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macOS Tipp: EFI Firmware vom Mac auf Integrität prüfen

Als eine der besser versteckten Änderungen in macOS 10.13 High Sierra kann man die auf seinem Mac installierte EFI Firmware auf Integrität prüfen.

Das Tool namens eficheck wird auf allen mit High Sierra versorgten Macs einmal in der Woche automatisch im Hintergrund ausgeführt. Dabei wird die Firmware gegen eine von Apple verwaltete “allowlist” geprüft.

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Stimmen die kalkulierten Hashes überein, passiert nichts weiter. Gibt es ein Problem, kann man die Daten zur Prüfung direkt an Apple senden.

Die Allow List, gegen die das eficheck Tool die Firmware prüft, liegt übrigens lokal auf dem Mac und wird mit jedem Update von macOS (High Sierra) aktualisiert. Es muss also nicht zwangsläufig eine Verbindung zum Internet bestehen.

Von diesen automatisch im Hintergrund ablaufenden Checks abgesehenen, kann man das Tool auch per Hand über das Terminal starten. Es ist zugegebenermaßen sehr versteckt. Von den zur Verfügung stehenden Startoptionen ist –integrity-check wohl am wichtigsten.

/usr/libexec/firmwarecheckers/eficheck/eficheck --integrity-check

In diesem Zusammenhang sei auch noch mal an das Setzen eines Firmware Passwortes erinnert, damit man die Gefahr eines Angriffs von vornherein minimiert.

(via)

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Removed in macOS 10.14 Mojave

Nach der (berechtigten) Kritik an High Sierra scheint Apple mit macOS 10.14 Mojave den Mac wieder etwas in die Spur zu bekommen.

Nichtsdestotrotz möchte ich heute keine kleine Linkliste teilen, die zeigt was mit Mojave alles nicht mehr möglich ist bzw. was aus Mojave gegenüber vorherigen Releases entfernt wurde.

One other unmentioned point. Xcode 10 loses support for Subversion.

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Neofetch · System Informations Tool für das Terminal

Wer schon immer einmal Informationen zum Betriebssystem, zur Desktop Umgebung, Themes, Icons u.v.m. im Terminal angezeigt bekommen möchte, sollte sich neofetch genauer ansehen.

Dieses kostenlose System Informations Tool kann per default auch Daten zum Kernel, zur Uptime oder verwendeten Hardware wie CPU, GPU oder RAM anzeigen lassen.

Wem das nicht genügt, kann das Ganze noch per eigener Konfigurationsdatei individuell anpassen… CPU Temperatur, IP Adresse, Festplatteninfos, Wetter, derzeit abgespielter Song u.v.m.

Die Möglichkeiten sind hier unglaublich vielfältig. Man muss sich halt nur ins Wiki einlesen 😉

brew install neofetch

Die Installation von neofetch kann über Homebrew erfolgen.

Neben macOS wird das Tool auch für diverse Linux Distributionen, BSD, Solaris, Windows, Android und iOS (Cydia) angeboten.

-> https://github.com/dylanaraps/neofetch

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Review: ForkLift 3 · Dual Pane Dateimanager für macOS (Gewinnspiel inside)

Da ich mit Apples Finder seit etlichen Jahren auf Kriegsfuß stehe, nutze ich unter macOS alternative Dateimanager.

Heute möchte ich ForkLift 3 genauer vorstellen, das seit gut einem Jahr mein persönlicher Favorit auf diesem Gebiet ist.

User Interface

Schon bei so vermeintlich simplen Dingen wie einer Oberfläche wird der Unterschied zum Finder deutlich.

FL unterstützt eine horizontale und vertikale Zwei-Seiten-Ansicht.

Dazu kann man sich eine integrierte Vorschau zu verschiedenen Dateitypen anzeigen lassen. Textdateien lassen sich in diesem Vorschaufenster sogar direkt editieren.

Über den jeweiligen Seiten ist die Path Bar zu finden, die den aktuellen Dateipfad anzeigt. Zum schnellen Navigieren können die einzelnen Elemente der Path Bar angeklickt werden.

Zum Anzeigen aller derzeit verbundenen Geräte oder Server genügt ein Klick auf das Icon der Path Bar.

Auch bei den Darstellungsoptionen ist FL flexibel aufgestellt.

Je nach Ansicht (Liste, Spalte oder Symbole) sind unterschiedliche Optionen verfügbar, die entweder pro Ordner bzw. Tab oder generell als Standard verwendet werden können.

In der Seitenliste können favorisierte Ordner, Dateien, Apps, Laufwerke oder auch Server abgelegt werden. Das Ganze wird in Gruppen organisiert.

Favoriten und Gruppen werden unten links über das Plus-Zeichen erstellt. Ist bereits eine Gruppe vorhanden, kann man Ordner & Co. auch per drag-and-drop zuordnen. Außerdem ist ein Umbenennen, Editieren oder Löschen von Favoriten per Kontextmenü möglich.

Möchte man das Ganze etwas bequemer angehen, empfiehlt es sich den Favoriten-Manager zu nutzen.

Auch hier kann man wieder per Kontextmenü mit den Favoriten interagieren oder über das Plus-Zeichen neue erstellen.

Mit der Aktivitäten-Anzeige kann man über die Symbolleiste seine Datentransfers im Blick behalten, sie umordnen oder sogar pausieren.

In den FL-Einstellungen kann man zudem die maximalen Bandbreiten sowie gleichzeitigen Übertragungen festlegen, um beispielsweise hohen Serverauslastungen entgegenzutreten.

Darüber hinaus kann man die Symbolleiste umfangreich anpassen. Neben einer sehr guten Suche werden natürlich auch Tabs und Tags unterstützt. Es gibt eine Dropbox Integration, die über das Kontextmenü einen Dropbox Link in die macOS Zwischenablage kopiert.

Außerdem kann man Dateien über das normale macOS Share Menü mit anderen Apps (Mail, iMessage, Notizen, Twitter, Facebook & Co.) teilen oder auch Dienste nutzen.

File Management

Neben normalen Dingen wie Dateien oder Ordner öffnen, erstellen, kopieren, verschieben oder löschen ist auch ein Konfliktmanagement in FL integriert. Man kann sogar zwei Verzeichnisse mit identischen Namen zusammenfügen.

Eines der komfortabelsten Features von FL nennt sich Quick Open und kann jederzeit per ESC-Taste gestartet werden.

Dahinter vergibt sich im Prinzip eine Art Schnellstarter nach dem Vorbild von Alfred oder LaunchBar. Neben dem Starten von Apps kann hier auch auf die in der Sidebar definierten Favoriten oder Menüleistenbefehle zugegriffen werden

Ein ähnliches Feature verbirgt sich hinter Quick Select, das über den Shortcut Cmd-S erreicht wird.

Hier kann man Daten nach Datei- oder Ordnername, vergebenen Tags oder Dateierweiterung suchen und einer Auswahl hinzufügen bzw. entfernen.

Dazu lassen sich Aliases und Symlinks erstellen. Neben Quick Look, gibt es zur Versionsverwaltung auch Git-Support. Man kann Dateiarchive als Ordner behandeln und so deren Inhalt anschauen. Über ein Feature namens synchronisiertes Browsen ist die Navigation in der Zwei-Seiten-Ansicht auf beiden Seiten identisch. Auf diese Weise kann man beispielsweise sehr einfach Dateien oder Verzeichnisse zu einem verbundenen Backup Server vergleichen.

Und apropos Vergleich: Auch für den Dateivergleich liefert ForkLift Möglichkeiten; sofern man Tools wie FileMerge (Xcode), Kaleidoscope, Beyond Compare oder Araxis Merge installiert hat. Ein eigenes Tool liefert FL leider nicht mit.

Remote Connections

Eine der großen Stärken von ForkLift ist seit jeher das Remote Connection Management, so dass man im Prinzip auf weitere Tools, die sich mit FTP & Co. beschäftigen, verzichten kann. FL unterstützt folgende Protokolle: FTP, FTP TLS, SFTP, WebDAV, WebDAV HTTPS, Amazon S3, Backblaze B2, Google Drive, Rackspace Cloud Files, SMB, AFP, NFS und VNC.

Die Basisinformationen werden im schon erwähnten Favoriten-Manager eingegeben. Durch die erstellen Gruppen in der Seitenleiste kann man seine Server wunderbar sortieren und hat sie immer griffbereit.

Außerdem unterstützt ForkLift Remote Editing. Man muss Dateien also nicht mehr herunterladen, editieren und wieder hochladen, sondern kann sie direkt ohne Umwege auf dem Server bearbeiten.

Bei Verbindungsproblemen kann man der Sache mit den von FL angelegten Log-Dateien auf den Grund gehen. Dazu kann man sich für verschiedene Protokolle einen Direktlink auf eine Datei oder ein Verzeichnis generieren und in die macOS Zwischenablage kopieren lassen. Auch FXP Copy wird unterstützt.

Tools

In der Zwei-Seiten-Ansicht kann man mit ForkLift Ordner, Laufwerke oder Server miteinander synchronisieren.

Wie im Screenshot zu sehen, kann man die Richtung der Synchronisation festlegen, Unterordner ausschließen oder Objekte filtern. Macht man derartige Arbeiten öfter, kann man die Konfiguration als Synclet abspeichern und über die Seitenleiste zugreifen.

Auch das gleichzeitige Umbenennen mehrerer Dateien ist möglich.

Dazu markiert man die Dateien und drückt die Enter-Taste. Daraufhin kann man Texte ersetzen bzw. Text, das Datum oder eine Sequenz dem Dateinamen hinzufügen. Auch hier kann man das Ganze zur mehrfachen Verwendung als Favorit in der Seitenleiste abspeichern.

Für das restlose Entfernen von Apps ist in ForkLift ein App-Uninstaller integriert.

Sobald man eine App in den Papierkorb zieht bzw. sie per Cmd-Backspace löschen möchte, bietet FL alle dazugehörigen Dateien ebenfalls zum Entfernen an.

Hinter ForkLift Mini verbirgt sich im Prinzip ein eigenständiges Tool, auf das auch ohne Forklift über die macOS Menüleiste zugegriffen werden kann.

Hier kann man seine gespeicherten Server mounten oder auf Synclets zugreifen.

Außerdem kann man sich ein Droplet anzeigen lassen, über das man Dateien per drag-and-drop in den Standardpfad eines Server hochladen kann.

Sonstiges

Mit den bisher genannten Funktionen ist ForkLift schon sehr gut aufgestellt. Aber auch sonst gibt es viele kleinere Features, die das Dateibrowser-Leben erleichtern.

In den Einstellungen kann man beispielsweise seine Standard-Terminal-App festlegen und diese auch über ein Icon in der Symbolleiste im gerade befindlichen Pfad starten. Alle in FL gespeicherten Favoriten kann man zum Backup mit seiner Dropbox synchronisieren. Dazu wird natürlich auch Apples Touch Bar unterstützt und es gibt einen Dark Mode 😉

Außerdem kann man sämtliche Shortcuts/Kurzbefehle oder Standardprogramme zum Editieren von bestimmten Dateitypen festlegen.

Interessant ist noch die Möglichkeit die Funktionen von ForkLift durch die Vorkonfiguration von Kommandozeilentools zu erweitern. Gestartet wird das Ganze über das Menü oder einen selbst definierten Shortcut.

Preise und Verfügbarkeit

ForkLift 3 wird ausschließlich über den Webstore seines Entwicklers BinaryNights LLC verkauft. Eine Einzelnutzer-Lizenz kostet derzeit 29,95 US-Dollar. Außerdem werden Familien- und Kleinunternehmen-Lizenzen sowie Upgrades von ForkLift 1 oder ForkLift 2 angeboten.

Zum Ausprobieren steht eine kostenlose Testversion zum Download bereit. Zur Installation wird OS X 10.11 El Capitan oder höher vorausgesetzt.

-> https://binarynights.com

Des Weiteren kann man derzeit über den Rabattcode APT2018 ganze 50% des Kaufpreises für alle Lizenzarten sparen. Der Code ist bis zum 11. August 2018 gültig und wird direkt im Store des Entwicklers bei „Enter Coupon Code“ eingelöst.

-> https://binarynights.com/store

tl;dr

Ich schrieb ja schon im ersten Satz, dass ich mit Apples Finder nicht wirklich etwas anfangen kann und ich glaube die in dieser Review vorgestellten Features zeigen warum das so ist.

ForkLift macht einfach vieles besser und bietet durch das Remote Connection Management weit mehr als man vielleicht von einem Dateimanager erwarten darf. Die eingebauten bzw. erweiterbaren Tools runden das sehr gute Gesamtpaket ab.

Ein Feature wünsche ich mir dennoch: als langjähriger Nutzer des Path Finders (quasi das Konkurrenzprodukt zu ForkLift) wünsche ich mir fernab von Yoink & Co. einen temporären Ablagestapel (im PF heißt dieser Drop Stack), in den man Dateien oder Ordner zur Weiterverarbeitung parken kann.

Negativ müssen kleinere Grafikfehler erwähnt werden, die in seltenen Fällen auftreten. Hier überlagert sich vermutlich irgendetwas, das durch ein Ziehen am Hauptfenster behoben werden kann. Außerdem habe ich in sehr seltenen Fällen das Phänomen einer nicht aktualisierten Anzeige (rein von den Daten her). Hier langt es in der Regel das Verzeichnis kurz zu wechseln und alles läuft wieder.

Daher gibt es einen leichten Abzug in der B-Note aber insgesamt hat BinaryNights hier ein sehr gutes Produkt (weiter-)entwickelt.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

Gewinnspiel

Der Entwickler BinaryNights LLC hat aptgetupdateDE drei Lizenzen von ForkLift 3 für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt wieder Gleam zum Einsatz (Link am Ende des Artikels), bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • Tweet zur Review bei Twitter retweeten
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Freitag, den 15.06.2018, statt. Viel Glück!

-> ForkLift 3 Verlosung

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CotEditor · Texteditor für macOS

Wer noch auf der Suche nach einem schlanken, nativen Editor für Klartext, Quellcode oder strukturierte Texte ist, sollte sich den CotEditor etwas näher ansehen.

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Seitdem wir das Tool Ende 2014 erstmalig erwähnt hatten, ist viel passiert. Mit Version 3 erfolgte u.a. die Migration von Objective-C zu Swift.

Zu den weiteren Highlights dieser quelloffenen Software zählen Syntaxhervorherbung für über 50 voreingestellte Sprachen, ein Suchen und Ersetzen über reguläre Ausdrücke, ein automatisches Backup, eine automatisch erzeugte Gliederung zur schnellen Navigation, ein Zeicheninspektor, ein Modus für vertikale Textanordnung, diverse Unicode-Normalisierungen oder die Steuerung per Skript.

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Für die Auflistung aller Features lohnt sich definitiv ein Blick auf die Homepage des Editors. Der Quellcode kann bei GitHub studiert werden. Wem der Direktdownload (bei GitHub) nicht liegt, kann das Tool auch über den Mac App Store installieren.

Zur Installation wird OS X 10.11 El Capitan oder neuer vorausgesetzt.

CotEditor
CotEditor
Entwickler: Mineko IMANISHI
Preis: Kostenlos

(reminder by)

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Review: Cardhop · Kontakte Management App für macOS (Gewinnspiel inside)

Apple liefert mit macOS schon eine Reihe von Apps aus, die das Leben im Alltag erleichtern. Leider sind viele dieser Apps nicht wirklich zu Ende gedacht bzw. funktional recht eingeschränkt, so dass Anbieter von Drittsoftware Abhilfe schaffen müssen.

Für das Adressbuch bzw. die Kontakte möchte ich daher Cardhop detaillierter vorstellen.

Cardhop stammt vom gleichen Entwickler wie die Kalender- und Erinnerungen App Fantastical. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Cardhop nach dem Starten als aufklappbare Menüleisten App entpuppt, die aber auch von der Menüleiste entkoppelt genutzt werden kann.

Sofern man nun den Zugriff auf Apples Kontakte App gewährt, werden alle dort hinterlegten Kontakte auch in Cardhop angezeigt. Die Quelle (iCloud, Google, Facebook…) ist dabei unerheblich.

Ansonsten kann man sich auf Klick im linken Bereich alle bestehenden Kontaktgruppen sowie im rechten Bereich anstehende Geburtstage und kürzlich genutzte Kontakte anzeigen lassen.

Neben dem hier im Screenshot zu sehenden dunklen kann in den Einstellungen der App auch ein helles Design aktiviert werden.

Kontakte suchen, hinzufügen und editieren

Ähnlich wie Fantastical hat auch Cardhop einen integrierten Parser. Dieser erkennt dieses Mal aber keine Erinnerungen oder Kalender Events, sondern Kontakte.

Man kann also in mehr oder weniger natürlicher Sprache oder einfach hintereinander weg Kontaktdaten in die App eingeben und Cardhop sortiert diese Daten automaisch den einzelnen Feldern zu.

An Sprachen werden derzeit Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Japanisch unterstützt.

Wird dann doch irgendwann einmal etwas nicht richtig erkannt, kann man das Etikett entweder per Hand anpassen oder per Keyword vor dem eigentlichen Wert erzwingen.

Gerade letztgenannte Methode ist sehr wirksam wenn man zur Verwechslung neigende Telefon, Social Media oder Messenger Daten eingeben möchte.

Gleiches gilt natürlich auch für das Editieren von bestehenden Kontaktdaten. Hier gibt man zunächst den Namen, gefolgt von der Änderung oder Ergänzung ein.

Für das schnelle Hinzufügen von Kontaktdaten von Webseiten oder aus E-Mails gibt es noch einen entsprechenden Dienst, der auf verschiedene Art und Weisen (Kontextmenü, Schnellstarter etc.) gestartet werden kann.

Auch hier interpretiert der Parser die Daten und ordnet sie den passenden Feldern zu.

Zu guter Letzt, aber das ist vielleicht logisch, kann man Kontakte selbstverständlich auch suchen.

Interaktionen

Neben dem eigentlichen Anzeigen der Kontaktdaten, kann Cardhop mit diesen auch interagieren.

Das Ganze läuft ähnlich wie bei Schnellstartern (Stichwort: Alfred oder LaunchBar) über Keywords ab, die in allen von Cardhop unterstützten Sprachen funktionieren.

Man muss sie schlussendlich nur wissen und kann auf diese Weise recht schnell jemanden anrufen (inkl. Videoanruf), Nachrichten schreiben (iMessage, SMS), Mails versenden (funktioniert auch für Kontaktgruppen), Tweets absetzen, Wegbeschreibungen anzeigen, Webseiten aufrufen oder oder oder…

Sind mehrere Telefonnummern, Twitteraccounts oder E-Mail Adressen hinterlegt, wählt man das Richtige über die Pfeiltasten aus.

Während übrigens für E-Mails, Webadressen oder Nachrichten jeweils die in macOS festgelegte Standardsapp startet, kann man diese für Twitter und Navigation direkt in den Einstellungen von Cardhop festlegen.

Für Twitter wird die macOS Funktionalität sowie die Apps Twitter, Tweetbot und Twitterrific unterstützt. Bei den Karten sind es derzeit Apple und Google Maps.

Wichtig sind vielleicht noch die Keywords groß und kopieren.

Beim ersten wird ein ausgewähltes Attribut großflächig auf dem Bildschirm dargestellt; beim letzten in die macOS Zwischenablage kopiert (für Adressen nicht ganz uninteressant).

Auch hier kann man wieder über die Pfeiltasten zum richtigen Attribut navigieren oder es direkt über die Eingabe lösen.

Darüber hinaus kann man über diese Keywords auch Daten verarbeiten, die nicht Bestandteil eines Kontaktes sind.

Interessant ist dieses Feature für Telefonnummern, die über Worte kodiert sind. So etwas findet man zwar eher in den USA; funktioniert mit Cardhop aber auch hierzulande.

Schnell-Aktionen

Von den Interaktionen über Keywords angesehen, gibt es auch Schnell-Aktionen.

Das sind im Prinzip vier kleine Icons rechts neben jedem Kontakt, die per default eine Nachricht, E-Mail, Anruf oder Videoanruf zulassen.

Man kann die Schnell-Aktionen auch individuell anpassen, indem man einen Kontakt markiert und im Detailfenster mit einem Rechtklick und Kontextmenü die Zuweisung eines Icons ändert.

Möchte man die Schnell-Aktionen global für alle Kontakte ändern, führt der Weg wieder in die Einstellungen von Cardhop. Auch hier kommt wieder mit Klick auf das jeweilige Icon ein Kontextmenü zum Vorschein, über das die Anpassung läuft.

Hier sieht man übrigens auch, dass man für Anrufe entweder ein iPhone (Stichwort: Continuity bzw. WLAN Anrufe) oder Handy mit Bluetooth haben muss.

Gruppen

Kontaktgruppen sind ebenfalls ein großes Thema bei Cardhop.

Man kann Kontakte beispielsweise direkt beim Erstellen oder auch nachträglich über die Raute # einer oder mehreren Gruppen zuweisen. Das funktioniert natürlich auch über drag-n-drop von Kontakten in Gruppen und man kann auch neue Gruppen erstellen bzw. vorhandene löschen.

Interessant sind in diesem Zusammenhang intelligente Gruppen, die Anhand von definierten Kriterien dynamisch gebildet werden. Auch geschachtelte Eigenschaften sind möglich.

Und weil es hier gerade passt: Im unteren Bereich hat man die Wahl zwischen dem Anzeigen aller oder nur einer Gruppe von Kontakten.

Sonstiges

Beim Hinzufügen von Notizen kann gerade beim Telefonieren der Zeitstempel recht hilfreich sein.

Auch der Druckdialog ist extra an Cardhop angepasst worden. So kann man einen oder mehrere Kontakte für bestimmte Felder als Liste drucken. Aber auch der Druck von Briefumschlägen oder Etiketten ist direkt möglich.

Für das Drucken wird i.d.R. ein Tastaturkürzel bzw. der Weg über das Menü genutzt. Man kann einzelne Kontakte aber auch über das Keyword print bzw. druck drucken.

Außerdem kann Cardhop vCards per drag-n-drop oder über das Menü importieren und exportieren.

Auch das Teilen von Kontakten oder Anpassen der Textgröße ist möglich.

Preise und Verfügbarkeit

Cardhop wird entweder über den Mac App Store oder als Direktversion verkauft. Der Preis liegt derzeit bei 21,99 Euro.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht eine zeitlich begrenzte Testversion bereit. Zur Installation wird OS X 10.11 El Capitan oder höher vorausgesetzt.

Cardhop
Cardhop
Entwickler: Flexibits Inc.
Preis: 21,99 €

tl;dr

Entwicker Flexibits Inc. hat mal wieder das geschafft, wozu Apple anscheinend nicht in der Lage ist: Eine Kontakte-App nach meinem Geschmack zu programmieren. Zudem bin ich durch die Synchronisation über die iCloud mit allen Daten auch auf meinen mobilen Geräten immer up-to-date.

Natürlich hakt es hier und da mal. Ich nenne beispielhaft den Parser, der mit dem Format einer deutschen Adresse manchmal so seine Schwierigkeiten hat. Hier kommt es tatsächlich auf die Reihenfolge der eingegebenen Kontaktdaten an. Mit amerikanischen Adressen, die i.d.R. die Hausnummer vor dem Straßennamen haben, gibt es derartige Probleme nicht.

Aber auch Fantastical hat mal “klein” angefangen. Ich bin daher ziemlich sicher, und das haben die letzten Updates auch schon nachhaltig bewiesen, dass Cardhop mit jedem Versionssprung besser wird 😊

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

Gewinnspiel

Flexibits Inc. hat aptgetupdateDE drei Lizenzen von Cardhop für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt wieder Gleam zum Einsatz (Link am Ende des Artikels), bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • Tweet zur Review bei Twitter retweeten
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Freitag, den 08.06.2018, statt. Viel Glück!

-> Cardhop Verlosung