die dritte und letzte Neuerung betrifft das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens.

Im Grunde genommen möchte man der fortschreitenden technischen Entwicklung Rechnung tragen, indem man den IT-Einsatz und die elektronische Kommunikation mit dem Finanzamt weiter ausbaut.

Auf diesem Gebiet ist seit 2017 sehr viel unter der Haube von WISO steuer passiert. Aber auch für 2018 gibt es Verbesserungen hinsichtlich der automationsgestützten Bearbeitung, der Bekanntgabe des Steuerbescheids mittels Datenabruf oder der Festsetzung eines Verspätungszuschlags.

Preise und Verfügbarkeit

Wie schon bei seinen Vorgängerversionen wird auch WISO steuer:Mac 2019 über den Mac App Store, Amazon, im Einzelhandel und vom Entwickler direkt verkauft.

Die Preise beginnen bei ca. 20 Euro; variieren aber auch sehr stark, so dass eine kleine Recherche bei allen verfügbaren Quellen definitiv lohnend ist. In jedem Fall kann man den bezahlten Preis von der Steuer absetzen.

Zum unverbindlichen Ausprobieren steht darüber hinaus eine kostenlose Testversion bereit. Zur Installation wird OS X 10.10 Yosemite oder neuer vorausgesetzt.

WISO steuer: 2019
WISO steuer: 2019
Preis: 24,99 €

Eine Lizenz von WISO steuer:Mac 2019 erlaubt übrigens die Abgabe von bis zu fünf Steuererklärungen. Dazu ist die Nutzung bzw. Abgabe der Steuererklärung über steuer:Web sowie den mobilen Apps für iOS (iPad only) und Android inbegriffen und muss nicht extra bezahlt werden.

Zur Installation auf dem iPad wird iOS 9 bzw. für Android die Version 5.0 oder neuer vorausgesetzt. Möchte man ausschließlich die mobilen Apps nutzen, wird die Abgabe der Steuererklärung mit ELSTER über einen In-App Kauf freigeschaltet.

WISO steuer:App 2019
WISO steuer:App 2019
Preis: Kostenlos+
WISO steuer:App 2019
WISO steuer:App 2019
Preis: Kostenlos+

tl;dr

Da ich meine Steuererklärung in der Regel selbst mache, ist WISO steuer für mich ein unverzichtbares Werkzeug im Kampf mit dem Steuerdschungel geworden. Gerade die umfangreichen Hilfen und Steuertipps sind extrem nützlich, um auch noch den letzten Cent vom Finanzamt zurückzubekommen.

Auch die kleinen Änderungen am Design fallen positiv ins Gewicht. Man könnte fast meinen vor einer richtigen Mac-App zu sitzen 😉

Auf negativer Seite muss ich nach wie vor die Performance erwähnen. Es dauert leider immer ein paar Sekunden bis zum Maskenwechsel oder wenn man die Hilfefunktionen aufruft.

Schlussendlich ist aber das Ergebnis entscheidend und hier punktet WISO steuer erneut auf ganzer Linie. Daher gibt es auch wieder eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Permalink

Im Test: Apple Watch Armband aus Piñatex

Armbänder für die Apple Watch gibt es mittlerweile aus allen möglichen Materialien. Dass auch ein Material namens Piñatex dazugehört, war für mich persönlich neu.

Daher möchte ich heute in einer kleinen Review ein solches Armband vom deutschen Hersteller Mezando genauer vorstellen.

Was ist Piñatex?

Dieses Material wird aus den Blättern der Ananas gewonnen und gilt als natürliche Alternative zu Leder.

Dazu werden bei diesem Naturprodukt keine zusätzlichen Ressourcen wie Wasser, Düngemittel oder Pestizide verwendet und die Ananas Bauern verdienen sich auch noch ein kleines Zubrot. Nachhaltigkeit wird ganz groß geschrieben. Für einen besseren Eindruck findet man bei YouTube ein kurzes Video.

Erster Eindruck

Die Lieferung erfolgt in einem schlichten aber auch zum Armband sehr passenden Pappkarton.

Das Armband selbst erinnert mit seiner Struktur und auch vom Geruch her an Leder. Von der Haptik muss ich allerdings sagen, dass nicht viel vom Ledergefühl übrig bleibt. Es fühlt sich eher wie grobe Pappe an, wobei ich das gar nicht negativ meine. Es ist halt speziell und das merkt man direkt.

Die Verarbeitung meines braunen Bandes ist tadellos. Die Nähte sitzen perfekt und die feine Oberflächenstruktur gibt dem Band einen gewissen Used-Look. Die Connectoren zur Apple Watch sind aus 316 L Edelstahl gefertigt, was den hochwertigen Ersteindruck noch mal verstärkt.

Das Armband ist ca. 3 mm dick und hat insgesamt eine Länge von ca. 22 cm.

Im Alltag

Anfänglich ist das Band noch sehr steif, was im Laufe der Zeit nachlässt.

Dazu fällt auf, dass die Connectoren bei meiner Apple Watch Series 4 nicht zu 100% passgenau sind. Sie stehen im Vergleich zu Apples 44 mm Milanaise Armband (das ebenfalls Connectoren aus Edelstahl hat) minimal über. Man muss allerdings schon sehr genau hinsehen, so dass es im Alltag nicht weiter auffällt.

Etwas schade ist in diesem Zusammenhang, dass die Connectoren nicht im matten Alu-Look angeboten werden. Das wäre sicher eine Erweiterung, die das Gesamtbild mit den normalen Apple Watches aus Aluminium abrunden würde.

Das Tragegefühl ist wirklich sehr angenehm. Das ändert sich auch nicht bei den derzeit recht heißen Außentemperaturen. Das Band steckt Schweiß gut weg. Verfärbungen oder Abfärbungen konnte ich bisher nicht feststellen.

Außerdem sieht das Band sehr edel aus. Selbst meine Frau erkundigte sich danach, was schon etwas überraschend war.

Preise und Verfügbarkeit

Das Piñatex Armband kann man direkt beim Hersteller in den Varianten 38 bzw. 40 mm sowie 42 bzw. 44 mm für aktuell 69,90 Euro kaufen.

Neben der hier in der Review vorgestellten braunen Farbe, ist das Band auch noch in Weiß, Silber, Schwarz und Rot verfügbar.

-> https://mezando.com

tl;dr

Ich muss zugeben, dass ich anfangs hinsichtlich des Materials aus Ananasfasern etwas skeptisch war. Meine Befürchtungen erwiesen sich aber als völlig unbegründet.

Das Armband sieht im Alltag nicht nur sehr schick aus, sondern erwies sich gerade auch in den letzten sehr heißen Tagen als zuverlässiger und robuster Begleiter.

Wer also auf der Suche nach dem Besonderen ist oder sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander setzen möchte sollte einen Blick riskieren.

Permalink

Im Test: Teufel Effekt · Funklautsprecher-Paar für den Rear Bereich

Ende des letzen Jahres hatte ich mit der Teufel Cinebar Pro eine Soundbar für den Heimkinobereich in einer Review detaillierter vorgestellt. Der Surround Effekt wird bei diesem Gerät elektronisch erzeugt, was wirklich sehr gut funktioniert.

Für den echten Raumklang hat Teufel mit den kabellosen Effekt Lautsprechern mittlerweile neue Hardware veröffentlicht, die neben der CBPro auch mit den Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern kompatibel sind. Ob sich ein Kauf lohnt, soll die heutige Review klären.

Zunächst muss man wissen, dass der Einsatz der Teufel Effekt ggf. einen Tausch der Cinebar Pro nach sich zieht. Zumindest trifft das auf alle Geräte zu, die 2018 verkauft wurden. Hier muss vom Hersteller eine Platine getauscht werden, damit das Funksignal der Effekt reibungslos von der CBPro verarbeitet werden kann. Dieser Tausch ist für den Endanwender natürlich kostenlos. Alle 2019 gekauften Geräte sind vom Tausch nicht betroffen.

Dazu muss die Firmware der CBPro ggf. auf Version 6.2 aktualisiert werden. Die installierte Firmware erfährt man über das On-Screen-Display unter Einstellungen.

Erster Eindruck

Die Lieferung erfolgt ohne viel Tamtam in einem recht schmucklosen Karton. Im Inneren befindet sich neben den beiden Rear Lautsprechern nur noch etwas Papierkram.

Die Effekt werden in den Farben Schwarz, Weiß sowie einer Mischung aus Schwarz und Weiß angeboten. Für diesen Test habe ich mich für die schwarze Variante entschieden.

Der Gehäuseaufbau ist geschlossen. Das dabei verwendete Material ist Kunststoff, wobei das Gehäuse selber seidenmatt und das Gitter glänzend lackiert ist.

Auf der Rückseite befindet sich neben einer Status LED die integrierte Wandhalterung. Dazu kann man bei Teufel auch einen passenden Standfuß kaufen oder die Lautsprecher auf die rot gummierte Unterseite in ein Regal stellen.

Des Weiteren ist auf der Rückseite das ca. vier Meter lange Stromkabel zu finden, das unabhängig von der Farbe der Effekt immer weiß und leider auch fest im Lautsprecher integriert ist.

Links und recht neben dem Stromkabel ist ein Knopf für das initiale Pairing sowie ein Umschalter für den linken und rechten Kanal eingebaut.

Insgesamt lässt sich ein sehr positiver Ersteindruck festhalten, der durch die exzellente Verarbeitung und Haptik abgerundet wird.

Technologie

Teufel setzt beim Effekt auf ein aufwendiges 2-Wege-System mit weiter Abstrahlcharakteristik.

Verantwortlich dafür sind jeweils ein 19 mm Hoch- sowie ein 76 mm Mitteltöner, die von einem Class-D Verstärker angetrieben werden. Wer genau hinschaut, sieht die rot umrandeten Töner auch durch das Lautsprechergitter.

Der Frequenzbereich reicht von 120 bis 20.000 Hz.

Die Ausgangsleistung liegt bei 35 Watt. Die Leistungsaufnahme im Standby beträgt 0,5 Watt.

Im Alltag

Bevor es losgeht, muss man den beiden Lautsprechern einen Stereokanal zuweisen.

Da die eigentliche Signalübertragung bis zu einer Reichweite von 15 Metern kabellos erfolgt, muss man die Effekt anschließend mit der Sendeeinheit, in meinem Fall eine Cinebar Pro, verbinden.

Dazu hält man die Pairing Taste auf der Rückseite der Effekt solange gedrückt, bis die Status LED schnell weiß blinkt. Nun versetzt man den Sender (CBPro) in den Pairing Modus. Sobald sich die Geräte gefunden haben, leuchtet die Status LED der Effekt permanent weiß. Dieses Prozedere muss für den linken und rechten Lautsprecher durchgeführt werden.
Zur Kontrolle der Verbindungseinstellungen kann man seinen Blick auch auf das On-Screen-Display der CBPro am Fernseher richten.

Apropos On-Screen-Display: Hier sollte man unbedingt die Konfiguration der Lautsprecheranordnung von 2.1 auf 4.1 anpassen. Andernfalls verpufft der gewollte echte Raumklang.

Eine Ein-/Ausschaltautomatik sorgt zudem dafür, dass die Funklautsprecher aus dem Standby erwachen, sobald ein verbundener Sender (CBPro) eingeschaltet wird. Schaltet man den Sender wieder aus, kehren die Effekt kurze Zeit später automatisch in den Standby, der durch eine permanent rot leuchtende Status LED gekennzeichnet ist, zurück.

Klang

Bei der Wiedergabe werden Dolby, DTS und andere Surround- oder Stereo-Inhalte unterstützt.

Rein klanglich spielt das nun vollwertige 4.1 System noch mal in einer ganz anderen Liga. Gerade im direkten Vergleich zum 2.1 System mit simuliertem Surround Effekt wird der Unterschied deutlich. Der Sound kommt nun schlicht und ergreifend aus der richtigen Richtung. Kommt von hinten ein Auto oder spricht jemand von dort hört man das auch.

Im Alltag hat sich bei mir übrigens eine leichte Erhöhung des Pegels um vier bis fünf dB bezahlt gemacht. So kommt der Raumklang noch besser zur Geltung.

Probleme

Ich hatte in den letzten Monaten immer mal wieder mit dem Support von Teufel Kontakt. Das lag in erster Linie daran, dass ich mit Verbindungsabbrüchen im Millisekundenbereich zu kämpfen hatte, sobald jemand in direkter Linie zwischen der CBPro und den Effekt Lautsprechern stand oder saß.

Teufel konnte diesen Fehler unter Laborbedingungen leider nicht nachstellen. Dort funktionieren die Effekt sogar durch Wände hindurch. Nachdem auch ein Tausch der Hardware keine Besserung brachte, bekam ich von Teufel Besuch. Einige Messungen später stand fest, dass irgendetwas im Haus stört. Die Quelle ließ sich leider nicht zu 100% ermitteln. Das Entsorgen eines ca. 10 Jahre alten Gigaset Festnetztelefons sowie sämtlicher älterer Powerline Adapter brauchte allerdings eine leichte Besserung der Situation mit sich. Jetzt muss ich vermutlich nur noch die Wasserader finden 😉

Schlussendlich hängen die Effekt nun ca. einen Meter über dem Sofa an der Wand. Hier ist nahezu ausgeschlossen, dass jemand „manuell“ das Funksignal unterbricht.

Preise und Verfügbarkeit

Die Effekt Lautsprecher werden bei Teufel separat oder auch im Set verkauft.

Der Einzelpreis liegt bei 399,99 Euro. Das Cinesystem Pro „4.1-Set“ kostet derzeit 1.299,99 Euro; für das Ultima 40 Aktiv Surround „4.0-Set“ muss man aktuell 1.099,99 Euro auf den Tisch legen.

-> https://www.teufel.de/lautsprecher-zubehoer/effekt
-> https://www.teufel.de/soundbars/cinesystem-pro-4-1-set
-> https://www.teufel.de/heimkino/ultima-40-aktiv-surround-4-0-set

tl;dr

Schon meine Review zur Cinebar Pro zeigte deutlich, dass eine Soundbar im Heimkinobereich keine Kompromisslösung mehr sein muss.

Durch die Effekt Funklautsprecher wird das System nun noch mal deutlich aufgewertet. Filme und Serien haben durch den echten Raumklang schlicht und ergreifend eine klanglich andere Qualität, die ich persönlich nicht mehr missen möchte.

Hinzu kommen die tadellose Verarbeitung sowie das zeitlose Design. Auch kleinere Dinge wie die integrierte Wandhalterung oder die gummierte Unterseite sind kleine Gimmicks, die man schätzen lernt, sofern man diese Feature nutzt.

Bei den beschriebenen Verbindungsabbrüchen versicherte mir Teufel, dass ich mit diesem Problem mehr oder weniger alleine dastehe. Ich muss aber auch sagen, dass ich in den letzten Wochen kaum noch Schwierigkeiten hatte, was wahrscheinlich auf die erhöhten Wandmontage zurückzuführen ist.

Negativ möchte ich noch die zu grell leuchtenden Status LEDs erwähnen. Im Endeffekt sieht das aus wie zwei Kerzen, die permanent Rot oder Weiß leuchten. Für das nächste Firmwareupdate wünsche ich mir daher gedimmte oder ausschaltbare LEDs.

Permalink

HDMI Switch vs. HDMI Splitter

In meiner Review zur Cinebar Pro sagte ich bereits, dass eine Soundbar bei mir auch einen A/V-Receiver komplett ersetzen muss.

Die vier HDMI-Eingänge der CB Pro sollten im Normalfall ausreichen, um einen TV-Receiver, eine Spielkonsole, eine Set-Top-Box o.ä. zu verbinden. Problemtisch war in meinem Fall der eine HDMI-Ausgang. Hier musste ich mich zunächst für den Fernseher ODER Beamer entscheiden. Um an dieser Stelle nicht ständig mit den Kabeln jonglieren zu müssen, möchte ich mit einem HDMI Switch sowie HDMI Splitter zwei Problemlöser kurz vorstellen.

Schaut man sich beispielsweise bei Amazon um, wird man von der Vielzahl der verfügbaren Geräte erschlagen. Um die Auswahl etwas einzuschränken, muss man sich also vorher ein paar Gedanken um die genauen Anforderungen machen:

  • Wie viele Anschlüsse braucht man?
  • Ist 4K bzw. UHD wichtig? Wenn ja mit 30 oder 60 Hz?
  • Was ist mit 3D und/oder HDR?
  • Wird ARC/CEC unterstützt?
  • Wird HDCP unterstützt?
  • Wie lang dürfen die Kabel maximal sein?
  • Braucht man ein externes Netzteil?

HDMI Switch

Beim Switch habe ich mich für ein Gerät von Aukey (Modell HA-H04) entschieden. Dieser 2 zu 1 Umschalter hat einen Eingang (Soundbar) und zwei Ausgänge (TV, Beamer). Da das Ganze außerdem bidirektional funktioniert, kann man auch zwei Eingänge (Set-Top-Box, Spielkonsole) auf einem Ausgang (TV) bündeln.

Dazu ist der Switch mit gerade mal 49 x 20 x 52 mm (B x H x T) bei 75 g vergleichsweise klein, funktioniert passiv (also ohne Netzteil), unterstützt ARC/CEC, HDCP sowie Auflösungen bis 4K (das aber nur bis 30 Hz).

Das Umschalten der Ein- bzw. Ausgänge muss leider per Hand erfolgen. Ein automatisches Schalten wird nicht unterstützt. Eine Fernbedienung gibt es ebenfalls nicht.
Stattdessen muss man mittig auf dem Switch eine Taste drücken. Der aktuell geschaltete Ein- bzw. Ausgang wird durch eine blau leuchtende LED identifiziert.

-> https://www.aukey.com/products/bi-directional-hdmi-switch-ha-h04

HDMI Splitter

Durch einen recht miesen Fehler bei der Firmware des Entertain Receivers der Telekom (Stichwort: HDCP-Handshake) wurde ich mehr oder weniger dazu gezwungen den Switch auszutauschen.

Die Wahl fiel dieses Mal auf einen Splitter von Mondpalast. Dieser funktioniert nur in eine Richtung und hat einen Eingang (Soundbar) sowie zwei Ausgänge (TV, Beamer).

Der Splitter ist geringfügig größer und schwerer als der Switch von Aukey. Der große Unterschied liegt allerdings in der Funktionsweise.
Während der Switch das Bild immer nur auf einem geschalteten Ausgang anzeigen kann, spaltet der Splitter das Bildsignal auf. So wird das Bild immer auf beiden Ausgängen gleichzeitig angezeigt, was das (manuelle) Umschalten überflüssig macht.

Durch ein etwas älteres HDMI-Protokoll werden zudem aktuelle HDCP-Signale gefiltert, was mir beim eingangs erwähnten Problem mit Entertain TV, das mittlerweile Magenta TV heißt, sehr entgegenkam. Dafür muss man allerdings auf ARC/CEC verzichten und sich mit der normalen HD-Auflösung (1080p) begnügen. Außerdem wird ein Netzteil für den Betrieb des Splitters vorausgesetzt.

-> https://www.amazon.de/dp/B00FECY0CI

Insgesamt muss man also einige pros and cons gegeneinander abwägen.

Ich persönlich setzte wieder auf den Switch. Zum einen hat die Telekom den Bug im Receiver mittlerweile repariert. Zum anderen sind Komfortfunktionen wie ARC/CEC dann doch wichtiger als das Aushebeln irgendeines Kopieschutzes.

Permalink

Im Test: Teufel Cinebar Pro · High-End Soundbar

Die letzten Jahre hat bei mir ein 5.2 Lautsprecherset für das cineastische Wohlbefinden vor dem Fernseher gesorgt. Durch meinen Umzug vor ein paar Monaten ist mir dann mal wieder bewusst geworden was für ein Aufwand alleine in der Verkabelung dieses Surround-Systems steckt.

Aus Bequemlichkeit und auch einer gewissen Portion Neugier entschied ich mich daraufhin gegen das alte Set und für eine Soundbar. Die Wahl fiel natürlich auf den Berliner Hersteller Teufel, von dem ich heute die Cinebar Pro detaillierter vorstellen möchte.

Die Cinebar Pro wurde bereits auf der IFA 2017 gezeigt und ist seit gut zwei Monaten mitsamt des kabellosen Aktiv-Subwoofers T10 zum Preis von knapp 1.300 Euro (UVP) offiziell verfügbar.

Lieferumfang

  • Soundbar CB Pro SB
  • Stromkabel
  • Fernbedienung für CB Pro SB
  • T10 Subwoofer

Erster Eindruck

Die Lieferung erfolgte in zwei recht großen und verhältnismäßig schweren Paketen. Gerade von der Größe der Soundbar war ich persönlich überrascht aber so ein Gerät wirkt auf einer Messe oder im Showroom dann doch immer etwas anders als im heimischen Wohnzimmer 😉

Bei der Verarbeitung erfüllen beide Geräte höchste Maßstäbe. Die Haptik ist exzellent.

Das Gehäuse der CB Pro besteht aus gebürsteten Aluminium. Beim T10 Subwoofer wird ein stabiler MDF-Gehäuseaufbau mit Innenverstrebungen verwendet.

Die Bedienelemente an der Front (Lautstärke, Power & Quellenwahl) sind meiner Meinung nach vom Druckpunkt her etwas zu fest. Mittig findet sich noch ein ca. 8 x 2 cm großes Punktmatrix-Display, das während des Betriebes auch gedimmt oder deaktiviert werden kann.

Wichtig bei der Wahl der Soundbar waren mir persönlich die verfügbaren Anschlüsse; gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Soundbar bei mir einen A/V-Receiver komplett ersetzen und als neue Schaltzentrale fungieren sollte.

Die CB Pro bietet vier HDMI-Ein- und einen HDMI-Ausgang in der Version 2.0 mit ARC/CEC und 4K@60Hz Support.

Damit ist man schon sehr gut aufgestellt und kann ohne Probleme das Bild und den Ton eines TV-Receiver, einer PlayStation, eines Apple TV o.ä. fulminant auf den Fernseher bringen.

Etwas schade ist in diesem Zusammenhang der einzelne HDMI-Ausgang. Gerade wenn man zum Fernseher noch einen Beamer besitzt, muss man das Bild zusätzlich über einen HDMI-Switch oder Splitter verteilen.

Weitere Anschlüsse:

  • 2x Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm
  • 1x Klinkenbuchse-Ausgang 3,5 mm
  • 1x Digital-Eingänge koaxial
  • 1x Digital-Eingänge optisch

Auf der Rückseite sind zudem zwei flexible WLAN-Antennen fest verbaut. Diese sehen im ausgeklappten Zustand erst mal etwas komisch aus; lassen sich aber auch hinter der CB Pro verstecken.

Ebenfalls auf der Rückseite findet sich die integrierte Wandhalterung aus Metall. So kann man die CB Pro ohne großes Zutun mit zwei Schrauben direkt an der Wand befestigen. Im Lieferumfang ist außerdem noch ein Standfuß aus Kunststoff enthalten, der qualitativ leider etwas abfällt.

Für das optimale Kabelmanagement sorgen drei ebenfalls integrierte rote Gummilaschen.

Multimediale Highlights

Darüber hinaus bietet die CB Pro sehr umfangreiche Streaming-Möglichkeiten für Musik oder Videoton.

Neben Bluetooth 4.0 mit apt-X wird auch Google Chromecast über WLAN unterstützt. Auf diese Weise lassen sich etliche Musik-Dienste wie Spotify, Apple Music, Deezer, SoundCloud oder TuneIn vom Smartphone, Tablet oder Laptop streamen.

Sprachassistenten wie Amazon Echo oder Google Home sind nicht in der CB Pro integriert.

Hier hat man allerdings die Möglichkeit entsprechende Geräte per Line-In, Bluetooth oder Chromecast zu verbinden.

Technologie

Im Inneren der CB Pro arbeiten zwei 25 mm Hoch- und sechs 100 mm Mitteltöner, die über ein 2-Wege-System für jeden Töner optimalen Sound erzeugen. Dazu sind seitlich jeweils Side-Firing-Speaker verbaut, die über die sogenannte Dynamore Technologie virtuellen Surround-Sound ermöglichen.

Die Gesamtausgangsleistung (RMS) liegt bei 200 Watt. Im Standby beträgt die Leistungsaufnahme maximal 1 Watt.

Außerdem werden über ein Bassreflex-System Dellen im Frequenzgang beim Übergang zum Subwoofer vermieden, so dass dieser nicht so hoch spielen und relativ frei im Raum positioniert werden kann.

Apropos Subwoofer: dieser kann wahlweise als Frontfire- oder Downfire-Subwoofer eingesetzt werden. Die Füße können dabei natürlich umgesteckt werden.

Der 250 mm Basstreiber und die Endstufe leisten bei einem maximalen Schalldruck von 115 dB/1m ordentliche 150 Watt. Die untere Grenzfrequenz (–3 dB) liegt dabei bei 33 Hz. Im Standby beträgt die Leistungsaufnahme ebenfalls 1 Watt.

Klang

Bei der Wiedergabe werden ausschließlich Dolby Digital und DTS unterstützt. Andere Decoder oder Treiber für 3D-Sound (Dolby Atmos oder DTS:X) sucht man leider vergeblich. Auch die THX-Zertifizierung des Vorgängermodells (Cinebar 52 THX) ist verschwunden.

Diese fehlenden Features sind, gerade auch in der Preisklasse der CB Pro, etwas schade. Ich kann dennoch sagen, dass ich in den letzten Wochen meines Tests nichts vermisst habe. Der Sound ist mit sehr hohen Pegeln und extrem tiefen Bass absolut klangtreu; Stimmen sind stets klar verständlich.

Dabei ist die Quelle auch völlig unerheblich. Egal ob Spotify Connect, SoundCloud über Google Cast, Alexa über Bluetooth oder HDMI-gebundene Eingänge… der Klang der CB Pro ist kraftvoll und authentisch. Durch den sehr guten Dynamore Ultra-Modus wird der Sound auch deutlich breiter aufgezogen und man hat das Gefühl vor einer richtigen Stereoanlage zu sitzen.

Dieser Effekt ist übrigens auch bei Filmen nicht zu unterschätzen. Das Raumgefühl, und das hat mich sehr überrascht, ist für eine Soundbar überragend.

Für die Feinabstimmung kann man die Stärke des Dynamore Effekts sowie Bass und Treble anpassen. Außerdem gibt es vier verschiedene Presets für Music, Voice, Movie und Night.

Der Nachtmodus nimmt der CB Pro zwar etwas den Bumms, pflegt aber das Verhältnis zum Nachbarn.

Im Alltag

Die Installation der CB Pro ist denkbar einfach gelöst. Man packt die Soundbar samt Subwoofer aus und verbindet sie mit dem Strom. Da das Wireless-Modus zur Ansteuerung der CB Pro im Subwoofer integriert ist, finden sich beide Geräte automatisch. Sollte es hier wider Erwarten Schwierigkeiten geben, genügt ein HDMI-Kabel zum Fernseher, um im Wireless-Menü des On-Screen-Displays Ursachenforschung zu betreiben.

Hier kann man dann auch weitere Einstellungen zur Lautsprecherkonfiguration sowie der Entfernung, des Pegels oder der Phase des Subwoofers treffen.

Dazu lassen sich HDMI Passthrough, LipSync oder ein automatisches Ausschalten nach x Minuten Inaktivität aktivieren.

Chromecast wird dahingegen über die Google Home App (iOS, Android) eingerichtet.

Bluetooth sollte selbsterklärend sein. Bei Problemen kann man über die Fernbedienung der CB Pro das „Pairing“ manuell anstoßen.

Apropos: Die Steuerung der CB Pro erfolgt in der Regel über die mitgelieferte Fernbedienung, die leider nicht beleuchtet ist. Wenn das stört oder wer schon genug Fernbedienungen zu Hause herumliegen hat, kann die CB Pro auch über Universalfernbedienungen wie der Harmony Serie von Logitech steuern. Im Zusammenspiel mit Alexa klappt dann auch eine Sprachsteuerung.

Davon ab ist es Dank HDMI-ARC aber ohnehin möglich die CB Pro mit der Fernbedienung des Fernsehers zu steuern.

Preise und Verfügbarkeit

Die Teufel Cinebar Pro wird ausschließlich in der Farbe schwarz verkauft. Durch eine Promo liegt der Preis derzeit bei nur 999,99 Euro. Bestellt man direkt beim Hersteller gibt es über den Promocode CJ4-PN2-VP4 den kabelgebundenen In-Ear-Kopfhörer Move Pro im Wert von 99,99 Euro kostenlos dazu.

Dazu bekommt man 8 Wochen Rückgaberecht (inkl. kostenloser Rückversand) sowie die Teufel-typischen 12 Jahre Garantie auf das Gehäuse sowie die Töner. Die Elektronik hat die üblichen 2 Jahre Garantie.

-> https://www.teufel.de/cinebar-pro
-> https://www.idealo.de/preisvergleich/cinebar-pro

tl;dr

Nach knapp zwei Monaten ausgiebigen Testens habe ich meine Meinung über (zumindest hochpreisige) Soundbars grundlegend geändert. Diese stellen längst keine Kompromisslösung mehr dar, sondern können ein Surround-System nahezu ersetzen.

Dabei sollte man natürlich im Hinterkopf behalten, dass die CB Pro erst mal nur ein 2.1 System ist, das über eine Hardware/Software Kombination sehr guten Raumklang erzeugt. Man kann allerdings auch zwei vollwertige Rear-Lautsprecher hinzufügen, um so ein echtes 4.1 System zu haben.

Neben den hervorragenden Klangeigenschaften samt diverser Einstellmöglichkeiten stehen auf der positiven Seite die sehr hochwertige Verarbeitung, die nahezu perfekte Konnektivität und gewisse Annehmlichkeiten wie die integrierte Wandhalterung oder das Kabelmanagement.

Negativ muss definitiv der fehlende 3D-Sound erwähnt werden, ein Thema, das nicht nur bei Soundbars derzeit eine große Rolle spielt. Außerdem ist es etwas schade, dass der T10 Subwoofer nur einen fest verbauten Stromstecker hat, was bei entfernten Steckdosen ggf. ungünstig ist.

[do action=“aguwertung“ wert=“9,5″/]

Permalink

Im Test: Aukey PA-Y12 USB-C Ladegerät mit 72 Watt Leistung

Vor ein paar Monaten hatte ich schon einige USB-C Netzteile von equinux in einer Review ausführlicher vorgestellt.

Heute möchte ich gleiches für ein 72 Watt USB-C Ladegerät von Aukey machen.

Lieferumfang

  • 72 Watt USB-C Ladegerät PA-Y12
  • Euro 8 Netzkabel (ca. 1m)
  • Papierkram

 

Ersteindruck

Das Ladegerät wird in einer wenig spektakulären braunen Pappschachtel ausgeliefert. Etwaige USB Kabel sucht man leider vergeblich im Lieferumfang.

Ähnlich wie bei der Tankstation von equinux sind neben dem USB-C Ladeanschluss (zwei) USB-A Anschlüsse vorhanden, um gleichzeitig Smartphones, Tablets, Bluetooth Lautsprecher o.ä. aufladen zu können.

Das Ladegerät selber besteht aus matt-schwarzem Kunststoff. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut.

Das mitgelieferte ca. 1m lange Euro 8 Netzkabel (IEC-60320-C7/C8) kann man für den Fall der Fälle natürlich problemlos durch ein längeres ersetzen.

Technische Daten

Das Netzteil liefert über den USB-C Anschluss durch Power Delivery auf verschiedenen Stromstärke- und Spannungsleveln bis zu 60 Watt Leistung. Damit lässt sich ohne weiteres ein 13 Zoll MacBook Pro aufladen. Selbst ein 15 Zoll MBP, das eigentlich ein 87 Watt Netzteil benötigt, lädt normal auf, sofern das Gerät nicht unter Volllast läuft oder externe Verbraucher angeschlossen sind.

Die beiden USB-A Anschlüsse liefern zusammen eine Leistung von 12 Watt, was die Gesamtleistung des Netzteils auf 72 Watt steigen lässt. Dabei setzt Aukey die hauseigene AiPower Technologie ein, die die maximale Aufladegeschwindigkeit angeschlossener Geräte erkennt.

Im Alltag

Um den Einsatz des Aukey Netzteils im Alltag zu bewerten, genügt im Prinzip ein Blick in die Systeminformationen des Macs bzw. der Einsatz von Tools wie coconutBattery (Plus).

In den Systeminformationen unter Stromversorgung wird das Ladegerät mit seinen 60W Leistung am USB-C Anschluss korrekt erkannt.

Da mir für macOS nach wie vor kein Tool bekannt ist, das die gerade vom Mac selbst verbrauchte Leistung für den Betrieb anzeigt, muss wieder die grobe Differenzrechnung aus zugeführter Leistung – Ladeleistung Akku – Wandlerverluste – Leistungsverluste herhalten.

Im Normalbetrieb (Surfen, E-Mails lesen etc.pp.) zeigt coconutBattery für den Ladestrom einen Wert von rund 40 Watt an. Das heißt im Umkehrschluss, dass der Mac aktuell rund 20 Watt für seinen Betrieb aus dem Netzteil zieht.

Damit sind die Werte mit dem Originalnetzteil von Apple sowie meinen bisher getesteten (Wand-)Netzteilen von equinux identisch.

Die beiden USB-A Anschlüssen liefern jeweils bis zu 2,4A bei 5V. Durch AiPower profitieren zudem viele Geräte bei den Ladezeiten.

Gleichzeitig muss man natürlich sagen, dass bei gleichzeitiger Nutzung der beiden USB-A Ports die 12W Gesamtleistung auf beide Anschlüsse aufgeteilt wird. Das hat zur Folge, dass sich das Netzteil an dieser Stelle gewissermaßen selbst limitiert und keine optimalen Spannungswerte mehr liefern kann.

Preise und Verfügbarkeit

Wie nicht anders zu erwarten, werden auch die Aukey-Netzteile über Online Stores wie Amazon oder eBay verkauft.

Das heute vorgestellte Aukey PA-Y12 USB-C Ladegerät mit 72W Leistung kostet bei Amazon derzeit 53,99 Euro.

-> https://www.amazon.de/dp/B07BK3TRCY

tl;dr

Dass das Thema USB-C kein einfaches ist, hatte ich an dieser Stelle schon hinlänglich beschrieben.

Bei den Ladegeräten kommt allerdings so langsam Bewegung in die Sache. Sofern die benötigten Wattzahlen stimmen, muss man im Prinzip nur noch ein hochwertiges USB-C zu USB-C Ladekabel haben.

Das ist nämlich nicht im Lieferumfang des Aukey PA-Y12 USB-C Netzteils vorhanden und muss separat gekauft werden. Hier verpasst Aukey die Chance sich nicht nur preislich, sondern auch über das mitgelieferten Zubehör von der Konkurrenz abzusetzen.

Für den Kampfpreis von derzeit knapp 54 Euro bekommt man dennoch ein sehr solides Stück Technik, das nicht nur USB-C Notebooks, sondern über die beiden USB-A Ports auch Smartphones, Tablets oder Bluetooth Geräte (mit den angesprochenen Einschränkungen beim gleichzeitigen Laden) zuverlässig aufladen kann.

Etwas schade ist dahingegen das fehlende Kabelmanagement. Gerade bei etwas längeren Netz- und Ladekabeln kommt hier ganz schön was zusammen 😉

[do action=“aguwertung“ wert=“9″/]

Permalink

Review: MindNode 5 · Mind Mapping Tool für macOS und iOS (Gewinnspiel inside)

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben mir gezeigt, dass Mind Maps bzw. Gedankenkarten nach wie vor ein Ni­schen­da­sein fristen. Ich persönlich nutze derartige Tools seit über zwei Jahren beruflich sehr intensiv und hatte damals mit MindNode auch schon ein Mind Mapping Tool für den Mac, iPhone, iPad und iPod touch detaillierter vorgestellt.

Ende letzten Jahres wurde mit MindNode 5 eine neue Version veröffentlicht, weshalb ich heute die Review von vor gut zwei Jahren aktualisieren möchte.

Grundlagen

Generell geht es bei Mind Maps darum seine Ideen oder Gedanken als Schlüsselworte (auf Linien) visuell für jeden greifbar dazustellen.

Der Ursprung jeder Mind Map ist dabei eine Lone Bubble, die das zentrale Thema definiert. Davon ausgehend werden mit einer Idee oder Schlüsselwort beschriftete Äste (Elternknoten), die wiederum Äste (Geschwister- und Kindknoten) haben können, hinzugefügt. So entsteht im Laufe der Zeit die für eine Mind Map typische Baumstruktur.

In der letzten Version von MindNode wurde das Brainstorming durch verschiedene Werkzeuge unterstützt.

So gibt es beispielsweise vordefinierte Themes, die die Knoten und Gedankenlinien farblich hervorheben. Man kann auch eigene Themes erstellen oder beschriftete Beziehungen zwischen Knoten mittels eines Pfeils herstellen.

Auch die Inhalte kann man in Art und Form anpassen. Neben der Schriftart, Zweigdicke oder Ausrichtung gehören u.a. eigene Bilder oder vordefinierte vektorbasierte Sticker, die man seinen Knoten auf der grenzenlos erweiterbaren Arbeitsfläche hinzufügen kann, dazu.

Die Mind Maps selber folgen keinem festgelegten Layout. Hier ist man sehr flexibel, obwohl es gleichwohl natürlich eine Smart-Layout Funktion mit automatischer Anordnung gibt.

Zum besseren Verständnis tragen Notizen am Knoten bei. Für eine traditionellere Gliederung der Mind Map dient die Outline-Funktion.

Darüber hinaus kann man Knoten in Aufgaben umwandeln, so dass MindNode auch simple To-Do Listen verwalten kann. Das Ganze sogar samt Export zu Apples Erinnerungen App.

Dazu hat MindNode seit jeher eine sehr umfangreiche Im- und Export-Funktion. Man kann Knoten zu besseren Übersicht einfalten bzw. ausblenden. Das Verschieben von Knoten geschieht über einfaches drag-and-drop. Für komplexe Mind Maps ist eine Suchen-und-Ersetzen Funktion integriert. Man kann seinen Knoten (Web-)Links hinzufügen oder die Mind Map über eine pinch-to-zoom Geste stufenlos zoomen.

Der Funktionsumfang von MindNode ist übrigens für macOS und iOS identisch. Für ein plattformübergreifendes Arbeiten wird Continuity bzw. Handoff unterstützt.
Die (plattformübergreifende) Synchronisation kann mittels iCloud erfolgen.

Über den kostenlosen Webservice myMindNode kann man seine Mind Maps per Direktlink im Internet veröffentlichen.

Was ist neu?

Bereits auf den ersten Blick fällt die überarbeitete Oberfläche ins Auge.

 

Unter iOS setzt man nun auf schwebende und in der Größe anpassbare Panels. Das Action Panel (im Screenshot unten rechts) passt sich, je nachdem was von der Mind Map gerade markiert ist, sogar dynamisch im Inhalt an.

Auf dem Mac sind dahingegen viele Funktionen in die Symbolleiste gewandert.

 

Außerdem wurde zur besseren Übersicht die “alte” Sidebar auf der rechten Seite in zwei Sidebars (links & rechts) aufgesplittet.

So wurde im Endeffekt auf beiden Systemen die ganze Oberfläche entschlackt und im Vergleich zu den Vorgängerversionen wesentlich zugänglicher gemacht.

Interessant für iOS ist in diesem Zusammenhang die Integration von Apples Dateien-App. Wann immer man Bilder aus irgendeiner Cloud benötigt, hat man über dieses Feature direkten Zugriff.

Darüber hinaus wird auf dem iPad auch drag-and-drop von Inhalten über Split-Screen oder dem Slide-over-View unterstützt.

Neu ist auch die sogenannte MindNode Schnelleingabe.

Mit diesem Feature, das entweder über die macOS Menüleiste oder als iOS Widget aktiviert wird, kann man seine Gedanken als Stichpunkte aufschreiben.

Aus dieser Liste kann man wiederum automatisch eine Mind Map erzeugen lassen. Die Struktur wird dabei durch die Einrückungen der einzelnen Punkte erstellt.

Sonstiges

Neben flexibleren Layout Funktionen setzt MindNode 5 auf ein überarbeitetes Dateiformat. Das läuft natürlich unauffällig im Hintergrund; bedeutet aber auch, dass bestehende Mind Maps vor dem ersten Öffnen konvertiert werden.

Dazu gibt es auf dem Mac einen Touch Bar Support. Für das iPad wurden die Multi-Touch Gesten erweitert. Gleiches gilt für die Keyboard Shortcuts beim Verwenden einer externen Tastatur.

Zusätzlich zu dieser Review lohnt sich auch ein Blick Richtung YouTube, wo David Sparks einen sechsteiligen Screencast von insgesamt knapp 50 Minuten zu MindNode 5 veröffentlicht hat.

Hier kann man das Tool live in Aktion sehen sowie der Erstellung einer etwas komplexeren Mind Map folgen.

Preise und Verfügbarkeit

MindNode 5 wird über die jeweiligen App Stores für macOS und iOS verkauft. Der Download ist generell erst mal kostenlos und beinhaltet eine Testperiode von zwei Wochen.

MindNode 5
MindNode 5
Entwickler: IdeasOnCanvas GmbH
Preis: Kostenlos+

Möchte man das Tool danach weiter verwenden, kann man die Vollversion über einen IAP für 43,99 Euro (macOS) bzw. 16,99 Euro (iOS) freischalten.

Besitzer der Vorgängerversionen können sich außerdem über ein vergünstigtes Upgrade freuen.

MindNode 5
MindNode 5
Entwickler: IdeasOnCanvas GmbH
Preis: Kostenlos+

Zur Installation wird in jedem Fall macOS 10.12 Sierra bzw. iOS 11 oder neuer vorausgesetzt.

tl;dr

Ich schrieb ja schon im Fazit der Review von vor zwei Jahren, dass MindNode das Mind Mapping unter macOS und iOS massentauglich macht. Mit Version 5 kann ich diese Aussage nur unterschreiben. Jetzt müssen diese Mind Maps nur noch ihr anfangs angesprochenes Nischendasein verlassen 😉

MindNode liefert zur Erstellung von Mind Maps auf jeden Fall alle notwendigen Werkzeuge mit – ohne überladen zu wirken. Durch die neu gestaltete Oberfläche ist das ganze Arbeiten mit dem Tool sehr stimmig und intuitiv.

[do action=“aguwertung“ wert=“10″/]

Gewinnspiel

Der österreichische Entwickler IdeasOnCanvas hat aptgetupdateDE drei Promo Codes von MindNode 5 für iOS für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt wieder Gleam zum Einsatz (Link am Ende des Artikels), bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • Tweet zur Review bei Twitter retweeten
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Freitag, den 06.07.2018, statt. Viel Glück!

-> MindNode 5 Verlosung