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Im Test: ​Satechi USB Type-C Pro Hub Adapter

Als ich mich vor ca. neun Monaten zum Kauf des neuen MacBook Pro mit Touch Bar entschieden hatte, war klar, dass der damals recht frische Port namens USB-C zur kleinen Herausforderung werden wird. Glücklicherweise hatte ich mich ein paar Wochen vorher mit dem Thema etwas intensiver beschäftigt, so dass ich genau wusste was auf mich zukommen wird und worauf ich beim Kauf von Kabeln und Adaptern achten muss.

Um nun die vermeintlich fehlende Konnektivität des MacBook Pro auszugleichen, kann der Weg eigentlich nur über einen universellen Adapter mit möglichst vielen unterschiedlichen Ports führen. Denn wir erinnern uns: USB-C deckt im alternativen Modus eine Vielzahl an Ports ab, die von den gängigen USB-Anschlüssen über HDMI bis zur Stromversorgung gehen.

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Im Laufe der Zeit sind viele Hersteller auf den Zug universell verwendbarer USB-C Hubs aufgesprungen, so dass es langsam unübersichtlich wird.

Daher möchte ich heute den Satechi Pro Hub genauer vorstellen, der mir für diese Review von SB Supply zur Verfügung gestellt wurde.

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Erster Eindruck

Zunächst zum Unboxing: Wie schon auf dem obigen Bild zu sehen, ist die Verpackung sehr handlich. Im Inneren, und das hatte mich dann doch überrascht, befindet sich auch nur der Hub. Eine Kurzanleitung o.ä. sucht man vergeblich.

Der Pro Hub selber ist mit einem Gewicht von 38 Gramm und Maßen von 114 x 28 x 10 mm ebenfalls sehr klein. Beim Design hat sich der Hersteller wohl von der alten Apple Remote inspirieren lassen. Auf jeden Fall geht es, auch Dank der abgerundeten Ecken, sehr stark in diese Richtung 😉

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Als Material kommt gebürstetes Aluminium zum Einsatz, das in den zwei Farbvarianten space grau und silber angeboten wird. Damit passt der Hub perfekt zu den Farben des MacBook Pro, wobei es bei meiner space grauen Variante beim genauen Hinsehen dezente Unterschiebe zu Apples Farbgebung gab.

Die Verarbeitung des Hubs ist sehr solide, so dass direkt beim ersten Anfassen ein sehr wertiger Eindruck entsteht.

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Außerdem ist an der Seite eine unaufdringliche Status-LED verbaut. Das Satechi Logo ist einseitig aufgedruckt.

Im Alltag

Dass der Pro Hub speziell für das MacBook Pro entwickelt wurde merkt man nicht zuletzt an den beiden nebeneinander liegenden USB-C Ports, die zum Verbinden am Notebook vorhanden sein müssen.

Für die Inbetriebnahme sind keine Treiber o.ä. notwendig. Man steckt den Hub an und kann direkt alle sieben verfügbaren Ports nutzen:

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Die auf dem Papier gebotene Leistung kann sich erst mal sehen lassen. Dennoch möchte ich auf drei Probleme aufmerksam machen, die den sehr guten ersten Eindruck trüben.

1. Dass die beiden USB 3.0 Ports, dem USB 3.1 Gen 1 Standard entsprechend, einen Datentransfer von bis zu 5 Gbit/s zulassen ist vollkommen in Ordnung. Unverständlich ist dahingegen, dass auch der USB-C Port diesem (alten) Standard entspricht. Bei einem Hub, der im Mai 2017 auf den Markt kam, erwarte ich schon, dass hier der neuere USB 3.1 Gen 2 Standard mit doppelt so hoher Datentransferrate (bis zu 10 GBit/s) und (viel wichtiger) mit der Möglichkeit zur Stromversorgung (bis zu 100 Watt) zum Einsatz kommt. Das ist leider nicht so und führt mich direkt zu Meckerpunkt 2.

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2. Da beim reinen USB-C Port ein veralteter Standard zum Einsatz kommt, muss man diesen zwingend vom Thunderbolt 3 Port unterscheiden können, da gewünschte Funktionalitäten sonst nicht abgedeckt sind. Eine rein optische Unterscheidung ist in der Hektik des Alltags leider nicht immer möglich und so passiert es nicht selten, dass man das Notebook am “falschen” USB-C Port vermeintlich auflädt und sich wundert, wenn das Gerät irgendwann abschaltet. Hier wäre eine Markierung, die den TB3 Port mit seinen Ladeeigenschaften eindeutig kennzeichnet, eine große Hilfe.

3. Der wohl größte Meckerpunkt betrifft den HDMI Anschluss, der den 4K Betrieb mit nur unzumutbaren 30 Hz zulässt. Das Problem liegt leider erneut bei der Hardware. Wie damals in meinem USB-C Artikel schon angeprangert, hängt die Qualität bei der Umsetzung eines Ports von der Methode seiner Implementierung ab. Natürlich gibt es für USB-C einen nativen “HDMI alternative Modus”, der das Problem löst. Auf Nachfrage bei Satechi bestätigte man mir allerdings, dass dieser native Modus beim Pro Hub nicht zum Einsatz kommt und man stattdessen einen Chipsatz nutzt, der mit seinen 30 Hz im 4K Betrieb erneut nicht die neuste Technologie verwendet und sich auf diese Weise selbst limitiert. Im Nachsatz verwies man übrigens auf das hauseigene USB-C-to-HDMI Kabel, das (natürlich) 4K bei 60 Hz anzeigen kann. Unglaublich… 🙄

Der HDMI-Port wurde mit einem Chipsatz entworfen, der 4K bei 30Hz verwendet. Ja, Sie benötigen einen anderen Adapter, wenn Sie 4K bei 60Hz anzeigen möchten. So wie unser Typ-C zu HDMI Kabel mit 4K 60Hz.

Wer sich in dieses HDMI-Thema technisch etwas genauer einlesen möchte, sollte das Forum von MacRumors aufsuchen, in dem einige Feinheiten zu finden sind.

Final bleibt zu sagen, dass diese drei Probleme längst nicht auf den Pro Hub von Satechi beschränkt sind. Nahezu jeder auf dem Markt verfügbare universelle USB-C Hub kämpft mit diesen (aus meiner Sicht) vermeidbaren Schwierigkeiten.

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Nun aber genug der Meckerei und zu den etwas positiveren Eigenschaften des Pro Hubs:

In meinen Tests über die vergangenen Wochen hatte ich nie irgendwelche Probleme hinsichtlich der Kompatibilität zu anderen Geräten oder Adaptern. Es funktionierte einfach. Einschränkend muss allerdings erwähnt werden, dass der Hersteller das zuverlässige Kopieren von Daten zwischen zwei (oder mehr) angeschlossenen externen Festplatten sowie das USB SuperDrive von Apple von der Kompatibilität ausschließt. Die Gründe liegen bei einer unzureichenden Stromversorgung 😐

Einen Ethernet Port bietet der Pro Hub übrigens nicht. Finde ich persönlich auch nicht weiter dramatisch, da es den Hub aufgrund der Höhe des Ethernet Ports nur unnötig aufblähen würde. Für den Fall der Fälle (der bei mir vielleicht ein oder zweimal im Jahr eintritt) habe ich noch einen über sechs Jahre alten USB Ethernet Adapter von Apple im Schrank, der problemlos mit dem Hub funktioniert.

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Da das neue MacBook Pro mit Touch Bar jeweils zwei USB-C Anschlüsse auf jeder Seite besitzt, kann der Pro Hub natürlich auch beidseitig verwendet werden. Ein kleiner Nachteil entsteht dabei auf der rechten Seite, da der Pro Hub den dort verbauten 3,5 mm Kopfhöreranschluss komplett verdeckt und somit nutzlos macht.

Darüber hinaus zeigte sich im Laufe meiner Test, dass man bei diesen direkt am Notebook “anliegenden” Hubs beim Ausziehen von USB-Sticks, Adaptern oder microSD Karten unglaublich vorsichtig sein muss. Andernfalls zieht man anstatt eines einzelnen verbundenen Gerätes den ganzen Hub ab, was bei zusätzlich verbundenen Displays oder externen Festplatten ungünstig enden kann.

Benchmark

Abschließend noch ein paar Benchmark Tests, die die auf dem Papier stehenden Werte bestätigten. Bei diesen Stresstests wurde der Hub etwas wärmer, was durch das Aluminium Gehäuse mit sehr guter Abwärme aber nicht weiter ins Gewicht fällt.

Zunächst einmal zur Performance der USB Ports. Als Hardware kam das Lexar JumpDrive zum Einsatz, das mit USB-A und USB-C am Pro Hub nahezu identische Werte lieferte:

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Auch die Performance der beiden SD-Karten Slots kann sich sehen lassen. Getestet wurde hier mit einer Class 10 microSDXC (UHS-I) Karte von SanDisk (mit und ohne Adapter):

Bildschirmfoto 2017-08-21 um 14.19.18-minishadow_1300px Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für den Satechi Pro Hub beginnen bei ca. 90 Euro.

Als Farbvarianten stehen, wie schon erwähnt, space grau und silber zur Verfügung.

-> http://www.satechi.net/index.php/pro-hub-space-gray
-> https://www.sbsupply.de/satechi-usb-c-hub-pro-4k-hdmi-space-grey
-> https://www.idealo.de/preisvergleich/Typ/879961006891.html

tl;dr

Aufgrund der fehlenden unterschiedlichen Anschlüsse ist man beim neuen MacBook Pro (late 2016/ early 2017) leider dazu gezwungen auf verschiedene Adapter oder universelle Hubs zurückzugreifen. Das sieht in der Regel merkwürdig aus. Erst recht, wenn diese Hubs, wie hier der Satechi Pro Hub, direkt am Notebook anliegen und es damit augenscheinlich vergrößern. Aber es funktioniert und man muss sich wohl oder übel damit arrangieren.

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Dennoch bin ich beim Satechi Pro Hub zwiegespalten. Der Hub ist super verarbeitet und ein echter Blickfang. Leider hinkt er auf technischer Ebene hinterher.

Da ich derzeit kein 4K Display besitze, stört mich das Problem bei HDMI weniger. Zumal man, sofern das richtige Kabel mit passendem Display zur Hand ist, ja auch den Weg über Thunderbolt 3 gehen kann. Für Leute, die allerdings bei HDMI auf 4K@60Hz angewiesen sind, ist das mehr als ärgerlich. Hier führt quasi kein Weg an einen weiteren USB-C-to-HDMI-Adapter vorbei, der dieses Feature unterstützt 😖

Für mich viel entscheidender ist der zweite, nicht vollwertig nutzbare USB-C Port. Dabei kommt es mir gar nicht mal auf die langsamere Datenübertragungsrate, sondern vielmehr die fehlende Stromversorgung an. Was macht man beispielsweise, wenn der stromliefernde Thunderbolt 3 Port mit einem 4 oder 5K Display verbunden ist? Stattdessen den HDMI Port nutzen?! Bei den technischen Gegebenheiten wohl kaum. Das ist natürlich nur theoretischer Natur und man hat zum Laden im Notfall ja noch zwei weitere USB-C Ports auf der anderen Seite des Notebooks. Dennoch erwarte ich von einem Hub, der gerade mal drei Monate am Markt verfügbar ist, genau diese technischen Features.

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Schlussendlich kann ich vor dem Kauf eines neuen Hubs nur jedem empfehlen sich ganz genau die Spezifikationen durchzulesen, um später vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Das Thema USB-C ist im Zusammenhang mit vollständig kompatiblen bzw. auf den neuesten Standard setzenden Kabeln und Adapter/Hubs nach wie vor durch Chaos geprägt. Und das Schlimmste daran ist, dass diese Probleme (nahezu) herstellerunabhängig sind. Es ist wirklich zum Haare raufen!

So muss man am Ende leider auch den Pro Hub von Satechi sehr genau ansehen. Sofern man weiß, was an Einschränkungen zu erwarten ist, kann man super mit dem Hub arbeiten. Für einen Straßenpreis ab 90 Euro verlange ich allerdings auch technisch neuste Technologie, die hier nur eingeschränkt gegeben ist.

aptgetupdateDE Wertung: (6,5/10)

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Review: BetterZip 4 · Datei-Archivierung unter macOS (Gewinnspiel inside)

Im Februar diesen Jahres hatte ich BetterZip 3 in einer Review schon sehr ausführlich vorgestellt.

Mittlerweile ist mit BetterZip 4 der Nachfolger veröffentlicht worden, auf dessen Neuerungen ist heute genauer eingehen möchte.

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Grundlagen

Bevor es jedoch ans Eingemachte geht, ein paar Grundlagen zur App, die die alte Review zu BetterZip 3 zusammenfassen sollen.

Bei BetterZip handelt es sich um eine App zur Datei-Archivierung, die sich mit über 30 unterschiedlichen Dateiarchiv-Formaten versteht. Man kann sogar eigene Formate definieren.

Das Erstellen von Archiven kann beispielsweise per drag-and-drop erfolgen. Zusätzliche Optionen wie Verschlüsselung, Ausschließen von Suchmustern oder das Zerlegen des Archivs in kleinere Teilstücke sind dabei optional anwählbar. Dazu kann man vergebene Passwörter ändern. Ein integrierter Passwortmanager hilft beim Merken der Passwörter.

Eine wichtige Rolle spielen Presets, die beim Packen und Entpacken von Archiven genutzt werden können. Dabei handelt es sich um (gesicherte) oft verwendete Einstellungen bzw. Optionen, die per Schnellzugriff über das Menü bzw. mit langem Klick auf das entsprechende Symbol in der Symbolleiste verfügbar sein.

Darüber hinaus kann man Archive natürlich auch modifizieren; sprich Daten löschen und hinzufügen. Hier hilft der sogenannte Direktmodus, der das Speichern der Modifikationen ohne zusätzliche Schritte möglich macht.

Außerdem kann man Archiven Kommentare hinzufügen, über eine Tab-Leiste mehrere Archive gleichzeitig betrachten bzw. bearbeiten, Archive auf ihre Datenintegrität hin testen, BetterZip-Dienste zum Packen und Entpacken oder innerhalb von Archiven Quick Look nutzen. Der BetterZip Quick Look Generator, der die im Finder integrierte Quick Look Funktionalität von macOS aufbohrt, die Unterstützung von AppleScript und die etwas versteckten Einstellungen der App für Poweruser runden das Gesamtbild ab.

Was ist neu?

Mit BetterZip 4 hat Robert Rezabek, der österreichische Entwickler der App, das Rad natürlich nicht neu erfunden. Der Fokus wurde vielmehr auf der Integration mit verschiedenen Systemservices und anderen Programmen sowie der Erweiterung der Automatisierungsmöglichkeiten gelegt.

Integration mit anderen Programmen

Ganz oben auf der Liste steht die neue Finder-Erweiterung, die den Zugriff auf die schon angesprochenen Presets über die Symbolleiste des Finders möglich macht.

Man markiert betreffende Datei(en), wählt ein Preset aus der Liste aus und kann so sehr schnell, ohne den direkten Zugriff auf BetterZip, Dateiarchive erstellen bzw. entpacken.

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Dazu kann man nun beliebig viele macOS-Dienste selbst definieren.

Neben den bereits aus der Vorgängerversion bekannten Diensten zum Packen und Entpacken, die von BetterZip 4 nun auch als Automator-Aktionen als Arbeitsablaufs zur Verfügung stehen, kann man in den Einstellungen zu den Presets eigene Dienste definieren, die von der Standardkonfiguration abweichen.

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An dieser Stelle findet man auch die neue Integration in Dropzone und LaunchBar, zu denen man das markierte Preset hinzufügen kann.

Aber auch andere Produktivitätsprogramme wie Alfred und Hazel werden nun direkt unterstützt. Während man für Alfred entsprechende Workflows über das Menü installiert, kann man die grundlegende Archivierungsfunktion von Hazel mit Hilfe der Presets aufbohren und somit beispielsweise andere Formate als ZIP wählen oder einen Passwortschutz den Archiven hinzufügen. Grundlage des Ganzen ist eine verbesserte Unterstützung von AppleScript und Python.

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Favoritenliste, Drop-Leiste und Navigationsleiste

In BetterZip 4 wurde zudem die Favoritenleiste im Hauptfenster verbessert.

Man kann nun Dateien umbenennen, kopieren, verschieben und löschen, Archive in einem neuen Fenster oder Tab öffnen, mehrteilige Archive als eines darstellen oder die Ansicht auf Archive oder Dateien einschränken. Außerdem werden nun die Tags des Finders angezeigt.

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Komplett neu ist auch die Drop-Leiste, die eine Art Mini-Ansicht von BetterZip ist und auf Grundlage der Presets sehr schnelles Arbeiten ermöglicht.

Die Drop-Leiste kann entweder per Shortcut oder zum Start von BetterZip aktiviert werden. Anschließend zieht man per drag-and-drop Dateien oder Verzeichnisse auf die Drop-Leiste, woraufhin die definierten Presets erscheinen, die dann wiederum das Archiv erstellen.

Zusätzlich kann man über die Drop-Leiste auch Archive öffnen oder entpacken, Archive auf Datenintegrität testen oder Daten zu neuen Archiven hinzufügen.

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Für den Komfort sieht man beim Öffnen bzw. Browsen in Archiven im Hauptfenster eine neue Navigationsleiste.

Die ist vor allem dann hilfreich, wenn ein Archiv unzählige Verzeichnisse enthält und man immer wissen möchte, wo man sich gerade befindet. Über einen Navigationsverlauf kann man sich außerdem vor und zurück bewegen.

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Sonstiges

BetterZip 4 ist nun auch in der Lage (zumindest versucht die App es) defekte RAR-Archive zu reparieren.

Darüber hinaus kann man in der Ansicht Ordner über den Dateien darstellen, (Speichern-)Presets können Kommentare zu RAR- und ZIP-Archiven hinzufügen, der Passwortmanager kann Passwortlisten importieren, XIP und PKG Dateien werden als Archive erkennt, die Benachrichtigungen in der macOS Mitteilungszentrale sind geschwätziger und die Quick Look Funktion innerhalb der Archive unterstützt mehr Dateitypen.

Cool ist auch das Extrahieren von Bildern oder Musik aus PDF- und SWF-Dateien, was mittels XADArchive.framework realisiert wird. Beim Öffnen derartiger Dateien muss man im Hauptfenster die Options-Taste gedrückt halten.

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Einstellungen

Die in der Vorgängerversion ziemlich versteckten Einstellungen für den Poweruser sind mit BetterZip 4 nun im normalen Einstellungsfenster zu finden.

Des Weiteren kann man hier das generelle Verhalten beim Behandeln von Mac-spezifischen Daten (Finder-Einstellungen, Resource-Forks oder Metadaten) festlegen. Entweder fragt die App jedes Mal nach oder man kann die Daten immer ausschließen bzw. immer hinzufügen.

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Preise und Verfügbarkeit

BetterZip 4 wird wie schon sein Vorgänger ausschließlich über den Webstore seines Entwicklers für derzeit 24,95 US-Dollar verkauft. Ein Upgrade steht für 9,99 US-Dollar zur Verfügung.

Wissenswert:
Für Nutzer von BetterZip 3, die ihre Lizenz nach dem 01. Juli 2016 gekauft hatten, ist das Upgrade auf BetterZip 4 kostenlos.

Zum kostenlosen Ausprobieren steht zudem eine Testversion bereit. Zur Installation wird nun OS X 10.10 Yosemite oder höher vorausgesetzt.

-> https://macitbetter.com

Darüber hinaus ist BetterZip nach wie vor Bestandteil des alternativen App Stores Setapp, bei dem man sich für einen Abo-Preis von 9,99 US-Dollar pro Monat einkaufen kann.

tl;dr

Da ich BetterZip 3 schon 10 von 10 Punkten gegeben hatte, wird die Bewertung nun natürlich etwas schwierig 😉

Bei der neuen Version wurde an sehr vielen Kleinigkeiten geschraubt, die das Handling der App insgesamt verbessert haben. Ich persönlich schätze die Fortschritte bei der Systemintegration und auch bei der Automatisierung von Arbeitsabläufen sehr. Die Drop-Leiste wird sich allerdings noch beweisen müssen. Ich nutze eher die Presets über LaunchBar bzw. den konventionellen Weg über die macOS-Dienste und bin damit eigentlich vollends zufrieden.

Von daher müsste ich BetterZip 3 wohl eher um einen halben Punkt auf 9,5 abwerten, damit die glatte 10 für BetterZip 4 besser hervorsticht 😎

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Auch dieses Mal hat Robert uns drei Lizenzen von BetterZip für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt erneut Gleam zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Donnerstag, den 10.08.2017, statt. Viel Glück!

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Im Test: Arcido Faroe · Reiserucksack 2.0

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, an denen ich, bedingt durch eine Fernbeziehung, relativ regelmäßig den Weg von Braunschweig nach Stuttgart per Auto, Bahn oder Flugzeug angetreten habe. Mit dabei war immer ein kleiner Handgepäckkoffer, in dem, schön durcheinandergewürfelt, sowohl Technik als auch Klamotten Platz finden mussten. Von der generellen Challenge namens Trolley-unfallfrei-durch-die-Gegend-rollen abgesehen… ein einfach nur nerviges Chaos.

Mittlerweile bin ich mit meiner damaligen Freundin glücklich verheiratet und wir wohnen zusammen aber dieses Kurztrip-Handgepäckkoffer-Problem bestand natürlich weiterhin. Über Twitter bin ich dann eher zufällig auf den Arcido Faroe Rucksack aufmerksam geworden.

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Die Firma Arcido kennt der eine oder andere vielleicht von der Kickstarter Kampagne vom Sommer 2015, in der man sich den ultimativen Reiserucksack zum Ziel gesetzt hatte. Heraus kam der Arcido Bag.

Beim Faroe handelt es sich quasi um das Folgeprodukt, bei dessen Entwicklung auf Vorschläge der Community eingegangen und so gezielte Verbesserungen gegenüber dem Original vorgenommen wurden.

Ersteindruck

Nach dem Auspacken des Paketes dachte ich im ersten Moment, dass man mir die falsche Größe des Rucksacks zugesandt hatte. Der Faroe hat zwar nicht die Maße eines Backpacker Rucksacks, weicht dann aber doch mit einer Dimension von 55 x 35 x 20 cm (H x B x T) und einem Fassungsvermögen von 35 Litern etwas von der Norm für Standardrucksäcke ab.

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Trotz dieser XL-Dimensionen hat der Faroe ein sehr schlankes Profil. Im Gegensatz zum Arcido Bag wurde auf Extra-Polsterungen verzichtet. Zusammen mit dem sehr dünnen aber dennoch stabilen, wasserfesten und grau melierten Oberflächenmaterial namens Blendex Kodra wurde so eine Art abgespeckte Version des Originals kreiert, die mit einem Leergewicht von rund 900 Gramm erstaunlich leicht ist.

Dazu ist der Rucksack hervorragend verarbeitet. Die Nähte sitzen perfekt und sind teilweise doppelt vernäht. Die YKK-Reisverschlüsse sowie die Klettverschlüsse funktionieren einwandfrei.

Detaillierte Beschreibung

Der große Vorteil des Faroe sind seine beiden getrennt gehaltenen Bereiche für Technik und Kleidung.

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Gerade wenn man direkt von der Bahn oder vom Flughafen zu einem Meeting muss und dazu nur seinen Laptop benötigt, öffnet man den entsprechenden Bereich und muss nicht noch Einblick in seine Klamottenauswahl geben.

Zunächst ein Blick in den kleineren Technik-Bereich, der direkt am Rücken anliegt.

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Die anpassbare Laptophalterung ist für Tablets aber auch bis zu 18 Zoll große Notebooks geeignet. Für den besseren Zugriff befindet sich ein Ziehsystem am Klettverschluss, mit dem man das Notebook ohne großes Gefummel aus dem Rucksack herausziehen kann.

Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich vier Stifthalter, eine mit einem Reisverschluss verschließbare Netztasche (für Netzteile, Kabel, Adapter o.ä.) sowie zwei weitere Fächer (für Dokumente o.ä.), die mit einem Klettverschluss gesichert sind.

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Der großzügige Kleidungsbereich, der räumlich von der Technik getrennt ist, bietet locker Platz für Kleidung für drei bis vier Tage inklusive Ersatzschuhe. Durch die vorhandenen Kompressionsgurte lassen sich auch Hemden vergleichsweise knitterfrei transportieren.

Oben vorne ist das übliche Fach für den Schnellzugriff auf Schlüssel, Kaugummis, Taschentücher o.ä. zu finden.

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Gegenüber am Rücken befindet sich oben (daher auch vergleichsweise diebstahlsicher) noch ein Dokumentenfach, das sich wunderbar für Reisepässe aber auch kleinere Tablets (iPad Mini o.ä.) eignet.

An beiden Seiten sind zudem elastische Halterungen für Flaschen angebracht, in denen sich auch Netzteile o.ä. verstauen lassen.

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Abschließend noch ein paar Worte zum Thema Polsterung:
Diese ist zu Gunsten des schlanken Profils, optimaler Größe und Gewicht sowie großen Innenfächern auf ein Minimum reduziert. Schlussendlich sind tatsächlich nur die Trennwand zwischen den beiden Stauräumen, der obere Haltegriff und die Rückenplatte gepolstert.

Preise und Verfügbarkeit

Der Arcido Faroe Rucksack kostet derzeit 99 Euro und kann beispielsweise bei Amazon oder direkt beim Hersteller gekauft werden.

-> https://www.arcido.com/products/faroe

tl;dr

Der Arcido Faroe lässt sich wohl am besten als leichtgewichtiger Reiserucksack beschreiben, der u.a. durch die Aufteilung in die Bereiche Technik und Kleidung meinen altgedienten Handgepäckkoffer arbeitslos macht. Die Maße des Faroe sind übrigens mit den Handgepäckbestimmungen der meisten Fluggesellschaften kompatibel, so dass es da keine Probleme geben sollte.

Dabei kommt der Rucksack ohne viel Schnickschnack aus. Die graue Farbe steht ihm super und durch die schlanke Line ist man sehr stylisch unterwegs.

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Es ist auch erstaunlich, was alles im Rucksack verstaut werden kann. Es handelt sich wirklich um ein kleines Platzwunder und man merkt, dass die Designer Dinge zu Ende gedacht haben.

Dazu ist der Faroe auch alltagstauglich. Auf meinem Weg vom Büro nach Hause nutze ihn fast täglich zum Einkaufen von Lebensmitteln. Auch Regen macht ihm durch das wetterfeste Material nichts aus.

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Auch der Tragekomfort lässt trotz der minimalen Polsterung kaum Wünsche offen. Kritisieren muss ich allerdings die an der Rückenplatte fehlende Aussparung für die Wirbelsäule; auch eine Art Belüftungssystem am Rücken fehlt. Gerade letzteres hat zur Folge, dass man bei höheren Temperaturen schlicht und ergreifend am Rücken schwitzt.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

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Review: Timing 2 · Automatische Zeiterfassung und Produktivitätstracking für den Mac (Gewinnspiel inside)

Stop guessing how you spend your time and focus on doing your best work instead.

Vor knapp sechs Jahren hatte ich an dieser Stelle Timing, eine (Mac-)App zum Thema Time Tracking bzw. automatischer Zeiterfassung in einer kleinen Review vorgestellt.

Nach etlichen Alpha- und Betaversionen wurde Anfang Mai 2017 mit Timing 2 der Nachfolger final veröffentlicht.

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Grundlagen

Wie bereits gesagt handelt es sich bei Timing um eine App zur automatischen Zeiterfassung. Damit richtet sich Timing hauptsächlich an Freiberufler, Selbstständige oder kleinere Unternehmen, die eine minutengenaue Abrechnung für Kundenaufträge benötigen.

Startet man Timing, läuft die App im Hintergrund und erfasst weitestgehend automatisch (manuelle Anpassungen sind möglich) alle Aktivitäten am Mac. Dabei werden die Aktivitäten automatisch kategorisiert; außerdem wird die Produktivität bewertet.

Damit dieser Ablauf reibungslos funktioniert, muss man allerdings den TimingHelper in den macOS Systemeinstellungen > Sicherheit > Privatsphäre > Bedienungshilfen zulassen.

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Menüleisten Icon

Nachdem Timing gestartet wurde, fällt zunächst einmal ein neues Icon in der Menüleiste auf.

Dieses kleine Helferlein, das mit Timing 2 installiert und gestartet wird, ist quasi eine Miniverwaltung des eigentlichen Hauptfensters. Neben der aktuell gemessenen Produktivität, kann man die Datenerfassung pausieren, Tätigkeiten beginnen (später mehr dazu) oder auch das Hauptfenster über den Punkt Protokoll zeigen aufrufen.

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Hauptfenster

Das Hauptfenster teilt sich in vier separate Ansichten, die jeweils andere Funktionalitäten der App abdecken.

Bevor ich jedoch zu den einzelnen Ansichten kommen,  folgt ein kurzer Blick auf die Symbolleiste, die in allen Ansichten gleich und unveränderlich ist. Man kann hier beispielsweise die Projektliste ein- und ausblenden, neue Tätigkeiten beginnen, den Zeitraum der Protokollierung anpassen, Filter setzen oder nach bestimmten Einträgen suchen.

Übersicht

Diese Ansicht ist anfangs ziemlich leer und füllt sich erst im Laufe der Zeit.

Es handelt sich, wie der Name schon vermuten lässt, um eine Gesamtübersicht aller Aktivitäten in einem definierten Zeitraum.

Neben der Gesamtzeit oder Zeit pro Projekt pro Tag werden auch die aktivsten Wochentage bzw. Stunden, verwendete Apps sowie die Produktivität angezeigt. Zusätzlich lassen sich auch die produktivsten Wochentage und Stunden ermitteln.

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Fährt man mit der Maus über einzelne Elemente der Säulen- bzw. Tortendiagramme werden per Overlay zusätzliche Informationen angezeigt.

Zuordnen

Diese Ansicht ist, zumindest was die richtige Konfiguration von Timing angeht, die wohl wichtigste und sollte daher mit Sorgfalt betrachtet und bearbeitet werden.

Ganz oben befindet sich, sofern man den betrachteten Zeitraum auf einen Tag eingrenzt, eine Zeitleiste, die in vier Zeilen unterteilt ist und die man, zur besseren Übersicht, mit gedrückter Cmd-Taste + Scrollen zoomen kann.

  • Zeit: Die Uhrzeit am betreffenden Tag.
  • App-Aktivität: Welche App wurde zum Zeitpunkt X verwendet.
  • Projekt: Welches Projekt wurde zum Zeitpunkt X bearbeitet.
  • Tätigkeit: Welche Tätigkeit wurde zum Zeitpunkt X ausgeführt.

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Fährt man mit der Maus über die Zeitleiste, werden weitere Details zum betreffenden Zeitpunkt eingeblendet.

So war ich beispielsweise am 26.06.2017 gegen 12:30 Uhr knapp acht Minuten mit dem Schreiben einer E-Mail in MailMate beschäftigt, die im Betreff Little Snitch 4 zu stehen hatte.

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Zum weiterem Verständnis:
Die Projektliste mit allen Projekten und Unterprojekten ist im Feld links unter der Zeitleiste zu sehen. Die einzelnen Projekte fungieren dabei quasi als eine Gruppe, der man mehrere Aktivitäten zuordnen kann. Die einzelnen Aktivitäten sind rechts neben der Projektliste in den vier Feldern Schlüsselwörter (u.a. aus dem Titel des aktiven Fensters), Webseiten, Apps und Ordner (die ja oft projektspezifisch sind) unterteilt.

Die Zuordnung der Aktivitäten zu Projekten erfolgt per drag-and-drop. Dabei ist darauf zu achten, dass jede Aktivität nur einem Projekt zugeordnet werden kann und dass einige Aktivitäten andere übergeordnet sind.

Bewege ich beispielsweise das Schlüsselwort aptgetupdatede auf das Projekt Lesen & Schreiben, werden auch korrespondierende Aktivitäten aus Webseiten, Apps und Ordner diesem Projekt zugeordnet.

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Tätigkeiten sind dahingegen zusammengefasste Zeitblöcke.

So werden sämtliche in einem Zeitblock vorhandenen Aktivitäten mit einem Klick einem Projekt zugeordnet, was u.U. recht viel administrativen Aufwand spart. Außerdem kann man dem potentiellen Kunden so eine wesentlich kompaktere Auflistung seiner Arbeit geben, die nicht jede einzelne Sekunde detailliert auflistet.

Da anfangs noch keine Tätigkeiten definiert sind, liefert Timing verschiedenfarbige Vorschläge, die man entweder übernehmen oder mit click-and-drag verschieben kann.

Mit Klick auf das Plus Zeichen, das sich daraufhin in Tätigkeit hinzufügen wandelt, können Zeitblöcke als Tätigkeit definiert werden. Hier muss man dann nur noch die Beschreibung hinzufügen, das passende Projekt auswählen sowie den Start- und Endzeitpunkt festlegen.

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Für eine automatisierte Zeiterfassung sind die bisher vorgestellten manuellen Zuordnungen der Aktivitäten natürlich keine Lösung; erst recht nicht, wenn man sich täglich damit aufs Neue auseinander setzen muss.

Daher gibt es in Timing Regeln, die diese Zuordnung bzw. Kategorisierung von Aktivitäten in Projekten automatisch vornehmen.

Zur Erstellung von Regeln muss man während des für die Zuordnung von Aktivitäten bereits bekannten drag-and-drops die Options-Taste drücken. Dazu sollte man im Hinterkopf behalten, dass sich Apps, die i.d.R. von mehreren Projekten genutzt werden, für Regeln weniger eignen. Daher sollte man bei den Regeln eher auf die Schlüsselwörter, Webseiten und Ordner setzen.

Möchte man die Regeln bearbeiten oder einfach nur ansehen, genügt in der Projektliste ein Doppelklick auf den Projektnamen. Neben dem Ändern des Projektnamens, dem Anpassen der Farbe, der Bewertung der Produktivität oder dem Definieren von Schlüsselwörtern ist hier insbesondere der Regel-Editor interessant. Hier sind jene Regeln hinterlegt, die man zuvor mit gedrückter Options-Taste und drag-and-drop Aktionen erzeugt hat. Dazu kann man hier natürlich auch eigene Regeln erstellen, die daraufhin automatisch befolgt werden.

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Sollte es übrigens bei der Abarbeitung der automatischen Regeln zu Konflikten kommen (z.B. eine Aktivität ist zwei Projekten zugeordnet), gewinnt das Projekt mit der höchsten Priorität. Diese lässt sich in der Regel-Reihenfolge in den Einstellungen von Timing festlegen.

Neu erstellte Projekte haben außerdem immer die höchste Priorität.

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Details

Diese Ansicht zeigt ähnliche Informationen wie die Zuordnen-Ansicht an; nur detaillierter.

So kann man beispielsweise genau nachvollziehen wann man welche Datei für wie lange bearbeitet oder welche Webseite man wann, wie lange und mit welchem Browser betrachtet hat.

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Wie schon bei der Zuordnen-Ansicht gilt auch hier: die Zeitleiste wird ausgeblendet, sobald mehr als ein Tag beim betrachteten Zeitraum ausgewählt ist.

Berichte

Diese Ansicht ist beispielsweise für die Abrechnung von Kundenaufträgen interessant; wobei Timing direkt keine Rechnungen erstellen.

Es geht hier vielmehr um die Lieferung von aufbereiteten Daten. Über verschiedene Voreinstellungen wie Stundenzettel, Wöchentliche Zusammenfassung, Ultra-Detailliert oder Zeit pro App bzw. pro Dokument kann man seine Daten als Excel-, CSV-, PDF- oder HTML-Datei exportieren.

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Sonstiges

Bisher sind alle Aktivitäten eineindeutig in Projekten kategorisiert, was die Frage nach dem Woran man gearbeitet hat klärt. Möchte man auch die Frage nach den verwendeten Apps, also nach dem Wie man gearbeitet hat beantwortet haben, kommen Filter ins Spiel.

Eine Reihe an vordefinierten Filtern, die App-Aktivitäten nach der Art der Aktivität kategorisieren, können über die Symbolleiste ausgewählt und auf Doppelklick bearbeitet werden; natürlich können auch neue Filter erstellt werden.

Da Filter ausschließlich App-Aktivitäten beinhalten, die den Schlüsselwörtern oder Regeln entsprechen, kann man auf diese Art und Weise projektübergreifend sehr einfach feststellen wie viel Zeit man beispielsweise zum Editieren von Bildern im Zeitraum X benötigt hat.

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Hin und wieder kann es vorkommen, dass man seine Zeit manuell erfassen muss. Auch das ist mit Timing möglich.

Über das Menüleisten Icon kann man auf Klick, unter Angabe einer Beschreibung, eines Projektes und der geschätzten Dauer, eine neue Tätigkeit beginnen. Sobald die geschätzte Dauer abgelaufen ist, fragt Timing, ob man weiterhin an der Tätigkeit arbeitet.

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Darüber hinaus gibt es im Menüleisten Icon eine Option namens Bei Abwesenheit nach Aktivität fragen.

Das ist recht praktisch um Mittagspausen, Meetings, Offlinezeiten oder einfach nur die Abwesenheit vom Mac mit wenigen Klicks zu erfassen.

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Des Weiteren unterstützt Timing AppleScript.

So lassen sich per Script Aktivitäten, Projekte oder Tätigkeiten aus Toggl, Tyme, OmniFocus, Things oder Apples Kalender in Timing 2 importieren. Auch ein Import entsprechender Daten aus der ersten Version von Timing ist möglich.

Einstellungen

In den allgemeinen Einstellungen kann man die Uhrzeit festlegen, bei der für Timing ein neuer Tag beginnt.

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Zusätzlich kann man einen Grenzwert für das Kombinieren von kurzen Aktivitäten festlegen und die Zeit der Erfassung auf nur einige Stunden am Tag eingrenzen.

Außerdem gibt es noch eine Sperrliste, die bei Bedarf verschiedene Aktivitäten (Schlüsselworte, Webseiten, Apps oder Ordner) von der Zeiterfassung ausschließt.

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Preise und Verfügbarkeit

Timing 2 wird im Gegensatz zu seinem Vorgänger nur noch direkt verkauft. Das Preismodell ist dreistufig und beginnt, je nach Funktionsumfang und Anzahl der lizensierten Macs, bei 29 Euro. Die funktional allumfassende Expert-Version schlägt mit 79 Euro zu Buche.

Wichtig:
Eine Lizenz beinhaltet 12 Monate kostenlose Updates. Danach funktioniert die App natürlich weiter, wird allerdings nicht mehr mit Updates versorgt. Ist das gewünscht, muss jährlich eine Update-Lizenz für 19€/29€/49€ nachgekauft werden.
Darüber hinaus wird auch eine “Premium Supporter’s Edition” von Timing 2 angeboten, die von dieser Einschränkung ausgenommen ist und lebenslange kostenlose Updates mit sich bringt. Wer daran Interesse hat, muss die Entwickler kontaktieren.

Außerdem wird Timing 2 auch über den hier schon vorgestellten alternativen App Store Setapp angeboten. Bei der dort verfügbaren Version handelt es sich um die Expert-Version, die, solange man für das Abo zahlt, ebenfalls keine Einschränkungen bei den Updates hat.

In jedem Fall wird OS X 10.11 El Captitan oder höher zur Installation vorausgesetzt. Zum kostenlosen Ausprobieren steht außerdem eine Demo bereit.

-> https://timingapp.com

tl;dr

Sollte man auch nur einen Funken Interesse am detaillierten Erfassen der eigenen Arbeitszeit haben, ist Timing 2 definitiv eine App, die man sich anschauen muss.

Die App läuft unaufgeregt im Hintergrund und hilft durch selbst konfigurierte Regeln beim automatischen Tracken der Zeit.

Wenn es überhaupt etwas zu meckern gibt, dann sind es sehr selten auftretende Grafik-Glitches oder das Fehlen der führenden Nullen bzw. vierstelligen Jahreszahl beim Datum. Auch das Fehlen korrespondierender mobiler Apps für iOS oder Android muss bemängelt werden 😉

aptgetupdateDE Wertung: (10/10)

Gewinnspiel

Der Münchner Entwickler Daniel Alm hat aptgetupdateDE drei Expert-Lizenzen (mit 12 Monaten kostenlosen Updates) von Timing 2 für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

Zur Teilnahme kommt Gleam zum Einsatz, bei dem die folgenden optionalen und gleichwertigen Lose enthalten sind:

  • Frage beantworten
  • aptgetupdateDE bei Twitter folgen
  • aptgetupdateDE bei Facebook besuchen
  • aptgetupdateDE bei Google+ besuchen

Die Auslosung findet kommenden Montag, den 10.07.2017, statt. Viel Glück!

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Review: ​Ultrasone Performance 840 Kopfhörer

Ich hatte die letzten Wochen mal wieder die Möglichkeit neue Hardware zu testen. Genauer gesagt geht es um die Performance 840 Kopfhörer vom deutschen Hersteller Ultrasone.

Anders als die Spitzenmodelle dieses Herstellers ist der Performance 840 nur im semiprofessionellen Bereich angesiedelt, was ihn zum perfekten Begleiter für Zuhause und unterwegs macht. Aber der Reihe nach…

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Lieferumfang

  • Ultrasone Performance 840 Kopfhörer
  • Neopren-Transporttasche
  • 3 m langes Kabel mit vergoldetem 3,5 mm Klinke-Stecker (abnehmbar)
  • 1,2 m langes Kabel mit Mikrofon und Fernbedienung (abnehmbar)
  • 6,3 mm Schraubadapter
  • Kurzanleitung u.ä.

Erster Eindruck

Die Lieferung erfolgt in einem sehr stabilen Karton. Im Inneren wartet eine Neopren-Transporttasche mit Ultrasone-Logo, in der sich der Kopfhörer befindet. Unter dem darunter liegenden Einlegeboden befinden sich im Lieferumfang enthaltene Kabel, Adapter und diverser Papierkram.

Der Kopfhörer selbst besteht zu großen Teilen aus mattschwarzem Kunststoff. Der Bügel ist gepolstert. Beide Bauteile sind mit einer silbernen Halterung aus Aluminium verbunden. Dazu sind die Ohrmuscheln mit einem silbernen Ring abgesetzt.

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Apropos Ohrmuscheln: diese lassen sich zum optimalen Transportschutz in der mitgelieferten Tasche um 90° drehen. Für die Polsterung wird komfortabler Memoryschaum verwendet; die Kopfpolster sind mit Kunstleder überzogen.

Insgesamt war mein Ersteindruck, trotz des vorherrschenden Kunststoffs, sehr gut. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern; die Optik sowie die Haptik sind meiner Meinung nach ebenfalls sehr gelungen und runden das sportlich/minimalistische Design des Kopfhörers wunderbar ab 👍

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Technologie

Bei der Performance-Serie setzt Ultrasone auf die sogenannte S-Logic Technologie.

Diese patentierte Technik erzeugt bei weniger Schalldruck einen dreidimensionalen Raumklang und entlockt dem Stereokopfhörer nahezu Surround Sound. Beim Performance 840 kommt mit S-Logic Plus die zweite Generation dieser Technologie zum Einsatz, mit der die räumliche Wahrnehmung und das Klangbild nochmals optimiert wurden.

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Des Weiteren nutzt der Performance 840 eine Technologie namens ULE (Ultra Low Emission). Ziel dieser Technik ist das Minimieren von niederfrequenten Feldern, was schlussendlich das Gehör schont.

Mit der MU-Metall Abschirmung reduziert man zudem die magnetische Strahlung um bis zu 98%, was das Tragen des Kopfhörers, auch vom gesundheitlichen Standpunkt aus, über mehrere Stunden problemlos möglich macht.

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Im Alltag

Generell ist zu sagen, dass der Kopfhörer für seine Größe einen sehr guten Tragekomfort liefert. Die Kopf- und Ohrpolster sind durch die verwendeten Materialien (u.a. der besagte Memoryschaum) angenehm zu tragen und drücken auch nach mehreren Stunden nicht am Ohr.

Auch schnelle und ruckartige Bewegungen steckt der nur 274 Gramm leichte P840 problemlos weg 🎧

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Hinzu kommt, dass sich die geräumigen Innenkapseln für quasi jede Ohrform eignen, diese komplett umschließen und somit schon per se eine sehr gute Dämpfungseigenschaft liefern.

Auch das Anpassen des P840 an die jeweilige Kopfform geht schnell und zuverlässig von der Hand.

Die verbaute Mechanik gibt acht leicht verstellbare Stufen vor, so dass man sich (beispielsweise für einen Transport) nur die Markierung merken muss.

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Die beiden im Lieferumfang enthaltenen Kabel lassen sich jederzeit wechseln. Zum Schutz vor dem ungewollten Herausfallen des Kabels ist außerdem ein Bajonettverschluss im Klinkenanschluss des Kopfhörers sowie am Kabel integriert.

Und um nochmals auf das geringe Gewicht des P840 zurückzukommen: genau dieser Umstand und die nahezu perfekte/feste Passform machen den Kopfhörer auch unterwegs zu einem treuen Begleiter.

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Ultrasone IQ App

Bevor ich gleich zum Klang komme, möchte ich noch kurz auf die kostenlose App namens Ultrasone IQ hinweisen, die es aus irgendwelchen Gründen nur für Android gibt.

Mit dieser App kann man die Multifunktionstaste der mitgelieferten Kopfhörer-Kabelfernbedienung individuell programmieren. Das betrifft Funktionen wie das Entgegennehmen bzw. Auflegen bei Anrufen, Play/Pause sowie nächster und letzter Song beim Abspielen von Musik.

ULTRASONE IQ
ULTRASONE IQ
Entwickler: ULTRASONE AG
Preis: Kostenlos

Klang

Der Klang ist natürlich mal wieder ein rein subjektives Thema, zu dem ich trotzdem kurz etwas sagen möchte.

Der Kopfhörer liefert ein sehr ausgewogenes und klares Klangbild, das besonders bei klassischer Musik zum Tragen kommt.

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Die Frequenzen werden sauber und druckvoll getroffen; der normale Bass ist dank der 40 mm PET Schallwandler ordentlich. Durch die L-Logic Technologie kommt sogar so etwas wie Konzertatmosphäre auf. Das Raumgefühl ist echt super.

Bei ganz tiefen Tönen, und ich ziehe hier wieder meinen Bass-Referenzsong Ariel von Stephan Bodzin hinzu, wurde die Auflösung allerdings etwas unsauber bzw. verzerrt.

Preise und Verfügbarkeit

Der Ultrasone 840 Kopfhörer wird ausschließlich in der Farbe schwarz angeboten. Die Preise beginnen derzeit bei knapp 190 Euro.

Dazu liefert der Hersteller 5 Jahre Garantie ab dem Kaufdatum.

-> http://www.ultrasone.audio/performance-840
-> https://www.idealo.de/performance-840-ultrasone

tl;dr

Trotz kleinerer Schwächen bei tiefen Bass-Tönen kann ich den Ultrasone Performance 840 jedem Musikenthusiasten wärmstens empfehlen. Durch sein sehr klares Klangbild kann man auch wunderbar Filme schauen oder an der PlayStation zocken.

Das Design gefällt. Die Verarbeitung ist sehr wertig, so dass der großflächig verwendete Kunststoff nicht stärker ins Gewicht fällt; bei 274 Gramm im wahrsten Sinne des Wortes 😆

Dazu sind die mitgelieferten Kabel von sehr guter Qualität und mit 3 Metern recht lang, was der Bewegungsfreiheit, gerade beim Verwenden über einen A/V-Receiver, entgegen kommt.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

Permalink

Im Test: Lexar JumpDrive C20c USB Type-C & USB 3.1 Dual-Interface USB-Stick (128 GB)

Vor ein paar Wochen hatte ich mit dem Adam Elements Roma bereits einen Dual-Interface USB-Stick genauer vorgestellt.

Da die Transferraten des Roma, gerade beim Schreiben von Daten, verbesserungswürdig sind, brauchte es einen neuen Testkandidaten, den ich vergleichsweise schnell im Lexar JumpDrive C20c fand.

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Wie beim Roma handelt es sich beim JumpDrive C20c um einen USB-Stick, der auf der einen Seite den Typ-C und auf der anderen den Typ-A in der USB-Revision 3.1 Gen 1 unterstützt.

Darüber hinaus, das aber nur zur Info, bietet Lexar in der JumpDrive C-Serie anstatt des USB-C Anschlusses auch Modelle mit USB-B (Micro) und Lightning an.

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Leider findet man auch zum JumpDrive C20c kaum aussagekräftige Reviews, in denen fernab von Pressemeldungen selbst gemessene Benchmark-Ergebnisse umfänglich dargestellt werden.

So muss man sich vor der Kaufentscheidung ausschließlich auf die Herstellerangaben verlassen, die leider in vielen Fällen ungenau sind bzw. nur unter optimalen Laborbedingungen erreicht werden. Ärgerlich aber das ändert sich heute 😉

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Zunächst aber zum Gerät selber:

Den Stick gibt es in den Varianten mit 32, 64 und 128 GB Speicherplatz. Die beiden für USB-C und USB-A separierten Gehäuse bestehen aus Aluminium und sind mit einem ca. 7,5 cm langen Kabel verbunden. Zum Zusammenfalten des Kabels gibt es zudem einen roten Kabelclip; die Aktivität wird durch eine blau leuchtende Status-LED am USB-A Stecker angezeigt.

Dieses für Dual-Interface USB-Sticks eher ungewöhnliche Ladekabeldesign hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der klassischen Bauweise: neben dem Speichern von Daten, ist auch eine Ladefunktion integriert, mit der man passende USB-C Geräte (Smartphones & Co.) direkt aufladen kann.

Maße: 15,3 x 1,7 x 0,8 cm
Gewicht: 12 g

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Benchmark-Test

Da der USB-Stick auf der einen Seite den Typ-C und auf der anderen den Typ-A in der USB-Revision 3.1 Gen 1 unterstützt, sollten recht ordentliche Datentransferraten zu erwarten sein. Der Hersteller verspricht auf seiner Homepage bis zu 150 MB/s Lese- und 60 MB/s Schreibgeschwindigkeit. Schauen wir gleich mal 🙈

Für diesen Benchmark-Test kommt übrigens erneut der AJA System Test zum Einsatz. Für ein besseres Gesamtbild wurden diese Tests mehrfach und an verschiedenen Dateisystemen durchgeführt.

AJA System Test Lite
AJA System Test Lite
Entwickler: AJA Video Systems
Preis: Kostenlos

Im Einzelnen lässt sich Folgendes festhalten:

FAT32 (Auslieferungszustand)

Ähnlich wie Adam Elements lieferte auch Lexar den USB-Stick mit dem Dateisystem FAT32 aus, das zwar plattformübergreifend wunderbar kompatibel aber mit einer maximalen Dateigröße von 4 GByte schon lange nicht mehr alltagstauglich ist.

Daten schreiben: 73 MB/s
Daten lesen: 130 MB/s

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HFS+

Apples Dateisystem ist dahingegen alles andere als plattformübergreifend kompatibel; liefert aber ganz gute Ergebnisse beim Schreiben von Daten.

Daten schreiben: 98 MB/s
Daten lesen: 130 MB/s

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NTFS

Auch das Dateisystem der Windows-NT-Reihe ist nur bedingt zu anderen Betriebssystemen kompatibel; zeichnet sich aber durch eine größere Datensicherheit sowie einer maximalen Dateigröße von ca. 16 TByte aus.

So setze ich unter macOS die kommerziellen NTFS-Treiber von Tuxera ein, die auch als langsamere Open Source Variante unter dem Namen NTFS-3G verfügbar sind.

Für die kommerziellen Treiber ergeben sich, mit dem schon vom Roma bekannten Einbruch bei Lesen von Daten, folgende Werte:

Daten schreiben: 74 MB/s
Daten lesen: 85 MB/s

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exFAT

exFAT wurde von Microsoft speziell für Flash-Speicher entwickelt und ist nach wie vor mein favorisiertes Dateisystem bei USB-Sticks.

Zum einen werden Dateigrößen bis zu 512 TByte unterstützt. Zum anderen ist die Kompatibilität zu allen gängigen Betriebssystemen gegeben.

Daten schreiben: 73 MB/s
Daten lesen: 130 MB/s

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Darüber hinaus ist natürlich wieder der Speicherplatz interessant, der nach der Formatierung des 128 GB fassenden USB-Sticks zur Verfügung steht.

Legt man das von macOS zur Berechnung der Speicherkapazität verwendete Dezimalsystem (10-er Logarithmus) zugrunde, bleiben unter dem Strich sehr gute 128,03 GByte übrig. Hier kann man echt nicht meckern 👍

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Im Alltag

Da ich mich auf diese Benchmark-Tests nicht zu 100% verlassen wollte, habe ich den Stick nun schon mehrere Wochen im Alltag im Einsatz und immer mal wieder große Datenmengen hin und her kopiert.

Im Großen und Ganzen bestätigten sich hier die Werte, die ich mit dem AJA System Test beim Dateisystem exFAT ermittelt hatte.

Daten schreiben: ca. 70 MB/s
Daten lesen: ca. 130 MB/s

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Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für die 128 GB Variante des Lexar JumpDrive C20c Dual-Interface Typ-C-USB-Sticks beginnen bei knapp 60 Euro. Für die Version mit 32 bzw. 64 GB werden knapp 25 bzw. 40 Euro fällig.

Dazu gibt es eine dreijährige Garantie, was für einen USB-Stick vergleichsweise wenig ist. Andere Hersteller geben hier 10 Jahre oder sogar eine lebenslange Garantie 😐

-> http://de.lexar.com
-> https://www.idealo.de/preisvergleich

tl;dr

Rein optisch ist das Lexar JumpDrive C20c wahrlich kein Schmuckstück. Der Stick ist vergleichsweise lang und wirkt durch die beiden separaten Stecker eher klobig. Dazu stellt sich mir die Frage wie sich das flexible Kabel beim Knicken (z.B. beim Transport im Rucksack o.ä.) auf die Lebensdauer des USB-Sticks auswirkt.

Dafür überzeugen, das richtige Dateisystem vorausgesetzt, die inneren Werten. Auch wenn die in der Werbung offerierten 150 MB/s zu keinem Zeitpunkt meiner Tests erreicht wurden, ist der Wert von 130 MB/s noch recht gut und liegt nur knapp unter dem Wert des Roma. Die erreichte Schreibgeschwindigkeit von 70 bzw. bei HFS+ sogar knapp 100 MB/s ist dahingegen außerordentlich gut und in der Preisklasse der 60 Euro USB-Sticks wohl einmalig.

Des Weiteren lässt sich festhalten, dass auch der C20c beim Verwenden relativ heiß wird aber danach auch recht schnell wieder abkühlt. Die Hitze entsteht übrigens nur am USB-A Stecker, was vermuten lässt, dass dort die ganz Technik verbaut ist.

aptgetupdateDE Wertung: (8,5/10)

Permalink

Im Test: Adam Elements Roma USB Type-C & USB 3.1 Dual-Interface USB-Stick (64 GB)

Dass Apple seit fast zwei Jahren mit seinen neuen Macs andere Wege geht und diese ausschließlich mit USB-C Anschlüssen ausrüstet, dürfte keine neue Erkenntnis sein.

Stammleser dieses Blogs werden zudem wissen, dass ich seit einigen Monaten selbst mit einem MacBook Pro unterwegs bin und diesem Problem, das eigentlich gar keines ist, täglich entgegensehe (bei Interesse kann ich dazu mal ein paar Zeilen schreiben).

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Beim Thema USB-Sticks habe ich beispielsweise bisher, um die notwendige Kompatibilität zu USB-A nicht zu verlieren, den USB-C-auf-USB-Adapter von Apple genutzt. Der funktioniert super aber das Umstecken nervt auf Dauer schon etwas.

Das haben auch etliche Hardware-Hersteller erkannt und bieten mittlerweile an Reihe an Dual-Interface USB-Sticks, die neben dem alten USB-A auch den neuen USB-C-Anschluss unterstützen, an.

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Nun werben viele Hersteller mit besonders schnellen USB-Sticks. Die Wahrheit sieht, abhängig von den verbauten Chips und dem verwendeten Anschluss, meistens etwas anders aus. Mein Weg führte daher über einen Selbsttest 🙈

So bin ich rüber zu Amazon und habe erst mal nach geeigneten Sticks gesucht. Da ich mit meinem bisher verwendeten Transcend JetFlash 710S gute Erfahrungen gemacht hatte, sollte der Stick wieder möglichst klein und mit einem Aluminiumgehäuse hergestellt sein.

Außerdem, und das sollte man nicht unterschätzen, muss der Stick von beiden Anschlüssen ohne große Anstrengung aus den USB-Ports zu entfernen sein. Der Hebel muss demnach stimmen (was auf Bildern schwer abzuschätzen ist) bzw. es muss irgendwas am Stick angebracht sein, so dass er sich leicht aus den Ports herausziehen lässt.

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Drei Tage später (ungelogen) hatte ich mich jedenfalls für den Adam Elements Roma entschieden, zu dem man im Netz, abgesehen von 1:1 abgeschriebenen Pressemeldungen und Informationen beim Hersteller, leider nur sehr wenig findet.

Meine Entscheidung für den Roma habe ich übrigens hauptsächlich am Design festgemacht. Die inneren Werte werde ich gleich im Benchmark-Test bewerten.

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Zunächst aber zum Stick selber:

Diesen gibt es in den Varianten mit 64 und 128 GB Speicherplatz. Das Gehäuse besteht aus einer Aluminium-Zinklegierung. Die beiden USB-Anschlüsse wechselt man über einen Drehmechanismus. Die dafür verantwortliche Zange ist für eine bessere Griffigkeit etwas geriffelt und wird in den MacBook (Pro) Farben Space Grau, Gold und Roségold angeboten.

Dazu ist der Roma mit einem abnehmbaren, knapp 8 cm langen Echtlederband ausgestattet, auf dem das Logo des Herstellers eingraviert ist.

Maße mit Lederband: 11,2 x 6,3 x 1,2 cm
Gewicht mit Lederband: 9 g

Maße ohne Lederband: 3,4 x 6,3 x 1,2 cm
Gewicht ohne Lederband: 5 g

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Benchmark-Test

Da der USB-Stick auf der einen Seite den Typ-C und auf der anderen den Typ-A in der USB-Revision 3.1 Gen 1 unterstützt, sollten recht ordentliche Datentransferraten zu erwarten sein. Der Hersteller verspricht auf seiner Homepage 130 MB/s; leider steht nirgendwo ob lesend oder schreibend bzw. an welchem Anschluss das der Fall ist…

Nun, meine Tests ergaben, dass die Datentransferraten an beiden Anschlüssen nahezu identisch sind. Es macht also keinen Unterschied, ob man die Daten mit USB-C oder USB-A überträgt. Es gibt jedoch Abweichungen beim verwendeten Dateisystem.

Für diesen Benchmark-Test kommt übrigens AJA System Test zum Einsatz, welchen ich wesentlich übersichtlicher als den Disk Speed Test von Blackmagic finde.

AJA System Test Lite
AJA System Test Lite
Entwickler: AJA Video Systems
Preis: Kostenlos

Im Einzelnen lässt sich Folgendes festhalten:

FAT32 (Auslieferungszustand)

Warum USB-Sticks heutzutage immer noch mit veralteten Dateisystemen wie FAT32 ausgeliefert werden, verschließt sich mir völlig. Der Vorteil liegt natürlich in der plattformübergreifenden Kompatibilität; der Nachteil u.a. bei der begrenzten maximalen Dateigröße von 4 GByte.

Daten schreiben: 36 MB/s
Daten lesen: 182 MB/s

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HFS+

Ist man ausschließlich im Apple-Universum unterwegs, eignet sich HFS Plus. Dieses Dateisystem gibt es in verschiedenen Varianten; für diesen Benchmark habe ich Mac OS Extended (Journaled) verwendet. Die Werte sind mit denen von FAT32 vergleichbar.

Daten schreiben: 37 MB/s
Daten lesen: 187 MB/s

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NTFS

Das Dateisystem der Windows-NT-Reihe zeichnet sich gegenüber FAT durch größere Datensicherheit sowie einer maximalen Dateigröße von ca. 16 TByte aus. Ähnlich wie bei HFS+ gibt es leider Probleme mit der Kompatibilität zu anderen Betriebssystemen.

Unter macOS verwende ich beispielsweise die kommerziellen NTFS-Treiber von Tuxera; die langsamere Open Source Variante NTFS-3G ist aber ebenfalls empfehlenswert.

Für die kommerziellen Treiber ergeben sich auf jeden Fall, mit einer überraschenden Abweichung bei Lesen von Daten, folgende Werte:

Daten schreiben: 35 MB/s
Daten lesen: 111 MB/s

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exFAT

exFAT, ein Derivat des FAT-Dateisystems, wurde von Microsoft speziell für Flash-Speicher entwickelt und ist mein favorisiertes Dateisystem für USB-Sticks.

Zum einen werden Dateigrößen bis zu 512 TByte unterstützt. Zum anderen ist die Kompatibilität zu allen gängigen Betriebssystemen gegeben.

Daten schreiben: 36 MB/s
Daten lesen: 149 MB/s

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Auch hier gibt wieder eine Abweichung beim Lesen der Daten. Diese ist zwar nicht ganz so stark wie bei NTFS, beträgt aber dennoch knapp 35 MB/s gegenüber FAT32 und HFS Plus.

Darüber hinaus ist es natürlich interessant wie viel Speicherplatz von den versprochenen 64 GByte nach der Formatierung schlussendlich zu Verfügung stehen. Legt man das von macOS zur Berechnung der Speicherkapazität verwendete Dezimalsystem (10-er Logarithmus) zugrunde, bleiben unter dem Strich magere 61,95 GByte übrig. Das geht definitiv besser 😐

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Im Alltag

Dank des Abgasskandals weiß man nun aber, dass man sich auf Benchmark-Tests nicht zu 100% verlassen kann 😂

Daher habe ich den Stick jetzt schon über mehrere Wochen im Alltag im Einsatz. Kurzum: beim Kopieren großer Datenmengen bestätigten sich für exFAT die mit dem AJA System Test ermittelten Werte.

Daten schreiben: ca. 40 MB/s
Daten lesen: ca. 145 MB/s

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Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für die 64 GB Variante des Adam Elements Roma Dual-Interface Typ-C-USB-Sticks beginnen bei knapp 50 Euro.

Für die Version mit 128 GB werden knapp 100 Euro fällig.

-> http://www.adamelements.com
-> https://www.idealo.de/preisvergleich

tl;dr

Rein optisch ist der Roma wirklich ein Schmuckstück und wurde nicht umsonst für mehrere Designpreise nominiert.

Bei den inneren Werten überzeugen, das richtige Dateisystem vorausgesetzt, leider nur die lesenden Werte von 145 bis knapp 190 MB/s. Das ist für USB 3.1 Gen 1 zwar nicht überragend (theoretisch sind hier bis zu 625 MB/s möglich) aber für derartige Dual-Interface USB-Sticks dennoch ein sehr guter Wert. Schreibend ist dahingegen mit ca. 40 MB/s noch sehr viel Luft nach oben.

Mit diesen mehrfach gemessenen Werten als Grundlage frage ich mich allerdings, wie der Hersteller auf die beworbenen 130 MB/s kommt… 🙄

Des Weiteren lässt sich festhalten, dass der Stick beim Verwenden relativ heiß wird aber danach auch recht schnell wieder abkühlt. Die Zeit wird zeigen, wie sich das auf die Lebensdauer auswirkt.

aptgetupdateDE Wertung: (8/10)