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Review: Timing 2 · Automatische Zeiterfassung und Produktivitätstracking für den Mac (Gewinnspiel inside)

Stop guessing how you spend your time and focus on doing your best work instead.

Vor knapp sechs Jahren hatte ich an dieser Stelle Timing, eine (Mac-)App zum Thema Time Tracking bzw. automatischer Zeiterfassung in einer kleinen Review vorgestellt.

Nach etlichen Alpha- und Betaversionen wurde Anfang Mai 2017 mit Timing 2 der Nachfolger final veröffentlicht.

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Grundlagen

Wie bereits gesagt handelt es sich bei Timing um eine App zur automatischen Zeiterfassung. Damit richtet sich Timing hauptsächlich an Freiberufler, Selbstständige oder kleinere Unternehmen, die eine minutengenaue Abrechnung für Kundenaufträge benötigen.

Startet man Timing, läuft die App im Hintergrund und erfasst weitestgehend automatisch (manuelle Anpassungen sind möglich) alle Aktivitäten am Mac. Dabei werden die Aktivitäten automatisch kategorisiert; außerdem wird die Produktivität bewertet.

Damit dieser Ablauf reibungslos funktioniert, muss man allerdings den TimingHelper in den macOS Systemeinstellungen > Sicherheit > Privatsphäre > Bedienungshilfen zulassen.

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Menüleisten Icon

Nachdem Timing gestartet wurde, fällt zunächst einmal ein neues Icon in der Menüleiste auf.

Dieses kleine Helferlein, das mit Timing 2 installiert und gestartet wird, ist quasi eine Miniverwaltung des eigentlichen Hauptfensters. Neben der aktuell gemessenen Produktivität, kann man die Datenerfassung pausieren, Tätigkeiten beginnen (später mehr dazu) oder auch das Hauptfenster über den Punkt Protokoll zeigen aufrufen.

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Hauptfenster

Das Hauptfenster teilt sich in vier separate Ansichten, die jeweils andere Funktionalitäten der App abdecken.

Bevor ich jedoch zu den einzelnen Ansichten kommen,  folgt ein kurzer Blick auf die Symbolleiste, die in allen Ansichten gleich und unveränderlich ist. Man kann hier beispielsweise die Projektliste ein- und ausblenden, neue Tätigkeiten beginnen, den Zeitraum der Protokollierung anpassen, Filter setzen oder nach bestimmten Einträgen suchen.

Übersicht

Diese Ansicht ist anfangs ziemlich leer und füllt sich erst im Laufe der Zeit.

Es handelt sich, wie der Name schon vermuten lässt, um eine Gesamtübersicht aller Aktivitäten in einem definierten Zeitraum.

Neben der Gesamtzeit oder Zeit pro Projekt pro Tag werden auch die aktivsten Wochentage bzw. Stunden, verwendete Apps sowie die Produktivität angezeigt. Zusätzlich lassen sich auch die produktivsten Wochentage und Stunden ermitteln.

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Fährt man mit der Maus über einzelne Elemente der Säulen- bzw. Tortendiagramme werden per Overlay zusätzliche Informationen angezeigt.

Zuordnen

Diese Ansicht ist, zumindest was die richtige Konfiguration von Timing angeht, die wohl wichtigste und sollte daher mit Sorgfalt betrachtet und bearbeitet werden.

Ganz oben befindet sich, sofern man den betrachteten Zeitraum auf einen Tag eingrenzt, eine Zeitleiste, die in vier Zeilen unterteilt ist und die man, zur besseren Übersicht, mit gedrückter Cmd-Taste + Scrollen zoomen kann.

  • Zeit: Die Uhrzeit am betreffenden Tag.
  • App-Aktivität: Welche App wurde zum Zeitpunkt X verwendet.
  • Projekt: Welches Projekt wurde zum Zeitpunkt X bearbeitet.
  • Tätigkeit: Welche Tätigkeit wurde zum Zeitpunkt X ausgeführt.

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Fährt man mit der Maus über die Zeitleiste, werden weitere Details zum betreffenden Zeitpunkt eingeblendet.

So war ich beispielsweise am 26.06.2017 gegen 12:30 Uhr knapp acht Minuten mit dem Schreiben einer E-Mail in MailMate beschäftigt, die im Betreff Little Snitch 4 zu stehen hatte.

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Zum weiterem Verständnis:
Die Projektliste mit allen Projekten und Unterprojekten ist im Feld links unter der Zeitleiste zu sehen. Die einzelnen Projekte fungieren dabei quasi als eine Gruppe, der man mehrere Aktivitäten zuordnen kann. Die einzelnen Aktivitäten sind rechts neben der Projektliste in den vier Feldern Schlüsselwörter (u.a. aus dem Titel des aktiven Fensters), Webseiten, Apps und Ordner (die ja oft projektspezifisch sind) unterteilt.

Die Zuordnung der Aktivitäten zu Projekten erfolgt per drag-and-drop. Dabei ist darauf zu achten, dass jede Aktivität nur einem Projekt zugeordnet werden kann und dass einige Aktivitäten andere übergeordnet sind.

Bewege ich beispielsweise das Schlüsselwort aptgetupdatede auf das Projekt Lesen & Schreiben, werden auch korrespondierende Aktivitäten aus Webseiten, Apps und Ordner diesem Projekt zugeordnet.

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Tätigkeiten sind dahingegen zusammengefasste Zeitblöcke.

So werden sämtliche in einem Zeitblock vorhandenen Aktivitäten mit einem Klick einem Projekt zugeordnet, was u.U. recht viel administrativen Aufwand spart. Außerdem kann man dem potentiellen Kunden so eine wesentlich kompaktere Auflistung seiner Arbeit geben, die nicht jede einzelne Sekunde detailliert auflistet.

Da anfangs noch keine Tätigkeiten definiert sind, liefert Timing verschiedenfarbige Vorschläge, die man entweder übernehmen oder mit click-and-drag verschieben kann.

Mit Klick auf das Plus Zeichen, das sich daraufhin in Tätigkeit hinzufügen wandelt, können Zeitblöcke als Tätigkeit definiert werden. Hier muss man dann nur noch die Beschreibung hinzufügen, das passende Projekt auswählen sowie den Start- und Endzeitpunkt festlegen.

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Für eine automatisierte Zeiterfassung sind die bisher vorgestellten manuellen Zuordnungen der Aktivitäten natürlich keine Lösung; erst recht nicht, wenn man sich täglich damit aufs Neue auseinander setzen muss.

Daher gibt es in Timing Regeln, die diese Zuordnung bzw. Kategorisierung von Aktivitäten in Projekten automatisch vornehmen.

Zur Erstellung von Regeln muss man während des für die Zuordnung von Aktivitäten bereits bekannten drag-and-drops die Options-Taste drücken. Dazu sollte man im Hinterkopf behalten, dass sich Apps, die i.d.R. von mehreren Projekten genutzt werden, für Regeln weniger eignen. Daher sollte man bei den Regeln eher auf die Schlüsselwörter, Webseiten und Ordner setzen.

Möchte man die Regeln bearbeiten oder einfach nur ansehen, genügt in der Projektliste ein Doppelklick auf den Projektnamen. Neben dem Ändern des Projektnamens, dem Anpassen der Farbe, der Bewertung der Produktivität oder dem Definieren von Schlüsselwörtern ist hier insbesondere der Regel-Editor interessant. Hier sind jene Regeln hinterlegt, die man zuvor mit gedrückter Options-Taste und drag-and-drop Aktionen erzeugt hat. Dazu kann man hier natürlich auch eigene Regeln erstellen, die daraufhin automatisch befolgt werden.

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Sollte es übrigens bei der Abarbeitung der automatischen Regeln zu Konflikten kommen (z.B. eine Aktivität ist zwei Projekten zugeordnet), gewinnt das Projekt mit der höchsten Priorität. Diese lässt sich in der Regel-Reihenfolge in den Einstellungen von Timing festlegen.

Neu erstellte Projekte haben außerdem immer die höchste Priorität.

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Details

Diese Ansicht zeigt ähnliche Informationen wie die Zuordnen-Ansicht an; nur detaillierter.

So kann man beispielsweise genau nachvollziehen wann man welche Datei für wie lange bearbeitet oder welche Webseite man wann, wie lange und mit welchem Browser betrachtet hat.

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Wie schon bei der Zuordnen-Ansicht gilt auch hier: die Zeitleiste wird ausgeblendet, sobald mehr als ein Tag beim betrachteten Zeitraum ausgewählt ist.

Berichte

Diese Ansicht ist beispielsweise für die Abrechnung von Kundenaufträgen interessant; wobei Timing direkt keine Rechnungen erstellen.

Es geht hier vielmehr um die Lieferung von aufbereiteten Daten. Über verschiedene Voreinstellungen wie Stundenzettel, Wöchentliche Zusammenfassung, Ultra-Detailliert oder Zeit pro App bzw. pro Dokument kann man seine Daten als Excel-, CSV-, PDF- oder HTML-Datei exportieren.

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Sonstiges

Bisher sind alle Aktivitäten eineindeutig in Projekten kategorisiert, was die Frage nach dem Woran man gearbeitet hat klärt. Möchte man auch die Frage nach den verwendeten Apps, also nach dem Wie man gearbeitet hat beantwortet haben, kommen Filter ins Spiel.

Eine Reihe an vordefinierten Filtern, die App-Aktivitäten nach der Art der Aktivität kategorisieren, können über die Symbolleiste ausgewählt und auf Doppelklick bearbeitet werden; natürlich können auch neue Filter erstellt werden.

Da Filter ausschließlich App-Aktivitäten beinhalten, die den Schlüsselwörtern oder Regeln entsprechen, kann man auf diese Art und Weise projektübergreifend sehr einfach feststellen wie viel Zeit man beispielsweise zum Editieren von Bildern im Zeitraum X benötigt hat.

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Hin und wieder kann es vorkommen, dass man seine Zeit manuell erfassen muss. Auch das ist mit Timing möglich.

Über das Menüleisten Icon kann man auf Klick, unter Angabe einer Beschreibung, eines Projektes und der geschätzten Dauer, eine neue Tätigkeit beginnen. Sobald die geschätzte Dauer abgelaufen ist, fragt Timing, ob man weiterhin an der Tätigkeit arbeitet.

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Darüber hinaus gibt es im Menüleisten Icon eine Option namens Bei Abwesenheit nach Aktivität fragen.

Das ist recht praktisch um Mittagspausen, Meetings, Offlinezeiten oder einfach nur die Abwesenheit vom Mac mit wenigen Klicks zu erfassen.

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Des Weiteren unterstützt Timing AppleScript.

So lassen sich per Script Aktivitäten, Projekte oder Tätigkeiten aus Toggl, Tyme, OmniFocus, Things oder Apples Kalender in Timing 2 importieren. Auch ein Import entsprechender Daten aus der ersten Version von Timing ist möglich.

Einstellungen

In den allgemeinen Einstellungen kann man die Uhrzeit festlegen, bei der für Timing ein neuer Tag beginnt.

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Zusätzlich kann man einen Grenzwert für das Kombinieren von kurzen Aktivitäten festlegen und die Zeit der Erfassung auf nur einige Stunden am Tag eingrenzen.

Außerdem gibt es noch eine Sperrliste, die bei Bedarf verschiedene Aktivitäten (Schlüsselworte, Webseiten, Apps oder Ordner) von der Zeiterfassung ausschließt.

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Preise und Verfügbarkeit

Timing 2 wird im Gegensatz zu seinem Vorgänger nur noch direkt verkauft. Das Preismodell ist dreistufig und beginnt, je nach Funktionsumfang und Anzahl der lizensierten Macs, bei 29 Euro. Die funktional allumfassende Expert-Version schlägt mit 79 Euro zu Buche.

Wichtig:
Eine Lizenz beinhaltet 12 Monate kostenlose Updates. Danach funktioniert die App natürlich weiter, wird allerdings nicht mehr mit Updates versorgt. Ist das gewünscht, muss jährlich eine Update-Lizenz für 19€/29€/49€ nachgekauft werden.
Darüber hinaus wird auch eine “Premium Supporter’s Edition” von Timing 2 angeboten, die von dieser Einschränkung ausgenommen ist und lebenslange kostenlose Updates mit sich bringt. Wer daran Interesse hat, muss die Entwickler kontaktieren.

Außerdem wird Timing 2 auch über den hier schon vorgestellten alternativen App Store Setapp angeboten. Bei der dort verfügbaren Version handelt es sich um die Expert-Version, die, solange man für das Abo zahlt, ebenfalls keine Einschränkungen bei den Updates hat.

In jedem Fall wird OS X 10.11 El Captitan oder höher zur Installation vorausgesetzt. Zum kostenlosen Ausprobieren steht außerdem eine Demo bereit.

-> https://timingapp.com

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Sollte man auch nur einen Funken Interesse am detaillierten Erfassen der eigenen Arbeitszeit haben, ist Timing 2 definitiv eine App, die man sich anschauen muss.

Die App läuft unaufgeregt im Hintergrund und hilft durch selbst konfigurierte Regeln beim automatischen Tracken der Zeit.

Wenn es überhaupt etwas zu meckern gibt, dann sind es sehr selten auftretende Grafik-Glitches oder das Fehlen der führenden Nullen bzw. vierstelligen Jahreszahl beim Datum. Auch das Fehlen korrespondierender mobiler Apps für iOS oder Android muss bemängelt werden 😉

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Der Münchner Entwickler Daniel Alm hat aptgetupdateDE drei Expert-Lizenzen (mit 12 Monaten kostenlosen Updates) von Timing 2 für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Gleam zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 10.07.2017, statt. Viel Glück!

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macOS Tipp: Webseitenvorschau im Safari oder in Mail per Multi-Touch-Geste

Heute mal wieder ein Tipp aus dem Bereich Webbrowser, genau gesagt dem Safari.

Beim Lesen von Artikeln im Web kommt irgendwann jeder einmal an dem Punkt, an dem man eingebettete Links aus Gründen wie Ablenkung u.ä. nicht anklicken möchte. Der Safari und auch Apple Mail bieten unter macOS mittels definierbarer Multi-Touch-Geste eine Webseitenvorschau, die dieser Problematik geschickt entgegenwirkt.

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Zunächst muss man allerdings in den macOS Systemeinstellungen > Trackpad > Zeigen und Klicken unter dem Punkt Nachschlagen & Datenerkennung die entsprechende Multi-Touch-Geste identifizieren.

Bei den neueren Force Touch-Trackpads mit haptischen Feedback handelt es sich per default um einen kräftigen Klick mit einem Finger; bei älteren Touchpads ist es i.d.R. eine Drei-Finger-Tab-Geste.

Wendet man diese Geste nun auf einen Link im Safari oder auch in Apple Mail an, wird ein Vorschaufenster generiert, das die dahinter legende Webseite ohne große Ablenkung vom eigentlichen Artikel anzeigt.

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MarsEdit 4 · Offline-Blogeditor für den Mac lädt zur Beta ein

Stammleser wissen, dass ich mit dem Backend von WordPress überhaupt nichts anfangen kann. Stattdessen nutze ich seit etlichen Jahren Offline-Blogeditoren.

Angefangen hatte damals™ alles mit ecto. Weiter ging es mit MarsEdit oder Blogo. Selbst reine (Markdown-)Texteditoren wie Ulysses oder Byword sind mittlerweile in der Lage Artikel direkt ins WordPress zu publizieren.

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Aber zurück zu MarsEdit, das sieben Jahre (!!!) nach der Veröffentlichung von MarsEdit 3 nun den Sprung auf Version 4 wagt. Als Vorbereitung auf das große Release wurde gestern Abend zum Start einer öffentlichen Betaphase eine erste Version zum Testen freigegeben.

Neben leichten optischen Anpassungen wurde vor allem der Editor verbessert. So gibt es neue Formatierungstools, Typewriter Scrolling oder Markdown Support. Dazu kann man nun WordPress spezifische Features wie Featured Image oder das Post Format festlegen.

Weitere Neuerungen sind im passenden Artikel im Blog des Entwicklers Red Sweater Software aufgelistet.

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Kleiner Nachteil:
Zur kostenlosen Teilnahme an der Beta ist eine direkt auf der Webseite der Entwickler gekaufte Lizenz von MarsEdit 3 von Nöten. Nutzer der Mac App Store Version von MarsEdit 3 schauen leider in die Röhre 😐

Dazu wird OS X 10.10 Yosemite oder höher zur Installation vorausgesetzt.

-> https://red-sweater.com/blog/3244/marsedit-4-public-beta

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CHMOD Command Calculator: Zugriffsrechte richtig setzen

Kurzer Hinweis auf den CHMOD Command Calculator.

Dabei handelt es sich um eine kleine Webanwendung, mit der man auf recht einfache Art und Weise das passende Terminalkommando für gewünschte Zugriffsrechte für Dateien oder Verzeichnisse generieren lassen kann.

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Dazu kann man über Checkboxen und Schieberegler weitere Optionen anwählen; Tooltips helfen beim Verständnis.

-> https://chmodcommand.com

(via)

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macOS Firewall: Little Snitch 4 lädt zur Beta ein

Vor knapp fünf Jahren hatte ich an dieser Stelle Little Snitch 3, eine Software-Firewall für den Mac, ausführlicher vorgestellt.

Mit Little Snitch 4 kann seit ein paar Tagen im Rahmen einer öffentlichen Beta der Nachfolger von jedermann kostenlos getestet werden.

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Neu ist u.a. die überarbeitete Benutzeroberfläche, die besonders beim komplett neuen Netzwerkmonitor mit Visualisierung der Verbindungen auf Grundlage der eigenen geografischen Position zum Tragen kommt.

Dazu können Verbindungsalarme nun auch minimiert und die entsprechende Entscheidung auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. Zu den weiteren Neuerungen zählen ein verbessertes Arbeiten mit (Little Snitch-)Profilen, ein automatischer Silent Mode, besseres Regel-Management (z.B. vordefinierte Regeln für iCloud & Co., Prioritäten bei Regeln, Prüfung von Code-Signaturen, klügere domainbasierte Filter durch Deep Packet Inspection) oder die Unterstützung von Apples Touch Bar.

Eine etwas detailliertere Auflistung ist hier zu finden.

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Little Snitch 4 kostet in der Einzelplatzlizenz 45 Euro; ein Upgrade von Version 2 oder 3 wird mit 25 Euro zu Buche schlagen. Zur Installation wird OS X 10.11 El Capitan oder höher vorausgesetzt.

Wer übrigens die Beta über den für LS4 final geplanten Releasetermin am 05.07.2017 hinaus testen möchte, kann mit einem temporären Lizenzschlüssel den Testzeitraum bis Mitte Oktober 2017 verlängern.

-> https://www.obdev.at/products/littlesnitch/index-de.html

Dazu auch gleich nochmals der Hinweis, dass eine Software-Firewall nicht nur positive Seiten hat 😉

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Review: ​Ultrasone Performance 840 Kopfhörer

Ich hatte die letzten Wochen mal wieder die Möglichkeit neue Hardware zu testen. Genauer gesagt geht es um die Performance 840 Kopfhörer vom deutschen Hersteller Ultrasone.

Anders als die Spitzenmodelle dieses Herstellers ist der Performance 840 nur im semiprofessionellen Bereich angesiedelt, was ihn zum perfekten Begleiter für Zuhause und unterwegs macht. Aber der Reihe nach…

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Lieferumfang

  • Ultrasone Performance 840 Kopfhörer
  • Neopren-Transporttasche
  • 3 m langes Kabel mit vergoldetem 3,5 mm Klinke-Stecker (abnehmbar)
  • 1,2 m langes Kabel mit Mikrofon und Fernbedienung (abnehmbar)
  • 6,3 mm Schraubadapter
  • Kurzanleitung u.ä.

Erster Eindruck

Die Lieferung erfolgt in einem sehr stabilen Karton. Im Inneren wartet eine Neopren-Transporttasche mit Ultrasone-Logo, in der sich der Kopfhörer befindet. Unter dem darunter liegenden Einlegeboden befinden sich im Lieferumfang enthaltene Kabel, Adapter und diverser Papierkram.

Der Kopfhörer selbst besteht zu großen Teilen aus mattschwarzem Kunststoff. Der Bügel ist gepolstert. Beide Bauteile sind mit einer silbernen Halterung aus Aluminium verbunden. Dazu sind die Ohrmuscheln mit einem silbernen Ring abgesetzt.

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Apropos Ohrmuscheln: diese lassen sich zum optimalen Transportschutz in der mitgelieferten Tasche um 90° drehen. Für die Polsterung wird komfortabler Memoryschaum verwendet; die Kopfpolster sind mit Kunstleder überzogen.

Insgesamt war mein Ersteindruck, trotz des vorherrschenden Kunststoffs, sehr gut. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern; die Optik sowie die Haptik sind meiner Meinung nach ebenfalls sehr gelungen und runden das sportlich/minimalistische Design des Kopfhörers wunderbar ab 👍

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Technologie

Bei der Performance-Serie setzt Ultrasone auf die sogenannte S-Logic Technologie.

Diese patentierte Technik erzeugt bei weniger Schalldruck einen dreidimensionalen Raumklang und entlockt dem Stereokopfhörer nahezu Surround Sound. Beim Performance 840 kommt mit S-Logic Plus die zweite Generation dieser Technologie zum Einsatz, mit der die räumliche Wahrnehmung und das Klangbild nochmals optimiert wurden.

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Des Weiteren nutzt der Performance 840 eine Technologie namens ULE (Ultra Low Emission). Ziel dieser Technik ist das Minimieren von niederfrequenten Feldern, was schlussendlich das Gehör schont.

Mit der MU-Metall Abschirmung reduziert man zudem die magnetische Strahlung um bis zu 98%, was das Tragen des Kopfhörers, auch vom gesundheitlichen Standpunkt aus, über mehrere Stunden problemlos möglich macht.

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Im Alltag

Generell ist zu sagen, dass der Kopfhörer für seine Größe einen sehr guten Tragekomfort liefert. Die Kopf- und Ohrpolster sind durch die verwendeten Materialien (u.a. der besagte Memoryschaum) angenehm zu tragen und drücken auch nach mehreren Stunden nicht am Ohr.

Auch schnelle und ruckartige Bewegungen steckt der nur 274 Gramm leichte P840 problemlos weg 🎧

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Hinzu kommt, dass sich die geräumigen Innenkapseln für quasi jede Ohrform eignen, diese komplett umschließen und somit schon per se eine sehr gute Dämpfungseigenschaft liefern.

Auch das Anpassen des P840 an die jeweilige Kopfform geht schnell und zuverlässig von der Hand.

Die verbaute Mechanik gibt acht leicht verstellbare Stufen vor, so dass man sich (beispielsweise für einen Transport) nur die Markierung merken muss.

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Die beiden im Lieferumfang enthaltenen Kabel lassen sich jederzeit wechseln. Zum Schutz vor dem ungewollten Herausfallen des Kabels ist außerdem ein Bajonettverschluss im Klinkenanschluss des Kopfhörers sowie am Kabel integriert.

Und um nochmals auf das geringe Gewicht des P840 zurückzukommen: genau dieser Umstand und die nahezu perfekte/feste Passform machen den Kopfhörer auch unterwegs zu einem treuen Begleiter.

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Ultrasone IQ App

Bevor ich gleich zum Klang komme, möchte ich noch kurz auf die kostenlose App namens Ultrasone IQ hinweisen, die es aus irgendwelchen Gründen nur für Android gibt.

Mit dieser App kann man die Multifunktionstaste der mitgelieferten Kopfhörer-Kabelfernbedienung individuell programmieren. Das betrifft Funktionen wie das Entgegennehmen bzw. Auflegen bei Anrufen, Play/Pause sowie nächster und letzter Song beim Abspielen von Musik.

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ULTRASONE IQ
Entwickler: ULTRASONE AG
Preis: Kostenlos

Klang

Der Klang ist natürlich mal wieder ein rein subjektives Thema, zu dem ich trotzdem kurz etwas sagen möchte.

Der Kopfhörer liefert ein sehr ausgewogenes und klares Klangbild, das besonders bei klassischer Musik zum Tragen kommt.

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Die Frequenzen werden sauber und druckvoll getroffen; der normale Bass ist dank der 40 mm PET Schallwandler ordentlich. Durch die L-Logic Technologie kommt sogar so etwas wie Konzertatmosphäre auf. Das Raumgefühl ist echt super.

Bei ganz tiefen Tönen, und ich ziehe hier wieder meinen Bass-Referenzsong Ariel von Stephan Bodzin hinzu, wurde die Auflösung allerdings etwas unsauber bzw. verzerrt.

Preise und Verfügbarkeit

Der Ultrasone 840 Kopfhörer wird ausschließlich in der Farbe schwarz angeboten. Die Preise beginnen derzeit bei knapp 190 Euro.

Dazu liefert der Hersteller 5 Jahre Garantie ab dem Kaufdatum.

-> http://www.ultrasone.audio/performance-840
-> https://www.idealo.de/performance-840-ultrasone

tl;dr

Trotz kleinerer Schwächen bei tiefen Bass-Tönen kann ich den Ultrasone Performance 840 jedem Musikenthusiasten wärmstens empfehlen. Durch sein sehr klares Klangbild kann man auch wunderbar Filme schauen oder an der PlayStation zocken.

Das Design gefällt. Die Verarbeitung ist sehr wertig, so dass der großflächig verwendete Kunststoff nicht stärker ins Gewicht fällt; bei 274 Gramm im wahrsten Sinne des Wortes 😆

Dazu sind die mitgelieferten Kabel von sehr guter Qualität und mit 3 Metern recht lang, was der Bewegungsfreiheit, gerade beim Verwenden über einen A/V-Receiver, entgegen kommt.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)