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Review: Nuki Smart Lock 2.0 · Elektronisches Türschloss für smarten Zutritt

Es gibt ja immer wieder Situationen im Leben, bei denen der Aha-Effekt erst etwas später einsetzt.

So war meine Frau zunächst gar nicht begeistert, dass von einem auf den anderen Tag so ein (aus ihrer Sicht) monströses Ding am Türschloss unserer Haustür hing. Gemeint war das Smart Lock von Nuki, das seit einigen Wochen bei uns seinen Dienst verrichtet.

Nun ergab es sich aber, dass meine Frau ihren Haustürschlüssel im Haus vergaß… mit entsprechenden Folgen. Dank des Smart Locks musste sie nun aber nicht quer durch die Stadt fahren, um meinen Schlüssel aus dem Büro abzuholen. Das Smartphone war der Schlüssel. Denn selbst ohne installierter Nuki-App ließ sich das Türschloss mittels HomeKit Integration mit einem Knopfdruck in Apples Home-App öffnen.

Das ist aber nicht der einzige Vorteil dieses intelligenten Türschlosses. Bevor ich auf weitere überaus praktische Anwendungsfälle komme, möchte ich zunächst ein paar Worte zum Lieferumfang und zur Installation verlieren.

Ich habe mich für das Combo-Paket, bestehend aus dem Nuki Smart Lock 2.0 und der Nuki Bridge, entschieden. Beide Geräte werden in separaten schwarzen Kartons geliefert.

Lieferumfang:

  • Nuki Smart Lock 2.0
  • Nuki Bridge
  • Türsensor-Magnet
  • Montageplatte – Schraubvariante
  • Montageplatte – Klebevariante
  • Inbusschlüssel
  • 4x AA-Batterien
  • Papierkram

Da die generelle Installation der Hardware an der Innenseite der Tür über den bestehenden Schließzylinder erfolgt, muss man hier zu Beginn seinen Blick etwas schärfen.

Neben dem normalen Europrofil Zylinder, werden auch der Oval- sowie Schweizer Rundzylinder out-of-the-box unterstützt. Dazu kann man beim Vorhandensein eines Drehknaufs an der Türinnenseite über den Nuki-Webstore einen kostenlosen Adapter bestellen.

Wer dennoch unsicher ist, ob sich das Smart Lock an seiner Tür montieren lässt, kann über die Webseite des Herstellers einen Kompatibilitäts-Check durchführen.

Aber zurück zur Installation:
Je nach Höhe des Schließzylinders wird zunächst eine der beiden mitgelieferten Montageplatten an den Zylinder geschraubt oder darüber verklebt. Die Tür oder der Beschlag bleiben bei dieser Aktion unberührt.

Anschließend steckt man einen Haustürschlüssel, die Schlüsselausrichtung kann dabei horizontal und vertikal sein, ins Schloss und verbindet über einen Klickmechanismus das Smart Lock mit der Montageplatte.

Wichtiger Hinweis:

  • Das Smart Lock ist stark genug für Mehrfachverriegelungen (Multi-Point-Locks) und unterstützt beliebig lange Speerwege.

 

Nachdem man dann noch die Nuki Bridge in eine Steckdose gesteckt hat, ist die Installation der Hardware abgeschlossen. Die weitere Konfiguration erfolgt nun in der für Android und iOS verfügbaren Nuki-App.

Hier kann man u.a. auch die Integration mit Apple HomeKit aktivieren, so dass eine Steuerung über die Home-App sowie Siri möglich ist.

Nuki-App und Bridge haben bieten außerdem den Vorteil, dass man das Schloss auch außerhalb von Apples Ökosystem aus der Ferne steuern und verwalten sowie mit anderen Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Google Assistant bedienen kann.

Da die Kommunikation zwischen Bridge und Smart Lock über Bluetooth realisiert ist, darf man die Bridge allerdings nicht allzu weit vom Schloss entfernt in eine Steckdose stecken.

Der Austausch der Bridge mit den Nuki Servern ist wiederum über das WLAN umgesetzt, so dass kein LAN-Kabel vom Router gezogen werden muss.

Wichtige Hinweise:

  • Eine Nuki Bridge kann mit mehreren Smart Locks gekoppelt werden.
  • Wer noch ein altes Android Smartphone herumliegen hat, kann auf die Bridge auch komplett verzichten und die kostenlose Software Bridge App nutzen.

Nun aber ein genauerer Blick in die Nuki-App:

Neben dem schrittweisen Einrichten des Smart Locks und der Kopplung zwischen Smart Lock und Bridge sind hier einige sehr interessante Features untergebracht.

Eines dieser Features sind Smart Actions.

Dahinter verstecken sich automatische Aktionen, die auf Grundlage des Standortes des Smartphones erkennen, ob das Schloss ent- oder verriegelt werden muss.

Die Geofence Größe sowie Aktionen nach Verlassen oder Betreten des Geofence lassen sich in den Experteneinstellungen festlegen.

Im Endeffekt muss man beim Verlassen des Hauses nicht mehr darauf achten das Schloss zuzuschließen oder kann sich bei der Ankunft mit zwei Kisten Bier Wasser in den Händen automatisch die Tür aufschließen und öffnen lassen.

Ich bin ganz ehrlich: Im Alltag musste ich mich an dieses Feature erst gewöhnen und auch der Frauen-Akzeptanz-Faktor ist anfangs nicht sonderlich hoch.

Nach spätestens einer Woche fragt man sich dann aber doch, wie man bisher ohne diese Smart Actions leben konnte 😉

Wichtiger Hinweis:

  • Ist Auto-Unlock zu langsam, sollte man an seinem Smartphone kurz die Power-Taste drücken, damit der Schlafmodus deaktiviert wird.

Ein weiteres sehr nützliches Feature sind Zugriffsberechtigungen.

Über einen 9-stelligen Code kann man Personen seines Vertrauens Zugriff auf das Smart Lock geben.

Das heißt also, dass man seinem Nachbarn zum Blumengießen oder der Putzfrau während seines Urlaubs keinen Haustürschlüssel mehr geben muss. Die Nuki-App auf dem Smartphone wird auch hier wieder zum Schlüssel.

Darüber hinaus kann man für einzelne Personen den Zugriff aus der Ferne sperren oder den Zugang zeitlich begrenzen.

In den administrativen Einstellungen der Nuki-App kann man dazu den Namen oder den Standort des Schlosses anpassen, einen neuen Türgriff wählen, die Haltedauer der Falle beim Öffnen der Tür oder den maximalen Speerweg nachjustieren.

Hier lassen sich aber auch Konfigurationen zum Auto Lock (automatisches Versperren der Tür), Lock’n’Go (sperrt die Tür auf und nach wenigen Sekunden wieder zu) und zum relativ neuen Nachtmodus (die Tür wird nachts automatisch verschlossen) festlegen.

Da das Smart Lock seine Energie über vier AA-Batterien bezieht, sind hier auch Energie- sowie Optimierungseinstellungen zu finden.

Spannend ist noch der optional zu verwendende Türsensor.

Hat man den mitgelieferten Magneten, denn nichts anderes ist dieser Türsensor, in der unmittelbaren Nähe des Schlosses montiert und über die Nuki-App eingerichtet, wird mit „Tür offen“ ein dritter Status des Schlosses freigeschaltet.

Apropos Status:
Alle Aktionen können in einem Protokoll dokumentiert werden. So kann man minutengenau nachvollziehen wer wann mit welchem Gerät das Schloss bedient hat oder wie lange die Haustür offenstand.

Auch hier ist der Frauen-Akzeptanz-Faktor aus verständlichen Gründen nicht ganz so hoch. Wenn es allerdings um die Abrechnung mit der Putzfrau geht, ist dieses Feature durchaus sinnvoll.

Neben den Angaben im Protokoll kann man sich Benachrichtigungen zu Veränderungen am Status des Smart Locks auf das Smartphone oder die Smartwatch pushen aber auch per E-Mail zusenden lassen.

Während das Pushen von Benachrichtigungen beispielsweise am iPhone oder der Apple Watch auf herkömmlichen Wege funktioniert, muss man für den Empfang von E-Mails einen kostenlosen Nuki Web Account, mit dem man dann beispielsweise das Sperren oder Öffnen seiner Haustür auch über den Webbrowser realisieren kann, erstellen.

Auch sonst bietet des Smart Locks allerhand Annehmlichkeiten.

Über Widgets kann man beispielsweise fernab von Sprachassistenten bestimmte Aktionen auslösen. Gleiches gilt für Siri Shortcuts.

Direkt in der Nuki-App kann man über intelligente Swipe Gesten die Tür öffnen oder abschließen.

Auch Firmware Updates, die relativ regelmäßig erscheinen und für die ein direkter Zugang zum Schloss notwendig ist, lassen sich über die App installieren u.s.w…

Sofern ein Doppelzylinder mit „Not- und Gefahrenfunktion“ verbaut ist, kann man das Schloss von Außen weiterhin mit dem normalen Schlüssel öffnen. Von Innen geht das natürlich nicht mehr. Um die verschlossene Tür dennoch zu öffnen, kann man den Knopf innerhalb des LED-Rings einmal kurz drücken oder am Knauf außerhalb des LED-Rings drehen.

Aporpos LED-Ring: An der Signalisierung, die man in den Einstellungen der Nuki-App auch deaktivieren kann, kann man den Status des Schlosses (zugesperrt, aufgesperrt, Wartungsmodus, Batterien bald leer…) ablesen.

Bevor ich gleich ein paar technische Details zusammenfasse, möchte ich noch einige Worte zum Thema Sicherheit verlieren. Hier geht es schließlich um die eigene Haustür und da MUSS ein Maximum an Schutz gewährleistet sein.

Um es vorweg zu nehmen: Nuki liefert auch hier hervoragende Arbeit ab.

Im Detail:
Auf dem normalen Bluetooth-Protokoll, das Nuki zur Kommunikation zwischen Schloss und App nutzt, ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit Challenge-Response aufgesetzt. Das heißt im Endeffekt, dass die Daten vor der Übertragung vom Sender (z.B. der App) verschlüsselt, dann per Bluetooth übertragen und erst beim Empfänger (z.B. dem Schloss) wieder entschlüsselt werden.

Das Challenge-Response Verfahren sorgt nun dafür, dass der anderen Seite vor der Ausführung von Befehlen eine 32-Byte Zufallszahl über den verschlüsselten Kanal übermittelt (Challenge), die die andere Seite auch in der Antwort (Response) angeben muss. Macht sie das nicht oder wird eine falsche Zufallszahl übermittelt, wird der Befehl abgelehnt. Hier geht es im Grunde genommen um das Verhindern von Replay-Angriffen (ein Angreifer nutzt aufgezeichnete Entsperrvorgänge).

Für die Kommunikation von unterwegs hält die Bridge eine dauerhafte Verbindung zu den Nuki Servern offen.

Um die Angriffspunkte auf ein Minimum zu reduzieren, werden auch hier sämtliche Daten (mittels SSL) verschlüsselt.

Wer mehr über das Verschlüsselungskonzept bei Nuki wissen möchte, findet hier passende Informationen.

Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für das Nuki Smart Lock 2.0 beginnen derzeit bei 199,99 Euro. Die dazugehörige Bridge kostet knapp 99,00 Euro.

Entscheidet man sich für das Nuki Combo 2.0 Set, das aus Smart Lock 2.0 und Bridge besteht, werden knapp 285,00 Euro fällig.

-> https://nuki.io
-> https://www.idealo.de/combo–2–0-smart-lock-bridge-nuki

Die kostenlose Nuki-App setzt iOS 11.4, watchOS 4.0, Android 5.0 oder neuer zur Installation voraus.

‎Nuki Smart Lock
‎Nuki Smart Lock
Preis: Kostenlos
Nuki Smart Lock
Nuki Smart Lock
Preis: Kostenlos

Bei der kostenlosen Software Bridge ist man schon mit Android 4.3 oder neuer dabei.

Nuki Software Bridge
Nuki Software Bridge
Preis: Kostenlos

tl;dr

Ich muss wirklich sagen, dass ich anfangs sehr skeptisch war und dieses Smart Lock eher als erneutes Experiment betrachtet hatte.

Wenn man aber erst mal Vertrauen in die Hard- und Software gesetzt hat, muss man sich keine Sorgen mehr um unverschlossene Türen oder daheim vergessene Schlüssel machen. Ein kurzer Swipe am Smartphone oder ein Sprachbefehl an Siri & Co genügen, um beispielsweise die Tür zu schließen oder einfach nur den Status des Schlosses zu erfragen.

Auch das Thema Sicherheit, dass im Smart Home Bereich immer sehr groß geschrieben werden muss, ist vorbildlich umgesetzt.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung.

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Im Test: Koogeek Smart Light Bulb · Intelligente LED Glühbirne mit Unterstützung von HomeKit

Ende November letzten Jahres hatte ich im Rahmen einer Review die smarte Steckdose von Koogeek detaillierter vorgestellt. Ergänzend dazu: Durch ein mittlerweile veröffentlichtes Firmware-Update arbeitet diese Steckdose neben Apple HomeKit und Google Assistant nun auch mit Amazons Alexa zusammen.

Heute soll es allerdings um die smarte LED Glühbirne vom gleichen Hersteller gehen.

Erster Eindruck

Die Glühbirne wird in einer großen rechteckigen Verpackung geliefert. Beim Unboxing wird dann auch recht schnell klar, warum die Verpackung so groß ist. Die Birne selbst ist im Vergleich zu handelsüblichen Glühbirnen ein kleiner Riese 😉

Mit einer Breite von maximal 6 cm, einer Länge von knapp 14 cm (inkl. Fassung) und einem Gewicht von 245 g muss man erst mal eine Lampe finden, die passend ist.

Davon ab fühlen sich die verwendeten Materialen sehr gut an. Die Verarbeitung ist hervorragend.

Technische Daten

Für den Lampensockel kommt eine normale E27-Fassung zum Einsatz. Die Nennleistung der Glühbirne beträgt 8 Watt, was etwa einer herkömmlichen 60 Watt Birne entspricht.

Die Farbtemperatur liegt zwischen 2.700 und 6.000 Kelvin (Warmweiß bis Kaltweiß). Die abbildbaren 16 Millionen Farben werden mit einer Helligkeit von maximal 500 Lumen dargestellt.

Dazu ist die Birne auch nur für den Innenbereich des Hauses oder der Wohnung und nicht für den Einsatz mit Dimmern geeignet.

Für die maximale Lebensdauer gibt der Hersteller 25.000 Stunden an.

Konfiguration und Nutzung

Zur Kommunikation nutzt die Glühbirne WLAN. Dank HomeKit-Unterstützung muss man sich auch keine Gedanken um irgendeine Bridge machen.

Wie schon bei der Koogeek Steckdose, muss das WLAN im 2,4 GHz Frequenzband funken. Besitzt man einen Router der zusätzlich ein 5 GHz Netzwerk aussendet, ist darauf zu achten, dass beide Frequenzen eine identische SSID haben. Andernfalls kann es beim Erkennen der Glühbirne zu Problemen kommen.

Sind diese Voraussetzungen geschaffen, wird die Inbetriebnahme zum Kinderspiel.

Der einfachste Weg ist wieder über Apples Home-App. Hier scannt man den der Glühbirne beiliegenden HomeKit-Code oder gibt diesen per Hand ein. Anschließend benennt man die Glühbirne mit Namen und ordnet sie einem Raum im Haus zu. Das wars 🎉

Die Steuerung der Lampe kann nun über Apples Sprachassistenten Siri oder der Home-App erfolgen. Dazu hat man auch wieder die Möglichkeit die Koogeek Home App samt Widget und 3D Touch Funktionalität zu nutzen bzw. kann den Weg über das iOS Kontrollcenter gehen. Eine Sprachsteuerung über Google Assistant oder Amazons Alexa ist derzeit noch nicht möglich. Hier muss man also, wie schon bei der Streckdose, auf ein passendes Firmware-Update hoffen.

Darüber hinaus ist natürlich auch eine gewisse Automation möglich. Also eine Ein- und Ausschaltfunktion, die mittels Timer oder eventgesteuert zum Sonnenauf- bzw. -untergang funktioniert. Voraussetzung für diese Automation bzw. die Steuerung der HomeKit-kompatiblen Heimelektronik über das Internet sind dann wieder ein Apple TV (3rd oder 4th Gen), ein iPad oder ein HomePod.

Praxistest

In der Praxis ist es ja so, dass man nicht immer über Siri kommuniziert oder das Smartphone zur Steuerung des Lichts dabei hat. In der Regel führt der Lichtschalter zum Ziel. Und genau hier beginnt das Problem…

Trennt man nämlich die Glühbirne per Lichtschalter vom Strom, “vergisst” sie sämtliche Einstellungen und setzt sich auf die Standardeinstellungen zurück. Dieses Licht ist dann unglaublich grell und hat etwas von uralten Neonröhren. Es fehlt eigentlich nur noch ein Flackern, um die Krankenhaushölle perfekt zu machen 😟

Man ist also mit jedem manuellen Schaltvorgang gezwungen das Licht per App nachzujustieren. Verschlimmernd kommt hinzu, dass sich beim Anpassen der Helligkeit (< 50%) die Farben leicht aber bemerkbar verschieben.

Beides Dinge, die eigentlich nicht meine Vorstellung von einer smarten Glühbirne erfüllen.

Positiv muss man die Schaltzeiten erwähnen. Sowohl Farb- als auch Helligkeitsanpassungen werden unabhängig von der Steuerungsmethode schnell umgesetzt.

Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für die smarte Koogeek Glühbirne beginnen derzeit bei knapp 30 Euro. Durch diverse Promos (hier lohnt hin und wieder der Blick Richtung Amazon) gab es das Leuchtmittel in letzter Zeit aber auch schon deutlich günstiger.

-> https://www.koogeek.com/p-lb1.html

Ergänzend zu Apples Home-App hier noch mal das in einigen Screenshots zu sehende Pendant von Koogeek, das iOS 9 bzw. Android 4.3 oder neuer zur Installation voraussetzt.

Koogeek Home
Koogeek Home
Entwickler: TOMTOP
Preis: Kostenlos
Koogeek - Smart Home
Koogeek - Smart Home
Entwickler: TOMTOP Inc.
Preis: Kostenlos

tl;dr

Die Koogeek LED Glühbirne reiht sich nahtlos in die Vielzahl der HomeKit-kompatiblen Geräte ein. Die Sprachsteuerung über Siri bzw. den korrespondieren Apps funktioniert tadellos.

Der Praxistest zeigt allerdings, dass es im Alltag Schwierigkeiten gibt, die das Handling mit dieser Birne unnötig verkompliziert und diese damit im Prinzip auch disqualifiziert.

Das hängt natürlich alles vom Einsatzort und der gewünschten Nutzung ab. Wer sich mit den genannten Problemen arrangieren kann, findet mit der Koogeek Glühbirne einen vergleichbar günstigen Einstieg in den Bereich Smart Home.

[do action=“aguwertung“ wert=“6,5″/]

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Im Test: Koogeek Smart Plug · Intelligente Steckdose mit Unterstützung von HomeKit

Beim Thema Smart Home bzw. Heimautomatisierung bin ich immer noch etwas zurückhaltend unterwegs.

Im Vergleich zu vor knapp zwei Jahren, als ich das Home Control Set von devolo getestet hatte, ist auf diesem Gebiet aber sehr viel passiert. Es sind mittlerweile unzählige Geräte für unterschiedlichste Bereiche verfügbar. So beispielsweise auch die intelligente Steckdose von Koogeek, die eher im Smart Home Einstiegsbereich anzusiedeln ist und die ich nachfolgend in einer kleinen Review genauer vorstellen möchte.

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Erster Eindruck

Die Steckdose kommt in einem nahezu quadratischen Karton mit mehrsprachiger Kurzanleitung daher. Im Inneren befindet sich in einer Schaumstoffhalterung die Steckdose.

Farblich haben wir eine Klavierlackoptik in weiß vorliegen. Dazu ist oben drauf ein Schalter, auf den ich später noch zu sprechen komme. Das zweite “e”, im vorne aufgedruckten Herstellernamen, dient außerdem als Status-LED.

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Abschließend zu den Maßen: 63 x 63 x 90 mm (H x B x T) bei einem Gewicht von handgemessenen 144 Gramm.

Konfiguration und Nutzung

Wie die Maße schon vermuten lassen, ist die Steckdose vergleichsweise groß, so dass ein Einsatz in einer Steckdosenleiste u.U. problematisch werden könnte. Für diese Review muss daher die Wandsteckdose herhalten, in die der Adapter zunächst einmal nur eingesteckt werden muss.

Daraufhin fängt die Status-LED rot an zu blinken.

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Zur Kommunikation nutzt die Steckdose WLAN. Das ermöglicht, im Vergleich zu Bluetooth, eine höhere Reichweite und man muss sich keine Gedanken um irgendeine Bridge machen.

Leider, und das ist für mich etwas unverständlich, wird nur das 2,4 GHz Frequenzband unterstützt, was die Steckdose in 5 GHz Netzwerken komplett nutzlos macht. Nun gibt es natürlich etliche Router, die auf beiden Frequenzbändern senden. Man muss dabei allerdings darauf achten, dass beide Frequenzen die identische SSID haben, da es sonst zu Problemen bei der Inbetriebnahme der Steckdose kommen kann.

Apropos Inbetriebnahme: der einfachste Weg ist sicherlich über Apples Home-App.

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Hier scannt man einfach mit dem iPhone, iPad oder iPod touch den der Steckdose beiliegenden HomeKit-Code bzw. gibt den achtstelligen Zahlencode per Hand ein.

Anschließend gibt man der Steckdose einen Namen und ordnet sie einem Raum im Haus zu, woraufhin die Status-LED stetig grün leuchtet.

Damit ist die Konfiguration abgeschlossen und man kann sich der Nutzung zuwenden.

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Neben der ganz normalen Ein- und Ausschaltfunktion, kann man auch Regeln bzw. Szenen hinterlegen. Auch eine Automation mittels Timer sowie die Steuerung der Steckdose über das Internet sind möglich. Voraussetzung für diese Automation bzw. den Fernzugriff ist allerdings ein Apple TV der 4. Generation oder ein iPad, die als Steuerzentrale fungieren.

Darüber hinaus kann die Steuerung per Apple Watch oder dem Sprachassistenten Siri erfolgen.

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Neben Apples Home-App kann die Konfiguration und Steuerung der Steckdose auch über die Hersteller eigene Smart Home App erfolgen, die neben iOS (inkl. Apple Watch) auch für Android zum kostenlosen Download in den jeweiligen App Store angeboten wird.

Die Funktionen sind mit der Home-App von Apple vergleichbar. Allerdings kann man sich hier zusätzlich den aktuellen Stromverbrauch anzeigen lassen.

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Dazu kann man die in der Koogeek Home App hinterlegten Szenen mittels Widget oder 3D Touch steuern.

Bevor sich übrigens jemand wundert: Koogeeks Home App ist in den App Stores relativ mies bewertet. Ich persönlich konnte jetzt keine großen Klopfer feststellen; es tut was es soll. Ich bin aber auch vielleicht nicht die Zielgruppe, da ich HomeKit fähige Geräte ausschließlich über Apple Home-App steuere, die, und das soll nicht unerwähnt bleiben, auch mittels iOS Kontrollcenter zugreifbar ist.

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Egal für welche Methode der Steuerung man sich auch entscheidet… die Schaltzeiten sind schnell und funktionieren sehr zuverlässig. Ich hatte über den gesamten Testzeitraum von einigen Wochen nicht einen einzigen Ausfall.

Abschließend noch ein Wort zum anfangs erwähnten Schalter, der oben an der Steckdose zu finden ist. Hierbei handelt es sich um einen manuellen Schalter, der gedrückt werden kann, um auch bei einem Ausfall des Internets die Steckdose schaltbar zu halten.

Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für die smarte Koogeek Steckdose liegen im Preisvergleich zwischen 30 und 50 Euro. Bei Amazon ist die Steckdose derzeit ausverkauft, was eventuell an der Cyber Week liegen mag.

-> https://www.koogeek.com/p-p1eu.html

Auch wenn ich zur Steuerung des Gerätes vom iPhone, iPad oder iPod touch Apples Home-App empfehle, hier die Links zu Koogeeks Pendant, das iOS 9 bzw. Android 4.3 oder neuer zur Installation voraussetzt.

Koogeek Home
Koogeek Home
Entwickler: TOMTOP
Preis: Kostenlos
Koogeek - Smart Home
Koogeek - Smart Home
Entwickler: TOMTOP Inc.
Preis: Kostenlos

tl;dr

Smarte Geräte mit HomeKit Unterstützung sind mittlerweile keine Seltenheiten mehr. Ich persönlich finde es beispielsweise sehr charmant die Geräte ohne Installation von Dritt-Apps direkt vom iPhone über Apples Home-App einzurichten und zu nutzen.

So eben auch die Koogeek Steckdose, die auf diese Art und Weise fix eingerichtet war und schlussendlich seit Wochen tadellos mit schnellen Schaltzeiten funktioniert.

Auf der negativen Seite steht natürlich das Problem mit dem WLAN, das zwingend im 2,4 GHz Frequenzband funken muss. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß und sollte dringend überarbeitet werden.

Auch an der Größe der der Steckdose sollte man feilen. Hier ist die Konkurrenz, zumindest teilweise, wesentlich kompakter aufgestellt.

[do action=“aguwertung“ wert=“8″/]

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Im Test: devolo Home Control · Das Smarte Zuhause

Glaubt man den ganzen  News-Aggregatoren, ist Smart Home, also das intelligente Zuhause, das nächste große Ding.

Ich persönlich habe mich noch nie tiefgehender mit diesem durchaus spannenden Thema auseinander gesetzt. Der Zufall wollte es aber, dass eine Teststellung von devolo bei mir im Briefkasten landete, die ich die letzten Wochen genauer unter die Lupe nehmen konnte.

devolo_logo

Die Firma devolo mit Sitz in Aachen kannte ich bisher eigentlich nur durch die dLAN Powerline Produkte, mit denen man sehr einfach sein Heimnetzwerk über das Stromnetz der Steckdose erweitern kann. Nun also auch Home Control, das seit April 2015 mit verschiedenen Komponenten im Handel erhältlich ist.

Was steckt hinter Home Control?

Einfach gesagt geht es um die Automatisierung wiederholender Arbeitsabläufe in einer Wohnung bzw. eines Hauses. Das System von devolo setzt dabei auf das Hinterlegen von Regeln, die entweder zeitbasiert oder über eine Wenn-Dann-Bedingung angeschlossene Geräte ein- oder ausschaltet.

Aktuell gibt es acht verschiedene Komponenten, die in einem Baukastensystem frei miteinander kombiniert werden können. Die Kommunikation der Komponenten untereinander erfolgt dabei über die Z-Wave Funktechnik, die sich als Standard bei der Heimautomation durchgesetzt hat.

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Die zentrale Steuereinheit bildet beim devolo System die Home Control Zentrale, die für den Aufbau des Systems zwingend erforderlich ist. Die Zentrale wird exklusiv im Onlineshop von devolo für 129,99 Euro angeboten. Bei Amazon und vielen anderen Onlinehändlern wird diese Zentrale als Starter Paket mit einer Schalt- und Messsteckdose sowie einem Tür- und Fensterkontakt für aktuell 189,00 Euro verkauft.

Geht man allerdings von der blanken Home Control Zentrale aus, sind folgende Komponenten verfügbar:

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Hier sieht man schon, dass das smarte Zuhause eine recht kostenintensive Geschichte sein kann. Lohnt es sich?! Nachfolgend ein Test.

Ersteinrichtung

Zunächst muss man die Home Control Zentrale in die Steckdose stecken. Hat man sein Heim bereits mit Powerline-Adaptern ausgestattet, kann man die Zentrale, in der eine Powerline-Funktion integriert ist, dem bestehenden System hinzufügen und man muss nichts weiter machen. Besitzt man kein Powerline-Netzwerk, muss man die Zentrale, da sie leider keine WLAN-Funktion integriert hat, über den vorhandenen LAN-Port per Ethernet-Kabel mit dem eigenen Internet-Router verbinden.

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Die Zentrale sollte zudem möglichst zentral im Haus oder in der Wohnung aufgestellt sein.  Das hat den Hintergrund, dass die Z-Wave Funktechnik innerhalb von geschlossenen Gebäuden eine Reichweite von ca. 20 bis 40 Metern hat. Es kommt hier etwas auf die Wände an. Komponenten, die mit dem Stromnetz verbunden sind, dienen außerdem als Repeater und verstärken das Funksignal.

mydevolo.com

Nachdem die Zentrale eine Verbindung mit meinem Heimnetzwerk aufgebaut hatte, gab ich deren lokale Netzwerkadresse in den Browser ein; kennt man ja schon von diversen (Offline-)Konfigurationen einer FRITZ!Box. Doch anstatt die Konfiguration nun in einer Oberfläche direkt auf der Zentrale durchzuführen, wurde ich auf mydevolo.com weitergeleitet und sollte mir dort einen Account samt völlig irrelevanter persönlicher Daten wie Land und Geburtsdatum erstellen.

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Laut devolo werden diese Daten für eine Passwort Recovery genutzt. Dennoch wurde ich schon an dieser Stelle stutzig und fragte mich, was diese Online-Registrierung genau soll. Ein Smart Home System hatte ich mir bisher eigentlich immer etwas lokaler bzw. privater vorgestellt aber dazu später mehr.

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Eine Bestätigungsmail später war der Account jedenfalls freigeschaltet und man muss nach dem ersten Login nur noch seine Home Control Zentrale mit dem Account verknüpfen. Auch hier werden wieder, dieses Mal für die Wettervorhersage (egal, ob man diese nutzen will oder nicht), persönliche Daten wie Land, Stadt und Postleitzahl abgefragt ohne die man die Installation nicht fortführen kann.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war meine anfängliche Euphorie etwas verflogen und es machte sich immer mehr Skepsis breit.

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Die Home Control Zentrale wird übrigens automatisch über die öffentliche IP-Adresse vom my devolo Portal lokalisiert. Sollte es hier Probleme geben, hängt das eventuell mit der im Router oder internem Netz verwendeten Firewall zusammen, die die notwendigen Verbindungen blockiert. Folgende Ports müssen für den ausgehenden Datenverkehr zugelassen sein:

  • 123 UDP
  • 2443 TCP
  • 4433 TCP

Zur Sicherheit muss man jetzt noch die im Browser angezeigte Seriennummer der Zentrale bestätigen, um falsche Erkennungen zu vermeiden.

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Anschließend führte die Zentrale ein automatisches Firmware-Update durch und startete neu.

Ein Changelog oder gar eine Versionsnummer gab es hier leider nicht zu sehen, so dass im Dunklen bleibt, was genau die Firmware verbessert hat.

Geräte hinzufügen

An dieser Stelle muss ich devolo ein großes Kompliment aussprechen, denn das Hinzufügen von Geräten ist narrensicher.

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Man muss quasi nur das anzulernende Gerät im Browser auswählen und bekommt direkt eine Videoanleitung inkl. Beschreibung präsentiert.

Das ist wirklich super gelöst, da selbst technisch unversierte Leute hier sehr einfach zum Ziel gelotst werden.

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Abschießend gibt man jedem Gerät einen Namen, wählt oder erstellt den Aufstellort (Wohnzimmer, Badezimmer etc.) und fügt ein Symbol hinzu.

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Dieses Prozedere ist bei allen Komponenten identisch, was die Einrichtung extrem erleichtert. Man muss sich nur die Videos anschauen, die Beschreibung durchlesen und den Anweisungen folgen.

Montagematerial und Batterien sind übrigens im Lieferumfang aller Komponenten enthalten. Die Batterien sollen laut Herstellerangaben zwei Jahre bis zum ersten Tausch durchhalten.

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Heizung per Thermostat steuern

Nun kann man sich natürlich sehr viele Kombinationen der acht angebotenen Komponenten überlegen. Ich möchte das beispielhaft einmal mit dem Raum- sowie Heizkörperthermostat demonstrieren.

Zunächst muss man beide Komponenten über das devolo-Portal gruppieren. Dazu zieht man das Raum- sowie Heizkörperthermostat per Drag & Drop in die gleiche Gruppe und setzt in der Tabelle bei Syncron das Häkchen. So ist sichergestellt, dass die Sensoren dieser beiden Komponenten immer auf die gleiche Temperatur zielen.

In dieser Gruppierungen-Ansicht kann man beispielsweise auch erstellte Räume verwalten und hat so einen guten Überblick über sein intelligenteres Zuhause.

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Anschließend kann man sich den Zeitsteuerungen, Regeln und Szenen zuwenden, die ebenfalls sehr endkundenfreundlich per Drag & Drop erstellt werden.

Während die Begriff der Zeitsteuerung noch relativ selbsterklärend ist (bspw. schalte jeden Montag um 7:30 Uhr die Heizung im Badezimmer ein), kann man unter Regeln die schon angesprochenen Wenn-Dann-Bedingungen erstellen. In meinem Fall wird, wenn der Türsensor im Zustand geöffnet steht, eine E-Mail versendet und die Heizung ausgestellt. Eine ähnliche Regel kann man auch für den umgekehrten Fall erstellen u.s.w…

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Mit einer Szene kann man dahingegen mehrere einzelne Geräte, Gerätegruppen, Regeln und Zeitsteuerungen zusammenfassen und so Szenarien für das morgendliche Aufstehen, Stromsparen etc. erstellen.

Gerade in Verbindung mit der Fernbedienung lassen sich hier recht interessante Anwendungsfälle gestalten.

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Nachrichten

Wie schon angeklungen, kann das devolo Smart Home System auch selbstständig Nachrichten versenden.

Dazu muss man nur die Telefonnummern bzw. E-Mail Adressen hinterlegen, die im Fall der Fälle mit einer SMS oder E-Mail versorgt werden. Systemnachrichten wie Batteriestandswarnungen, Alarm- und Rauchsensoren sind standardmäßig schon aktiviert und können nach Belieben erweitert werden.

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Ein vergleichsweise neues Feature sind Push-Notifications, die definierte Zustandsänderungen auf dem Smartphone oder Tablet anzeigen.

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my devolo App

Apropos: die Steuerung des devolo Home Control Systems erfolgt in der Regel über den Webbrowser. Man hat aber auch die Möglichkeit die mobile my devolo App, die für iOS und Android angeboten wird, zu nutzen. Die zahlreichen Ein-Sterne-Bewertungen in den App Stores lassen allerdings schon Böses erahnen.

Ich mache es kurz: die App ist eine einzige Katastrophe. Sie ist nicht sonderlich stabil, teilweise extrem langsam und unübersichtlich. Im Endeffekt hat devolo dem bekannten my devolo Web-Portal auch nur eine mobile Ansicht verpasst, anstatt etwas Eigenes zu entwickeln, das einer mobilen App-Erfahrung im Jahr 2015 auch nur annährend würdig ist. Hier sollte devolo, gerade wenn man die tadellose Hardware zugrunde legt, eigentlich mehr Anspruch haben. Sehr schade!

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Fazit

Ich bin beim devolo Home Control System wirklich zwiegespalten.

Auf der einen Seite ist das Hinzufügen von Geräten sehr vorbildlich gelöst; auch das Erstellen von Regeln, Szenen u.ä. funktioniert gut. Selbst den Ladezustand der Batterien sowie die Statistiken einzelner Komponenten kann man über die Webseite einsehen und das Smart Home Tagebuch informiert über alle Vorgänge und Änderungen von Zuständen.

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Auf der anderen Seite will mir die von devolo angedachte Cloud-Lösung für das intelligente Zuhause überhaupt nicht gefallen. Muss das wirklich sein? Muss ein Hersteller wirklich wissen wann ich daheim bin? Wann oder warum eine Komponente ihren Zustand ändert? Meine klare Meinung: Nein!

devolo legt natürlich sehr großen Wert auf die Sicherheit und Anonymität der Daten, die auf deutschen Servern liegen. Ich persönlich habe dennoch Bauchschmerzen und wünsche mir lieber eine autarke Smart Home Lösung, die ich auch offline konfigurieren und nutzen kann; bei der ich flexibel festlege, was ich remote steuern möchte u.s.w. Mir ist natürlich klar, dass dieser Wunsch ein gewisses technisches Hintergrundwissen erfordert, das beim devolo System nicht zwingend notwendig ist.

Ich sehe hier aber ein gewisses Verbesserungspotential; gerade auch weil devolo für sein Portal keine Zwei-Faktor-Authentifizierung anbietet und so die Steuerung meines Zuhauses hinter einer E-Mail Adresse ‘nur’ mit einem Passwort absichert.

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Die Verwendung der Z-Wave Funktechnik finde ich wiederum sehr gut. Der Vorteil gegenüber Apples HomeKit liegt einfach in der Verbreitung der Geräte, wobei HomeKit über eine (oder mehrere?!) Hardware Bridges auch mit konkurrierenden Protokollen umgehen kann. Eine kleine Recherche ergab, dass es aktuell über 250 Hersteller gibt, die an Produkten mit dem Z-Wave Standard arbeiten. Da die Sensoren aber herstellerunabhängig sind, kann man seinem devolo System auch Geräte anderer Hersteller hinzufügen. Das konnte ich in diesem Test zwar nicht ausprobieren; dennoch ist das ein sehr großer Pluspunkt!

Letztendlich muss jeder selbst die Entscheidung zwischen Komfort/Einfachheit und Basteln/Flexibilität/Sicherheit treffen. Ich sehe mich eher bei der letzteren Variante, so dass ich das devolo Home Control System nur eingeschränkt empfehlen kann.

-> http://www.devolo.de/home-control