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iTerm 2 · DNS Lookup Issue

Als großer Fan von iTerm 2 bin ich gestern Abend etwas zusammengezuckt.

Über Twitter bin ich mehr oder weniger zufällig über einen Bug gestolpert, der seit Version 3.0.0 besteht und der es ziemlich in sich hat:

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Kurzgesagt kann es mit den Standardeinstellungen von iTerm 2 per DNS Request passieren, dass persönliche Daten (inkl. Passwörter) im Klartext über den DNS-Server des ISP versendet werden. Ein mehr als übles Sicherheitsrisiko, das in den Einstellungen von iTerm 2 behoben werden kann:

iTerm 2 Einstellungen > Advanced > Perform DNS lookups to check if URLs are valid? > NO

Dazu muss der Haken bei folgender Option entfernt werden:

iTerm 2 Einstellungen > Pointer > CMD-Click Opens Filename/URL (Semantic History)

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Mittlerweile haben die Entwickler von iTerm 2 aber auch reagiert und mit Version 3.1.1 eine gefixte Version zum Download bereitgestellt, die die Standardeinstellungen berichtigt.

Daher: Unbedingt das Update einspielen!!!

-> https://www.iterm2.com

iTerm2 added a feature in version 3.0.0 which would perform DNS requests on the text under the cursor to get a hint whether it was a clickable URL. This was a bad idea because DNS requests are not privacy-preserving. The feature has been disabled by default in 3.1.1 in commit e4eb1063529deb575b75b396138d41554428d522.

I don’t have an excuse: I just didn’t give this issue enough thought. I apologize for the oversight and promise to be more careful in the future. Your privacy will always be my highest priority.

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Kurztipp: Faviconographer bringt Favicons zurück zum Safari

Auch wenn es vielleicht langsam nervt: ich muss noch mal kurz auf das Favicon Thema im Safari von vor ein paar Wochen zurückkommen.

Es gibt nämlich seit ein paar Tagen eine schlanke Lösung, wie man sich nun doch Favicons im Safari anzeigen lassen kann.

Wie sich herausstellte, hatte Daniel Alm, der Entwickler hinter der Zeiterfassungsapp Timing, durch den bereits vorliegenden Quellcode seiner App die gewünschte Funktionalität quasi umgesetzt.

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Das Problem war nur, dass Apple durch SIP keinen derartigen Code mittels einer Browser Erweiterung im Safari zulässt. Daher musste die Umsetzung über eine separate App namens Faviconographer erfolgen.

Nach der Installation muss man die App zunächst einmal bei den Bedienungshilfen in den macOS Systemeinstellungen > Sicherheit > Privatsphäre zulassen.

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Anschließend hat man zwei Möglichkeiten, die auch in Kombination funktionieren:

  • Favicons in den Safari Tabs anzeigen lassen
  • Favicons bei den Lesezeichen in den Favoritenleiste des Safaris anzeigen lassen

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Wie sieht das nun live aus?

Nun, die Ausgangsposition ist ohne irgendwelche Icons in der Tab- bzw. Favoritenleiste:

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Lässt man sich die Favicons nur in der Tableiste anzeigen, wird daraus:

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Kommt dann noch die Favoritenleiste dazu, sieht es so aus:

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Ich konnte diesen Hack, wie Daniel seine App selbst nennt, schon in der Betaphase ausgiebig testen und er funktioniert erstaunlich gut.

Man muss allerdings mit kleineren Einschränkungen leben, die allesamt technisch bedingt sind:

So werden die Favicons nur angezeigt, wenn das Safari-Fenster aktiv ist. Dazu gibt es leichte Verzögerungen, wenn man Tabs oder das ganze Safari-Fenster verschiebt. Auch unter macOS 10.13 High Sierra gibt es bekannte Problemchen.

Daher gilt: einfach mal ausprobieren und dem Entwickler Feedback geben.

Der Faviconographer ist kostenlos und setzt macOS 10.12 Sierra oder höher zur Installation voraus. Eventuell läuft die App auch unter OS X 10.11 El Capitan. Das müsste allerdings mal jemand testen 😉

-> https://faviconographer.com

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Howto: Icons für fixierte Tabs im Safari erstellen und nutzen

Vor ein paar Wochen hatte ich an dieser Stelle die Problematik um die fehlenden Favicons im Safari angesprochen. Eher am Rande erwähnte ich, dass der Safari bei fixierten Tabs sehr wohl eine Art Favicon anzeigt.

Im Standard werden festgepinnte Webseiten als kleines Tab auf der linken Seite des Safaris in der Tab-Leiste gesammelt. Das Icon wird dabei aus dem erste Buchstaben der Webseite generiert.

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Gibt man sich damit nicht zufrieden, kann man mit etwas Aufwand auch ein eigenes Icon hinterlegen. Dieses muss allerdings im SVG-Format vorliegen und mit einer extra Zeile Code aktiviert werden.

Schritt 1

Zunächst benötigt man ein Logo bzw. Symbol, das die eigene Webseite repräsentiert; in unserem Fall der Space Invader.

Hat man kein Illustrator, Sketch oder Affinity Designer zur Erstellung der SVG-Datei installiert, gibt es auch diverse Online-Tools, die aus einer PNG-Datei das benötigte Format konvertieren.

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Wichtig ist dabei, dass der Hintergrund des Bildes transparent und das Logo selber in nur einer Farbe, nämlich 100% Schwarz, dargestellt wird. Als Größe werden 16×16 Pixel (32×32 Pixel für Retina Displays) benötigt.

Bevor sich jemand wundert: das hier erstellte „schwarze Logo“ dient nur als Maske. Die schlussendlich im Browser angezeigte Farbe des Icons wird erst in Schritt 2 festgelegt.

Schritt 2

Nachdem man die erstellte SVG-Datei auf seinen Server hochgeladen hat, muss man folgende Zeile Code in den Head-Teil (zwischen < head >…< /head >) seines HTML-Templates hinzufügen:

<link rel="mask-icon" href="/pinfavicon.svg" color="#990000">

Das href zeigt dabei auf die hochgeladene SVG-Datei. Die Farbe des Icons wird über color bestimmt, was in unserem Fall ein dunkleres Rot ist.

Das wars im Prinzip schon. Sollte das Icon anfangs übrigens nicht zu sehen sein, muss man den Safari beenden, den Ordner ~/Library/Safari/Template Icons löschen und den Safari anschließend neu starten.

(via)(via)

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AmorphousDiskMark für macOS · Benchmark für SSDs, Festplatten oder USB-Sticks

Zum Testen der Lese-/Schreibperformance von SSDs, Festplatten, USB-Sticks oder SD-Karten habe ich in der Vergangenheit immer wieder auf den AJA System Test gesetzt. Das Ergebnis ist mit zwei Zahlen sehr übersichtlich und man weiß im Groben, was man vor sich hat.

Möchte man ein detailliertes Ergebnis, das etwas mehr Freiheiten bei der Konfiguration der Lese-/Schreibtests zulässt, sollte man sich AmorphousDiskMark genauer anschauen.

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Als Vorlage dieser kostenlosen App (mit gruseligem Icon) diente das in der Windows-Welt sehr stark verbreitete CrystalDiskMark.

Zur Installation wird OS X 10.8.5 Mountain Lion oder neuer vorausgesetzt.

-> http://www.katsurashareware.com/pgs/adm.html

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macOS Tipp: PATH Variable anzeigen und ändern

Gerade als Entwickler kann es vorkommen, dass man die $PATH Variable, eine Umgebungsvariable des Betriebssystems, die einen oder mehrere Pfade zu bestimmten Programmen oder Daten enthält, anpassen muss.

Um die aktuell gesetzten Werte dieser Variable auszulesen, genügt einer der beiden folgenden Terminalkommandos:

echo $PATH

printf "%s\n" $PATH

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Im Ergebnis werden, durch Doppelpunkt getrennt, die gesetzten Pfade angezeigt:

/usr/local/bin:/usr/bin:/bin:/usr/sbin:/sbin:/usr/local/MacGPG2/bin

Doch wie passt man diese Variable nun an? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Variante 1

Die erste Variante besteht im Editieren der zur eingesetzten Shell passenden Konfigurationsdatei. Das hat den Vorteil, dass dieses Vorgehen nutzerbasiert und somit individuell ist. Da ich beim Editor auf Vim setze, kann das beispielsweise wie folgt aussehen:

vim ~/.bash_profile
vim ~/.profile
vim ~/.bashrc
vim ~/.zshrc

Anschließend kann man in der Konfigurationsdatei über das export Kommando die PATH Variable erweitern (abspeichern nicht vergessen):

export PATH=$PATH:/new/dir/location1

Um die Änderungen direkt nutzen zu können, muss das Terminal neu gestartet oder eine der beiden folgenden Terminalkommandos ausgeführt werden:

source ~/.zshrc
. ~/.zshrc

Abschließend überprüft man über eines der ganz am Anfang des Artikels erwähnten Kommandos, ob die PATH Variable auch tatsächlich geändert wurde.

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Variante 2 (Admin-Rechte erforderlich)

In dieser Variante, in der Änderungen der PATH Variable für alle Nutzer gelten, sind die Pfade in einzelnen Dateien gruppiert. Dazu werden bzw. sind bereits Dateien mit den gewollten Pfadangaben im Verzeichnis /etc/paths.d angelegt. Um sich die existierenden Einträge anzusehen, benötigt man wieder ein Terminalkommando:

ls -l /etc/paths.d

Über das anschließende cat Kommando kann man sich den Inhalt der bereits existierenden Dateien ansehen:

cat /etc/paths.d/MacGPG2

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Um jetzt die PATH Variable zu erweitern, muss man in /etc/paths.d eine neue Datei anlegen und diese mit dem gewünschten Pfad befüllen. Dafür benötigt ein Terminalkommando, für das man allerdings Admin-Rechte benötigt:

sudo -s 'echo "/new/dir/location1" > /etc/paths.d/location1'

Um die Veränderungen zu übernehmen, muss man das Terminal neu starten und man sollte, wie in Variante 1, überprüfen, ob die Veränderungen tatsächlich übernommen wurden.

Variante 3 (Admin-Rechte erforderlich)

Bei dieser letzten Variante handelt es sich um eine Abwandlung der Variante 2.

Anstatt einzelne Dateien anzulegen bzw. zu editieren, knöpft man sich die zentrale Datei /etc/paths vor und kann dort zeilenweise (untereinander) Pfade ändern, löschen oder hinzufügen:

sudo vim /etc/paths

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Zur Info:
/etc ist ein symbolischer Link zum Verzeichnis /private/etc

Da beide den identischen Inhalt haben, können die Änderungen von Variante 2 und 3 auch in /private/etc erfolgen.

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Im Test: ​Satechi USB Type-C Pro Hub Adapter

Als ich mich vor ca. neun Monaten zum Kauf des neuen MacBook Pro mit Touch Bar entschieden hatte, war klar, dass der damals recht frische Port namens USB-C zur kleinen Herausforderung werden wird. Glücklicherweise hatte ich mich ein paar Wochen vorher mit dem Thema etwas intensiver beschäftigt, so dass ich genau wusste was auf mich zukommen wird und worauf ich beim Kauf von Kabeln und Adaptern achten muss.

Um nun die vermeintlich fehlende Konnektivität des MacBook Pro auszugleichen, kann der Weg eigentlich nur über einen universellen Adapter mit möglichst vielen unterschiedlichen Ports führen. Denn wir erinnern uns: USB-C deckt im alternativen Modus eine Vielzahl an Ports ab, die von den gängigen USB-Anschlüssen über HDMI bis zur Stromversorgung gehen.

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Im Laufe der Zeit sind viele Hersteller auf den Zug universell verwendbarer USB-C Hubs aufgesprungen, so dass es langsam unübersichtlich wird.

Daher möchte ich heute den Satechi Pro Hub genauer vorstellen, der mir für diese Review von SB Supply zur Verfügung gestellt wurde.

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Erster Eindruck

Zunächst zum Unboxing: Wie schon auf dem obigen Bild zu sehen, ist die Verpackung sehr handlich. Im Inneren, und das hatte mich dann doch überrascht, befindet sich auch nur der Hub. Eine Kurzanleitung o.ä. sucht man vergeblich.

Der Pro Hub selber ist mit einem Gewicht von 38 Gramm und Maßen von 114 x 28 x 10 mm ebenfalls sehr klein. Beim Design hat sich der Hersteller wohl von der alten Apple Remote inspirieren lassen. Auf jeden Fall geht es, auch Dank der abgerundeten Ecken, sehr stark in diese Richtung 😉

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Als Material kommt gebürstetes Aluminium zum Einsatz, das in den zwei Farbvarianten space grau und silber angeboten wird. Damit passt der Hub perfekt zu den Farben des MacBook Pro, wobei es bei meiner space grauen Variante beim genauen Hinsehen dezente Unterschiebe zu Apples Farbgebung gab.

Die Verarbeitung des Hubs ist sehr solide, so dass direkt beim ersten Anfassen ein sehr wertiger Eindruck entsteht.

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Außerdem ist an der Seite eine unaufdringliche Status-LED verbaut. Das Satechi Logo ist einseitig aufgedruckt.

Im Alltag

Dass der Pro Hub speziell für das MacBook Pro entwickelt wurde merkt man nicht zuletzt an den beiden nebeneinander liegenden USB-C Ports, die zum Verbinden am Notebook vorhanden sein müssen.

Für die Inbetriebnahme sind keine Treiber o.ä. notwendig. Man steckt den Hub an und kann direkt alle sieben verfügbaren Ports nutzen:

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Die auf dem Papier gebotene Leistung kann sich erst mal sehen lassen. Dennoch möchte ich auf drei Probleme aufmerksam machen, die den sehr guten ersten Eindruck trüben.

1. Dass die beiden USB 3.0 Ports, dem USB 3.1 Gen 1 Standard entsprechend, einen Datentransfer von bis zu 5 Gbit/s zulassen ist vollkommen in Ordnung. Unverständlich ist dahingegen, dass auch der USB-C Port diesem (alten) Standard entspricht. Bei einem Hub, der im Mai 2017 auf den Markt kam, erwarte ich schon, dass hier der neuere USB 3.1 Gen 2 Standard mit doppelt so hoher Datentransferrate (bis zu 10 GBit/s) und (viel wichtiger) mit der Möglichkeit zur Stromversorgung (bis zu 100 Watt) zum Einsatz kommt. Das ist leider nicht so und führt mich direkt zu Meckerpunkt 2.

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2. Da beim reinen USB-C Port ein veralteter Standard zum Einsatz kommt, muss man diesen zwingend vom Thunderbolt 3 Port unterscheiden können, da gewünschte Funktionalitäten sonst nicht abgedeckt sind. Eine rein optische Unterscheidung ist in der Hektik des Alltags leider nicht immer möglich und so passiert es nicht selten, dass man das Notebook am “falschen” USB-C Port vermeintlich auflädt und sich wundert, wenn das Gerät irgendwann abschaltet. Hier wäre eine Markierung, die den TB3 Port mit seinen Ladeeigenschaften eindeutig kennzeichnet, eine große Hilfe.

3. Der wohl größte Meckerpunkt betrifft den HDMI Anschluss, der den 4K Betrieb mit nur unzumutbaren 30 Hz zulässt. Das Problem liegt leider erneut bei der Hardware. Wie damals in meinem USB-C Artikel schon angeprangert, hängt die Qualität bei der Umsetzung eines Ports von der Methode seiner Implementierung ab. Natürlich gibt es für USB-C einen nativen “HDMI alternative Modus”, der das Problem löst. Auf Nachfrage bei Satechi bestätigte man mir allerdings, dass dieser native Modus beim Pro Hub nicht zum Einsatz kommt und man stattdessen einen Chipsatz nutzt, der mit seinen 30 Hz im 4K Betrieb erneut nicht die neuste Technologie verwendet und sich auf diese Weise selbst limitiert. Im Nachsatz verwies man übrigens auf das hauseigene USB-C-to-HDMI Kabel, das (natürlich) 4K bei 60 Hz anzeigen kann. Unglaublich… 🙄

Der HDMI-Port wurde mit einem Chipsatz entworfen, der 4K bei 30Hz verwendet. Ja, Sie benötigen einen anderen Adapter, wenn Sie 4K bei 60Hz anzeigen möchten. So wie unser Typ-C zu HDMI Kabel mit 4K 60Hz.

Wer sich in dieses HDMI-Thema technisch etwas genauer einlesen möchte, sollte das Forum von MacRumors aufsuchen, in dem einige Feinheiten zu finden sind.

Final bleibt zu sagen, dass diese drei Probleme längst nicht auf den Pro Hub von Satechi beschränkt sind. Nahezu jeder auf dem Markt verfügbare universelle USB-C Hub kämpft mit diesen (aus meiner Sicht) vermeidbaren Schwierigkeiten.

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Nun aber genug der Meckerei und zu den etwas positiveren Eigenschaften des Pro Hubs:

In meinen Tests über die vergangenen Wochen hatte ich nie irgendwelche Probleme hinsichtlich der Kompatibilität zu anderen Geräten oder Adaptern. Es funktionierte einfach. Einschränkend muss allerdings erwähnt werden, dass der Hersteller das zuverlässige Kopieren von Daten zwischen zwei (oder mehr) angeschlossenen externen Festplatten sowie das USB SuperDrive von Apple von der Kompatibilität ausschließt. Die Gründe liegen bei einer unzureichenden Stromversorgung 😐

Einen Ethernet Port bietet der Pro Hub übrigens nicht. Finde ich persönlich auch nicht weiter dramatisch, da es den Hub aufgrund der Höhe des Ethernet Ports nur unnötig aufblähen würde. Für den Fall der Fälle (der bei mir vielleicht ein oder zweimal im Jahr eintritt) habe ich noch einen über sechs Jahre alten USB Ethernet Adapter von Apple im Schrank, der problemlos mit dem Hub funktioniert.

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Da das neue MacBook Pro mit Touch Bar jeweils zwei USB-C Anschlüsse auf jeder Seite besitzt, kann der Pro Hub natürlich auch beidseitig verwendet werden. Ein kleiner Nachteil entsteht dabei auf der rechten Seite, da der Pro Hub den dort verbauten 3,5 mm Kopfhöreranschluss komplett verdeckt und somit nutzlos macht.

Darüber hinaus zeigte sich im Laufe meiner Test, dass man bei diesen direkt am Notebook “anliegenden” Hubs beim Ausziehen von USB-Sticks, Adaptern oder microSD Karten unglaublich vorsichtig sein muss. Andernfalls zieht man anstatt eines einzelnen verbundenen Gerätes den ganzen Hub ab, was bei zusätzlich verbundenen Displays oder externen Festplatten ungünstig enden kann.

Benchmark

Abschließend noch ein paar Benchmark Tests, die die auf dem Papier stehenden Werte bestätigten. Bei diesen Stresstests wurde der Hub etwas wärmer, was durch das Aluminium Gehäuse mit sehr guter Abwärme aber nicht weiter ins Gewicht fällt.

Zunächst einmal zur Performance der USB Ports. Als Hardware kam das Lexar JumpDrive zum Einsatz, das mit USB-A und USB-C am Pro Hub nahezu identische Werte lieferte:

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Auch die Performance der beiden SD-Karten Slots kann sich sehen lassen. Getestet wurde hier mit einer Class 10 microSDXC (UHS-I) Karte von SanDisk (mit und ohne Adapter):

Bildschirmfoto 2017-08-21 um 14.19.18-minishadow_1300px Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für den Satechi Pro Hub beginnen bei ca. 90 Euro.

Als Farbvarianten stehen, wie schon erwähnt, space grau und silber zur Verfügung.

-> http://www.satechi.net/index.php/pro-hub-space-gray
-> https://www.sbsupply.de/satechi-usb-c-hub-pro-4k-hdmi-space-grey
-> https://www.idealo.de/preisvergleich/Typ/879961006891.html

tl;dr

Aufgrund der fehlenden unterschiedlichen Anschlüsse ist man beim neuen MacBook Pro (late 2016/ early 2017) leider dazu gezwungen auf verschiedene Adapter oder universelle Hubs zurückzugreifen. Das sieht in der Regel merkwürdig aus. Erst recht, wenn diese Hubs, wie hier der Satechi Pro Hub, direkt am Notebook anliegen und es damit augenscheinlich vergrößern. Aber es funktioniert und man muss sich wohl oder übel damit arrangieren.

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Dennoch bin ich beim Satechi Pro Hub zwiegespalten. Der Hub ist super verarbeitet und ein echter Blickfang. Leider hinkt er auf technischer Ebene hinterher.

Da ich derzeit kein 4K Display besitze, stört mich das Problem bei HDMI weniger. Zumal man, sofern das richtige Kabel mit passendem Display zur Hand ist, ja auch den Weg über Thunderbolt 3 gehen kann. Für Leute, die allerdings bei HDMI auf 4K@60Hz angewiesen sind, ist das mehr als ärgerlich. Hier führt quasi kein Weg an einen weiteren USB-C-to-HDMI-Adapter vorbei, der dieses Feature unterstützt 😖

Für mich viel entscheidender ist der zweite, nicht vollwertig nutzbare USB-C Port. Dabei kommt es mir gar nicht mal auf die langsamere Datenübertragungsrate, sondern vielmehr die fehlende Stromversorgung an. Was macht man beispielsweise, wenn der stromliefernde Thunderbolt 3 Port mit einem 4 oder 5K Display verbunden ist? Stattdessen den HDMI Port nutzen?! Bei den technischen Gegebenheiten wohl kaum. Das ist natürlich nur theoretischer Natur und man hat zum Laden im Notfall ja noch zwei weitere USB-C Ports auf der anderen Seite des Notebooks. Dennoch erwarte ich von einem Hub, der gerade mal drei Monate am Markt verfügbar ist, genau diese technischen Features.

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Schlussendlich kann ich vor dem Kauf eines neuen Hubs nur jedem empfehlen sich ganz genau die Spezifikationen durchzulesen, um später vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Das Thema USB-C ist im Zusammenhang mit vollständig kompatiblen bzw. auf den neuesten Standard setzenden Kabeln und Adapter/Hubs nach wie vor durch Chaos geprägt. Und das Schlimmste daran ist, dass diese Probleme (nahezu) herstellerunabhängig sind. Es ist wirklich zum Haare raufen!

So muss man am Ende leider auch den Pro Hub von Satechi sehr genau ansehen. Sofern man weiß, was an Einschränkungen zu erwarten ist, kann man super mit dem Hub arbeiten. Für einen Straßenpreis ab 90 Euro verlange ich allerdings auch technisch neuste Technologie, die hier nur eingeschränkt gegeben ist.

aptgetupdateDE Wertung: (6,5/10)

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iStat Menus 6 · Systemmonitor für den Mac lädt zur Beta ein

Der Systemmonitor iStat Menus ist bei mir seit vielen Jahren fester Bestandteil des Systems.

Nach dem letzten großen Upgrade vor knapp drei Jahren hat Entwickler Bjango nun Version 6 angekündigt, zu deren Beta man sich ab sofort anmelden kann.

istat_menus_6_icon

We’ve been working lots of great new features for iStat Menus. If you’d like help us test iStat Menus 6, and assist with the remaining localisation strings, please fill out the form below.

Zur Installation wird OS X 10.11 El Capitan oder höher vorausgesetzt.

-> https://beta.bjango.com