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macOS Tipp: Wie lange läuft die App eigentlich schon?

Vor ca. einem Jahr hatte ich mit Timing, das mittlerweile auch einen Sync über mehrere Macs anbietet, eine automatische Zeiterfassung ausführlicher vorgestellt.

Wem diese Lösung zu groß ist, kann aber dennoch für einzelne Apps mittels Terminal die aktuelle Betriebszeit herausfinden.

Zunächst benötigt man die Prozess ID (PID), die entweder über die macOS Aktivitätsanzeige oder mit folgendem Befehl über das Terminal herausgefunden werden kann:

ps ax | grep '[A]ppname'

Im Output ist die erste Zahl die PID.
Die eckigen Klammern beim Appnamen sind notwendig, damit sich grep nicht selbst findet. Den Unterschied sieht man weiter unten im Screenshot.

Ist die PID identifiziert, wird die Prozess Uptime über folgendes Kommando angezeigt:

ps -o etime= -p "PID"

Das Ausgabeformat ist mit dd-hh:mm:ss definiert.
Für mein Beispiel MailMate sind es demnach 3 Tage und eine knappe halbe Stunde.

Möchte man darüber hinaus die exakte Startzeit des Prozesses wissen, muss das Terminalkommando etwas erweitert werden:

ps -o lstart= -o etime= -p "PID"

Hier wird dann zusätzlich der Wochentag sowie das Datum inkl. Uhrzeit angezeigt.

(via)

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Datenschutz: „Wichtige Orte“ für macOS und iOS deaktivieren

Wenn es um das Verstecken wichtiger Einstellungen geht, ist Apple mit seinen Betriebssystemen ganz weit vorne.

Als Beispiel möchte ich die Wichtigen Orte nennen, unter deren Label Apple im Hintergrund Standortdaten des Macs, iPhones oder iPads sammelt.

Für die Deaktivierung dieses Features muss man die macOS Systemeinstellungen öffnen und unter Sicherheit > Privatsphäre > Ortungsdienste rechts in der Anzeige gaaanz nach unten scrollen.

Hier sind die Systemdienste zu finden, deren Details interessant sind.

Neben den ortsbasierten Vorschlägen, die für den Standardnutzer ebenso fragwürdig sind, muss man den Haken bei wichtige Orte entfernen.

In jedem Fall lohnt sich auch hier ein Klick auf die Details.

Dort sind die vom Mac bereits gesammelten Daten hinterlegt, deren Verlauf man auf Klick löschen kann.

Bei iOS verhält es sich im Prinzip ähnlich.

Die Einstellungen für die wichtigen Orte sind in den iOS Einstellungen unter Datenschutz > Ortungsdienste > Systemdienste (erneut ganz nach unten scrollen) zu finden.

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macOS Tipp: AirDrop zum macOS Dock hinzufügen

AirDrop hat sich bei mir mittlerweile zu einem Feature entwickelt, das ich relativ regelmäßig zum Teilen von Daten zwischen Macs und iOS Geräten nutze.

Unter macOS ist AirDrop nur über den Finder mit mehreren Klicks erreichbar. Einfacher geht es über ein Icon im macOS Dock.

Zur Identifikation der AirDrop App geht man den Weg über das Finder Menü > Gehe zu > Gehe zum Ordner…

Daraufhin gibt man im Finder folgenden Pfad ein:

/System/Library/CoreServices/Finder.app/Contents/Applications/

Nachdem man nun im richtigen Pfad ist, muss man die AirDrop App nur noch ins Dock ziehen und hat so im Prinzip seinen Shortcut.

Klickt man jetzt auf das Dock Icon, öffnet sich ein AirDrop Fenster, über das man beliebig Daten teilen kann.

Pro-Tipp:
In dem oben genannten Verzeichnis befindet sich übrigens auch die App für das iCloud Drive, die man natürlich auch zum Schnellzugriff ins Dock legen kann.

(via)

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macOS Tipp: Bilder in PDF konvertieren

Hin und wieder kommt er vor, dass ich Bilder als PDF-Datei abspeichern muss. Normalerweise öffne ich das Bild dann in Vorschau und exportiere es als PDF (Ablage > Als PDF exportieren…).

Kommt so etwas häufiger vor, gerade auch wenn es mehrere Bilder sind, ist dieser Weg recht nervig. Eine Lösung ist die Automatisierung dieses Prozesses mittels Automator.

Hier gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten.

Ich habe mich für einen Dienst entschieden, da dieser überall im System per Kontextmenü und ggf. auch Schnellstarter (Alfred, LaunchBar & Co.) verfügbar ist.

Zunächst muss man natürlich die Eingangsdateien festlegen.

Da ich ausschließlich Bilddateien konvertieren möchte, wähle ich auch genau das in einem ersten Schritt aus.

Da der Automator sehr viele Aktionen in seiner Bibliothek hat, sucht man jetzt entweder nach “PDF“ oder wählt die PDF-Kategorie in der Sidebar aus.

In jedem Fall ist die Aktion Neues PDF-Dokument aus Bildern interessant. Die verfügbaren Optionen für die Ausgabe bzw. Größe des Dokuments passt jeder seinen Vorlieben an.

Eigentlich könnte man an dieser Stelle den Dienst erstellen und nutzen. Leider sind Bilder, nicht zuletzt durch die vielen Farben, nach der Konvertierung in ein PDF oft schlecht zu erkennen bzw. das ganze Dokument ist in einem miserablen Zustand.

Hier können die von macOS zur Verfügung gestellten Quartz-Filter helfen, die ich seit einigen Jahren auch schon für das Verkleinern bzw. die Optimierung von PDF-Dateien nutze.

Die Aktion Quartz-Filter auf PDF Dokumente anwenden ist ebenfalls in der PDF-Kategorie zu finden.

Beim Hinzufügen der Aktion kommt eine Warnung, die für diesen Workflow mit “Nicht anwenden” beantwortet werden kann.

Abschließend wählt man in der Aktion den gewünschten Filter aus und speichert den Dienst.

Die Quartz-Filter werden übrigens im Colorsync-Dienstprogramm (/Programme/Dienstprogramme) verwaltet. Dort können auch jederzeit eigene Filter erstellt werden.

Hat man nun mehrere Bilder markiert, kann man den gerade erstellten Dienst entweder über das (App-)Menü, Kontextmenü oder Schnellstarter abfahren lassen.

Daraufhin landen alle markierten Bilder in einer PDF-Datei.

Wer hier das Pro-Level erreichen möchte, kann den Dienst in den macOS Systemeinstellungen > Tastatur > Kurzbefehle > Dienste sogar noch einem global im System anwendbaren Keyboard Shortcut zuordnen.

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macOS Tipp: EFI Firmware vom Mac auf Integrität prüfen

Als eine der besser versteckten Änderungen in macOS 10.13 High Sierra kann man die auf seinem Mac installierte EFI Firmware auf Integrität prüfen.

Das Tool namens eficheck wird auf allen mit High Sierra versorgten Macs einmal in der Woche automatisch im Hintergrund ausgeführt. Dabei wird die Firmware gegen eine von Apple verwaltete “allowlist” geprüft.

Bildschirmfoto 2018-06-14 um 15.22.00-minishadow-fs8

Stimmen die kalkulierten Hashes überein, passiert nichts weiter. Gibt es ein Problem, kann man die Daten zur Prüfung direkt an Apple senden.

Die Allow List, gegen die das eficheck Tool die Firmware prüft, liegt übrigens lokal auf dem Mac und wird mit jedem Update von macOS (High Sierra) aktualisiert. Es muss also nicht zwangsläufig eine Verbindung zum Internet bestehen.

Von diesen automatisch im Hintergrund ablaufenden Checks abgesehenen, kann man das Tool auch per Hand über das Terminal starten. Es ist zugegebenermaßen sehr versteckt. Von den zur Verfügung stehenden Startoptionen ist –integrity-check wohl am wichtigsten.

/usr/libexec/firmwarecheckers/eficheck/eficheck --integrity-check

In diesem Zusammenhang sei auch noch mal an das Setzen eines Firmware Passwortes erinnert, damit man die Gefahr eines Angriffs von vornherein minimiert.

(via)

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macOS 10.13 High Sierra Installer per Skript herunterladen (ohne Mac App Store)

Lange Zeit waren die OS X Installer exklusiv im Mac App Store verfügbar. Mit macOS 10.12 Sierra hat Apple dieser Exklusivität ein Ende gesetzt. Seitdem sind auch die macOS Installationsvolumen (inkl. der Beta-Versionen) im regulären Software Update Katalog enthalten und können über Apple Kommandozeilentool softwareupdate heruntergeladen werden.

Genau dieses Feature hat sich Greg Neagle zu Nutze gemacht und ein umfangreiches Python Skript namens installinstallmacos.py geschrieben.

Die verfügbaren Optionen dieses Skripts, für deren Ausführung Admin-Rechte benötigt werden, werden über folgendes Terminalkommando angezeigt:

sudo /pfad/zu/installinstallmacos.py -h

Per default, also wenn man keine der verfügbaren Optionen nutzt, wird der im Skript definierte Software Update Katalog genutzt. Am 13.05.2018 standen so folgende macOS Versionen zum Download zur Verfügung: (Falls es Unklarheiten bei der Produkt- und Buildversion gibt, einfach hier klicken.)

sudo /pfad/zu/installinstallmacos.py

In diesem Beispiel habe ich mich, fernab der angezeigten Betas, für die letzte verfügbare Version von macOS 10.13 High Sierra (Option 3) entschieden.

Der Download wiegt etwas mehr als 5GB und dauert nun dementsprechend lange.

Das fertig erstellte Disk Image landet im Arbeitsverzeichnis.

Sobald man dieses Image mountet, findet man die macOS Installer App im Applications Verzeichnis.

Nebenbei sei erwähnt, dass während der Laufzeit des Skriptes im Arbeitsverzeichnis noch ein content-Verzeichnis angelegt wird. Dieses Verzeichnis gehört dem root und es beinhaltet alle Katalogdaten und Downloadkomponenten, die zur Erstellung des Disk Images benötigt werden. Ist das Image erstellt, kann dieses Verzeichnis demnach gelöscht werden.

Über die zusätzlichen Optionen wie –compress bzw. –workdir kann man ein komprimiertes bzw. besser handhabbares Disk Image (mit dem Installer auf oberster Ebene) erstellen bzw. das Arbeitsverzeichnis anpassen. Mit der Option –catalogurl kann man sogar einen anderen als im Skript verwendeten Software Katalog nutzen.

Der Standard Software Katalog für macOS High Sierra ist übrigens dieser:

https://swscan.apple.com/content/catalogs/others/index-10.13-10.12-10.11-10.10-10.9-mountainlion-lion-snowleopard-leopard.merged-1.sucatalog

Schlussendlich kann man also festhalten, dass zum Herunterladen von macOS (High Sierra) nicht unbedingt der Mac App Store von Nöten ist.

Das hier vorgestellte Skript kann bei GitHub heruntergeladen werden.

-> https://github.com/macadmin-scripts/installinstallmacos.py

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macOS Tipp: sips · scriptable image processing system

Vor knapp zwei Wochen hatte ich an dieser Stelle meinen Workflow für die Komprimierung von Bildern genauer vorgestellt.

Heute möchte ich einen Schritt zurückgehen. Denn bevor ich Bilder komprimiere, passe ich in der Regel deren Größe an. Hier gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten. Wieder angefangen von Bildbearbeitungsprogrammen wie Pixelmator (Pro), Acorn oder Affinity Photo bis hin zu Apples Vorschau App.

Bildschirmfoto 2018-05-07 um 13.16.32-minishadow-fs8

Eine weitere macOS interne Lösung, die vielleicht nicht so bekannt ist, bietet sich mit sips an. Dabei handelt es sich um ein von macOS mitgeliefertes Kommandozeilentool, das in den man pages wie folgt beschrieben ist:

This tool is used to query or modify raster image files and ColorSync ICC profiles.  Its functionality can also be used through the „Image Events“ AppleScript suite.

Eines der Features dieses Tools betrifft eben die Manipulation der Bildgröße. Man benötigt im Prinzip nur ein einziges Terminalkommando und kann eine Vielzahl von Bildern (innerhalb eines Verzeichnisses) gleichzeitig in der Bildgröße anpassen. Dazu läuft der ganze Prozess extrem schnell ab.

sips -Z 1300 *.png

Bildschirmfoto 2018-05-07 um 13.40.12-minishadow-fs8

Der Schlüssel liegt in der –Z Option, bei der die maximale Bildgröße (in Pixeln) für Höhe oder Breite verändert wird. Das Seitenverhältnis vom Bild wird dabei nicht verändert.

-Z pixelsWH
--resampleHeightWidthMax pixelsWH
Resample image so height and width aren't greater than specified size.

Dazu bietet sips etliche weitere Optionen. So kann man Bilder beispielsweise zuschneiden, rotieren, spiegeln, auffüllen (padding), in ein anderes Format konvertieren oder das Farbprofil anpassen.

Letztere sind auf dem Mac unter /System/Library/ColorSync/Profiles/ abgelegt. Über die –out Option hält man sips zudem vom Überschreiben der Originaldatei ab.

sips -m '/System/Library/ColorSync/Profiles/sRGB Profile.icc' bild_cmyk.jpg --out bild_rgb.jpg

Diese ganzen Kommandos bzw. Aufgaben lassen sich natürlich auch automatisieren. Dabei wird die komplette sips-Architektur per AppleScript gesteuert.

Beispiel:

Man markiert zunächst eine oder mehrere Bilder im Finder. Jetzt startet man das Skript, das die maximale Bildgröße (in Pixeln) für die Höhe bzw. Breite per Dialog abfragt. Der Standardwert liegt bei 1.300 Pixeln.

Anschließend wird ein (Ziel-)Verzeichnis mit dem eingegebenen Pixelwert erstellt, in dem schlussendlich die mit der –Z (Bildgröße) und -m Option (Farbprofil) bearbeitete Bilddatei landet.

Bildschirmfoto 2018-05-07 um 15.57.69-minishadow-fs8

Ich selbst nutze dieses Skript natürlich über Keyboard Maestro. Man kann es aber auch über den Automator steuern.

Als Vorlage dafür diente übrigens ein etwas älterer Artikel bei macgrunt. In dem dort gezeigten Skript wird explizit zwischen Breite und Höhe des Bildes unterschieden, was für meine Belange aber nicht von Bedeutung ist. Daher meine etwas vereinfachte Version.

(inspired by)