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Onlinebanking mit macOS/iOS: Banking 4X und Banking 4i im aktualisierten Review (Gewinnspiel inside)

Seit etliche Jahren erledige ich meine Bankgeschäfte, bis auf ganz wenige Ausnahmen, online.

Als Tool kommt dabei Banking4 vom deutschen Entwickler Subsembly zum Einsatz.

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Dabei handelt es sich eine plattformübergreifende Software fürs Online-Banking, dessen Basis die als besonders sicher geltenden Bankprotokolle HBCI, HBCI+ und FinTS bildet.

Die App wird auch nicht nur für den Mac und iOS, sondern auch für Windows, Android und Kindle Fire angeboten. Die Plattform ist dabei jeweils im Namen der App codiert, so dass man es bei macOS mit Banking 4X, bei iOS mit Banking 4i, bei Windows mit Banking 4W und bei Android sowie dem Kindle Fire mit Banking 4A zu tun hat.

Vor etwas mehr als 2 bzw. 2½ Jahren hatte ich Banking 4X und Banking 4i in separaten Reviews schon sehr ausführlich unter die Lupe genommen. Dass die Entwicklung in der Zwischenzeit nicht stehengeblieben ist, soll das heutige aktualisierte Review zeigen.

Grundlagen

Bevor es jedoch losgeht, vielleicht erst mal etwas zu den Grundlagen der App.

Generell ist zu sagen, dass alle Versionen von Banking4 funktional mehr oder weniger identisch sind. Es kann zwar hier und da in der Entwicklung Unterschiede geben; diese werden i.d.R. aber ziemlich schnell glattgezogen.

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Liest man sich meine damaligen Reviews genauer durch, wird auch schnell klar, dass Banking4 weit mehr als nur eine normale App fürs Onlinebanking ist.

Das fängt schon damit an, dass man über verschiedene (verschlüsselte) Datentresore eine Nutzertrennung bei der Verwaltung von Konten herbeiführen kann.

Wer möchte, kann diese Tresore über die iCloud, Dropbox oder WebDAV plattformübergreifend synchronisieren. Auch eine manuelle Synchronisation (zwischen macOS und iOS) über die iTunes Dateifreigabe ist möglich.

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Dazu unterstützt die App, neben einer Vielzahl an Kreditkarten, Konten von knapp 3.000 deutschen Kreditinstituten sowie alle gängigen TAN- (iTAN, photoTAN, pushTAN, Chip-TAN, Smart-TAN und Mobile-TAN) und das RSA basierte HBCI-Sicherheitsverfahren RDH mit einer Schlüsseldatei.

Neben dem Verwalten von Girokonten und Kreditkarten, lassen sich aber auch Tagesgeldkonten, Sparbücher, Wertpapierdepots, Festgeld- bzw. Währungskonten, der Kassenbestand, PayPal und Offlinekonten führen.

Für das Onlinebanking stehen ein Salden- und Umsatzabruf, Überweisungen (inkl. Umbuchungen), Terminaufträge, Daueraufträge und Auslandsüberweisungen (DTAZV) zur Verfügung. Mit der Business Freischaltung kommen noch die SEPA-Lastschrift Arten CORE, COR1 und B2B, Sammelüberweisungen und Sammellastschriften hinzu.

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Relativ wichtig finde ich auch die manuelle bzw. dynamisch-automatische Kategorisierung aller Buchungen. Die hier hinterlegten Regeln sind nämlich grundlegend für die Auswertung und letztendliche Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben, um so beispielsweise Kostenfallen zu identifizieren.

Ein weiteres wichtiges Feature sind elektronische Kontoauszüge, die mit Banking4 von vielen Banken als PDF-Datei abgerufen werden können.

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Obendrein gibt es unzählige kleinere Features, die erst beim genauen Hinsehen auffallen.

So lassen sich beispielsweise gekündigte oder inaktive Konten ohne Datenverlust ausblenden. Man kann sich die Kontostammdaten ansehen oder Bankzugänge (z.B. bei Änderung des TAN-Verfahrens) nachträglich bearbeiten. Man kann über einen QR-Code Visitenkarten zu einzelnen Konten erstellen oder der Bank eine Kundennachricht hinterlassen. Auch das Aufladen des Guthabens von Prepaid-Mobilfunkverträgen ist möglich. Interessant sind auch die Vorlagen, die gespeicherte Empfänger einer Überweisung zur schnellen Auswahl (Stichwort: Live Suche) enthalten. Dazu kann man sich aktuelle Devisenkurse anzeigen lassen oder einen IBAN-Rechner nutzen. Zur Fehleranalyse stehen darüber hinaus Datenübertragungsprotokolle zur Verfügung, die jede Onlinebanking-Aktion gespeichert haben.

Erwähnenswert ist definitiv auch die sehr umfangreiche Im- und Export-Funktion, mit der man Umsatzdaten, Vorlagen, Kategorien, Konten oder Zahlungen bequem von App A zu App B transferieren kann.

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Neuerungen

Nach diesem etwas längeren Exkurs nun aber zu den wichtigsten Neuerungen der letzten zwei Jahre.

Neben etlichen Bugfixes wurde das User Interface beider Apps (u.a. die Menügestaltung, Schaltflächen) überarbeitet.

Bei den Offlinekonten kam die Verwaltung von Wertpapierdepots und Bitcoins hinzu.

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Auch bei den Sicherheitsverfahren gab es Updates: So unterstützt B4X mittlerweile das Onlinebanking mit einer HBCI-Chipkarte; auch der Einsatz von Bluetooth-Lesegeräten für Chip-TAN oder Smart-TAN Verfahren ist nun möglich.

Speziell für Geschäftskunden, und auch hierfür ist eine Business Freischaltung von Nöten, wurde das Bankenprotokoll EBICS implementiert.

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Bei den Stichwörtern für die Kategorisierung von Umsätzen können jetzt auch Wildcards (Stern am Ende oder Fragezeichen an beliebiger Stelle) verwendet werden, was die Regeln vereinfachen kann.

Ganz hilfreich ist auch die 1-2-3 Überweisung, die nichts anderes als ein vereinfachtes Auftragsformular ist. Zum Vergleich rechts daneben das normale Formular für Überweisungen.

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Das neuste Feature sind allerdings Kontogruppen.

Diese können manuell oder automatisch, beispielsweise nach Bankzugang oder Kontoart, gruppiert werden. Dazu gibt es verschiedene Optionen zum Banklogo und Gruppensaldo; auch anonyme Gruppen sind möglich.

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Sonstiges

In Banking4 ist auch eine TAN-Listen-Verwaltung integriert, die sich aber bald erübrigt.

Nach der Zahlungsdiensterichtlinie 2 (PSD2) sind TAN-Listen innerhalb der EU spätestens ab Ende 2018 verboten. Schon heute tragen die Banken bei Verwendung von TAN-Listen zu 100% des Risikos im Schadensfall. Deshalb schaffen die Banken schon jetzt nach und nach TAN-Listen ab.

Auf Seiten von Banking 4i ist noch erwähnenswert, dass auf dem iPhone, iPad und iPod touch die Hintergrundaktualisierung aktiviert werden kann. Außerdem werden TouchID zum Entsperren der Tresore sowie beim Plus Modell des iPhones eine Zweispaltenansicht in der Queransicht unterstützt.

Ausblick

Auch zukünftig bleibt die Entwicklung von Banking4 natürlich nicht stehen.

So ist für Banking 4X die Unterstützung von TouchID fest eingeplant. Für Banking 4i wird es bald, analog zur letzten Beta von Banking 4A, ein Dark Theme geben.

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Preise und Verfügbarkeit

Verwendet man Banking 4X oder Banking 4i mit nur einem Konto, ist die Nutzung kostenlos.

Möchte man mehr als nur ein Konto verwalten, muss die sogenannte Multi-Bank Freischaltung über einen In-App-Kauf erworben werden.

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Für Banking 4X muss man daraufhin einmalig 19,99 Euro und für Banking 4i einmalig 4,99 Euro investieren.

Die im Review schon angesprochene Business Freischaltung, u.a. verantwortlich für SEPA-Lastschriften, Sammelüberweisungen oder das Bankenprotokoll EBICS, wird ausschließlich für Banking 4X angeboten und kostet über einen zweiten In-App-Kauf einmalig 39,99 Euro.

Banking 4X
Banking 4X
Entwickler: Subsembly GmbH
Preis: Kostenlos+
Banking 4i Starter
Banking 4i Starter
Entwickler: Subsembly GmbH
Preis: Kostenlos+

Darüber hinaus wird für Banking 4i eine weitere Version angeboten, die die Multi-Bank Freischaltung direkt aktiviert hat.

Preislich wird hier nicht unterschieden, denn die App liegt mit 4,99 Euro auf gleicher Höhe des gerade erwähnten In-App-Kaufs.

Banking 4i
Banking 4i
Entwickler: Subsembly GmbH
Preis: 4,99 €

Zur Installation werden ein Mac mit OS X 10.8 Mountain Lion bzw. ein iPhone, iPad oder iPod touch mit iOS 8 oder höher vorausgesetzt.

Neben dem Mac App Store werden die Freischaltungen von Banking 4X zusätzlich auch über den Webstore des Entwicklers Subsembly verkauft.

Dazu muss man allerdings wissen, dass die Synchronisation der Daten über mehrere Geräte (durch Apples Beschränkungen) nicht mehr über die iCloud möglich ist. Wer darauf angewiesen ist, muss die App über den Mac App Store herunterladen und, sofern mehrere Konten verwaltet werden sollen, die Freischaltung dort kaufen.

tl;dr

Auch nach über zwei Jahren der intensiven Nutzung bin ich von Banking4 schwer begeistert.

Mit jedem Update wird die App verbessert; nicht nur mit Bugfixes, sondern auch funktional. Ich glaube, dass das diese aktualisierte Review ganz gut gezeigt hat. Auch die Kritik, die ich in der Review zu Banking 4X von vor gut zwei Jahren noch geäußert hatte, ist mittlerweile nicht mehr haltbar. Funktional sind B4X und B4i quasi gleichauf.

Durch die sauber funktionierende Synchronisation der Daten muss ich Buchungen auch nie doppelt verwalten, was meiner Meinung nach ein großer Pluspunkt von Banking4 ist und mich u.a. dazu bewogen hat MoneyMoney, meinem vorherigen Favoriten beim Thema Onlinebanking, den Rücken zu kehren.

Zusammenfassend lässt sich vielleicht festhalten:
Einen Designpreis wird Banking4, auch wenn sich dahingehend schon sehr viel getan hat, vermutlich nie erhalten aber funktional, gerade auch mit Hinsicht auf die Plattformunabhängigkeit, sucht die App ihresgleichen.

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Als besonderes Schmankerl stellt Entwickler Subsembly aptgetupdateDE jeweils 10 Lizenzen von Banking 4X (Lizenzschlüssel der Download-Version) und Banking 4i (Promo Code für iTunes) mit freigeschaltetem Multi-Bank Feature für eine Verlosung zur Verfügung.

D.h.: Da beide Apps mit der Nutzung nur eines Kontos eh kostenlos sind, ist das Gewinnspiel besonders für diejenigen interessant, die mehrere Bankkonten verwalten möchten.

Zur Teilnahme kommt Rafflecopter zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 03.04.2017, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

a Rafflecopter giveaway

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Gewinnspiel: PDF Expert 2 · PDF Editor für den Mac

Wenn es um das Anschauen oder Bearbeiten von PDF-Dateien am Mac geht, nutze ich seit ca. 1½ Jahren PDF Expert vom ukrainischen Entwickler Readdle. Eine ausführliche Review zur App hatte ich u.a. im Oktober des letzten Jahres veröffentlicht.

Seitdem gab es natürlich einige Updates. So auch gestern Nachmittag mit Version 2.2, die sich hauptsächlich der Performance der App widmet.

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Es wurde u.a. das Durchsuchen von PDF-Dateien verbessert. Beispielsweise wird ab sofort jede Datei beim Öffnen automatisch indexiert, was gerade das Suchen in großen Dateien erheblich beschleunigt. Dazu kann man jetzt auch alle aktuell geöffneten Dokumente zusammen durchsuchen und den Suchverlauf aufrufen, was zusätzlich Zeit sparen kann.

Außerdem gibt es kleinere optische Anpassungen beim Aufbau der Symbolleiste und die Schriftart, -größe und -farbe wird beim Bearbeiten von Text (endlich) präziser erkannt.

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Der Vollständigkeit halber, und das betrifft im Wesentlichen die im Dezember 2016 veröffentlichte Version 2.1, sei erwähnt, dass PDF Expert seit meiner letzten Review auch Apples Touch Bar unterstützt.

Touch Bar Bild 2017-03-08 um 13.05.55_1300pxTouch Bar Bild 2017-03-08 um 13.06.01_1300pxTouch Bar Bild 2017-03-08 um 13.06.14_1300px

Darüber hinaus wurden bei der Anzeige von zwei PDF-Dateien eine vertikale und horizontale Split-View-Darstellung (mit optionalem Sync-Feature) sowie eine PDF-Komprimierung integriert.

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Gewinnspiel

Entwickler Readdle Inc. hat aptgetupdateDE fünf Lizenzen von PDF Expert 2 für den Mac für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Rafflecopter zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Freitag, den 17.03.2017, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

Wer die App lieber direkt kaufen möchte, wird sowohl im Mac App Store, als auch im Webstore des Entwicklers fündig. Der Preis liegt aktuell bei 59,99 euro.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht darüber hinaus eine voll funktionsfähige aber zeitlich begrenzte Demo bereit.

Zur Installation wird in jedem Fall OS X 10.10 Yosemite oder neuer vorausgesetzt.

PDF Expert - PDFs bearbeiten,  Anmerkungen machen
PDF Expert - PDFs bearbeiten,  Anmerkungen machen
Entwickler: Readdle Inc.
Preis: 59,99 €

Die äquivalente, ebenfalls sehr gute iOS-Version von PDF Expert kostet aktuell 9,99 Euro.

Zur Installation werden ein iPhone, iPad oder iPod touch mit iOS 8 oder neuer vorausgesetzt.

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KeepingYouAwake · Schlafkontrolle für macOS

Kurzer Hinweis auf KeepingYouAwake, einer kleinen kostenlosen App, mit der man den Schlafmodus von macOS temporär deaktivieren kann.

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Die App ist quasi eine Weiterentwicklung des Mac-Urgesteins Caffeine und setzt auf Apples Kommandozeilen-Tool caffeinate auf.

Neben den Grundfunktionen bietet KeepingYouAwake ein shiny Retina-Icon (mein Hauptgrund Caffeine in Rente zu schicken) und spricht seit der letzten stabilen Version 1.4.1 vom Dezember 2016 auch weitestgehend Deutsch.

Weitere Infos zur App inkl. der Downloadlinks finden sich bei GitHub. Zur Installation wird OS X 10.10 Yosemite oder höher vorausgesetzt.

-> https://github.com/newmarcel/KeepingYouAwake

Wenn diese zeitbasierte Deaktivierung des Schlafmodus für die eigenen Bedürfnisse nicht ausreichend ist, lohnt sich definitiv ein Blick auf Wimoweh. Die App wurde seit ihrer ersten Veröffentlichung Anfang 2013 stetig weiterentwickelt und sticht durch die service- bzw. prozessbasierte Deaktivierung des Schlafmodus hervor.

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Review: BetterZip 3 · Datei-Archivierung unter macOS (Gewinnspiel inside)

Bei Archivierungsprogrammen habe ich unter macOS lange Zeit auf Entropy gesetzt. Leider wurde die App das letzte Mal vor über drei Jahren aktualisiert, was an sich erst mal nicht schlimm ist, da sie weiterhin funktioniert… dennoch arbeite ich lieber mit Apps, die einer aktiven Entwicklung unterliegen. Auf Nachfragen per E-Mail sowie über das Kontraktformular wurde vom Entwickler leider nicht reagiert, so dass ich mich auf die Suche nach Alternativen mit ähnlicher Funktionalität begab.

Mein Weg führte mich recht schnell zu BetterZip, das ich nachfolgend sehr ausführlich vorstellen werde.

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Ersteindruck

Startet man BetterZip das erste Mal, findet man ein vergleichsweise leeres Fenster, das über die Symbolleiste und den darunter angeordneten Tabs schon erste Features erahnen lässt.

Auf der linken Seite des dreigeteilten Hauptfensters befindet sich der Dateibrowser. Hier lassen sich favorisierte Ordner für den Schnellzugriff auf bestehende Archive ablegen und durchsuchen. Auf der rechten Seite sieht man eine Vorschau der gerade ausgewählten Datei sowie Kommentare. In der Mitte sind die im Archiv abgelegten Verzeichnisse und Dateien angesiedelt.

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Unterstützte Formate

Insgesamt unterstützt BetterZip über 30 unterschiedliche Dateiarchiv-Formate.

Neben den üblichen Verdächtigen wie ZIP, 7-ZIP, TAR oder geteilte Archive kann die App auch Apples Disk Images sowie TNEF-Anhänge (winmail.dat Dateien → E-Mail Anhänge von MS Outlook oder Exchange) öffnen und entpacken; auch Modifikationen bei ePub-Dateien sind möglich.

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Darüber hinaus kann man in den Einstellungen bei den User-Defined Archive(s), durch Komma getrennt, eigene Datei-Formate bzw. -Endungen eintragen. Hier wird BetterZip quasi eine Wildcard mitgegeben, damit die App auch eigentlich nicht unterstützte Formate, die i.d.R. ein Derivat des ZIP-Formats sind, verarbeiten kann.

Eine Besonderheit kommt RAR-Archiven zu: ist man auf dieses Format angewiesen, muss man zunächst über die Einstellungen > Programme das Kommandozeilen-Tool RAR installieren. Erst jetzt kann man mit BetterZip nahtlos RAR-Archive erzeugen oder modifizieren. Leider beinhaltet BetterZip keine Lizenz für RAR, so dass man nach einem Testzeitraum von 30 Tagen eine Lizenz von der win.rar GmbH kaufen muss.

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Archive erstellen/entpacken

Für die Erstellung eines Archives genügt es entsprechende Daten per drag-and-drop ins Hauptfenster zu ziehen.

Wählt man jetzt eine Datei aus, werden rechts in der Dateivorschau einige Informationen zur Datei angezeigt; bei Bildern, PDF-, HTML- und Textdateien wird außerdem ein kleines Vorschaubild generiert.

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Klickt man jetzt in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Sichern, muss man dem zu erstellenden Archiv einen Namen geben, den Speicherort und das Archivformat wählen.

Darüber hinaus kann man in weiteren Optionen den Level der Kompression angeben oder einen Passwortschutz (u.a. per AES-256-Bit-Verschlüsselung) aktivieren. Dazu lassen sich Archive in kleinere Teilstücke zerlegen, man kann ein Skript am Ende laufen lassen, man kann Suchmuster ausschließen oder macOS spezifische Dateien vor dem Erstellen aus dem Archiv entfernen.

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Sofern der Passwortschutz aktiviert ist, muss man daraufhin natürlich ein Passwort vergeben. Man kann aber auch sichere Passwörter durch BetterZip selbst erzeugen lassen.

Für Passwörter gilt generell: man muss sie sich nicht unbedingt merken, da BetterZip über einen integrierten Passwortmanager verfügt. Dieser Passwortmanager muss zunächst in den Einstellungen unter Passwörter mit einem Hauptpasswort aktiviert werden. Daraufhin merkt er sich alle Passwörter, die im Laufe der Zeit eingegeben werden und sichert sie im Schlüsselbund von macOS.

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Des Weiteren lassen sich Presets für das Entpacken und Speichern von Archiven anlegen.

Dahinter verstecken sich vorgefertigte (oft verwendete) Einstellungen, auf die man entweder über das Menü > Ablage oder per langem Klick auf die Sichern- bzw. Entpacken-Schaltfläche in der Symbolleiste zugreifen kann.

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Jedes Preset hat zusätzlich in den Einstellungen zwei Schaltflächen.

Die D-Spalte wählt das Preset, das bei den BetterZip-Diensten (später mehr dazu) und allen anderen Warteschlagenoperationen verwendet werden soll. Die S-Spalte wählt dahingegen das Preset, das beim einfachen Klicken auf die jeweiligen Schaltflächen in der Symbolleiste verwendet werden soll.

Und wo ich gerade bei den Einstellungen bin: über die Registerkarte Filter lassen sich Suchmuster von Dateien hinterlegen, die beim Entpacken oder Speichern von Archiven unerwünscht sind und somit automatisch entfernt werden.

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Archive modifizieren

Man kann jedem Archiv neue Daten hinzufügen oder nicht mehr benötigte Daten löschen; auch das Verschieben von Daten innerhalb von Archiven funktioniert problemlos.

Zur besseren Unterscheidung von neuen und alten Daten lohnt sich ein Blick auf den Status. Dazu, und das ist vielleicht schon beim Erstellen von Archiven aufgefallen, haben neue Daten vorne beim Namen ein kleines Zahnrad.

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Sobald man ein Archiv geändert hat, kann man es entweder (über Presets) neu speichern oder von vornherein den Direktmodus aktivieren.

Über den Direktmodus kann man Archive ohne zusätzliche Schritte wie Speichern modifizieren, was besonders bei großen Archiven sehr praktisch ist.

Leider hat der Direktmodus einige Einschränkungen: er ist beispielsweise auf einteilige ZIP-, 7-ZIP- und RAR-Archive beschränkt. Mehrteilige sowie TAR-basierte Archive werden nicht unterstützt. Hier schaltet BetterZip automatisch auf den Klassikmodus zurück. Dazu gibt es zu bedenken, dass im Direktmodus, im Gegensatz zum Klassikmodus, keine Möglichkeit besteht Operationen rückgängig zu machen.

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Sonstiges

Mit BetterZip kann man seinen Archiven Kommentare hinzufügen oder vorhandene Kommentare aktualisieren.

Außerdem kann man über eine einblendbare Tab-Leiste mehrere Archive gleichzeitig in einem Fenster anzeigen und bearbeiten.

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Über die Schaltfläche Testen kann man Archive hinsichtlich ihrer Datenintegrität prüfen.

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Weiterhin wird innerhalb von Archiven Quick Look unterstützt, das, wie auch schon im Finder, bei einer selektierten Datei über die Leertaste aktiviert wird.

Möchte man die Datei direkt im Standardprogramm öffnen, führt ein Klick auf die Schaltfläche Ansehen zum Ziel. Drückt man hier länger drauf, entspricht die Anzeige dem Öffnen-mit-Dialog des (Finder-)Kontextmenüs und man kann zum Dateiformat kompatible Programme zum Ansehen der Datei wählen.

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BetterZip Quick Look Generator

Der BetterZip QL Generator erweitert für Archive die im Finder integrierte Quick Look Funktionalität von macOS.

Über die Leertaste wird nun ein von BetterZip generiertes Quick Look angezeigt, in dem man zunächst einmal den Inhalt von Archiven genauer ansehen kann. Klickt man innerhalb dieser Ansicht auf eine Datei, wird sie an BetterZip übergeben, entpackt und angezeigt. Außerdem kann man über ein Drop-Down-Menü mit Hilfe der Presets Archive direkt komplett entpacken.

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BetterZip-Dienste

Über die Presets hatte ich die BetterZip-Dienste schon angesprochen.

Hier wird ganz simpel zwischen Extract with BetterZip und Compress with BetterZip unterschieden. Die Dienste werden entweder über das Dienste- oder Kontextmenü des Finders aufgerufen; können aber auch Dank hervorragender Integration über Schnellstarter wie LaunchBar (siehe unten links im Screenshot → ist in Verbindung mit dem Instand-Send-Feature von LB nach wie vor ein Killerfeature) aktiviert werden.

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Einstellungen für Poweruser

Diese Einstellungen sind zurecht etwas versteckt. Man findet sie über das BetterZip Menü > Hilfe > BetterZip Hilfe > Noch mehr Anpassungsmöglichkeiten für Poweruser.

Hier sind die Hidden-Features der App untergebracht, die nicht von allgemeinem Interesse sind aber dem Poweruser die Arbeit mir Archiven weiter vereinfachen sollen. Ich glaube der nachfolgende Screenshot spricht für sich und bedarf keiner weiteren Erklärung 😉

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Wem das alles noch nicht reicht, kann BetterZip auch weitestgehend über Shortcuts steuern oder die umfassende Unterstützung der App von AppleScript nutzen und diese in seine Workflows integrieren.

Preise und Verfügbarkeit

BetterZip 3 wird über den Webstore seines österreichischen Entwicklers Robert Rezabek für derzeit 19,95 US-Dollar verkauft. Ein Upgrade steht für 9,99 US-Dollar zur Verfügung.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht zudem eine Testversion bereit. Zur Installation wird OS X 10.9 Mavericks oder höher vorausgesetzt.

-> https://macitbetter.com

Darüber hinaus ist BetterZip mittlerweile auch Bestandteil des alternativen App Stores Setapp, bei dem man sich für einen Abo-Preis von 9,99 US-Dollar pro Monat einkaufen kann.

tl;dr

Ich glaube ich verrate nicht zu viel, wenn ich BetterZip als alles erschlagendes Monster für Dateiarchive unter macOS bezeichne.

Eigentlich erstaunlich, dass mir die App bisher derart durchrutschen konnte aber ich war mit Entropy ja einigermaßen glücklich und sah bisher keinen Grund für einen Wechsel. Der ist nun, nicht zuletzt durch die aktive Weiterentwicklung von BetterZip, gekommen. Hinzu kommt, dass sich bei einem quasi fast identischen Preis, selbst Entropy hinter dem Funktionsumfang von BetterZip verstecken kann.

Daher gibts nur ein Fazit: wer im Alltag viel mit Dateiarchiven zu tun hat, sollte sich BetterZip definitiv genauer ansehen.

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Entwickler Robert hat aptgetupdateDE drei Lizenzen von BetterZip 3 für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Rafflecopter zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Freitag, den 03.03.2017, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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Clean Me · Logs, Caches & Co. bei macOS löschen

Kleiner Hinweis auf Clean Me, einer kleinen kostenlosen App, mit der man vielerlei Logs und Caches aber auch temporäre Dateien von macOS löschen sowie den Spotlight Index neu aufbauen kann.

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Dazu bedarf es zunächst einer Analyse der Daten (Admin Passwort wird benötigt). Anschließend kann man über Schieberegler festlegen was genau gelöscht werden soll. Hier ist erst mal kein Expertenwissen erforderlich. Dennoch sollte man vorsichtig und sich vor allem ganz sicher sein, was man da löscht.

Mehr Infos zur App inkl. des Quellcodes und der Downloadlinks (unter Releases) finden sich bei GitHub.

-> https://github.com/Kevin-De-Koninck/Clean-Me

(via)

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Kurztest: TextBar v2 · GeekTool für die macOS Menüleiste (reloaded)

Stammleser dieses Blogs kennen TextBar bereits aus vergangenen Artikeln. Ähnlich wie bei BitBar kann man mit dieser App beliebigen Text bzw. Ausgaben von Skripten in der macOS Menüleiste anzeigen und in gewissen Abständen automatisiert aktualisieren lassen.

Vor ein paar Tagen ist nun TextBar 2 veröffentlicht worden. Nachfolgend die drei wichtigsten Neuerungen.

1. Dynamic Values

Ab sofort können eigentlich in den Einstellungen von TextBar festgelegte Werte überschrieben werden.

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Dazu müssen entsprechende Skripte um eine dynamic section erweitert werden, die wiederum mit einem ----TEXTBAR---- eingeleitet wird.

Im nachfolgenden Skript wird beispielsweise die Ausgabe des date-Kommandos (abweichend von den TextBar-Refresh-Einstellungen) alle fünf Sekunden aktualisiert.

#!/bin/bash
date
echo "----TEXTBAR----"
echo "REFRESH=5"

Gleiches kann man mit Bildern bzw. den Icons machen, die der eigentlichen Skriptausgabe vorgeschaltet werden können.

Bildschirmfoto 2017-01-17 um 20.43.51

Darüber hinaus lassen sich jetzt auch die Auswertung von HTML-Code und, wie oben im Screenshot zu sehen, ganze Webseiten mit dynamischen Skripten in die Menüleiste integrieren.

#!/bin/bash
echo "aguDE"
echo "http://www.aptgetupdate.de"
echo "----TEXTBAR----"
echo "VIEWTYPE=URL"
echo "VIEWSIZE=600,400"
echo "IMAGE=:$HOME/scripts/images/aguDE.png"

2. Last Update

Ebenfalls oben im Screenshot zu sehen: für jedes laufende Skript und Kommando wird die Zeit der letzten Aktualisierung angezeigt.

3. TextBar Live

Hinter TextBar Live versteckt sich ein neuer Dienst, der den Status aller definierten TextBar-Elemente von mehreren Macs gleichzeitig im Browser anzeigt.

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Dieser Dienst wird im monatlichen Abo angeboten.

Dabei ist der erste Mac kostenlos; die Small-Subscription mit zwei Geräten liegt bei einem US-Dollar/Monat, die Medium-Subscription mit fünf Macs bei 2 US-Dollar/Monat.

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Preise und Verfügbarkeit

Für Bestandskunden ist das Upgrade auf TextBar v2 kostenfrei.

Neukunden können die App für 2,99 US-Dollar direkt vom Entwickler kaufen. Zur Installation wird OS X 10.9 Mavericks vorausgesetzt.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht außerdem eine auf sieben Tage begrenzte Testversion zur Verfügung. Bei GitHub findet man etliche kleine Skripte, die für den Einstieg bestens geeignet sind.

-> http://www.richsomerfield.com/apps/

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macOS Tipp: passwortgeschütztes (verschlüsseltes) Disk-Image erstellen

Man bekommt ja heutzutage vermehrt seine Post elektronisch zugestellt; sei es nun per E-Mail oder per Download über den Webbrowser. Dazu zählen beispielsweise Rechnungen oder Verträge aller Art, Steuerunterlagen, Einzelverbindungsnachweise, Kontoauszüge u.v.m… Also alles Informationen, die mehr oder weniger sensible Daten enthalten und dementsprechend aufbewahrt werden sollten.

Nun kann man natürlich Apps wie VeraCrypt, Hider oder Knox (wurde vom 1Password Entwickler AgileBits Ende 2016 vorerst abgekündigt) nutzen, um diese Daten sicher auf der lokalen Festplatte zu verschlüsseln. Warum aber 3rd-Party-Apps nutzen, wenn es in macOS verschlüsselte Disk-Images gibt, die im Grunde genommen genau den gleichen Zweck verfolgen?!

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Passwortgeschützte bzw. verschlüsselte Disk-Images erstellt man mit dem Festplattendienstprogramm, das unter /Programme/Dienstprogramme/ zu finden ist.

Im Menü wählt man daraufhin unter Ablage > Neues Image, je nach Vorhaben, die Option Leeres Image oder Image von Ordner aus. Im neu eingeblendeten Fenster gibt man dem Disk-Image einen Namen, optionale Tags und legt den Speicherort sowie das Format und die Partitionstabelle fest.

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Beim Image-Format sollte man zudem darauf achten, dass Mitwachsendes Image ausgewählt ist. Das hat den Vorteil, dass das Disk-Image anstatt einer vorgegebenen Größe nur soviel Platz belegt, wie tatsächlich benötigt wird.

Darüber hinaus gibt es noch das Mitwachsende Bundle-Image. Dieses wurde mit Mac OS X 10.5 Leopard eingeführt und zerlegt das Image in kleinere Dateien. Das hat gegenüber eines einzelnen großen Images den Vorteil, dass bei einer inkrementellen Datensicherung (z. B. mit Time Machine) nur die geänderten Teile des Images, anstatt die große Einzeldatei, gesichert werden.

Der entscheidende Punkt ist aber die Verschlüsselung des Images. Hier hat man die Wahl zwischen 128- und 256-Bit-AES-Verschlüsselung, die mit einem hinreichend guten Passwort abgesichert werden sollte.

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Klickt man jetzt auf das erstellte Image, wird zunächst das Passwort abgefragt und anschließend das Image ins System eingebunden. Jetzt kann man schützenswerte Dokumente ins Image verschieben, die mit dem Auswerfen des Images sicher abgelegt sind.

Abschließend vielleicht noch ein Tipp: das Passwort nicht im Schlüsselbund sichern, sondern im Kopf aufbewahren 🎓