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macOS Tipp: Bildschirm über die Nachrichten App teilen

Heute mal wieder ein Tipp aus der Reihe macOS Hidden Features, an die kaum jemand denkt und das es, zumindest in diesem Fall, schon eine halbe Ewigkeit gibt.

Es geht um das Teilen des Bildschirms bzw. den Fernzugriff auf einen anderen Rechner, für den man im ersten Moment vielleicht an Apps wie TeamViewer, Skype o.ä. denkt. Möchte man eine derartige Verbindung zwischen zwei Macs herstellen, kann man auf Drittsoftware verzichten und Apples Nachrichten App nutzen.

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Voraussetzung ist allerdings, dass die beiden teilnehmenden Personen mit einer gültigen Apple ID für iMessage angemeldet und beide Accounts aktiviert sind.

Anschließend startet man die Nachrichten App, beginnt eine neue Konversation und klickt oben rechts auf die Schaltfläche Details. Hier ist nun das Icon mit den beiden übereinanderliegenden Bildschirmen interessant, über das man für die Bildschirmfreigabe zwei Optionen angeboten bekommt.

Um Bildschirmzugriff bitten

Zum einen kann man um die Bildschirmfreigabe bitten.

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Bestätigt der Angefragte diese Bitte, startet die Nachrichten App einen Audioanruf, woraufhin sich ein neues Fenster öffnet, das automatisch skaliert und den Bildschirminhalt anzeigt.

Zusätzliche Optionen wie Steuerung übernehmen, Zwischenablage teilen oder das Anzeigen verschiedener verbundener Bildschirme sind über die Symbolleiste verfügbar.

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Einladung zum Zugriff auf meinen Bildschirm

Natürlich gibt es auch den umgekehrten Fall, bei dem man seinen eigenen Desktop mit jemanden teilen möchte.

Daraufhin erscheint erst mal nur das bekannte Icon mit den zwei übereinander liegenden Bildschirmen in der macOS Menüleiste.

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Sobald der Angefragte die Einladung annimmt, wird wieder ein Audioanruf gestartet.

Da man seinen eigenen Bildschirm teilt, öffnet sich jetzt natürlich kein neues Fenster. Zusätzliche Optionen wie das Übergeben der Steuerung oder das Stummschalten des Mikrofons sind über das Menüicon verfügbar.

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KeyCastr · Tastenanschläge unter macOS visualisieren

Kurzer Hinweis auf KeyCastr, einer kleinen kostenlosen Software, die einzelne Tastenanschläge und -kombinationen am Mac visualisiert darstellt.

Direkt nach der Installation, die entweder klassisch oder über Homebrew Cask erfolgen kann, muss man die App zu den Bedienungshilfen in den macOS Systemeinstellungen > Sicherheit > Privatsphäre hinzufügen.

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Anschließend kann man in den Einstellungen von KeyCastr das Erscheinungsbild des (Keystroke-)Overlays, das per default unten links am Bildschirm erscheint, anpassen und ggf. per drag-and-drop verschieben.

Man kann sich darüber hinaus auch nur die Tastenkombinationen anzeigen lassen, die die Sondertasten Command ⌘, Option ⌥ oder Control ⌃ beinhalten.

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Möchte man KeyCastr übrigens auch in iTerm oder Apples Terminal nutzen, muss man sicherstellen, dass die sichere Tastatureingabe über das jeweilige App-Menü deaktiviert bzw. dort kein Haken gesetzt ist.

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KeyCastr setzt Mac OS X 10.5 Leopard oder höher zur Installation voraus. Der Quellcode ist bei GitHub zu finden.

-> https://github.com/keycastr/keycastr

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macOS Tipp: Webseitenvorschau im Safari oder in Mail per Multi-Touch-Geste

Heute mal wieder ein Tipp aus dem Bereich Webbrowser, genau gesagt dem Safari.

Beim Lesen von Artikeln im Web kommt irgendwann jeder einmal an dem Punkt, an dem man eingebettete Links aus Gründen wie Ablenkung u.ä. nicht anklicken möchte. Der Safari und auch Apple Mail bieten unter macOS mittels definierbarer Multi-Touch-Geste eine Webseitenvorschau, die dieser Problematik geschickt entgegenwirkt.

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Zunächst muss man allerdings in den macOS Systemeinstellungen > Trackpad > Zeigen und Klicken unter dem Punkt Nachschlagen & Datenerkennung die entsprechende Multi-Touch-Geste identifizieren.

Bei den neueren Force Touch-Trackpads mit haptischen Feedback handelt es sich per default um einen kräftigen Klick mit einem Finger; bei älteren Touchpads ist es i.d.R. eine Drei-Finger-Tab-Geste.

Wendet man diese Geste nun auf einen Link im Safari oder auch in Apple Mail an, wird ein Vorschaufenster generiert, das die dahinter legende Webseite ohne große Ablenkung vom eigentlichen Artikel anzeigt.

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CHMOD Command Calculator: Zugriffsrechte richtig setzen

Kurzer Hinweis auf den CHMOD Command Calculator.

Dabei handelt es sich um eine kleine Webanwendung, mit der man auf recht einfache Art und Weise das passende Terminalkommando für gewünschte Zugriffsrechte für Dateien oder Verzeichnisse generieren lassen kann.

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Dazu kann man über Checkboxen und Schieberegler weitere Optionen anwählen; Tooltips helfen beim Verständnis.

-> https://chmodcommand.com

(via)

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macOS Tipp: Benutzeraccount und Name des Benutzerordners ändern

Der Benutzeraccount, der aus einem Kurznamen sowie vollständigen Namen besteht, und der Name des Benutzerordners wird eigentlich beim Einrichten eines Nutzers von macOS erstellt.

Dennoch kann es zu Situationen kommen, in denen man genau diese Parameter anpassen muss. Nachfolgend eine kleine Anleitung:

Schritt 1

Zunächst muss man sich als Administrator anmelden. Dieser Account muss ein anderer sein als der, den man umbenennen möchte.

Zu kontrollieren ist das Ganze in den macOS Systemeinstellungen unter Benutzer & Gruppen.

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Schritt 2

Anschließend öffnet man Apples Finder und sucht nach dem Ordner Benutzer, in dem alle Benutzeraccounts ihren eigenen Ordner haben.

Hier benennt man nun den alten Kurznamen des Benutzers in den neuen um. Dafür wird der Administratorname und das Passwort benötigt.

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Schritt 3

Jetzt wechselt man wieder in die macOS Systemeinstellungen > Benutzer & Gruppen und entsperrt über den Administratornamen sowie dem Passwort das Schloss unten links.

Nun kann man mit gedrückt gehaltener Control-Taste und Linksklick auf den umzubenennenden Benutzer die erweiterten Optionen aufrufen.

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Schritt 4

In dieser neuen Maske kann man jetzt den Accountnamen (Kurznamen), den gerade umbenannten Benutzerordner und den vollständigen Namen den neuen Gegebenheiten anpassen.

Dabei ist darauf zu achten, dass der Accountname und der Name des Benutzerordners übereinstimmen. Darüber hinaus darf in diesen beiden Parametern kein Leerzeichen enthalten sein.

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Um das Prozedere abzuschließen, genügt ein Klick auf die Schaltfläche OK; abschließend muss der Mac neu gestartet werden.

Diese Anleitung funktioniert ab Mac OS X 10.7 Lion. Bevor man diese Schritte befolgt, sollte für den Fall der Fälle ein Backup der Daten angefertigt werden.

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iStats · Systemmonitor für das macOS Terminal

Möchte man die Daten seines Systems immer im Blick haben, hatten wir hier mit iStat Menus, iStat Mini, Monity, Monit, den Today Scripts oder dem guten alten GeekTool schon diverse Systemüberwachungstools für den Mac vorgestellt.

Lebt man allerdings mehr oder weniger in der Kommandozeile, kann iStats ganz interessant sein. Dabei handelt es sich um eines der ausführbaren RubyGems, die man in macOS auf verschiedene Art und Weisen installieren kann. Ich möchte nachfolgend die Variante über Homebrew zeigen.

rubygems

Ist Brew installiert, wird zunächst neue Version von Ruby benötigt.

Das ist insofern wichtig, als dass man sich so von der von macOS bereitgestellten Ruby-Version löst und somit zur Installation der Gems keine Admin-Rechte mehr benötigt.

brew install ruby

Anders als brew kann gem, ein Kommando, das zur Installation von RubyGems gebraucht wird, per default keine Aliase im Verzeichnis /usr/local/bin erzeugen. Genau das möchte ich aber, um das System einigermaßen ‘sauber’ zu halten.

Daher muss die PATH-Umgebungsvariable angepasst bzw., wenn nicht eh schon geschehen, um /usr/local/bin erweitert werden. Je nach eingesetzter Shell muss man nun die entsprechende Konfigurationsdatei editieren; in meinem Fall ZSH bzw. ~/.zshrc

vim .zshrc

Folgende Zeile muss eingefügt werden:

export PATH="/usr/local/bin:$PATH"

Bildschirmfoto 2017-04-28 um 13.45.23-minishadow_1300px

Nun folgt die Installation von iStats, welche jetzt durch das Setzen der Umgebungsvariable automatisch ein Alias in /usr/local/bin erzeugt und durch die anfangs separat installierte Version von Ruby auch ohne sudo-Kommando auskommt.

gem install iStats

Um sich nun die Daten seines Systems im Terminal anzeigen zu lassen, startet man iStats durch Eingabe des Befehls istats.

Bildschirmfoto 2017-04-26 um 22.13.17-minishadow

Ohne dem Hinzufügen zusätzlicher Optionen werden zunächst einmal nur die Temperatur der CPU und Angaben zu den Lüftern bzw. dem Akku angezeigt.

Mit istats scan kann aber unzählige weitere Sensoren des Macs auslesen und mit istats enable [key] der Anzeige hinzufügen. Eine genaue Übersicht dieser und weiterer Optionen gibts bei GitHub.

-> https://github.com/Chris911/iStats