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MoneyMoney 2 · OS X Onlinebanking App mit Redesign

MoneyMoney ist seit meinem Review zur ersten Version von vor ein paar Jahren mein absoluter Favorit, wenn es um das Thema Onlinebanking auf dem Mac geht. Das änderte sich auch nicht mit dem Nachfolger MoneyMoney 2, der zwar etwas holprig startete aber mittlerweile durch etliche Updates und neue Funktionen jeden Cent wert ist.

Gestern Abend wurde mit Version 2.2 (Changelog) das erste Redesign der App seit Veröffentlichung von MM2 veröffentlicht, das sich nun nahtlos ins Design von OS X Yosemite integriert und meiner Meinung nach wirklich sehr schick geworden ist.

Für Bestandskunden, egal ab Download– oder Mac App Store-Version, ist dieses Update kostenlos. Neukunden sind aktuell mit 19,99 Euro dabei; Studenten zahlen gar nur 9,99 Euro. Besitzern einer Lizenz von MoneyMoney 1 wird darüber hinaus beim Kauf eines Upgrades 5 Euro Rabatt gewährt.

Skeptiker testen die App vor dem Kauf, wie gewöhnt, mit der kostenlosen Demoversion. Zur Installation wird Mac OS X 10.6 Snow Leopard vorausgesetzt.

MoneyMoney (AppStore Link) MoneyMoney
Hersteller: MRH applications GmbH
Freigabe: 4+
Preis: 29,99 € Download

 

Solltest du MoneyMoney 2 noch gar nicht kennen, nachfolgend ein kleiner Feature-Überblick:

  • Online-Banking nach HBCI/FinTS 2.2 und 3.0
  • Unterstützung verschiedener TAN-Verfahren sowie HBCI-Chipkarte und HBCI-Schlüsseldatei
  • SEPA-Unterstützung mit Überweisungen, Umbuchungen, Daueraufträgen und Sammelüberweisungen
  • Zuweisung einer Kategorie für jede Buchung inkl. grafischer Auswertung
  • Verwaltung von Offline- oder Bargeld-Konten (z.B. Haushaltsbuch…)
  • Vorlageverwaltung, Splitbuchungen, Übernahme ganzer Überweisungsblöcke aus der OS X Zwischenablage, Masterpasswort, Autologout u.v.m.
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Relaunch und gesunde Mittelwege

Meiner Meinung nach ist der Kampf gegen sprachliche Diskriminierung mit der Magersucht vergleichbar. Es ist vernünftig, maßvoll zu essen, und es ist richtig, gegen Diskriminierung die Stimme zu erheben. Wenn man es aber übertreibt, dann wird in beiden Fällen eine Krankheit daraus. Harald Martenstein

Was Harald Martenstein in seiner (übrigens sehr lesenswerten) Kolumne über sprachliche Diskriminierung postulierte, kann ebenfalls auf die heutige Bloglandschaft übertragen werden. Ich will die beiden Extreme kurz anreißen:

Less is more. Es ist sicherlich nicht ohne Grund derzeit ziemlich hipster seinen Blog minimalistisch zu halten. Einspaltigkeit, spärliche Navigation, deaktivierte Kommentare, sowie große und lesbare Typo soll den Fokus des Lesers wieder auf den Inhalt lenken. Stöbern oder nach Kategorien filtern ist bisweilen sehr umständlich. Lesbarkeit top, Funktionalität so lala.

More is more. Ähnlich drastische, umgedrehte Zustände findet man bei Martin, der vor lauter Nostalgie wieder auf sein 2007er Layout zurückgreift und den erhöhten Traffic wahrscheinlich zurecht auf den auffälligen Header, dreispaltigen Inhalt, zweispaltige Kommentare und den dicken Footer zurückführt. Funktionalität top, vom Inhalt wird aber leider etwas abgelenkt.

Unser neues Design: Ein Mittelweg

Basierend auf dem wunderbaren Piha-Theme haben wir versucht das Beste aus beiden Welten mit AGU zu vereinigen. Minimalismus und Lesbarkeit in der Hauptspalte, Funktionalität in der Sidebar. Und mal ehrlich… bei unserem alten Theme konnte es ohnehin nur besser werden, was nicht bedeutet, dass wir uns keine Gedanken gemacht hätten:

Optische Faktoren

Reaktionsfähig ist das neue Design. Wer nicht weiß, was das bedeutet, zieht mal das Browserfenster schmaler. Für smartphonefreundliche Dateigrößen sorgen übrigens Adaptive Images.

Dank Post Formats können wir Inhalte nun effektiver einbinden. Beispiele gefällig? Bilder wird es im Blog natürlich ebenfalls noch geben, text-only war noch nie unser Ding.

Ideelle / „Unter der Haube“ Faktoren

Kommentare bleiben definitiv erhalten, allein schon wegen der Gewinnspiele :) Wir sind klein genug, um nicht zu viele Trolle anzulocken und brauchen/lieben das Feedback und die Diskussionen.

Der Server, auf den Oliver übrigens physischen Zugriff hat, soll in naher Zukunft mal ein Update bekommen, damit hohe Besucherzahlen zu Stoßzeiten besser abgefedert werden können.

Zum Thema Datenschutz hat sich einiges geändert. Statt Google Analytics kümmert sich nun Piwik um die statistische Erfassung. Datenschutztechnisch unbedenkliche Daten (z.B. Browser, besuchte Seiten, Verweildauer) werden in einer verschlüsselten Datenbank abgelegt und nicht länger unverantwortlich in die USA gepustet. Aus demselben Grund löst Antispam Bee mit sofortiger Wirkung Akismet ab. Teilen-Buttons wird es weiterhin nicht geben. Geteilt wird auch so, da muss man keine Widgets oder irgendwelche 2-Klick-Lösungen einbinden.

Kosten sind eine heikle Geschichte. Wir möchten kostendeckend bloggen und Euch andererseits möglichst wenig nerven bzw. nicht den Eindruck der Bettelei erwecken. Anfallende Ausgaben sind derzeit Server, Design, evtl. neue Mikros für den Podcast. Wir haben uns dafür entschieden Werbung nur in älteren Artikeln anzuzeigen. In der Sidebar sind ein paar Partnerlinks und der Flattr Button eingebunden. Stammleser werden so nicht mit Werbung genervt, können auf Wunsch aber einen Beitrag leisten, während von Google kommende Besucher ihren Teil tun. Über monatliche (selbst geschriebene) gesponserte Posts wird derzeit noch diskutiert.

Ja ich weiß, eigentlich ist vieles trivial, Mittelwege sind langweilig und alles hätte schon längst so umgesetzt werden sollen. Kritik oder Verbesserungsvorschläge gerne in die Kommentare. Wir sind keine Profis, das ist kein in Zement gemeißeltes Design, daher wird sich hier in nächster Zeit auch noch ein bisschen was tun. Vorläufig sind wir erstmal zufrieden. Und Ihr?