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Howto: macOS 10.12 Sierra aus dem Mac App Store herunterladen

Durch meinen VirtualBox Artikel zu macOS 10.13 High Sierra bin ich durch einen Kommentar von SoBa auf ein kleines Problem aufmerksam geworden:

Wo bekomme ich die letzte verfügbare Version von macOS 10.12 Sierra her?!

macos-sierra-fs8

Bis OS X 10.11 El Capitan war es so, dass man das Installationsimage vergleichsweise einfach über die Käufe aus dem Mac App Store herunterladen konnte. Voraussetzung war dann allerdings ein vorheriger Kauf der gewünschten Version. Diese Problematik hatte ich hier auch schon mal etwas ausführlicher beschrieben.

Die aktuelleren macOS Versionen Sierra bzw. High Sierra sucht man in dieser Käufe-Liste vergeblich. Bei einer Suche von macOS Sierra im Mac App Store, wird aufgrund der Namensgleichheit nur macOS High Sierra für den Download angeboten. Man dreht sich also irgendwie im Kreis…

Bildschirmfoto 2018-03-12 um 16.09.02-minishadow_1300px-fs8

Etwas Recherche brachte dann ans Licht, dass Apple seit Sierra etwas an der Verteilung von macOS verändert hatte.

macOS 10.12 Sierra ist nämlich nur scheinbar aus dem Mac App Store verschwunden. In einem Knowledge Base Artikel liefert Apple selbst Hinweise zum Verbleib dieser Version… inkl. eines Direktlinks in den Mac App Store.

  1. Verwenden Sie diesen Link, um die Seite von macOS Sierra im App Store zu öffnen: macOS Sierra erhalten.
  2. Klicken Sie auf der macOS Sierra-Webseite auf die Taste „Laden“. Eine Datei mit dem Namen „macOS Sierra installieren“ wird in den Ordner „Programme“ geladen.
  3. Nachdem der Download vollständig abgeschlossen wurde, öffnet sich das Installationsprogramm automatisch. Klicken Sie auf „Fortfahren“, und befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm.

Bildschirmfoto 2018-03-12 um 16.20.21-minishadow_1300px-fs8

Ich habe das Ganze jetzt noch nicht abschließend testen können aber es scheint so, als dass die vorherige Voraussetzung, dass man Version X oder Y von macOS zum erneuten Herunterladen irgendwann mal gekauft haben muss, seit der Veröffentlichung von Sierra entfällt. Jeder Besitzer eines Macs sollte nun über den Direktlink in den Mac App Store in der Lage sein macOS 10.12 Sierra nachträglich herunterzuladen.

Auf der einen Seite hat das natürlich seinen Charme. Auf der anderen Seite finde ich diesen neuen Umweg, den man erst mal wissen muss, dann doch etwas irreführend.

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macOS 10.13 High Sierra in VirtualBox unter Windows oder macOS installieren

Ende letzter Woche hatte ich das Erstellen einer ISO-Datei für macOS 10.13 High Sierra detaillierter erklärt.

Heute soll, wie schon letztes Jahr für macOS 10.12 Sierra, der Weg zur virtuellen Maschine folgen.

Für dieses Tutorial habe ich VirtualBox in der Version 5.2.8 r121009 verwendet. Als Host-Systeme kamen Windows 10 Pro (Version 1709) sowie macOS 10.13.3 High Sierra (Build 17D102) zum Einsatz.

Schritt 1:

Zunächst muss man eine neue VM erstellen.

Dabei ist darauf zu achten, dass als Guest-OS macOS 10.13 High Sierra (64-bit) ausgewählt wird. Dazu spendiert man dem System zwei CPUs (eventuell mit CPU-Begrenzung), 4 GB RAM und 128 MB Grafikspeicher.

Außerdem muss man das Diskettenlaufwerk und Audio deaktivieren sowie die Größe der zu erstellenden Festplatte auf mindestens 25 GB (dynamisch alloziert) festlegen. Wichtig: die SSD-Option muss bei der Festplatte ausgeschaltet bleiben.

Abschließend hängt man noch die anfangs erwähnte ISO-Datei von High Sierra ins System ein.

Schritt 2 (Windows only):

Dieser Schritt ist nur unter Windows auszuführen.

Ähnlich wie bei macOS Sierra dürfen keine VMs laufen und man muss VirtualBox komplett beenden. Anschließend startet man als Administrator die Eingabeaufforderung und wechselt in das Installationsverzeichnis von VirtualBox  – i.d.R. C:\Program Files\Oracle\VirtualBox

Über das Kommandozeilen-Tool VBoxManage listet man sich nun die bekannten VMs auf, registriert ggf. dort nicht angezeigte VMs…

VBoxManage list vms

VBoxManage registervm "c:\Users\USERNAME\VirtualBox VMs\NAME DER VM\NAME DER VM.vbox"

…und simuliert schlussendlich durch eine Reihe von Befehlen die nicht vorhandene Mac Hardware des Host-Systems 😅

VBoxManage modifyvm "NAME DER VM" --cpuidset 00000001 000106e5 00100800 0098e3fd bfebfbff

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiSystemProduct" "iMac11,3"

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiSystemVersion" "1.0"

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiBoardProduct" "Iloveapple"

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/smc/0/Config/DeviceKey" "ourhardworkbythesewordsguardedpleasedontsteal(c)AppleComputerInc"

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/smc/0/Config/GetKeyFromRealSMC" 1

Schritt 3:

Startete man jetzt wie VM, wird es erst einmal recht kryptisch.

Nach ein oder zwei Minuten sollte aber das Apple Logo mit Ladebalken erscheinen.

Ist dieser Ladebalken durchgelaufen, wählt man seine bevorzugte Sprache…

…und startet das Festplattendienstprogramm.

Über die Symbolleiste und dem Icon Darstellung wählt man daraufhin die Option Alle Geräte einblenden aus.

Nun markiert man das Laufwerk mit dem Namen VBOX HARDDISK Media und klickt in der Symbolleiste auf das Löschen-Icon.

Jetzt vergibt man einen Namen, belässt die restlichen Einstellungen dem Standard und klickt auf die Schaltfläche Löschen.

Sobald der Vorgang abgeschlossen bzw. die neue Festplatte partitioniert ist, klickt man auf die Schaltfläche Fertig und beendet das Festplattendienstprogramm.

In der schon bekannten Anzeige wählt man jetzt macOS installieren aus.

Weiter geht es über die Schaltfläche Fortfahren und dem Akzeptieren der Lizenzbedingungen für macOS.

Anschließend wählt man die gerade erstellte Festplatte/Partition aus und klickt auf die Schaltfläche Installieren.

Diese „Installation“ ist innerhalb weniger Augenblicke beendet. Danach startet die VM automatisch neu.

Schritt 4:

Jetzt folgt erst mal die Ernüchterung, denn VirtualBox zeigt die Fehlermeldung Boot Failed. Mac OS X an.

Nach einigen Sekunden bootet die VM erneut und wir befinden uns wieder am Anfang von Schritt 3. Dieses Verhalten ist damit zu erklären, dass VirtualBox das gerade erstellte Volume nicht automatisch erkennt. Ein manueller Hinweis ist notwendig 😉

Zunächst bricht man den laufenden Bootprozess ab und startet die VM neu. Direkt danach drückt man in schneller Abfolge FN+F12 bzw. nur F12, um in den VirtualBox Boot Manager zu gelangen. Hier ist etwas Timing erforderlich. Sollte dieser Vorgang nicht auf Anhieb klappen, wiederholt man das Prozedere einfach.

Hat man es geschafft, wählt man den Boot Maintenance Manager aus und drückt Enter.

Boot From File auswählen + Enter

Jetzt folgt die Angabe des Volumes, von dem gebootet werden soll. Von den drei Optionen wählt man die letzte mit HD(2,GPT)

<macOS Install Data> auswählen + Enter

<Locked Files> auswählen + Enter

<Boot Files> auswählen + Enter

boot.efi auswählen + Enter

Anschließend startet die VM mit dem gerade manuell beigebrachten Wissen neu.

Damit beginnt gleichzeitig auch Teil 2 der Installation, die ca. 20 bis 30 Minuten in Anspruch nimmt.

Ist das geschafft, startet die VM erneut automatisch neu und man findet sich im macOS Ersteinrichtungsassistenten wieder.

Hier klickt man sich ganz normal durch und legt Dinge wie die Apple ID, einen ersten Admin-User, die Zeitzone u.ä. fest.

…Boom 💥 🖥

Ggf. muss man über die macOS System Preferences > Language & Region „Deutsch“ als primär bevorzugte Sprache nachinstallieren. So war es zumindest bei mir.

Um Irritationen zu vermeiden, sollte man außerdem darauf achten, dass für zukünftige Bootvorgänge die ISO-Datei von High Sierra in den VirtualBox Einstellungen permanent ausgehängt ist.

Schritt 5:

Die VM hat per default eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln, die innerhalb der VM auch nicht anpasst werden kann. Das liegt nach wie vor daran, dass VirtualBox für macOS Gastsysteme keine Guest-Additions anbietet.

Um dennoch eine gewisse Flexibilität bei der Auflösung zu haben, muss man die VM herunterfahren und VirtualBox komplett beenden. Unter einen Windows-Host startet man daraufhin als Administrator die Eingabeaufforderung; unter macOS das Terminal.

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" VBoxInternal2/EfiHorizontalResolution X

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" VBoxInternal2/EfiVerticalResolution Y

Das X bzw. Y steht jeweils für die Anzahl der horizontalen bzw. vertikalen Pixel und muss dementsprechend jeweils durch Zahlen ersetzt werden.

Diese Methode unterscheidet sich also auch etwas zum Tutorial von macOS Sierra, da es auf diesem Gebiet seit VirtualBox 5.2 Anpassungen gab.

P.S. Jetzt wäre übrigens ein guter Zeitpunkt für einen ersten VM-Snapshot, um im Fall der Fälle zu einer frischen Installation von High Sierra zurückkehren zu können 😎

(via)(via)

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macOS Tipp: Optionen für die macOS-Wiederherstellung

Die macOS-Wiederherstellung installiert abhängig von der beim Booten gedrückt gehaltenen Tastenkombination unterschiedliche Versionen von macOS.

Neben den bereits bekannten Shortcuts Command-R und Option-Command-R, die jeweils macOS-Versionen ohne (Standard-Recovery) bzw. mit zur Hardware kompatiblen Updates (Internet-Recovery) installiert, gibt es seit macOS Sierra 10.12.4 eine kleine Neuerung:

Über den Shortcut Shift-Option-Command-R kann man die macOS-Version installieren, mit der der Mac ausgeliefert wurde. Sollte diese Version nicht mehr zur Verfügung stehen, wird ersatzweise die älteste noch verfügbare Version installiert. Eine Internetverbindung ist für dieses Vorhaben natürlich Voraussetzung.

snipaste20170426_151359

Die Tastenkombinationen müssen übrigens direkt nach dem Drücken des Ein-/Ausschalters bis zum Erscheinen des Apple-Logos gedrückt gehalten werden.

Wie man seinen alten Mac zum Verkauf bei eBay & Co. vorbereitet, hatte ich zudem im Dezember des letzten Jahres ausführlicher beschrieben.

(via)

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Install Brew and set up for macOS standard user

Möchte man unter macOS Sierra den Paketmanager Homebrew nutzen, muss man zunächst Administrator sein und anschließend eine Handvoll Befehle zum Installieren und Setzen der Rechte ins Terminal eingeben.

Als normaler Standard Nutzer, der in der Regel keine Admin-Rechte besitzt, steht man also vor einem Problem. Nicht nur, dass man aufgrund fehlender Rechte Homebrew gar nicht installieren kann; man kann die benötigten Rechte an /usr/local auch nicht setzen, da das sudo-Kommando mit dem Standard Nutzer nicht ausgeführt werden kann.

Eine Lösung dieser Problematik liegt im temporären Umwandeln des Standard Nutzers in einen Administrator. Das kann man über die macOS Systemeinstellungen > Benutzer & Gruppen realisieren, indem man bei Der Benutzer darf diesen Computer verwalten einen Haken setzt.

Nach einem Reboot ist man Administrator und kann das heute verlinkte Shell Skript im Terminal ausführen, das Brew installiert und die benötigten Rechte setzt.

sh install-brew.sh

Ist das Skript durchgelaufen, wandelt man den Administrator wieder in einen Standard Nutzer um und kann Brew stressfrei und ohne Admin-Rechte nutzen.

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E-Mail Verschlüsselung: GPG Suite 2017.1b3 für macOS 10.12 Sierra (Beta 3)

Anfang des Jahres hatte ich zur Verschlüsselung von E-Mails auf die erste Beta der GPG Suite für macOS Sierra hingewiesen.

Seit ein paar Tagen kann die dritte Beta getestet werden, die einen ganzen Batzen an Bugs erschlagen hat. So ist es mittlerweile auch mit Sierra wieder möglich seine E-Mails weitestgehend (siehe Release Notes > Known Issues) zuverlässig zu ver- und entschlüsseln.

Bildschirmfoto 2017-03-27 um 09.22.08_1300px

Dennoch gilt: Die Nutzung dieser Beta erfolgt auf eigene Gefahr. Bekannte und bei bisherigen Nutzern auftretende Probleme sind im GPGTools Beta-Forum dokumentiert.

Wer mit dem Thema E-Mail-Verschlüsselung und -Signierung noch gar nicht in Berührung gekommen ist, findet hier eine hervorragende Anleitung 😎

-> https://gpgtools.org

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macOS Gatekeeper: Apps mit macOS Sierra ohne Einschränkungen starten

Gatekeeper, eine Art Türsteher in macOS, baut auf den in macOS vorhandenen Malware-Prüfungen auf und soll den Mac vor Schadsoftware schützen.

In den macOS Systemeinstellungen findet man dazu unter Sicherheit > Allgemein zwei Optionen, die das problemlose Ausführen von Apps ermöglicht:

  • App Store
  • App Store und verifizierte Entwickler

Bildschirmfoto 2017-03-07 um 15.22.34-minishadow_1300px

Möchte man jetzt eine App starten, die weder im Mac App Store, noch von einem verifizierten Entwickler angeboten wird, muss man seit macOS Sierra einen Klimmzug machen. Denn die bis OS X El Capitan angebotene dritte Option Keine Einschränkungen ist in der Default-Einstellung von Sierra versteckt und muss (bei Bedarf) erst über ein Terminal sichtbar geschaltet werden.

Aber der Reihe nach… Man hat natürlich auch mit diesen Default-Einstellungen die Möglichkeit Apps von nicht verifizierten Entwicklern zu starten.

Lösung 1

Der wohl einfachste Weg führt über den Finder.

Um Gatekeeper temporär zu deaktivieren, muss man die entsprechende App mit gedrückt gehaltener Control-Taste + Linksklick markieren und im daraufhin aufpoppenden Kontextmenü Öffnen wählen.

Bildschirmfoto 2017-03-07 um 14.52.08-minishadow

Im nun folgenden Dialogfeld klickt man erneut auf Öffnen und bestätigt anschließend mit Eingabe des Administratornamens und des zugehörigen Passwortes die Veränderung der Sicherheitseinstellungen.

Bildschirmfoto 2016-12-01 um 23.37.31-minishadow_1300px

Lösung 2

Möchte man die App auf normalem Wege, beispielsweise über einen Schnellstarter, öffnen, wird zunächst eine Warnung angezeigt, die man mit Ok bestätigen muss.

Anschließend öffnet man die macOS Sicherheitseinstellungen, in denen die blockierende App jetzt unter den anfangs angesprochenen beiden Optionen angezeigt wird.

Bildschirmfoto 2016-12-01 um 23.37.29-minishadow_1300px

Mit Klick auf die Dennoch öffnen-Schaltfläche verifiziert man, analog zu Lösung 1, mit Eingabe des Admins inkl. Passwortes erneut die Veränderung der Sicherheitseinstellungen.

Lösung 3

Die ersten beiden Lösungen funktionieren wunderbar. Dennoch kann diese Klickerei bis zum Starten von nicht verifizierten Apps auf Dauer recht nervig sein – jaja, die liebe Sicherheit… 🙈✌️

Daher kann man, wie anfangs schon erwähnt, mit einem einfachen Terminal-Kommando die seit Sierra versteckte Option Keine Einschränkungen in den macOS Sicherheitseinstellungen sichtbar schalten.

sudo spctl --master-disable

Nach Eingabe des Admin-Passwortes kann man den Gatekeeper nun auch dauerhaft deaktivieren.

Bildschirmfoto 2017-03-07 um 16.08.18-minishadow_1300px

Möchte man den Urzustand wiederherstellen, führt ein ähnliches Terminal-Kommando zum Ziel. Auch hier ist wieder das Admin-Passwort erforderlich.

sudo spctl --master-enable
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macOS 10.12 Sierra in VirtualBox unter Windows oder macOS installieren

Nachdem Anfang dieser Woche Fragen zum Sinn und Zweck einer ISO-Datei von macOS Sierra aufkamen, möchte ich nachfolgend einen kleinen Anwendungsfall schildern.

Es soll um das Erstellen einer virtuellen Maschine unter Windows und macOS mit VirtualBox gehen. Die einzelnen Schritte sind weitestgehend unabhängig vom Host-OS. Sollte es dennoch Unterschiede gebe, werde ich darauf natürlich eingehen.

Schritt 1:

Zunächst lädt man sich VirtualBox herunter, installiert es und erstellt eine neue VM.

Da macOS Sierra bei den allgemeinen Angaben leider nicht direkt als Guest-OS gewählt werden kann, muss man hier auf Mac OS X (64-bit) ausweichen. Dazu spendet man dem System mindestens 4 GB RAM und erzeugt eine dynamisch allozierte (mitwachsende) Festplatte von mindesten 25 GB Speicherplatz. Der Dateityp der Festplatte ist egal; man muss sich nur entscheiden.

Bildschirmfoto 2017-01-31 um 20.19.39-minishadow

Dazu sollte man den Grafikspeicher auf 128 MB setzen und das Diskettenlaufwerk deaktivieren. Wer genug Power im Host-System zur Verfügung hat, kann der VM darüber hinaus mehrere CPUs zuordnen.

Als letzten Schritt der Vorbereitung muss man jetzt die (Anfang der Woche) erstellte ISO-Datei von macOS Sierra in die VM einhängen; andernfalls wird es mit der Installation schwierig.

Schritt 2 (nur für Windows gültig):

Die nachfolgenden Kommandos sind nur unter Windows auszuführen und dienen dazu das Guest-OS davon zu überzeugen, dass es trotz Windows-Host-System tatsächlich auf einem Mac läuft. Gibt man diese Kommandos nicht ein, bootet die VM fortwährend neu und findet kein Ende…

Zunächst beendet man VirtualBox (Alt+F4), startet nun als Administrator die Eingabeaufforderung und wechselt in das Installationsverzeichnis von VirtualBox; i.d.R. C:\Program Files\Oracle\VirtualBox\

Danach sollte man prüfen welche VMs dem Kommandozeilen-Tool VBoxManage.exe bekannt sind. Es kann nämlich vorkommen, dass VMs, trotzdem sie in der GUI des VirtualBox Managers korrekt angezeigt werden, dort nicht gelistet sind:

VBoxManage list vms

Wird die gesuchte VM jetzt angezeigt, ist alles gut. Falls nicht, muss man sie erst per Kommandozeile registrieren.

VBoxManage registervm "c:\Users\USERNAME\VirtualBox VMs\NAME DER VM\NAME DER VM.vbox"

snipaste20170215_143837

Die jetzt anschließenden Befehle simulieren dem Guest-OS die angesprochene Mac-Hardware:

VBoxManage modifyvm "NAME DER VM" --cpuidset 00000001 000106e5 00100800 0098e3fd bfebfbff
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiSystemProduct" "iMac11,3"
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiSystemVersion" "1.0"
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiBoardProduct" "Iloveapple"
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/smc/0/Config/DeviceKey" "ourhardworkbythesewordsguardedpleasedontsteal(c)AppleComputerInc"
VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/smc/0/Config/GetKeyFromRealSMC" 1

Schritt 3:

Startet man jetzt die VM, wird es erst einmal recht kryptisch. Das sollte sich aber nach ein oder zwei Minuten geben und in ein Apple Logo mit Ladebalken umwandeln.

Bildschirmfoto 2017-01-31 um 20.27.22

Sobald der Ladebalken durchgelaufen ist, landet man in der normalen macOS Installationsroutine.

Hier wählt man die Standardsprache aus und startet im nächsten Bildschirm aus dem Menü > Dienstprogramme das Festplattendienstprogramm.

Bildschirmfoto 2017-01-31 um 20.30.08

Hier geht es jetzt darum die mit VirtualBox erstellte Festplatte für die Installation vorzubereiten.

Dazu wählt man links in der Sidebar die VBOX HARDDISK Media aus und klickt in der Symbolleiste auf den Löschen-Knopf. Anschließend vergibt man einen Namen (vorzugsweise Macintosh HD), belässt das Format sowie Schema dem Standard und klickt auf Löschen. Einige Sekunden später ist die benötigte Partition erstellt und man kann das Festplattendienstprogramm beenden.

Bildschirmfoto 2017-01-31 um 20.32.20

Daraufhin landet man wieder im Eingangsbildschirm, der nun die gerade erstellte Partition mitsamt der Installations-DVD (quasi der ISO-Datei) anzeigt.

Hier wählt man jetzt die Macintosh HD aus und klickt auf Fortfahren.

Bildschirmfoto 2017-01-31 um 20.38.23-minishadow

Nun startet die Installation, die schlussendlich in die Konfiguration mit Einrichtung der Apple ID, Aktivierung von Siri u.ä. übergeht.

Bildschirmfoto 2017-02-02 um 22.14.19

Das ganze Prozedere nimmt ca. 20 Minuten in Anspruch; sollte aber nach erfolgreichem Abschluss wie folgt aussehen.

Um Irritationen zu vermeiden, sollte man außerdem darauf achten, dass für zukünftige Bootvorgänge die ISO-Datei von Sierra permanent ausgehängt ist.

Bildschirmfoto 2017-02-15 um 17.14.16-minishadow

Schritt 4:

Die VM hat per default eine Auflösung von 1024×768 Pixeln. Man hat innerhalb der VM leider keine Möglichkeit diese Auflösung anzupassen, so dass der Weg erneut über die Konsole führt.

Wie schon in Schritt 2 darf keine VM laufen und man muss VirtualBox komplett beenden. Danach startet man unter Windows als Administrator die Eingabeaufforderung respektive das Terminal unter macOS und gibt folgendes Kommando ein:

Bildschirmfoto 2017-04-12 um 23.20.30-minishadow_1300px

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal2/EfiGopMode" N

Das N am Ende ist dabei für die Auflösung verantwortlich und muss durch eine der folgenden Zahlen ersetzt werden:

  • 0 ergibt eine Auflösung von 640×480 Pixeln
  • 1 ergibt eine Auflösung von 800×600 Pixeln
  • 2 ergibt eine Auflösung von 1024×768 Pixeln
  • 3 ergibt eine Auflösung von 1280×1024 Pixeln
  • 4 ergibt eine Auflösung von 1440×900 Pixeln
  • 5 ergibt eine Auflösung von 1920×1200 Pixeln

Schritt 5 (optional):

Um jetzt die neusten Beta-Versionen von macOS testen zu können, muss man sich innerhalb der VM bei Apple anmelden, ein kleines Zusatzprogramm installieren und den Mac App Store aufsuchen…

snipaste20170215_165255

(inspired by)