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macOS Tipp: Benutzeraccount und Name des Benutzerordners ändern

Der Benutzeraccount, der aus einem Kurznamen sowie vollständigen Namen besteht, und der Name des Benutzerordners wird eigentlich beim Einrichten eines Nutzers von macOS erstellt.

Dennoch kann es zu Situationen kommen, in denen man genau diese Parameter anpassen muss. Nachfolgend eine kleine Anleitung:

Schritt 1

Zunächst muss man sich als Administrator anmelden. Dieser Account muss ein anderer sein als der, den man umbenennen möchte.

Zu kontrollieren ist das Ganze in den macOS Systemeinstellungen unter Benutzer & Gruppen.

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Schritt 2

Anschließend öffnet man Apples Finder und sucht nach dem Ordner Benutzer, in dem alle Benutzeraccounts ihren eigenen Ordner haben.

Hier benennt man nun den alten Kurznamen des Benutzers in den neuen um. Dafür wird der Administratorname und das Passwort benötigt.

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Schritt 3

Jetzt wechselt man wieder in die macOS Systemeinstellungen > Benutzer & Gruppen und entsperrt über den Administratornamen sowie dem Passwort das Schloss unten links.

Nun kann man mit gedrückt gehaltener Control-Taste und Linksklick auf den umzubenennenden Benutzer die erweiterten Optionen aufrufen.

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Schritt 4

In dieser neuen Maske kann man jetzt den Accountnamen (Kurznamen), den gerade umbenannten Benutzerordner und den vollständigen Namen den neuen Gegebenheiten anpassen.

Dabei ist darauf zu achten, dass der Accountname und der Name des Benutzerordners übereinstimmen. Darüber hinaus darf in diesen beiden Parametern kein Leerzeichen enthalten sein.

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Um das Prozedere abzuschließen, genügt ein Klick auf die Schaltfläche OK; abschließend muss der Mac neu gestartet werden.

Diese Anleitung funktioniert ab Mac OS X 10.7 Lion. Bevor man diese Schritte befolgt, sollte für den Fall der Fälle ein Backup der Daten angefertigt werden.

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iStats · Systemmonitor für das macOS Terminal

Möchte man die Daten seines Systems immer im Blick haben, hatten wir hier mit iStat Menus, iStat Mini, Monity, Monit, den Today Scripts oder dem guten alten GeekTool schon diverse Systemüberwachungstools für den Mac vorgestellt.

Lebt man allerdings mehr oder weniger in der Kommandozeile, kann iStats ganz interessant sein. Dabei handelt es sich um eines der ausführbaren RubyGems, die man in macOS auf verschiedene Art und Weisen installieren kann. Ich möchte nachfolgend die Variante über Homebrew zeigen.

rubygems

Ist Brew installiert, wird zunächst neue Version von Ruby benötigt.

Das ist insofern wichtig, als dass man sich so von der von macOS bereitgestellten Ruby-Version löst und somit zur Installation der Gems keine Admin-Rechte mehr benötigt.

brew install ruby

Anders als brew kann gem, ein Kommando, das zur Installation von RubyGems gebraucht wird, per default keine Aliase im Verzeichnis /usr/local/bin erzeugen. Genau das möchte ich aber, um das System einigermaßen ‘sauber’ zu halten.

Daher muss die PATH-Umgebungsvariable angepasst bzw., wenn nicht eh schon geschehen, um /usr/local/bin erweitert werden. Je nach eingesetzter Shell muss man nun die entsprechende Konfigurationsdatei editieren; in meinem Fall ZSH bzw. ~/.zshrc

vim .zshrc

Folgende Zeile muss eingefügt werden:

export PATH="/usr/local/bin:$PATH"

Bildschirmfoto 2017-04-28 um 13.45.23-minishadow_1300px

Nun folgt die Installation von iStats, welche jetzt durch das Setzen der Umgebungsvariable automatisch ein Alias in /usr/local/bin erzeugt und durch die anfangs separat installierte Version von Ruby auch ohne sudo-Kommando auskommt.

gem install iStats

Um sich nun die Daten seines Systems im Terminal anzeigen zu lassen, startet man iStats durch Eingabe des Befehls istats.

Bildschirmfoto 2017-04-26 um 22.13.17-minishadow

Ohne dem Hinzufügen zusätzlicher Optionen werden zunächst einmal nur die Temperatur der CPU und Angaben zu den Lüftern bzw. dem Akku angezeigt.

Mit istats scan kann aber unzählige weitere Sensoren des Macs auslesen und mit istats enable [key] der Anzeige hinzufügen. Eine genaue Übersicht dieser und weiterer Optionen gibts bei GitHub.

-> https://github.com/Chris911/iStats

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Howto: Notizen von Evernote zu Apple Notes migrieren

Seit Anfang 2009 nutze ich das Basiskonto von Evernote zum Sammeln und Organisieren meiner täglichen Notizen.

Ich habe hier auch keine großen Ansprüche. Neben dem eigentlichen Text, sollten man auch Bilder hinzufügen können und es muss eine plattformübergreifende Synchronisation sowie Apps für die gängigen Betriebssysteme (Desktop & mobil; ggf. auch im Web) geben.

Durch eine Promo der Telekom bin ich Mitte April des letzten Jahres zu einer kostenlosen Premium-Subscription von Evernote gekommen, die nun auslief. Da die Evernote Corporation die Synchronisation des Basiskontos seit Juni 2016 auf zwei Geräte eingeschränkt und der Service generell im letzten Jahr durch unglückliche Entscheidungen eher mit negativer Presse auf sich aufmerksam machte, mussten Alternativen her:

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Laverna ist von der Sache her ganz gut; leider sind die Desktop Apps zu instabil und es fehlen gänzlich mobile Apps. OneNote ist mir ehrlich gesagt zu aufgeblasen und bevor ich alle Daten zu Simplenote oder ähnlichen Diensten schiebe, kann mir die Idee mit Apples Notizen App.

Ähnlich wie damals™ bei meinem Abgesang für Wunderlist, wollte ich Apples Lösung eine Change geben.

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Der Grund dafür ist eigentlich ganz einfach: Seit OS X El Capitan bzw. iOS 9 hat Apple die bis dahin sträflich vernachlässigten Notizen mit Features wie Foto-Support oder neuen Formatierungstools aufgebohrt; dazu die Synchronisation über iCloud Drive und die passende Webanwendung, sofern man mal mit Windows oder Linux auf die Daten zugreifen muss.

So wurde der Service, von meinen anfangs erwähnten Ansprüchen aus gesehen, für mich nutzbar. Ein Problem gab es natürlich: Wie bekomme ich die vorhandenen Daten einigermaßen verlustfrei von Evernote zu Notizen migriert?!

Das Problem lässt sich erstaunlich einfach lösen. Nachfolgend eine kleine Anleitung.

Schritt 1

Zunächst startet man Evernote.

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Möchte man alle Notizen auf einen Schlag migrieren, markiert man diese in der Ansicht Alle Notizen mit Command-A. Darüber hinaus kann man natürlich auch einzelne Notizbücher migrieren, was diesen Prozess der Migration verlängert aber, abhängig von der Anzahl der Notizen, schlussendlich wesentlich übersichtlicher gestaltet. Später dazu mehr…

Wie auch immer man sich entscheidet: Über das Menü Ablage > Notizen werden exportiert… gelangt man in ein Menü mit weiteren Einstellungen.

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Hier vergibt man nun einen sprechenden Namen, ggf. Tags und einen Ablageort. Als Dateiendung ist das Evernote-XML-Format (.enex) bestens geeignet.

Mit Klick auf die Schaltfläche Sichern landen die exportierten Notizen auf dem bei mir eingestellten Schreibtisch.

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Schritt 2

An dieser Stelle kann man Evernote schließen und startet Apples Notizen App.

Über das Menü Ablage > In „Notizen“ importieren… kann man die gerade exportierten Notizen Apples Pendant hinzufügen.

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Dafür wählt man die gerade auf den Schreibtisch abgelegte Datei aus.

Der eigentlich Import erfolgt über die Schaltfläche Importieren.

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Je nach Umfang der Notizen dauert der Vorgang nun einige Sekunden.

Schlussendlich landet alles im (iCloud-)Ordner Importierte Notizen.

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Probleme?

Da alle aus Evernote importierte Notizen flach im Ordner Importierte Notizen landen, ergibt sich eine gewisse Unordnung. Die noch bei Evernote vorhandene Unterteilung in die einzelnen Notizbücher geht leider verloren. Daher ist es empfehlenswert den Export aus Evernote an den verschiedenen Notizbüchern festzumachen, so dass nach dem Import in Apple Notes kein nerviges Nachsortieren notwendig ist.

Darüber hinaus ist der Import nicht ganz 1:1… es gibt beispielsweise (wenn auch selten) Probleme mit Zeilenumbrüchen, Checkboxen oder auch der Schriftart. Gerade letzteres ist etwas ärgerlich, da Schrifteinstellungen, die man mit macOS angepasst hat, von der App auf dem iPhone bzw. iPad scheinbar ignoriert werden.

FAZIT

Trotz dieser kleineren Problemchen bin ich mit dem Ergebnis der Migration zufrieden.

Eigentlich erstaunlich, dass ich es mit Evernote so lange ausgehalten habe; zumal ich nur einen Bruchteil der Features dieses Dienstes genutzt hatte 😜

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Kurztest: Vanilla · Icons in der macOS Menüleiste organisieren

Zum Organisieren der Menüleisten-Icons am Mac nutze ich seit einigen Jahren Bartender.

Mit Vanilla tritt nun erstmalig eine ähnliche App den Kampf gegen eine vollgepackte Menüleiste an. Nachfolgend ein kleiner Test.

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Vanilla ist in der Grundversion kostenlos und teilt die Menüleiste, durch einen Punkt getrennt, in zwei Bereiche ein. Der rechte Bereich bleibt wie gewohnt sichtbar; im linken Bereich können mit gedrückter Command-Taste per drag-and-drop Icons abgelegt und auf Klick aus bzw. eingeblendet werden.

Die optional freischaltbare Pro Version kostet 3,99 US-Dollar und erweitert die App, durch einen zweiten Punkt getrennt, um einen dritten Bereich. Dort können Icons abgelegt werden, die man komplett aus der Menüleiste entfernen möchte.

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Darüber hinaus bietet die Pro Version zwei weitere Funktionen:

  • Eingeblendete Icons werden nach 5 Sekunden automatisch wieder ausgeblendet
  • Die App wird nach dem Neustart des Macs automatisch gestartet

Zur Installation von Vanilla wird macOS 10.12 Sierra vorausgesetzt.

-> http://matthewpalmer.net/vanilla

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macOS Tipp: Optionen für die macOS-Wiederherstellung

Die macOS-Wiederherstellung installiert abhängig von der beim Booten gedrückt gehaltenen Tastenkombination unterschiedliche Versionen von macOS.

Neben den bereits bekannten Shortcuts Command-R und Option-Command-R, die jeweils macOS-Versionen ohne (Standard-Recovery) bzw. mit zur Hardware kompatiblen Updates (Internet-Recovery) installiert, gibt es seit macOS Sierra 10.12.4 eine kleine Neuerung:

Über den Shortcut Shift-Option-Command-R kann man die macOS-Version installieren, mit der der Mac ausgeliefert wurde. Sollte diese Version nicht mehr zur Verfügung stehen, wird ersatzweise die älteste noch verfügbare Version installiert. Eine Internetverbindung ist für dieses Vorhaben natürlich Voraussetzung.

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Die Tastenkombinationen müssen übrigens direkt nach dem Drücken des Ein-/Ausschalters bis zum Erscheinen des Apple-Logos gedrückt gehalten werden.

Wie man seinen alten Mac zum Verkauf bei eBay & Co. vorbereitet, hatte ich zudem im Dezember des letzten Jahres ausführlicher beschrieben.

(via)

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Review: Archive Assistant · Datei-Archivierung mittels AppleScript

Vor ein paar Wochen hatte ich mit BetterZip meinen neuen Favoriten für die Datei-Archivierung unter macOS vorgestellt.

Wesentlich nerdiger aber nicht weniger interessant ist der Archive Assistant.

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Dabei handelt es sich um ein (AppleScript-)Skript, das auf recht einfache Art und Weise beim Erstellen von Archiven und Disk Images behilflich ist. Das Entpacken von Archiven beherrscht das Skript dahingegen nicht.

Installation des Skripts

Möchte man das Skript über das Menüleisten-Icon von Apples Skript-Editor starten, muss man es nach ~/Library/Scripts kopieren.

Dazu gibt es natürlich die Möglichkeit das Skript mit Schnellstartern wie LaunchBar oder Alfred sowie meiner allzeit beliebten Allzweckwaffe Keyboard Maestro zu starten. Hier ist der Speicherort des Skripts dann wieder egal, da innerhalb dieser Apps der Pfad angegeben wird.

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Was kann das Skript?

Wie schon geschrieben, geht es um das Erstellen von Dateiarchiven.

Dabei bleiben die Mac-typischen Metadaten (spotlight comments, openmeta tags, “resource fork”, extended attribute, ACLs) vollständig erhalten. Es gibt aber auch zwei Sonderfälle, die auf das Speichern von Metadaten verzichten und sich somit vorzüglich für das Versenden von Archiven an Windows-Nutzer eignen.

Dazu unterstützt das Skript verschiedene Dateiarchiv-Formate, wählbare Komprimierungsstufen, Archivverschlüsselung per AES und vieles mehr. Detailliert lässt sich folgende Aufstellung festhalten:

Folgende Archive/Images können erstellt werden:

  • tar, unkomprimiert
  • tar, gzip-komprimiert (tar.gz)
  • tar, bzip2-komprimiert (tar.bz2)
  • tar, lzma2-komprimiert (tar.xz)
  • xar, unkomprimiert
  • xar, gzip-komprimiert
  • xar, bzip2-komprimiert
  • zip (zwei Varianten)
  • 7z (lzma2)
  • dmg, read/write
  • dmg, read-only
  • dmg, zlib-komprimiert
  • dmg, bzip2-komprimiert
  • dmg, Sparse-Image
  • dmg, Sparse-Bundle

…und weitere Features:

  • Dateien zu tar-, cpio-, pax-, zip-, 7z-Archiven hinzufügen.
  • Dateien zu Read-only- oder komprimierten dmg via Shadow-File hinzufügen („shadow mount“).
  • Konvertieren zwischen verschiedenen dmg-Formaten.
  • Einstellbare dmg-Größe.
  • Zip, 7z und alle dmg-Typen optional AES-verschlüsselt.
  • Ändern des Passworts eines dmg.
  • Wählbare Komprimierungsstufen für Archive und dmgs.
  • Detaillierte Settings für lzma2-Komprimierung (xz und 7z), einschließlich Dictionary-Size, Word-Size, Multi-/Singlethreading, Solid/Non-solid/Solid by Filetype.
  • Möglichkeit, die fertig komponierte Befehlszeile ins Terminal zu kopieren, für eventuelle weitere Ad-hoc-Einstellungen.

Benutzung des Skripts

Erstellen von Archiven

In einem ersten Schritt markiert man in Apples Finder eine oder mehrere Dateien und/oder Verzeichnisse und startet das Skript.

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Anschließend wählt man den Typ des Archives aus, woraufhin man in die Archiveinstellungen gelangt. Mit gedrückter Cmd-Taste können hier auch mehrere Optionen gewählt werden, die dann für das wiederholte Verwenden für den Archivtyp gespeichert sind.

Danach vergibt man ggf. ein Passwort und wählt das Zielverzeichnis sowie den Namen des Archives aus. Das Skript verrichtet nun seine Arbeit im Hintergrund. Nachdem das Archiv erstellt ist, wird ein kleiner Statusbericht angezeigt.

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Die Archiveinstellungen sind übrigens kontextsensitiv und zeigen nur die Optionen an, die für die ausgewählte Datei sinnvoll sind.

Für die unterstützten Archivtypen tar, xar, 7z, zip und die verschiedenen Disk Images ergeben sich beispielshaft folgende unterschiedliche Options-Untermenüs:

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Normaler Modus vs. Terminal Modus

Ich sagte ja bereits, dass das Skript im normalen Modus im Hintergrund läuft und nach Beendigung des Jobs einen kleinen Statusbericht anzeigt.

Darüber hinaus kann man die Kommandos auch im Terminal ausführen. Das Skript unterschiedet hier zwischen Run in Terminal und Paste into Terminal.

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Während im ersten Fall alle Befehle mit maximaler Geschwätzigkeit im Terminal ausgeführt werden, wird im zweiten Fall nur das Kommando mit allen im Menü gewählten Optionen ins Terminal kopiert aber nicht ausgeführt. Das hat vor allem dann Charme, wenn man in speziellen Fällen an Details des Kommandos schrauben möchte, die über das Menü des Skripts nicht einstellbar sind.

Daten zum Archiv hinzufügen

Für dieses Vorhaben gibt es mit -> Add to Existing Archive einen speziellen Punkt im Startmenü des Archive Assistant.

Hat man eine oder mehrere Dateien bzw. Verzeichnisse markiert und im Skriptmenü diesen speziellen Punkt gestartet, muss man zunächst einmal das bestehende Archiv auswählen, zu dem Daten hinzugefügt werden sollen.

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Anschießend landet man in den normalen (kontextsensitiven) Archiveinstellungen, die man schon vom Erstellen von Archiven kennt.

Das Hinzufügen von Daten funktioniert per Skript übrigens nur bei unkomprimierten Unix-typischen Archiven wie tar, cpio oder pax sowie zip- und 7z-Archiven. Möchte man Daten zu einer dmg-Datei hinzufügen, kann das einfach über den Finder per drag-and-drop in das eingehängte Image erledigt werden.

Disk Images

Auch wenn Disk Images streng genommen keine Archive sind, kann man sie unter macOS wunderbar als solche verwenden. Genau deshalb sind sie auch Teil dieses Skripts.

Das Erstellen von dmg-Dateien gleicht im Prinzip dem Erstellen von normalen Archiven. Die Optionen sind hier formatbedingt allerdings etwas limitiert. Zudem muss man ggf. die Größe des Disk Images angeben.

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Wesentlich interessanter sind dahingegen die dmg-Actions, die auf bestehende Disk Images angewendet werden können.

So kann man beispielsweise eine Konvertierung zwischen den verschiedenen dmg-Formaten vornehmen sowie die Größe oder bei verschlüsselten Disk Images das Passwort nachträglich ändern.

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Auch vergleichsweise selten verwendete dmg-Features wie das Shadow File werden vom Skript unterstützt.

Mit diese Option, des von macOS vorinstallierten Kommandozeilentools hdiutil, kann man Dateien zu read-only oder komprimierten Disk Images per Shadow Mount hinzufügen.

Use a shadow file in conjunction with the data in the image. This option prevents modification of the original image and allows read-only images to be attached read/write. When blocks are being read from the image, blocks present in the shadow file override blocks in the base image. All data written to the attached device will be redirected to the shadow file. If not specified, -shadow defaults to image.shadow. If the shadow file does not exist, it is created. Verbs accepting -shadow also accept -cacert and -insecurehttp.

Technisches

Das Skript ist mit OS X Yosemite oder höher kompatibel und nutzt, neben dem schon erwähnten hdiutil, die ebenfalls von macOS mitgelieferten Tools tar, pax, xar, ditto und basename/dirname.

Darüber hinaus ist p7zip, ein Port von 7-zip, im Script-Bundle enthalten. Dieses Tool wird nicht nur für 7z-Archive, sondern auch für gz, bz2, xz und teilweise zip verwendet, da es multi-threaded schneller und effizienter arbeitet als die entsprechenden Unixtools.

Sonstiges

Trotzdem diese Review des Archive Assistant schon vergleichsweise lang ist, habe ich die Funktionalität des Skriptes längst nicht umfassend dargestellt. Daher empfehle ich jedem Interessenten sich das dem Download beiliegende Handbuch genauer durchzulesen.

Dort hat Tom, der verantwortliche Entwickler des Archive Assistant, auf 17 Seiten jeden Funktion und Option genau erklärt. Auch zu den einzelnen Archivtypen, sowie dem Handling der Metadaten gibt es weiterführende Informationen.

-> http://dflect.net/archive-assistant