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Tower 3 · Git-Client für macOS und Windows lädt zur Beta ein

Tower, ein sehr guter Git-Client für macOS und Windows, begleitet uns hier im Blog schon etwas länger.

Seit ein paar Tagen kann die Beta zum neuen Tower 3, das im Laufe des Jahres als kostenpflichtiges Upgrade veröffentlicht werden wird, getestet werden.

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Neu sind u.a. die Unterstützung von Pull Requests für GitHub, GitLab und Bitbucket, Interactive Rebase und Quick Actions. Zudem kann der Nutzer durch ein neues UI-Konzept nun mit dem gleichen Komfort wie im Browser durch die Git Repositories navigieren.

Eine detaillierte Auflistung der neues Features, zu denen auch grundlegende Optimierungen bestehender Funktionen und Performanceverbesserungen gehören, finden sich im passenden Blogpost beim Stuttgarter Entwickler fournova.

TO3M-pull-requests-minishadow_1300px-fs8

Die Teilnahme an der Beta ist kostenlos.

Zur Installation der Software werden OS X 10.8 Mountain Lion bzw. Windows 7 oder neuer vorausgesetzt.

-> https://www.git-tower.com/public-beta-2018

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macOS 10.13 High Sierra in VirtualBox unter Windows oder macOS installieren

Ende letzter Woche hatte ich das Erstellen einer ISO-Datei für macOS 10.13 High Sierra detaillierter erklärt.

Heute soll, wie schon letztes Jahr für macOS 10.12 Sierra, der Weg zur virtuellen Maschine folgen.

Für dieses Tutorial habe ich VirtualBox in der Version 5.2.8 r121009 verwendet. Als Host-Systeme kamen Windows 10 Pro (Version 1709) sowie macOS 10.13.3 High Sierra (Build 17D102) zum Einsatz.

Schritt 1:

Zunächst muss man eine neue VM erstellen.

Dabei ist darauf zu achten, dass als Guest-OS macOS 10.13 High Sierra (64-bit) ausgewählt wird. Dazu spendiert man dem System zwei CPUs (eventuell mit CPU-Begrenzung), 4 GB RAM und 128 MB Grafikspeicher.

Außerdem muss man das Diskettenlaufwerk und Audio deaktivieren sowie die Größe der zu erstellenden Festplatte auf mindestens 25 GB (dynamisch alloziert) festlegen. Wichtig: die SSD-Option muss bei der Festplatte ausgeschaltet bleiben.

Abschließend hängt man noch die anfangs erwähnte ISO-Datei von High Sierra ins System ein.

Schritt 2 (Windows only):

Dieser Schritt ist nur unter Windows auszuführen.

Ähnlich wie bei macOS Sierra dürfen keine VMs laufen und man muss VirtualBox komplett beenden. Anschließend startet man als Administrator die Eingabeaufforderung und wechselt in das Installationsverzeichnis von VirtualBox  – i.d.R. C:\Program Files\Oracle\VirtualBox

Über das Kommandozeilen-Tool VBoxManage listet man sich nun die bekannten VMs auf, registriert ggf. dort nicht angezeigte VMs…

VBoxManage list vms

VBoxManage registervm "c:\Users\USERNAME\VirtualBox VMs\NAME DER VM\NAME DER VM.vbox"

…und simuliert schlussendlich durch eine Reihe von Befehlen die nicht vorhandene Mac Hardware des Host-Systems 😅

VBoxManage modifyvm "NAME DER VM" --cpuidset 00000001 000106e5 00100800 0098e3fd bfebfbff

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiSystemProduct" "iMac11,3"

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiSystemVersion" "1.0"

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/efi/0/Config/DmiBoardProduct" "Iloveapple"

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/smc/0/Config/DeviceKey" "ourhardworkbythesewordsguardedpleasedontsteal(c)AppleComputerInc"

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" "VBoxInternal/Devices/smc/0/Config/GetKeyFromRealSMC" 1

Schritt 3:

Startete man jetzt wie VM, wird es erst einmal recht kryptisch.

Nach ein oder zwei Minuten sollte aber das Apple Logo mit Ladebalken erscheinen.

Ist dieser Ladebalken durchgelaufen, wählt man seine bevorzugte Sprache…

…und startet das Festplattendienstprogramm.

Über die Symbolleiste und dem Icon Darstellung wählt man daraufhin die Option Alle Geräte einblenden aus.

Nun markiert man das Laufwerk mit dem Namen VBOX HARDDISK Media und klickt in der Symbolleiste auf das Löschen-Icon.

Jetzt vergibt man einen Namen, belässt die restlichen Einstellungen dem Standard und klickt auf die Schaltfläche Löschen.

Sobald der Vorgang abgeschlossen bzw. die neue Festplatte partitioniert ist, klickt man auf die Schaltfläche Fertig und beendet das Festplattendienstprogramm.

In der schon bekannten Anzeige wählt man jetzt macOS installieren aus.

Weiter geht es über die Schaltfläche Fortfahren und dem Akzeptieren der Lizenzbedingungen für macOS.

Anschließend wählt man die gerade erstellte Festplatte/Partition aus und klickt auf die Schaltfläche Installieren.

Diese „Installation“ ist innerhalb weniger Augenblicke beendet. Danach startet die VM automatisch neu.

Schritt 4:

Jetzt folgt erst mal die Ernüchterung, denn VirtualBox zeigt die Fehlermeldung Boot Failed. Mac OS X an.

Nach einigen Sekunden bootet die VM erneut und wir befinden uns wieder am Anfang von Schritt 3. Dieses Verhalten ist damit zu erklären, dass VirtualBox das gerade erstellte Volume nicht automatisch erkennt. Ein manueller Hinweis ist notwendig 😉

Zunächst bricht man den laufenden Bootprozess ab und startet die VM neu. Direkt danach drückt man in schneller Abfolge FN+F12 bzw. nur F12, um in den VirtualBox Boot Manager zu gelangen. Hier ist etwas Timing erforderlich. Sollte dieser Vorgang nicht auf Anhieb klappen, wiederholt man das Prozedere einfach.

Hat man es geschafft, wählt man den Boot Maintenance Manager aus und drückt Enter.

Boot From File auswählen + Enter

Jetzt folgt die Angabe des Volumes, von dem gebootet werden soll. Von den drei Optionen wählt man die letzte mit HD(2,GPT)

<macOS Install Data> auswählen + Enter

<Locked Files> auswählen + Enter

<Boot Files> auswählen + Enter

boot.efi auswählen + Enter

Anschließend startet die VM mit dem gerade manuell beigebrachten Wissen neu.

Damit beginnt gleichzeitig auch Teil 2 der Installation, die ca. 20 bis 30 Minuten in Anspruch nimmt.

Ist das geschafft, startet die VM erneut automatisch neu und man findet sich im macOS Ersteinrichtungsassistenten wieder.

Hier klickt man sich ganz normal durch und legt Dinge wie die Apple ID, einen ersten Admin-User, die Zeitzone u.ä. fest.

…Boom 💥 🖥

Ggf. muss man über die macOS System Preferences > Language & Region „Deutsch“ als primär bevorzugte Sprache nachinstallieren. So war es zumindest bei mir.

Um Irritationen zu vermeiden, sollte man außerdem darauf achten, dass für zukünftige Bootvorgänge die ISO-Datei von High Sierra in den VirtualBox Einstellungen permanent ausgehängt ist.

Schritt 5:

Die VM hat per default eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln, die innerhalb der VM auch nicht anpasst werden kann. Das liegt nach wie vor daran, dass VirtualBox für macOS Gastsysteme keine Guest-Additions anbietet.

Um dennoch eine gewisse Flexibilität bei der Auflösung zu haben, muss man die VM herunterfahren und VirtualBox komplett beenden. Unter einen Windows-Host startet man daraufhin als Administrator die Eingabeaufforderung; unter macOS das Terminal.

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" VBoxInternal2/EfiHorizontalResolution X

VBoxManage setextradata "NAME DER VM" VBoxInternal2/EfiVerticalResolution Y

Das X bzw. Y steht jeweils für die Anzahl der horizontalen bzw. vertikalen Pixel und muss dementsprechend jeweils durch Zahlen ersetzt werden.

Diese Methode unterscheidet sich also auch etwas zum Tutorial von macOS Sierra, da es auf diesem Gebiet seit VirtualBox 5.2 Anpassungen gab.

P.S. Jetzt wäre übrigens ein guter Zeitpunkt für einen ersten VM-Snapshot, um im Fall der Fälle zu einer frischen Installation von High Sierra zurückkehren zu können 😎

(via)(via)

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Windowed · Instagram Client für macOS und Windows

Komme ich doch mal in die Verlegenheit meiner Instagram Timeline auf dem Mac zu folgen, setze ich seit über einem Jahr auf Flume.

Bei Windowed, auf das ich gestern eher zufällig aufmerksam geworden bin, handelt es sich um einen simplen Web-Wrapper, der die mobile Webseite bzw. Timeline meines Instagram-Accounts darstellt.

Von den Stories abgesehen kann man demzufolge auch alles machen, was mit den mobilen Apps mögliche ist – inkl. dem Upload von Bildern oder Videos. Dazu kann der Wrapper bis zu fünf Instagram-Accouts verwalten.

Windowed ist open source ist steht für den Mac und PC zum kostenlosen Download bereit. Der Quellcode ist bei GitHub zu finden.

-> http://windowed.io

P.S. Da die App von einem nicht verifizierten Entwickler stammt, kann es, bedingt durch den macOS Gatekeeper, beim Starten zu Problemen kommen. Die Lösung gibt es hier.

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Tipp: Affinity Apps für Mac und Windows mit kostenlosen Erweiterungen

Ich will vielleicht nicht soweit gehen, dass Affinity Photo und Affinity Designer Adobe und damit Photoshop und dem Illustrator den Rang abgelaufen haben aber gerade im Pro-Bereich ist hier durchaus ein Wandel zu erkennen.

Mit den seit ein paar Tagen für beide Affinity Apps verfügbaren Versionen 1.6, die zahlreiche Verbesserungen mit sich bringen, bietet der Entwickler jeweils drei kostenlose Erweiterungen an, die einen Gesamtwert von über 200 Euro haben.

Gratisinhalte für Affinity Photo (Wert ca. 140 Euro):

  • Kostenloses Makropaket → Ein Set fantastischer Bildstile, Lichtlecks und Verzerrungen.
  • Dirk Wüstenhagen – Fine Art Texture Collection → 99 wunderschöne Texturen in hoher Auflösung.
  • Uplift – Epic Skies Overlays → Eine vielseitige Sammlung von 50 ansprechenden Wolken-Overlays.

Gratisinhalte für Affinity Designer (Wert ca. 90 Euro):

  • Grade UI-Kit → Über 1.000 vollständig konfigurierbare Elemente, Icons, Panels und Buttons.
  • Tom Chalky – Handcrafted Fonts & Textures → Ein vielseitiges Bündel eleganter Schriften und Texturen in hoher Auflösung.
  • Frankentoon – TexturizerPro Brush Pack → Über 70 Pinsel in Topqualität, die exklusiv für Affinity Designer entworfen wurden.

Das Angebot, das noch bis morgen, den 16. November 2017, verfügbar sein wird, ist sowohl für die Windows, als auch Mac Versionen der Affinity Apps gültig. Der Download aller Erweiterungen wiegt übrigens knapp 1,8 GB.

Mehr Infos zu dieser Promo und auch zu den neuen Versionen 1.6 gibt es im Affinity Blog.

Affinity Photo
Affinity Photo
Entwickler: Serif Labs
Preis: 54,99 €
Affinity Designer
Affinity Designer
Entwickler: Serif Labs
Preis: 54,99 €
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Etcher · Image-Dateien zum Booten auf USB-Sticks oder SD-Karten brennen

Hin und wieder kann es vorkommen, dass man von einem USB-Stick, einer SD-Karte oder anderen (auswerfbaren) Laufwerken eine darauf gebrannte Image-Datei booten möchte.

Für dieses Vorhaben sind in der Regel Boardmittel ausreichend, die allerdings tieferes Terminalwissen voraussetzen. Wer darauf keine Lust hat, sollte sich Etcher genauer ansehen.

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Etcher ist eine open source Software, die für macOS, Linux und Windows angeboten wird und sich mit einer sehr einfachen Oberfläche vom Terminal-Gehacke absetzt.

Das Tool unterstützt verschiedene Image Formate wie beispielsweise ISO, IMG, RAW, BZ2, DMG oder auch ZIP. Der ganze Prozess ist vom Auswählen des Images bzw. des Ziellaufwerkes und dem schlussendlichen Brennen in drei einfache Schritte unterteilt. Am Ende validiert Etcher das Ergebnis, um sicherzustellen, dass alles korrekt funktioniert.

Darüber hinaus wird auch ein experimentelles Kommandozeilen Tool angeboten. Der Quellcode von Etcher ist bei GitHub zu finden.

-> https://etcher.io

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StarCraft & StarCraft: Brood War ab sofort kostenlos spielbar

Was bereits vor einigen Wochen angekündigt wurde, ist nun endlich geschehen:

Blizzards Echtzeitstrategiespiel StarCraft und das Add-on Brood War sind mit dem Patch 1.18 rund 20 Jahre nach ihrer Veröffentlichung gratis auf dem Mac und PC spielbar.

snipaste20170419_163127

-> https://eu.battle.net/shop/de/product/starcraft

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Brother MFC-9332CDW: Scan-to-E-Mail einrichten

Stammleser wissen, dass ich momentan den Brother MFC-9332CDW teste; ein 4-in-1 Farblaser-Multifunktionsgerät, das neben den üblichen Funktionen wie drucken, kopieren und scannen auch Faxe senden und empfangen kann.

Vor ein paar Wochen hatte ich in einem ersten Artikel einige Worte zum initialen Einrichten des Druckers unter macOS bzw. iOS verloren.

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Heute möchte ich einen Schritt weitergehen und die Einrichtung des von mir persönlich sehr oft verwendeten Features Scan-to-E-Mail ohne Zuhilfenahme eines Rechners näher erläutern.

Zunächst aber erneut zu den wichtigsten Eckdaten des Gerätes:

Elektrofotografischer LED Farbdrucker333 MHz Prozessor
192 MB Speicher
DruckgeschwindigkeitSimplex: Bis zu 22 Seiten/Minute in Farbe und S/W
Duplex: Bis zu 7 Seiten/Minute in Farbe und S/W
Auflösung (Drucken)Bis zu 2.400 x 600 dpi
Auflösung (Scannen)Vorlagenglas: Bis zu 2.400 x 1.200 dpi (optisch)
ADF: Bis zu 1.200 x 600 dpi (optisch)
Auflösung (Kopieren)600 x 600 dpi
FunktionenDrucken, kopieren, scannen und faxen
Automatischer Duplexdruck
Flachbett mit automatischem Originaleinzug
PCL 6 und PostScript 3 Emulation
SchnittstellenUSB 2.0 Hi-Speed, LAN (10/100 BaseTX) und WLAN (802.11 b/g/n)
Maße410 x 410 x 483 mm (B x H x T)
23,4 kg

Scan-to-E-Mail-Anhang vs. Scan-to-E-Mail-Server

Generell unterscheidet das Gerät zwischen Scan-to-E-Mail-Anhang und Scan-to-E-Mail-Server, was anfänglich ziemlich verwirrend ist. Liest man sich allerdings ins online verfügbare Software-Handbuch ein, wird schnell klar, wo der Unterschied liegt:

Im ersten Fall muss man auf seinem Mac (oder PC) eine von Brother zur Verfügung gestellte Software namens ControlCenter installieren, die anschließend mit einer bestimmten E-Mail Adresse verknüpft wird. Zum Scannen sowie Versenden der E-Mail wird also zwingend ein Rechner benötigt; beim Drucker legt man lediglich die zu scannenden Blätter ein… 😐

Im zweiten Fall erfolgen das Scannen und der E-Mail-Versand unabhängig vom Rechner direkt am Drucker. Genau das ist mein gesuchtes Feature 😃
Stutzig macht im Handbuch allerdings der Satz “Diese Funktion ist als Download verfügbar.“ 😮

Firmware Lite

Auf Nachfrage beim Brother Support bestätigte man mir, dass ich zum Nutzen der Funktion Scan-to-E-Mail-Server eine separat erhältliche Software installieren muss.

Schaut man in die für macOS 10.12 erhältlichen Downloads, findet man unter dem Punkt Firmware allerdings nur eine Firmware Update Software, die erst einmal keine neuen Features beinhaltet bzw. freischaltet.

Erst unter Software-Tools, die man bezeichnenderweise zur Ansicht über die Schaltfläche Alle anzeigen aufklappen muss, kommt die Erleuchtung.

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Dort verbirgt sich eine Software namens Internet FAX Installations-Tool, die im Grunde genommen die bereits per default auf dem Drucker installierte normale Firmware modifiziert und folgende Features freischaltet:

  • Internet-Fax
  • Faxweiterleitung (per PDF…) an eine E-Mail Adresse
  • Scan to E-Mail-Server 👍

Um das nochmals herauszustellen: Beim Internet FAX Installations-Tool handelt es sich um keine neue Firmware oder eine Firmware Update Software. Das Tool ist lediglich dazu da, um blockierte Features der bereits installierten Firmware freizuschalten.

Da mir dieses Vorgehen sehr merkwürdig vorkam, nahm ich erneut Kontakt zu Brother auf. Dort sagte man mir, dass der Grund einzig und alleine bei den Lizenzkosten liegt. Die meisten Anwender nutzen halt nur wenige Funktionen, so dass die Standard-Features der Firmware ausreichen. Erst nachdem eine Freischaltung der zusätzlichen Features über das I-FAX Installations-Tool erfolgt ist, fallen für Brother zusätzliche Lizenzgebühren pro Gerät an.

Firmware Erweiterung per Internet FAX Installations-Tool

Zur Freischaltung der zusätzlichen Features wird leider Java benötigt. Folglich empfehle ich aus Gründen die Verwendung einer virtuellen Maschine (vor dem Installieren Snapshot/Sicherungspunkt anlegen!!!).

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Da der Drucker sowohl für ein Firmware Update als auch für die jetzt gewollte Firmware Erweiterung per USB-Kabel mit einem Mac oder PC verbunden sein muss, ist im Falle von VirtualBox darauf zu achten, dass der Drucker in den VM-Einstellungen > Ports > USB permanent (über das Plus-Zeichen) der VM zugeordnet ist. Andernfalls kann es zu Fehlern kommen, die den Drucker ggf. unbrauchbar machen.

Sobald die Firmware Erweiterung abgeschlossen ist, kann man den Snapshot zurücksetzen und ist Java vorerst wieder los 🙌

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Während der Firmware-Erweiterung wird der Nutzer übrigens darüber informiert, dass Daten zu Brother übermittelt werden.

Zu diesen Daten gehören die Seriennummer, der Modellname und die Firmware-Version des Druckers, die u.a. für die gerätegenaue Abrechnung der Lizenzgebühren genutzt werden.

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Scan-to-E-Mail-Server im EWS konfigurieren

Die eigentliche Konfiguration erfolgt, wie schon im ersten Artikel, im Web-Interface bzw. embedded Webserver (kurz EWS) des Druckers.

Ist die erweiterte Firmware korrekt installiert, findet man unter dem Punkt Fax mehrere Optionen für I-Fax, die in der normalen Firmware zwar auch implementiert aber nicht sichtbar sind.

Für unseren Fall ist die Option E-Mail (Senden) interessant. Dort trägt man den E-Mail (Betreff) und E-Mail (Text) ein, die man später für die gescannten Dokumente im E-Mail Postfach nutzen möchte. Das Ganze abschließend mit der Schaltfläche Senden bestätigen.

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Danach geht es über die Schaltfläche POP3/SMTP zur Konfiguration des zu nutzenden E-Mail Servers.

Hier muss natürlich jeder selbst bei seinem E-Mail Provider schauen und die passende Daten eingeben. Für Google Mail sieht die Konfiguration beispielsweise folgendermaßen aus:

SMTP-Serveradressesmtp.gmail.com
SMTP-Port465
Authentifizierungsmethode für SMTP-ServerSMTP-AUTH
Name für SMTP-AUTH-KontoE-Mail Adresse, die als Absender beim Scan-to-E-Mail-Server Feature genutzt werden soll (muss zur SMTP-Serveradresse passen)
Kennwort für SMTP-AUTH-KontoKennwort zur im Namen angegebenen E-Mail Adresse
SMTP über SSL/TLSSSL
→ zusätzlich ist darauf zu achten, dass "Server-Zertifikat verifizieren" deaktiviert ist
E-Mail Adresse des GerätsE-Mail Adresse für das Benutzerkonto des Druckers (i.d.R. die des Administrator)

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Scrollt man in dieser Maske weiter nach unten, kann man noch einen POP3-Server konfigurieren.

Das kann für unseren Anwendungsfall Scan-to-E-Mail-Server allerdings ignoriert werden, da der Drucker E-Mails nur versenden aber nicht empfangen soll.

Hier wird also nichts eingetragen; man muss die im SMTP-Abschnitt eingetragenen Daten mit Klick auf die Schaltfläche Senden allerdings bestätigen.

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Daran anschließend sollte man die Konfiguration des E-Mail-Versands testen.

Hier muss einfach eine E-Mail Adresse angegeben und der Haken bei Test-E-Mail senden gesetzt sein. Über die Schaltfläche Senden sollte Sekunden später eine entsprechende E-Mail mit Daten der Druckers in der Inbox landen.

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Ist das abgeschlossen, kann man sich an die Konfiguration des Adressbuchs setzen.

Hier können bis zu 200 E-Mail Adressen bzw. bis zu 20 Rundsende-Gruppen hinterlegt werden, die man dann ganz bequem am Touchscreen des Drucker als Empfänger des zu scannenden Dokuments auswählen kann.

Wichtig: Bei der Nummernart sollte Mail ausgewählt sein.

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Abschließend kann man im Menü unter Scannen > Scan to E-Mail-Server die Standard-Einstellungen zu den Scan-Optionen anpassen.

Das betrifft im Grunde genommen Angaben zum Scantyp und der Auflösung, den Dateityp sowie der Scan- und Dateigröße. Der Einfachheit halber habe ich die vier Drop-Down-Menüs herauskopiert und in den nachfolgenden Screenshot eingefügt.

Bildschirmfoto 2017-03-17 um 16.55.58-minishadow_1300px

Damit ist die eigentliche Konfiguration abgeschlossen. Man kann nun den Mac oder PC ausschalten und sich dem Drucker zuwenden.

Scan-to-E-Mail-Server am Drucker nutzen

Zunächst legt man natürlich die zu scannenden Dokumente in den Dokumenteneinzug (ADF) bzw. auf das Vorlagenglas.

Im Touchscreen des Druckers sucht man über die Schaltfläche Scannen die Funktion an E-Mail-Server, die erst, wir erinnern uns, mit der erweiterten Firmware sichtbar ist.

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Nun kann man entweder manuell eine E-Mail Adresse eingeben oder über die Schaltfläche Adressbuch eine gerade im EWS vorkonfigurierte als Empfänger auswählen.

Über die Schaltfläche OK kann man jetzt die im EWS gesetzten Standard-Scan-Optionen (Scantyp, Auflösung, Dateityp…) anpassen. Drückt man in dieser Ansicht erneut die Schaltfläche OK, wird das Dokument abschließend gescannt und versendet.

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Sekunden später… Magic… die Inbox… 📬📧

Die E-Mail sollte jetzt auch die vorher im EWS festgelegten Inhalte für Betreff und Text umfassen. Das gescannte Dokument befindet sich im Anhang.

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Sonstiges

Mit meinen persönlichen Standard-Scan-Einstellungen – Farbe, 200 dpi, PDF, A4 und mittlerer Dateigröße – wird pro gescannter Seite eine Datei mit einer Größe von ca. 200 KB erstellt.

Ist der Dokumenteneinzug, für den Brother eine maximale Kapazität von 35 Seiten angibt, komplett gefüllt, ergibt das eine Dateigröße von ca. 7 MB. In meinen Tests waren dort aber selbst 50 Seiten kein Problem, was einen E-Mail Anhang von gut und gerne 10 MB zur Folge hat.

Das PDF, und auch hier hatte ich bei Brother nachgefragt, wird auf dem Drucker generiert. Das ist insofern interessant, als dass der Drucker ja gerade mal 192 MB RAM hat und bei 50 normal gescannten Farbseiten keine Kapazitätsprobleme erkennen lässt. Erst wenn man beim Scannen die volle Auflösung (beim ADF 1200 x 600 dpi) haben möchte, ist bei knapp 30 Seiten pro Scanvorgang Schluss.

Ebenfalls erwähnenswert: Sobald man die Firmware des Druckers aktualisiert, muss man die zusätzlichen Features nicht erneut freischalten oder konfigurieren. Diese bleiben unangetastet und stehen auch nach einem Update ohne weiteres Zutun weiterhin zur Verfügung.

Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für den Brother MFC-9332CDW beginnen derzeit bei knapp 310 Euro.

Dazu gibt es 3 Jahre Vor-Ort-Hersteller-Garantie.

-> http://www.brother.de/drucker/lasergeraete/mfc-9332cdw
-> http://www.idealo.de/mfc-9332cdw-brother

tl;dr

Puhhh, wasn Akt!

Es ist mir ehrlich gesagt schleierhaft, wie man das Internet FAX Installations-Tool derart irreführend benennen und den Download auf der Homepage dermaßen verstecken kann.

Ich möchte nicht wissen, wie technisch nicht so versierte Personen zum Nutzen der beworbenen Funktionen Scan-to-E-Mail-Server oder Internet-Fax ihren Drucker und schlussendlich auch Brother verfluchen. Selbst erfahrene Anwender scheitern beim Einrichten dieser Funktionen, weil Brother nirgendwo klipp und klar formuliert was genau zu tun ist. Es kommt nur immer wieder der Hinweis, dass Feature X oder Feature Y nur über einen kostenlosen Download verfügbar ist. Die einschlägigen Hilfe- bzw. Drucker-Foren sind voll mit genervten Nutzern…

Man muss Brother allerdings auch zugutehalten, dass, wenn man einmal weiß, was zu machen ist, die Einrichtung dieses Features vergleichsweise schnell von der Hand geht und der Versand von gescannten Dokumenten ohne Zuhilfenahme eines Mac oder PC problemlos funktioniert.