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Im Test: Teufel Cinebar Pro · High-End Soundbar

Die letzten Jahre hat bei mir ein 5.2 Lautsprecherset für das cineastische Wohlbefinden vor dem Fernseher gesorgt. Durch meinen Umzug vor ein paar Monaten ist mir dann mal wieder bewusst geworden was für ein Aufwand alleine in der Verkabelung dieses Surround-Systems steckt.

Aus Bequemlichkeit und auch einer gewissen Portion Neugier entschied ich mich daraufhin gegen das alte Set und für eine Soundbar. Die Wahl fiel natürlich auf den Berliner Hersteller Teufel, von dem ich heute die Cinebar Pro detaillierter vorstellen möchte.

Die Cinebar Pro wurde bereits auf der IFA 2017 gezeigt und ist seit gut zwei Monaten mitsamt des kabellosen Aktiv-Subwoofers T10 zum Preis von knapp 1.300 Euro (UVP) offiziell verfügbar.

Lieferumfang

  • Soundbar CB Pro SB
  • Stromkabel
  • Fernbedienung für CB Pro SB
  • T10 Subwoofer

Erster Eindruck

Die Lieferung erfolgte in zwei recht großen und verhältnismäßig schweren Paketen. Gerade von der Größe der Soundbar war ich persönlich überrascht aber so ein Gerät wirkt auf einer Messe oder im Showroom dann doch immer etwas anders als im heimischen Wohnzimmer 😉

Bei der Verarbeitung erfüllen beide Geräte höchste Maßstäbe. Die Haptik ist exzellent.

Das Gehäuse der CB Pro besteht aus gebürsteten Aluminium. Beim T10 Subwoofer wird ein stabiler MDF-Gehäuseaufbau mit Innenverstrebungen verwendet.

Die Bedienelemente an der Front (Lautstärke, Power & Quellenwahl) sind meiner Meinung nach vom Druckpunkt her etwas zu fest. Mittig findet sich noch ein ca. 8 x 2 cm großes Punktmatrix-Display, das während des Betriebes auch gedimmt oder deaktiviert werden kann.

Wichtig bei der Wahl der Soundbar waren mir persönlich die verfügbaren Anschlüsse; gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Soundbar bei mir einen A/V-Receiver komplett ersetzen und als neue Schaltzentrale fungieren sollte.

Die CB Pro bietet vier HDMI-Ein- und einen HDMI-Ausgang in der Version 2.0 mit ARC/CEC und 4K@60Hz Support.

Damit ist man schon sehr gut aufgestellt und kann ohne Probleme das Bild und den Ton eines TV-Receiver, einer PlayStation, eines Apple TV o.ä. fulminant auf den Fernseher bringen.

Etwas schade ist in diesem Zusammenhang der einzelne HDMI-Ausgang. Gerade wenn man zum Fernseher noch einen Beamer besitzt, muss man das Bild zusätzlich über einen HDMI-Switch oder Splitter verteilen.

Weitere Anschlüsse:

  • 2x Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm
  • 1x Klinkenbuchse-Ausgang 3,5 mm
  • 1x Digital-Eingänge koaxial
  • 1x Digital-Eingänge optisch

Auf der Rückseite sind zudem zwei flexible WLAN-Antennen fest verbaut. Diese sehen im ausgeklappten Zustand erst mal etwas komisch aus; lassen sich aber auch hinter der CB Pro verstecken.

Ebenfalls auf der Rückseite findet sich die integrierte Wandhalterung aus Metall. So kann man die CB Pro ohne großes Zutun mit zwei Schrauben direkt an der Wand befestigen. Im Lieferumfang ist außerdem noch ein Standfuß aus Kunststoff enthalten, der qualitativ leider etwas abfällt.

Für das optimale Kabelmanagement sorgen drei ebenfalls integrierte rote Gummilaschen.

Multimediale Highlights

Darüber hinaus bietet die CB Pro sehr umfangreiche Streaming-Möglichkeiten für Musik oder Videoton.

Neben Bluetooth 4.0 mit apt-X wird auch Google Chromecast über WLAN unterstützt. Auf diese Weise lassen sich etliche Musik-Dienste wie Spotify, Apple Music, Deezer, SoundCloud oder TuneIn vom Smartphone, Tablet oder Laptop streamen.

Sprachassistenten wie Amazon Echo oder Google Home sind nicht in der CB Pro integriert.

Hier hat man allerdings die Möglichkeit entsprechende Geräte per Line-In, Bluetooth oder Chromecast zu verbinden.

Technologie

Im Inneren der CB Pro arbeiten zwei 25 mm Hoch- und sechs 100 mm Mitteltöner, die über ein 2-Wege-System für jeden Töner optimalen Sound erzeugen. Dazu sind seitlich jeweils Side-Firing-Speaker verbaut, die über die sogenannte Dynamore Technologie virtuellen Surround-Sound ermöglichen.

Die Gesamtausgangsleistung (RMS) liegt bei 200 Watt. Im Standby beträgt die Leistungsaufnahme maximal 1 Watt.

Außerdem werden über ein Bassreflex-System Dellen im Frequenzgang beim Übergang zum Subwoofer vermieden, so dass dieser nicht so hoch spielen und relativ frei im Raum positioniert werden kann.

Apropos Subwoofer: dieser kann wahlweise als Frontfire- oder Downfire-Subwoofer eingesetzt werden. Die Füße können dabei natürlich umgesteckt werden.

Der 250 mm Basstreiber und die Endstufe leisten bei einem maximalen Schalldruck von 115 dB/1m ordentliche 150 Watt. Die untere Grenzfrequenz (–3 dB) liegt dabei bei 33 Hz. Im Standby beträgt die Leistungsaufnahme ebenfalls 1 Watt.

Klang

Bei der Wiedergabe werden ausschließlich Dolby Digital und DTS unterstützt. Andere Decoder oder Treiber für 3D-Sound (Dolby Atmos oder DTS:X) sucht man leider vergeblich. Auch die THX-Zertifizierung des Vorgängermodells (Cinebar 52 THX) ist verschwunden.

Diese fehlenden Features sind, gerade auch in der Preisklasse der CB Pro, etwas schade. Ich kann dennoch sagen, dass ich in den letzten Wochen meines Tests nichts vermisst habe. Der Sound ist mit sehr hohen Pegeln und extrem tiefen Bass absolut klangtreu; Stimmen sind stets klar verständlich.

Dabei ist die Quelle auch völlig unerheblich. Egal ob Spotify Connect, SoundCloud über Google Cast, Alexa über Bluetooth oder HDMI-gebundene Eingänge… der Klang der CB Pro ist kraftvoll und authentisch. Durch den sehr guten Dynamore Ultra-Modus wird der Sound auch deutlich breiter aufgezogen und man hat das Gefühl vor einer richtigen Stereoanlage zu sitzen.

Dieser Effekt ist übrigens auch bei Filmen nicht zu unterschätzen. Das Raumgefühl, und das hat mich sehr überrascht, ist für eine Soundbar überragend.

Für die Feinabstimmung kann man die Stärke des Dynamore Effekts sowie Bass und Treble anpassen. Außerdem gibt es vier verschiedene Presets für Music, Voice, Movie und Night.

Der Nachtmodus nimmt der CB Pro zwar etwas den Bumms, pflegt aber das Verhältnis zum Nachbarn.

Im Alltag

Die Installation der CB Pro ist denkbar einfach gelöst. Man packt die Soundbar samt Subwoofer aus und verbindet sie mit dem Strom. Da das Wireless-Modus zur Ansteuerung der CB Pro im Subwoofer integriert ist, finden sich beide Geräte automatisch. Sollte es hier wider Erwarten Schwierigkeiten geben, genügt ein HDMI-Kabel zum Fernseher, um im Wireless-Menü des On-Screen-Displays Ursachenforschung zu betreiben.

Hier kann man dann auch weitere Einstellungen zur Lautsprecherkonfiguration sowie der Entfernung, des Pegels oder der Phase des Subwoofers treffen.

Dazu lassen sich HDMI Passthrough, LipSync oder ein automatisches Ausschalten nach x Minuten Inaktivität aktivieren.

Chromecast wird dahingegen über die Google Home App (iOS, Android) eingerichtet.

Bluetooth sollte selbsterklärend sein. Bei Problemen kann man über die Fernbedienung der CB Pro das „Pairing“ manuell anstoßen.

Apropos: Die Steuerung der CB Pro erfolgt in der Regel über die mitgelieferte Fernbedienung, die leider nicht beleuchtet ist. Wenn das stört oder wer schon genug Fernbedienungen zu Hause herumliegen hat, kann die CB Pro auch über Universalfernbedienungen wie der Harmony Serie von Logitech steuern. Im Zusammenspiel mit Alexa klappt dann auch eine Sprachsteuerung.

Davon ab ist es Dank HDMI-ARC aber ohnehin möglich die CB Pro mit der Fernbedienung des Fernsehers zu steuern.

Preise und Verfügbarkeit

Die Teufel Cinebar Pro wird ausschließlich in der Farbe schwarz verkauft. Durch eine Promo liegt der Preis derzeit bei nur 999,99 Euro. Bestellt man direkt beim Hersteller gibt es über den Promocode CJ4-PN2-VP4 den kabelgebundenen In-Ear-Kopfhörer Move Pro im Wert von 99,99 Euro kostenlos dazu.

Dazu bekommt man 8 Wochen Rückgaberecht (inkl. kostenloser Rückversand) sowie die Teufel-typischen 12 Jahre Garantie auf das Gehäuse sowie die Töner. Die Elektronik hat die üblichen 2 Jahre Garantie.

-> https://www.teufel.de/cinebar-pro
-> https://www.idealo.de/preisvergleich/cinebar-pro

tl;dr

Nach knapp zwei Monaten ausgiebigen Testens habe ich meine Meinung über (zumindest hochpreisige) Soundbars grundlegend geändert. Diese stellen längst keine Kompromisslösung mehr dar, sondern können ein Surround-System nahezu ersetzen.

Dabei sollte man natürlich im Hinterkopf behalten, dass die CB Pro erst mal nur ein 2.1 System ist, das über eine Hardware/Software Kombination sehr guten Raumklang erzeugt. Man kann allerdings auch zwei vollwertige Rear-Lautsprecher hinzufügen, um so ein echtes 4.1 System zu haben.

Neben den hervorragenden Klangeigenschaften samt diverser Einstellmöglichkeiten stehen auf der positiven Seite die sehr hochwertige Verarbeitung, die nahezu perfekte Konnektivität und gewisse Annehmlichkeiten wie die integrierte Wandhalterung oder das Kabelmanagement.

Negativ muss definitiv der fehlende 3D-Sound erwähnt werden, ein Thema, das nicht nur bei Soundbars derzeit eine große Rolle spielt. Außerdem ist es etwas schade, dass der T10 Subwoofer nur einen fest verbauten Stromstecker hat, was bei entfernten Steckdosen ggf. ungünstig ist.

aptgetupdateDE Wertung: (9,5/10)

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Test: FIFA 12 für das iPhone

Ihr kennt das: Jedes Jahr bringt uns Electronic Arts einen neuer Aufguss seiner Fußballsimulation. Hier ein Pixel mehr, da ein Bewegungsablauf flüssiger… Ich hatte am Wochenende die Chance mir das nagelneue FIFA 12 auf dem iPhone anzusehen und hier nun meine Eindrücke in einem kleinen Review.

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Los geht es mit der Installation des Spiels. Hier müssen, egal ob die Version für das iPhone oder iPad, ca. 1 GB Daten aufs Device geschaufelt werden. Man sollte sich also nebenbei eine sinnvolle Beschäftigung suchen, denn das Ganze dauert. Ich weiß auch nicht, warum das Spiel so groß ist. Dass es deutlich schlanker geht, zeigt Konami mit dem mobilen Pro Evolution Soccer 2012, welches gerade mal 100 MB auf die Waage bringt.

Ist die Installation geschafft, lädt FIFA 12 aber selbst auf meinem iPhone 3GS recht zügig und man befindet sich im Hauptmenü. Hier hat man, neben diversen Grundeinstellungen, die Wahl zwischen einem Schnellen Spiel und dem Managermodus.

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Das Schnelle Spiel ist im Prinzip auch schnell erklärt: Man wählt zwei aus insgesamt 500 verfügbaren lizensierten Mannschaften aus und betritt den heiligen Rasen. Vorher kann man natürlich ein wenig Team-Management, sprich Aufstellung, Freistoßschützen, Taktik u.s.w., betreiben, sowie die Trikots, den Spielball und das Stadion inkl. Wetter auswählen.

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Anschließend geht es los. Laufen, grätschen, Tore schießen… Macht wirklich Spaß, die sehr guten englischen Kommentatoren und passenden Fangesänge tun ihr Übriges.

Die Steuerung war für mich, der Fußballspiele ausschließlich auf der Playstation spielt, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es fehlen einfach die Trigger am iPhone aber letztendlich gewöhnt man sich recht schnell dran. Wer gar nicht klarkommt, kann sich in einem extra angebotenen Trainingsmodus mit der Steuerung genauer vertraut machen.

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Man kann das Spiel, wie gewohnt, jederzeit unterbrechen. An seiner Taktik feilen, Umstellungen vornehmen oder auch diverse Statistiken einsehen.

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Das Prunkstück von FIFA 12 ist aber ohne Zweifel der Managermodus. Hier wählt man anfangs sein Lieblingsteam aus insgesamt 22 lizensierten Ligen aus. Anschließend hat man, je nach Team, ein gewisses Startvermögen und Vorgaben vom Präsidium, die man tunlichst erfüllen sollte. Andernfalls droht der Weg zum Arbeitsamt ;)

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Der Managermodus ansich ist nicht so überladen, wie man es aus normalen Managerspielen gewöhnt ist. Man kümmert sich nur ums Nötigste und muss nicht jeden einzelnen Grashalm pflegen, was ich persönlich sehr gut finde.

Neben dem schon bekannten Team-Management aus dem Schnellen Spiel, kann man hier Spieler-Transfers tätigen, den Trainerstab verbessern, das Training festlegen oder einfach nur Vertragsgespräche mit den eigenen Spielern führen.

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Hat man sich da ausgetobt, gehts wieder auf den Platz. Wer nicht selber spielen möchte, hat nun auch die Möglichkeit die Spiele zu simulieren.

Nach dem Schlusspfiff bekommt man einen Überblick über die Spielerentwicklung oder erhält Details über seine Ruhm-Punkte.

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Darüber hinaus geht das Managerleben von vorne los. Finanzübersicht, Transfers, Statistiken & Co. bestimmen den Alltag.

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Fazit

Ich muss ehrlich zugeben, dass gerade der Managermodus in FIFA 12 sehr motivierend ist. Mit 22 voll lizensierten Ligen bzw. 500 real existieren Mannschaften inkl. Spielern bietet EA zudem ein sehr breites Spektrum an. Vorneweg: FIFA 12 kann ich jedem Fußballfan wärmstens empfehlen!

An die Steuerung gewöhnt man sich, dank Trainingsmodus, recht schnell. Den EA-typischen, sehr guten Spielmenüsound gibt es auch in der mobilen Variante des Spiel. Die englischen Kommentatoren, die mir übrigens 10x besser gefallen als das deutsche Pendant, inkl. der fantastischen Fangesänge rocken! Das Gameplay selber gefällt auch, auch wenn man auf dem iPhone keine dicken Finger haben sollte. So kam es bei mir hin und wieder vor, dass der Ball unter einem der beiden Daumen war und ich nicht so recht wusste, was, wie und wohin?! Wenn man ein iPad besitzt, ist man damit sicher deutlich besser aufgestellt.

Leider muss ich auch sagen, dass die Grafik auf meinem iPhone 3GS etwas krisselig aussah. Keine Ahnung ob es am 3GS lag und ob es mit Retina-Display besser aussieht aber für mein Befinden ist hier noch etwas Luft nach oben. Zudem hatte ich auch ab und an diverse Lags beim Spielen, was auch nicht soooo toll war.

Als weiterer Kritikpunkt sei angefügt, dass es EA Mobile immer noch nicht geschafft hat seine Spiele als iOS Universal Apps zu verkaufen. Dementsprechend gibt es auch für FIFA 12 getrennte iPhone und iPad Versionen im App Store.

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Während die iPhone bzw. iPod Touch Version derzeit 4,99 Euro kostet, schlägt die iPad Version mit aktuell 6,99 Euro zu Buche.

Bei der iPad App hat man zudem die Möglichkeit FIFA 12 mit der kostenlosen EA SPORTS Gamepad App vom iPhone aus zu steuern. Hier gibt es allerdings die (unverständliche) Einschränkung, dass dieses Feature nur in 2-Spieler Partien funktioniert.

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Samsung Wave S8500 – Die Software (Teil 2)

Oliver hat in seinem ersten Teil ja bereits die Hardware sehr ausführlich beschrieben. Ich werde in diesem zweiten Teil jetzt das Bada-OS, die Social-Apps und auch die Synchronisation mit Goolge genauer beleuchten. Am Ende bleibt die Frage, kann man dieses Smartphone auch Mac- oder Linux-Usern empfehlen?

Persönlich war ich auf der Suche nach einem neuen Smartphone, da kam mir der Test der Software für das Samsung Wave S8500 genau richtig. Wird es all meine Bedürfnisse erfüllen können? Anforderungen, die ich an das Gerät stellen werde:

Musik, Podcasts und Hörbücher, Twitter, Facebook, Standortbezogene Dienste, Internet und die Synchronisation mit Google.

Aber der Reihe nach:

Bada-OS
Zumindest was die Arbeitsgeschwindigkeit angeht hat Samsung nicht zu wenig versprochen. Das OS scrollt absolut flüssig! Es macht wirklich Spaß das Smartphone zu bedienen, dabei ist es jedoch nicht immer intuitiv. Da mir keine Anleitung vorgelegen hat, habe ich versucht mich durch die Bedienung zu kämpfen, was mir mehr oder weniger gelungen ist. Hat man die Bedienung einmal so weit verstanden, kommt man danach aber sehr gut zurecht.

Dazu beherrscht das Samsung Wave S8500 etwas, was Android bisher gar nicht und Palm nur bedingt geschafft hat: Screenshots von Spielen wie beispielsweise Need for Speed.

Unterstützung für Hörbücher
Ich höre sehr gerne Hörbücher von Audible. Auf Nachfrage per E-Mail habe ich nachfolgende Antwort vom Support erhalten:

Leider ist mir nicht bekannt, dass eine App für Bada OS geplant ist. Wir haben nicht allzuviele Kapazitäten und müssen daher unsere Entwicklungskosten und -zeit stark zugunsten der marktbestimmenden Betriebssysteme sowohl für Smartphones (Symbian, iPhone OS, Android, Windows Mobile) als auch für Computer (Windows, Mac OS) priorisieren.

Es tut mir wirklich leid, dass ich Ihnen diesbezüglich nichts anderes mitteilen kann.

Also zumindest kurzfristig scheint es hier keine Unterstützung zu geben und man ist weiterhin auf ein Zweitgerät angewiesen.

Social Apps
Facebook und Twitter werden als Apps von Samsung gleich mitgeliefert, doch beide Programme können meines Erachtens wenig überzeugen. User, die beide Dienste nicht nutzen, wird das vielleicht nicht stören, wer aber beide Dienste wirklich nutzt, stößt schnell an die Grenzen.

Zum Beispiel die twitter-App: Keine Ahnung was Samsung sich dabei gedacht hat, aber IMO ist diese Software nicht wirklich zu gebrauchen. Von der „schlechten“ Aufteilung einmal abgesehen, weiß ich nicht, wie man so ein optisch chaotisches Menü erstellen kann?

Wenn man schon ein Menü erstellt, sollte man doch auch darüber nachdenken, wie es später in verschiedenen Sprachen erscheint. Sorry, aber sowas wie @ oben und darunter dann der Name, oder das Wort „Direktnachri cht“ zu trennen geht gar nicht. Auf dem gleichen Bild wird „Aktualisie…“ abgekürzt und auf der Tweet-Seite schreibt man lieber „Zurü.“ Nennt mich kleinlich, aber das geht gar nicht!

Davon abgesehen ist es weder möglich Tweets mit GPS-Koordinaten zu versehen noch Bilder zu twittern. Hallo? Es ist zwar möglich einen neuen Retweet abzusetzen, aber man kann keine Bilder twittern?

Klickt man auf „Aktualisie…“ wird die Timeline neu geladen bzw. es werden 8 neue Tweets geladen. Eine Einstellung, wie viel man laden möchte, gibt es nicht. Man kann zwar „Weitere Anzeigen“ klicken, aber Sorry, 8 Tweets? Ausserdem springt die Anzeige dann auf den aktuellsten Tweet und man muss erst nach unten scrollen. Klickt man auf den Menüpunkt „Suche“, dauert es bis zu 15 Sekunden, bis die entsprechende Seite geladen ist, was je nach Verbindung auch auf anderen Seiten in der App passieren kann.

Neee, Sorry, aber die App ist so nicht wirklich zu gebrauchen und eine andere twitter-App war im Store zum Zeitpunkt meines Tests (Anfang Juli) noch nicht zu finden.

Die Facebook-App – der Menüpunkt zum Aktualisieren wird hier „Aktualis.“ abgekürzt, was nur die Inkonsequenz der Menüführung bestätigt – ist hier zwar schon einiges besser, denn es werden wesentlich mehr Beiträge geladen und auch das posten von Fotos ist möglich, jedoch verbirgt sich auch hier in einem vorhandenen Menüpunkt „Einstellungen“ lediglich ein Haftungshinweis. Diesen EINMAL im OS unterzubringen hat wohl nicht gereicht, er muss in jede App.

Eine Foursquare- bzw. Gowalla-App sucht man ebenfalls vergebens und damit würde ich das Gerät nur bedingt als „socialtauglich“ bezeichnen.

Verbindungen
Hier kommt ein Punkt, bei dem das Samsung Wave wirklich punkten kann. Es ist geradezu vorbildlich einfach gewesen mal eben Bluetooth ein- oder auszuschalten oder aber das Gerät als WLan-Hotspot zu nutzen. Finde ich persönlich sehr löblich, braucht man in der Praxis jedoch meist eher selten.

Synchronisation mit Google
Einer der wichtigsten Punkte für mich war die Google-Integration. Diese ist auch der Grund, warum ich jetzt ein Android-Telefon mein Eigen nenne. Um neben den E-Mails auch Kontakte und Kalender zu synchronisieren, muss man Google per Exchange einrichten. Dabei wird jedoch beim Kalender nur der Hauptkalender synchronisiert. Hat man – wie ich und sicherlich viele andere auch – jedoch verschiedene Kalender (Privat, Arbeit, Geburtstage, Feiertage usw.), ist es nicht akzeptabel, wenn man auf seinem Telefon nur den Hauptkalender sehen und synchronisieren kann.

SamsungApps
Mangels Windows konnte ich mir nicht anschauen, wie man Apps über KIES kaufen und dann zum Gerät synchronisieren kann, so blieb mir nur der Kauf der Apps auf dem Gerät selber. Und diese hinterlässt einen gespaltenen Eindruck.

Den Store auf dem Smartphone empfand ich als eher unübersichtlich. Auf Dauer würde ich nur mit dem Store auf dem Gerät keine Apps kaufen wollen. Als Überraschung empfand ich es sehr gut, dass man Gratis-Apps sofort laden konnte, ohne erst ein Konto anlegen zu müssen. So fand Need for Speed Shift und SouthAfrica2010 schnell den Weg auf mein Testgerät.

Etwas verwirrend empfand ich es, nach dem Aufruf des Stores eine Info zu erhalten, dass eine Aktualisierung für eine Anwendung vorliegt, nach Klick auf diese Info dann aber eine Liste von ca. 20 Programmen angezeigt wurde. Es war für mich nicht möglich zu erkennen, welche dieser Apps denn jetzt die Aktualisierung sein sollte, was aber auch am Tester gelegen haben kann.

Firmwareupdates
Das ist so eine Sache. In unregelmäßigen Abständen gibt es zwar welche, jedoch beschreibt Samsung mit keiner Silbe behobene Fehler oder Neuerungen. Noch viel Schlimmer: eine neue Firmware kann nur über KIES, der Software für Windows, aufgespielt werden. Ohne Windows keine Updates. Man sollte meinen, dass eine Firma von der Größe Samsungs das besser hinbekommt.

Fazit
Für mich als Mac-User kommt das Samsung Wave aus zwei Gründen nicht in Frage. Sowohl die schlechte Google-Integration wie auch die nicht vorhandene Unterstützung von Linux und Macs für Firmwareupdates sind für mich Grund genug, um Samsung einen weiten Bogen zu machen.

Windows-User ohne Google-Account und ohne Anspruch auf aktuelle Apps können wohl bedenkenlos zuschlagen und erhalten für um die 300 Euro ein „rundes“ Einsteiger-Smartphone, denn an der Verarbeitung der Hardware gibt es wirklich nichts zu meckern.

Hab ich noch etwas vergessen?
Fragen? Fragen! ;)

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Samsung Wave S8500 mit Bada im Test

Samsung wagt den Schritt und bringt mit dem Wave S8500 ein Smartphone mit einem eigenen angepassten Linux-OS, Samsung Bada genannt, auf den Markt. Kann das S8500 damit überzeugen? Der Frage bin ich mit einem Testgerät nachgegangen und vergleiche es mit meinem iPhone 3GS und einem HTC Desire.

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Es kann durchaus Vorteile für einen Hersteller haben, eine eigene geschlossene Umgebung aus Hardware und Software auf die Beine zustellen und insbesondere auch durch Apps mitzuverdienen. Was Apple so erfolgreich vorgemacht hat, versucht nun Samsung mit Wave, Bada und eigenem AppsStore nachzuerleben. Mit dem Wave S8500 sehen wir das erste Linux-Smartphone von Samsung, welches nicht auf Googles Android setzt, sondern auf eine Eigenentwicklung.

Aber schauen wir uns erst mal die Hardware an, denn diese muss überzeugen, um überhaupt Nutzer anzuziehen und um dann eine gewisse Marktpräsenz zu erzeugen. Eine gewisse Marktdurchdringung lockt wiederum Entwickler an, die uns die tollen Apps verkaufen. Ein erfolgreicher Kreislauf könnte gestartet werden.

Hardware: Display – Super super AMOLED

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Drei Buchstaben: Wow. Das Display wirkt wirklich sehr farbenfroh. Brillant wäre wohl der richtige Ausdruck. Ich war schon vom HTC Desire Display sehr positiv überrascht, aber das Samsung Display zeigt nochmals, dass man da noch eine Schippe drauf legen kann. Das iPhone 3GS Display ist wirklich nicht schlecht, aber gefühlt im direkten Vergleich zwei Jahre zurück. Zum im iPhone 4 verbauten Display kann ich leider „noch“ nichts sagen. In der direkten Sonneneinstrahlung kann man das Super AMOLED aber ebenso wenig benutzen wie andere Displays, auch wenn Samsung da etwas anderes behauptet.

Ich finde das Display (3,3 Zoll und 800 x 480 Pixel, 16 Millionen Farben) aber dann doch für meine persönlichen Bedürfnisse etwas zu schmal. Die Bauform (118 x 57 x 13 mm) dieses Smartphones wirkt dadurch etwas länglich und schon eher wie ein Handy. Liegt aber auch sehr gut in der Hand und am Ohr. Ich würde sagen, das triff sicherlich einige Geschmäcker, wie ich auch schon bei einigen Bekannten, denen ich das Teil mal in die Hand gedrückt habe, feststellen konnte. Geschmackssache. Praktisch gesehen, würde ich aber doch bei einigen Apps wie zum Beispiel dem sauschnellen Browser eine breitere Bauform den Vorzug geben.

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Das Gehäuse wirkt hochwertig, da es fast vollständig aus Glas und Metal besteht und gut verarbeitet ist. Nur an den Kanten oben und unten wurde Kunststoff verbaut. Das S8500 ist mit 118g fast genauso schwer wie das iPhone oder das Desire. Ich würde es definitiv als Hosentaschen-tauglich bezeichnen.

Es wirkt auf diesem Bild zwar optisch dicker, ist aber wenn es flach auf dem Tisch liegt einige Millimeter dünner als das HTC Desire und auch als das iPhone 3GS.

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Der Sound ist ok, vielleicht etwas blechern, nicht ganz so gut wie beim Milestone, aber schön laut und benutzbbar.

Hardwaretechnisch sind auf jeden Fall noch folgende Sachen erwähnenswert:

  • der 1GHz Prozessor (diverse Newsseiten munkeln eine nahe Verwandtschaft zum Apple A4)
  • eine eingebaute Frontkamera für Videotelefonie (noch nicht getestet)
  • ein UKW Radio (nur mit den Kopfhören nutzbar)
  • ein wechselbarer Akku (Lithium-Ionen) – hielt ca. 1 Tag bei guter Benutzung durch, soll laut Hersteller 15 Stunden Gesprächszeit halten
  • interner Speicher: 1,5GB + SDCard zum Erweitern (1GB lag dabei)
  • GPS incl. NavigationsApp von Route66, die aber in meinen Augen nicht überzeugen kann
  • WLAN + N-Standard!
  • Bluetooth 3.0

Das Beste an dieser Hardware ist aber im Zusammenspiel mit dem Display die 5M-Pixel Kamera, die erstaunlicherweise sogar richtig gut HD-Videos aufnehmen kann. Die Foto-App ist super funktionell, bietet sehr viele Scenen, Aufnahmemodi wie zB. eine Lächelerkennung (funktioniert sogar), Panorama und Serienaufnahmen. Das Auslösen der Kamera ist schnell und ich finde die aufgenommenen Bilder und Videos sind toll und von sehr hoher Qualität, wenn man bedenkt, dass das ein Handy ist. Ein LED Blitz ist auch eingebaut.

Software: Bada – der erste Wurf

Bada macht einen soliden Eindruck. Mir kommt das Samsung OS ein wenig vor wie eine Mischung aus mehr Android und wenig iOS.  So findet man die Screens mit Widgets und einer Ebene mit den App-Icons wie beim iOS. Leider kann man die Icons nicht auf den Screens platzieren. Die obere Infoleiste kann man wie bei Android aufschieben und informiert über Ereignisse. Beherbergt aber und das finde ich super, Konfigurationsknöpfe ala SBSettings für WLAN, Sound und Bluetooth, um schnell mal den Status dieser Dienste umzuschalten. Hat man zum Beispiel den Musik-Player gestartet, findet man hier Kontrollelemente.

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Bada läuft auf dem S8500 sehr smooth. Lange Liste scrollen butterweich, auch die Screens und viele Animationen sind prima umgesetzt. Bada bietet die Möglichkeit Themes für Icons und Oberfläche zu verwenden. Derzeit gibt es aber nur ein Theme. Schwächen sehe ich bisher eher bei den Apps, die leider teilweise sehr vermurkst aussehen. Ein einheitliches Design bzw. Vorgaben für Standardelemente ala iOS vermisse ich sofort. Multitouch funktioniert sehr gut. Alles reagiert sofort und ohne Verzögerung.

Kippt man das Wave im Widget-Editier Modus zur Seite, kann man Screens hinzufügen, löschen oder neu anordnen. Das habe ich so auch noch bei keinem anderen OS gesehen. Widgets sind schon einige vorhanden und können ganz normal über den Samsung AppStore geladen werden. Gute Widgets vermisst man aber derzeit.

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Standard Apps für Twitter, Facebook sind schon vor installiert, genauso wie einige Spiele zB. das auch vom iPhone her bekannte Aspahlt 5, Edge und noch einige mehr. Apps lassen sich nur aus dem Samsung AppStore installieren (sehr Apple like). Dieser AppStore kann entweder direkt auf dem Handy oder auf einer Desktop-Software bedient werden. Als Zahlungsmöglichkeit steht derzeit leider nur die Kreditkarte zur Verfügung. Im AppStore findet man recht gut sortiert ein noch recht übersichtliches Angebot an Apps. 150 Apps haben es bisher hier rein geschafft, davon sind viele gratis bzw. bewegen sich in ähnlichen Preishöhen, wie wir es schon von Apple oder von Google gewohnt sind. (1€ – 5€)

Die wenigen Apps sind natürlich noch der große Knackpunkt. Schafft es Samsung in Zukunft genügend Entwickler anzuziehen? Entwickeln sie einen ähnlich großen Run wie Apple? Ich denke, es hängt größtenteils davon ab, wie schwer und kompliziert es sein wird, Android-Apps auf dieses Alternativ-Linux zu portieren. Ist es relativ leicht, dann werden wahrscheinlich viele Entwickler auch auf diesen Zug aufspringen. Die günstige und gute Hardware könnte für eine hohe Verbreitung sorgen. Schauen wir mal, ob der Bada-Zug ins Rollen kommt.

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Als Besonderheit von Bada gegenüber Android ist zum Beispiel noch herauszuheben, dass man Screenshots wie beim iOS per Tastenkombination machen kann und dass die Multitasking-Bedienung recht gut umgesetzt ist. Die Startzeit des Smartphones beträgt ungefähr schnelle 17 Sekunden.

Was mir aber derzeit überhaupt nicht gefällt, ist die Desktop-Verwaltungs-Software Kies von Samsung, die es erstens ausschliesslich für Windows gibt und sich dann auch noch sehr zäh bedienen lässt. Hier wird krampfhaft ein OS X Desktop nachempfunden und dieser glänzt nicht gerade durch intuitive Bedienung. Man braucht aber diese Software, um zum Beispiel eine neue Firmware Version einzuspielen. Die Entwicklungsumgebung habe ich mir nicht angesehen.

Fazit

Ich bin gespannt, ob Samsung einen guten Start hinlegen kann, den es auf jeden Fall brauchen wird, um auf dem heiß umkämpftem Smartphone-Markt bestehen zu können. Gute und günstige Hardware findet man auch bei vielen Android-Angeboten, dort aber teilweise mit einem viel besseren Softwareangebot. Ich bin auch gespannt, ob Samsung mit dem eigenem OS, mit dieser Einsiedlerstrategie auf dem richtigen Weg ist bzw. ob man sich damit nicht zu sehr verrennt. Was meint ihr?

Das Samsung S8500 ist schon teilweise für 300€ zu bekommen und damit mit dieser Ausstattung definitiv eine Empfehlung wert. Das S8500 ist ein gut verarbeitetes, hochwertiges Gerät mit einem tollem Display und einer tollen Kamera. Bada ist für seine erste Version zwar noch ausbaufähig, aber schon jetzt gerade in Hinblick auf Benutzbarkeit dem Android OS ein wenig überlegen. Ich würde sagen, alles in allem ein rundes und günstiges Angebot.

Habt ihr noch Fragen? Stellt sie dann doch einfach in den Kommentaren. Ich habe bestimmt das eine oder andere nicht angesprochen.

Update: in einem zweitem Artikel zu diesem Smartphone wird sich Stefan ausführlich mit der Software, Synchronisation beschäftigen

Links
http://s8500.samsungmobile.de/?cmpid=de_link_samsung:mobile_s8500:micro_100518


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[HardwareTest] Sansa Fuze 2GB – MP3 Player

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Endlich mal wieder neue Hardware in der Hand über die ich schreiben kann. Heute bekam ich von der Firma SanDisk einen MP3 Player zugeschickt, den ich gleich mal durch den Kakao ziehen werde. Nein, natürlich nicht. Ich werde ganz objektiv dieses Produkt beurteilen, obwohl ich gerade im Hinblick auf MP3-Player sehr durch Apples Geräte geprägt bin und diese natürlich dann auch als Maßstab heranziehen werde.

Der erste Eindruck

Der Player, welcher mit einer Speicherkapazität von 2GB daherkommt und sich zusätzlich auch noch mit microSD Speicherkarten erweitern lässt, macht eine durchaus hochwertigen und sehr guten ersten Eindruck. Optisch gesehen, orientiert sich SanDisk mit dem Sansa Fuze ganz stark an dem iPod nano der 3ten Generation und kann auf den ersten Blick mit vielen Features mithalten. Die obere Schale besteht aus durchgezogene Plaste, welches sehr kratzfest wirkt. Die Unterseite ist etwas griffiger, da die Oberfläche aus einem gummierten Plastikstoff besteht. Das „Klick-Wheel“ ist das auffälligste Bedienelement, das an den iPod erinnert und sich auch sehr ähnlich bedient, aber nicht wie beim iPod auf Berührung reagiert, sondern  mechanisch gedreht wird.

4/5 Punkte

Zubehör

Zu dem Player liefert SanDisk eine dünne Schutzhülle, einen normalen, schwarzen Kopfhörer, Anleitungen, eine CD und ein USB-Kabel. Die Kopfhörer sind ok, könnten aber durchaus besser sein. Das Kabel ist recht dünn, aber sollte die erste Zeit wohl gut durchhalten. Hier sparen ja irgendwie alle Hersteller. Aber man kann sich ja nach Bedarf bessere Kopfhörer besorgen. Mit der mitgelieferten, kleinen CD habe ich mit meinem Slot-in-Laufwerk mal wieder schlechte Karten, so dass ich hierfür auch Punkte abziehen muss.

3/5 Punkte

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Bedienung

Auch hier richtet sich SanDisk an den Marktführer und kopiert sehr gut das gesamte Bedienkonzept des iPods. Ich finde das jetzt nicht schlimm, da diese Bedienung intuitiv und sehr gut durchdacht ist. Mit dem Klick-Wheel wählt man das Feature aus und bestätigt dann mit dem mittleren Knopf. Die Lautstärke wird auch durch Drehen am Rad eingestellt. Das Rad hat oben, unten, rechts und links Druckpunkte die mit den Funktionen Spulen, Lieder durchschalten, Play, Pause usw. belegt sind. Ein Einschalter befindet sich an der rechten Seite und muss etwas länger gedrückt gehalten werden. Ein zusätzliche „Home“ Button über dem Rad bringt einem immer sofort in das Hauptmenü.

Der microSD Kartenslot befindet sich auf der linken Seite. Die Kopfhörereingänge findet man typischerweise unten am Gerät, wie auch den USB Anschluss.

4/5 Punkte

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Das Display und der Videoplayer

Das Display ist ausreichend hell. Der Blickwinkel ist nicht so gross, aber bei so einem kleinen Display auch eher unrelevant. Das Display liegt komplett unter der oberen Schale, was ich sehr gut finde. Der Sansa Fuze besitzt, wie auch der iPod nano die Möglichkeit Videos abzuspielen. Aber mehr als ein zusätzliches Gimmick würde ich das bei dieser Displaygrösse nicht bezeichnen. Es funktioniert durchaus sehr gut und wer unbedingt seinen Lieblingssong auch als Video mit sich rumschleppen will, der ist damit recht gut bedient. Wieso auch nicht. Na meinetwegen.

Es können natürlich auch Fotos, wie im iPod angesehen werden. Dieses Feature ist aber, wie auch Videoansehen eher „nice to have“ – mehr nicht. Displaygrössen wie beim iPhone eignen sich schon eher für den mobilen Filmgenuss. Aber man kann und ist hier nicht eingeschränkt.

4/5 Punkte

Soundqualität

Mir kam der Player ein wenig leise vor. Die maximale Lautstärke fand ich ehrlich gesagt nicht befriedigend. Die iPods sind ja auch nicht die lautesten Player, aber der Sansa Fuze ist mir eine Spur zu leise. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich sehr gerne laut Musik höre. Die Soundqualität dagegen konnte mich überzeugen und mit integrierten Equalizer kann man diese noch zusätzlich seinen Hörgewohnheiten anpassen.

4/5 Punkte

Fakten und Features

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Die wiederaufladbare Batterie, die man wohl auch nicht selber wechseln kann, soll bis zu 24 Stunden im Audiobetrieb und 5 Stunden bei Videowiedergabe halten. Das ist durchaus akzeptabel und mit den Apple Geräten vergleichbar.

Punkte sammeln konnte der Player mit seinen zusätzlichen Features, wie zum Beispiel einem integrierten Radiotuner und einer Sprachaufzeichnungsfunktion. Auch die Möglichkeit, das Gerät mit einer zusätzlichen Speicherkarte aufzuwerten, ist durchaus praktisch und verdient sehr viel Lob.

Der USB Anschluss ist der selbe wie bei den Applegeräten. Ich konnte das Gerät auch im iPhone Dock benutzen.

5/5 Punkte

Software und die Verbindung zum PC/Mac

Und in diesem Bereich zeigt das Gerät leider die meisten Schwächen. Da SanDisk nicht wie Apple mit einer eigenen Softwarelösung aufwarten kann, muss sich SanDisk einer Lösung wie dem Windows Media Player bedienen. Windows Media Player läuft bekanntermaßen nur unter Windows und fällt dabei bei mir schon mal komplett durch. Ich kann aus Zeitgründen das Zusammenspiel zwischen Mediaplayer und MP3 Player nicht testen.

Man kann aber natürlich das Gerät ganz normal per manuellen Dateikopieren befüllen. Ich bevorzuge lieber die iTunes-Komplettlösung, aber ich kenne auch viele Leute, die viel lieber ihre Lieder und Dateien sortieren und organisieren und auf eine solche Komplettlösung gar nicht angewiesen sind.

3/5 Punkte

Fazit

Der Sansa Fuze ist ein qualitativ hochwertiges Gerät, welches durchaus mit dem iPod Nano in einer Klasse spielen kann. Als Mac und iTunesnutzer kommt diese Player aber für mich nicht in Frage. Mir wurde das schicke kleine Gerät aber auch schon entrissen und wird fortan als Musikplayer meiner Frau dienen. Was wiederum für den Player spricht. Wer aber einen Sansa Fuze gewinnen will, kann mal bei helmi vorbei schauen, welcher ebenfalls als Macuser nichts mit dem Player anfangen kann ;)

Ergebnis

sehr gute 4 von 5 Punkte

Fotos

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Technische Daten

* Wiedergabe von Videos, Musik, Fotos und Hörbüchern
* Digitales FM-Radio
* Sprachaufnahmen mit integriertem Mikrofon
* Großes, klares 1,9″-Display
* Bis zu 24 Stunden für die Audiowiedergabe und 5 Stunden für Videowiedergabe mit einem internen, wiederaufladbaren Akku
* microSD™/microSDHC™-Steckplatz für zusätzliche Speichererweiterung
* Abmessungen: 7,9 cm x 4,8 cm x 0,8 cm (H x B x T)

Links
http://sandisk.de/
http://blog.helmschrott.de/mp3video-player-zu-verschenken

[Update] Preise: auf sandisk.com steht als Preis: 79$ für die 2GB und 99$ für die 4GB Variante – für wieviel sie in Deutschland verkauft werden, ist mir noch nicht bekannt

Permalink

[Hardware] Dell Latitude D630C Test

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Mein Kollege Udo hat nun endlich eine Entscheidung getroffen – einen Mac konnte ich ihm leider nicht aufschwatzen. Nun ist seine sehr schwierige Wahl auf ein Dell Latitude D630c gefallen und er konnte es jetzt eine Woche lang testen. Die ersten Eindrücke von diesem Gerät möchte ich Euch auch nicht vorenthalten. Ich habe zu diesem Zweck eine Art Interview mit meinem Kollegen geführt.

Oliver: Wie war der erste Eindruck? Bist Du grundsätzlich zufrieden? War es die richtige Wahl?

Udo: Ja, der Gesamteindruck ist gut. Ich schicke ihn nicht zurück. Mein Wunschnotebook mit einem 17 Zoll Display und 1kg Gewicht ist es nicht geworden, aber ich denke, es ist ein wirklich guter Kompromiss.

Oliver: Apropos Gewicht und Display.

Udo: Das Notebook liegt mit 2,4 kg im guten Mittelfeld dieser Notebookklasse und ist damit gerade so noch mobil-tauglich. Das Display ist gleichmässig ausgeleuchtet und die Auflösung WXGA+ (1440 x 900 Pixel) passt perfekt zum 14,1 Zoll Display. Die Farbdarstellung empfinde ich als gut.

Oliver: Dein Vorgängernotebook war auch ein Dell, ein X200. Inwieweit unterscheiden sich die Tastaturen die Geräte?

Udo: Die Tasten sind schön gross und der Hub gefällt mir auch sehr gut. Sehr angenehm empfinde ich, daß Einfüge- und Entfern-Tasten vorhanden sind. Das hatte ich beim dem kleineren Gerät nur über den Function-Key. Neben dem Touchpad gibt es noch die alternative Steuerung per „Gnuppel“ (Trackpoint). Diesen musste ich entfernen, da er beim Schreiben störte und ich ihn sonst sowieso nicht benutze. Das Touchpad ist gross genug und lässt sich gut bedienen. Ein wenig störend empfinde ich, dass die oberen Tasten beim Touchpad nicht klicken.

Oliver: Was mich immer besonders interessiert, ist die Akkulaufzeit. Viele Hersteller schönigen die Laufzeiten. Wie sieht es da bei Deinen ersten Tests aus?

Udo: Ich habe ein Vista Ultimate installiert und komme mit dem Standard-Akku (56 Wh) auf gefühlte 2 Stunden. Eher etwas mehr. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich Wlan benutzte und das Display auf vollste Helligkeit eingestellt war. Durch die Möglichkeit, ein zweites Akku in den DVD-Laufwerks-Schacht zu schieben, kann man bei diesem Gerät die Laufzeiten drastisch erhöhen.

Oliver: Wie empfindest du die Verarbeitung? Ich fand beim ersten Anfassen, fühlte sich das Gehäuse sehr kalt, fast wie Metall an. Ist es aber nicht, oder?

Udo: An der Verarbeitung kann ich nichts aussetzen. Das Notebook hinterlässt einen sehr robusten Eindruck. Das Display ist sehr steif und lässt sich kaum biegen.

Oliver: Fasse mal bitte die Vor- und Nachteile zusammen, so weit du das schon nach einer Woche Nutzung sagen kannst.

Udo:

Vorteile: gutes Preis- /Leistungsverhältnis, gute solide Verarbeitung, ausbaubare Dockingstation, Gewicht ok, Fingerprint- & SmartCardReader, Wlan & Bluetooth ausschaltbar, RS232, UMTS Simcard-fähig, 4 USB, sehr guter schneller Vor-Ort Support

Nachteile: Lüfterlautstärke bei hoher CPU Leistung teilweise sehr hoch (würde mir eine stufenlose Regelung wünschen – momentan ist es eher eine Zweipunkt-Regelung), keine Webcam

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Technische Daten:

Dell Latitude D630c

Intel® CoreTM 2 Duo Prozessor T9500 (2,6 GHz, 6 MB L2-Cache, 800Mhz)
4GB Ram, nVidia Quadro NVS 135M

Vielen Dank auch noch mal von mir für die guten und sehr hilfreichen Kommentare (hier).

Links
http://www.dell.de
http://www.aptgetupdate.de/index.php/2008/02/09/die-qual-der-wahl/