Permalink

Review: iStat Menus 6 · Systemmonitor in der macOS Menüleiste (Gewinnspiel inside)

Wer hier schon etwas länger mitliest, wird wissen, dass iStat Menus seit etlichen Jahren der Systemmonitor meiner Wahl ist.

Da das letzte größere Upgrade jetzt schon etwas mehr als drei Jahre zurückliegt, ist es nicht verwunderlich, dass mit iStat Menus 6 kürzlich eine brandneue Version veröffentlicht wurde. Nachfolgend meine gewohnt ausführliche Review.

00b-Bildschirmfoto 2017-12-07 um 16.42.55_1300px

Grundlagen

Das Wesen dieser App hatte ich schon recht anschaulich in meiner Review zu iStat Menus 5, quasi dem direkten Vorgänger, dargestellt.

Kurzgesagt betrifft das detaillierte Angaben zum Prozessor, Arbeitsspeicher, den Laufwerken, dem Akku oder Netzwerk sowie sämtliche verbaute Sensoren (Temperaturen, Lüfter, Spannungen etc.), der Uhrzeit oder dem Kalender. Alle damit verbundenen Anzeigen sind in den Einstellungen der App sehr flexibel anpassbar und auf Klick über die macOS Menüleiste jederzeit im Blickfeld.

Was ist neu?

Mit iStat Menus 6 wurde das Rad natürlich nicht komplett neu erfunden. Die App wurde vielmehr an vielen Ecken optimiert und punktuell um einige nice-to-have Features erweitert, so dass man sein System jetzt noch besser im Blick hat.

08-Bildschirmfoto 2017-12-07 um 16.55.46_1300px

Themes

iStat Menus kann man eigentlich schon seit Version 4 farblich einigermaßen anzupassen. Mit Version 5 und gerade auch der brandaktuellen Version 6 wurde diese Möglichkeit weiter aufgebohrt.

Die Themes, genauer gesagt die Farben der Dropdown Menüs sowie Graphen oder die Transparenz, können nun unabhängig von dem von macOS zur Verfügung gestellten Light bzw. Dark Mode konfiguriert werden.

In den allgemeinen Einstellungen ist außerdem ein Schalter versteckt, mit dem man iStat Menus sehr schnell aktivieren bzw. deaktivieren kann.

01-Bildschirmfoto 2017-12-07 um 16.07.14-minishadow_1300px

Today Widget

Möchte man seine Menüleiste nicht unnötig mit Icons zur Systemüberwachung überfrachten, gibt es nun auch ein Today Widget… wobei das nicht ganz sooo neu ist. Es handelt sich im Grunde genommen um eine aktualisierte Version von iStat Mini, das vom gleichen Entwickler stammt.

Auf jeden Fall hat man, sofern alle Anzeigen aktiviert sind, recht schnell die Auslastung der CPU und des Speichers sowie die dafür verantwortlichen Prozesse, das Netzwerk, die Laufwerke, die durchschnittliche Last, die aktuelle Laufzeit des Macs und den Akku im Blick.

02-Bildschirmfoto 2017-12-07 um 16.19.55_1300px

Mitteilungen

Auch bei den Mitteilungen hat sich einiges getan.

Diese können nun detailliert als Warnung oder Banner festgelegt werden. Dieses neue Feature erinnert etwas an den guten alten HardwareGrowler, ist aber wesentlich flexibler in der Anpassung.

03-Bildschirmfoto 2017-12-07 um 16.25.15_1300px

Neben Daten zur CPU & GPU, dem Speicher, Laufwerk, Netzwerk oder Akku, lassen sich auch diverse Stati der (Temperatur-)Sensoren anzeigen.

Man kann sich sogar über den Sommerzeit-Wechsel oder das Wetter informieren lassen.

05a-Bildschirmfoto 2017-12-08 um 09.49.30_1300px05-Bildschirmfoto 2017-10-28 um 09.28.54_1300px04-Bildschirmfoto 2017-10-17 um 09.43.49_1300px

Wetter

Sagte ich gerade Wetter?! Ja, denn auch das ist eines der großen neuen Features von iStat Menus 6.

Hier kooperiert die App mit Dark Sky und Weather Unterground und bietet, basierend auf der Position des Macs, neben der aktuellen Temperatur, dem Wind, Druck, Sichtweiten und Schneehöhen auch stündliche Vorhersagen, einen Wochenüberblick und einiges mehr.

06-Bildschirmfoto 2017-09-26 um 23.40.09-minishadow_1300px

Leider erfordert dieses Wetter-Feature ein zusätzliches Abo. Man hat zwar mit dem Kauf von iStat Menus 6 ein halbes Jahr ’kostenlose’ Wettervorhersagen dabei, muss danach allerdings ein Jahresabonnement abschließen. Die Preise beginnen je nach Aktualisierungsintervall bei 2,37 US Dollar.

Mehr Infos zum Wetter und erste Überlegungen zur Integration anderer (womöglich auch kostenloser) Datenquellen finden sich im Bjango Helpdesk.

07-Bildschirmfoto 2017-12-07 um 16.42.45_1300px

Tastaturkurzbefehle und mehr

Zum Abschluss dieser aktualisierten Review möchte ich noch auf zwei kleine Feinheiten hinweisen, die sich in den Einstellungen eines jeden Dropdown-Menüs verstecken.

Zum einen kann man zum Aktivieren der verschiedenen Dropdown-Menüs Shortcuts hinterlegen, was den Weg über die Maus einspart.

09-Bildschirmfoto 2017-12-07 um 23.28.37-minishadow_1300px

Zum anderen kann man die Menüs bearbeiten.

Neben der farblichen Gestaltung der Graphen, lassen sich hier die verschiedenen Sektionen einer (Menü-)Gruppe aktivieren bzw. deaktivieren und auch umsortieren.

10-Bildschirmfoto 2017-12-08 um 00.45.18-minishadow_1300px

Für weitere Informationen zu iStat Menus 6, gerade auch was die Verbesserungen bestehender Features aus den Vorgängerversionen angeht, empfehle ich einen Blick ins umfassende Changelog.

Preise und Verfügbarkeit

iStat Menus 6 wird ausschließlich über die Webseite seines Entwicklers Bjango für den derzeit noch reduzierten Black-Friday-Sales-Preis von knapp 12 US-Dollar verkauft.

Dazu werden auch Familienlizenz und Upgrades von früheren Versionen angeboten.

12-Features - Menubars 1_1300px

Skeptiker greifen vor dem Kauf zur kostenlosen und zeitlich begrenzten Testversion.

Zur Installation wird OS X 10.11 El Capitan oder höher vorausgesetzt.

-> http://bjango.com/mac/istatmenus/

tl;dr

Als langjähriger Fan dieser App bin ich auch von der sechsten Auflage rundum begeistert.

iStat Menus betreibt die Systemüberwachung mittlerweile in Perfektion und bietet für einen Systemmonitor sogar recht ungewöhnliche Features wie das Wetter an. Aber es gab ja auch schon vorher Funktionen wie Mondphasen, Sonnenstände u.ä., so dass eine Wettervorhersage nur der konsequent nächste Schritt war.

13-Bildschirmfoto 2017-12-08 um 12.06.10_1300px

Auf der negativen Seite muss die nach wie vor sehr bescheidene deutsche Lokalisierung der App erwähnt werden. Auch das Aufzeichnen der Daten ist nach wie vor nicht möglich.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

Verlosung

Der australische Entwickler Bjango hat aptgetupdateDE für ein Gewinnspiel fünf Lizenzen von iStat Menus 6 zur Verfügung gestellt.

Für die Teilnahme kommt Gleam zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Donnerstag, den 14.12.2017, statt. Viel Glück!

Permalink

TextBar 3.2 zeigt Charts und HTML in der macOS Menüleiste an

Also großer Fan von TextBar bin ich mit jeder neuen Version immer wieder von den Ideen des Entwicklers überrascht.

Nach der gerade erst veröffentlichten Version 3, gibt es mit der brandneuen Version 3.2 wieder einige neue Features, die die App weiter aufwerten.

Bildschirmfoto 2017-11-06 um 13.14.20

So kann TextBar jetzt HTML in der Menüleiste anzeigen. Im obigen Beispiel wird ein Kalender generiert, der wesentlich von meiner bisherigen Methode zur Erstellung eines Menüleistenkalenders abweicht 😉

Darüber hinaus ist TextBar nun in der Lage Charts bzw. Schaubilder als Graph in der Menüleiste anzuzeigen.

Auf Klick, wie hier beim aktuellen Kurs für Bitcoins zu sehen, wird das Ganze aufgespannt und detaillierter dargestellt.

Bildschirmfoto 2017-11-06 um 13.14.22_1300px

Für die technischen Feinheiten lohnt sich definitiv ein Blick in den jeweiligen Quellcode. Passende Beispiele sind hier zu finden.

Des Weiteren wurden in TextBar 3.2 die native Unterstützung von Proxys sowie weitere Optionen bei den erweiterten Einstellungen hinzugefügt.

Bildschirmfoto 2017-11-06 um 13.41.18-minishadow_1300px

TextBar 3.2 ist für alle Bestandskunden ein kostenloses Update.

Neukunden können die App für 2,99 US-Dollar direkt beim Entwickler kaufen. Zur Installation wird OS X 10.10 Yosemite vorausgesetzt.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht außerdem eine auf sieben Tage begrenzte Testversion zur Verfügung.

-> http://richsomerfield.com/apps/textbar

Permalink

Kurztest: TextBar v3 · GeekTool für die macOS Menüleiste (reinvented)

Wer hier schon etwas länger mitliest, wird bestimmt schon mal über TextBar, eine App, mit der man beliebigen Text oder Ergebnisse von Skripten in der macOS Menüleiste anzeigen und in gewissen Abständen automatisiert aktualisieren lassen kann, gestolpert sein.

Jetzt wurde TextBar in Version 3 veröffentlicht, die sich hauptsächlich der benutzerfreundlichen Konfiguration widmet.

Deutlich wird das in den komplett überarbeiteten Einstellungen, die jetzt wesentlich übersichtlicher sind.

Hier kann man nun erstmalig auch Shortcuts zum Aktualisieren von Skripten vergeben oder Icons per drag-and-drop hinzufügen.

Neu ist auch die überarbeitete Exportfunktion, mit der man seine TextBar Elemente sichern und mit anderen TextBar Nutzern teilen kann.

Preise und Verfügbarkeit

Für Bestandskunden ist das Upgrade auf TextBar v3 kostenfrei.

Neukunden können die App für 2,99 US-Dollar direkt beim Entwickler kaufen. Zur Installation wird jetzt OS X 10.10 Yosemite vorausgesetzt.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht außerdem eine auf sieben Tage begrenzte Testversion zur Verfügung. Bei GitHub findet man etliche kleine Skripte, die für den Einstieg bestens geeignet sind.

-> http://richsomerfield.com/apps/textbar

Permalink

Kurztest: Bartender 3 · Icons in der macOS Menüleiste organisieren

Bartender, eine App mit der man seine Icons in der Menüleiste organisieren kann, gehört für mich seit Jahren zu den must-have-Apps für den Mac.

Gestern Abend, quasi parallel zu macOS 10.13 High Sierra, wurde Bartender 3 final veröffentlicht.

Bildschirmfoto 2017-09-25 um 22.17.03-minishadow_1300px

Die Software wurde komplett neu in Swift geschrieben. Die meisten Änderungen sind daher auch eher unter der Haube zu finden.

So wird beispielsweise kein Helper mehr installiert bzw. benötigt, der in den Vorgängerversionen für die Kontrolle der Icons in der Menüleisten genutzt wurde. Das hat zur Folge, dass sich Bartender nicht mehr um Technologien wie SIP kümmern muss und dennoch mit allen Menüleisten Icons arbeiten kann.

Bildschirmfoto 2017-09-25 um 22.19.37-minishadow_1300px

Die größte optische Änderung betrifft das Wegfallen der Bartender Bar, die in früheren Versionen direkt unter der Menüleiste mit den gesammelten Icons eingeblendet wurde.

Stattdessen überblendet die Bartender Bar nun die normale macOS Menüleiste, die auf Klick wieder zum Vorschein kommt.

2017-09-25 23_21_34

Interessenten empfehle ich zudem meine recht ausführliche Review zu Bartender 2.

Die dort angesprochenen Key-Features, wie das Umsortieren von Icons, das Nutzen von Keyboard-Shortcuts, die Suche nach Apps oder das Einblenden von Icons bei Aktivität finden sich selbstverständlich auch in Version 3 wieder.

Preise und Verfügbarkeit

Bartender 3 wird ausschließlich über die Webseite des Entwicklers Surtees Studios für 15 US-Dollar verkauft. Das Upgrade von Bartender 2 steht Bestandskunden kostenlos zur Verfügung.

Die Software setzt nun macOS 10.12 Sierra zur Installation voraus und ist auch voll und ganz zu macOS 10.13 High Sierra kompatibel.

-> https://www.macbartender.com

Permalink

Kurztipp: Faviconographer bringt Favicons zurück zum Safari

Auch wenn es vielleicht langsam nervt: ich muss noch mal kurz auf das Favicon Thema im Safari von vor ein paar Wochen zurückkommen.

Es gibt nämlich seit ein paar Tagen eine schlanke Lösung, wie man sich nun doch Favicons im Safari anzeigen lassen kann.

Wie sich herausstellte, hatte Daniel Alm, der Entwickler hinter der Zeiterfassungsapp Timing, durch den bereits vorliegenden Quellcode seiner App die gewünschte Funktionalität quasi umgesetzt.

Bildschirmfoto 2017-09-15 um 04.34.51

Das Problem war nur, dass Apple durch SIP keinen derartigen Code mittels einer Browser Erweiterung im Safari zulässt. Daher musste die Umsetzung über eine separate App namens Faviconographer erfolgen.

Nach der Installation muss man die App zunächst einmal bei den Bedienungshilfen in den macOS Systemeinstellungen > Sicherheit > Privatsphäre zulassen.

Bildschirmfoto 2017-09-05 um 02.35.12 2-minishadow

Anschließend hat man zwei Möglichkeiten, die auch in Kombination funktionieren:

  • Favicons in den Safari Tabs anzeigen lassen
  • Favicons bei den Lesezeichen in den Favoritenleiste des Safaris anzeigen lassen

Bildschirmfoto 2017-09-11 um 04.31.45 2-minishadow

Wie sieht das nun live aus?

Nun, die Ausgangsposition ist ohne irgendwelche Icons in der Tab- bzw. Favoritenleiste:

Bildschirmfoto 2017-09-11 um 11.05.08-minishadow

Lässt man sich die Favicons nur in der Tableiste anzeigen, wird daraus:

Bildschirmfoto 2017-09-11 um 11.06.02-minishadow

Kommt dann noch die Favoritenleiste dazu, sieht es so aus:

Bildschirmfoto 2017-09-11 um 11.09.36-minishadow

Ich konnte diesen Hack, wie Daniel seine App selbst nennt, schon in der Betaphase ausgiebig testen und er funktioniert erstaunlich gut.

Man muss allerdings mit kleineren Einschränkungen leben, die allesamt technisch bedingt sind:

So werden die Favicons nur angezeigt, wenn das Safari-Fenster aktiv ist. Dazu gibt es leichte Verzögerungen, wenn man Tabs oder das ganze Safari-Fenster verschiebt. Auch unter macOS 10.13 High Sierra gibt es bekannte Problemchen.

Daher gilt: einfach mal ausprobieren und dem Entwickler Feedback geben.

Der Faviconographer ist kostenlos und setzt macOS 10.12 Sierra oder höher zur Installation voraus. Eventuell läuft die App auch unter OS X 10.11 El Capitan. Das müsste allerdings mal jemand testen 😉

-> https://faviconographer.com

Permalink

iTunes Vorschau Webseiten für iOS Apps ab sofort ohne direkte Weiterleitung in den iOS App Store?! //UPDATE

Dem einen oder anderen ist bestimmt aufgefallen, dass die iTunes Vorschau Webseiten für iOS Apps seit gestern nicht mehr direkt nach iTunes bzw. in den iOS App Store weiterleiten. Außerdem fehlt die blaue Schaltfläche In iTunes anschauen, die sich zwischen dem Icon und dem Preis der App befand und mit der man iTunes ebenfalls starten konnte.

Handelt es sich nur um ein temporäres Problem?! Sind es finale Vorbereitungen für iOS 11 bzw. macOS 10.13 High Sierra?! Keine Ahnung.

Bildschirmfoto 2017-09-10 um 23.00.55-minishadow_1300px

Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, können Nutzer des Safaris die Erweiterung NoMoreiTunes installieren.

Durch die Erweiterung, die eigentlich das Starten von iTunes bei App Store Links verhindern soll, wird nun oben recht eine kleine Schaltfläche erzeugt. Darüber lässt sich iTunes starten und die App direkt im App Store anzeigen.

-> http://nomoreitunes.einserver.de

Für Apps aus dem Mac App Store gilt diese neuerliche Einschränkung übrigens nicht. Hier funktioniert sowohl die direkte Weiterleitung, als auch die Weiterleitung über die Schaltfläche Im Mac App Store ansehen.

Darüber hinaus kann man auch hier die NoMoreiTunes Browser Erweiterung nutzen.

Bildschirmfoto 2017-09-10 um 23.03.47-minishadow_1300px

Wie gesagt: So recht kann ich mir darauf keinen Reim machen. Eventuell löst Apple auch endlich mal den iOS App Store aus iTunes heraus und plant eine eigene App.

Morgen sind wir schlauer 😉

Update 13.09.2017 09:44 Uhr

Nun ist die Katze aus dem Sack.

Bildschirmfoto 2017-09-13 um 09.41.36-minishadow_1300px

Auch wenn Apple dieses Thema bei der gestrigen Keynote nicht groß an die Glocke hing, muss man sich nur das Changelog zum neuen iTunes 12.7, das derzeit über den Mac App Store verteilt wird, anschauen.

Kurzgesagt liegt der Fokus von iTunes ab sofort auf Musik, Filmen, TV-Sendungen, Podcasts und Hörbüchern.

Bildschirmfoto 2017-09-13 um 10.00.12-minishadow

Der iOS App Store wurde entfernt und findet sich nur noch auf dem iPhone, iPad und iPod touch wieder 😧

-> https://support.apple.com/de-de/HT208075

Permalink

Review: BetterZip 4 · Datei-Archivierung unter macOS (Gewinnspiel inside)

Im Februar diesen Jahres hatte ich BetterZip 3 in einer Review schon sehr ausführlich vorgestellt.

Mittlerweile ist mit BetterZip 4 der Nachfolger veröffentlicht worden, auf dessen Neuerungen ist heute genauer eingehen möchte.

01-Bildschirmfoto 2017-05-24 um 14.47.00

Grundlagen

Bevor es jedoch ans Eingemachte geht, ein paar Grundlagen zur App, die die alte Review zu BetterZip 3 zusammenfassen sollen.

Bei BetterZip handelt es sich um eine App zur Datei-Archivierung, die sich mit über 30 unterschiedlichen Dateiarchiv-Formaten versteht. Man kann sogar eigene Formate definieren.

Das Erstellen von Archiven kann beispielsweise per drag-and-drop erfolgen. Zusätzliche Optionen wie Verschlüsselung, Ausschließen von Suchmustern oder das Zerlegen des Archivs in kleinere Teilstücke sind dabei optional anwählbar. Dazu kann man vergebene Passwörter ändern. Ein integrierter Passwortmanager hilft beim Merken der Passwörter.

Eine wichtige Rolle spielen Presets, die beim Packen und Entpacken von Archiven genutzt werden können. Dabei handelt es sich um (gesicherte) oft verwendete Einstellungen bzw. Optionen, die per Schnellzugriff über das Menü bzw. mit langem Klick auf das entsprechende Symbol in der Symbolleiste verfügbar sein.

Darüber hinaus kann man Archive natürlich auch modifizieren; sprich Daten löschen und hinzufügen. Hier hilft der sogenannte Direktmodus, der das Speichern der Modifikationen ohne zusätzliche Schritte möglich macht.

Außerdem kann man Archiven Kommentare hinzufügen, über eine Tab-Leiste mehrere Archive gleichzeitig betrachten bzw. bearbeiten, Archive auf ihre Datenintegrität hin testen, BetterZip-Dienste zum Packen und Entpacken oder innerhalb von Archiven Quick Look nutzen. Der BetterZip Quick Look Generator, der die im Finder integrierte Quick Look Funktionalität von macOS aufbohrt, die Unterstützung von AppleScript und die etwas versteckten Einstellungen der App für Poweruser runden das Gesamtbild ab.

Was ist neu?

Mit BetterZip 4 hat Robert Rezabek, der österreichische Entwickler der App, das Rad natürlich nicht neu erfunden. Der Fokus wurde vielmehr auf der Integration mit verschiedenen Systemservices und anderen Programmen sowie der Erweiterung der Automatisierungsmöglichkeiten gelegt.

Integration mit anderen Programmen

Ganz oben auf der Liste steht die neue Finder-Erweiterung, die den Zugriff auf die schon angesprochenen Presets über die Symbolleiste des Finders möglich macht.

Man markiert betreffende Datei(en), wählt ein Preset aus der Liste aus und kann so sehr schnell, ohne den direkten Zugriff auf BetterZip, Dateiarchive erstellen bzw. entpacken.

02-Bildschirmfoto 2017-08-01 um 15.55.51-minishadow_1300px

Dazu kann man nun beliebig viele macOS-Dienste selbst definieren.

Neben den bereits aus der Vorgängerversion bekannten Diensten zum Packen und Entpacken, die von BetterZip 4 nun auch als Automator-Aktionen als Arbeitsablaufs zur Verfügung stehen, kann man in den Einstellungen zu den Presets eigene Dienste definieren, die von der Standardkonfiguration abweichen.

03-Bildschirmfoto 2017-08-01 um 20.31.28-minishadow_1300px

An dieser Stelle findet man auch die neue Integration in Dropzone und LaunchBar, zu denen man das markierte Preset hinzufügen kann.

Aber auch andere Produktivitätsprogramme wie Alfred und Hazel werden nun direkt unterstützt. Während man für Alfred entsprechende Workflows über das Menü installiert, kann man die grundlegende Archivierungsfunktion von Hazel mit Hilfe der Presets aufbohren und somit beispielsweise andere Formate als ZIP wählen oder einen Passwortschutz den Archiven hinzufügen. Grundlage des Ganzen ist eine verbesserte Unterstützung von AppleScript und Python.

04-Bildschirmfoto 2017-08-02 um 10.46.02_1300px

Favoritenliste, Drop-Leiste und Navigationsleiste

In BetterZip 4 wurde zudem die Favoritenleiste im Hauptfenster verbessert.

Man kann nun Dateien umbenennen, kopieren, verschieben und löschen, Archive in einem neuen Fenster oder Tab öffnen, mehrteilige Archive als eines darstellen oder die Ansicht auf Archive oder Dateien einschränken. Außerdem werden nun die Tags des Finders angezeigt.

06-Bildschirmfoto 2017-08-01 um 21.24.01_1300px

Komplett neu ist auch die Drop-Leiste, die eine Art Mini-Ansicht von BetterZip ist und auf Grundlage der Presets sehr schnelles Arbeiten ermöglicht.

Die Drop-Leiste kann entweder per Shortcut oder zum Start von BetterZip aktiviert werden. Anschließend zieht man per drag-and-drop Dateien oder Verzeichnisse auf die Drop-Leiste, woraufhin die definierten Presets erscheinen, die dann wiederum das Archiv erstellen.

Zusätzlich kann man über die Drop-Leiste auch Archive öffnen oder entpacken, Archive auf Datenintegrität testen oder Daten zu neuen Archiven hinzufügen.

07-2017-08-01 23_26_02

Für den Komfort sieht man beim Öffnen bzw. Browsen in Archiven im Hauptfenster eine neue Navigationsleiste.

Die ist vor allem dann hilfreich, wenn ein Archiv unzählige Verzeichnisse enthält und man immer wissen möchte, wo man sich gerade befindet. Über einen Navigationsverlauf kann man sich außerdem vor und zurück bewegen.

08-Bildschirmfoto 2017-08-01 um 21.36.52-minishadow_1300px

Sonstiges

BetterZip 4 ist nun auch in der Lage (zumindest versucht die App es) defekte RAR-Archive zu reparieren.

Darüber hinaus kann man in der Ansicht Ordner über den Dateien darstellen, (Speichern-)Presets können Kommentare zu RAR- und ZIP-Archiven hinzufügen, der Passwortmanager kann Passwortlisten importieren, XIP und PKG Dateien werden als Archive erkennt, die Benachrichtigungen in der macOS Mitteilungszentrale sind geschwätziger und die Quick Look Funktion innerhalb der Archive unterstützt mehr Dateitypen.

Cool ist auch das Extrahieren von Bildern oder Musik aus PDF- und SWF-Dateien, was mittels XADArchive.framework realisiert wird. Beim Öffnen derartiger Dateien muss man im Hauptfenster die Options-Taste gedrückt halten.

2017-08-02 14_26_22

Einstellungen

Die in der Vorgängerversion ziemlich versteckten Einstellungen für den Poweruser sind mit BetterZip 4 nun im normalen Einstellungsfenster zu finden.

Des Weiteren kann man hier das generelle Verhalten beim Behandeln von Mac-spezifischen Daten (Finder-Einstellungen, Resource-Forks oder Metadaten) festlegen. Entweder fragt die App jedes Mal nach oder man kann die Daten immer ausschließen bzw. immer hinzufügen.

09-Bildschirmfoto 2017-08-01 um 23.32.05-minishadow_1300px

Preise und Verfügbarkeit

BetterZip 4 wird wie schon sein Vorgänger ausschließlich über den Webstore seines Entwicklers für derzeit 24,95 US-Dollar verkauft. Ein Upgrade steht für 9,99 US-Dollar zur Verfügung.

Wissenswert:
Für Nutzer von BetterZip 3, die ihre Lizenz nach dem 01. Juli 2016 gekauft hatten, ist das Upgrade auf BetterZip 4 kostenlos.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht zudem eine Testversion bereit. Zur Installation wird nun OS X 10.10 Yosemite oder höher vorausgesetzt.

-> https://macitbetter.com

Darüber hinaus ist BetterZip nach wie vor Bestandteil des alternativen App Stores Setapp, bei dem man sich für einen Abo-Preis von 9,99 US-Dollar pro Monat einkaufen kann.

tl;dr

Da ich BetterZip 3 schon 10 von 10 Punkten gegeben hatte, wird die Bewertung nun natürlich etwas schwierig 😉

Bei der neuen Version wurde an sehr vielen Kleinigkeiten geschraubt, die das Handling der App insgesamt verbessert haben. Ich persönlich schätze die Fortschritte bei der Systemintegration und auch bei der Automatisierung von Arbeitsabläufen sehr. Die Drop-Leiste wird sich allerdings noch beweisen müssen. Ich nutze eher die Presets über LaunchBar bzw. den konventionellen Weg über die macOS-Dienste und bin damit eigentlich vollends zufrieden.

Von daher müsste ich BetterZip 3 wohl eher um einen halben Punkt auf 9,5 abwerten, damit die glatte 10 für BetterZip 4 besser hervorsticht 😎

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Auch dieses Mal hat Robert uns drei Lizenzen von BetterZip für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt erneut Gleam zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Donnerstag, den 10.08.2017, statt. Viel Glück!