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Im Test: Aukey LC-C1 kabellose Qi-fähige Ladestation

Spätestens seit dem iPhone 8 oder auch iPhone X gehört das induktive bzw. kabellose Laden von Smartphones zum guten Ton. Mit meinem iPhone 7 kann ich hier noch nicht mitreden. Ich nutze allerdings seit gut drei Jahren einen Androiden als Zweithandy. Aktuell ist es ein Samsung Galaxy S8, das das induktive Laden unterstützt.

Daher möchte ich heute die induktive Ladestation LC-C1 von Aukey genauer vorstellen.

Lieferumfang

  • Aukey LC-C1 kabellose Ladestation
  • Micro-USB-Kabel 1 m
  • Papierkram

Wie man dem Lieferumfang entnehmen kann, fehlt ein USB-Netzteil. Nun wird natürlich jedes Smartphone mit einem solchen Netzteil ausgeliefert, so dass kein Mangel daran herrschen sollte. Ich finde es dennoch etwas seltsam, dass Aukey bei dieser Ladestation darauf verzichtet und somit die Gefahr eingeht, dass der Endverbraucher durch leistungsschwache Netzteile nicht das optimale Ladeergebnis erzielt.

Andererseits empfiehlt Aukey für die optimale Ladegeschwindigkeit in den Anmerkungen zur Ladestation ein Netzteil mit 2 Ampere Leistung. Man muss es halt nur gelesen haben 😉

Erster Eindruck

Direkt beim Auspacken fällt das schlanke Design der Ladestation ins Auge. Die Ladeschale, deren unterer, ca. ein Zentimeter tiefer Auflagerand gummiert ist, ist aus ABS-Kunststoff gefertigt. Der hintere Fuß besteht aus Aluminium. Der Winkel der Auflagefläche beträgt 45 Grad.

Leider wird das Ladekabel seitlich in die Ladestation gesteckt, so dass das eigentlich sehr ansprechende Design damit wieder zunichte gemacht wird 🤔

Tipp: ein um 90 Grad abgewickeltes Micro-USB-Kabel behebt diesen Makel.

Darüber hinaus befinden sich auf der Rückseite der Ladeschale zwei Status-LEDs.

Die stetig leuchtende weiße zeigt an, dass ein Ladekabel verbunden ist. Die darüber befindliche pulsierende grüne LED leuchtet, sobald ein Smartphone o.ä. geladen wird.

Technologie

In der Ladestation sind drei Induktionsspulen verbaut, so dass eine relativ große Fläche der Ladeschale zum Aufladen von Geräten verwendet werden kann. Zudem wird die Qi-Technologie unterstützt, was die Ladestation zu allen Qi-fähigen Geräten, darunter u.a. Samsungs Galaxy Serie oder das iPhone 8/X, kompatibel macht.

Die weiteren Daten habe ich zur besseren Übersicht in eine Tabelle gestopft:

Im Alltag (Leistungstest)

Wie anfangs schon erwähnt hängt die Leistung der Ladestation entscheidend vom verwendeten Netzteil ab. Für diese Review habe ich daher meine im Alltag sehr oft eingesetzten tizi Tankstellen sowie das mit dem Galaxy S8 mitgelieferte Schnellladenetzteil genutzt.

Um es vorweg zu nehmen: alle drei Netzteile lieferten bei ausgeschaltetem Bildschirm mit dem im Lieferumfang befindlichen Micro-USB-Kabel mit ca. 760 mA einen nahezu identischen Ladestrom. Das entspricht auch ungefähr den Erwartungen, wenn man die Ausgangsleistung der Ladestation von einem Ampere bei einem Wirkungsgrad von 75% zugrunde legt.

Verwendet man ein höherwertiges Micro-USB-Kabel, liegt der Ladestrom sogar bei ca. 850 mA.

Aber selbst dieser etwas höhere Wert bedeutet, dass die Ladestation keine Schnellladefunktion unterstützt und somit den Vorteil des Schnellladenetzteils von Samsung nicht nutzen kann.

Für eine vollständige Ladung meines Galaxy S8 von NULL auf 100% muss man bei einer Akkukapazität von 3.000 mAh somit mindestens 3 Stunden einplanen.

Durch die drei verbauten Spulen und der großen Auflagefläche ist es übrigens unerheblich, ob das Smartphone vertikal oder horizontal auf der Ladestation liegt.

Abschließend noch ein paar Worte zu Hüllen oder Handytaschen.

Ich habe drei komplett unterschiedliche Hüllen (aus Silikon, Kunststoff und Leder) ausprobiert und alle funktionieren ohne Einschränkungen. Man muss allerdings darauf achten, dass Hüllen mit Magnetplättchen für eine Kfz-Halterung zum Laden komplett ungeeignet sind. Hier spielt die Physik einfach nicht mit 😉

Preise und Verfügbarkeit

Die Qi-fähige kabellose Ladestation von Aukey wird ausschließlich über Online-Stores wie Amazon verkauft.

Das Gerät kostet derzeit 19,99 Euro. Dazu gibt es die üblichen 24 Monate Gewährleistung.

https://www.aukey.com/products/3-coil-wireless-charger

tl;dr

Bei der Bewertung der Ladestation bin ich etwas zwiegespalten.

Zum einen macht das Gerät was es soll. Es lädt anstandslos mein Smartphone auf. Dazu gibt es ein zeitloses Design und die Verarbeitung ist tadellos. Außerdem ist durch die gummierten Flächen beim Auflagerand bzw. unter der Auflagefläche ein sicherer Stand des Telefons und der kompletten Ladestation gewährleistet.

Zum anderen fehlt mir durch die in der Review angesprochenen Meckerpunkten irgendwie das i-Tüpfelchen. Das fängt mit dem beim Lieferumfang fehlenden Netzteil an, geht mit dem seitlich herausragenden Ladekabel weiter und endet in der nicht verfügbaren Schnellladefunktion. Auch ein USB-C Port anstatt des hier genutzten Micro-USB Anschlusses wäre zum Laden fein gewesen.

Schlussendlich muss also jeder selbst entscheiden, wo seine Prioritäten liegen 😉

aptgetupdateDE Wertung: (7,5/10)

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Im Test: equinux tizi Tankstelle & equinux tizi Tankstelle Eco

Smartphones, Smartwatches, Tablets, Bluetooth Geräte, Fernbedienungen, portable Spielekonsolen u.v.m. setzen beim Aufladen u.a. auf den USB-Standard. Jedes dieser Geräte hat in der Regel sein eigenes Ladegerät und besetzt eine Steckdose.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das bei einem Vier-Personen-Haushalt irgendwann zu Engpässen an der Steckdosenfront führt. Die Lösung liegt daher früher oder später bei Mehrfach-USB-Ladegeräten, von denen ich nachfolgend zwei Modelle vorstellen möchte.

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Genauer gesagt geht es um die tizi Tankstelle (5th Gen.) sowie die tizi Tankstelle Eco des Münchner Soft- und Hardwareherstellers equinux.

Auf den ersten flüchtigen Blick sind beide Ladegeräte einigermaßen identisch. Es gibt jedoch, sowohl bei den inneren, als auch äußeren Werten, mehrere Unterschiede, die folgende Tabelle schon mal veranschaulichen soll.

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Die Variante Eco ist in der Summe kleiner und leichter, was für den Einsatz als Reiseladegerät spricht. Die Gesamtleistung ist gegenüber der normalen Tankstelle (ohne Eco) allerdings etwas geringer, was schlussendlich aber erst beim gleichzeitigen Benutzen aller USB-Ports zum Tragen kommt. Die einzelnen USB-Ports unterstützen nämlich High-Power-Ladevorgänge bis zu 2,4 Ampere. Sind alle vier Ports besetzt, kann sich jeder selbst ausrechnen, wie viel Strom bei einer Gesamtleistung von 5 bzw. 4,5 Ampere an jedem Port fließt 😅

Entscheidend für das Aufladen ist auch die von den tizi Turboladern bekannte Auto Max Power™ Technologie. Hierbei handelt es sich um eine intelligente Ladetechnik, die herstellerunabhängig und dynamisch den bestmöglichen Ladestrom dem Endgerät zur Verfügung stellt. Hinzu kommt, dass die angeschlossenen Smartphones oder Tablets dabei automatisch erkannt werden.

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Der wohl größte Unterschied ist die Anbringung der USB-Ports selber. Während sich bei der Tankstelle die Ports an der Gehäuseunterseite befinden, sind sie bei der Tankstelle Eco an der Gehäusefrontseite verbaut, was (aus meiner Sicht) einige Vorteile mit sich bringt.

Gerade bei Wandsteckdosen, die beispielsweise kurz über der Arbeitsfläche der Küche angebracht sind, wird auf diese Weise unnötiges Knicken der USB-Kabel vermieden. Auch bei Steckdosenleisten am Boden, die wenig Platz nach links und recht bieten, ist der (Kabel-)Weg noch oben vorteilhaft.

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Im Endeffekt hängt es aber vom Einsatzort ab. Befindet sich eine Steckdose, aus welchen Gründen auch immer, recht hoch an der Wand oder ist die Steckdose(nleiste) im Schreibtisch integriert, sind die Ports an der Unterseite des Gehäuses wahrscheinlich die bessere Wahl.

Als kleine Besonderheit sind bei der tizi Tankstelle noch kleine Status-LEDs pro USB-Port verbaut. Diese haben sich in der mittlerweile 5. Generation dieses Ladegerätes merklich verkleinert, so dass sie von der Helligkeit nicht mehr so störend und vielleicht vergleichbar mit einer kleinen Standby-LED am Fernseher sind (auf den Fotos kommt das leider nicht so gut rüber).

Leuchtet die LED übrigens nicht, obwohl ein Endgerät angeschlossen ist, lässt das auf ein sehr langsames Laden (< 100 mA) schließen. Das ist bei Geräten mit sehr kleinem Akku (z.B. Apple Pencil oder Apple Siri Remote) der Fall und kein Grund zu Beunruhigung.

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Beide Ladegeräte bestehen aus schwarzem Kunststoff und wurden in meinem Tests, auch unter Volllast, nie unangenehm heiß oder zeigten sonst irgendwelche Ausfallerscheinungen. Zur weiteren Sicherheit ist pro USB-Port ein Übertemperatur- und Überlastschutz integriert.

Mit einem passenden Reiseadapter sind beide Ladegeräte zudem auch an 110 V Steckdosen funktionsfähig.

Preise und Verfügbarkeit

Die tizi Tankstellen werden über Amazon und den tizi Store verkauft.

Die Preise variieren, je nach Version, zwischen 24,99 Euro und 29,99 Euro.

-> equinux tizi Tankstelle
-> equinux tizi Tankstelle Eco

tl;dr

Beide tizi Tankstellen verrichten ihren Job sehr zuverlässig.

Wenn es etwas zu meckern gibt, dann bei der Verwendung des Materials. Ich persönlich kann diesen Klavierlack nicht mehr sehen und hätte mir für den Preis von knapp 25 bzw. 30 Euro ein etwas wertigeres Gehäuse aus Aluminium o.ä. gewünscht.

Und apropos Preis: es gibt bei eBay & Co. natürlich ähnliche Produkte zu einen Bruchteil des Preises. Diesen China-Importen traue ich aber nicht über den Weg. Strom und billige Hardware ist meistens eine gefährliche Kombination.

Auch equinux produziert, wie viele andere Hersteller, in China; die komplette Produktentwicklung sowie die Qualitätskontrolle, und darauf kommt es schlussendlich ja an, finden in Deutschland unter EU-Richtlinien statt.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)