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BetterTouchTool · Fenstermanagement und Snap Areas in macOS definieren (Gewinnspiel inside)

Dass BetterTouchTool die Produktivität eines jeden Mac-Users erhöhen kann, hatte Rob in seinem Gastartikel zum Erstellen eigener Touch Bars erst kürzlich ausführlich beschrieben.

BTT kann aber auch vermeintlich banale Dinge. Dazu gehört beispielsweise ein umfangreiches Fenstermanagement.

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Fenstermanager gibt es für den Mac wie Sand am Meer. Die wohl besten sind meiner Meinung nach Moom, Magnet (mittlerweile in Version 2 veröffentlicht) und BetterSnapTool*.

Nachdem ich mich vor ein paar Monaten mit neuer Hardware ausgestattet und macOS quasi von Grund auf neu aufgesetzt hatte, stand jede einzelne installierte App auf dem Prüfstand. So bin ich u.a. dazu übergegangen verstärkt multifunktionale Apps, eine der großen Stärken von BTT, zu nutzen. Das hatte zur Folge, dass Apps, die sich beispielsweise ausschließlich um das Fenstermanagement kümmern, obsolet wurden.

BTT unterscheidet beim Fenstermanagement in die drei Bereiche Window Snapping, Snap Areas und Window Moving & Resizing, die alle sehr flexibel konfiguriert werden können.

Window Snapping

Das wohl am meisten verwendete Feature ist Window Snapping.

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Schiebt man ein geöffnetes Fenster an die vier Bildschirmkanten bzw. in die vier Ecken, erscheint ein virtuelles Vorschaufenster. Dieses Vorschaufenster zeigt den Bereich an, in den die selektierte App verschoben wird.

In den Einstellungen zu BTT lässt sich dieses Vorschaufenster sehr flexibel konfigurieren.

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Das fängt beispielsweise mit dem Aussehen an: Man kann eine Hintergrund- und Randfarbe sowie die Breite des Randes festlegen. Man kann das Aufspannen des Vorschaufensters verzögern oder animieren, den Hintergrund mit einem Blur-Effekt belegen oder runde anstatt eckiger Ecken zulassen.

Darüber hinaus kann man den Abstand der einzelnen Fenster zum Bildschirmrand bzw. zwischen sich selbst (Padding) bestimmen oder die Originalgröße des Fenster wiederherstellen, sofern man es aus der gesnappten Position wieder herauszieht.

Den über das Window Snapping verfügbaren Aktionen lassen sich über Predefined Actions auch Shortcuts bzw. Multi-Touch Gesten zuordnen.

Snap Areas

Reichen einem die über das Window Snapping verfügbaren Methoden (maximieren, Bildschirmhälfte oder -viertel) nicht aus, kann man zusätzlich eigene Bereiche festlegen. Zum Aktivieren dieser Bereiche muss man aber zunächst Snap Areas konfigurieren.

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Diese Snap Areas funktionieren nur auf dem Bildschirm, auf dem sie mit der Auflösung X erstellt wurden und sind auch wieder extrem flexibel konfigurierbar.

Neben der eigentlichen (Snap Area-)Fläche, die mit einem Namen sowie farblich angepasst werden kann, sind vor allem die Einstellungen unter dem Zahnrad interessant.

So lassen sich diese Snap Areas ganz bestimmten Apps zuweisen oder erst beim Drücken von Sondertaste (Shift, Fn, Ctrl, Opt, Cmd oder Kombinationen daraus) aktivieren. Außerdem kann man hier pixelgenau die Position und Größe des aufzuspannenden Fensters festlegen.

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Richtig spannend wird es bei den Preconfigured Actions/Dimensions.

Anstelle des pixelgenauen Anpassens der Fensterposition und -größe, können hier auch andere vordefinierte Fensterpostionen oder Aktionen wie quit app, close window oder minimize window hinterlegt werden.

Wer richtig nerdig sein will, kann natürlich auch einzelnen Snap Areas über die vordefinierte Aktion Trigger Snap Area eigene globale oder App-spezifische Shortcuts bzw. Multi-Touch Gesten zuordnen.

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Window Moving & Resizing

Im letzten Punkt soll es um das Verschieben und die Größenanpassung von Fenstern gehen.

Zunächst muss man sich allerdings zwischen dem gerade aktiven/fokussierten Fenster und dem Fenster unter dem Mauszeiger entscheiden.

Anschließend kann man unter Zuhilfenahme der Sondertasten und des sich bewegenden Mauszeigers Fenster auf dem Desktop verschieben oder in der Größe anpassen.

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Auch bei diesem Feature lassen sich, ähnlich wie bei den Snap Areas, Multi-Touch Gesten hinterlegen.

In diesem Zusammenhang weise ich gerne nochmals auf diesen macOS Tipp hin, der zumindest beim Verschieben von Fenstern ähnlich leistungsfähig ist.

Preise und Verfügbarkeit

BetterTouchTool setzt auf ein flexibles Bezahlkonzept. Die App kann in Abstufungen zu einem Preis von 4,49 Euro bis maximal 50,00 Euro gekauft werden.

Dazu gibt es eine auf 45 Tage begrenzte kostenlose Testversion. Zur Installation wird Mac OS X 10.7 Lion oder höher vorausgesetzt.

-> https://www.boastr.net

*Wem BetterTouchTool zu mächtig oder unübersichtlich ist, kann auch zu BetterSnapTool greifen.

Die App stammt ebenfalls vom BTT-Entwickler und konzentriert sich ausschließlich auf die drei hier vorgestellten Funktionen zum Fenstermanagement.

BetterSnapTool wird lediglich über den Mac App Store verkauft und kostet dort 2,99 Euro. Zur Installation wird Mac OS X 10.6 Snow Leopard oder höher vorausgesetzt.

BetterSnapTool
BetterSnapTool
Entwickler: Andreas Hegenberg
Preis: 2,99 €

Hinweis:
Wer BetterSnapTool oder auch BTT Remote (Pro), quasi die BTT-Fernbedienung für iOS, gekauft hat, kann für BetterTouchTool eine kostenlose Lizenz bekommen. Dazu gibt es eine entsprechende Aktivierungsoption im BetterTouchTool Registration View.

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Gewinnspiel

Andreas Hegenberg, der Entwickler hinter BetterTouchTool, hat aptgetupdateDE drei Lizenzen seiner App für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Rafflecopter zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Facebook folgen
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 10.04.2017, statt. Viel Glück!

a Rafflecopter giveaway

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Gastartikel: BetterTouchTool · Eigene Touch Bars unter macOS erstellen

Kurz ein Satz zu mir: Normalerweise bin ich ein Leser von aptgetupdateDE.

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Mir haben die Seite und die Arbeit von Björn und Oliver so gut gefallen, dass ich nicht zögerte und den beiden eine E-Mail als Dank geschrieben hatte. In der Mail waren auch ein paar Anregungen zu Apps, die ich aufgrund ihres großen Nutzens bisher auf der Seite vermisst hatte.

Nach einen paar Mails sind wir letztendlich auf den Gastartikel gekommen, denn ich nun verfasse.

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BetterTouchTool, um das es nachfolgend gehen soll, ist eine derart umfangreiche App, dass ich mich heute auf die Funktionen für die Touch Bar beschränken möchte.

Genauer gesagt werde ich ein kleines HowTo schreiben und zeigen wie man eigene Touch Bars für das MacBook Pro erstellt. Allgemeine und direkt für Apps; mit allem was dazu gehört.

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Besitzer eines MacBook Pro kennen das Standard-Layout der Touch Bar, mit dem wir auch gleich zum ersten Punkt kommen: Wie ich finde, braucht man in der Touch Bar so viel Platz wie irgend möglich. Gerade wenn man z.B. Safari nutzt und alle geöffneten Tabs dort angezeigt bekommen möchte.

Also kurzerhand in die macOS Systemeinstellungen unter Tastatur und dort ausschließlich die App-Steuerungen anzeigen lassen. Danach BetterTouchTool installieren und die Touch Bar sieht gleich viel aufgeräumter aus.

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Jetzt geht es direkt in die BTT App, die man jederzeit über die macOS Menüleiste unter Preferences starten kann.

Alle aus der Touch Bar entfernten Funktionen, die man vielleicht vermisst, lassen sich dann wieder mit BTT hinzufügen.

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An dieser Stelle möchte ich großes Lob an die Entwickler für ihr Bezahlkonzept aussprechen.

Zum einen bekommt man 45 Tage Zeit, in denen man die App im vollem Umfang testen kann; sowohl die letzte stabile, als auch die aktuelle Alpha-Version, was in den Optionen nach Belieben einstellbar ist. Zum anderen hat man danach die Möglichkeit mit dem Pay-what-you-want-Modell die App mit einem in Abstufungen frei wählbaren Betrag von 4,49 bis maximal 50,00 Euro zu kaufen. Ich finds genial.

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Am Ende des Tutorials könnte die Touch Bar dann wie oben im Screenshot zu sehen aufgebaut sein.

Wie man sieht, hat man die Möglichkeit Bilder, Icons, Ordner, Widgets u.s.w. frei einzufügen. Wobei man in der Touch Bar durch die Ordner navigieren und dadurch wieder so viele Unter-Touch-Bars erstellen kann wie man möchte.

So zum Beispiel im App-Ordner…

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oder im Settings-Ordner.

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Das Erstellen von eigenen Touch Bars ist, wie alle anderen Funktionen in BTT, die nach dem gleichen Schema funktionieren, übersichtlich und einfach strukturiert.

Hier eine Übersicht zum Vergleich: Was in BTT untereinander angeordnet ist, wird auf der Touch Bar nebeneinander angezeigt.

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Als erstes geht man in der Übersicht auf das Feld + TouchBar Button.

Ein neuer Eintrag erscheint, den man mit einem Namen, in unserem Fall Cover, versieht. So kann man dem Ganzen direkt einen individuellen Touch verpassen.

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Da nur .icns-Dateien für die Touch Bar zugelassen sind, stellt sich natürlich die Frage woher man die eigenen Bilder oder Icons nehmen soll. Ich habe das Problem mit der App Image2icon gelöst, die kostenlos im Mac App Store erhältlich ist.

Nach der Konvertierung des Bildes kann die so erstellte .icns-Datei per DragNDrop in das Feld Add Icon von BTT gezogen werden.

App-Icons lassen sich auch ganz einfach über den Finder, mit Rechtsklick auf die App > Informationen und anschließend das oben links angezeigte Bild mit DragNDrop zu Image2icon ziehen, erstellen.

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Jetzt geht es zu den Einstellungen des Buttons, die über das Feld Advanced Configuration erreichbar sind.

Grundsätzlich stelle ich für jeden Button die TouchBar Button Color auf Schwarz (#000000). Ich persönlich finde die Touch Bar ohne die grauen Boxen einfach hübscher.

Als nächstes kann man den Abstand zum nächsten Button über Free space after button anpassen. Um einen gleichen Abstand zu beiden Seiten zu bekommen, ist für den ersten Button ein Abstand von 30px passend. (Links von der Touch Bar ist etwas Fläche, die den TouchID-Knopf auf der anderen Seite optisch ausgleicht.)

Im Falle vom Cover Button setze ich die Auswahl im darauffolgenden Drop-Down-Menü auf Stick to the left side of the Touch Bar, was bei den kommenden Buttons dann auf Standard gelassen werden kann. Für den Close/Back Button ist die Auswahl wiederum beim gegensätzlichen Stick to the right side of the Touch Bar passend (später dazu mehr).

Das Häkchen bei Icon only, no text aktiviere ich für jeden Button, da sonst der Text neben dem Icon angezeigt wird.

Das Show HUD overlay… ist eine Box, die auf dem Bildschirm angezeigt wird, während man den Button drückt. Ist also nicht zwingend notwendig; habe es nur beim Cover Button, just for fun.

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Alle folgenden Buttons werden nach dem gleichen Schema erstellt, die dann noch mit verschiedenen Funktionen versehen werden können.

Ich zeige noch kurz Beispiele an Widgets und Ordnern. Danach ist man gerüstet, um alle möglichen Touch Bars nach seinen Vorstellungen erstellen zu können.

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Oben im Screenshot zunächst einmal die Einstellungen für das App Switcher Widget, das über das Feld + Widget hinzugefügt werden kann.

Um dahingegen einen Button zu generieren, mit dem eine App geöffnet werden kann, erstellt man ihn nach dem gleichen Muster wie unseren Cover Button.

Zusätzlich wählt man im Feld Predefined Action aus einer riesigen Liste an Aktionen (die keine Wünsche offen lässt) über Controlling Other Applications die Aktion Open Application/File/Apple Script… aus und wählt dann die zu startende App aus.

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Um das Ganze zu beschleunigen, kann man erstellte Buttons über Copy/Paste einfach duplizieren. (Dazu habe ich zwischen allen App-Buttons immer 3px für den Free space after button gewählt.)

Ordner, und das sieht man weiter oben im Screenshot, lassen sich über das Feld + Button Group erstellen. Das Verhalten ist letztendlich genauso wie bei normalen Buttons; nur, dass man Buttons separat im Ordner erstellen oder bereits erstellte Button in den Ordner ziehen kann.

Als Abschluss (quasi ganz rechts in der Touch Bar) wird der BTT-Button mit Stick to the right side of the Touch Bar und mit der Aktion Toggle BetterTouchTool Touch Bar erstellt. Der Free Space liegt bei 0px und die Button Color bei #3B3B3B.

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Nach genau dem selben Prinzip funktioniert auch das Erstellen von Touch Bars für bestimmte Apps. Wobei man dann in der linken Sidebar über das Feld + App Specific eine App auswählt und darin eine Touch Bar erstellt.

Hier ein Foto mit einer Software, die eigentlich noch keine eigene Unterstützung der Touch Bar bietet; durch BTT aber genau diese bekommt.

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Was es noch zu beachten gibt:
Das Wechseln zwischen normaler Touch Bar, BTT Global und BTT App Specific ist noch ein bissen tricky. Das Verhalten kann allerdings unter General Touch Bar Settings eingestellt werden.

Dazu die Einstellungen, mit denen ich bisher am besten fahre.

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Das erst mal von mir zu BetterTouchTool.

Wer übrigens auf der Suche nach App-Icons ist, kann gerne diesem Link folgen. Dort ist eine ZIP-Datei hinterlegt, die alle Icons enthält, die ich verwende. Dazu beinhaltet die Datei auch meine Presets, die man direkt in BTT importieren und nutzen kann.

Viele Grüße
Rob Freeman

-> https://www.boastr.net

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macOS Tipp: Fenster ’mit drei Fingern bewegen’ aktivieren

Eine der lästigen Geschichten beim Einrichten eines neuen Macs sind diese unzähligen Kleinigkeiten, an die man sich über Jahre gewöhnt hat aber nicht mehr weiß, wo sich der Schalten zur Aktivierung versteckt.

Zum einfachen Verschieben von Fenstern benutze ich beispielsweise seit Ewigkeiten eine Drei-Finger-Multi-Touch-Geste, die per default in macOS nicht aktiv ist.

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Zur Aktivierung muss man die macOS Systemeinstellungen öffnen und auf Bedienungshilfen klicken.

Anschließend scrollt man zu Maus & Trackpad und klickt die Trackpad-Optionen an. Hier muss man nun den Haken bei Bewegen aktivieren setzen und im zugehörigen Menü mit drei Fingern bewegen auswählen. Abschließend alles mit OK bestätigen.

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Et voilà 😏

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Review: Jitouch 2 · Multi Touch Erweiterung für den Mac

Ich bin ja unter OS X ein unheimlich großer Fan von Multi-Touch Gesten.

Apple liefert seit Snow Leopard (??) schon eine Reihe an Gesten out-of-the-box mit, die mit Lion und Mountain Lion immer etwas erweitert wurden.

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Will man diese Scroll-, Wisch-, Zoom- oder Tipp-Gesten aber selbst ausbauen, schaut man erst einmal in die Röhre. Die Funktionalität ist in OS X nicht vorgesehen, was mich zu jitouch bringt.

Mit diesem kleinen Preference Pane hat man nämlich, unabhängig von den vorhandenen OS X-Gesten, die Möglichkeit eigene Gesten systemübergreifend oder nur für einzelne Apps festzulegen.

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Direkt nach der Installation findet man jitouch in den Systemeinstellungen, von wo auch die Konfiguration stattfindet.

Hier sind für den Einstieg schon einige neue Gesten, sowohl für das Trackpad, als auch für die Magic Mouse, die übrigens beide getrennt behandelt werden können, vordefiniert.

Neue Gesten werden über das Plus-Zeichen unten links hinzugefügt und können, wie schon erwähnt, entweder für alle installierten oder nur eine spezielle App konfiguriert werden.

Dazu wird bei den Gesten, sofern man etwas länger mit der Maus drauf stehenbleibt, eine kleine Animation eingeblendet, so dass man auch genau weiß, wie beispielsweise die Pinky-To-Index Geste aussieht.

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Auf diese Art und Weise kann also relativ simple Apps in den Fullscreen-Modus versetzen, die Fenstergröße anpassen oder Fenster nebeneinander anordnen, Apps beenden, Tabs schließen oder wechseln, Links öffnen oder einfach nur die (fehlende) mittlere Maustaste an der Magic Mouse ‘emulieren’.

Damit aber nicht genug, denn jitouch beherrscht seit Version 2 auch Character Gestures; ebenfalls für alle installierten bzw. einzelne Apps.

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Heißt ganz genau, dass man ohne Index-Taste mit Hilfe des Trackpads oder der Magic Mouse einen Lateinischen Buchstaben auf den Desktop malt, der anschließend eine vordefinierte Reaktion hervorruft.

Diese Character Gestures können entweder mit einem oder zwei Fingern gleichzeitig (Fingerabstand lässt sich einstellen) ‘gemalt’ werden.

Preise und Verfügbarkeit

Jitouch wird ausschließlich über die Webseite des Entwicklers für momentan 7,99 US-Dollar verkauft. Zur Installation wird minimal OS X 10.7 Lion vorausgesetzt; es wird aber auch eine ältere Version für Snow Leopard angeboten.

Skeptiker greifen, wie immer, vor dem Kauf zur kostenlosen Testversion.

-> http://www.jitouch.com

FAZIT

Jitouch rockt! Bei mir dauerte es keine fünf Minuten und die neuen Gesten gingen in Fleisch und Blut über, was auf der einen Seite toll aber dann auch wieder problematisch ist… Sitzt ich vor einem Mac ohne jitouch komme ich wahrscheinlich gar nicht mehr klar. So geht es mir zumindest immer, wenn ich instinktiv Multi-Touch Gesten vom Mac bei einem Windows-Laptop nutzen möchte ;-)

Einzig der Preis ist etwas happig, gerade wenn ich an die kostenlosen Alternativen um MagicPrefs oder BetterTouchTool denke.

aptgetupdateDE Wertung: (9/10)

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Tutorial: Multitasking Gesten und AirPlay Synchronisation auf dem iPad 1 aktivieren

Es ist mal wieder eine Frechheit, was Apple da seinen Kunden antut… Irgendwann mit iOS4 hielten die Multitasking Gesten auf dem iPad Einzug. Man konnte mit vier oder fünf Fingergesten sehr schnell auf die Multitasking-Leiste zugreifen, zwischen den Apps hin- und herschalten (bzw. wischen) oder zum Homescreen zurückkehren ohne auch nur einmal den Home Button anzufassen.

Mit iOS5 ist dieses Features leider nur noch iPad 2 exklusiv. Ich kann ehrlich gesagt nur hoffen, dass es sich hier um einen Bug in iOS5 handelt, denn es gibt absolut keinen Grund diese Gesten, welche mit iOS4 wunderbar funktioniert haben, mit iOS5 auf dem iPad 1 zu deaktivieren.

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Zum Glück gibt es aber aufmerksame Leute, die sich der ‘Bugs’ annehmen und sie fixen.

Bevor gleich ein Aufschrei durch die Massen geht: Es handelt sich hier um KEINEN Jailbreak. Es werden ausschließlich die Multitasking Gesten aktiviert.

Was ist zu tun?

1.
Auf dem iPad 1 muss natürlich iOS5 installiert sein

2.
iPad 1 via USB Kabel mit dem PC/Mac verbinden UND ausschalten

3.
modifiziertes redsn0w für Mac herunterladen
modifiziertes redsn0w für Windows herunterladen

Egal ob redsn0w für Mac oder Windows (ich habe es unter Windows gemacht): Die Vorgehensweise ist identisch.

4.
Am Anfang muss man den Jailbreak-Button drücken und das via USB verbundene und ausgeschaltete Gerät in den DFÜ-Modus versetzen.

Ich erinnere an dieser Stelle noch einmal, dass es sich hier nicht um einen Jailbreak handelt. Das Tool redsn0w, welches normalerweise zum Jailbreaken verwendet wird, ist in diesem Fall modifiziert und aktiviert ausschließlich die gewünschten Multitasking Gesten.

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5.
Für den DFÜ-Modus geht man wie folgt vor:

  1. Power Button für drei Sekunden gedrückt halten
  2. Mit gedrückten Power Button jetzt zusätzlich für 10 Sekunden den Home Button drücken
  3. Anschließend den Power Button loslassen, die Hometaste aber für weitere 5-15 Sekunden gedrückt halten

Alle drei Punkte blinken zeitgenau in redsn0w auf. Also keine Sorge, falls keine Stoppuhr zur Hand ist.

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6.
Nachdem das iPad erkannt wurde und sich im DFÜ-Modus befindet, werden in redsn0w drei Checkboxen angezeigt. Von diesen drei Checkboxen darf ausschließlich der Punkt Enable multitask gestures angewählt sein. Die beiden anderen Punkte MÜSSEN frei bleiben.

Der ganze Rest passiert nun auf dem iPad selber und es dauert ca. 2-3 Minuten, bis der normale Lockscreen wieder zu sehen ist.

Die Multitasking-Gesten kann man nun in den Einstellungen wieder aktivieren.

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Als schöner Nebeneffekt ist nun auch die AirPlay Synchronisierung (AirPlay Mirroring) auf dem iPad 1 aktiviert, welche bisher iPad 2 und iPhone 4S exklusiv war. Tolle Sache, denn das vielumworbene Smart-TV auf vielen Fernsehern ist eh von vorgestern ;)

(via)