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Kurztipp: Faviconographer bringt Favicons zurück zum Safari

Auch wenn es vielleicht langsam nervt: ich muss noch mal kurz auf das Favicon Thema im Safari von vor ein paar Wochen zurückkommen.

Es gibt nämlich seit ein paar Tagen eine schlanke Lösung, wie man sich nun doch Favicons im Safari anzeigen lassen kann.

Wie sich herausstellte, hatte Daniel Alm, der Entwickler hinter der Zeiterfassungsapp Timing, durch den bereits vorliegenden Quellcode seiner App die gewünschte Funktionalität quasi umgesetzt.

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Das Problem war nur, dass Apple durch SIP keinen derartigen Code mittels einer Browser Erweiterung im Safari zulässt. Daher musste die Umsetzung über eine separate App namens Faviconographer erfolgen.

Nach der Installation muss man die App zunächst einmal bei den Bedienungshilfen in den macOS Systemeinstellungen > Sicherheit > Privatsphäre zulassen.

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Anschließend hat man zwei Möglichkeiten, die auch in Kombination funktionieren:

  • Favicons in den Safari Tabs anzeigen lassen
  • Favicons bei den Lesezeichen in den Favoritenleiste des Safaris anzeigen lassen

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Wie sieht das nun live aus?

Nun, die Ausgangsposition ist ohne irgendwelche Icons in der Tab- bzw. Favoritenleiste:

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Lässt man sich die Favicons nur in der Tableiste anzeigen, wird daraus:

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Kommt dann noch die Favoritenleiste dazu, sieht es so aus:

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Ich konnte diesen Hack, wie Daniel seine App selbst nennt, schon in der Betaphase ausgiebig testen und er funktioniert erstaunlich gut.

Man muss allerdings mit kleineren Einschränkungen leben, die allesamt technisch bedingt sind:

So werden die Favicons nur angezeigt, wenn das Safari-Fenster aktiv ist. Dazu gibt es leichte Verzögerungen, wenn man Tabs oder das ganze Safari-Fenster verschiebt. Auch unter macOS 10.13 High Sierra gibt es bekannte Problemchen.

Daher gilt: einfach mal ausprobieren und dem Entwickler Feedback geben.

Der Faviconographer ist kostenlos und setzt macOS 10.12 Sierra oder höher zur Installation voraus. Eventuell läuft die App auch unter OS X 10.11 El Capitan. Das müsste allerdings mal jemand testen 😉

-> https://faviconographer.com

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Etcher · Image-Dateien zum Booten auf USB-Sticks oder SD-Karten brennen

Hin und wieder kann es vorkommen, dass man von einem USB-Stick, einer SD-Karte oder anderen (auswerfbaren) Laufwerken eine darauf gebrannte Image-Datei booten möchte.

Für dieses Vorhaben sind in der Regel Boardmittel ausreichend, die allerdings tieferes Terminalwissen voraussetzen. Wer darauf keine Lust hat, sollte sich Etcher genauer ansehen.

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Etcher ist eine open source Software, die für macOS, Linux und Windows angeboten wird und sich mit einer sehr einfachen Oberfläche vom Terminal-Gehacke absetzt.

Das Tool unterstützt verschiedene Image Formate wie beispielsweise ISO, IMG, RAW, BZ2, DMG oder auch ZIP. Der ganze Prozess ist vom Auswählen des Images bzw. des Ziellaufwerkes und dem schlussendlichen Brennen in drei einfache Schritte unterteilt. Am Ende validiert Etcher das Ergebnis, um sicherzustellen, dass alles korrekt funktioniert.

Darüber hinaus wird auch ein experimentelles Kommandozeilen Tool angeboten. Der Quellcode von Etcher ist bei GitHub zu finden.

-> https://etcher.io

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ImageOptim · Kostenlose Bildoptimierung unter macOS

Ich persönlich arbeite beim Bloggen vergleichsweise viel mit Bildern; hauptsächlich natürlich Screenshots.

Viele dieser Bilder enthalten Metadaten, wie etwa GPS Informationen, Farbprofile oder die Seriennummer der Kamera, die durch ihren teilweise privaten Charakter nicht immer erforderlich sind und somit entfernt werden können. Zusätzlich bietet sich für die Veröffentlichung von Bildern im Web eine Bildkomprimierung an, um die Dateigröße der Bilder möglichst klein zu halten.

Da diese Bildoptimierungen per Hand recht mühselig sein können, empfiehlt sich unter macOS der Einsatz der kostenlosen App ImageOptim.

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Die Funktionsweise der App ist simpel: man muss einfach markierte Bilder per drag’n’drop in ImageOptim fallen lassen. Die Magie passiert danach automatisch.

Was sich hinter dieser Magie versteckt, kann man recht detailliert mit Blick in den Einstellungen der App nachvollziehen.

Im Allgemein-Reiter lässt sich, nach PNG und JPEG getrennt, die Entfernung der Metadaten aktivieren bzw. deaktivieren. Dazu lassen sich Dateiberechtigungen, –attribute und Hardlinks entfernen oder auch erhalten.

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Im Qualität-Reiter sind Angaben zur Bildkomprimierung möglich. Hier vereinigt ImageOptim verschiedenste (im Allgemein-Reiter zu aktivierende) open source Tools, die in Kombination sicherstellen, dass man immer die kleinste Dateigröße als Ergebnis bekommt.

Neben der allgemeinen Qualität für PNG-, JPEG- und GIF-Dateien (hier habe ich mit jeweils 80% gute Erfahrungen gemacht), kann man auch die verlustbehaftete Komprimierung aktivieren. Dabei handelt es sich um eine sehr aggressive Bildoptimierung, die in Sachen Dateigröße zwar sehr gute Ergebnisse liefert aber auch einen gewissen Qualitätsverlust nach sich zieht. Daher etwas Vorsicht mit dieser Einstellung.

Im Reiter Geschwindigkeit kann man zudem den Optimierungsgrad festlegen.

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Wie nutze ich ImageOptim?

In der Regel sammele ich erst einmal Screenshots oder erstelle ein GIF in Verzeichnis X. Anschließend markiere ich alle Dateien und nutze das Instand-Send Feature von LaunchBar, um diese Dateien an ImageOptim zu übergeben. Wie oben im Video zu sehen braucht es anschließend für die schon angesprochene Magie nur ein paar Sekunden.

Eine Einsparung bei der Dateigröße von 60 bis 80% sind bei kaum sichtbarem Qualitätsverlust keine Seltenheit. Dabei ist es auch unerheblich, ob es sich um eine PNG-, JPEG- oder GIF-Datei handelt.

Der Source Code zu ImageOptim ist bei Github zu finden. Zur Installation wir OS X 10.8 Mountain Lion minimal vorausgesetzt.

-> https://imageoptim.com

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Drop to GIF · Video-Dateien in animiertes GIF konvertieren

Wer hier schon etwas länger mitliest, erinnert sich vielleicht an LICEcap, mit dem man ganz wunderbar Desktop Aufnahmen als animiertes GIF speichern kann.

Daran anschließend möchte ich heute Drop to GIF genauer vorstellen.

Bei Drop to GIF handelt es sich um eine kostenlose Mac-App, die den kompletten Prozess der GIF-Erstellung aus Video-Datein automatisiert und bei Bedarf ohne einen einzigen Klick ablaufen lässt.

Zum einen kann man Video-Dateien aller Art zur Konvertierung per drag-and-drop in die App fallen lassen. Zum anderen kann man eine Verzeichnisüberwachung (select watch folder) aktivieren, die sämtliche dort abgelegten Videos vollautomatisch in eine GIF-Datei umwandelt.

Dazu bietet die App mit Angaben zur Bildwiederholrate (FPS), der maximalen Bildbreite sowie GIF-Qualität kleinere Einstellmöglichkeiten, um die Größe der zu erstellenden Datei anzupassen. Das Ergebnis landet übrigens immer im gleichen Verzeichnis wie die Video-Datei.

Zur Installation von Drag to GIF wird OS X 10.10 Yosemite vorausgesetzt. Der Source Code inkl. passender Download-Links sind bei GitHub zu finden.

-> https://github.com/mortenjust/droptogif

(thx Fischmuetze)

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iTunes · Zugriffsrechte reparieren

Seit heute Morgen bekam ich beim Starten von iTunes folgende Fehlermeldung:

Du hast nicht die entsprechenden Zugriffsrechte für diesen Vorgang.

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Da ich seit gestern nichts an den Zugriffsrechten von Dateien oder Verzeichnissen geändert hatte, ist diese Fehlermeldung zunächst etwas irreführend. Die Lösung des Problems liegt nämlich an ganz anderer Stelle.

Ich hatte gestern in (vermutlich) geistiger Umnachtung den Shared-Ordner im Users-Verzeichnis ersatzlos gelöscht. Genau das fiel mir jetzt auf die Füße, denn iTunes scheint genau auf diesen angewiesen zu sein.

Insofern öffnete ich das Terminal, erstellte den gelöschten Ordner neu und setzte die Zugriffsrechte. Anschließend startete iTunes wieder problemlos durch.

sudo mkdir -p /Users/Shared
sudo chmod 777 /Users/Shared


Sachen gibts… ;)

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LICEcap · Desktop Aufnahmen als animiertes GIF speichern

Zur Erstellung animierter GIFs von Bildschirmaufnahmen nutze ich unter OS X in der Regel GIF Brewery. Die App bietet unzählige Einstellmöglichkeiten; kostet derzeit allerdings auch knapp 5 Euro.

Weniger umfangreich und komfortabel aber dafür kostenlos und bestimmt auch für 80% oder 90% meiner GIF-Bildschirmaufnahmen ausreichend: die open source Lösung LICEcap

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Die App, die für den Mac und PC angeboten wird, charakterisiert das für GIF-Apps typische transparente Fenster, das den Bereich der Bildschirmaufnahme festlegt.

Dieses Fenster ist in der Größe beliebig anpassbar. Dazu lässt sich unten links die maximale Bildrate (frames per second) bestimmen.

Unten rechts startet man die Aufnahme, die zunächst ein weiteres Fenster mit Optionen wie einen vorgeschalteten Titelbildschirm, automatischen Stopp nach ‘x‘ Sekunden u.s.w. hervorbringt.

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Über den Save-Knopf gehts danach tatsächlich los.

Während der Aufnahme kann man außerdem das Aufnahmefenster verschieben, die Aufnahme pausieren und Textnachrichten einfügen.

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Zur Installation von LICEcap werden OS X 10.4 Tiger, Windows XP oder höher vorausgesetzt. Der Quellcode zur App ist bei GitHub zu finden.

-> http://www.cockos.com/licecap/