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Review: SpamSieve · E-Mail Spam-Filter für macOS (Gewinnspiel inside)

Hin und wieder bekommt jeder von uns E-Mails von der dunklen Seite: die Tante in Hong Kong hat 25 Millionen Dollar gefunden und weiß keinen Weg das Geld nach Europa zu transferieren; eine russische Beautyqueen (mit Foto im Anhang) will unverzüglich Beischlaf; der kranke Onkel in Nigeria benötigt finanzielle Hilfe oder Jobangebote, die 6.000 Euro (netto) Monatsgehalt offerieren, sobald man diesen einen Link anklickt…

Um diesen täglichen Junk-Mails Herr zu werden, kann man beispielsweise den in Apple Mail eingebauten Spam-Filter nutzen. Dieser funktionierte bei mir anfangs auch recht zufriedenstellend. Die Resultate wurden im Laufe der Zeit aber immer schlechter, so dass ich, sowohl server- als auch clientseitig, mit manuellen Regeln nachhelfen musste, was extrem nervig ist.

Um die Spreu vom Weizen automatisiert besser trennen zu können, musste sich dringend etwas ändern und genau an dieser Stelle kommt SpamSieve ins Spiel.

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Bei diesem Tool handelt es sich um einen 3rd-Party-Spam-Filter, der mit einer Vielzahl der für den Mac verfügbaren E-Mail Programme, u.a. Apple Mail, Airmail, MailMate, Postbox, Thunderbird, Outlook, Entourage und einigen mehr, kompatibel ist.

Generelle Funktionsweise

Die Funktionsweise von SpamSieve basiert aus sogenannten Bayes-Filtern. Das heißt im Prinzip nichts anderes, als dass der Filter anhand von charakteristischen Wörtern einer jeden E-Mail abwägt, ob es sich um Spam handelt oder nicht. Darüber hinaus helfen dem Tool die Habeas Safeliste sowie automatisch erstellte White- und Blacklisten (im Deutschen Positiv- und Sperrlisten genannt) bei der Spam-Identifizierung.

Vielleicht als Beispiel: In der Whiteliste befinden sich u.a. alle E-Mail Adressen aus den macOS Kontakten.

Training

SpamSieve unterscheidet nicht zwischen einem Trainings- und Arbeitsmodus. Sobald das Tool das erste Mal gestartet wird, lernt es von eingehenden E-Mails; sowohl positiv als auch negativ. Will heißen: Verirrt sich eine eigentlich gute E-Mail in den Spam-Ordner (die sogenannten Falsch Positiv), entfernt man die Spam-Markierung. Landet dahingegen eine Spam-Mail in der Inbox (die sogenannten Falsch Negativ), markiert man sie als Spam.

Auf diese Art und Weise verbessert SpamSieve mit jeder E-Mail seine Wortlisten und wird in der Erkennung von Spam immer genauer.

einstellungen

Darüber hinaus kann man nach dem ersten Start der App auch ein initiales Training durchführen, um in der täglichen Arbeit mit E-Mails und SpamSieve (zumindest) anfänglich nicht allzu viele Falscherkennungen zu haben.

Bei diesem Training kommt es natürlich darauf an, was einem als Quelle an guten und schlechten E-Mails zur Verfügung steht. Generell sollte man darauf achten, dass bei diesem Training ca. 65% Spam- und 35% gute E-Mails gelernt werden.

Damit man diesen Lernprozess bzw. eine generelle Statistik zum Spamaufkommen im Auge behalten kann, bietet SpamSieve entsprechende Ansichten.

Außerdem wissenswert: In den SpamSieve Voreinstellungen kann man unter der Schaltfläche Erweitert über einen Schieberegler die Spam-Erkennungsstrategie festlegen; also quasi den Level der Aggressivität, mit dem die Bayesian-Klassifizierung bei der Erkennung von Spam zuschlagen soll.

statistik

SpamSieve benutzen

Nachdem die Haken bei den Voreinstellungen gesetzt sind, ist es vor dem produktiven Einsatz des Tools vorteilhaft noch einige Vorkehrungen aus Seiten des E-Mail Clients und Servers zu treffen:

So sollte man den eventuell schon im Mail-Programm eingebauten Spam-Filter deaktivieren und manuell erstellte Regeln zur Erkennung von Spam löschen. Gleiches gilt natürlich auf der Serverseite; wobei die Deaktivierung des serverseitigen Spam-Filters nicht immer möglich ist (z.B. bei iCloud Accounts). Google Mail lässt ein Deaktivieren allerdings zu. Man muss, wie im nachfolgenden Screenshot zu sehen, nur einen Filter einrichten.

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Nun aber konkrete Beispiele, wie man SpamSieve mit den E-Mail Clients Apple Mail, Airmail und MailMate einsetzt.

Apple Mail

Bevor man SpamSieve mit Apple Mail nutzen kann, muss man ein passendes Plugin installieren.

Dazu muss Mail zunächst beendet werden; die Installation des Plugins über das SpamSieve Menü ist dann eine Sache von Sekunden.

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Nachdem Apple Mail neu gestartet wurde, muss man ein lokales neues Postfach anlegen.

Am einfachsten geht dieses Vorhaben über den Mail Menüpunkt Postfach > Neues Postfach. Beim Ort muss Lokal und beim Namen Spam (hier muss auf Groß- und Kleinschreibung geachtet werden) stehen.

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Anschließend startet man die Apple Mail Einstellungen und navigiert zu den (Mail-)Regeln.

Hier muss nun eine neue Regel mit dem Namen SpamSieve (zumindest muss die Beschreibung so anfangen; zusätzlicher Text ist möglich) erstellt werden, mit der alle E-Mails in das gerade erstellte lokale Postfach Spam bewegt werden.

Bevor jetzt jemand am Sinn dieser Regel zweifelt: es werden natürlich nicht alle eingehenden E-Mails in das Spam-Postfach verschoben. Das anfangs installierte Mail Plugin sorgt dafür, dass ausschließlich als Spam markierte E-Mails dort landen.

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Bestätigt man diese Regel über die Schaltfläche OK, ist es wichtig, dass man die Regel auf bestehende E-Mails nicht anwendet. Klickt man hier nämlich fälschlicherweise doch auf anwenden, werden alle angezeigten alten E-Mails durch SpamSieve gejagt und man hat dadurch u.U. eine ganze Menge manueller Fehlerkorrekturen vor sich.

Zusätzlich ist darauf zu achten, dass die SpamSieve-Regel bei der Abarbeitung an erster Stelle steht und vor allem keine weiteren Regeln aktiv sind, die sich um die Problematik Junk-Mail kümmern.

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Jetzt wechselt man vom Reiter Regeln in den Reiter Werbung.

Hier muss nun der in Apple Mail integrierte Spam-Filter deaktiviert werden, indem der Haken bei Filter für unerwünschte Werbung aktivieren entfernt wird.

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An dieser Stelle kann man nun mit dem optionalen Training für SpamSieve beginnen. Hier muss man einfach nur die weiter oben angesprochene 65/35%-Regel im Kopf behalten, um aus dem Stehgreif vorzeigbare Ergebnisse zu erzielen.

Ich persönlich habe beispielsweise auf ein initiales Training komplett verzichtet, was den Korrekturaufwand anfangs etwas in die Höhe trieb. Aber das zeigt, dass man auch ohne Training gut mit SpamSieve arbeiten kann, da das Tool mit jeder eingehenden E-Mail schlauer wird und weniger Fehler macht.

Sowohl für das Training, als auch für die hin und wieder nötigen Korrekturen werden mit installiertem SpamSieve Mail Plugin zusätzliche Optionen im Menüpunkt E-Mail angeboten. Hier kann man E-Mails mit einem Klick oder einen Shortcut als gut bzw. Spam bewerten.

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Auf diese Art und Weise werden die Wortlisten von SpamSieve täglich mehrfach erweitert.

Wirft man einen Blick in den lokalen Spam-Ordner, werden dort abgelegte E-Mails farbig dargestellt. Das ist keine Fehler, sondern zeigt auf Grundlage der Wortlisten den Grad der Verspammung jeder einzelnen E-Mail an. SpamSieve vergibt nämlich jeder E-Mail eine Kennzahl. Liegt diese sogenannte SpamSieve Score über 50, wird die E-Mail als Spam klassifiziert und abhängig von der Kennzahl farblich anders markiert.

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Airmail

Um SpamSieve mit Airmail zu verknoten, muss kein Plugin installiert werden.

Man muss allerdings in den Account-Einstellungen unter der Schaltfläche Mehr beim Punkt Herunterladen den Haken bei Inhalt der Nachricht und Anhänge setzen. Darüber hinaus muss in den erweiterten Einstellungen der Haken bei SpamSieve benutzen aktiviert sein.

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Das war es im Prinzip und man kann sich direkt dem optionalen Training von SpamSieve zuwenden.

Ähnlich wie bei Apple Mail kann man einzelnen E-Mails den Status Gut oder Schlecht zuweisen.

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Neben dem Kontextmenü stehen auch wieder Shortcuts zur Verfügung, die aber leider im Menüpunkt Nachrichten > Als Erinnerung markieren > Spam Filter… etwas versteckt sind.

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MailMate

SpamSieve wird in den Einstellungen zu MailMate unter dem Reiter Security aktiviert. Dazu ist darauf zu achten, dass Apply to new messages in auf Inbox steht.

Die Zahl darunter entspricht der schon angesprochenen SpamSieve Score, die hier zwar flexibel angepasst aber in den Standardeinstellungen auf 50 belassen werden sollte.

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Anschließend beginnt wieder das Training nach dem 65/35-Prinzip.

Leider gibt es in MailMate per default keine Shortcuts (zumindest habe ich bisher keine gefunden), so dass die Junk-/Not Junk-Markierungen für das Training und im täglichen Arbeiten über den Menüpunkt Message > Junk State > (Not) Junk erfolgen muss. Um dem entgegenzuwirken, kann man allerdings Tools wie Keyboard Maestro oder BetterTouchTool einsetzen, die Menüpunkte mit Shortcuts triggern können.

Dazu kann man sich interessehalber für jede E-Mail über den darunter befindlichen Punkt SpamSieve die SpamSieve Score initial oder erneut berechnen lassen.

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Diese SpamSieve Score lässt sich in MailMate auch jederzeit für alle E-Mails anzeigen.

Interessant ist in diesem Fall der direkte Vergleich mit der ebenfalls verfügbaren Spam Score. Letztere gibt nämlich den vom E-Mail Server vergebenen Spam-Level an, der bei mir, durch den deaktivieren Spam-Filter, nicht wenig überraschend überall auf 0,000 steht.

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Sonstiges

Auch wenn SpamSieve im Hintergrund läuft, kann man sich jederzeit die Black- und Whitelisten ansehen oder auch eigene Regeln hinzufügen.

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In einer ebenfalls verfügbaren Log-Datei sind Informationen zu jeder gefilterten und trainierten E-Mail enthalten.

Zur weiteren Analyse der Ergebnisse von SpamSieve kann ein Blick in der Korpus recht interessant sein. Dort sind alle Worte enthalten, die in guten und schlechten E-Mails gefunden wurden und anhand derer die Vorhersagen für zukünftige E-Mails aufgrund von Wahrscheinlichkeiten (die anfangs erwähnte Bayesian-Klassifizierung) getroffen werden.

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Ist das macOS Feature Power Nap aktiviert, ist SpamSieve auch im Ruhezustand des Mac aktiv und filtert einmal pro Stunde E-Mails. Das hat, sofern die eingerichteten Mail-Account dem IMAP- oder Exchange-Standard entsprechen, den Vorteil, dass u.U. auch mobile Mail-Clients auf dem iPhone oder iPad von SpamSieve profitieren können.

Darüber hinaus bietet das Tool eine umfangreiche Unterstützung von AppleScript. Einige Beispiele finden sich hier.

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Für weitere Informationen bietet SpamSieve eine umfassende In-App-Hilfe und ein PDF Handbuch an, das auch Online verfügbar ist.

Preise und Verfügbarkeit

SpamSieve wird ausschließlich über den Webstore seines Entwicklers C-Command Software verkauft. Das Tool kostet 30 US-Dollar und setzt Mac OS X 10.6 Snow Leopard oder höher zur Installation voraus.

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Skeptiker greifen vor dem Kauf zur kostenlosen aber zeitlich begrenzt funktionierenden Testversion.

-> https://c-command.com/spamsieve/

tl;dr

Ich hatte immer mal wieder etwas über SpamSieve gelesen aber nie wirklich mit einem Kauf des Tools geliebäugelt. Die vorhandenen Spam-Filter in diversen E-Mail Clients und auch auf den Servern verrichteten einen guten Job.

Dennoch kam es bei mir seit ca. einem Jahr vermehrt zu Falscherkennungen, so dass ich mehrfach täglich neben der Inbox auch die jeweiligen Spam-Ordner nach guten E-Mails durchsuchen musste. Das und das Pflegen der manuellen Spam-Erkennungsregeln nervte irgendwann dermaßen, dass das Fass überlief.

Dass SpamSieve seinen Job aber derart gut verrichtet und innerhalb kürzester Zeit weit über 95% meiner Spam-Mails, bei nur einer Handvoll Falscherkennungen, zuverlässig erkennt, überraschte mich dann doch. Zumal das Tool angenehm unaufgeregt seinen Dienst im Hintergrund verrichtet und man von dieser Power absolut nichts mitbekommt.

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Michael Tsai, der Entwickler hinter SpamSieve, hat aptgetupdateDE drei Coupon Codes seines Tools für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Rafflecopter zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 17.04.2017, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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speedtest-cli · Kommandozeilen Tool zum Messen der Internet Bandbreite

Möchte man daheim oder im Büro die Datenübertragungsraten des Internetanschlusses testen, führt der Weg meistens über den Browser zu speedtest.net.

Braucht man keine fancy Grafiken, kann man selbiges auch im Terminal über das Kommandozeilen Tool speedtest-cli, welches quasi eine non-GUI-Ansicht von speedtest.net ist, erreichen.

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Die Installation erfolgt recht simpel über Brew:

brew install speedtest_cli

Möchte man den Weg über Brew nicht gehen, sind auf der Projektseite bei GitHub weitere Installationsmöglichkeiten aufgelistet. Die einfachste ist sicherlich der Download über das Terminal:

curl -Lo speedtest-cli https://raw.githubusercontent.com/sivel/speedtest-cli/master/speedtest.py
chmod +x speedtest-cli

Jetzt kann man speedtest starten und bekommt in den default-Einstellungen, wie oben im Screenshot zu sehen, recht umfangreiche Informationen angezeigt.

Vielleicht als Hinweis:
Normalerweise startet man speedtest über den Befehl speedtest. Darüber hinaus gibt es noch die beiden Aliase speedtest-cli und speedtest_cli, die Identisches bewirken.

Auf der Projektseite sieht man auch schon, dass es recht vielfältige Optionen zum Starten des Tools gibt. Die vereinfachte dreizeilige Anzeige der Ergebnisse erzielt man mit:

speedtest --simple

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Exkurs Keyboard Maestro

Möchte man das Testen der Internet Bandbreite automatisieren oder mit einem globalen Shortcut (ohne Umweg über das Terminal) starten, kommt wieder die Allzweckwaffe Keyboard Maestro zum Einsatz.

Nachfolgend drei Macros, die immer etwas ausgefeilter werden:

The Simple Version

Über die erste und die letzte Aktion, und das ist allen Macros gleich, wird das Macro nach dem Starten gesperrt. Damit wird verhindert, dass das Macro doppelt gestartet wird und schlussendlich unsaubere Ergebnisse liefert.

KM_Macro_Screenshot_2017-04-05 um 12.24.57

Die zweite Aktion generiert eine Notification, die über den Start des Tests informiert und schon mal darauf hinweist, dass das Ergebnis ebenfalls in einer Notification angezeigt wird.

Die dritte Aktion ist der eigentliche, in diesem Fall vereinfachte dreizeilige Test, der einige Sekunden braucht, um Ergebnisse zu liefern. Hier ist darauf zu achten, dass der vollständige Pfad zum Tool angegeben ist. Da ich die Installation über Brew nutze, steht bei mir /usr/local/bin.

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The Fancy Version

Auch hier wird das Macro über die erste und letzte Aktion gesperrt, sofern es ausgeführt wird.

KM_Macro_Screenshot_2017-04-05 um 12.25.11

Die Notification aus der zweiten Aktion, die über den Start des Tests informiert, ist nun etwas detaillierter. Man kann den Titel sowie Untertitel und den eigentlichen Text separat festlegen. Dazu wird ein kleiner Soundeffekt abgespielt.

Die dritte Aktion startet den, in diesem Fall kompletten Test (auch hier muss man wieder auf den Pfad achten) und speichert das Ergebnis zunächst in eine Variable. Diese Variable wird in der vierten Aktion durchsucht und zur Ergebnisaufbereitung vier neuen Variablen zugeordnet. Diese neuen Variablen werden in der fünften Aktion aufgegriffen und unter einem Soundeffekt als Ergebnis des Tests als Notification angezeigt.

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The Special Version

Dieses Macro ist quasi eine Kopie des ersten Macros; allerdings mit zwei kleinen Unterschieden.

Zum einen wird das Macro bei eingeloggtem User jeden Tag alle 90 Minuten automatisch ausgeführt.

KM_Macro_Screenshot_2017-04-05 um 12.32.14

Zum anderen wird anstelle des direkten Aufrufs des Speedtest-Tools ein Python-Skript gestartet, das diesen Aufruf übernimmt (hier muss man erneut auf den Pfad zum Tool achten) und das Ergebnis aufbereitet als Notification ausgibt.

Das Ergebnis wird dann im Vergleich zum ersten Macro auch etwas anders dargestellt.

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Die drei hier vorgestellten Macros habe ich bei GitHub hochgeladen, so dass sie jeder selbst ohne großes Zutun ausprobieren und modifizieren kann.

-> https://github.com/johnnycash69/km-macros

Terminal Know-how

Möchte man nur die Downloadgeschwindigkeit seine Internetanschlusses testen, kann man auf den Service von speedtest.net oder dem dazugehörigen CLI auch komplett verzichten. Es genügt im Prinzip ein Einzeiler im Terminal. Voraussetzung ist allerdings die vorherige Installation des Tools wget.

wget --no-cache cachefly.cachefly.net/400mb.test -O /dev/null

Dieses Kommando lädt von CacheFly, einem der weltweit schnellsten CDNs eine 400 MB große Datei (man kann hier auch 100 MB, 600 MB… angeben) runter und zeigt dabei die Download-Geschwindigkeit an. Die Option -O /dev/null verschiebt diese Datei auch gleich ins Nulldevice, so dass nicht unnötig Platz auf der Festplatte verschwendet wird.

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Möchte man auch auf das gute alte wget verzichten, führt auch folgendes Kommando zu Ziel, das das in macOS eingebaute Tool curl zum Testen nutzt.

curl --no-sessionid cachefly.cachefly.net/400mb.test -o /dev/null

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(thx @konfluenzpunkt, via, via)

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Screen Commander · Externe Bildschirme temporär dunkel schalten

Kurzer Hinweis auf Screen Commander, einer kleinen kostenlosen Menüleisten-App, die im Mehr-Monitor-Betrieb einzelne Displays schwarz schalten kann.

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Das ist vor allem dann interessant, wenn man konzentriert an nur einem Bildschirm arbeitet und man vom zweiten oder dritten Display nicht abgelenkt werden möchte. Auch beim Schauen von Filmen, beim Zocken oder Teilen des Bildschirms via Skype & Co. kann das Vorteile haben.

Um den Desktop wieder sichtbar zu schalten, kann man auf dem schwarzen Bildschirm ein Kontextmenü aufrufen und muss dann die entsprechende Option wählen.

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Screen Commander setzt macOS 10.12 Sierra oder höher zur Installation voraus und wird kostenlos über den Mac App Store verteilt.

Screen Commander
Screen Commander
Entwickler: Alien Orb Software LLC
Preis: Kostenlos

(via)

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BetterTouchTool · Fenstermanagement und Snap Areas in macOS definieren (Gewinnspiel inside)

Dass BetterTouchTool die Produktivität eines jeden Mac-Users erhöhen kann, hatte Rob in seinem Gastartikel zum Erstellen eigener Touch Bars erst kürzlich ausführlich beschrieben.

BTT kann aber auch vermeintlich banale Dinge. Dazu gehört beispielsweise ein umfangreiches Fenstermanagement.

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Fenstermanager gibt es für den Mac wie Sand am Meer. Die wohl besten sind meiner Meinung nach Moom, Magnet (mittlerweile in Version 2 veröffentlicht) und BetterSnapTool*.

Nachdem ich mich vor ein paar Monaten mit neuer Hardware ausgestattet und macOS quasi von Grund auf neu aufgesetzt hatte, stand jede einzelne installierte App auf dem Prüfstand. So bin ich u.a. dazu übergegangen verstärkt multifunktionale Apps, eine der großen Stärken von BTT, zu nutzen. Das hatte zur Folge, dass Apps, die sich beispielsweise ausschließlich um das Fenstermanagement kümmern, obsolet wurden.

BTT unterscheidet beim Fenstermanagement in die drei Bereiche Window Snapping, Snap Areas und Window Moving & Resizing, die alle sehr flexibel konfiguriert werden können.

Window Snapping

Das wohl am meisten verwendete Feature ist Window Snapping.

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Schiebt man ein geöffnetes Fenster an die vier Bildschirmkanten bzw. in die vier Ecken, erscheint ein virtuelles Vorschaufenster. Dieses Vorschaufenster zeigt den Bereich an, in den die selektierte App verschoben wird.

In den Einstellungen zu BTT lässt sich dieses Vorschaufenster sehr flexibel konfigurieren.

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Das fängt beispielsweise mit dem Aussehen an: Man kann eine Hintergrund- und Randfarbe sowie die Breite des Randes festlegen. Man kann das Aufspannen des Vorschaufensters verzögern oder animieren, den Hintergrund mit einem Blur-Effekt belegen oder runde anstatt eckiger Ecken zulassen.

Darüber hinaus kann man den Abstand der einzelnen Fenster zum Bildschirmrand bzw. zwischen sich selbst (Padding) bestimmen oder die Originalgröße des Fenster wiederherstellen, sofern man es aus der gesnappten Position wieder herauszieht.

Den über das Window Snapping verfügbaren Aktionen lassen sich über Predefined Actions auch Shortcuts bzw. Multi-Touch Gesten zuordnen.

Snap Areas

Reichen einem die über das Window Snapping verfügbaren Methoden (maximieren, Bildschirmhälfte oder -viertel) nicht aus, kann man zusätzlich eigene Bereiche festlegen. Zum Aktivieren dieser Bereiche muss man aber zunächst Snap Areas konfigurieren.

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Diese Snap Areas funktionieren nur auf dem Bildschirm, auf dem sie mit der Auflösung X erstellt wurden und sind auch wieder extrem flexibel konfigurierbar.

Neben der eigentlichen (Snap Area-)Fläche, die mit einem Namen sowie farblich angepasst werden kann, sind vor allem die Einstellungen unter dem Zahnrad interessant.

So lassen sich diese Snap Areas ganz bestimmten Apps zuweisen oder erst beim Drücken von Sondertaste (Shift, Fn, Ctrl, Opt, Cmd oder Kombinationen daraus) aktivieren. Außerdem kann man hier pixelgenau die Position und Größe des aufzuspannenden Fensters festlegen.

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Richtig spannend wird es bei den Preconfigured Actions/Dimensions.

Anstelle des pixelgenauen Anpassens der Fensterposition und -größe, können hier auch andere vordefinierte Fensterpostionen oder Aktionen wie quit app, close window oder minimize window hinterlegt werden.

Wer richtig nerdig sein will, kann natürlich auch einzelnen Snap Areas über die vordefinierte Aktion Trigger Snap Area eigene globale oder App-spezifische Shortcuts bzw. Multi-Touch Gesten zuordnen.

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Window Moving & Resizing

Im letzten Punkt soll es um das Verschieben und die Größenanpassung von Fenstern gehen.

Zunächst muss man sich allerdings zwischen dem gerade aktiven/fokussierten Fenster und dem Fenster unter dem Mauszeiger entscheiden.

Anschließend kann man unter Zuhilfenahme der Sondertasten und des sich bewegenden Mauszeigers Fenster auf dem Desktop verschieben oder in der Größe anpassen.

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Auch bei diesem Feature lassen sich, ähnlich wie bei den Snap Areas, Multi-Touch Gesten hinterlegen.

In diesem Zusammenhang weise ich gerne nochmals auf diesen macOS Tipp hin, der zumindest beim Verschieben von Fenstern ähnlich leistungsfähig ist.

Preise und Verfügbarkeit

BetterTouchTool setzt auf ein flexibles Bezahlkonzept. Die App kann in Abstufungen zu einem Preis von 4,49 Euro bis maximal 50,00 Euro gekauft werden.

Dazu gibt es eine auf 45 Tage begrenzte kostenlose Testversion. Zur Installation wird Mac OS X 10.7 Lion oder höher vorausgesetzt.

-> https://www.boastr.net

*Wem BetterTouchTool zu mächtig oder unübersichtlich ist, kann auch zu BetterSnapTool greifen.

Die App stammt ebenfalls vom BTT-Entwickler und konzentriert sich ausschließlich auf die drei hier vorgestellten Funktionen zum Fenstermanagement.

BetterSnapTool wird lediglich über den Mac App Store verkauft und kostet dort 2,99 Euro. Zur Installation wird Mac OS X 10.6 Snow Leopard oder höher vorausgesetzt.

BetterSnapTool
BetterSnapTool
Entwickler: Andreas Hegenberg
Preis: 2,99 €

Hinweis:
Wer BetterSnapTool oder auch BTT Remote (Pro), quasi die BTT-Fernbedienung für iOS, gekauft hat, kann für BetterTouchTool eine kostenlose Lizenz bekommen. Dazu gibt es eine entsprechende Aktivierungsoption im BetterTouchTool Registration View.

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Gewinnspiel

Andreas Hegenberg, der Entwickler hinter BetterTouchTool, hat aptgetupdateDE drei Lizenzen seiner App für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Rafflecopter zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 10.04.2017, statt. Viel Glück!

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Install Brew and set up for macOS standard user

Möchte man unter macOS Sierra den Paketmanager Homebrew nutzen, muss man zunächst Administrator sein und anschließend eine Handvoll Befehle zum Installieren und Setzen der Rechte ins Terminal eingeben.

Als normaler Standard Nutzer, der in der Regel keine Admin-Rechte besitzt, steht man also vor einem Problem. Nicht nur, dass man aufgrund fehlender Rechte Homebrew gar nicht installieren kann; man kann die benötigten Rechte an /usr/local auch nicht setzen, da das sudo-Kommando mit dem Standard Nutzer nicht ausgeführt werden kann.

Eine Lösung dieser Problematik liegt im temporären Umwandeln des Standard Nutzers in einen Administrator. Das kann man über die macOS Systemeinstellungen > Benutzer & Gruppen realisieren, indem man bei Der Benutzer darf diesen Computer verwalten einen Haken setzt.

Nach einem Reboot ist man Administrator und kann das heute verlinkte Shell Skript im Terminal ausführen, das Brew installiert und die benötigten Rechte setzt.

sh install-brew.sh

Ist das Skript durchgelaufen, wandelt man den Administrator wieder in einen Standard Nutzer um und kann Brew stressfrei und ohne Admin-Rechte nutzen.

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Im Test: equinux tizi Turbolader 3x BLACK Premium Edition

Vor knapp zwei Jahren hatte ich mich erstmalig mit den tizi Turboladern von equinux beschäftigt.

Also Grund genug mal wieder reinzuschauen und siehe da: es gibt ein neues schwarzes Sondermodell.

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Vielleicht erst mal generell: Bei den tizi Turboladern handelt es sich um ein Mehrfach-USB-Ladegerät, das mit den Anschluss des Zigarettenanzünders im Auto kompatibel ist. Die Anzahl der USB-Ports variiert dabei je nach Modell.

Da es die BLACK Premium Edition, das Sondermodell, um das es heute gehen soll, nur mit drei USB-Anschlüssen gibt, wird es nachfolgend zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem internen Konkurrenten 3x MEGA in Monza Rot kommen.

Bevor sich jemand wundert: Der 3x MEGA hat im Vergleich zu meinem Review von vor zwei Jahren ein kleines Upgrade erhalten, so dass die Gesamtleistung nicht mehr bei 6,6 Ampere sondern mittlerweile 7,2 Ampere liegt. Der Rest meiner damaligen Review ist weiterhin gültig.

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Rein optisch fällt bei der Premium Edition sofort das komplett mattschwarze Finish ins Auge. Das sieht nicht nur stylisch aus, sondern integriert sich, durch den nun auch schwarzen Kopf, einfach bündiger in die meist schwarzen Cockpits.

Dazu ist der Body, anders als noch beim 3x MEGA, nun vollständig aus Aluminium. Zusammen mit dem ebenfalls aus Alu gefertigten Kopf hat man mit der Premium Edition ein sehr wertiges Stück Hardware in der Hand.

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Wie bei den tizi Produkten üblich, unterstützen beide Geräte die herstellerunabhängige Ladetechnik mit dem Namen Auto Max Power™ Technologie. Dabei wird das Endgerät automatisch erkannt und anschließend mit dem bestmöglichen Ladestrom versorgt.

Die einzelnen USB-Ports unterstützen High-Power-Ladevorgänge bis zu 2,4 Ampere. Sind alle drei Ports besetzt, kommt man auf eine Leistung von 7,2 Ampere, was rein zufällig der Gesamtleistung beider Ladegeräte entspricht.

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Erwähnenswert ist definitiv auch die benötigte Bordnetzspannung. Während der 3x MEGA KFZ-Buchsen von 12 bis 18 Volt unterstützt, funktioniert die Premium Edition auch mit 24 Volt Buchsen, die oft in LKWs oder Yachten Verwendung findet.

Darüber hinaus ist pro USB-Port wieder ein Übertemperatur- und Überlastschutz integriert. Zur besseren Vibrations-Absorption besitzt die Premium Edition ein extra gedämpftes Fixierungssystem.

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Preise und Verfügbarkeit

Die schwarze Premium Edition des tizi Turboladers wird über Amazon und dem tizi Store verkauft. Der Preis liegt bei 39,99 Euro.

-> equinux tizi Turbo 3x BLACK Premium Edition

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Schwarz scheint die neue alte Trendfarbe zu sein. Ähnlich wie Apple mit seinen diamantschwarzen iPhones legt equinux die 3er Version des tizi Turboladers in einer farblich angepassten Sonderedition neu auf.

Anders als bei Apple wird hier aber auch funktional und beim verwendeten Material eine Schippe draufgelegt, so dass der Unterschied nicht einzig und alleine an der Farbe festzumachen ist. Selbst das Design des Ladegeräts wurde dezent überarbeitet.

Mir gefällt die neue Version; auch wenn hier ein recht stolzer Preis aufgerufen wird. Ich weise aber gerne nochmals darauf hin: auch wenn equinux in China produziert, werden die Produktentwicklung sowie die Qualitätskontrolle in Deutschland realisiert, was sich schlussendlich im Preis niederschlägt.

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

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Firewall Nonsens

Drüben bei MacMark gibt es einen sehr lesenswerten Artikel, der sich sehr kritisch mit Firewalls (u.a. in macOS) auseinander setzt.

Auch Little Snitch bekommt sein Fett weg.

Jeder hat das Wort Firewall schon gehört und weiß, daß es mit Sicherheit zu tun hat. Die coolen Kids installieren sich Firewalls und wägen sich in Sicherheit. Tatsächlich wird ein System nicht sicherer durch eine Firewall, sondern unsicherer, denn es löst das zugrundeliegende Problem nicht, sondern fügt ein weiteres hinzu. Wie man das Problem an der Wurzel packt und wie es überhaupt zum Firewall-Hype kam und warum Firewalls nur selten sinnvoll sind, darum geht es in diesem Artikel.

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