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Review: Fantastical 2 für das iPad

Fantastical ist eine App, die mich schon sehr lange begleitet. So ist es auch kein Wunder, dass ich neben einem Review zur Mac-Version auch Fantastical 1 für das iPhone schon näher betrachtet hatte.

Zum vollendeten Glück fehlte seit Jahren eine passende native iPad-App, die letzte Woche endlich veröffentlicht wurde. Nachfolgend wieder ein etwas genauerer Blick auf die App.

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Generell ist zu sagen, dass Fantastical 2 for iPad auf Fantastical 2 for iPhone aufbaut und darin eine sehr gute Grundlage hat. Daran erkennt man auch schon, dass es sich (leider) um keine iOS Universal, sondern separate App handelt, die gesondert gekauft werden muss. Daran hänge ich mich jetzt aber erst mal nicht auf und komme später im Fazit darauf zurück.

Gemeinsamkeiten

Da iPad- und iPhone-Version von Fantastical 2 sowohl optisch, als auch funktional quasi identisch sind, möchte ich kurz die Gemeinsamkeiten herausstellen. Ich werde dabei nicht näher auf die einzelnen Punkte eingehen. Wer hier Interesse hat, liest sich einfach mein im letzten Absatz verlinktes Review der iPhone-App durch.

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Wie bei Fantastical üblich setzt auch die iPad-Version bei der Eingabe von (iOS-)Erinnerungen oder Kalender-Events auf natürliche Sprache, die über einen Textparser entsprechend interpretiert werden.

Dazu kann man Keywords wie Erinnerung, Aufgabe, Todo,Task oder Reminder vor dem eigentlichen Termin schreiben, um ein automatisches Umschalten zwischen Erinnerung und Kalender-Event zu erzwingen.

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Dazu gibt es auch hier eine Sonderzeile auf der Tastatur mit Zahlen, Punkt und Doppelpunkt, um Zeiteingaben einfacher einzugeben.

Außerdem sind sämtliche Multitouch-Gesten zum Duplizieren, Verschieben und Teilen von Events, Springen zu einem bestimmten oder aktuellen Datum u.s.w. mit der iPhone-Version identisch, man setzt auf Hintergrundaktualisierung, ein helles bzw. dunkles Design, Zeitzonensupport und unterstützt URL-Schemata.

Unterschiede

Nun aber zum spannenden Teil, den Unterschieden…

Hier fällt als erstes natürlich die gegenüber der iPhone-Version leicht veränderte Optik auf, die sich grundsätzlich, egal ob vertikale oder horizontale Ansicht, in vier immer sichtbare Parts aufteilt.

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Das fängt ganz oben mit der (roten) Toolbar an und setzt sich direkt darunter mit dem DayTicker fort. Links darunter findet man in einer Listenansicht die einzelnen Termine und rechts daneben die Monatsansicht (die jeweiligen Scrollrichtungen sind durch die Pfeile eingezeichnet).

Darüber hinaus gibt es nun eine detaillierte Wochenansicht, die, ausgehend vom DayTicker, in zwei Stufen nach unten gezogen werden kann.

Hier hat man jetzt für jeden Tag der Woche eine extra Spalte, die wiederum zusätzlich nach Stunden unterteilt ist und die eingetragenen Event-Blöcke und Erinnerungen enthält.

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Diese Wochensicht hat den weiteren Vorteil, dass man Kalender-Events per tap-and-hold Geste verschieben oder auch nur, filigrane Fingermotorik vorausgesetzt, die Zeit anpassen kann – ohne sich die Detailansicht des Events ansehen zu müssen.

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Wem das nichts ist, kann die Details von Erinnerungen und Kalender-Events natürlich auch in der Detailansicht bearbeiten.

Diese kommt als schlichtes Side Panel rechts in die Anzeige hinein. Der Vorteil dieses Side Panels gegenüber unschönen (aber durchaus üblichen) Popover Fenstern ist, dass du GUI, auch wenn sie in diesem Fall etwas abgedunkelt ist, nicht blockiert und weiterhin voll zugreifbar ist.

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Für Geburtstage kann man außerdem, da Fantastical sich auch wunderbar mit dem iOS Adressbuch versteht, über diese Detailansicht eine iMessage/SMS, E-Mail oder Facebook Nachricht schreiben bzw. sich den betreffenden Kontakt näher ansehen.

Einstellungen

Die Einstellmöglichkeiten sind exakt die gleichen wie in der iPhone Version von Fantastical 2.

Hier kann man beispielsweile das helle und dunkle Design oder den Zeitzonen-Support aktivieren, Wochenenden hervorheben, den Standard-Kalender bzw. Standardliste oder auch den Wochenbeginn festlegen.

Preise und Verfügbarkeit

Fantastical 2 for iPad kostet im iOS App Store derzeit 8,99 Euro. Die dazu passende separate iPhone App schlägt derzeit mit 4,99 Euro zu Buche.

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Zur Installation beider Versionen wird minimal iOS 7.0 vorausgesetzt.

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Des Weiteren wird natürlich nach wie vor eine Version für den Mac (mein Review) angeboten, die im Mac App Store und als Downloadversion jeweils 17,99 Euro kostet.

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FAZIT

Zum Anfang des Fazits kann ich direkt sagen, dass diejenigen, die Fantastical 2 auf dem iPhone kennen und mögen, es auf dem iPad lieben werden. Zusammen mit der Mac-App sind nun endlich die drei wichtigsten Plattformen – ja, für mich persönlich sind sie das ;) – versorgt. Fantastical 2 läuft auf dem iPad (mini Retina) sehr stabil, schnell und sieht unglaublich gut dabei aus.

Ich verstehe auch nach wie vor nicht, dass Apple Erinnerungen und Kalender immer noch getrennt in zwei Apps abhandelt. Fantastical 2 und andere Apps zeigen doch, dass es anders geht.

Schatten gibt es natürlich auch:
Leider gibt es auch in der iPad-Version wiederholt Probleme bei der Interpretation der deutschen Sprache.

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Wenn wir davon ausgehen, dass heute Donnerstag ist, sollte der Ausdruck “Morgen Abend” eigentlich auf Freitag deuten. Macht er aber nicht. Aus irgendeinem Grund wird daraus ‘Übermorgen’, nämlich Samstag. Gibt man gleiches auf Englisch, also “Tomorrow evening”, ein, stimmt das Ergebnis wieder. Extrem lästig, da dieser Bug schon seit Jahren nicht gefixt wurde und sich durch alle Versionen von Fantastical hindurch zieht.

Daher gibt es auch etwas Abzug in der B-Note.

[do action=“aguwertung“ wert=“9,5″/]

Abschließend noch kurz etwas zum Thema Preisgestaltung. Natürlich ist es ärgerlich, dass es zwei separate Apps für iPhone und iPad und keine Universal App gibt. Dazu kommt dann noch der vergleichsweise recht hohe Preis von 9 Euro, der auch nur der Einführungspreis ist und noch steigen wird. Auf der anderen Seite bekommt man eine sehr, sehr gute App.

Schlussendlich muss jeder selbst entscheiden, ob für Erinnerungen und Kalender für iPhone und iPad zusammen knapp 14 Euro gerechtfertigt sind. Günstigere Alternativen, beispielsweise in Form der iOS Universal App Calendars 5, das ich bisher auf dem iPad genutzt hatte, sind mehr als genug vorhanden.

Autor: Björn

Ich bin Björn und quasi der COO von aptgetupdateDE. Ich kümmere mich um die PR und allerlei Kontaktaufnahmen zu Hardwareherstellern und Softwareentwicklern. Erreichbar bin ich bei Twitter und natürlich per E-Mail.

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